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Corona-Special: in Deutschland, Europa und Global


Mistah Kurtz

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vor 28 Minuten schrieb laura:

Sehr interessanter Ansatz. In BW hat man genau das versucht. Man hat seit ca 2005 den Schule sukzessive mehr Rechte eingeräumt.

 

Gerade erleben wir die "Rolle rückwärts", eine stärkere Kontrolle der Schulen, stärkere Zentralisierung, mehr Fokus auf Wissen etc.

 

Nun, wenn es nach mir ginge (ha ha), hätten wir Schulverbünde aus 4-6 Grundschulen, einer Sekundarschule und einem Gymnasium, die wirtschaftlich als Einheit agieren, d.h. eine gemeinsame Verwaltung führen und pro Schüler mit einem festen Jahresbudget ausgestattet werden, wovon Personal, Gebäude, Material, etc. bestritten werden müssen. Davon unbeschadet wären Zuschüsse/Spenden/Beiträge der Schulträger, Stiftungen, Eltern und auch  ein denkbares Schulgeld (ich habe drei Schulkinder und wäre trotzdem dafür ein solches einzuführen - vorallem aus psychologischen Gründen).

 

Aber das ist wie früher mit dem Homeoffice. Bei uns ist man in der Fläche einfach nicht mutig genug.

bearbeitet von Flo77
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vor 4 Minuten schrieb Flo77:

Nun, wenn es nach mir ginge (ha ha), hättwn wir Schulverbünde aus 4-6 Grundschulen, einer Sekundarschule und einem Gymnasium, die wirtschaftlich als Einheit agieren, d.h. eine gemeinsame Verwaltung führen und pro Schüler mit einem festen Jahresbudget ausgestattet werden, wovon Personal, Gebäude, Material, etc. bestritten werden müssen. Davon unbeschadet wären Zuschüsse/Spenden/Beiträge der Schulträger, Stiftungen, Eltern und auch  ein denkbares Schulgeld (ich habe drei Schulkinder und wäre trotzdem dafür ein solches einzuführen - vorallem aus psychologischen Gründen).

 

Aber das ist wie früher mit dem Homeoffice. Bei uns ist man in der Fläche einfach nicht mutig genug.

 

Das könnte man schon so versuchen .... es würde massive Veränderungen verlangen, aber das wäre machbar.

Schulgeld geht nicht, das zementiert nur die soziale Ungerechtigkeit. Bei den psychologischen Gründen stimme ich dir zu - ich würde ja eiskalt (von denen, die es bezahlen können) eine Gebühr für die Wiederholung einer Klasse verlangen ... 

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vor 8 Minuten schrieb laura:

Nein, du rechnest nur anders.

 

Die Lehrerarbeitszeit gliedert sich in das Deputat der zu haltenden Unterrichtsstunden und der Vorbereitung, zuzüglich sonstiger beruflicher Aufgaben (Konferenzen, Elternabende, Pausenaufsichten etc.).

 

Das Deputat beträgt in BW derzeit 25 Stunden, der Rest ist die Zeit für Vorbereitung. Es ist eine bestimmte Anzahl von Überstunden zulässig, aber auch nicht unendlich viel (ich meine 3-4) Wenn Herr Müller nun die 7a in zwei Gruppen unterrichtet, hat er rechnerisch die doppelte Anzahl von Deputatsstunden. Also eben in der 7a nicht mehr 4, sondern 8.

 

Außerdem würden bei deinem Vorschlag für jeden Schüler in der Woche nur 20 Stunden rauskommen. Er hat aber zwischen 32 und 37 (zumindest am Gymnasium, je nach Profil).

Darum schrieb ich ja, daß die Nebenfächer weitgehend reduziert werden sollen und der Schwerpunkt auf die Hauptfächer gelegt werden muss.

 

Was das Abi angeht, sollte man vielleicht mal darüber nachdenken, ob nicht ein Wahlfach in der Abiturprüfung reichen würde und man die Aufgaben anhand von Tiefe und Zeitvorgabe in GK und LK zu trennen (ähnlich wie im Gesamtschulkonzept in der zentralen Abschlussprüfung zwischen GK und EK unterschieden wird).

