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Synodaler Weg - schon versperrt?


Jan_Duever

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vor 3 Minuten schrieb Guppy:

 

Naja, dort wo jemand wirklich der Lehre der Kirche widerspricht, z.B. behauptet das Grab sei leer gewesen, Jesus sei nie wirklich auferstanden, sei nicht aufgefahren in den Himmel etc., untergräbt derjenige doch den Glauben.

 

Nein. Du musst wissenschaftliche Hypothesen und Glaubensaussagen unterscheiden. 

Ferner gibt es einen Unterschied zwischen "historisch" und "wahr" Nicht alles, was "wahr" ist, muss auch historisch sein. 

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vor 20 Stunden schrieb Guppy:

 

Also lehrt die Kirche, dass die Bibel im Prinzip sowas ist wie Rötkäppchen? Eine fiktive Geschichte, die historisch nie so stattgefunden hat, sondern nur eine bestimmte Botschaft transportieren möchte?

Sie lehrt, dass die Bibel "wahr" ist. Nicht dass sie historisch ist. Das ist ein massiver Unterschied. 

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vor 4 Minuten schrieb laura:

Sie lehrt, dass die Bibel "wahr" ist. Nicht dass sie historisch ist. Das ist ein massiver Unterschied. 

 

Entweder Jesus hat als real existierender, historischer Mensch genauso so wie in der Bibel berichtet gelebt oder nicht.

 

Entweder dieser historische Mensch Jesus wurde historisch von der historisch existrierende Jungfrau Maria durch den Heiligen Geist empfangen und geborene wie in der Bibel beschrieben oder eben nicht.

 

Entweder dieser historische Mensch Jesus hat die in der Bibel beschriebenen Wunder historisch wirklich real vollbracht und gewirkt oder er hat nicht.

 

Entweder der historische Mensch Jesus wurde wirklich gekreuzigt, bis er real biologisch-medizinisch tot war und ist dann real biologisch-leiblich wieder als lebendig geworden und auferstanden und lebte danach noch als realer, historischer Mensch unter seinen Jüngern, bis er real, historisch mit seinem biologischen Leib vor den Augen seiner historisch real existierenden Jünger in den Himmel auffuhr, oder eben nicht.

 

 

 

 

 

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vor 4 Minuten schrieb laura:

Sie lehrt, dass die Bibel "wahr" ist. Nicht dass sie historisch ist. Das ist ein massiver Unterschied. 

 

Nein, auch das lehrt sie nicht.

 

Sie sagt (alle Zitate aus Dei Verbum):

 

Zitat

Denn die Wahrheit wird je anders dargelegt und ausgedrückt in Texten von in verschiedenem Sinn geschichtlicher, prophetischer oder dichterischer Art, oder in anderen Redegattungen.

 

Also womöglich auch historisch, das gilt es im Einzelfall zu eruieren - und unterschiedliche Auffassungen sind da möglich.

 

Zu den Evangelien macht die Kirche allerdings eine deutlich konkretere Aussage:

 

Zitat

Unsere heilige Mutter, die Kirche, hat entschieden und unentwegt daran festgehalten und hält daran fest, daß die vier genannten Evangelien, deren Geschichtlichkeit sie ohne Bedenken bejaht, zuverlässig überliefern, was Jesus, der Sohn Gottes, in seinem Leben unter den Menschen zu deren ewigem Heil wirklich getan und gelehrt hat bis zu dem Tag, da er aufgenommen wurde (vgl. Apg 1,1-2).

