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Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes ...?


Justin Cognito
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Justin Cognito

Eine kleine Erfahrung vom heutigen Tag. Meine Freundin arbeitet in der Behindertenhilfe bei der evangelischen Diakonie. Heute war dort das Jahresfest. Ich bin mit ihr mitgefahren und hab auch am Gottesdienst teilgenommen. Der Gottesdienst hat mir sehr gut gefallen und war wieder erstaunt wie ähnlich er im Vergleich zu unseren katholischen Gottesdiensten abgelaufen ist. Ich hab mich in der Liturgie jedenfalls zu Hause gefühlt: derselbe Aufbau, dieselben Grund-Gebete (Kyrie, Glaubensbekenntnis, Vater Unser, viele Antworten), dieselben Lieder, das gleiche Evangelium, derselbe Einsetzungsbericht.

 

Bei der Austeilung der Kommunion dann eine schwierige Situation. Die Hostien wurden zu unseren Plätzen gebracht (wahrscheinlich auch wegen der vielen Gehbehinderten). Eine evangelische Ordensfrau kommt auf mich zu, hält eine Hostie hoch und und sagt: Der Leib Christi!.

 

So: Wie sollte ich mich verhalten? Im Augenblick hätte ich am liebsten "Amen" gesagt und kommuniziert. Ich muss gestehen innerlich hätte das für mich in dieser Situation wirklich gepasst. Aber ich weiß natürlich dass ich das nicht darf. Das hab ich ihr schließlich auch gesagt. Aber innerlich befriedigend war das für mich wirklich nicht. Ich hatte und habe das Gefühl dass ich eine Einladung ausgeschlagen habe, die letztlich nicht von der Ordensfrau, nicht von der evangelischen Kirche sondern von Christus ausgegangen ist.

 

Natürlich ist mir klar, dass es Sinn hat sich an Vorgaben zu halten und mit denjenigen Katholikinnen und Katholiken solidarisch zu sein die sich auch daran halten (müssen). Aber leicht ist es wirklich nicht. Ich hoffe wirklich dass sich in der Frage der Mahlgemeinschaft bald eine Möglichkeit jenseits von Verboten und Vorschriften findet.

Edited by Christoph Lauermann
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Ich finde deine Entscheidung im Grunde richtig. Vertretbar hätte ich aber auch gehalten, mit einem Stoßgebet die Hostie zu nehmen, um der austeilenden Diakonisse keinen Abschlag zu machen. Ganz befriedigend ist keine Lösung, so leiden wir halt unter der Teilung. Grüße, KAM

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wolfgang E.
Eine kleine Erfahrung vom heutigen Tag. Meine Freundin arbeitet in der Behindertenhilfe bei der evangelischen Diakonie. Heute war dort das Jahresfest. Ich bin mit ihr mitgefahren und hab auch am Gottesdienst teilgenommen. Der Gottesdienst hat mir sehr gut gefallen und war wieder erstaunt wie ähnlich er im Vergleich zu unseren katholischen Gottesdiensten abgelaufen ist. Ich hab mich in der Liturgie jedenfalls zu Hause gefühlt: derselbe Aufbau, dieselben Grund-Gebete (Kyrie, Glaubensbekenntnis, Vater Unser, viele Antworten), dieselben Lieder, das gleiche Evangelium, derselbe Einsetzungsbericht.

 

Bei der Austeilung der Kommunion dann eine schwierige Situation. Die Hostien wurden zu unseren Plätzen gebracht (wahrscheinlich auch wegen der vielen Gehbehinderten). Eine evangelische Ordensfrau kommt auf mich zu, hält eine Hostie hoch und und sagt: Der Leib Christi!.

 

So: Wie sollte ich mich verhalten? Im Augenblick hätte ich am liebsten "Amen" gesagt und kommuniziert. Ich muss gestehen innerlich hätte das für mich in dieser Situation wirklich gepasst. Aber ich weiß natürlich dass ich das nicht darf. Das hab ich ihr schließlich auch gesagt. Aber innerlich befriedigend war das für mich wirklich nicht. Ich hatte und habe das Gefühl dass ich eine Einladung ausgeschlagen habe, die letztlich nicht von der Ordensfrau, nicht von der evangelischen Kirche sondern von Christus ausgegangen ist.