 

Mir ist durchaus bewusst, daß ich damit an heilige Kühe gehe, aber besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen.

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vor 2 Minuten schrieb Flo77:

Darum schrieb ich ja, daß die Nebenfächer weitgehend reduziert werden sollen und der Schwerpunkt auf die Hauptfächer gelegt werden muss.

 

Was das Abi angeht, sollte man vielleicht mal darüber nachdenken, ob nicht ein Wahlfach in der Abiturprüfung reichen würde und man die Aufgaben anhand von Tiefe und Zeitvorgabe in GK und LK zu trennen (ähnlich wie im Gesamtschulkonzept in der zentralen Abschlussprüfung zwischen GK und EK unterschieden wird).

  

Mir ist durchaus bewusst, daß ich damit an heilige Kühe gehe, aber besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen.

Was meinst du mit der Trennung in Gk und Lk? Das passiert doch ohne hin? Oder meinst du nur ein Abifach?

 

Die Oberstufe ist übrigens nur begrenzt das Problem. Da klappt das Fernlernen sehr gut und - sehr hart gesagt - wer ein halbes Jahr vor dem Abi nicht selbständig lernen kann, dem ist auch nur begrenzt zu helfen. Und man fragt sich, ob er das Abi überhaupt verdient hat.

 

Die besonderen Maßnahmen für die Corona-Situation gibt es - auch im Prüfungsbreich.

 

Das Problem des Homeschoolings sind im wesentlichen die Grundschüler und Klasse 5/6 - und vor allem diejenigen, die sowieso Schulprobleme haben (oder haben könnten).

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vor 5 Minuten schrieb laura:

 

Das könnte man schon so versuchen .... es würde massive Veränderungen verlangen, aber das wäre machbar.

Schulgeld geht nicht, das zementiert nur die soziale Ungerechtigkeit. Bei den psychologischen Gründen stimme ich dir zu - ich würde ja eiskalt (von denen, die es bezahlen können) eine Gebühr für die Wiederholung einer Klasse verlangen ... 

Für das Schulgeld könnte ich mir durchaus mehrere verschiedene Konzepte vorstellen, die der wirtschaftlichen Situation des Elternhauses Rechnung tragen (z.B. sind auch Kindergartenbeiträge nach Einkommen gestaffelt).

 

Selbst die Berücksichtigung einer Kopfpauschale bei der Bemessung des BGE wäre ja denkbar.

 

Aber die Strafprämie für Sitzenbleiber hat was.

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vor 4 Minuten schrieb laura:

Was meinst du mit der Trennung in Gk und Lk? Das passiert doch ohne hin? Oder meinst du nur ein Abifach?

 

Die Oberstufe ist übrigens nur begrenzt das Problem. Da klappt das Fernlernen sehr gut und - sehr hart gesagt - wer ein halbes Jahr vor dem Abi nicht selbständig lernen kann, dem ist auch nur begrenzt zu helfen. Und man fragt sich, ob er das Abi überhaupt verdient hat.

 

Die besonderen Maßnahmen für die Corona-Situation gibt es - auch im Prüfungsbreich.

 

Das Problem des Homeschoolings sind im wesentlichen die Grundschüler und Klasse 5/6 - und vor allem diejenigen, die sowieso Schulprobleme haben (oder haben könnten).

Ich meinte ein Zentralabitur mit Deutsch, Mathe und zwei Wahlfächern. Wenn man die Fernlernfähigkeiten allerdings als Voraussetzung nimmt, erübrigt sich das natürlich.

 

Was das Homeschooling angeht verwahre ich mich zutiefst gegen dieses Ansinnen. Digitales Lernen ok, Homeschooling nein Danke.

 

Hierzu könnte ich mir auch für die unteren Jahrgangsstufen Fernlernmodelle vorstellen, bei denen der Schüler die Teilnahme an den entsprechenden Online-Events bzw. Modulen nachweisen müssen, aber hier sind wir dann völlig off-topic (ich sehe den Reformbedarf auch völlig unabhängig von Corona).

