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Quebec will das beten in der Oeffentlichkeit verbieten


Quebec will das beten in der Oeffentlichkeit verbieten  

15 Stimmen

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Geschrieben (bearbeitet)

UPDATE: Québec hat entschieden. Gruppen-Beten in der Oeffentlichkeit nur nach Bewilligung.

Und noch ein paar weitere Aussetzung religiöser Privilegien im Staatsdienst.

Tatsächlich ist die Kampfbeterei der Mohammedaner passé.

https://www.lapresse.ca/actualites/politique/2026-04-02/projet-de-loi-sur-la-laicite/quebec-met-un-terme-aux-prieres-de-rue.php

 

noch was auf English.

https://www.cbc.ca/news/canada/montreal/quebec-secularism-bill-9.7151637

 

 

bearbeitet von phyllis
Geschrieben
4 hours ago, phyllis said:

UPDATE: Québec hat entschieden. Gruppen-Beten in der Oeffentlichkeit nur nach Bewilligung.

Und noch ein paar weitere Aussetzung religiöser Privilegien im Staatsdienst.

Tatsächlich ist die Kampfbeterei der Mohammedaner passé.

https://www.lapresse.ca/actualites/politique/2026-04-02/projet-de-loi-sur-la-laicite/quebec-met-un-terme-aux-prieres-de-rue.php

 

noch was auf English.

https://www.cbc.ca/news/canada/montreal/quebec-secularism-bill-9.7151637

 

 


Ist in Québec der Trennung von Staat und Kirche eigentlich sowieso strenger als im übrigen Kanada, weil man sich dort eher am französischen Vorbild der Laicité orientiert? Ansonsten scheinen mir die Gesetze vernünftig, wenn es darauf abzielt, eine intolerante Polarisierung der Gesellschaft zu unterbinden.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb phyllis:

UPDATE: Québec hat entschieden. Gruppen-Beten in der Oeffentlichkeit nur nach Bewilligung.

Und noch ein paar weitere Aussetzung religiöser Privilegien im Staatsdienst.

Tatsächlich ist die Kampfbeterei der Mohammedaner passé.

https://www.lapresse.ca/actualites/politique/2026-04-02/projet-de-loi-sur-la-laicite/quebec-met-un-terme-aux-prieres-de-rue.php

 

noch was auf English.

https://www.cbc.ca/news/canada/montreal/quebec-secularism-bill-9.7151637

 

 

 

Krass. Krankenhäuser dürfen kein koscheres Essen mehr anbieten. Vegetarisch ist erlaubt oder zählt das auch schon zu religiös??

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb rorro:

 

Krass. Krankenhäuser dürfen kein koscheres Essen mehr anbieten. Vegetarisch ist erlaubt oder zählt das auch schon zu religiös??

steht das in de, Gesetz oder ist das ein Schluss deiner oft unterhaltsamen katholischen "Logik"

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb rorro:

 

Krass. Krankenhäuser dürfen kein koscheres Essen mehr anbieten. Vegetarisch ist erlaubt oder zählt das auch schon zu religiös??

Doch dürfen sie. Aber nicht mehr ausschließlich.

Geschrieben

Was ich sehr viel kritischer sehe ist der Kampf gegen konfessionsgebundene Schulen, wobei ich natürlich nicht weiß, wie verbreitet muslimisch getragene Schulen in Quebec sind.

 

Und ob es konfessionsgebundene Krankenhäuser gibt, bei denen sich die Frage nach dem Essen vielleicht nochmal anders stellt.

 

(Bietet das Jüd. KH Berlin nur koscher an???)

Geschrieben (bearbeitet)

Apropos Essen: ich habe eine Überarbeitung des Kochbuchs nach dem Franz Kafka bekocht wurde hier liegen. Das besondere daran ist, es ist vegetarisch UND es basiert auf einem Kochbuch, das von einer Kurklinik herausgegeben wurde, die es an alle Patienten abgegeben hat, damit die Kur auch nachhaltig war.

 

Solche "Projekte", d.h. Kliniken/Einrichtungen, die speziellen Ernährungsphilosophien folgten, waren im 19./20. Jhdt. nicht wirklich ungewöhnlich - meine Hasszielscheibe Harvey Kellogg hat das in seinem Battle Creek Sanatorium ja in ungeahnte Exzesse getrieben - aus heutiger Sicht scheint in vielen dieser Einrichtungen aber auch viel Esoterik bzw. spiritueller Überbau vorhanden gewesen zu sein. Keine Ahnung, ob das Phänomen heute noch gibt.

bearbeitet von Flo77
Geschrieben
52 minutes ago, Flo77 said:

Was ich sehr viel kritischer sehe ist der Kampf gegen konfessionsgebundene Schulen, wobei ich natürlich nicht weiß, wie verbreitet muslimisch getragene Schulen in Quebec sind.

