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Was liest du?


Tirunesh

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mn1217

Wenn wir schon dabei sind:

 

Er stand auf einem Sack voll Linsen und schaute mit vergnügtem Grinsen auf zehn belegte Brötchen hin.

" Dies alles ist mir viel zu wenig", sprach er zu Ägyptens König, " gesteh',dass ich gefrässig bin"

 

Zu Dyonis, dem Tyrannen, schlich Damon ,den Dolch im Gewande. Ihn schlugen die Häscher in Bande.

" Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!"

" Kartoffeln schälen,verstehst du mich?"

 

Sorry,ich kann nix für meine Familie ...

Ich war immer ziemlich gut in Deutsch. Die Sache mit der Brücke am Tay war der Kopierer!

( Näheres auf Anfrage)

Edited by mn1217
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Marcellinus

Wer wagt es, Knappersmann oder Ritt, zu tauchen in diesen Schitt? Wagt es denn keiner von euch allen? Mir ist die Uhr in die Scheyße gefallen! :D

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Spadafora

ich höre gerade die Hoffnung Chani Kaufman
https://www.diogenes.ch/leser/titel/eve-harris/die-hoffnung-der-chani-kaufman-9783257072556.html
man sollte bevor man das liest auf alle Fälle den Vorgänger Roman gelesen haben 

https://www.diogenes.ch/leser/titel/eve-harris/die-hochzeit-der-chani-kaufman-9783257244304.html

eine durchaus humorvolle Schilderung der Probleme eines jungen Paares in einer Chassidischen Gemeinde
weit aus besser als das vor Jahren überall angepriesene Buch "unorthodox" das ist aber auch ganz etwas anderes das weiß ich schon

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Wunibald

Aus der Leseprobe zu Ludwig Hirschfeld, Wien: Iss gut und bleib schlank – Wenn du kannst:

 

Sonst ist die Frau Sacher eine charmante, gescheite Wienerin, aber dass eine Dame sich abends allein zu Tisch setzt, das geht über ihre Souperbegriffe. Und darüber entrüstet sie sich immer wieder: teils aus einer gestrigen Moral heraus, teils deshalb, weil eine Dame in Herrengesellschaft erfahrungsgemäß viel mehr konsumiert. Und eine Dame, die anständig isst und trinkt, die ist wirklich anständig …

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phyllis
On 5/17/2024 at 3:55 AM, Marcellinus said:

Wer wagt es, Knappersmann oder Ritt, zu tauchen in diesen Schitt? Wagt es denn keiner von euch allen? Mir ist die Uhr in die Scheyße gefallen! :D

durch diese kahle Hose muss er gasen....

(auch Schiller, oder so ähnlich)

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Marcellinus
vor 7 Minuten schrieb phyllis:
Am 17.5.2024 um 09:55 schrieb Marcellinus:

Wer wagt es, Knappersmann oder Ritt, zu tauchen in diesen Schitt? Wagt es denn keiner von euch allen? Mir ist die Uhr in die Scheyße gefallen! :D

durch diese kahle Hose muss er gasen....

(auch Schiller, oder so ähnlich)

 

Es geht doch nichts über klassische Bildung! :D

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Einsteinchen

Der Erlkönig 

 

Finster war's, kalt war's

s'Kind hat an kalten A rsch

Hin war's.

Edited by Einsteinchen
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Marcellinus

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist die Mutter mit ihrem Kind. Sie will nach Hamm. Das liegt in Westfalen. Sie will zum Alten. Der muß doch noch zahlen!

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Alfons
Am 8.4.2024 um 15:38 schrieb Wunibald:

Meine neueste Entdeckung, Hans Hofmann.

 

Danke, danke, danke.
(Und das nicht nur, weil ich Heimatrecht in Hinterpommern habe).

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Ennasus

"Wir sind frei, die Welt zu verändern - Hannah Arendts Lektionen in Liebe und Ungehorsam", Lindsey Stonebridge
Ein Buch über Hannah Arendts Leben und Werk, das immer auch Bezüge zur Gegenwart herstellt. Höchst spannend, leider nicht immer wirklich gut übersetzt.

Eben musste ich lachen: Es geht um Hannah Arendts Auseinandersetzung mit der Frage, ob eine so individuelle Tätigkeit wie das Denken, das wir ja alle tun, überhaupt das Potential hat, etwas für die Welt Relevantes zu bewirken. Nachdenken heißt, sich "auf die Spur von Erfahrungen zu begeben", und setzt voraus, dass sich der Denkende für dieses Nach-Denken von der Welt und den unmittelbaren Erfahrungen zurückzieht. Wenn dieser Rückzug aber zu weit geht, besteht die Gefahr "eines maßlosen Zerdenkens der Dinge". Und: Dieses Denken ist noch kein Handeln. In diesem Kontext schreibt Lindsey Stonebridge: "Manche Helden gibt es zwar, die mutig genug waren, "Denk nach!" in das Rohr einer Panzerkanone zu brüllen und damit die Geschichte verändert haben. Die meisten Menschen ziehen es jedoch vor, "Schwachsinn!" in die Leere von Social Media zu rufen, was überhaupt nicht gefährlich ist und das genaue Gegenteil von Mut darstellt."  Wie wahr. (Seite 291)

Edited by Ennasus
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phyllis
2 hours ago, Ennasus said:

Die meisten Menschen ziehen es jedoch vor, "Schwachsinn!" in die Leere von Social Media zu rufen

Also leer ists dort nicht 🙂

Aber natürlich hat sie recht, es ist das Gegenteil von mutig (wenigstens solange bis die Meinungsfreiheit endgültig abgeschafft ist).