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In BW gibt es inzwischen sehr klare Regeln fürs Fernlernen - von Schüler und Lehrer. Anwesenheitspflicht für alle, verpflichtende Aufgaben für die Schüler, verpflichtende Korrekturen für die Lehrkräfte. Man hat sozusagen das verbindlich gemacht, was die vernünftigen Leute von sich aus schon gemacht haben. Damit könnte man einen Schultag auch digital gut abbilden.

 

Selbstverständlich geht es gar nicht, dass die Eltern die Rolle der Lehrkraft übernehmen müssen. Wo das (ohne eine Helikoptermentalität der Eltern) im Frühjahr passiert ist, schäme ich mich für die Kollegen.

 

Meine Vorstellung wäre (sollten die Schulen doch noch geschlossen werden müssen): Digitale Aufgaben so, dass die Schüler sie - von absoluten Ausnahmen abgesehen - ohne Anleitung und Hilfestellung  der Eltern gemacht werden können. Es lässt sich vielleicht nicht ganz vermeiden, dass die Eltern bis zu einem bestimmten Alter mit dafür sorgen müssen, dass das Kind überhaupt arbeitet. Aber die Aufgaben müssen so sein, dass der Schüler sie alleine erledigen kann.

 

Wo das nicht so ist, ist es der Fehler der Lehrkräfte. In einigen Fällen vielleicht auch der der Helikoptereltern.

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vor 2 Stunden schrieb rorro:

 

Ein Freund meines besten Freundes wollte mit ein paar Kumpels für alle(!) Klassen der Schule, auf die seine Tochter geht (Gym), Luftreinigungsgeräte kaufen (=schenken!). Die Schulleitung war einverstanden. Das Schulamt dagegen, schließlich sei der Lüftungsplan ausreichend.

 

Willkommen in Deutschland.

Das hat nichts mit Deutschland zu tun, sondern damit, dass mit der Schenkung das Haftungsrisiko auf das Schulamt übergeht. Und was ist mit dem Wartungsvertrag?  Wer kümmert sich um die Filter?  Welche Lautstärke entwickelt so ein Gerät? Und was kann es überhaupt leisten?

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vor 6 Minuten schrieb Thofrock:

Das hat nichts mit Deutschland zu tun, sondern damit, dass mit der Schenkung das Haftungsrisiko auf das Schulamt übergeht. Und was ist mit dem Wartungsvertrag?  Wer kümmert sich um die Filter?  Welche Lautstärke entwickelt so ein Gerät? Und was kann es überhaupt leisten?

 

Das stimmt natürlich. Das ist alles viel wichtiger als die Gesundheit, der Kinder, die durch das Dauerlüften (wird gemacht, auch wenn es nicht gefordert ist) gefährdet wird.

 

Du hast Recht: wenn ich die Wahl zwischen "Wartung könnte ein Problem werden" und "Pneumonie verhindern" habe, würde ich auch ersteres in den Vordergrund stellen, denn schließlich müssen ab jetzt die Geräte alle Jahre lang benutzt werden, nicht nur während der Pandemie.

 

Klar, wie dumm von mir.

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vor 7 Stunden schrieb Flo77:

Und ja, ich halte jeden meiner Vorschläge für prinzipiell umsetzbar.

Ja, aber nicht von der Schulleitung.

 

vor 7 Stunden schrieb Flo77:

Was z.B. das Raumproblem angeht erschließt sich mir nicht, warum ein Schulgebäude nachmittags weniger Räume haben soll als vormittags.

Die Räume sind nicht das Problem, sondern die freien Räume. Die Zeiten, wo Schüler morgens Unterricht und Nachmittags frei hatten sind wohl zumindest an Gymnasien lange vorbei. Und Lehrer haben ihre Arbeitsräume bei uns traditionell zuhause. Und damit meistens zu weit weg, um in Freistunden genutzt zu werden. Daran wird auch eine Pandemie nichts ändern.

