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Das Aus für die Alte Messe(?)


Frank
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vor 18 Stunden schrieb Merkur:

Immerhin hat der Zeitenwechsel der alten Messe bis ins 20. Jahrhundert kaum geschadet.

Weil sie schon von Anfang an aus der Zeit gefallen war.

(Die Privatliturgie des Papstes als weltweite Gemeindemesse? Auf so eine abstruse Idee muß man erst mal kommen!)

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vor 5 Stunden schrieb Moriz:

Weil sie schon von Anfang an aus der Zeit gefallen war.

(Die Privatliturgie des Papstes als weltweite Gemeindemesse? Auf so eine abstruse Idee muß man erst mal kommen!)

Was soll denn daran abstrus sein? Es hat doch gut funktioniert.

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Werner001
vor 1 Minute schrieb Merkur:

Was soll denn daran abstrus sein? Es hat doch gut funktioniert.

Offensichtlich ja eher nicht

 

Werner

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Das sehe ich auch so. (Und Guardini und Kahlefeldt von der Liturgischen Bewegung haben nicht zufällig soviele Leute "mitgezogen").

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vor 54 Minuten schrieb Elima:

Das sehe ich auch so. (Und Guardini und Kahlefeldt von der Liturgischen Bewegung haben nicht zufällig soviele Leute "mitgezogen").

Gegen Guardini ist nichts einzuwenden, seine Bücher sind immer noch angenehm zu lesen (Den "Geist der Liturgie" habe ich aber leider immer noch nicht gelesen). Gemessen an dem Eindruck, den er in in den Schriften macht, die ich bisher von ihm gelesen habe, habe ich Zweifel, dass ihm das, was heute zelebriert wird, gefallen hätte.  

 

 

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Mistah Kurtz
vor 1 Stunde schrieb Merkur:

Gegen Guardini ist nichts einzuwenden, seine Bücher sind immer noch angenehm zu lesen (Den "Geist der Liturgie" habe ich aber leider immer noch nicht gelesen). Gemessen an dem Eindruck, den er in in den Schriften macht, die ich bisher von ihm gelesen habe, habe ich Zweifel, dass ihm das, was heute zelebriert wird, gefallen hätte.  

Persönlich glaube ich, dass Guardini mit vielem von dem, was heute in einer "fortschrittlichen" Gemeinde als Liturgie durchgeht, nicht viel hätte anfangen können. Und er, der sich einer Haltung verschrieben hatte, die er selber als "polyphon" bezeichnet, wäre wohl auch kein Freund der liturgischen und nunmehr päpstlich verankerten "Monophonie" gewesen. 

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Cosifantutti
Am 4.1.2022 um 21:29 schrieb Werner001:

Dann hat er wohl wenig historische Kenntnisse. Wenn ich mir ansehe, welche Namen Päpste schon gewählt haben, gab es wohl ziemlich viele Verräter.

Alexander? Echt jetzt?

Gelasius? Kommt da eigentlich „gay“ her? Die ursprüngliche Bedeutung ist ziemlich die gleiche

Calixtus? Kicher….

Hadrian? Wie der schwule Kaiser?

 

Was gibt es da an Franziskus auszusetzen?

 

Werner

auch auf diese Frage hat Martin Mosebach wie stets eine sehr illistre Antwort. Mosebach meint, dass Franziskus eine sehr unglückliche Namenswahl ist, die allererst ganz eigene Pobleme schafft, da der Name Franziskus ja auf eindeutig auf Franz von Asisse verweist. Franz von Asissi sei aber die absolute Gegenfigur zum Papsttum. Der Gegensatz zwischen Papsttum und einer Figur wie Franz von Asissi, sei zwar fruchtbar, aber beide Pole - die Institution Kirche und der "anarchische Christ" Franz von Asissi können nicht in einer Person zusammenfallen.....( Die Aussagen von Mosebach beziehen sich wohl auf einen Beitrag zu einem SPIEGEL_Buch über das Papsttum )