Edited by phyllis
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Ennasus
vor 16 Stunden schrieb phyllis:

Also leer ists dort nicht 🙂

Aber natürlich hat sie recht, es ist das Gegenteil von mutig (wenigstens solange bis die Meinungsfreiheit endgültig abgeschafft ist).

Ja, hast schon recht. Es kommt vermutlich drauf an, was man unter "Leere" versteht".
Natürlich sind da unzählige andere Schreiber. Aber in den allermeisten Fällen ist es doch ein anonymer Raum, aus dem - wenn ein Echo zurückschallt - es doch keine Antwort ist, die sich wirklich persönlich auf einen einlässt. Sondern eben nur ein mehr oder weniger hohles Echo auf das, was man geschrieben hat.

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Marcellinus
vor 54 Minuten schrieb Ennasus:

es doch keine Antwort ist, die sich wirklich persönlich auf einen einlässt. Sondern eben nur ein mehr oder weniger hohles Echo auf das, was man geschrieben hat.

 

Das liegt in der Natur der Sache.

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Wunibald

Ich lese gerade in Heine: Aphorismen und Fragmente ein wenig herum. Daraus ein paar Kostproben:

 

Geflügel bekommen wir nur dann, wenn uns etwa eine Fliege in die Suppe fällt.

 

Luther erschütterte Deutschland – aber Franz Drake beruhigte es wieder: er gab uns die Kartoffel.

 

Wenn das Laster so großartig, wird es minder empörend. Die Engländerin beim Anblick eines ungeheuren Herkules, sie, die sonst eine Scheu vor nackten Statuen, war hier weniger schockiert: »Bei solchen Dimensionen scheint mir die Sache nicht mehr so unanständig.«

 

Musik bei Hochzeitgeleit, wie bei in die Schlacht ziehenden Soldaten –

 

Christen – die, welche den Kelch der Freude hienieden getrunken, bekommen dort oben den Katzenjammer.

 

[Heine: Werke, S. 6196 vgl. Heine-WuB Bd. 7, S. 376)

http://www.digitale-bibliothek.de/band7.htm ]

 

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Soulman
Am 15.6.2024 um 11:06 schrieb Ennasus:

Ja, hast schon recht. Es kommt vermutlich drauf an, was man unter "Leere" versteht".
Natürlich sind da unzählige andere Schreiber. Aber in den allermeisten Fällen ist es doch ein anonymer Raum, aus dem - wenn ein Echo zurückschallt - es doch keine Antwort ist, die sich wirklich persönlich auf einen einlässt. Sondern eben nur ein mehr oder weniger hohles Echo auf das, was man geschrieben hat.

Das könnte passen:

 

Zitat

Die blasse Harmlosigkeit, die sich leider oft mit Erfolg als Sanftmut ausgibt, sollte niemand für eine christliche Tugend halten.

TvA

 

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Wunibald

Ernst von Wolzogen, Der Bibelhase:

 

Unter Verstoß gegen das weltliche Jagdrecht schmeißt Erasmus Südekum, der Pfarrer von Puhlendorp in Vorpommern auf seinem Dorffriedhof mit seiner dicken alten Bibel mit den Messingbeschlägen einen Hasen tot, weigert sich standhaft, die Beute der aneignungsberechtigten  Obrigkeit auszuhändigen, wird vom Junker, der ihn sowieso nicht leiden kann, zu drei Taler Strafe verurteilt, queruliert sich hinauf bis zum Kammergericht, hat auch dort keinen Erfolg und wendet sich dann letztendlich erfolgreich an König Fritz den Großen und dieser an seinen Geheimsekretär: „Er kann mir sofort ein Reskript anfertigen und zur Unterschrift vorlegen, des Inhaltes, daß von nun an, solange Pommern zur preußischen Krone gehört, der jeweilige Pfarrer von Puhlendorp das Recht haben solle, jeden Hasen für sich zu behalten, zu braten und zu verspeisen, den er auf dem Gottesacker mit seinem Bibelbuche zu Tode zu schmeißen imstande sei. Haha! Ihm, mein lieber Pfarrer, kann das freilich nicht mehr helfen, aber die Kerle wird es doch ärgern, und wir haben beide unser Pläsier davon.“ 

 

Eine Kabinettsordre dieses Inhalts existiert tatsächlich in den Kirchenakten des v. Puttkamerschen Gutes Glowitz, Kreis Stolp in Hinterpommern. Für die Mitteilung dieser Tatsache, die mir die Anregung zur Gestaltung der im übrigen frei erfundenen Geschichte gab, bin ich dem gegenwärtigen Herrn Oberpräsidenten von Pommern, Freiherrn Helmut v. Maltzahn-Gültz, zu besonderem Danke verpflichtet.

 

Darüber hinaus enthält das Büchlein eine recht zu Herzen gehende Liebesgeschichte, eine gehörige Prise Humor und einiges an sarkastischen Bemerkungen, wie ich sie liebe. Und nicht zu vergessen eine erkleckliche Portion Plattdeutsch, in das ich mich jetzt schon langsam ein bisschen eingelesen habe.

 

Weil wir gerade in Pommern sind noch schnell den alten Witz: Kaiser Wilhelm II wird bei seinem Besuch in Vorderpommern frenetisch gefeiert, reist weiter nach Hinterpommern und dort wir folgt begrüßt:

Heil Kaiser dir, so tönt's aus Vorderpommern,

doch aus dem Hintern solls noch lauter donnern.

 

 

 

Edited by Wunibald
Ergänzung
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