 

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vor 6 Stunden schrieb rorro:

Ein Freund meines besten Freundes wollte mit ein paar Kumpels für alle(!) Klassen der Schule, auf die seine Tochter geht (Gym), Luftreinigungsgeräte kaufen (=schenken!). Die Schulleitung war einverstanden. Das Schulamt dagegen, schließlich sei der Lüftungsplan ausreichend.

Seltsame Begründung.

 

Ich sehe das Problem woanders: In einem Büro mag so ein Teil unproblematisch in der Ecke stehen und leise vor sich hinreinigen.

In einer Klasse mit dreissig Pubertierenden geht es gelegentlich auch mal etwas wilder zu. Nicht immer, aber immer mal wieder. Und dabei geht so ein Gerät kaputt. Vielleicht auch noch so, daß es gefährlich wird. Spätestens beim ersten elektrokutierten Schüler sind die Teile ganz schnell wieder verschwunden...

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vor 7 Stunden schrieb laura:

Versuch mal, "rechtssicher" eine simple Kaffeemaschine für deinen Fachraum zu kaufen ... Geht schier nicht. Also kaufst du eine für 24,95 Euro bei Real und stellst sie nach hinten in den Schrank, damit es niemand sieht.

Bei uns (keine Schule) stehen die Dinger offen im Kaffeeraum und bekommen jährlich einen neuen Aufkleber von der elektrotechnischen Prüfabteilung.

 

bearbeitet von Moriz
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vor 6 Stunden schrieb Flo77:

Ich denke an dieser Stelle rein pragmatisch. Ein Arbeitstag hat 8 Stunden + Pausen, die erste Schicht läuft von 8-12, die zweite von 12:30-16:30. Ich glaube nicht, daß jede Lehrkraft jeden Tag 8 Unterrichtsstunden hat, d.h. für Korrekturen und Unterrichtsvorbereitung müsste durchaus noch Zeit sein - zumal das "Backoffice" der "Risiko"-Gruppe hier ja auch noch unterstützen kann.

 

Es gibt übrigens auch keinen Grund, warum Gruppe A und B nicht wöchentlich die Schicht tauschen können.

 

Aber wie gesagt, ich bin da vermutlich einfach zu pragmatisch.

 

Damit würdest du die reale Unterrichtszeit halbieren. Was mit der Schulpflicht kollidieren könnte.

Das zu entscheiden ist daher Sache des Landtages und übersteigt die Kompetenz eines Schulleiters zu recht.

 

Ein anderer Aspekt dürfte die Aufsichtspflicht sein. Wo wird die andere Hälfte der Schüler jeweils betreut?

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vor 6 Stunden schrieb Flo77:
vor 6 Stunden schrieb laura:

ich würde ja eiskalt (von denen, die es bezahlen können) eine Gebühr für die Wiederholung einer Klasse verlangen ... 

Aber die Strafprämie für Sitzenbleiber hat was.

Die Schüler können die nicht bezahlten und die Eltern sind dafür nicht zuständig, oder nur sehr begrenzt. Hauptverantwortlich für den Unterricht, und damit für den Lernerfolg, sind immer noch die Lehrer.

Ich denke, du würdest dir diesen Vorschlag noch mal gründlich überlegen, wenn du jede Fünf nicht nur rechtssicher begründen, sondern mit Sicherheit auch vor Gericht verteidigen müsstest.

 

Für Schüler dürfte Sitzenbleiben schrecklich genug sein, um nach Möglichkeit vermieden zu werden. Da bringt eine Geldstrafe auch nichts mehr. Allenfalls noch mehr Stress mit den Eltern, die in der Regel auch nicht glücklich darüber sind, ihr Kind noch ein Jahr länger durchfuttern zu müssen.

Und es würde die soziale Ungleichheit verstärken: Der Schüler aus dem sozial schwachen Haushalt würde die Tracht Prügel seines Lebens bekommen und damit leben müssen, daß sein Schulversagen die angespannte wirtschaftliche Situation seiner Familie endgültig ruiniert hat. Kein Fußballverein mehr - auch nicht für den kleinen Bruder, weil zu teuer... (Und hoffentlich gibt's dann keinen großen Bruder, dann gäbe es die Tracht Prügel nämlich wöchentlich!) Beim Schüler aus dem Oberschichthaushalt würde dagegen die Versetzung eingeklagt werden. Oft genug erfolgreich.

