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Was kommt da in Gang?


Chrysologus

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Es ist Freiheit FÜR. Der Verheiratete hat einen gewissen Rückhalt in seiner Familie- den hat der ehelose Priester nicht. So gesehen ist der Zölibat radikal.
auch der ehelose Priester ist (noch? ;-) ) nicht im Reagenzglas entstanden. Damit dürfte auch er Familie (Eltern, Geschwister, Neffen, Nichten etc.) und einen gewissen Rückhalt in seiner Familie haben können. Ich vermute sogar, dass er einen größeren Rückhalt hat als ein verheirateter Mann mit massiven Problemen im Beruf.
Eltern: Die werden irgendwann selber alt, und brauchen dann Rückhalt von ihren Kindern und nicht umgekehrt.

Geschiwster: Kommt immer darauf an. Erstens muß es welche geben, und zweitens müssen die Kontakte gut sein.

Neffen und Nichten: Sind dagegen in der Regel wieder zu jung für den familiären Rückhalt. Und ob sie noch viel mit ihrem Priesteronkel zu tun haben (wollen), wenn sie denn mal erwachen sind und familiären Rückhalt geben könnten ist auch nicht sicher. (Zumal Neffen und Nichten noch seltener sind als Geschwister: Selbige müssen dafür da sein UND sich fortpflanzen...)

 

Eine gute Familie, die einem den Rücken stärkt, daß ganze Leben lang, ist was tolles!

Hat aber nicht jeder. Sollte man daher nicht überschätzen.

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Ein Unternehmer, der, weil er zu wenig Kunden hat, seine Leute entlässt und die Öffnungszeiten reduziert, dürfte sich jedenfalls nicht wundern, wenn er in Konkurs geht.
Ein Unternehmer, der, wenn er zu wenige Kunden hat, seine Leute nicht entlässt und die Öffnungszeiten nicht reduziert dürfte jedenfalls noch schneller in Konkurs gehen.

Es sei denn, er setzt woanders an: Bei der Nachfrage.

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Die Problematik geht noch tiefer: Wir werden einen solchen Priestermangel haben, dass der Regelfall in einigen Jahren die "Pastoral ohne Priester" sein wird, d.h. Gemeindeleben wird im Wesentlichen von Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Laien gestaltet werden und der Priester kommt nur noch für Sakramente - und das auch unregelmäßig. Damit bricht die Einheit von Seelsorge, Gemeindeleben und Sakramenten zusammen - und damit ist die sakramentale Grundstruktur der Kírche in Gefahr.

Ganz zu schweigen davon, dass der Priester kaum noch einen Bezug zu den Gemeindemitgliedern haben wird.

 

Laura

Ceterum censeo: die bei uns erst kommende Priesterknappheit hatten wir schon mal anfangs des 19. Jahrhunderts und sie ist in Südamerika seit langem Dauerzustand. Da muß man nicht so schwarz sehen. - Eine gewisse Modifikation des Zölibats - und das spricht Erzbischof Schick nur an - könnte schon sein, es täte dem Klerus gut, wenn es ein paar Seiteneinsteiger gäbe, die nicht als Berufstheologen groß geworden sind. Das würde auch dem gewöhnlichen Kirchenvolk entsprechen, das sich um theologische Spitzfindigkeiten eh nicht schert. Also: weiht ein paar Männer, die verheiratet sind und bei denen die Kinder aus den Haus sind, so ab Mitte 40 also. Natürlich Leute mit gestandener Glaubenserfahrung und gutem Leumund. Der bisher "ständige" Diakonat könnte ein Einstieg sein. Andererseits bekäme der Diakonat ohnedies einen Eigencharakter, wenn Frauen zugelassen würden.
Sieht das in dieser Hinsicht nicht auch in Frankreich schon seit einigen Jahrzehnten eher düster aus? Trotzdem hat da (und in Rom) noch niemand was geändert.
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Ein Unternehmer, der, weil er zu wenig Kunden hat, seine Leute entlässt und die Öffnungszeiten reduziert, dürfte sich jedenfalls nicht wundern, wenn er in Konkurs geht.
Ein Unternehmer, der, wenn er zu wenige Kunden hat, seine Leute nicht entlässt und die Öffnungszeiten nicht reduziert dürfte jedenfalls noch schneller in Konkurs gehen.

Es sei denn, er setzt woanders an: Bei der Nachfrage.

