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Halloween - Allerheiligen


orier
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Halloween und Allerheiligen/Allerseelen sind für mich  

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Halloween ist ja ursprünglich ein keltisches Fest zu Beginn der kalten Jahreszeit, an dem man sich verkleidete, um die Seelen der Verstorbenen, die an diesen Tagen ihrer Vorstellung nach die Erde besuchten, zu vertreiben. Dieser Aspekt ist mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar. Gemeinsamkeiten gibt es aber m.E. darin, dass

- der Name Halloween eigentlich von All Hallow's Eve kommt und Vorabend von Allerheiligen bedeutet

- beide Feste sich theoretisch mit dem Tod unserer Vorfahren auseinander setzen.

Nun ist es natürlich heute so, dass Halloween, wie wir es nun kennen und aus Amerika importiert haben, einfach ein Grund zur Party ist. Dagegen ist natürlich grundsätzlich nichts einwenden. "Schlimmer" wäre es, wenn auch der weltanschauliche keltische Background dieses Fests wieder mit aufleben würde. Ich befürchte allerdings trotzdem, dass Halloween unsere traditionellen Feste Allerheiligen und Allerseelen verdrängen wird. Schon heute erhalten immer mehr Pfarrer an diesen Tagen Anrufe, wann denn an Halloween oder "Allerhalloween" die Friedhöfe gesegnet würden.

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Lieber Orier!

 

Vor dem keltischen Sanuinfest (Sanhainfest, ich kenne verschiedene Bezeichnungen) habe ich Respekt. Es ist ein Kult um die Verstorbenen, wenn auch gewiss kein christlicher. Es geht hierbei nicht um den Glauben an Auferweckte, sondern an eine recht düstere Nachtodvorstellung.

 

Trotzdem hat die Kirche immer wieder Feste aus fremden Kulturen inkulturiert und christlich geprägt.

 

Halloween, wie es heute gefeiert wird, ist allerdings etwas ganz anderes. Es ist ein bacchantischer Brauch mit ein paar spielerischen Fantasy-Zutaten, die ich als solche nicht sonderlich ernst nehme. Es hat auch mit Allerheiligen oder Allerseelen nichts das Geringste zu tun.

 

Eine Inkulturierung ins Christentum halte ich für überflüssig. Gönnen wir denen, die es mögen, diese Lustbarkeiten - und setzen den christlichen Glauben und christliche Feste daneben, so weit es geht.

 

Ein Problem sehe ich allerdings: Wir stehen in Konkurrenz. Da Fasching heute das ganze Jahr über dauert und - wie alles fröhlich-animalische - sehr attraktiv ist, neigt es dazu, auch unsere Kräfte zu beanspruchen. Konkret sieht man das, wenn am Allerheiligentag die Kirchen leerer sind, weil einige Halloween noch nicht ausgeschlafen haben. (Wobei man sieht: Halloween ist mit Disko, Fasching, Gartenfesten und sonstigen Lustbarkeiten gleichzusetzen).

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Wir haben einige Jahre einen Kürbis ausgehöhlt und mit einer Kerze vor die Tür gestellt. Aber das Interesse ist soweit abgeebbt, dass wir uns nicht mehr damit auseinandersetzen.

 

Das wird sich auf Kinderseite sicherlich ändern, wenn dort Partys gefeiert werden. Sie werden gehen, vermute ich mal.

 

Aber bei uns wird es keine geben und wir werden auch nicht gehen, falls wir eingeladen werden sollten.

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Sehe ich auch so, Mecky. Das us-importierte Halloween hat mit dem ursprünglichen keltischen Halloween nicht mehr viel zu tun. Du sprichst davon, dass das ganze Jahr über Fasching ist. Das finde ich sehr interessant. Habe mal einen Artikel von Umberto Eco diesbezüglich gelesen, der von einer Karnavalisierung unserer ganzen Existenz spricht. Diese Karnavalisierung ist in vielen Bereichen unserer Gesellschaft zu sehen:

- Fernsehen: Sicherlich gibt es auch noch seriöse Nachrichtensendungen, aber zu einem grossen Teil ist auch die Information zur Unterhaltung gedacht (Infotainment). Dann gibt es die vielen Talkshows und neuerdings die Gerichtssendungen, bei denen eigentlich Seriöses ins Lächerliche gezogen und zur Unterhaltung angeboten wird.