 

bearbeitet von Moriz
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vor 6 Stunden schrieb laura:

Selbstverständlich geht es gar nicht, dass die Eltern die Rolle der Lehrkraft übernehmen müssen. Wo das (ohne eine Helikoptermentalität der Eltern) im Frühjahr passiert ist, schäme ich mich für die Kollegen.

Jein. Die Situation war neu und jeder hat getan, was er konnte. Schäm dich für die Kollegen, bei denen das jetzt noch so ist.

Eigentlich sollten Hausaufgaben so gestellt sein, daß sie ohne Hilfe der Eltern gemacht werden können. Was leider nicht heißt, daß die Eltern nicht manchmal sehr dahinter her sein müssen, daß die Hausaufgaben überhaupt gemacht werden. Und sind damit ganz schnell in der Rolle der Hilfslehrer. Man könnte sonst z.B. Matheaufgaben ganz schnell erledigen, indem man irgendwas hinschreibt...

Und daß Homeschooling noch mal was anderes ist als Hausaufgaben muß man auch erst mal kapieren, auch als Lehrer.

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Am ‎30‎.‎10‎.‎2020 um 18:38 schrieb MartinO:
Am ‎30‎.‎10‎.‎2020 um 13:16 schrieb phyllis:

Für unsere Region wurde nun erstmals eine Statistik veröffentlicht, wo sich die Leute infiziert haben (August bis mitte Oktober)

 

Altersheime..........................17%

[...]

Wenn wirklich Altersheime der größte Infektionsherd sein sollten, wäre das ein handfester Skandal.

 

Da habe ich lange drüber nachgedacht. Ich sehe zwei mögliche Ursachen:

 

Hoffentlich ist das eine Folge der Teststrategie. Da die Bewohner von Altersheimen besonders gefährdet sind werden sie möglicherweise viel häufiger getestet als der Rest der Bevölkerung. Vielleicht so häufig, daß es dort keine nennenswerte Dunkelziffer mehr gibt. Dann ist dieser hohe Anteil einfach eine Folge der unterschiedlichen Teststrategien.

Wobei: Auch 1,7% wäre in Anbetracht ihres Bevölkerungsanteils immer noch sehr viel.

 

Schlimmer wäre die andere Möglichkeit:

Man weiß um die besondere Gefährdung der Altersheimbewohner und man schützt sie entsprechend sorgfältig. Sollte das trotzdem nicht möglich sein, dann können wir eigentlich alle unsere 'Schutzmaßnahmen' auch sein lassen, weil sie doch nichts bringen.

Dafür spricht leider, daß wir derzeit trotz aller Maßnahmen die gleichen Steigerungsraten haben wie zu Beginn der Pandemie.

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@Moriz

 

Hat man Dich zum Reichsbedenkenträger befördert? Du vermittelst hier einen "mimimi"-Eindruck, der für mich schwer zu ertragen ist. Ich hasse es, wenn Dinge bewusst suboptimal oder unter fadenscheinigen Begründungen gar nicht erledigt werden.

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vor 4 Stunden schrieb Moriz:

Man weiß um die besondere Gefährdung der Altersheimbewohner und man schützt sie entsprechend sorgfältig.

 

Die Freundin meiner Frau arbeitet in einem solchen Heim. Ja, da weiß man um die besondere Gefährdung der Altenheimbewohner, und nein, sorgfältig schützen tut man sie nicht. Warum nicht? Würde zu viel Geld kosten. Altenpflege ist ein knallhartes Geschäft.

  • Sad 2
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vor 4 Stunden schrieb Moriz:

 

Und daß Homeschooling noch mal was anderes ist als Hausaufgaben muß man auch erst mal kapieren, auch als Lehrer.

Unter uns gesagt: Das wissen Lehrer!

