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Shubashi

Gendergerechte Sprache - warum und wie?

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Werner001

Wenn Santa Claus gerne in der weiblichen Form angesprochen werden möchte (Santa ist schließlich feminin), hab ich damit kein Problem. Dann soll er das sagen und gut ist.

Das Problem ist, dass es inzwischen eine Bewegung gibt, die möchte, dass man jede(n/s) prinzipiell vorher fragen müsste, wie es denn genehm wäre, ihn/sie/es anzusprechen, selbst einen Kerl mit langem Rauschebart, weil ja eine(r/s) unter zehn Millionen dabei sein könnte, bei dem der Augenschein nicht der Befindlichkeit übereinstimmt.

und das halte ich gegenüber den anderen 9,999999 Millionen für übergriffig, weil denen damit auch unterstellt wird, ihre Befindlichkeiten könnten mit dem Augenschein nicht übereinstimmen 

 

Werner

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ThomasB.
vor 2 Stunden schrieb Shubashi:

he/she/they (letzteres für divers)

Taucher haben ein eigenes Pronomen? *staun*

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Werner001

Die korrekte Anrede für mich ist “Eure Majestät”, ich fühle mich nämlich dem Königsgeschlecht zugehörig 

 

Werner

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GermanHeretic
vor 6 Minuten schrieb Werner001:

Die korrekte Anrede für mich ist “Eure Majestät”, ich fühle mich nämlich dem Königsgeschlecht zugehörig

 

Das ist ja das Hauptproblem an dem Transgenderblödsinn. Es gibt - statistisch völlig irrelevant - ein paar Leute, die sich als etwas anderes fühlen, als sie sind. Bis auf statistisch ebenso  völlig irrelevante Hermaphroditen kann man Männlein und Weiblein rein phänomologisch als auch genetisch ganz einfach auseinanderhalten. Nun kann sich von mir aus jeder fühlen und rumlaufen, wie er will, aber von 99% der Bevölkerung zu verlangen, sich Hirn und Zunge aufgrund der Befindlichkeiten weniger zu verbiegen, ist eine narzistische Frechheit.
 

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rorro
vor 55 Minuten schrieb ThomasB.:

Taucher haben ein eigenes Pronomen? *staun*

 

In voller Montur ist das bei Tauchern auf verständlich. Ebenso wie bei Fallschirmspringern, den "sky divers".

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Domingo
6 hours ago, Marcellinus said:

Das, was du (und auch ich) als urwüchsig entstandene Kommunikationsmittel verstehen, ist ihnen ein Werkzeug der Unterdrückung und Diskriminierung.

 

Weil "die Maechtigen" ja alles erfunden haben, was in der Gesellschaft vor sich geht... Nichts ist natuerlich gewachsen oder vom niederen Volk ins Leben gerufen worden, sondern es ist immer nur eine Gruppe von Unterdrueckern, die zum Erhalt ihrer "Macht" Braeuche, Institutionen und sogar Mythen kreiert hat.

 

Meiner Meinung nach muessten diese "Maechtigen" nahezu allmaechtig sein, um sowas hinkriegen zu koennen, dh alles, was in der Gesellschaft vor sich geht, zu bestimmen, anstatt sich ihm anzupassen oder es ggf. zu verstaerken.

Edited by Domingo

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GermanHeretic
vor 17 Stunden schrieb Marcellinus:

Einer dieser Augenblicke war eine Beschwerde des Hausmeisters, die Putzkräfte seien es Leid, nach jeder Versammlung den Müll der Damen und Herren Studiosi wegzufegen. Ein Augenblick betroffene Stille - dann die Leitungslösung: man könne ja für die armen, ausgebeuteten Opfer des kapitalistischen Schweinesystems eine Kollekte veranstalten. Auf die Idee, den Müll selbst wegzuräumen, was eine praktische Form von Solidarität gewesen wäre, kam man naheliegenderweise nicht. 

 

Das stellt wunderbar dar, warum Kommunismus nicht funktionieren kann. Jedenfalls nicht unter Menschen.

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ThomasB.
vor 14 Minuten schrieb GermanHeretic:

 

Das stellt wunderbar dar, warum Kommunismus nicht funktionieren kann. Jedenfalls nicht unter Menschen.