- Politik: Heute kann man das politische Geschehen live oder zeitversetzt im Fernsehen verfolgen und manchmal ist man geneigt, zu sagen: Was für ein Theater.

- Arbeit: Jedem Beamten steht ein Computer mit Internetzugang zur Verfügung, der nicht nur zu geschâftlichen Zwecken benutzt wird.

- usw.

Eco diagnostiziert diese Karnavalisierung der Existenz jedoch auch im Bereich des Religiösen, indem er auf die Massenveranstaltungen wie die Weltjugendtage, die Feierlichkeiten zum Millennium, pardon zum Heiligen Jahr 2000 hinweist. Das ist sicherlich etwas provozierend, aber es ist meines Erachtens etwas Wahres dran: Es gibt immer weniger "Praktizierende", und immer mehr "Pilger": die Grossveranstaltungen haben viel Erfolg. Und viele an den Weltjugendtage Teilnehmenden haben nicht in erster Linie religiöse Motive. Das gleiche gilt für die grossen Pilgerorte wie Lourdes, Fatima und v.a. Santiago, die einen regelrechten Aufschwung erleben.

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Und dann gleich mal eins drauf:

 

 

Wir wissen gar nicht mehr, was Freude ist.

 

Wir ertragen es nicht mehr, mit uns und unseren Gedanken allein zu sein. Schon gar nicht in der Stille ohne Radio oder Fernseher.

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Das finde ich zu stark, lieber Martin. War es als Provokation gedacht?

 

Aber die von Dir angedeutete Tendenz könnte sich durchaus verwirklichen. Ich sehe eher eine Verarmung in der Festkultur - eigentlich wird bei Lustbarkeiten immer das Gleiche gemacht, die Unterschiede sind fast schon vernachlässigbar.

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Das finde ich zu stark, lieber Martin. War es als Provokation gedacht?

 

Aber die von Dir angedeutete Tendenz könnte sich durchaus verwirklichen. Ich sehe eher eine Verarmung in der Festkultur - eigentlich wird bei Lustbarkeiten immer das Gleiche gemacht, die Unterschiede sind fast schon vernachlässigbar.

:blink: Ja, das war es. Es ging mir um "amüsieren" und "Freude".

Der von dir zitierte Buchtitel hat mich inspiriert. :angry:

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-Halloween-

 

kann mir jemand sagen, wieso es hier so heufig das wort "halloween" zu lesen gibt?

 

es ist ja schon krankhaft wie versucht wird diesen tag nach deutschland zu transportieren. mehr gedanken würde ich mir über folgende tatsache machen, dass class ein neues werk in russland eröffnet hat und die die es nicht wußten, werden es bei der kommenden arbeitslosenstatistik erfahren.

Edited by Hallo
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Wir versuchen nicht krankhaft, das Fest nach Deutschland zu importieren. Es ist längst importiert, und wir müssen uns damit auseinandersetzen. Das ist doch erlaubt, oder nicht? Man sollte doch nicht die Augen vor der Realität verschliessen, auch und schon gar nicht als Christ.

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ich sehe diesen tag als nicht importiert an. klar, diskos, kneipen und andere business-bereiche, die jede gelegenheit nutzen müssen um geld zu drucken, sehen diesen tag natürlich als teil des menschsein an, den man auch geldausgebend in den entsprechenden lokalitäten begehen soll. nur ist dieser tag eine reinge seifenblase, die künstlich geblasen wird. so etwas wie "wie laternen singen" (womit ich schon viele süßigkeiten klar gemacht habe :angry: ) ist ein tag der voll integriert ist. doch helloween? -ne. vielleicht mal in 30 jahren und das falls entsprechende interessensobjekte diese blase weiter (auf)blasen werden.