 

Aber auch hier sind die Begriffe nicht ganz messerscharf - diese Einführung erklärt den Werdegang dieses Artikels:

 

Zitat

Artikel 19 sucht die Frage anzugehen, in welchem Sinn und Ausmaß die Evangelien historisch geschehene Geschichte berichten. Der erste Entwurf hatte alle Exegeten verurteilt, die bezweifelten, daß alles, was die Evangelien berichten und wie sie es berichten, historische Wahrheit sei. Dieser Passus wurde schon zu Beginn der Überarbeitungen gestrichen. Gegen die vorletzte Fassung, die Evangelien böten Wahres und Ehrliches aus der schöpferischen Kraft der Urgemeinde, erhob die Minderheit auf dem Konzil stürmischen Protest, unterstützt vom Papst. Die Kommission strich die "schöpferische Kraft der Urgemeinde", ließ das "Wahre und Ehrliche" stehen und fugte im ersten Satz ein: "deren (d. h. der vier Evangelien) Geschichtlichkeit sie ohne Bedenken bejaht". Der Papst war damit einverstanden. Der Begriff "Geschichtlichkeit" ("historicitas") wird hier nicht erklärt und bedarf daher weiterer Studien. Der Einschub läßt selbstverständlich die Aussage von Artikel 12, daß es biblische Texte "von in
verschiedener Weise geschichtlicher Art" gibt - die auch vom Neuen Testament gilt -, ganz unberührt. Der zweite Satz des Artikels macht sich die Ergebnisse der modernen Exegese behutsam zu eigen. Erster Schritt: Die Apostel haben, nachdem Jesus weggenommen worden war, aus einem volleren Verständnis Christi heraus gepredigt. Zweiter Schritt: Die Verfasser der Evangelien haben dieses so überlieferte Predigtmaterial "redigiert", nämlich ausgewählt, zusammengezogen, im Hinblick auf die Lage der Kirche verdeutlicht ("aktualisiert", wie die Exegeten sagen). Dabei haben sie die Form der Verkündigung (was wiederum die Gattungen und die Stilistik betrifft) beibehalten.

 

Dadurch, daß diese Begriffe nicht messerscharf sind, ermöglichen sie es, einer Vielzahl an Meinungen nebeneinander Existenzrecht zuzugestehen, was ich sehr gut finde. Schön wäre es nur, ich wiederhole mich, wenn alle diesen großen Platz an Meinungsmöglichkeiten auch anderen gönnen würden.

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Die Sache ist doch ganz einfach: Guppys Sicht der Dinge bzgl. der Historizität findet Platz in der Kirche - und die abweichende Meinung vieler Theologen dazu auch. Ist doch super. Jesuiten sind auch keine Kartäuser. Warum also Einheitsbrei? Wo Vielfalt möglich ist, sollte sie gelebt werden - auch wenn man den anderen nicht immer versteht.

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Zitat

Denn die Wahrheit wird je anders dargelegt und ausgedrückt in Texten von in verschiedenem Sinn geschichtlicher, prophetischer oder dichterischer Art, oder in anderen Redegattungen.

 

Exakt darum geht es doch. Biblische Texte sind "Gotteswort im Menschenwort".

Damit sind sie in den Denkvorstellungen und in Sprachformen der damaligen Zeit abgefasst - und entsprechen eben nicht unseren Vorstellungen von "Historizität". 

 

Z.B. haben die Verfasser der Schöpfungsberichte in den Worten ihrer Zeit zum Ausdruck gebracht, dass Gott die Welt erschaffen hat. Sie konnten nicht anders als auf die damaligen Denkvorstellungen zurückzugreifen (weil sie die heutigen ja noch nicht kannten). Daher sind die Aussagen aus der Sicht der heutigen Naturwissenschaft "falsch", aber die Glaubensaussage dahinter lautet "Gott hat die Welt erschaffen", die natürlich aus der Sicht das Glaubens immer noch "wahr" ist. 

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vor 8 Stunden schrieb laura:

Grundsätzlich stimme ich dir zu.  Es steht jedem frei, zu glauben und zu meinen, was er will. 

 

Allerdings hat diese Diskussion die Besonderheit, dass es nun einmal die wissenschaftliche Theologie und die biblische Archäologie gibt. 

Und schräg wird es dann, wenn ein theologischer Laie ohne nennenswerte Kenntnisse der Materie meint, seine Argumente für die Historizität stünden - qua Meinungsfreiheit - argumentativ und wissenschaftlich (!) - auf einer Ebene mit denen des Professors für alttestamentliche Exegese. Oder es stünde ihm gar zu, dem Professor Unglauben zu unterstellen.

