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Geschrieben
vor 57 Minuten schrieb Wunibald:

"Die Herkunft ist ungewiss. am Besten ist wohl der Anschlus (ausgehend von ie. (=indoeuropäisch) *yrststi-) im Sinne von ('Gedrehtes'an ie. *yurt- 'drehen, wenden', Dentalerweiterungder Wurzel ie. *yer- drehen, biegen. Möglich ist ferner die Auffassung des Subjektivs als 'Durcheinandergemengtes, Gemengsel' und Zusammenhang mit wirr, wirren, das (wenngleich unsicher) zu ie. *yers- gestellt werden kann. In jedem Fall handelt es sich bei germ. *wurtsi- um eine schwundstufige Bildung mit (s)ti-Suffix."

 

Somit sind auch bei mir alle Klarheiten beseitigt und es führt zur Definition, dass sich in den Würsten allerlei dubiosen, wirres Gemengsel findet. So lautet auch der alte Spruch "Sagt der Metzger zum Lehrbuam, kehr die Wurstküch zamm, mir miassn no an Pressack machen.

 

Abschließen will ich die tiefschürfenden Ausführungen mit der philosophschen Qintessenz: 

Der Magen einer Sau, die Gedanken einer Frau und der Inhalt einer Wurscht bleiben ewig unerfurscht.

Womit sich allerdings auch "durchwursteln" und "Gewurstel" erklärt.

 

Allerdings würde ich den Bezug zum Metzgereierzeugnis eher über die Herstellungstechnik als über die Ingredienzien ziehen. Soweit ich weiß, wird das Brät doch in den Darm gepresst und dann wird in regelmäßigen Abständen "abgedreht". Was ich durchaus als "Wurstelei" bezeichnen würde. 🤔

Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb Wunibald:

Somit sind auch bei mir alle Klarheiten beseitigt

 

Bei mir auch. Wie wird ein y- zum w-?

 

(So zufällig: Im Hebräischen passiert das Umgekehrte, yalad = gebären entspricht Arabisch walad. w- ist der usprüngliche Laut, weil 1. Arabisch konservativer ist und 2. viele Verbformen von Wurzeln, die mit y- anfangen, nur zu erklären sind, wenn man von einem ursprünglichen w- ausgeht.)

 

Die eigentliche Frage ist: Gibt es Parallelen dafür, dass indogermanisch y- zu urgermanisch w- wird?

Geschrieben

Das was ich als Laie ohne Vorkenntnisse als y gelesen habe ist, als ich es jetzt mit einer guten Lupe untersucht habe ein u unter dem sich ein nach unten offener Bogen befindet. Unter dem r befindet sich auch noch ein Punkt. 

 

Domingo, magst du bitte so nett sein und mir mitteilen, wo ich nähere Informationen finde, wie ein interessierter Laie sich mit diesen Sonderzeichen vertraut machen kann.

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Wunibald:

Das was ich als Laie ohne Vorkenntnisse als y gelesen habe ist, als ich es jetzt mit einer guten Lupe untersucht habe ein u unter dem sich ein nach unten offener Bogen befindet.

 

Dann ist alles klar.

 

vor 6 Stunden schrieb Wunibald:

Unter dem r befindet sich auch noch ein Punkt.

 

Ich weiß nicht, was das bedeutet.

 

vor 6 Stunden schrieb Wunibald:

Domingo, magst du bitte so nett sein und mir mitteilen, wo ich nähere Informationen finde, wie ein interessierter Laie sich mit diesen Sonderzeichen vertraut machen kann.

 

Ich google es gerade, es ist aber schwerz, etwas Brauchbares zu finden. 

Geschrieben
Am 17.8.2025 um 10:16 schrieb Wunibald:

Es ist mir gelungen, den Pfeiffer - Etymologisches Wörterbuch des Deutschen in drei Bänden gebraucht als ausgeschiedenes Exempla der Unibibliothek Leipzig zu erwerben.

 

Glückwunsch!
 

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