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Ein Beitrag zur Information und Auseinandersetzung ist hier zu finden:

 

Des Kürbis’ Kern

Warum Halloween immer beliebter wird und die Kirchen herausfordert

 

Da wird vieles angesprochen, was auch hier schon genannt wurde:

die Vermischung mit Fasching, die keltischen Wurzeln, die Bezüge zum Thema Tod etc.

 

Ein kurzer Auszug:

 

Was ist eigentlich der Inhalt von Halloween? Hat das Fest ein Thema, eine Botschaft?

 

Valentin: Wenn Halloween eine offenkundige Botschaft hätte, wäre es nicht so erfolgreich. Denn zu einer klaren Aussage muss man Stellung nehmen, und das fällt vielen heute ja schwer. Es stecken allerdings einige Grundthesen in dem Fest. So thematisiert Halloween die Frage nach dem Jenseits.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Auf dem Land soll die Jugend in den keltischen Gebieten Deutschlands (also mehr oder weniger den heutigen katholischen) noch nach dem 2. Weltkrieg vor Allerheiligen Kürbisköpfe ausgehöhlt und Schabernack damit getrieben haben. So schnell ist die Folklore bei uns durch den Siegeszug des Fernsehns bei uns in Vergessenheit geraten! Aber heidnischer Kram bleibt es deshalb doch.

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Vor dem keltischen Sanuinfest (Sanhainfest, ich kenne verschiedene Bezeichnungen) habe ich Respekt. Es ist ein Kult um die Verstorbenen, wenn auch gewiss kein christlicher.

Hallo Mecky, hallo Orier

Dass Halloween etwas mit irgendwas keltischem zu tun hat ist überhaupt nicht belegt! – Oder wisst ihr genaueres? In diesem Fall würde ich mich selbstverständlich eines Besseren belehren lassen...

Das Reden über keltisches Brauchtum ist zwar irgendwie Mode. Aber überlegt doch mal: Die Kelten lebten vor mehr als 2000 Jahren. Es gibt keine direkten schriftlichen Hinterlassenschaften von ihnen; man weiss also sehr wenig über sie. (Auch was es mit Menhiren etc. auf sich hat weiss man nicht, alles darüber ist reine Spekulation!)

Es ist nicht anzunehmen, dass irgend ein damaliger Brauch bis heute überlebt hat. Nach der Blüte der Keltenzeit wurden sie zuerst von den Römern annektiert, schliesslich wurden sie christianisiert. Ein Brauchtum geht schnell verloren, wenn deren Sinn obsolet geworden ist. So haben auch keltische Bräuche spätestens nach der Christianisierung ihren Inhalt verloren und haben deswegen auch garantiert nicht bis heute überlebt.

Dazu möchte ich gleich noch anfügen, dass ich soeben eine Studienarbeit über Sankt Nikolaus beendet habe. Auch da hört man immer wieder, dass das Auftauchen des finsteren Nikolaus-Begleiters "keltischen" Ursprung hat. Auch hier muss wiedersprochen werden! Niemand hat dies je auch nur annähernd belegen können. Warum sich die Menschen vor der viel, viel näher liegenden Erklärung dafür die Augen verschliessen ist mir schleierhaft. Ganz einfach wird im furchterregenden Begleiter das "Böse" in der Welt dargestellt, das "Gute" wird von der Sankt Nikolaus vertreten (der das "Böse" unter der Knute hat).

Nach diesem Abschweifen zurück zu Halloween: Keine keltischen Wurzeln. Nein. Viel eher wird ganz, ganz einfach um diesen Termin der Toten gedacht. Ja. Und wie kann man Tote denn darstellen? Und wie, das Gefühl, das man beim Gedanken an den vielleicht Tod hat? – Mit Masken, mit Gespenstern usw. – Das alles ist Volksbrauchtum mit eindeutig christlichen Wurzeln. Doch durch das immer weitere Ablösen des Volksbrautums von seinem religiösen Ursprung, stehen ihm Tür und Tor offen für dessen individuelle Interpretation.