 

Natürlich ist mir klar, dass es Sinn hat sich an Vorgaben zu halten und mit denjenigen Katholikinnen und Katholiken solidarisch zu sein die sich auch daran halten (müssen). Aber leicht ist es wirklich nicht. Ich hoffe wirklich dass sich in der Frage der Mahlgemeinschaft bald eine Möglichkeit jenseits von Verboten und Vorschriften findet.

Offen gestanden kann ich Deine Skrupel nichganz nachvollziehen, denn entweder ist es nur gesegntets Brot, warum sollst Du es dann nicht nehmen oder es ist tatsaechlich der Leib Christi - warum sollst Di ihn dann nicht nehmen.

 

Ich habe vorgestern schon im "Patenthread" geschrieben, dass wir Katholiken doch nicht glauben werden, dass unsere evangelischen Geschwister seit 500 Jahren nur eine bessere Jause veranstalten. (Dies meint sogar ein poster von kath.net.)

Ich halte auch folgenden Fundstelle fuer wichtig:

Viele wissen auch, daß Luther lebenslang für den Glauben an die Gegenwart des Leibes und Blutes Christi im Brot und Wein des Heiligen Abendmahles eingetreten ist und diesen Glauben besonders in den letzten Jahren verteidigt hat. Nur wenige wissen jedoch auch etwas über seine Frömmigkeit beim Heiligen Abendmahl.

 

Tatsache ist, daß Luther diese Fragen nicht nur als Theologe, sondern auch in seiner persönlichen Frömmigkeit sehr ernst nahm. Mit heiliger Ehrfurcht feierte er - wie vielfach bezeugt ist - das Sakrament.

http://www.luther-in-bs.de/lutherabendm.htm

 

Aber selbstverstaendlich ist Deine Gewissensentscheidung in jedem Fall zu respektieren

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Prinzderzweite

Ich wüßte auch nicht, warum sich ein Katholik einen Zacken aus der Krone brechen sollte, wenn er mit evangelischen Christen das Abendmahl feiert. Jeder Mensch trinkt auch Wein und isst Brot in geselliger Runde, ohne sich dabei etwas Schlimmes zu denken. Nichts anderes ist es, wenn man in einer evangelischen Kirche am Abendmahl teilnimmt. Umgekehrt ist dies vielleicht ein größeres Problem.

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Ich wüßte auch nicht, warum sich ein Katholik einen Zacken aus der Krone brechen sollte, wenn er mit evangelischen Christen das Abendmahl feiert. Jeder Mensch trinkt auch Wein und isst Brot in geselliger Runde, ohne sich dabei etwas Schlimmes zu denken. Nichts anderes ist es, wenn man in einer evangelischen Kirche am Abendmahl teilnimmt.

Das weißt aber nur Du. Die Evangelischen denken hingegen, dass sie wirklich den Leib Christi empfangen, weil sie nicht begriffen haben, dass dafür die römische Weihe erforderlich ist und ohne diese nichts gewandelt wird. Du kannst doch nicht guten Gewissens einen Keks essen, der Dir mit den Worten "der Leib Christi" gereicht wird.

Umgekehrt ist dies vielleicht ein größeres Problem.

Und zwar was für eines?

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Prinzderzweite

:lol: Klar esse ich auch'n Keks, wenn andere davon überzeugt sind, dass es der Leib Christi sei. Für mich isses dann halt nur ein Keks. Und? Wo ist das Problem? Wenn wiederum andere einen Baum für heilig halten, kann ich mich doch trotzdem druntersetzen.

 

QUOTE 

Umgekehrt ist dies vielleicht ein größeres Problem.

 

 

Und zwar was für eines?

 

Ein verzauberter Keks?

Edited by Prinzderzweite
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Eine kleine Erfahrung vom heutigen Tag. Meine Freundin arbeitet in der Behindertenhilfe bei der evangelischen Diakonie. Heute war dort das Jahresfest. Ich bin mit ihr mitgefahren und hab auch am Gottesdienst teilgenommen. Der Gottesdienst hat mir sehr gut gefallen und war wieder erstaunt wie ähnlich er im Vergleich zu unseren katholischen Gottesdiensten abgelaufen ist. Ich hab mich in der Liturgie jedenfalls zu Hause gefühlt: derselbe Aufbau, dieselben Grund-Gebete (Kyrie, Glaubensbekenntnis, Vater Unser, viele Antworten), dieselben Lieder, das gleiche Evangelium, derselbe Einsetzungsbericht.

 

Bei der Austeilung der Kommunion dann eine schwierige Situation. Die Hostien wurden zu unseren Plätzen gebracht (wahrscheinlich auch wegen der vielen Gehbehinderten). Eine evangelische Ordensfrau kommt auf mich zu, hält eine Hostie hoch und und sagt: Der Leib Christi!.

