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Ernennung zum Weihbischof/ Gerhard Wagner


wolfgang E.

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Im Übrigen habe ich eine Mordswut im Bauch über die österreichischen Bischöfe. Ihre Erklärung heute ist absolut ärgerlich. Sie prügeln auf den Papst ein, um sich in Österreich beliebt zu machen. Hauptsache, die Harmonie wird gewahrt, wer die Harmonie stört wie Gerhard Wagner oder der Papst, muss weg oder bekommt eins auf den Deckel.

 

Die Bischöfe sind zunächst und zuerst für die innere Einheit ihrer Diözesen verantwortlich. Deshalb und dafür sind sie Bischöfe. Ich vermag nicht zu sagen, wie Du Dein Amt als Pfarrer ausübst und was du machen würdest, wenn du einen Vikar zugewiesen bekämest, der deine Pfarre zu spalten droht, damit sie endlich aus der Friede, Freude, Eierkuchenharmonie aufwacht...

 

1) Wenn Zulehner und andere immer wieder fordern: Ein Bischof soll das Vertrauen des Volkes besitzen, dann kann ich das grundsätzlich verstehen, ich muss aber auch entgegnen: Muss er nicht ebenso das Vertrauen des Papstes besitzen?

 

Er muss in Gemeinschaft mit dem Papst stehen, mehr ist nicht gefordert. Ein Bischof ist kein Filialleiter, der das Vertrauen der Unternehmensleitung benötigt. Und er ist auch keine Gouverneur, er ist Bischof.

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Es wäre Sache der Bischöfe gewesen, sich hinter Wagner zu stellen und ihn herzlich willkommen zu heißen, was inhaltliche Differenzen ja nicht ausschließt. Statt dessen hat man durch Zögerlichkeit den "wilden Dechanten" in die Hände gespielt.

Der Mann hat sich mit seine reaktionären Ramboauftritten doch selber unmöglich gemacht.

Es ist nahezu abstrus wie wehleidig der Vetreter von K...net bei der ORF Debatte am Sonntag beklagt hat wie schlecht man Wagner behandelt hat. Er soll auf diesem "katholischen" Nachrichtenportal nachlesen in welchem Ton man dort von Menschen spricht.

Seien wir im Übrigen doch glücklich, dass die Bischöfe die Stimme der Menschen hören als deren Betreuer (ich hasse das Wort Hirten....ich bin kein Schaf) sie eingesetzt sind und nichzt nur die Stimme Roms.

Die Stimme Roms ist zudem sehr oft nicht die Stimme des Papstes, sondern viel zu oft die Stimme von Hofschranzen die sich Macht erobern wollen, die ihnen nicht zusteht.

bearbeitet von wolfgang E.
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Der Hirtenbrief der ÖBK ist doch ziemlich eindeutig:
Wir Bischöfe sind überzeugt, dass das im Kirchenrecht vorgesehene Verfahren zur Auswahl und zur Prüfung von Kandidaten sich bewährt, wenn dieses Verfahren auch wirklich eingehalten wird.
Die Ernennung von Pfr. Wagner hat sich nicht bewährt - was folgern wir daraus?
Für mich ist das einer der stärksten Sätze des ganzen Hirtenbriefes. Hut ab vor dem Mut dieser Bischöfe.
Was uns wieder zu der Frage bringt, ob der Papst grundsätzlich Teil des Rechts ist oder über dem Recht steht...
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Was uns wieder zu der Frage bringt, ob der Papst grundsätzlich Teil des Rechts ist oder über dem Recht steht...
Selbst wenn er über dem Recht stünde, dürften seine Entscheidungen kritisiert werden. Gehorsam bedeutet nicht Kritiklosigkeit. Im Gegenteil ist es Aufgabe der Hirten, den Papst mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
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Seien wir im Übrigen doch glücklich, dass die Bischöfe die Stimme der Menschen hören als deren Betreuer (ich hasse das Wort Hirten....ich bin kein Schaf) sie eingesetzt sind

 

Als jemand, der regelmäßig an der Bestellung von Betreuern mitwirkt, mag ich meinen Bischof nicht als meinen Betreuer sehen. Die Kirche ist doch keine beschützende Werkstatt! Dann schon lieber eine Schafherde (wer kennt Shawn, das Schaf??????)