 

Was allerdings wirklich passiert ist: Die ersten drei Wochen der Schulschließung bis zu den Osterferien ging man wirklich davon aus, dass es Ende April normal wieder losgehen würde. Das heißt, man ist da so verfahren, wie man auch sonst bei einer dreiwöchigen Abwesenheit von Lehrkräften verfährt: Man gibt Übungsaufgaben, die den bereits durchgenommen Stoff wiederholen und vertiefen. Dass man wirklich im Stoff weitermachen müsste, wurde erst nach Osterferien klar. Und da auch nur begrenzt, weil es ja nie klare Angaben über die weitere Dauer der Schulschließung gab - es gab immer nur Ansagen für die nächsten 14 Tage maximal. Das hat die langfristige Planung alles andere als einfach gemacht.

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vor 4 Stunden schrieb Moriz:

 

Da habe ich lange drüber nachgedacht. Ich sehe zwei mögliche Ursachen:

 

Hoffentlich ist das eine Folge der Teststrategie. Da die Bewohner von Altersheimen besonders gefährdet sind werden sie möglicherweise viel häufiger getestet als der Rest der Bevölkerung. Vielleicht so häufig, daß es dort keine nennenswerte Dunkelziffer mehr gibt. Dann ist dieser hohe Anteil einfach eine Folge der unterschiedlichen Teststrategien.

Wobei: Auch 1,7% wäre in Anbetracht ihres Bevölkerungsanteils immer noch sehr viel.

 

Schlimmer wäre die andere Möglichkeit:

Man weiß um die besondere Gefährdung der Altersheimbewohner und man schützt sie entsprechend sorgfältig. Sollte das trotzdem nicht möglich sein, dann können wir eigentlich alle unsere 'Schutzmaßnahmen' auch sein lassen, weil sie doch nichts bringen.

Dafür spricht leider, daß wir derzeit trotz aller Maßnahmen die gleichen Steigerungsraten haben wie zu Beginn der Pandemie.

Hier wird gar nicht getestet bzw. es wird überlegt wie, wer, wo, wann usw.

Von den beiden Heimen zwei Orte weiter habe ich vor einigen Seiten berichtet und unser hier im Dorf wurde im Mai/Juni zwei (?) Mal durchgetestet und seitdem gar nicht mehr.

Lieber sperrt man die Besucher aus - ist wahrscheinlich einfacher und billiger aber keinesfalls besser.

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vor 14 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Die Freundin meiner Frau arbeitet in einem solchen Heim. Ja, da weiß man um die besondere Gefährdung der Altenheimbewohner, und nein, sorgfältig schützen tut man sie nicht. Warum nicht? Würde zu viel Geld kosten. Altenpflege ist ein knallhartes Geschäft.

Wobei ich auch hier ein wenig die Heime verteidigen muss: Im Heim meiner Angehörigen tut man, was man kann, sowohl um die Leute zu schützen als auch um Besuche zu ermöglichen.

Dass das nicht perfekt ist, dass mehr ginge, steht außer Frage. Aber man bemüht sich redlich.

 

Nur kann das Heim auch nicht alle Bewohner und alle Angehörigen ständig überwachen.

Beispiel: Dort hängen überall Plakate, dass man bitte als Besucher nichts essen und nicht trinken soll, bzw. nur selbst mitgebrachten Sachen aus selbst mitgebrachten Flaschen/ Dosen etc. Damit will man natürlich vermeiden, dass Oma Hilde und ich mal kurz dasselbe Glas benutzen oder ich Oma Hilde mit meiner Gabel von dem leckeren Kuchen probieren lasse.

Jetzt steht aber nicht ständig ein Pfleger neben mir und überwacht, ob ich mich daran halte.

Ist das nun grob fahrlässig?

 

Zu den Tests:

Im Heim meiner Angehörigen wird bei konkreten Verdachtsfällen getestet. Sonst auch nicht.

bearbeitet von laura
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vor 14 Minuten schrieb laura:

Wobei ich auch hier ein wenig die Heime verteidigen muss: Im Heim meiner Angehörigen tut man, was man kann, sowohl um die Leute zu schützen als auch um Besuche zu ermöglichen.

