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rorro

War es nicht mal Ratzinger als Kardinal, der beklagte, daß kanonische Strafen aufgrund von moralischen Fehltritten (um es nett auszudrücken) viel zu wenig verhängt wurden?

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Spadafora
vor 14 Stunden schrieb rorro:

War es nicht mal Ratzinger als Kardinal, der beklagte, daß kanonische Strafen aufgrund von moralischen Fehltritten (um es nett auszudrücken) viel zu wenig verhängt wurden?

wenn das jemand hätte ändern können dann er

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Franziskaner

Hinzufügen kann man, dass jemand wie Drewermann diese Täteroriertierung ganz klar teilt. Ich erinnere mich an eine längere autofahrt, bei der im Radio ein Interview mit ihmn lief, in dem er erbittert bekalgte dass ein jugendlicher Vergewaltiger vor Gericht verurteilt worden war, und verlangte, dass die Nöte, Ängste und Bedürfnisse des Täters in der Rechsprechung entscheidend berücksichtigt werden müssten. Das Opfer (bzw. Opfer überhaupt) kamen bei ihm in dem ganzen langen Interview mit keinem Wort vor.

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Moriz
vor 12 Minuten schrieb Franziskaner:

Hinzufügen kann man, dass jemand wie Drewermann diese Täteroriertierung ganz klar teilt. Ich erinnere mich an eine längere autofahrt, bei der im Radio ein Interview mit ihmn lief, in dem er erbittert bekalgte dass ein jugendlicher Vergewaltiger vor Gericht verurteilt worden war, und verlangte, dass die Nöte, Ängste und Bedürfnisse des Täters in der Rechsprechung entscheidend berücksichtigt werden müssten. Das Opfer (bzw. Opfer überhaupt) kamen bei ihm in dem ganzen langen Interview mit keinem Wort vor.

Im Strafprozess geht es zentral um den Täter, und das ist gut so! Schließlich drohen ihm empfindliche Grundrechtseinschränkungen.

Ein Strafprozess ist kein Ort, an dem einem Opfer geholfen wird. Diese Unterstützung muß anderswo stattfinden (und sei es im Schadenersatzprozess).

 

Nachtrag:

Es ist auch eine Frage der Perspektive. Es kann lohnend sein, die Täter in den Blick zu nehmen um zu schauen, was schief gelaufen ist und was man anders machen muß, um zukünftige Taten zu vermeiden. Das kann für potentielle Opfer weitaus hilfreicher sein als ein Blick aus Opferperspektive.

Eins geht erfahrungsgemäß nicht: die Perspektiven von Tätern und Opfern gleichermaßen im Blick zu behalten.

Edited by Moriz
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Mat
vor 28 Minuten schrieb Franziskaner:

Hinzufügen kann man, dass jemand wie Drewermann diese Täteroriertierung ganz klar teilt. Ich erinnere mich an eine längere autofahrt, bei der im Radio ein Interview mit ihmn lief, in dem er erbittert bekalgte dass ein jugendlicher Vergewaltiger vor Gericht verurteilt worden war, und verlangte, dass die Nöte, Ängste und Bedürfnisse des Täters in der Rechsprechung entscheidend berücksichtigt werden müssten. Das Opfer (bzw. Opfer überhaupt) kamen bei ihm in dem ganzen langen Interview mit keinem Wort vor.

 

Als Therapeut habe ich natürlich einen anderen Blick als als Opfer, ohne Frage. Nur hat man in der Kirche sich allzulang bequem auf der Reue ausgeruht. Man hat sich damit begnügt, dass ein Täter bereut, manchmal auch mehrfach. 

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Ennasus
vor 2 Stunden schrieb Franziskaner:

Hinzufügen kann man, dass jemand wie Drewermann diese Täteroriertierung ganz klar teilt. Ich erinnere mich an eine längere autofahrt, bei der im Radio ein Interview mit ihmn lief, in dem er erbittert bekalgte dass ein jugendlicher Vergewaltiger vor Gericht verurteilt worden war, und verlangte, dass die Nöte, Ängste und Bedürfnisse des Täters in der Rechsprechung entscheidend berücksichtigt werden müssten. Das Opfer (bzw. Opfer überhaupt) kamen bei ihm in dem ganzen langen Interview mit keinem Wort vor.

 

vor 2 Stunden schrieb Moriz:

Im Strafprozess geht es zentral um den Täter, und das ist gut so! Schließlich drohen ihm empfindliche Grundrechtseinschränkungen.

Ein Strafprozess ist kein Ort, an dem einem Opfer geholfen wird. Diese Unterstützung muß anderswo stattfinden (und sei es im Schadenersatzprozess).