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Als jemand, der regelmäßig an der Bestellung von Betreuern mitwirkt, mag ich meinen Bischof nicht als meinen Betreuer sehen. Die Kirche ist doch keine beschützende Werkstatt! Dann schon lieber eine Schafherde (wer kennt Shawn, das Schaf??????)
Leider geben sich manche Bischöfe alle Mühe, die Rolle des Bauern bei Shawn das Schaf einzunehmen.
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Als jemand, der regelmäßig an der Bestellung von Betreuern mitwirkt, mag ich meinen Bischof nicht als meinen Betreuer sehen. Die Kirche ist doch keine beschützende Werkstatt! Dann schon lieber eine Schafherde (wer kennt Shawn, das Schaf??????)
Leider geben sich manche Bischöfe alle Mühe, die Rolle des Bauern bei Shawn das Schaf einzunehmen.
Ich kenne Shawn das Schaf nicht, aber nach gestern abend reift in mir die Vorstellung das mittelalterliche Bruderschaftssystem wieder aufzunehmen (heute heißt das vllt. Basisgemeinde, aber wozu das Rad neu erfinden?). Unser Pfarrer hat uns die Perspektive für die nächsten 20 bis 30 Jahre (Gott allein weiß, wer dann auf der Cathedra Materni sitzt) eröffnet und es wird darauf hinauslaufen, daß sich die Laien stärker selbst organisieren werden müssen um Gemeinde in ihrer direkten Nachbarschaft leben zu können.

 

Unser Pfarrer sieht sich und sein Pastoralteam eher als Begleiter der verschiedenen Gruppen denn als Leiter - ich denke früher oder später werden wir eine ähnliche Rolle wieder(?) bei den Bischöfen auch finden.

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.....Sie prügeln auf den Papst ein, um sich in Österreich beliebt zu machen. .......

du hast das herrschaftswissen um die motive deiner bischöfe? reihst du dich nicht damit ein in die reihe derer die ihre bischöfe hemmungslos begeifern?

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Seien wir im Übrigen doch glücklich, dass die Bischöfe die Stimme der Menschen hören als deren Betreuer (ich hasse das Wort Hirten....ich bin kein Schaf) sie eingesetzt sind

 

Als jemand, der regelmäßig an der Bestellung von Betreuern mitwirkt, mag ich meinen Bischof nicht als meinen Betreuer sehen. Die Kirche ist doch keine beschützende Werkstatt! Dann schon lieber eine Schafherde (wer kennt Shawn, das Schaf??????)

 

 

 

Guckst Du Joh. 10

Auch der Schafstall hat eine beschützende Funktion. Es sei denn man modelt diese Bibelstelle um.

 

MfG

Stanley

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Ich habe soeben eine E-Mail an das Sekretariat der Österreichischen Bischofskonferenz geschickt und hoffe, dass es alle Bischöfe lesen:

 

Hochwürdige Herren Bischöfe!

 

Kardinal Christoph Schönborn sprach kürzlich von "Vorgängen, die Kopfschütteln, Trauer, Empörung und Unverständnis auslösen". Als einen solchen Vorgang muss ich persönlich auch die gestrige Sitzung der österreichischen Bischöfe ansehen.

 

Um einen faulen Frieden mit der österreichischen Gesellschaft aufrecht zu erhalten, wird scharf nach Rom und gegen den Papst geschossen, um diesen zum Sündenbock zu stempeln.

 

Dass der designierte Weihbischof von Linz, Gerhard Maria Wagner, resigniert hat, hängt wohl auch mit der mangelnden Solidarität der österreichischen Bischöfe zusammen. Dieser Umstand, der Auftritt der "wild gewordenen Dechanten" und die allgemeine Medienhatz verleiten mich dazu, von außer- und innerkirchlichem "Mobbing" zu sprechen, was mich sehr betrübt.

