Werner001 Geschrieben 3. Juni Melden Geschrieben 3. Juni Am 2.6.2026 um 10:09 schrieb SteRo: Das ist kein wichtiger Unterschied, denn wenn jemand sündigt, dann sündigt er ganz automatisch gegen die Gemeinschaft der Rechtgläubigen und gegen jeden einzelnen von ihr. Ein sündigendes Glied im Leib Christi sündigt gegen den Leib und alle seine Glieder und gegen Jesus Christus. Dann weise ich dich hiermit zurecht, denn die Heilige Schrift zu verfälschen, und dann noch zu sagen, das mache keinen Unterschied, ist eine schwere Sünde. Werner Zitieren
SteRo Geschrieben 3. Juni Melden Geschrieben 3. Juni vor 5 Minuten schrieb Werner001: Dann weise ich dich hiermit zurecht, denn die Heilige Schrift zu verfälschen, und dann noch zu sagen, das mache keinen Unterschied, ist eine schwere Sünde. Werner Es handelt sich nicht um absichtliche Verfälschungen sondern um unterschiedliche handschriftliche Bibeltexte, die zu unterschiedlichen deutschen Übersetzungen führen können. Die Elberfelder Bibel (als Beispiel) weist explizit in einer Fußnote darauf hin. Zitieren
SteRo Geschrieben 11. Juni Melden Geschrieben 11. Juni (bearbeitet) Papst Leo beantwortet Frage, warum manchen Menschen schlimme Dinge passieren Wie die Familie des sechsjährigen Renzo, der vor einiger Zeit aus Peru nach Spanien kam, um der extremen Armut zu entfliehen, obwohl auch hier keine Zukunftsperspektiven bestehen. Renzo ergriff das Wort, um den Papst in eine gewisse Zwickmühle zu bringen. „Warum passieren manchen Menschen schlimme Dinge, anderen nicht? Wessen Schuld ist das? Warum leben so viele Menschen auf der Straße? Niemand sieht sie, niemand hilft ihnen“, fragte er den Papst. Der kleine Renzo, ich könnt ihn drücken und herzen. Und ich glaube nicht, dass er das Wort ergriff, "um den Robert in eine gewisse Zwickmühle zu bringen". So finstere Absichten sind einem Sechjährigen sicher noch fern. Und der Robert, was sagt der dazu? „Es ist nicht leicht, eine Antwort auf deine Frage zu finden, Renzo, warum manchen Menschen schlimme Dinge widerfahren, anderen hingegen nicht.“ Vielleicht könne es helfen, „über das Leben Jesu nachzudenken“, fügte er hinzu. Puh, innerliches Puh bei Robert. Aber geschickt "Es ist nicht leicht" meint "Sogar mir fällt auf deine Frage nicht gleich was Passendes ein" und "Vielleicht könnte es helfen .." Vielleicht", denn er weiß ja auch nicht. Robert weiter: „Das Wort Gottes sagt uns, dass unser Herr umherging, Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel unterdrückt waren, und doch wissen wir, dass er gekreuzigt wurde. Aber damit endete die Geschichte nicht, denn er ist am dritten Tag auferstanden und hat das Böse besiegt und den Tod überwunden“, erinnerte er. Siehste, Renzo, sogar dem Herrn widerfuhr was Schlimmes. Das beantwortet zwar deine Frage nicht, aber deshalb legt der Robert schnell nach und lenkt deine Aufmerksamkeit auf Gutes und Hoffnungsvolles (Böses besiegt, Tod überwunden). Pastoral-psychologisch geschickt. Robert weiter: „Durch das Leben Jesu Christi zeigt uns Gott, dass er, auch wenn es Leid gibt, keines seiner Kinder jemals im Stich lässt, denn er hat für uns eine ewige Freude bereitet, in der es keine Traurigkeit und keinen Schmerz mehr geben wird“, fuhr er fort. „Lasst uns Vertrauen haben: Jesus ist bei uns, er hilft uns und begleitet uns und gibt uns Kraft, die schwierigen Momente zu durchstehen, denen wir im Leben begegnen mögen.