;)

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Ein Unternehmer, der, weil er zu wenig Kunden hat, seine Leute entlässt und die Öffnungszeiten reduziert, dürfte sich jedenfalls nicht wundern, wenn er in Konkurs geht.
Ein Unternehmer, der, wenn er zu wenige Kunden hat, seine Leute nicht entlässt und die Öffnungszeiten nicht reduziert dürfte jedenfalls noch schneller in Konkurs gehen.

Es sei denn, er setzt woanders an: Bei der Nachfrage.

Ein Marketingspezialist ;);)

Und wie tut er das....ohne Personal und mit einem Laden in dem mangels Personal niemand für die Kunden da ist.

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Ein Unternehmer, der, weil er zu wenig Kunden hat, seine Leute entlässt und die Öffnungszeiten reduziert, dürfte sich jedenfalls nicht wundern, wenn er in Konkurs geht.
Ein Unternehmer, der, wenn er zu wenige Kunden hat, seine Leute nicht entlässt und die Öffnungszeiten nicht reduziert dürfte jedenfalls noch schneller in Konkurs gehen.

Es sei denn, er setzt woanders an: Bei der Nachfrage.

;)

Noch ein Marketingspezialist.....mich frappiert das immer....einm Beitrag kann gar nicht so blöd sein, dass sich nicht ein Claqueur findet.

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Ganz zu schweigen davon, dass der Priester kaum noch einen Bezug zu den Gemeindemitgliedern haben wird.
Ein Trugschluss, der durch Wiederholung nicht richtiger wird. Das zahlenmäßige Verhältnis Priester / Gläubige hat sich im deutschsprachigen Raum in den letzten 5 Jahrzehnten ganz klar positiv verbessert, wenn man nur die Katholiken zählt, die wirklich zur Kirche gehören wollen. bearbeitet von Udalricus
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Franciscus non papa
Ganz zu schweigen davon, dass der Priester kaum noch einen Bezug zu den Gemeindemitgliedern haben wird.
Ein Trugschluss, der durch Wiederholung nicht richtiger wird. Das zahlenmäßige Verhältnis Priester / Gläubige hat sich im deutschsprachigen Raum in den letzten 5 Jahrzehnten ganz klar positiv verbessert, wenn man nur die Katholiken zählt, die wirklich zur Kirche gehören wollen.

 

 

soviel zum thema missionarische kirche....

 

der pfarrer kümmert sich also nur noch um die, die ohnehin schon da sind. tolles priesterbild! (achtung, ironie)

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Ganz zu schweigen davon, dass der Priester kaum noch einen Bezug zu den Gemeindemitgliedern haben wird.
Ein Trugschluss, der durch Wiederholung nicht richtiger wird. Das zahlenmäßige Verhältnis Priester / Gläubige hat sich im deutschsprachigen Raum in den letzten 5 Jahrzehnten ganz klar positiv verbessert, wenn man nur die Katholiken zählt, die wirklich zur Kirche gehören wollen.

 

Ich darf darauf hinweisen, dass ein Pfarrer von Amts wegen sich vorrangig um die Sakramentenspendung und die Fernstehenden zu kümmern hat. Und die werden deutlich mehr. Sich nur um die sog. "Kerngemeinde" zu sorgen ist eine eindeutige Verfehlung des amtlichen Auftrags.

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Darum wird auch die Ehe so hoch gehalten.

Also ist die Zulassung von Verheirateten zum Priesteramt doch nicht weniger radikal als die Zölibatspflicht für alle Priester. Wieso hast du das dann behauptet?

 

Zum Zölibat: Ist die Aufhebung des Pflichtzölibat für den Priester eine Erleichterung oder eine Radikalisierung?

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Das ist wie mit dem Hinweis, man solle alles verkaufen und das Geld den Armen geben. Das darf man nicht so ernst nehmen.

 

Werner

Ordensleute und Ordenspriesten nehmen und nahmen es ernst. Auch ein Pfr. von Ars nahm es ernst. Ist übrigen Patron der Pfarrer.
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jarhhundertelang haben die menschen buße getan, OHNE zu beichten - war das alles schlecht?

 

MM trauert da der kirche des 19. und frühen 20. jh. nach.