 

Und ob es konfessionsgebundene Krankenhäuser gibt, bei denen sich die Frage nach dem Essen vielleicht nochmal anders stellt.

 

(Bietet das Jüd. KH Berlin nur koscher an???)


Es geht doch nur darum, dass konfessionsgebundene Schulen, Personal und Schüler nicht exklusiv nach ihrer Konfession aussuchen dürfen, wenn sie für ihren Bau oder Betrieb öffentliche Gelder in Anspruch nehmen? Das erscheint mir völlig normal…

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb rorro:

 

Krass. Krankenhäuser dürfen kein koscheres Essen mehr anbieten. Vegetarisch ist erlaubt oder zählt das auch schon zu religiös??

 

Ganz einfach, der Salat wird nicht mehr gewaschen und schon ist er unkoscher. Der Patient kann dann die Schnecken einfach mitessen.

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Shubashi:

Es geht doch nur darum, dass konfessionsgebundene Schulen, Personal und Schüler nicht exklusiv nach ihrer Konfession aussuchen dürfen, wenn sie für ihren Bau oder Betrieb öffentliche Gelder in Anspruch nehmen? Das erscheint mir völlig normal…

Eine katholische Schule zeichnet sich mich vorallem dadurch aus, daß sie vorallem katholische Kinder aufnimmt und einem katholischen Jahreskreis folgt. Die Konfession nicht mehr als Auswahlkriterium zuzulassen, erscheint mir sehr grotesk.

Geschrieben
1 minute ago, Flo77 said:

Eine katholische Schule zeichnet sich mich vorallem dadurch aus, daß sie vorallem katholische Kinder aufnimmt und einem katholischen Jahreskreis folgt. Die Konfession nicht mehr als Auswahlkriterium zuzulassen, erscheint mir sehr grotesk.


Vor allem ist nicht „nur“. Wenn die Allgemeinheit etwas zu den Kosten beiträgt, hat sie in meinen Augen auch gewisse Rechte.

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Shubashi:

Vor allem ist nicht „nur“. Wenn die Allgemeinheit etwas zu den Kosten beiträgt, hat sie in meinen Augen auch gewisse Rechte.

Jein. Der Staat kann Verfassungstreue und die Einhaltung des Bildungskanons verlangen, aber das war es dann auch.

 

Wenn der Staat pro Schüler Summe X für die Schuldbildung bereitstellt, kann er dieses Geld entweder zu 100% in eigene Schulen stecken, die dann aber auch 100% aller Kinder beschulen müssen, oder er erlaubt Konfessionsschulen, bei denen religiöse Gemeinden als Träger und Mitfinanzierer auftreten und erstattet seinen Schüleraufwandsanteil ganz (oder teilweise reduziert) an die jeweilige Einrichtung.

 

Z.B. kostet in NRW jeder Grundschüler rd. 9 TE vom Land und 3 TE vom Schulträger. Ob die 9 TE an einem konfessionellen oder kommunalen Träger gehen, kann ihm theoretisch egal sein, solange die Schüler die ministerial festgelegten Bildungsstandards erreichen und die Schule den übertragenen Bildungsauftrag erfüllt.

 

Quebec möchte ja jetzt aber anscheinend Einfluss auf die ideologisch-weltanschauliche Erziehung nehmen. Was ich mit Blick auf den Islam völlig verstehe. Daß christliche Schulen, die ich terroristisch-verfassungsgefährdend jetzt eher unbedenklich einstufe, jetzt aufgrund dieser weiteren "grünen Gefahr" aufgrund mMn falsch verstandener Gleichbehandlungsbestrebungen auch gegängelt werden, schafft dieser Fremdreligion bei mir keine Sympathiepunkte. Eher im Gegenteil.

bearbeitet von Flo77
Geschrieben
5 hours ago, Flo77 said:
5 hours ago, Shubashi said:

Vor allem ist nicht „nur“. Wenn die Allgemeinheit etwas zu den Kosten beiträgt, hat sie in meinen Augen auch gewisse Rechte.

Jein. Der Staat kann Verfassungstreue und die Einhaltung des Bildungskanons verlangen, aber das war es dann auch.