 

Nachtrag:

Es ist auch eine Frage der Perspektive. Es kann lohnend sein, die Täter in den Blick zu nehmen um zu schauen, was schief gelaufen ist und was man anders machen muß, um zukünftige Taten zu vermeiden. Das kann für potentielle Opfer weitaus hilfreicher sein als ein Blick aus Opferperspektive.

Eins geht erfahrungsgemäß nicht: die Perspektiven von Tätern und Opfern gleichermaßen im Blick zu behalten.


Ja, sehe ich genauso.
Bis auf den letzten Satz: Ich meine, dass es auch aus der Perspektive des Opfers und im Sinn der Verhinderung potentieller zukünftiger Opfer sinnvoll ist, wenn man so tut. Und was mir unbedingt wichtig scheint, ist, dass Taten öffentlich benannt werden müssen und dass Täter Verantwortung dafür übernehmen müssen.

Edited by Ennasus

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rorro
vor 1 Stunde schrieb Mat:

Als Therapeut habe ich natürlich einen anderen Blick als als Opfer, ohne Frage. Nur hat man in der Kirche sich allzulang bequem auf der Reue ausgeruht. Man hat sich damit begnügt, dass ein Täter bereut, manchmal auch mehrfach. 

 

Drewermann war nie Psychotherapeut. Dazu fehlt ihm zumindest die akademische die Ausbildung. Nur ist dieser Begriff nicht geschützt - und vielleicht hat er den einjährigen Heilpraktikerkurs gemacht, der steht allen offen. Also, vielleicht war er doch Psychotherapeut, dann eben nach HPG (Heilpraktikergesetz).

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Spadafora
vor 8 Minuten schrieb rorro:

 

Drewermann war nie Psychotherapeut. Dazu fehlt ihm zumindest die akademische die Ausbildung. Nur ist dieser Begriff nicht geschützt - und vielleicht hat er den einjährigen Heilpraktikerkurs gemacht, der steht allen offen. Also, vielleicht war er doch Psychotherapeut, dann eben nach HPG (Heilpraktikergesetz).

er wurde  in Psychoanalyse ausgebildet er hat in dieser Funktion schon in Wien Vorlesungen bei der Psychotherapeuten  gehalten ich war nach ihm dran er ist extrem lamoyant

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rorro
vor 24 Minuten schrieb Spadafora:

er wurde  in Psychoanalyse ausgebildet er hat in dieser Funktion schon in Wien Vorlesungen bei der Psychotherapeuten  gehalten ich war nach ihm dran er ist extrem lamoyant

 

Ein paar Kurse Psychoanalyse kann ich auch belegen, das macht mich nicht zum Therapeuten. Glaub mir, er hat die akademische Ausbildung nicht (mind. 5 Jahre Psychologiestudium, anschließend mind. 3 Jahre Weiterbildung zum approbierten psychologischen Psychotherapeuten, davon mind. ein Jahr Klinikstätigkeit).

 

Ist er auch kein Heilpraktiker und dennoch therapeutisch tätig, so begeht er eine Straftat.

Edited by rorro

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Mat
vor 3 Stunden schrieb rorro:

 

Drewermann war nie Psychotherapeut. Dazu fehlt ihm zumindest die akademische die Ausbildung. Nur ist dieser Begriff nicht geschützt - und vielleicht hat er den einjährigen Heilpraktikerkurs gemacht, der steht allen offen. Also, vielleicht war er doch Psychotherapeut, dann eben nach HPG (Heilpraktikergesetz).

Es ging ja nicht darum, als was er arbeitet, sondern um seine Perspektive auf die Täter.

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rorro
vor 10 Minuten schrieb Mat:

Es ging ja nicht darum, als was er arbeitet, sondern um seine Perspektive auf die Täter.

 

Drewermann hat nie eine anerkannte (tiefen-)psychologische therapeutische Ausbildung abgeschlossen, deswegen weiß ich nicht, wie er eine Perspektive als Therapeut einnehmen kann. Muß man dafür kein Therapeut sein und bewiesen haben, daß man Ahnung hat, wovon man spricht?

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Chrysologus
Am 12.11.2020 um 09:09 schrieb Moriz:

Im Strafprozess geht es zentral um den Täter, und das ist gut so! Schließlich drohen ihm empfindliche Grundrechtseinschränkungen.

Ein Strafprozess ist kein Ort, an dem einem Opfer geholfen wird. Diese Unterstützung muß anderswo stattfinden (und sei es im Schadenersatzprozess).

Und deswegen genpgt es eben nicht, die Fälle nur strafrechtlich aufzuarbeiten - man muss sich um die Opfer kümmern, und man muss sich die Strukturen anschauen, die dazu geführt haben, dass das möglich war.

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