 

So: Wie sollte ich mich verhalten? Im Augenblick hätte ich am liebsten "Amen" gesagt und kommuniziert. Ich muss gestehen innerlich hätte das für mich in dieser Situation wirklich gepasst. Aber ich weiß natürlich dass ich das nicht darf. Das hab ich ihr schließlich auch gesagt. Aber innerlich befriedigend war das für mich wirklich nicht. Ich hatte und habe das Gefühl dass ich eine Einladung ausgeschlagen habe, die letztlich nicht von der Ordensfrau, nicht von der evangelischen Kirche sondern von Christus ausgegangen ist.

 

Natürlich ist mir klar, dass es Sinn hat sich an Vorgaben zu halten und mit denjenigen Katholikinnen und Katholiken solidarisch zu sein die sich auch daran halten (müssen). Aber leicht ist es wirklich nicht. Ich hoffe wirklich dass sich in der Frage der Mahlgemeinschaft bald eine Möglichkeit jenseits von Verboten und Vorschriften findet.

Es freut mich natürlich sehr, dass sich ein katholischer Christ in einem evangelischen Gottesdienst von Christus an seinen Tisch geladen fühlen kann. Und ich denke, diese Einladung vernommen zu haben, ist schon so etwas wie eine "geistige Kommunion", oder nicht?

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Justin Cognito

Ich muss sagen dass für mich der Auftrag Jesu: Tut dies zu meinem Gedächtnis! zentral ist. Und diesem Auftrag wird auch von den evangelischen Kirchen versucht zu folgen (genauso wie von unserer katholischen Kirche). In diesem Fall scheint mir ist auch das Bewusstsein vom tatsächlichen Leib Christi den wir "durch den Mund empfangen" (wie Luther schrieb) gleich. Der Gedanke nur an einer "Jause" teilzunehmen kommt mir in diesem Zusammenhang vollkommen absurd vor.

 

Was mich abgehalten hat ist nicht mein Skrupel die Hostie zu empfangen, sondern mein "Gehorsam" gegenüber der Kirche. Dass ich in dieser Frage nicht wissentlich meine Meinung über die Meinung der katholischen Kirchenleitung stellen wollte. Aber ich hoffe, dass es unserer Kirche gelingt einen Weg zu finden der es ermöglicht mit evangelischen Christen und Christinnen nicht nur ein gemeinsames Sakrament der Taufe zu haben, sondern auch eine Mahlgemeinschaft am Tisch des Herrn. Von evangelischer Seite gibt es in dieser Frage weniger Bedenken (wie mir scheint) ...

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:lol: Klar esse ich auch'n Keks, wenn andere davon überzeugt sind, dass es der Leib Christi sei.

Wenn Du davon überzeugt bist, dass die Evangelischen einem Irrglauben unterliegen, dann solltest Du sie darin nicht bestätigen, sondern durch Deine Nichtteilnahme bezeugen, dass für das, was sie wollen, ein römisch geweihter Priester nötig ist.

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Prinzderzweite

Warum? Soll ich jetzt gegen Protestanten demonstrieren? Ist das ein Boykottaufruf? Dann ist es albern.

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Jeder Mensch trinkt auch Wein und isst Brot in geselliger Runde, ohne sich dabei etwas Schlimmes zu denken. Nichts anderes ist es, wenn man in einer evangelischen Kirche am Abendmahl teilnimmt. Umgekehrt ist dies vielleicht ein größeres Problem.

Ich finde diese Art der Darstellung einfach schlimm und unchristlich.

Unsere evangelischen Mitchristen haben gegenüber diesem Sakrament eine solch große Hochachtung entwickelt, dass sie sich scheuen, es zu oft zu feiern.

(Dazu muss noch keine katholische Gegenargumentation erfolgen!)

Die katholische Lehre degradiert das evangelische Abendmahl keinesfalls zu einer beliebigen Party mit Brot und Wein....... sondern spricht natürlich mit Hochachtung darüber.

Der Ton, mit dem hier teilweise über das evangelische Abendmahl gesprochen wird, macht dem Zeitalter der Gegenreformation alle Ehre ........ würde unserem Papst allerdings bestimmt die Schamröte ins Gesicht steigen lassen.

Noch blicken Katholiken und evangelische Christen mit unterschiedlichem Blick auf Jesu Testament .... und praktizieren es unterschiedlich.