Das ist natürlich nicht richtig, weil es im richtigen Kommunismus keinen Müll gibt. Da hat nämlich niemand mehr was zum Wegschmeißen.

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GermanHeretic
vor 21 Minuten schrieb ThomasB.:

Das ist natürlich nicht richtig, weil es im richtigen Kommunismus keinen Müll gibt. Da hat nämlich niemand mehr was zum Wegschmeißen.

 

Vertu' DIch nicht, der Menschenmüll muß ja auch weg.

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helmut
Am 22.2.2021 um 11:42 schrieb Werner001:

.....

Das Problem ist, dass es inzwischen eine Bewegung gibt, die möchte, dass man jede(n/s) prinzipiell vorher fragen müsste, wie es denn genehm wäre, ihn/sie/es anzusprechen, ......

ich halte diese behauptung für ein märchen.

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helmut
vor 2 Stunden schrieb GermanHeretic:

 

Das stellt wunderbar dar, warum Kommunismus nicht funktionieren kann. Jedenfalls nicht unter Menschen.

putzleute=werktätige bekamen ähnliche einkommen wie programmierer=werktätige.

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ThomasB.
vor 4 Minuten schrieb helmut:

putzleute=werktätige bekamen ähnliche einkommen wie programmierer=werktätige.

Klar. Alle gleich arm. Das ist ja das Konzept, dass es niemandem gut gehen darf.

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helmut
vor 1 Minute schrieb ThomasB.:

Klar. Alle gleich arm. Das ist ja das Konzept, dass es niemandem gut gehen darf.

nicht arm. die höhere wertschöpfung des programmierers wurde nicht adäquat bezahlt. dadurch blieb die volkswirtschft, die innovationskraft zurück. jetzt kam etwas "arm".

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Domingo
On 2/22/2021 at 10:18 AM, Marcellinus said:

Dieser Realitätsverlust, zusammen mit der Weigerung, den eigentlichen Charakter der eigenen Privilegierung zu erkennen, ist übrigens nicht neu. Ich habe ihn zum ersten Mal Anfang der 70er erlebt, mithin vor fast 50 Jahren. Damals gab es an den Unis ständige "Vollversammlungen", in denen endlos über alles und nichts diskutiert wurde. Man hielt sich für die eigentlich Unterdrückten dieser Welt (oder war doch mit ihnen zum verwechseln solidarisch), und nur selten schimmerte durch die Ritzen dieses Weltbildes die Wirklichkeit.

 

Einer dieser Augenblicke war eine Beschwerde des Hausmeisters, die Putzkräfte seien es Leid, nach jeder Versammlung den Müll der Damen und Herren Studiosi wegzufegen. Ein Augenblick betroffene Stille - dann die Leitungslösung: man könne ja für die armen, ausgebeuteten Opfer des kapitalistischen Schweinesystems eine Kollekte veranstalten. Auf die Idee, den Müll selbst wegzuräumen, was eine praktische Form von Solidarität gewesen wäre, kam man naheliegenderweise nicht. 

 

Ich habe mir im Netz Einiges von Slavoj Zizek (Philosophieprofessor in Ljubljana, besonders an Marxismus und psychoanalyse interessiert) angehört. Zwei seiner Aussagen sind mir besonders in Erinnerung geblieben:

 

1. Jede Ideologie enthält ein Körnchen Wahrheit.

 

2. Politische Korrektheit ist bourgeois.

 

Hier haben wir ein eindeutiges Beispiel von 2.

Edited by Domingo

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Shubashi
vor 15 Minuten schrieb Domingo:

2. Politische Korrektheit ist bourgeois

 

Leider ist es ein bisschen schlimmer - der Zeit-Chefredakteur schreibt aktuell über die gleichzeitige Bedrohung rechtsradikaler Wutbürger und über die Säuberung selbst angesehener Medien v.a. durch vorgeblich „intellektuelle“ Streiter der „Identitätspolitik“ in den USA. Hier geht es inzwischen schon um einen verbissenen Kampf gegen ein Fundament der Demokratie, der Meinungsfreiheit, und im totalitären Einfordern von „Selbstkritik“, um die Vernichtung journalistischer Existenzen.

https://www.zeit.de/2021/09/pressefreiheit-journalismus-gesellschaft-spaltung-politik/komplettansicht

 

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