 

Das wäre in etwa so, wie wenn ich als medizinischer Laie meinen würde, dank Dr. Google eine bessere Diagnose stellen zu können als der Chefarzt der örtlichen Uniklinik. 

 

Theologie ist und bleibt eine ernstzunehmende Wissenschaft. Und im theologischen Diskurs sind auch nicht alle Meinungen "richtig". 

 

Ob Theologie eine ernstzunehmende Wissenschaft ist, wage ich zu bezweifeln. Theologie geht von einer unbeweisbaren Behauptung aus, dass es einen Gott gibt. 

 

Für mich ist Wissenschaft, was Wissen schafft. Theologie aber schafft kein Wissen, sondern spielt Spekulation durch und füllt dann die altbekannten unbeweisbaren Behauptungen in immer neue Weinschläuche, obschon der Wein selbst längst Essig geworden ist.

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vor einer Stunde schrieb laura:

 

Exakt darum geht es doch. Biblische Texte sind "Gotteswort im Menschenwort".

Damit sind sie in den Denkvorstellungen und in Sprachformen der damaligen Zeit abgefasst - und entsprechen eben nicht unseren Vorstellungen von "Historizität". 

 

Z.B. haben die Verfasser der Schöpfungsberichte in den Worten ihrer Zeit zum Ausdruck gebracht, dass Gott die Welt erschaffen hat. Sie konnten nicht anders als auf die damaligen Denkvorstellungen zurückzugreifen (weil sie die heutigen ja noch nicht kannten). Daher sind die Aussagen aus der Sicht der heutigen Naturwissenschaft "falsch", aber die Glaubensaussage dahinter lautet "Gott hat die Welt erschaffen", die natürlich aus der Sicht das Glaubens immer noch "wahr" ist. 

 

"Biblische Texte sind "Gotteswort im Menschenwort"."

 

Würde stehen, "Biblische Texte" werden als "Gotteswort in Menschenwort" behauptet, würde der Satz stimmen. So behauptet der Islam, der Koran sei herab gesandtes Wort Gottes. 

 

Beide Behauptungen sind bösartig, weil Wahn, die absolute Wahrheit gepachtet zu haben, zu Millionen Toten geführt hat und immer noch zu Toten führt.

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vor 18 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Ob Theologie eine ernstzunehmende Wissenschaft ist, wage ich zu bezweifeln. Theologie geht von einer unbeweisbaren Behauptung aus, dass es einen Gott gibt. 

Sie geht in ihrer Gesamtheit nur begrenzt davon aus, im Gegenteil: in der systematischen Theologue, z.. in der Fundamentaltheologie geht es zentral um die Fragen nach der Existenz Gottes.

Und um wissenschaftliche Theologie zu treiben, ist letztlich die Frage, ob es einen Gott auch wirklich gibt, relativ irrelevant. 

Es geht um die Frage, wie sich der christliche Glaube und die Lehre und Praxis der Kirche entwickelt haben und wie sie jetzt zu verstehen sind.

Du kannst über Taufriten der frühen Kirche promovieren, ohne selbst an Golt zu glauben. Für die wissenschaftliche Arbeit spielt das keine Rolle. 

 

Wie definierst du denn Wissenschaft? Ist z.B. Germanistik eine Wissenschaft?

 

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vor 17 Minuten schrieb laura:

Es geht um die Frage, wie sich der christliche Glaube und die Lehre und Praxis der Kirche entwickelt haben und wie sie jetzt zu verstehen sind.

 

Ich bin nicht ganz sicher. Der erste Teil ist Gegenstand der Geschichts- oder Religionswissenschaft, der zweite der des Lehramtes. Theologie ist die „Lehre von Gott“, und stammt mit ihren Inhalten und Methoden aus einer Zeit, in der es Wissenschaften im Sinne von Naturwissenschaften noch gar nicht gab. Ihr zentraler Gegenstand ist „Gott“, und ohne ihn wäre Theologie sinnlos, Geschichte bzw. Religionswissenschaft nicht.