Diese unterschiedliche Sichtweise und Erklärungsart und Verstehensweise möge doch bitte einmal bedacht werden. Die frömmst klingenden Beschreibungen sind meist wenig hilfreich .........

"Objektiv" ist zu diesem Thema wenig zu sagen ........ es gibt keine "Konsekrationsgewalt, die durch die Priesterweihe übertragen wird".

Ob eben geweihter Jungpriester oder Papst - jeder betet: "Sende deinen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie, damit sie uns werden Leib und Blut deines Sohnes , unseres Herrn Jesus Christus." Es ist also eine flehendliche Bitte ............... und ich vertraue darauf, dass sie erhört wird ...... nicht mehr und nicht weniger.............

DAS glaube ich ........... verwehre allerdings dem heiligen Geist nicht, auch in einem evangelischen Gottesdienst mit Abendmahl das gleiche zu vollbringen. Doch darüber mache ich mir keine Gedanken..........

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Prinzderzweite

Deshalb brauchst Du ja auch nicht in eine evangelische Kirche gehen, wenn es Dir nicht danach ist. Aber ich sehe keinen Grund, dies anderen vorzuschreiben. Wer dennoch für Ökumene und Verständigung ist, der zeigt dies durch freundliche Gesten. Zum Beispiel, indem er am Abendmahl teilnimmt, da sich dadurch niemand versündigt, sondern seinen guten Willen zeigt. Wer diesen guten Willen nicht zeigen möchte und lieber über seine Glaubensbrüder urteilt, anstatt einen Schritt auf sie zu zu gehen, dem könnte man unter Umständen vorwerfen, dass er die Feindschaft, statt die Verständigung sucht. So jedenfalls wirkt Dein bemühter Aufsatz auf mich.

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Noch blicken Katholiken und evangelische Christen mit unterschiedlichem Blick auf Jesu Testament .... und praktizieren es unterschiedlich.

Diese unterschiedliche Sichtweise und Erklärungsart und Verstehensweise möge doch bitte einmal bedacht werden.

Wo siehst Du die Hauptunterschiede?

verwehre allerdings dem heiligen Geist nicht, auch in einem evangelischen Gottesdienst mit Abendmahl das gleiche zu vollbringen. Doch darüber mache ich mir keine Gedanken..........

Warum nicht?

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Justin Cognito

Ich möchte jetzt nicht über Transsubstantiation oder Konsubstantiation oder symbolische Präsenz diskutieren .... diese Frage ist sicher sehr wichtig, aber sie setzt für mich im "ersten Stock" des Glaubensgebäudes ein. Im Erdgeschoß ist der Auftrag bzw. die Einladung Christi "Tut dies zu meinem Gedächtnis". Dieser Auftrag wird in den evangelischen Kirchen genauso gehört wie in den orthodoxen oder in unserer katholischen Kirche.

 

Wenn nun in den verschiedenen Kirchen diesem Autrag versucht wird zu folgen, so ist der Einladende Christus selbst, der sein Leben hingegeben hat und von dem dieser Auftrag stammt. Dieses Bewusstsein wäre vielleicht eine Basis auf der es möglich wäre an der Abendmahlfeier einer anderen christlichen Kirche teilzunehmen. In erster Linie ging es dann nicht darum wie in den einzelnen Kirchen die Gegenwart Christi gedacht wird, sondern darum, dass er selbst uns einlädt ihn im Abendmahl zu begegnen sooft wir von diesem Brot essen und von diesem Wein trinken.

 

Die Unterschiede "im ersten Stock des Glaubensgebäudes" würden auf diese Weise nicht negiert oder suspendiert aber der Gemeinsame - Christus nämlich, als der Einladende - würde im Zentrum stehen.

 

Aber solange es offiziell verboten ist an einer evangelischen Abendmahlfeier teilzunehmen, werde ich mich wohl an das Verbot halten. Aber ich denke mit dem "Weiterdenken" nichts Unstatthaftes zu tun ... und vielleicht gibt es ja gerade im Jahr der Eucharistie eine Entwicklung die diese Spannung zwischen Eingeladen sein durch Christus und nicht annehmen dürfen aus Treue zur Kirche (in der Christus lebt) etwas verringert. Denn nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes ...

Edited by Christoph Lauermann
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Ich möchte jetzt nicht über Transsubstantiation oder Konsubstantiation oder symbolische Präsenz diskutieren .... diese Frage ist sicher sehr wichtig,

das ist die wichtigste Frage. Ohne ihre Klärung verkommt die Sache zum ökumenischen Kasperletheater.