Dies geschieht sowohl bei Allerheiligen und Halloween als auch bei Sankt Nikolaus und dem Weihnachtsmann.

 

Besten Gruss

Ziska

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Halloween ist nur eine Modeerscheinung aus dem Amiland, um Kommerz auszuschlagen.

 

Naja, immerhin macht es den Kindern Spaß, verkleidet durch die Straßen zu ziehen. Also...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beitrag wurde von mir bearbeitet und Kamelot daruf hingewiesen,dass dieses Board nur für Katholiken ist!

Edited by Moni
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Liebe Ziska, das ist ja eine sehr gewagte These. Bisher habe ich immer nur gehört (auch an der Universität), dass viele christlichen Feste, auch Wallfahrtsorte Christianisierungen heidnischer Bräuche sind. Das wirst du doch yohl nicht bestreiten. Ich bin kein Archäologe, aber die These, dass wir überhaupt nichts von den Kelten wissen und dass nichts mehr aus dieser Zeit übrig ist, scheint mir doch etwas gewagt. Oder kannst du das wissenschaftlich belegen. Derjenige, der sich gegen den wissenschaftlichen Mainstream stellt, hat die Beweislast, nicht umgekehrt.

 

Zurück zu Halloween: In der Encyclopedia Americana steht:

"Bestandteile der mit Halloween verbundenen Bräuche gehen auf eine Zeremonie der Druiden aus vorchristlicher Zeit zurück. Die Kelten hatten Feiern für zwei Hauptgottheiten - eine für den Sonnengott und eine für den Gott der Toten (Samhain genannt), dessen Feier am

1. November begangen wurde, am Anfang des keltischen neuen Jahres. Die Totenfeier wurde allmählich in das christliche Ritual aufgenommen" (1977, Bd. 13, S. 725).

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Soeben hat ein Kommentator im Luxemburgischen Fernsehen etwas sarkastisch darauf hingewiesen:

 

Jetzt haben die Amerikaner Halloween erfolgreich nach Europa exportiert, und jetzt müssen sie aus Europa wieder Allerseelen importieren, zum Gedenken der vielen ihrer Kriegstoten...

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Zurück zu Halloween: In der Encyclopedia Americana steht:

"Bestandteile der mit Halloween verbundenen Bräuche gehen auf eine Zeremonie der Druiden aus vorchristlicher Zeit zurück. Die Kelten hatten Feiern für zwei Hauptgottheiten - eine für den Sonnengott und eine für den Gott der Toten (Samhain genannt), dessen Feier am

1. November begangen wurde, am Anfang des keltischen neuen Jahres. Die Totenfeier wurde allmählich in das christliche Ritual aufgenommen" (1977, Bd. 13, S. 725).

Hallo Orier

Nun gut, gerne würde ich meine These jetzt belegen können. Aber die Bücher sind schon lange wieder zurück in der Bibliothek. Ich habe mich vor zwei, drei Jahren ein weinig dafür interessiert, was es mit den Kelten denn so auf sich hat. Und da entstand meine These. Ich kann mich aber nur allzugut erinnern, dass für nur ganz weniges Belege existieren. Deshalb stelle ich mich in meiner These nicht gegen die Wissenschaft. Sondern gegen Gerüchte! Auch wenn es bei Kelten ein Totenfest am 1. November gegeben hat; kannst du mir sagen, wann das war?? Der Zeitfaktor darfst du gerade in sachen Volksbrauchtum nicht vergessen. Angenommen, das Samhain ist für vor z.B.1000 Jahren belegt. Kannst du dir wirklich ernsthaft vorstellen, dass ein Brauchtum, dazu ohne jegliche unterstützende oder bewahrende Institution oder gemeinschaftliche Überlieferung, also sozusagen im Untergrund, tausend Jahre geschlummert hat um plötzlich wieder in alter Frische und mit ungeheurem Selbstbewusstsein dasteht? Selbst deine Quelle besagt ja, dass das Fest in das christliche Ritual aufgenommen wurde – faktisch bedeutet dies, dass es nicht mehr existiert.