“ Das mag den kleinen Renzo nun von Rückfragen abhalten. Aber es bedeutet de facto, dass das Schlimme, das manchen Menschen widerfährt (anderen aber nicht), von den Menschen die "Pech haben", weil es ihnen widerfährt, hinzunehmen ist, ohne dass damit die Frage des kleinen Renzo beantwortet wurde. Aber es bedeutet keineswegs, dass das den Menschen, die "Pech haben" (zu denen der Robert vielleicht gar nicht gehört) in irgendeiner Weise weiterhilft. Aber gut, dass der Robert gefragt wurde, denn der hat Routine darin, Fragen auszuweichen und die Aufmerksamkeit auf angenehme Gedanken zu lenken. Soll heißen: Bitte lieber Renzo, bleib mir fern mit deinen Fragen, denn ich bin so drauf, dass ich existentielle Fragen immer versuche zu beantworten ohne auszuweichen und was da dann dabei rauskommt, ließe dich sicher ebenso ratlos zurück oder schlimmstenfalls würdest du weinend zu deiner Mama laufen und das will ich dir gerne ersparen und dich lieber drücken und herzen. bearbeitet 11. Juni von SteRo 1 Zitieren
Flo77 Geschrieben 11. Juni Melden Geschrieben 11. Juni vor 2 Minuten schrieb SteRo: Und der Robert, was sagt der dazu? Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt einen Papst gibt, bei dem Du nicht so respektlos rumgeifern würdest. 2 Zitieren
SteRo Geschrieben 11. Juni Melden Geschrieben 11. Juni Gerade eben schrieb Flo77: Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt einen Papst gibt, bei dem Du nicht so respektlos rumgeifern würdest. "respektlos rumgeifern" ... Hast du noch alle Latten am Zaun? Der Robert ist mein Bruder und Freund. Zitieren
Flo77 Geschrieben 11. Juni Melden Geschrieben 11. Juni vor 2 Minuten schrieb SteRo: Der Robert ist mein Bruder und Freund. Egal welche Medikamente Du nimmst, schick mir was rüber. Das Zeug muss ja phänomenal gut sein. 1 Zitieren
SteRo Geschrieben 11. Juni Melden Geschrieben 11. Juni vor 1 Minute schrieb Flo77: Egal welche Medikamente Du nimmst, schick mir was rüber. Das Zeug muss ja phänomenal gut sein. Der Herr, der große Arzt, verordne dir die Tugend der Liebe. Zitieren
iskander Geschrieben 11. Juni Melden Geschrieben 11. Juni vor 1 Stunde schrieb SteRo: Der Robert ist mein Bruder und Freund. Welch eine Ehre für den Robert! Zitieren
Aleachim Geschrieben 11. Juni Melden Geschrieben 11. Juni vor 1 Stunde schrieb SteRo: Der kleine Renzo, ich könnt ihn drücken und herzen. Und ich glaube nicht, dass er das Wort ergriff, "um den Robert in eine gewisse Zwickmühle zu bringen". So finstere Absichten sind einem Sechjährigen sicher noch fern. Ich finde ja die Art, wie du andauernd total überheblich die Aussagen von Papst Leo kommentierst, auch absolut unangebracht! Aber hier muss ich dir in der Sache recht geben. Leos Antwort an Renzo finde traurig und schwach. Floskelhaft, das Leid nicht ernstnehmend... Zitieren
iskander Geschrieben 11. Juni Melden Geschrieben 11. Juni vor 18 Minuten schrieb Aleachim: Leos Antwort an Renzo finde traurig und schwach. Floskelhaft, das Leid nicht ernstnehmend... s ist natürlich auch extrem schwierig, da eine gute Antwort zu geben, vor allem, wenn man dann womöglich auch noch unvorbereitet ist. Im Grunde muss ein Christ da ja eigentlich immer sagen: Es ist zu einem Großteil ein Rätsel. Zitieren
Flo77 Geschrieben 11. Juni Melden Geschrieben 11. Juni vor einer Stunde schrieb Aleachim: Aber hier muss ich dir in der Sache recht geben. Leos Antwort an Renzo finde traurig und schwach. Floskelhaft, das Leid nicht ernstnehmend... Alles nicht neu. Zitieren
Werner001 Geschrieben 11. Juni Melden Geschrieben 11. Juni vor 4 Stunden schrieb SteRo: Papst Leo beantwortet Frage, warum manchen Menschen schlimme Dinge passieren Wie die Familie des sechsjährigen Renzo, der vor einiger Zeit aus Peru nach Spanien kam, um der extremen Armut zu entfliehen, obwohl auch hier keine Zukunftsperspektiven bestehen. Renzo ergriff das Wort, um den Papst in eine gewisse Zwickmühle zu bringen. „Warum passieren manchen Menschen schlimme Dinge, anderen nicht? Wessen Schuld ist das? Warum leben so viele Menschen auf der Straße? Niemand sieht sie, niemand hilft ihnen“, fragte er den Papst. Der kleine Renzo, ich könnt ihn drücken und herzen. Und ich glaube nicht, dass er das Wort ergriff, "um den Robert in eine gewisse Zwickmühle zu bringen". So finstere Absichten sind einem Sechjährigen sicher noch fern. Und der Robert, was sagt der dazu? „Es ist nicht leicht, eine Antwort auf deine Frage zu finden, Renzo, warum manchen Menschen schlimme Dinge widerfahren, anderen hingegen nicht.