 

Auch wenn ich nicht alle Ansichten von Gerhard Wagner teile, so glaube ich doch, dass er eine Bereicherung für die Bischofskonferenz gewesen wäre und Diskussionen über wichtige Themen angestoßen hätte. Ich hoffe, dass er dies dennoch auch weiterhin tun wird.

 

Wenn Professor Zulehner meint, dass ein Bischof das Vertrauen der Gläubigen bräuchte, so hat er damit nicht unrecht, ich glaube aber auch, nicht minder wichtig ist aber, dass ein Bischof das Vertrauen des Papstes hat. Wenn die Vorschläge des Ortsbischofs für einen Weihbischof keine Personen auflisten, die geeignet sind, dem antirömischen Affekt in der Diözese Linz entgegen zu steuern, so ist es verständlich, dass der Papst eben einen anderen ernennt. Wer schneidet sich schon gerne ins eigene Fleisch? Wenn es in Linz nicht mehr möglich ist, einen Weihbischof zu finden, der sowohl das Vertrauen der Diözese als auch des Papstes genießen kann, dann ist das sehr traurig und bedenklich und geht in Richtung eines Schismas.

 

Positiv möchte ich anmerken, dass die Bischöfe ein deutliches Wort gegen manche Bestrebungen in der Diözese Linz gerichtet haben. Da ich in der Diözese Linz mein Pastoraljahr gemacht habe, ist mir bewusst, um was es da geht. Vielleicht richten diese Ermahnungen ja mehr aus, als ein Weihbischof Wagner je erreicht haben könnte, so dass die Sache doch eine gute Seite haben kann.

 

Ich habe mich sehr überwinden müssen, diesen Brief zu schreiben, aber ich kann nicht anders. Wer so offen heftige Kritik am Papst übt, der muss auch Kritik einstecken können.

 

In loyaler Verbundenheit!

 

"Udalricus"

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Kardinal Schönborn zeigt, dass er ein gutes Gespür für die Zeichen der Zeit hat und hält die Kirche in Österreich auf dem katholischen Weg, ohne sich von der rechtsextremen FPÖ und einigen koservativen Kirchenkritikern einschüchtern zu lassen. Nach der gestrigen Pressekonferenz hat er die T-Shirt-Initiative der katholischen Jugend gelobt und sich selbst mit einem der T-Shirts fotografieren lassen:

http://stephanscom.at/news/0/articles/2009/02/16/a16133/

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Kardinal Schönborn zeigt, dass er ein gutes Gespür für die Zeichen der Zeit hat und hält die Kirche in Österreich auf dem katholischen Weg, ohne sich von der rechtsextremen FPÖ und einigen koservativen Kirchenkritikern einschüchtern zu lassen. Nach der gestrigen Pressekonferenz hat er die T-Shirt-Initiative der katholischen Jugend gelobt und sich selbst mit einem der T-Shirts fotografieren lassen:

http://stephanscom.at/news/0/articles/2009/02/16/a16133/

 

:angry2::angry2::unsure: Es gibt auch andere Meinungen, wie jene, dass die Bischöfe sich bei den Liberalen einschleimen wollen, damit die Kirche nicht zu viele Kirchensteuergelder verliert. Aber es ist sicher ebenso verkürzt von jenen, die eine liberale Anbiederung und Harmoniesucht sehen - wie von denen, die behaupten, Schönborn habe ein gutes Gespür für die Zeichen der Zeit. Seine Aussagen zu intelligent design wurden ja nicht als extrem zeichenderzeitbezogen gesehen. Aber jeder dreht sich´s halt wie´s ihm passt.

bearbeitet von Mariamante
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:angry2::angry2::unsure: Es gibt auch andere Meinungen, wie jene, dass die Bischöfe sich bei den Liberalen einschleimen wollen, damit die Kirche nicht zu viele Kirchensteuergelder verliert.

Dieses Argument spielt auch meiner Meinung nach eine wichtige Rolle.

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:angry2::angry2::unsure: Es gibt auch andere Meinungen, wie jene, dass die Bischöfe sich bei den Liberalen einschleimen wollen, damit die Kirche nicht zu viele Kirchensteuergelder verliert.