Das tut Québec auch, theoretisch zumindest. Selbst an Schulen die 100% privat finanziert sind. Aber selbst dort ist es den Schulen verboten, Schüler aufgrund ihrer Religion abzulehnen. Wird mit der "Gewissensfreiheit" begründet. Wird halt anders gemanaged, primär durch hohe Preise und Aufnahmetests.

Geschrieben (bearbeitet)
13 hours ago, Flo77 said:

Quebec möchte ja jetzt aber anscheinend Einfluss auf die ideologisch-weltanschauliche Erziehung nehmen. Was ich mit Blick auf den Islam völlig verstehe. Daß christliche Schulen, die ich terroristisch-verfassungsgefährdend jetzt eher unbedenklich einstufe, jetzt aufgrund dieser weiteren "grünen Gefahr" aufgrund mMn falsch verstandener Gleichbehandlungsbestrebungen auch gegängelt werden, schafft dieser Fremdreligion bei mir keine Sympathiepunkte. Eher im Gegenteil.

Das liegt an der verfassungs-bedingten Gleichbehandlung aller Religionen. Man kann nicht dem Islam etwas verbieten das Juden und Christen erlaubt ist. Das führte schon zu grotesken Urteilen. zb gab es bis vor 10 Jahren oder so zivile Schiedsgerichte basiert auf religiöser Zugehörigkeit der beiden Parteien. Als für Juden gabs jüdische. Für Katholiken gabs katholische. Zwingende Voraussetzung war dass sich beide Parteien freiwillig diesem Schiedsgericht sozusagen unterwarfen, also das Urteil akzeptierten und nicht an ein ziviles Gericht weiterzogen. So fielen xTausend Urteile betreffend Scheidungen, Erbschaften, Schenkungen, Adoptionen, usw.

 

Dann kamen die Mohammedaner und verlangten - im Zuge der Gleichberechtigung aller Religionen - die Zulassung von Scharia-Gerichten. Die Folgen kannst du dir denken. Es blieb dem Gesetzgeber nix anderes übrig, als alle religiösen Schiedsgerichte abzuschaffen. (mmn kein grosser Schaden aber die Meinungen gehen da natürlich auseinander). Die Diskriminierung einer einzelnen Religion wäre von jeder höheren Institution erbarmungslos abgeschossen worden. Juristisch einwandfrei sogar.

 

Dasselbe Schicksal droht natürlich dem oben erwähnten C-9. Erfreulicherweise haben wir in Quèbec eine "notwithstanding clause" die es dem Parlament erlaubt gewisse höchst-gerichtliche Entscheide einfach zu ignorieren. Nicht alle, und wo die Trennlinie genau liegt übersteigt meinen Wissensstand und ist auch Grund heftiger politischer Diskussionen zz vor dem Supreme Court.

Quote

Let's say a tyrant — I won't name names — who has no respect for the separation of powers, who has no respect for equality between men and women, would suddenly pass, with the help of accomplices, legislation that would undermine the very foundations of our values," Justice Wagner said.

"What is your response to this kind of argument?" he asked Brunet.

To that, Brunet replied: "We must have faith in our democracy."

(Böckenförde vom feinsten. Selbst ich hätte es nicht besser beantworten können.) 🤡 Der C-9 wird dank gegenwärtiger Rechtslage also überleben bis zu den nächsten Wahlen. Sofern die Opposition an die Macht kommt steht es ihr frei den C-9 wieder abzuschaffen.

 

@Blockwarte - Falls zu politisch halt wieder abschiessen. Meine Absicht war nur 1 oder 2 langjährigen und von mir sehr geschätzten Foranten die rechtliche und politische Lage zu erklären versuchen.

bearbeitet von phyllis
Geschrieben

Dein Anliegen ist verständlich, die Polemik hättest du dir sparen können.

Geschrieben
vor 23 Stunden schrieb Flo77:

Was ich sehr viel kritischer sehe ist der Kampf gegen konfessionsgebundene Schulen, wobei ich natürlich nicht weiß, wie verbreitet muslimisch getragene Schulen in Quebec sind.

 

Und ob es konfessionsgebundene Krankenhäuser gibt, bei denen sich die Frage nach dem Essen vielleicht nochmal anders stellt.

 

(Bietet das Jüd. KH Berlin nur koscher an???)

Laut einem Freund der Jude ist und dort schon war nein wenn man koscher oder Halal möchte muss man es angeben  

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Spadafora:

Laut einem Freund der Jude ist und dort schon war nein wenn man koscher oder Halal möchte muss man es angeben  

Wow - vier Küchen ist aber auch Logistik für sich.