 

 

Jahrhunderte lang haben die Menschen auf Jesus Christus gewartet- es gab keine Kirche, keine Sakramente. War das alles schlecht? Sollte man diese Zeit wieder herbei wünschen? MM trauert nicht der Kirche des 19. Jhd.nach, sondern glaubt, dass der Blick auf die vergebende Liebe Gottes fehlt, das Sündenbewusstsein geschwunden ist- und die Leute lieber zu Psychiatern oder Psychologen rennen und dort ihr Schuld bekennen. Der Psychiater / Psychologe hat allerdings nicht den Auftrag Christi, in seiner Vollmacht Sünden zu vergeben. Unwürdige Kommunionen - ohne Beichte mit verschwundenen Sündenbewußtsein- werden die Kirche und den Glauben nicht stärken sondern eher das "Abbruchunternehmen".

 

Schlecht ist nach meinem Empfinden das Sündenbewußtseinsschwinden. Als Übel sehe ich auch an, dass viele zur Kommunion laufen auch solche, welche die Kirche nur bei Begräbnisgottesdiensten oder "alle heilige Zeiten" von innen sehen- aber nicht zur Beichte. Aber vielleicht hängt das mit dem Irrtum zusammen, dass wir die Gnade Gottes nicht brauchen- sondern uns selbst von Schuld lossprechen- bzw. keine Sünden mehr wahrnehmen (können)?

bearbeitet von Mariamante
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Darum wird auch die Ehe so hoch gehalten.

Also ist die Zulassung von Verheirateten zum Priesteramt doch nicht weniger radikal als die Zölibatspflicht für alle Priester. Wieso hast du das dann behauptet?

 

Zum Zölibat: Ist die Aufhebung des Pflichtzölibat für den Priester eine Erleichterung oder eine Radikalisierung?

 

Schlicht eine Veränderung, es erleichtert manches und macht anderes schwieriger.

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Schlicht eine Veränderung, es erleichtert manches und macht anderes schwieriger.

 

So weit ich sehe, wird es aber allgemein als Erleichterung verstanden.

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Schlicht eine Veränderung, es erleichtert manches und macht anderes schwieriger.

 

So weit ich sehe, wird es aber allgemein als Erleichterung verstanden.

 

 

Wie es allgemein verstanden wird, sollte hier nicht interessieren, oder? Der Zölibat wird allgemein überhaupt nicht verstanden, das sagt aber auch nichts.

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Ganz zu schweigen davon, dass der Priester kaum noch einen Bezug zu den Gemeindemitgliedern haben wird.
Ein Trugschluss, der durch Wiederholung nicht richtiger wird. Das zahlenmäßige Verhältnis Priester / Gläubige hat sich im deutschsprachigen Raum in den letzten 5 Jahrzehnten ganz klar positiv verbessert, wenn man nur die Katholiken zählt, die wirklich zur Kirche gehören wollen.

Irgendwie hättest Du auf den Kardinal bei der Delegiertenversammlung zu Apg 2010 nicht nur einreden sollen, sondern ihm zuhören! Das ist ganz klar das Gegenteil dessen, was von Dir gefordert wird.

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Ganz zu schweigen davon, dass der Priester kaum noch einen Bezug zu den Gemeindemitgliedern haben wird.
Ein Trugschluss, der durch Wiederholung nicht richtiger wird. Das zahlenmäßige Verhältnis Priester / Gläubige hat sich im deutschsprachigen Raum in den letzten 5 Jahrzehnten ganz klar positiv verbessert, wenn man nur die Katholiken zählt, die wirklich zur Kirche gehören wollen.

Irgendwie hättest Du auf den Kardinal bei der Delegiertenversammlung zu Apg 2010 nicht nur einreden sollen, sondern ihm zuhören! Das ist ganz klar das Gegenteil dessen, was von Dir gefordert wird.

aber es ist bequem.

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Ganz zu schweigen davon, dass der Priester kaum noch einen Bezug zu den Gemeindemitgliedern haben wird.
Ein Trugschluss, der durch Wiederholung nicht richtiger wird. Das zahlenmäßige Verhältnis Priester / Gläubige hat sich im deutschsprachigen Raum in den letzten 5 Jahrzehnten ganz klar positiv verbessert, wenn man nur die Katholiken zählt, die wirklich zur Kirche gehören wollen.

 

Das Argument trifft nicht zu. Du kannst die Relation Priester/ Gläubige nicht nur von den Kirchenbesuchern her rechnen. Denn dummerweise sterben die "Taufscheinkatholiken" auch, schicken ihre Kinder auch zur Erstkommunion, wollen auch heiraten etc. Kann man ihnen nicht verbieten!