Dieses Argument spielt auch meiner Meinung nach eine wichtige Rolle.

 

 

Es gibt Menschen (und auch Priester), denen es nicht egal ist, wenn Menschen die Kirche verlassen. Und es gibt Menschen (und auch Priester), denen es vor allem auf eine klare corporate identity ankommt, egal, wen sie damit verlieren. Hauptsache, die werden von den Menschen in Rom gelobt. Auf etwas anderens kommt es denen nicht an.

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:angry2::angry2::unsure: Es gibt auch andere Meinungen, wie jene, dass die Bischöfe sich bei den Liberalen einschleimen wollen, damit die Kirche nicht zu viele Kirchensteuergelder verliert.

Dieses Argument spielt auch meiner Meinung nach eine wichtige Rolle.

 

 

Es gibt Menschen (und auch Priester), denen es nicht egal ist, wenn Menschen die Kirche verlassen. Und es gibt Menschen (und auch Priester), denen es vor allem auf eine klare corporate identity ankommt, egal, wen sie damit verlieren. Hauptsache, die werden von den Menschen in Rom gelobt. Auf etwas anderens kommt es denen nicht an.

Und es gibt Menschen - zu denen auch ich mich zähle - denen es wichtig ist, dass die Kirche zu ihrer ganzen Lehre steht und die schweren Herzens mit ansehen müssen, wie sich deswegen Menschen von der Kirche verabschieden - seien es nun Traditionalisten oder Modernisten. Und diese Menschen sind nicht bereit, um gesellschaftlicher oder finanzieller Vorteile willen die Botschaft der Kirche zu verbiegen. bearbeitet von Udalricus
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Franciscus non papa

ist eine personalentscheidung lehre der kirche? ist das, was wagner zu naturkatastrophen sagt, lehre der kirche?

 

ist die ex-exkommunikation eines holocaustrelativierers lehre der kirche?

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ist eine personalentscheidung lehre der kirche? ist das, was wagner zu naturkatastrophen sagt, lehre der kirche?

 

ist die ex-exkommunikation eines holocaustrelativierers lehre der kirche?

Zu Frage 1 und 3: Eindeutig NEIN

 

Zu Frage 2: Wagner hat in seinem Pfarrblatt - ohne den Begriff "Strafe Gottes" zu verwenden - geschrieben, dass es möglicherweise einen Zusammenhang gibt zwischen "geistiger Umweltverschmutzung" und Naturkatastrophen. Ich kann dir jetzt keinen Katechismus oder Denzinger zitieren, verweise aber darauf, dass die Bibel selbst solche Zusammenhänge herstellt, denken wir etwa an Noah oder Sodom und Gomorrha. Dabei spricht sie allerdings sehr deutlich von der Strafe Gottes.

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Zu Frage 2: Wagner hat in seinem Pfarrblatt - ohne den Begriff "Strafe Gottes" zu verwenden - geschrieben, dass es möglicherweise einen Zusammenhang gibt zwischen "geistiger Umweltverschmutzung" und Naturkatastrophen. Ich kann dir jetzt keinen Katechismus oder Denzinger zitieren, verweise aber darauf, dass die Bibel selbst solche Zusammenhänge herstellt, denken wir etwa an Noah oder Sodom und Gomorrha. Dabei spricht sie allerdings sehr deutlich von der Strafe Gottes.

 

Und Jesus wendet sich sehr deutlich gegen die Vorstellung, dass Leiden in der Welt eine Strafe Gottes seien. Das haben wir hier bereits ausführlich diskutiert. Offenbar steht die Lehre Wagners für dich eindeutig über der Lehre Christi. Die Ansicht, Gott würde uns Naturkatastrophen schicken, bei denen tausende Menschen sterben und weitere Zigtausend obdachlos werden, ist Gotteslästerung. Damit unterstellt man Gott, ein kranker Psychopat zu sein, der keine Liebe kennt, sondern nur abgrundtiefen Hass gegenüber den Sündern, während er selbst nach kräften sündigt. Gott ist aber ohne Sünde. Einen Gotteslästerer nicht als Bischof haben zu wollen, ist wohl das gute Recht eines jeden Katholiken.