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Ich möchte jetzt nicht über Transsubstantiation oder Konsubstantiation oder symbolische Präsenz diskutieren .... diese Frage ist  sicher sehr wichtig, aber sie setzt für mich im "ersten Stock" des Glaubensgebäudes ein. Im Erdgeschoß ist der Auftrag bzw. die Einladung Christi "Tut dies zu meinem Gedächtnis". Dieser Auftrag wird in den evangelischen Kirchen genauso gehört wie in den orthodoxen oder in unserer katholischen Kirche.

 

Wenn nun in den verschiedenen Kirchen diesem Autrag versucht wird zu folgen, so ist der Einladende Christus selbst, der sein Leben hingegeben hat und von dem dieser Auftrag stammt. Dieses Bewusstsein wäre vielleicht eine Basis auf der es möglich wäre an der Abendmahlfeier einer anderen christlichen Kirche teilzunehmen. In erster Linie ging es dann nicht darum wie in den einzelnen Kirchen die Gegenwart Christi gedacht wird, sondern darum, dass er selbst uns einlädt ihn im Abendmahl zu begegnen sooft wir von diesem Brot essen und von diesem Wein trinken.

 

Die Unterschiede "im ersten Stock des Glaubensgebäudes" würden auf diese Weise nicht negiert oder suspendiert aber der Gemeinsame - Christus nämlich, als der Einladende - würde im Zentrum stehen.

Das kann ich voll und ganz unterschreiben.

 

@Prinz

 

Natürlich sollen meine Einwände kein Boykottaufruf sein. Schließlich bin ich Mitglied einer Kirche, die die Leuenberger Konkordie unterzeichnet hat und stehe auch selber voll dahinter. Will heißen: die Einladung zur Teilnahme an Abendmahl/Eucharistie gilt nicht nur denen, deren Bekenntnis zu 100% mit dem eigenen übereinstimmt.

Doch habe ich im Laufe der Zeit (gerade auch durch Gespräche hier im Forum) Verständnis für die Gefühle römisch-katholischer Christen entwickelt, die einfach nicht möchten, dass jemand bei der Kommunion neben ihnen steht, der nur einen Keks zu essen glaubt, während er doch, ebenso wie sie, den Leib Christi empfängt. Diesen Respekt fordere ich nun eben auch von Katholiken ein.

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Hallo Christoph,

 

Ich muss sagen dass für mich der Auftrag Jesu: Tut dies zu meinem Gedächtnis! zentral ist.

Eben nicht!

 

Maßgebend und allein entscheidend ist, was JESUS CHRISTUS in Johannes 6,48-62 lehrt:

  • ·48 ICH bin das BROT des Lebens.
     
    ·49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.
     
    ·50 Dies ist das BROT, das vom Himmel kommt, damit, wer davon ißt, nicht sterbe.
     
    ·51 ICH bin das lebendige BROT, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem BROT ißt, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses BROT ist MEIN FLEISCH, das ICH geben werde für das Leben der Welt.
     
    ·52 Da stritten die Juden untereinander und sagten: Wie kann DER uns SEIN Fleisch zu essen geben?
     
    ·53 JESUS sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ICH sage euch: Wenn ihr nicht das FLEISCH des MENSCHENSOHNS eßt und SEIN BLUT trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.
     
    ·54 Wer MEIN FLEISCH ißt und MEIN BLUT trinkt, der hat das ewige Leben, und ICH werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.
     
    ·55 Denn MEIN FLEISCH ist die wahre Speise, und MEIN BLUT ist der wahre Trank.
     
    ·56 Wer MEIN FLEISCH ißt und MEIN BLUT trinkt, der bleibt in MIR und ICH in ihm.
     
    ·57 Wie MICH der lebendige VATER gesandt hat und ICH lebe um des VATERS willen, so wird auch, wer MICH ißt, leben um meinetwillen.
     
    ·58 Dies ist das BROT , das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies BROT ißt, der wird leben in Ewigkeit.
     
    ·59 Das sagte ER in der Synagoge, als ER in Kapernaum lehrte.
    ·60 Viele nun SEINER Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören?
     
    ·61 Da JESUS aber bei SICH selbst merkte, daß SEINE Jünger darüber murrten, sprach ER zu ihnen: Ärgert euch das?
     