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vor 25 Minuten schrieb laura:

Sie geht in ihrer Gesamtheit nur begrenzt davon aus, im Gegenteil: in der systematischen Theologue, z.. in der Fundamentaltheologie geht es zentral um die Fragen nach der Existenz Gottes.

Und um wissenschaftliche Theologie zu treiben, ist letztlich die Frage, ob es einen Gott auch wirklich gibt, relativ irrelevant. 

Es geht um die Frage, wie sich der christliche Glaube und die Lehre und Praxis der Kirche entwickelt haben und wie sie jetzt zu verstehen sind.

Du kannst über Taufriten der frühen Kirche promovieren, ohne selbst an Golt zu glauben. Für die wissenschaftliche Arbeit spielt das keine Rolle. 

 

Wie definierst du denn Wissenschaft? Ist z.B. Germanistik eine Wissenschaft?

 

 

Das, was Du schreibst, ist nur dann richtig, wenn man einen Gott annimmt. 

 

Trotzdem hast Du recht, weil es die Menschen in den vergangenen tausenden von Jahren so gemacht haben, wie Du es also richtig beschreibst.

 

Ich spotte nur, dass man über Nichts so viel Nichts zu schreiben hat.

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Vielleicht würde es helfen, wenn sich alle Beteiligten klarmachen würden, daß der Begriff "Wissenschaft" zwar hoch geschätzt wird, aber nicht geschützt ist. Und jede sogenannte Wissenschaft hat ihre "Gegenstände" (oder auch nicht), ihrer Geschichte, ihre Methoden, und natürlich versucht jede angesichts der unbestrittenen Reputation der Naturwissenschaften ein wenig vom Glanz abzubekommen. Es geht um Status, um Stellen, um Geld im allgemeinen, und um die Lufthoheit über den (z.T. virtuellen) Stammtischen dieser Welt. Kurz: es geht um Macht. Da ist eine Klarheit der Begriffe manchmal nützlich, manchmal aber auch hinderlich, je nachdem, wie viel man zu verbergen hat. 

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vor 2 Stunden schrieb laura:

Z.B. haben die Verfasser der Schöpfungsberichte in den Worten ihrer Zeit zum Ausdruck gebracht, dass Gott die Welt erschaffen hat. Sie konnten nicht anders als auf die damaligen Denkvorstellungen zurückzugreifen (weil sie die heutigen ja noch nicht kannten). Daher sind die Aussagen aus der Sicht der heutigen Naturwissenschaft "falsch", aber die Glaubensaussage dahinter lautet "Gott hat die Welt erschaffen", die natürlich aus der Sicht das Glaubens immer noch "wahr" ist. 

 

Im Schöpfungsbericht geht es ja nicht nur darum, dass Gott die Welt geschaffen hat. Da steht z.B., dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Und da steht auch sehr genau, wie er das gemacht hat. Dort wird ein aktives Schöpfungshandeln Gottes beschrieben. Ist der Mensch denn das Ebenbild Gottes oder stimmt das auch nicht?  Wenn man z.B. eine "theistische Evolution" annimmt, wo genau soll da denn "der Mensch", der nach Gottes Ebenbild geschaffen ist, beginnen?

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vor 1 Minute schrieb Guppy:

Im Schöpfungsbericht geht es ja nicht nur darum, dass Gott die Welt geschaffen hat. Da steht z.B., dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Und da steht auch sehr genau, wie er das gemacht hat. Dort wird ein aktives Schöpfungshandeln Gottes beschrieben. Ist der Mensch denn das Ebenbild Gottes oder stimmt das auch nicht?  Wenn man z.B. eine "theistische Evolution" annimmt, wo genau soll da denn "der Mensch", der nach Gottes Ebenbild geschaffen ist, beginnen?