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Zu Frage 2: Wagner hat in seinem Pfarrblatt - ohne den Begriff "Strafe Gottes" zu verwenden - geschrieben, dass es möglicherweise einen Zusammenhang gibt zwischen "geistiger Umweltverschmutzung" und Naturkatastrophen. Ich kann dir jetzt keinen Katechismus oder Denzinger zitieren, verweise aber darauf, dass die Bibel selbst solche Zusammenhänge herstellt, denken wir etwa an Noah oder Sodom und Gomorrha. Dabei spricht sie allerdings sehr deutlich von der Strafe Gottes.

 

Und Jesus wendet sich sehr deutlich gegen die Vorstellung, dass Leiden in der Welt eine Strafe Gottes seien. Das haben wir hier bereits ausführlich diskutiert. Offenbar steht die Lehre Wagners für dich eindeutig über der Lehre Christi. Die Ansicht, Gott würde uns Naturkatastrophen schicken, bei denen tausende Menschen sterben und weitere Zigtausend obdachlos werden, ist Gotteslästerung. Damit unterstellt man Gott, ein kranker Psychopat zu sein, der keine Liebe kennt, sondern nur abgrundtiefen Hass gegenüber den Sündern, während er selbst nach kräften sündigt. Gott ist aber ohne Sünde. Einen Gotteslästerer nicht als Bischof haben zu wollen, ist wohl das gute Recht eines jeden Katholiken.

Stop! Jesus hat sich dagegen gewandt, voreilig bei einem Unglück zu behaupten, die Verunglückten seien selbst schuld an ihrem Unglück. Den grundsätzlichen Zusammenhang Schuld - Leid stellte er nicht in Frage.

Von daher ist die Aussage Wagners hart an der Grenze - gut, vielleicht auch drüber? - , da ja nicht alle Opfer der erwähnten Katastrophen Schuld auf sich geladen hatten. Aber bei einigen Fällen war es eben deutlich, dass es da nicht die Falschen trifft.

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Zu Frage 2: Wagner hat in seinem Pfarrblatt - ohne den Begriff "Strafe Gottes" zu verwenden - geschrieben, dass es möglicherweise einen Zusammenhang gibt zwischen "geistiger Umweltverschmutzung" und Naturkatastrophen. Ich kann dir jetzt keinen Katechismus oder Denzinger zitieren, verweise aber darauf, dass die Bibel selbst solche Zusammenhänge herstellt, denken wir etwa an Noah oder Sodom und Gomorrha. Dabei spricht sie allerdings sehr deutlich von der Strafe Gottes.

 

Und Jesus wendet sich sehr deutlich gegen die Vorstellung, dass Leiden in der Welt eine Strafe Gottes seien. Das haben wir hier bereits ausführlich diskutiert. Offenbar steht die Lehre Wagners für dich eindeutig über der Lehre Christi. Die Ansicht, Gott würde uns Naturkatastrophen schicken, bei denen tausende Menschen sterben und weitere Zigtausend obdachlos werden, ist Gotteslästerung. Damit unterstellt man Gott, ein kranker Psychopat zu sein, der keine Liebe kennt, sondern nur abgrundtiefen Hass gegenüber den Sündern, während er selbst nach kräften sündigt. Gott ist aber ohne Sünde. Einen Gotteslästerer nicht als Bischof haben zu wollen, ist wohl das gute Recht eines jeden Katholiken.

Stop! Jesus hat sich dagegen gewandt, voreilig bei einem Unglück zu behaupten, die Verunglückten seien selbst schuld an ihrem Unglück. Den grundsätzlichen Zusammenhang Schuld - Leid stellte er nicht in Frage.

Von daher ist die Aussage Wagners hart an der Grenze - gut, vielleicht auch drüber? - , da ja nicht alle Opfer der erwähnten Katastrophen Schuld auf sich geladen hatten. Aber bei einigen Fällen war es eben deutlich, dass es da nicht die Falschen trifft.