    ·62 Wie, wenn ihr nun sehen werdet den MENSCHENSOHN auffahren dahin, wo er zuvor war?

beleidigende Äußerungen über Protestanten entfernt.

- Katholiken dagegen, sind der Auffassung: "Was wir an der Lehre JESU nicht mit Vernunft verstehen können das halten wir - auf SEIN Wort hin - dennoch für wahr."

 

Man merkt es an Vielem:

Die Hostien wurden zu unseren Plätzen gebracht (wahrscheinlich auch wegen der vielen Gehbehinderten). Eine evangelische Ordensfrau kommt auf mich zu, hält eine Hostie hoch und und sagt: Der Leib Christi!.
.

Ist es wirklich der LEIB CHRISTI?

beleidigende Äußerungen über Protestanten entfernt.

Hat nicht der Heilige Paulus in seinem 1.Brief an die Korinther 11,27-29 gewarnt:

  • ·27 Wer nun unwürdig von dem BROT ißt oder aus dem KELCH des HERRN trinkt, der wird schuldig sein am LEIB und BLUT des HERRN.
    ·28 Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem BROT und trinke aus diesem KELCH.
    ·29 Denn wer so ißt und trinkt, daß er den LEIB des HERRN nicht achtet, der ißt und trinkt sich selber zum Gericht.

beleidigende Äußerungen über Protestanten entfernt.

Der Schluß ist unabweisbar:

Den Protestanten sind Brot und Wein nur symbolisch LEIB und BLUT des HERRN.

 

Du wirst verstehen:

beleidigende Äußerungen über Protestanten entfernt.

Eine "Mahlgemeinschaft" kann es nicht geben weil sich das Verständnis von Abendmahl und Eucharistie völlig widersprechen.

 

 

 

Gruß

josef

Edited by ThomasBloemer
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Wenn du so pauschal von den Protestanten sprichst, von ihrer mangelnden Ehrfurcht, ihren Bräuchen, zeigt das mir eigentlich, dass du dich mit ihnen nie differenziert befasst hast.

 

Und wenn du sagst, dass nur eine Stelle in der Bibel dafür wichtig ist, gehst du eigentlich keinen "katholischen" Weg. Es müssen immer alle betreffenden Stellen betrachtet werden und das "sowohl als auch" gilt im Hinblick auf Gott als richtig und nicht das "entweder oder".

Edited by Elima
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Naja josef, übertreib mal nicht mit dem hinknien. Steht in den Evangelien dass sich die Jünger hingekniet haben beim letzten Abednmahl?

 

beleidigende Äußerungen über Protestanten entfernt.

 

Ausserdem: Auch dort (beim Abendmahl) ging Leib und Blut rundherrum... auch Gotteslästerung?

Edited by ThomasBloemer
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Ich habe die Beleidigungen von Josef gegen Protestanten und die unwahre Darstellung des Abendmahlsverständnisss editiert. Ich bitte entsprechend der Lehre der katholischen Kirche darum, das Thema zu diskutieren, ohne den Glauben unserer evangelischen Geschwister im Herrn zu verunglimpfen.

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Hallo Thomas,

 

beleidigende Äußerungen über Protestanten entfernt.

Damit hast Du die Wahrheit über protestantisches "Abendmahl" abgewürgt.

 

Müßig.

Wer vor der Wahrheit die Tür zuschlägt dem kommt sie durchs Fenster.

 

 

 

Gruß

josef

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josef, geh lieber mal bitte auf die Fragen ein, dann kommen wir alle (du auch) vielleicht zu einem klareren Bild.

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Damit hast Du die Wahrheit über protestantisches "Abendmahl" abgewürgt.

Nein, ich habe Deine Lügen beseitigt. Und kulanterweise von einer Verwarnung abgesehen.

 

Zur Beleidigung von Religionsgemeinschaften und ihren Gläubigen gibt es hier die Arena.

 

in den GG hat so etwas keinen Platz.

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Was mich abgehalten hat ist nicht mein Skrupel die Hostie zu empfangen, sondern mein "Gehorsam" gegenüber der Kirche.

Solange dieser Gehorsam nicht die Treue zu Christus bricht...

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Nein, ich habe Deine Lügen beseitigt.

gemach, gemach, lieber Thomas. Bitte leg doch mal dar, wo Josef gelogen haben sollte. Ich bin nicht Deiner Meinung und möchte doch sehr gerne mal wissen, wo ich mich irre!

Gruß

Erich

PS: Wo warst Du, als ich Dich brauchte??? :lol:

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