Geschrieben
Am 1.8.2026 um 23:51 schrieb phyllis:

Dann kamen die Mohammedaner und verlangten - im Zuge der Gleichberechtigung aller Religionen

Das ist ein Punkt, den man hierzulande auch noch nicht begriffen hat, oder verdrängt, wenn man die Privilegien der christlichen Kirchen hartnäckig verteidigt.

Früher oder später wird sich irgendein Moslemverein in den Runfunkrat klagen, und wir können froh sein, wenn es nur DITIB ist

 

Werner

Geschrieben

Darf ein moslemischer Busfahrer mehrmals am Tag seinen Bus anhalten und seinen Gebetsteppich auf der Straße ausbreiten?

Geschrieben
Am 8.8.2026 um 16:40 schrieb Werner001:

Das ist ein Punkt, den man hierzulande auch noch nicht begriffen hat, oder verdrängt, wenn man die Privilegien der christlichen Kirchen hartnäckig verteidigt.

Früher oder später wird sich irgendein Moslemverein in den Runfunkrat klagen, und wir können froh sein, wenn es nur DITIB ist

 

Werner

und dann geht gleich die Welt unter in Österreich sitzen alle Religionen due vom Staat anerkannt sind in entsprechenden Gremien schon jahrelang

Geschrieben
vor 17 Minuten schrieb Spadafora:

und dann geht gleich die Welt unter in Österreich sitzen alle Religionen due vom Staat anerkannt sind in entsprechenden Gremien schon jahrelang

Im Gegensatz zu D haben sich die Muslime in Österreich schon vor Jahrzehnten als KdöR organisieren müssen.

 

In Deutschland kann jeder windige Verein sein eigenes Süppchen kochen.

  • Like 1
  • Thanks 1
Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Flo77:

Im Gegensatz zu D haben sich die Muslime in Österreich schon vor Jahrzehnten als KdöR organisieren müssen.

 

In Deutschland kann jeder windige Verein sein eigenes Süppchen kochen.

ja und mit ein bissl guten Willen geht das schon   Legal und den Status einer Religionsgemeinschaft hat der Islam seit 1912

Geschrieben

In D war das Problem immer anders gelagert als in A. Bislang was die einzige muslimische Gliederung, die KdÖR hätte werden können DiTiB, die das aber gar nicht wollen, weil es (a) den Einfluss des Dianet schmälern würde und (b) womöglich gar nicht so groß wäre wie vermutet (oder befürchtet). Es gibt kein Konfessionsmerkmal "islamisch", das abgefragt würde, die amtliche Statistik zählt schlicht den Anteil alle Zuwanderer aus "muslimischen Staaten" als Muslime analog zum Anteil der Muslime im Herkunftsland und geht davon aus, dass diese und deren Kinder immer Muslime bleiben. Dabei lässt man schon außer Acht, dass gerade nichtmuslimische Minderheiten oft in erhöhtem Maße aus- (oder ein-)gewandert sind. 

Außerdem war lange die Idee, dass bitte alle Muslime gemeinsam eine KdÖR bilden, was Illusion ist. Dazu kommt, dass die religiöse KdÖR in D sich strukturell sehr stark an den Kirchen orientiert und einen eigenen Klerus verlangt (das ginge bei den Schiiten, aber die  leben vor allem im Iran und dort hat man ihnen das Muslim sein gründlichst ausgetrieben). Nur bei den jüdischen Kultusgemeinden hat man hier darauf verzichtet, ihnen in den 1950er Jahren das Fehler der Rabbiner zum Nachteil anzurechnen. 

Geschrieben
16 hours ago, Chrysologus said:

Dazu kommt, dass die religiöse KdÖR in D sich strukturell sehr stark an den Kirchen orientiert und einen eigenen Klerus verlangt (das ginge bei den Schiiten, aber die  leben vor allem im Iran und dort hat man ihnen das Muslim sein gründlichst ausgetrieben).


Diesen Satz verstehe ich leider überhaupt nicht. Gibt es in Deutschland eine offizielle Definition von Klerus? Wahrscheinlich ergibt sich das alles hieraus, aber ich gestehe, dass es es ohne fachkundige Erläuterung nicht wirklich kapiere. Der „Klerus“ in öffentlich-rechtlichen Sinne ergäbe sich doch dann erst aus dem KdÖR-Status?

 

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