 

Eigentlich ist es ganz einfach: Schöpfung und Evolution, als Erklärung von Wirklichkeit, schließen einander aus. Der Begriff der Schöpfung kommt aus einer Zeit, in der es Erklärungen im naturwissenschaftlichen Sinne noch nicht gab. Will man diesen Begriff retten, muß man aufhören, ihn als Beschreibung der beobachtbaren Wirklichkeit zu verstehen, und ihn als das nehmen, was er heute noch sein kann: die Beschreibung eines Glaubens. Der Gläubige glaubt, daß die Evolution eine Richtung genommen hat, die der Absicht seines Gottes entspricht  - wobei eigentlich klar sein sollte, daß die biologische Evolution weder eine Absicht noch eine Richtung hat.

 

Wie man es auch immer nimmt, man muß die Augen schon ganz fest zumachen, um Glauben und Wissen an dieser Stelle in Einklang zu bringen. Aber die Gläubigen werden es schon schaffen. ;)

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vor 22 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Eigentlich ist es ganz einfach: Schöpfung und Evolution, als Erklärung von Wirklichkeit, schließen einander aus. Der Begriff der Schöpfung kommt aus einer Zeit, in der es Erklärungen im naturwissenschaftlichen Sinne noch nicht gab. Will man diesen Begriff retten, muß man aufhören, ihn als Beschreibung der beobachtbaren Wirklichkeit zu verstehen, und ihn als das nehmen, was er heute noch sein kann: die Beschreibung eines Glaubens. Der Gläubige glaubt, daß die Evolution eine Richtung genommen hat, die der Absicht seines Gottes entspricht  - wobei eigentlich klar sein sollte, daß die biologische Evolution weder eine Absicht noch eine Richtung hat.

 

Wie man es auch immer nimmt, man muß die Augen schon ganz fest zumachen, um Glauben und Wissen an dieser Stelle in Einklang zu bringen. Aber die Gläubigen werden es schon schaffen. ;)

 

Als Historiker solltest Du die Gläubigen - auch unter Evolutionsbiologen gibt es solche - nicht dümmer machen als sie sind. Es gibt gute Beiträge zu diesem Thema (nur ein Beispiel):

 

https://www.forum-grenzfragen.de/schoepfung-oder-evolution-die-falsche-alternative/

 

(womit wir das Threadthema komplett verlassen)

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vor 48 Minuten schrieb Guppy:

 

Im Schöpfungsbericht geht es ja nicht nur darum, dass Gott die Welt geschaffen hat. Da steht z.B., dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Und da steht auch sehr genau, wie er das gemacht hat. Dort wird ein aktives Schöpfungshandeln Gottes beschrieben. Ist der Mensch denn das Ebenbild Gottes oder stimmt das auch nicht?  Wenn man z.B. eine "theistische Evolution" annimmt, wo genau soll da denn "der Mensch", der nach Gottes Ebenbild geschaffen ist, beginnen?

In Gen 1 wird zwar gesagt, dass Gott den Menschen als sein Abbild schuf, aber nicht, wie er das gemacht hat.

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Ich habe von Vertretern der theistischen Evolition noch nie konkrete Antworten gehört, die mich überzeugen.

 

In der Evolution gibt es z.B. eigentlich keine Grenze zwischen "Tier" und "Mensch". In der biologischen Systematik ist der Mensch einfach eine Säugetierart, wobei es viele "Menschenarten" gegeben habe, wovon der heutige "homo sapiens" nur eine einzige ist.

 

 

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vor 12 Minuten schrieb rorro:

 

Als Historiker solltest Du die Gläubigen - auch unter Evolutionsbiologen gibt es solche - nicht dümmer machen als sie sind. Es gibt gute Beiträge zu diesem Thema (nur ein Beispiel):

 

https://www.forum-grenzfragen.de/schoepfung-oder-evolution-die-falsche-alternative/

 

(womit wir das Threadthema komplett verlassen)

Das ist richtig und falsch zugleich. Richtig ist, niemand kann einen Gott ein oder ausschließen. Wer es als Atheist oder Theist tut, begeht eine Grenzüberschreitung.