 

Laura

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Schlecht ist nach meinem Empfinden das Sündenbewußtseinsschwinden. Als Übel sehe ich auch an, dass viele zur Kommunion laufen auch solche, welche die Kirche nur bei Begräbnisgottesdiensten oder "alle heilige Zeiten" von innen sehen- aber nicht zur Beichte. Aber vielleicht hängt das mit dem Irrtum zusammen, dass wir die Gnade Gottes nicht brauchen- sondern uns selbst von Schuld lossprechen- bzw. keine Sünden mehr wahrnehmen (können)?

 

 

Vielleicht ist die "Krise der Beichte" vielmehr eine "Krise der Beichtväter". Es gibt zahllose Priester, mit denen ich auch nicht 5 min über persönliche Dinge reden will.

Wie sagte neulich eine alte Frau: "Lieber ohne den Kerl in die Hölle, als mit ihm in den Himmel."

 

Laura

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Vielleicht ist die "Krise der Beichte" vielmehr eine "Krise der Beichtväter".

 

Vielleicht stellt man heute aber auch als Gläubiger andere Anforderungen an das Beichtgespräch bzw. den Beichtvater? Dann wäre es doch wieder eine "Krise der Beichte".

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Vielleicht ist die "Krise der Beichte" vielmehr eine "Krise der Beichtväter".

 

Vielleicht stellt man heute aber auch als Gläubiger andere Anforderungen an das Beichtgespräch bzw. den Beichtvater? Dann wäre es doch wieder eine "Krise der Beichte".

Anforderungen stellen? Als Gläubige? ;)

Die haben zu glauben, die Gläubigen, aber doch keine Anforderungen zu stellen.

Kein Wunder, dass die Bischöfe die Krise kriegen. ;)

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Ganz zu schweigen davon, dass der Priester kaum noch einen Bezug zu den Gemeindemitgliedern haben wird.
Ein Trugschluss, der durch Wiederholung nicht richtiger wird. Das zahlenmäßige Verhältnis Priester / Gläubige hat sich im deutschsprachigen Raum in den letzten 5 Jahrzehnten ganz klar positiv verbessert, wenn man nur die Katholiken zählt, die wirklich zur Kirche gehören wollen.
Ich darf darauf hinweisen, dass ein Pfarrer von Amts wegen sich vorrangig um die Sakramentenspendung und die Fernstehenden zu kümmern hat. Und die werden deutlich mehr. Sich nur um die sog. "Kerngemeinde" zu sorgen ist eine eindeutige Verfehlung des amtlichen Auftrags.
Echt?

Also, Sakramentenspendung ist klar. Aber Sorge um die Fernstehenden? Ist mir noch nie aufgefallen. Könnte natürlich auch daran liegen, daß ich als "nicht-fernstehender" das nicht so mitbekomme. Nur, so richtig glauben mag ich das nicht, daß das als eine wesentliche Aufgabe umgesetzt wird...

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Ganz zu schweigen davon, dass der Priester kaum noch einen Bezug zu den Gemeindemitgliedern haben wird.
Ein Trugschluss, der durch Wiederholung nicht richtiger wird. Das zahlenmäßige Verhältnis Priester / Gläubige hat sich im deutschsprachigen Raum in den letzten 5 Jahrzehnten ganz klar positiv verbessert, wenn man nur die Katholiken zählt, die wirklich zur Kirche gehören wollen.
Ich darf darauf hinweisen, dass ein Pfarrer von Amts wegen sich vorrangig um die Sakramentenspendung und die Fernstehenden zu kümmern hat. Und die werden deutlich mehr. Sich nur um die sog. "Kerngemeinde" zu sorgen ist eine eindeutige Verfehlung des amtlichen Auftrags.
Echt?

Also, Sakramentenspendung ist klar. Aber Sorge um die Fernstehenden? Ist mir noch nie aufgefallen. Könnte natürlich auch daran liegen, daß ich als "nicht-fernstehender" das nicht so mitbekomme. Nur, so richtig glauben mag ich das nicht, daß das als eine wesentliche Aufgabe umgesetzt wird...

 

 

Es gehört auch zu den gesetzlich verbindlichen Aufgaben, deren Umsetzung selten gefordert wird. In den Regeln ist mehr drin, als man meint. Aber man hört oft lieber auf Unternehmensberatungen, die dann etwas vom Kerngeschäft erzählen.

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