Dass das nicht perfekt ist, dass mehr ginge, steht außer Frage. Aber man bemüht sich redlich.

 

Nur kann das Heim auch nicht alle Bewohner und alle Angehörigen ständig überwachen.

Beispiel: Dort hängen überall Plakate, dass man bitte als Besucher nichts essen und nicht trinken soll, bzw. nur selbst mitgebrachten Sachen aus selbst mitgebrachten Flaschen/ Dosen etc. Damit will man natürlich vermeiden, dass Oma Hilde und ich mal kurz dasselbe Glas benutzen oder ich Oma Hilde mit meiner Gabel von dem leckeren Kuchen probieren lasse.

Jetzt steht aber nicht ständig ein Pfleger neben mir und überwacht, ob ich mich daran halte.

Ist das nun grob fahrlässig?

 

Zu den Tests:

Im Heim meiner Angehörigen wird bei konkreten Verdachtsfällen getestet. Sonst auch nicht.

Und dann gibt es noch die Heime, die schon vor Corona die Schlagzeilen negativ geprägt haben: Heime, in denen das Personal schon vor Corona hoffnungslos mit der Betreuung überfordert war, die Betreuten mit Medikamenten oder mit Fesseln ruhig gestellt wurden.

 

Ich gehe nicht davon aus, dass  die Verantwortlichen derartiger Einrichtungen Willens oder in der Lage sind, die Bewohner zu Schützen bzw. adäquate Richtlinien zu erstellen und umzusetzen.

 

Und bestraft werden dafür dann aber andere (z.B. die pöse Spassindustrie)

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vor 4 Minuten schrieb rince:

Und dann gibt es noch die Heime, die schon vor Corona die Schlagzeilen negativ geprägt haben: Heime, in denen das Personal schon vor Corona hoffnungslos mit der Betreuung überfordert war, die Betreuten mit Medikamenten oder mit Fesseln ruhig gestellt wurden.

 

Ich gehe nicht davon aus, dass  die Verantwortlichen derartiger Einrichtungen Willens oder in der Lage sind, die Bewohner zu Schützen bzw. adäquate Richtlinien zu erstellen und umzusetzen.

 

Und bestraft werden dafür dann aber andere (z.B. die pöse Spassindustrie)

 

Gerade teile ich deine Einschätzung. Gerade frage ich mich auch, ob nicht die falschen Bereiche dicht gemacht werden.

Zweifelsohne sind Kneipen und Kneipenviertel problematisch - s. u.a hier:

https://www.focus.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-viele-ohne-maske-unterwegs-als-gaebs-keine-pandemie-duesseldorfer-altstadt-proppenvoll_id_12606822.html

 

Aber wenn ich mir mein eigenes - in der Tat relativ unspektakuläres - Leben mal anschaue, ist mein Infektionsrisiko in Restaurants sehr gering. Selbst wenn ich in einem Restaurant esse, ist es dort selten so eng, dass ein reales Infektionsrisiko besteht. Und die Muckibude ist so groß, dass man sich dort auch nicht anstecken kann...

Abgesehen vom Unterricht (Schulschließungen sind ein anderes, sehr komplexes Thema) wären meine Hauptinfektionsquellen Konferenzen und Besprechungen und öffentliche Verkehrmittel, vielleicht noch einzelne private Treffen - aber auch selten mit mehr als 5-6 Personen.

 

Vielleicht bin ich nicht repräsentativ.

Aber so erscheint mir das Ganze doch eher fragwürdig. Aber ich bin auch keine Spezialistin.

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vor 1 Stunde schrieb laura:

Selbst wenn ich in einem Restaurant esse, ist es dort selten so eng, dass ein reales Infektionsrisiko besteht. Und die Muckibude ist so groß, dass man sich dort auch nicht anstecken kann...

Es ist dieses Pauschal-Verbot, was mit aufstösst. Ich kenne Studentenkneipen, da kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ein Corona-Konzept auch nur ansatzweise klappen soll. Aber wenn es z.B. um gehobene Gastronomie geht, da haben sich doch schon vor Corona die Gäste nicht geknubbelt... schliessen müssen aber beide

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