 

Was wir aber können, ist folgendes: Wir können die Bibel und den Koran an unseren heutigen ethischen Maßstäben prüfen.

 

Da nervt es islamische gläubige Frauen, wenn sie nur die Hälfte eines männliche Erben erben. Hat diese Minderstellung der Frauen Gott herab gesandt oder kommt das aus dem Unterbewusstseins Mohammeds?

 

Oder 4. Mose 31: "Und Mose wurde zornig über die Anführer des Heeres, die Hauptleute über Tausend und über Hundert, die aus dem Kampf kamen, 15 und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen und Mädchen leben lassen?" Nach dem Willen Moses hätten nicht nur männliche Wesen bis ins Säuglingsalter sondern auch weibliche Wesen bis ins Säuglingsalter getötet werden sollen. Parallelen ist Deutschland im Dritten Reich. Auch Hitler hat sich nicht gekümmert, ob jemand schuldig war oder nicht. Schuldig war man, weil man sich jüdische (midianitische) Eltern ausgesucht hatte.

Wer an der Göttlichkeit Jesus festhalten will, muss zwangsläufig auch den Massenmord an Midianitern rechtens finden. 

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vor 26 Minuten schrieb rorro:

Als Historiker solltest Du die Gläubigen - auch unter Evolutionsbiologen gibt es solche - nicht dümmer machen als sie sind. Es gibt gute Beiträge zu diesem Thema (nur ein Beispiel):

 

https://www.forum-grenzfragen.de/schoepfung-oder-evolution-die-falsche-alternative/

 

(womit wir das Threadthema komplett verlassen)

 

Es ist in einer Diskussion immer eine gute Sache, seine Argumente selbst zu formulieren. Ein Link sollte höchstens als Quellennachweis gelten, nicht als Ersatz für eine eigene Argumentation. 

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vor 8 Minuten schrieb Guppy:

Ich habe von Vertretern der theistischen Evolition noch nie konkrete Antworten gehört, die mich überzeugen.

 

In der Evolution gibt es z.B. eigentlich keine Grenze zwischen "Tier" und "Mensch". In der biologischen Systematik ist der Mensch einfach eine Säugetierart, wobei es viele "Menschenarten" gegeben habe, wovon der heutige "homo sapiens" nur eine einzige ist.

 

 

 

Das geht mir mit Kreationisten genauso. Die sind für Rassismus und Sklaverei. 

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vor einer Stunde schrieb Marcellinus:

Schöpfung und Evolution, als Erklärung von Wirklichkeit, schließen einander aus

 

Warum? Diese Ausschließlichkeit wäre nur gegeben, wenn Evolution keine Schöpfung wäre. Aber wer sagt, dass das so ist? Offensichtlich ist die Schöpfungsgeschichte nicht beendet, sondern Schöpfung findet fortwährend statt. Im Universum entstehen neue Sterne und alte Sterne erlöschen auf die eine oder andere Weise. Neues Leben entsteht, altes Leben vergeht, sowohl individuell als auch auf Ebene ganzer Gattungen. Und so wie die Sterne einen Entwicklungszyklus haben, der nach bestimmten Regeln abläuft, so verläuft auch die Entstehung von Leben, wiederum sowohl individuell als auch auf Ebene ganzer Gattungen und insgesamt, nach bestimmten Regeln, die wir gemeinhin Evolution nennen. Mit anderen Worten: warum sollte die Evolution nicht das Vehikel der Schöpfung sein? Ich wüsste keinen logischen oder auch theologischen Grund, der das ausschließen würde. Übrigens keine neue Idee: schon Paulus schreibt im Römerbrief: "Wir wissen ja, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und insgesamt in Wehen liegt bis jetzt". Schöpfung findet seit Anbeginn der Zeit und bis zu deren Ende statt, sie liegt beständig in Wehen, vom Anfang bis zum Ende. Teilhard de Chardin war nicht der erste, der Schöpfung als evolutionären Prozess verstand. Die Schöpfung hat gerade erst begonnen. 

bearbeitet von Mistah Kurtz
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vor 10 Minuten schrieb Gerhard Ingold:



Wer an der Göttlichkeit Jesus festhalten will, muss zwangsläufig auch den Massenmord an Midianitern rechtens finden. 