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Werner001
vor 22 Minuten schrieb Cosifantutti:

auch auf diese Frage hat Martin Mosebach wie stets eine sehr illistre Antwort. Mosebach meint, dass Franziskus eine sehr unglückliche Namenswahl ist, die allererst ganz eigene Pobleme schafft, da der Name Franziskus ja auf eindeutig auf Franz von Asisse verweist. Franz von Asissi sei aber die absolute Gegenfigur zum Papsttum. Der Gegensatz zwischen Papsttum und einer Figur wie Franz von Asissi, sei zwar fruchtbar, aber beide Pole - die Institution Kirche und der "anarchische Christ" Franz von Asissi können nicht in einer Person zusammenfallen.....( Die Aussagen von Mosebach beziehen sich wohl auf einen Beitrag zu einem SPIEGEL_Buch über das Papsttum )

Insofern ist es eine gute Namenswahl, denn Franziskus von Assisi repräsentiert das, wofür Jesus Christus steht, ungefähr eine Million mal mehr als das Papsttum. Dass Mosebach trotzdem das Papsttum besser gefällt, verwundert nicht, mir gefällt ja auch die Wieskirche besser als ein Schafstall

 

Werner

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Mistah Kurtz
vor 11 Stunden schrieb Werner001:

Insofern ist es eine gute Namenswahl, denn Franziskus von Assisi repräsentiert das, wofür Jesus Christus steht, ungefähr eine Million mal mehr als das Papsttum. Dass Mosebach trotzdem das Papsttum besser gefällt, verwundert nicht, mir gefällt ja auch die Wieskirche besser als ein Schafstall

 

Werner

 

Trotzdem ist das eine interessante Meinung, die Mosebach da vertritt. Noch dazu eine, die gar nicht so von der Hand zu weisen ist. Denn es stimmt ja, dass Franz von Assisi und das Papsttum quasi Gegenpole sind innerhalb des weiten Raumes des Katholischen. Auch Papst Franziskus kann nicht sein und nicht leben, was ein Franz von Assis war und was er lebte. Auf der anderen Seite könnte man das in Hinblick auf die meisten Heiligen sagen. Heilige sind nun mal Türme, die weit aus der flachen Landschaft des normalen Glaubens herausragen. Man muss wahrscheinlich schon selber ein Heiliger sein, um mit ihnen auf Augenhöhe zu stehen. Insofern könnte man das gleiche auch in Hinblick auf Papst Benedikt und Benedikt von Nursia sagen oder Papst Paulus VI und Paulus von Tarsus und so fort.

Edited by Mistah Kurtz
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Cosifantutti
Am 7.1.2022 um 10:58 schrieb Mistah Kurtz:

 

Trotzdem ist das eine interessante Meinung, die Mosebach da vertritt. Noch dazu eine, die gar nicht so von der Hand zu weisen ist. Denn es stimmt ja, dass Franz von Assisi und das Papsttum quasi Gegenpole sind innerhalb des weiten Raumes des Katholischen. Auch Papst Franziskus kann nicht sein und nicht leben, was ein Franz von Assis war und was er lebte. Auf der anderen Seite könnte man das in Hinblick auf die meisten Heiligen sagen. Heilige sind nun mal Türme, die weit aus der flachen Landschaft des normalen Glaubens herausragen. Man muss wahrscheinlich schon selber ein Heiliger sein, um mit ihnen auf Augenhöhe zu stehen. Insofern könnte man das gleiche auch in Hinblick auf Papst Benedikt und Benedikt von Nursia sagen oder Papst Paulus VI und Paulus von Tarsus und so fort.

...ich selber war bei der "Präesntation" des neuen Papstes nach seiner Wahl vollkommen perplex und elektrisiert, als verkündet wurde, dass sich der neue Papst Fanziskus nennt und er damit Franz von Asissi zu seinem persönlichen "Leitstern" seines Ponitifikates macht, "die Armen, die auf so viele Weise Ausgeschlossenen nicht zu vergessen" Oder um es mit Jon Sobrino zu sagen: "Extra pauperes nulla salus"

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