 

 

Dennoch ist es schlicht zynisch, diesen Zusammenhang herzustellen. Vermagst Du zu urteilen, wer von diesen diesen Tod und dieses Unglück verdient hat? (mal ganz abgesehen davon, dass hier schon mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass in New Orleans kein Bordell, wohl aber Kirchen abgesoffen sind. Die Aussage von Pfr. Wagner war daher nicht nur theologisch grenzwertig, sie war auch schon sachlich falsch.

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Stop! Jesus hat sich dagegen gewandt, voreilig bei einem Unglück zu behaupten, die Verunglückten seien selbst schuld an ihrem Unglück. Den grundsätzlichen Zusammenhang Schuld - Leid stellte er nicht in Frage.

Von daher ist die Aussage Wagners hart an der Grenze - gut, vielleicht auch drüber? - , da ja nicht alle Opfer der erwähnten Katastrophen Schuld auf sich geladen hatten. Aber bei einigen Fällen war es eben deutlich, dass es da nicht die Falschen trifft.

Bei wem konkret hat es denn nicht den Falschen getroffen? Wer genau hatte denn so stark gesündigt, dass er mitsamt seiner Familie oder auch allein hingerichtet zu werden verdient hatte? Das IST Gotteslästerung und ich lasse das nicht unkommentiert stehen. Wer so spricht, verkündet nicht den christlichen Gott, zu dem wir Katholiken uns bekennen. Die Aussagen Wagners widersprechen damit auch klar den Lehren von Johannes Paul II. und Benedikt XVI., die gesagt haben, dass ALLE Opfer von Katrina und dem Tsunami im Indischen Ozean unsere Anteilnahme verdienen.

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ist eine personalentscheidung lehre der kirche? ist das, was wagner zu naturkatastrophen sagt, lehre der kirche?

 

ist die ex-exkommunikation eines holocaustrelativierers lehre der kirche?

Zu Frage 1 und 3: Eindeutig NEIN

 

Zu Frage 2: Wagner hat in seinem Pfarrblatt - ohne den Begriff "Strafe Gottes" zu verwenden - geschrieben, dass es möglicherweise einen Zusammenhang gibt zwischen "geistiger Umweltverschmutzung" und Naturkatastrophen. Ich kann dir jetzt keinen Katechismus oder Denzinger zitieren, verweise aber darauf, dass die Bibel selbst solche Zusammenhänge herstellt, denken wir etwa an Noah oder Sodom und Gomorrha. Dabei spricht sie allerdings sehr deutlich von der Strafe Gottes.

 

Nun, ein anderer Zusammenhang zwischen "geistiger Umweltverschmutzung" und Naturkatastrophen ist schwer denkbar, egal, ob Herr Wagner ausdrücklich von "Strafe Gottes" sprach.

 

Wie darf ich das also verstehen?

 

.) Ist jede Naturkatastrophe eine Strafe Gottes?

.) Gibt es eine Lehre der Kirche, wann das der Fall ist?

.) Oder ist es der willkürlichen Interpretation überlassen, welche Naturkatastrophe jeweils als Strafe Gottes für das vom Interpreten jeweils missbilligte Verhalten angesehen wird?

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Wer so spricht, verkündet nicht den christlichen Gott, zu dem wir Katholiken uns bekennen.

 

Da liegt ja der Haken. Ich kenne Katholiken die perse schon im Himmel landen, weil wir alle so brav sind und Katholiken die ihren nächsten in der Hölle schmoren sehen, weil sie ihn nicht leiden können. Beides ist abzulehnen. Jesus hat in seiner Botschaft nix ausgeklammert. Freude und Leid, Himmel und Hölle, Dämonen und Engel. Die Lehre der Kirche ist es, die Zusammenhänge aufzuzeigen und nichts aus der frohen Botschaft zu verschweigen. Die Katholiken sehen den ganzen Jesus in der Lehre der römisch-katholischen Kirche und handeln danach. Einen christlichen Gott zu dem sich alle bekennen, die irgendetwas mit dem Christentum zu tun haben, gibt es so gar nicht.

 

MfG

Stanley

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