 

Warum? Ich glaube an die Göttlichkeit Jesu, finde aber den Massenmord an den Midianitern - nebst zahlreichen anderen Grausamkeiten im Alten Testament - durchaus nicht für rechtens. Moses war ein Kind seiner Zeit und darüber hinaus ein Mensch. Und wie jeder Mensch zu schrecklichen Dingen fähig. Ein netter freundlicher Mann war er ganz sicher nicht, sondern eher ein eifernder Fanatiker. Aber warum sollte das ein Argument wider Jesus sein? 

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vor 6 Minuten schrieb Mistah Kurtz:
vor einer Stunde schrieb Marcellinus:

Schöpfung und Evolution, als Erklärung von Wirklichkeit, schließen einander aus

 

Warum? Diese Ausschließlichkeit wäre nur gegeben, wenn Evolution keine Schöpfung wäre.

 

Meiner Ansicht nach ist die Sache ganz einfach. Schöpfung ist ein bewußter, konkreter, zeitlich begrenzter Akt, absichtsvoll und zielgerichtet. Evolution ist ein Prozeß, ohne bestimmbaren Anfang und Ende, absichtslos, bewußtlos, ziellos. Schöpfung braucht einen Schöpfer, Evolution erlaubt keinen. 

 

bearbeitet von Marcellinus
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vor 16 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Evolution ist ein Prozeß, absichtslos, bewußtlos, ziellos. Schöpfung braucht einen Schöpfer, Evolution erlaubt keinen. 

 

Das darfst Du gerne glauben. Aber mehr als ein Glaube, oder, wenn man so will, eine prinzipielle Annahme Deinerseits, ist es nicht. Wir wissen nicht, wie "blind" die Schöpfung - Korrektur: die Evolution - ist. Tatsächlich wissen wir, dass im Rahmen der Selbstorganisation der Materie immer komplexere Gebilde entstanden und entstehen. Die Materie, auch das, was man "belebte Materie", vulgo Leben nennt, befindet sich seit der Urknall-Singularität in einem ständig voranschreitenden Prozess einer immer feineren und komplexeren Differenzierung. In der Singularität war alles eins, heute ist alles vieles. In der Hinsicht ist die Evolution also nicht ziel- und absichtslos, denn wäre sie das, wäre sie ein rein zufälliges Spiel der Kräfte, gäbe es diese Drift in Richtung zunehmender Komplexität nicht. 

bearbeitet von Mistah Kurtz
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vor 8 Stunden schrieb Guppy:

Ich habe von Vertretern der theistischen Evolition noch nie konkrete Antworten gehört, die mich überzeugen.

 

In der Evolution gibt es z.B. eigentlich keine Grenze zwischen "Tier" und "Mensch". In der biologischen Systematik ist der Mensch einfach eine Säugetierart, wobei es viele "Menschenarten" gegeben habe, wovon der heutige "homo sapiens" nur eine einzige ist.

 

 

Ja und? 

Ich finde im Schöpfungsbericht die Vorgänge wieder welche auch die Evolution lehrt. Nicht 1:1, aber durchaus als Cluster. Auch naturwissenschaftlich war die Erde erst ein lebensfeindlicher Ort auf dem dann später das Leben erst als Pflanzen statt fand, dann im Wasser, an Land ging und zum Schluss den Menschen hervor brachte.

Und warum kann der Mensch in seiner Entwicklung vom Australopithecus über den Homo Erectus zum Homo sapiens sapiens nicht von Gott gewollt sein?

Ich seh die Widersprüche nicht, die du siehst.

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