Jump to content

Prominente Abgänge


Torsten

Recommended Posts

Schon im Liederbuch der katholischen Jugend "Kirchenlied", was nach dem 2. Welt-Krieg in Jugendgemeinschaftsmessen verwendet wurde, standen Texte von ihr, noch unter ihrem Mädchennamen Mumelter (was ihr bei uns den Spitznamen: Murmeltier eingebracht hatte).

bearbeitet von Elima
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Friedrich Niewöhner ist vorgestern gestorben, mit 64.

 

Foto hier

 

Einer, der wirklich für die Überzeugung eintrat, dass Aufklärung und Wissen die Grundlagen der Toleranz sind. Der das Eigene im Fremden zu erkennen vermochte. Der von allen, die einen wirklichen Dialog der Religionen wollen, schmerzlich vermisst werden wird.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Aenne Burda ist gestorben.

 

es-040730-burda1.jpg

 

Die Königin der Schnittmuster.....

 

Erinnert ihr euch an den Sketch (Versteckte Kamera), bei dem jemand einen Schnittmusterbogen als Stadtplan verwendete? B)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Aenne Burda ist gestorben.

 

es-040730-burda1.jpg

 

Die Königin der Schnittmuster.....

 

Erinnert ihr euch an den Sketch (Versteckte Kamera), bei dem jemand einen Schnittmusterbogen als Stadtplan verwendete? B)

 

Jepp! :lol:

Und für mich besonders amüsant, da ich groß geworden bin in den Kleidern, deren Schnitte ich zuvor "ausgerädelt" habe. Natürlich alle von Burda-Moden. Mich hätte keiner mit Schnittmusterbögen in die Irre führen können, spätestens beim Abnäher hätte ich das Spiel durchschaut. :lol:

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Tübingen. DPA/baz. Der katholische Theologe Alfons Auer ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Wie die Diözese Rottenburg-Stuttgart am Montag mitteilte, erlag der Tübinger Wissenschaftler am Samstag einer langen schweren Krankheit.

 

Auer galt als Wegbereiter und führender Vertreter der modernen Moraltheologie. Er plädierte für die Freiheit der Vernunft, für eine von Glaubensvorgaben unabhängige Moral und für die Weltoffenheit von Kirche und Theologie.

 

Sein Buch "Autonome Moral und christlicher Glaube" (1971) wurde zum Standardwerk der modernen Moraltheologie. Auer erntete damit aber auch viel Kritik von Seiten konservativer Kirchenvertreter, die die Rolle der göttlichen Offenbarung für die christliche Ethik betonten.

 

Auch andere seiner rund 150 Arbeiten erregten Aufsehen, darunter "Weltoffener Christ" (1960), "Christsein im Beruf" (1966) und "Umweltethik" (1984).

 

Quelle

 

auer.jpg20042171.jpg

Bischof Gebhard Fürst betont: »Die Kirche verliert einen Wegbereiter des Dialogs von Kirche und Welt
(Reutlinger Generalanzeiger)
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Franciscus non papa

In Memoriam

 

Pierre Seel (1923 - 2005)

 

Ein wichtiger Zeitzeuge für die Nazi-Verfolgung von Homosexuellen ist im

Alter von 82 Jahren gestorben

 

Das Mémorial de la Déportation Homosexuelle (MDH), die französische

nationale Vereinigung zum Gedenken an die homosexuellen Opfer des

Nazi-Regimes, hat den Tod Pierre Seels bekanntgegeben. Seel starb am 25.

November 2005 im Alter von 82 Jahren in Toulouse. Rund zweihundert Männer

wurden wegen ihrer Homosexualität aus dem annektierten Elsaß-Lothringen in

Nazi-Konzentrationslager verschleppt. Pierre Seel war der einzige

Überlebende, der öffentlich über sein Schicksal sprach. Sein Buch “Ich,

Pierre Seel, deportiert und vergessen" wurde international beachtet und

erschien nach der französischen Originalausgabe

(1994) in englischer, spanischer und deutscher Übersetzung (diese 1996 in

Köln veröffentlicht).

Auch in dem amerikanischen Dokumentarfilm “Paragraph 175" legte er ein tief

bewegendes Zeugnis seines Schicksals ab (Telling Pictures, 2000).

 

In einer gemeinsamen Erklärung mit drei anderen französischen Organisationen

von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgenders betonte Bruno Gachard,

der Präsident des Mémorial de la Déportation Homosexuelle: “Pierre Seel

starb friedlich im Schlaf. Er hinterließ uns die Erinnerung an seine

Leidensgeschichte. Durch sein Vorbild, durch seine Liebenswürdigkeit und

durch seine Offenheit ermöglichte er uns, zu wissen, wer wir sind und woher

wir kommen."

 

1941 - Pierre Seel war 18 Jahre alt - verhafteten ihn die Nazis in seinem

Heimatort Mulhouse, weil sein Name auf einer Liste von Personen stand, die

der Homosexualität verdächtigt wurden. Die Liste hatten die Nazis von der

örtlichen französischen Polizei erhalten. Seel wurde von der SS brutal

gefoltert und dann in das Konzentrationslager Schirmeck-Vorbruck verbracht.