(Und rein "an Tote denken" ist wohl einfach menschlich und nicht spezifisch keltisch.)

 

Gruss

Ziska

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Vor dem keltischen Sanuinfest (Sanhainfest, ich kenne verschiedene Bezeichnungen) habe ich Respekt. Es ist ein Kult um die Verstorbenen, wenn auch gewiss kein christlicher.

Hallo Mecky, hallo Orier

Dass Halloween etwas mit irgendwas keltischem zu tun hat ist überhaupt nicht belegt! – Oder wisst ihr genaueres? In diesem Fall würde ich mich selbstverständlich eines Besseren belehren lassen...

Das Reden über keltisches Brauchtum ist zwar irgendwie Mode. Aber überlegt doch mal: Die Kelten lebten vor mehr als 2000 Jahren. Es gibt keine direkten schriftlichen Hinterlassenschaften von ihnen; man weiss also sehr wenig über sie. (Auch was es mit Menhiren etc. auf sich hat weiss man nicht, alles darüber ist reine Spekulation!)

Es ist nicht anzunehmen, dass irgend ein damaliger Brauch bis heute überlebt hat. Nach der Blüte der Keltenzeit wurden sie zuerst von den Römern annektiert, schliesslich wurden sie christianisiert. Ein Brauchtum geht schnell verloren, wenn deren Sinn obsolet geworden ist. So haben auch keltische Bräuche spätestens nach der Christianisierung ihren Inhalt verloren und haben deswegen auch garantiert nicht bis heute überlebt.

Dazu möchte ich gleich noch anfügen, dass ich soeben eine Studienarbeit über Sankt Nikolaus beendet habe. Auch da hört man immer wieder, dass das Auftauchen des finsteren Nikolaus-Begleiters "keltischen" Ursprung hat. Auch hier muss wiedersprochen werden! Niemand hat dies je auch nur annähernd belegen können. Warum sich die Menschen vor der viel, viel näher liegenden Erklärung dafür die Augen verschliessen ist mir schleierhaft. Ganz einfach wird im furchterregenden Begleiter das "Böse" in der Welt dargestellt, das "Gute" wird von der Sankt Nikolaus vertreten (der das "Böse" unter der Knute hat).

Nach diesem Abschweifen zurück zu Halloween: Keine keltischen Wurzeln. Nein. Viel eher wird ganz, ganz einfach um diesen Termin der Toten gedacht. Ja. Und wie kann man Tote denn darstellen? Und wie, das Gefühl, das man beim Gedanken an den vielleicht Tod hat? – Mit Masken, mit Gespenstern usw. – Das alles ist Volksbrauchtum mit eindeutig christlichen Wurzeln. Doch durch das immer weitere Ablösen des Volksbrautums von seinem religiösen Ursprung, stehen ihm Tür und Tor offen für dessen individuelle Interpretation.

Dies geschieht sowohl bei Allerheiligen und Halloween als auch bei Sankt Nikolaus und dem Weihnachtsmann.

 

Besten Gruss

Ziska

Dir ist vielleicht nicht bewußt, daß es heute noch Kelten gibt, und zwar in Schottland, Wales und Irland. Das keltische Irisch wurde noch vor 100 Jahren in ganz Irland gesprochen, dann aber durch die Aushungerungsaktionen der Briten auf den äußersten Westküstenstreifen der Insel verdrängt. Auch die französische Sprache ist - einfach gesprochen - dadurch enstanden, daß die ungebildete Landbevölkerung das Latein auf (spät)gallische Art gesprochen hat (das Frühgallische war strukturell dem Latein sehr ähnlich).

Übrigens hat sich in Irland viel keltisches Brauchtum erhalten.