Während seiner Internierung wurde er gezwungen, die Ermordung seines 18

Jahre alten Partners, Jo, mit anzusehen, der von Wachhunden unter der

Aufsicht der Lagerverantwortlichen zerfleischt und zerfetzt wurde. Nach

sechs Monaten schwerster Not und Brutalität wurde Seel aus dem Lager

entlassen, nur um gegen seinen Willen in die deutsche Armee eingezogen und

an die russische Front geschickt zu werden.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Pierre Seel nach Frankreich zurück mit dem

festen Wunsch, nun ein sicheres und ruhiges Leben zu beginnen. Wie viele

Homosexuelle in dieser Zeit, als die französische Gesellschaft weiterhin

Homosexualität scharf ablehnte, heiratete er und gründete eine Familie.

Dabei schuf er sich eine Existenz als Ladeninhaber und sorgte für seine Frau

und drei Kinder. Peinlich vermied er, über seine Homosexualität und seine

traumatischen Erlebnisse während der Verfolgung zu sprechen. In seinen

Memoiren bezeichnete er diese Periode als “Jahre der Scham" wegen der

unverheilten psychischen und physischen Wunden, die er von den Nazis

erlitten hatte.

 

Nach nahezu vier Jahrzehnten - seine Kinder waren erwachsen und die

französische Schwulenbewegung hatte sich in der Gesellschaft Gehör

verschafft - entschloss sich Pierre Seel dann, 1982 sein Schweigen zu

brechen. Die verbleibenden 23 Jahre seines Lebens widmete er sich als

entscheidender Akteur dem Kampf um die Anerkennung, dass auch Franzosen

Opfer der antihomosexuellen Politik des Nazi-Regimes wurden. Die

französische Regierung sprach diese Anerkennung erst im Jahr 2001 aus, als

der damalige französische Premierminister Lionel Jospin auch die

homosexuellen Opfer in seiner Rede zum jährlichen nationalen Gedenken an

alle französischen Bürger erwähnte, die in die Nazi-Konzentrationslager

deportiert wurden.

 

Historiker schätzen, dass das NS-Regime insgesamt zwischen 5.000 und 15.000

Männer aus Deutschland und den annektierten Gebieten in Konzentrationslager

verschleppte wegen deren Homosexualität; die Mehrzahl von ihnen kam um,

bevor die Lager 1945 befreit wurden. Mit dem Tod Pierre Seels ist die Zahl

bekannter, noch lebender Zeitzeugen, die über ihre Internierung in der

Nazi-Zeit öffentlich berichtet haben, auf eine Zahl von weniger als zehn

weltweit gesunken.

 

Pierre Seel hinterläßt seinen Partner, Eric Feliu, in Toulouse, seine Frau

und seine drei Kinder. Nach einer Trauerfeier im privaten Kreis in Toulouse

wurde er am 28. November 2005 auf dem kommunalen Friedhof in Bram in

Frankreich beigesetzt.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

B)

 

"Kennst Du diese plötzlichen Sekunden

Wenn dir einfällt, daß du sterben mußt

Siegessicher gehst du durch die Stunden

Doch auf einmal wird es dir bewußt

 

Und du fragst dich wie das wohl gehn wird

 

Welches Wort als letztes Wort du sagst

Wer zuletzt an deiner Seite stehn wird

Ob du tapfer oder ob du klagst."

 

(H.D:Hüsch)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Es war mir bisher nicht bewusst, das Hanns Dieter Hüsch auch religiöse Texte schrieb, hab ihn immer nur als Kabarettisten gesehen. Hier ein Beispiel:

 

 

 

 

Dezember-Psalm

 

Mit fester Freude

Lauf ich durch die Gegend

Mal durch die Stadt

Mal meinen Fluss entlang

Jesus kommt

Der Freund der Kinder und der Tiere

Ich gehe völlig anders

Ich grüße freundlich

Möchte alle Welt berühren

Mach dich fein

Jesus kommt

Schmück dein Gesicht

Schmücke dein Haus und deinen Garten

Mein Herz schlägt ungemein

Macht Sprünge

Mein Auge lacht und färbt sich voll

Mit Glück

Jesus kommt

Alles wird gut

 

(Hanns Dieter Hüsch)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Danke für den Dezember-Psalm. Hüsch war wirklich ein Großer. Ich hab ihn 1978 bei einem Wahlkampfauftritt das erste Mal live erlebt und war seitdem hingerissen. Grüße, KAM

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Merkwürdig, erst am Sonntag ist mir eine CD von Hüsch mit Weihnachtstexten und Liedern in die Hand gefallen. Sie heißt "In der Mitte der Nacht".

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Es war mir bisher nicht bewusst, das Hanns Dieter Hüsch auch religiöse Texte schrieb, hab ihn immer nur als Kabarettisten gesehen.

 

Hans Dieter Hüsch hat auch Predigten gehalten.

Hier zum Beispiel.

Etwas Hüschiges:

Der Niederrheiner weiß nix, kann aber aller erklären und umgekehrt. Wenn man ihm etwas erklärt, versteht er nix. Das heißt, er versteht es manchmal schon. Aber er will es nicht einsehen.

Ullr

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Neu erstellen...