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Dir ist vielleicht nicht bewußt, daß es heute noch Kelten gibt, und zwar in Schottland, Wales und Irland. Das keltische Irisch wurde noch vor 100 Jahren in ganz Irland gesprochen, dann aber durch die Aushungerungsaktionen der Briten auf den äußersten Westküstenstreifen der Insel verdrängt. Auch die französische Sprache ist - einfach gesprochen - dadurch enstanden, daß die ungebildete Landbevölkerung das Latein auf (spät)gallische Art gesprochen hat (das Frühgallische war strukturell dem Latein sehr ähnlich).

Übrigens hat sich in Irland viel keltisches Brauchtum erhalten.

Hallo dr-esperanto

Ich bin auch Keltin. Meine Stammväter waren Helvetier. Ich bin Helvetierin, Keltin. Unsere Sprache ist auch erhalten... :blink:

 

Gruss

Ziska

Edited by ziska
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Hallo Orier,

 

normalerweise, sollte man es wie in der alten Urzeit machen. Wenn irgendwo Volksfeste und Bräuche entstehen, dies mit einem christlichen Sinn verbinden, und das Fest im christlichen Sinne feiern. Auf diese Weise sind viele christliche Feste entstanden, die eine religiöse Bedeutung haben. Man sieht das in Spanien, wo fast so gut wie alle Volksfeste gleichzeitig religiöse Feste sind.

 

Nur in Deutschland wird eine strikte Trennung zwischen dem Staat und der Kirche, um nicht zu sagen, daß die Trennung zwischen "Leben" und Religion stärker betonnt wird.

 

Eine gewisse kritische Haltung zu bestimmten Symbiosen sollte man dennoch behalten.

 

Wäre ich in Amerika, würde ich auch Halloween feiern, aber auch in die Kirche gehen. Vielleicht auch die Maskerade in die Kirche mit hinein tragen. Der Nachteil würde sich daraus ergeben, ob nicht das Motiv von Allerheiligen durch Halloween verdrängt wird. In Deutschland findet das immer mehr Mode, was unverständlich ist, da es bei uns zu einem anderen Tag Fasching gibt. Von daher sehe ich Halloween in Deutschland als nur reine Geldmacherei an.

 

Grüße, Carlos

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Wir erleben eine Karnavalisierung unserer Existenz. War Fasching früher eine Klammer in unserem Alltag, d.h. auf eine bestimmte Periode begrenzt, ist mittlerweile das ganze Jahr über Fasching. Man siehe nur mal einen Tag lang fern. Sogar die Nachrichtensendungen sind heute zu einem grossen Teil Unterhaltungssendungen (Infotainment). Ganz zu schweigen von den Talkshows, Gerichtssendungen usw. Und diese Karnavalisierung hat sich auch schon in der Kirche (auch in Rom) breitgemacht. Es haben nur noch die Massenveranstaltungen Erfolg (Feiern zum Heiligen Jahr, Seligsprechung von Mutter Theresa, Weltjugendtage, Santiago de )Compostella, ...).

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Das stimmt! Es gibt Typen, für die ist das ganze Jahr über Karneval....

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Dir ist vielleicht nicht bewußt, daß es heute noch Kelten gibt, und zwar in Schottland, Wales und Irland. Das keltische Irisch wurde noch vor 100 Jahren in ganz Irland gesprochen, dann aber durch die Aushungerungsaktionen der Briten auf den äußersten Westküstenstreifen der Insel verdrängt. Auch die französische Sprache ist - einfach gesprochen - dadurch enstanden, daß die ungebildete Landbevölkerung das Latein auf (spät)gallische Art gesprochen hat (das Frühgallische war strukturell dem Latein sehr ähnlich).

Übrigens hat sich in Irland viel keltisches Brauchtum erhalten.

Hallo dr-esperanto

Ich bin auch Keltin. Meine Stammväter waren Helvetier. Ich bin Helvetierin, Keltin. Unsere Sprache ist auch erhalten... :blink:

 

Gruss

Ziska

Bist du Schweizerin?

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