“ Vielleicht könne es helfen, „über das Leben Jesu nachzudenken“, fügte er hinzu. Puh, innerliches Puh bei Robert. Aber geschickt "Es ist nicht leicht" meint "Sogar mir fällt auf deine Frage nicht gleich was Passendes ein" und "Vielleicht könnte es helfen .." Vielleicht", denn er weiß ja auch nicht. Robert weiter: „Das Wort Gottes sagt uns, dass unser Herr umherging, Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel unterdrückt waren, und doch wissen wir, dass er gekreuzigt wurde. Aber damit endete die Geschichte nicht, denn er ist am dritten Tag auferstanden und hat das Böse besiegt und den Tod überwunden“, erinnerte er. Siehste, Renzo, sogar dem Herrn widerfuhr was Schlimmes. Das beantwortet zwar deine Frage nicht, aber deshalb legt der Robert schnell nach und lenkt deine Aufmerksamkeit auf Gutes und Hoffnungsvolles (Böses besiegt, Tod überwunden). Pastoral-psychologisch geschickt. Robert weiter: „Durch das Leben Jesu Christi zeigt uns Gott, dass er, auch wenn es Leid gibt, keines seiner Kinder jemals im Stich lässt, denn er hat für uns eine ewige Freude bereitet, in der es keine Traurigkeit und keinen Schmerz mehr geben wird“, fuhr er fort. „Lasst uns Vertrauen haben: Jesus ist bei uns, er hilft uns und begleitet uns und gibt uns Kraft, die schwierigen Momente zu durchstehen, denen wir im Leben begegnen mögen.“ Das mag den kleinen Renzo nun von Rückfragen abhalten. Aber es bedeutet de facto, dass das Schlimme, das manchen Menschen widerfährt (anderen aber nicht), von den Menschen die "Pech haben", weil es ihnen widerfährt, hinzunehmen ist, ohne dass damit die Frage des kleinen Renzo beantwortet wurde. Aber es bedeutet keineswegs, dass das den Menschen, die "Pech haben" (zu denen der Robert vielleicht gar nicht gehört) in irgendeiner Weise weiterhilft. Aber gut, dass der Robert gefragt wurde, denn der hat Routine darin, Fragen auszuweichen und die Aufmerksamkeit auf angenehme Gedanken zu lenken. Soll heißen: Bitte lieber Renzo, bleib mir fern mit deinen Fragen, denn ich bin so drauf, dass ich existentielle Fragen immer versuche zu beantworten ohne auszuweichen und was da dann dabei rauskommt, ließe dich sicher ebenso ratlos zurück oder schlimmstenfalls würdest du weinend zu deiner Mama laufen und das will ich dir gerne ersparen und dich lieber drücken und herzen. Mist, jetzt hatte ich gedacht, er beantwortet mal schnell die Theodizeefrage. Wieder eine Gelegenheit verpasst Werner Zitieren
SteRo Geschrieben 11. Juni Melden Geschrieben 11. Juni (bearbeitet) vor 4 Stunden schrieb Aleachim: Ich finde ja die Art, wie du andauernd total überheblich die Aussagen von Papst Leo kommentierst, auch absolut unangebracht! Komisch, das muss auch wieder so eine kognitive Bewandnis haben. Ich finde meine Kommentare überhaupt nicht überheblich. Ich kommentiere die Worte (von wem? entweder von Robert oder der Redaktion, denn meine Vermutung ist ja, dass die es nie hinbekommen, Robert's Worte richtig sinngemäß wiederzugeben). Aber selbst wenn es Robert's Original-Worte wären (was ja nicht sein kann, weil's auf Deutsch ist), dann würde ich nur die Worte eines Menschen, der einen schweren Job hat, kommentieren. Ein Mensch, dessen schwerer Job es ist alle Menschen bei guter Laune zu halten. Dabei wende ich an, was ich theologisch von Robert's Tradition gelernt habe (bei Katechesen, Predigten), weil ich gerne auf der Diskrepanz zwischen pastoral und theologisch "herumreite", gerne Inkonsistenzen oder fehlende Sinnzusammenhänge menschlicher Rede hervorhebe oder was mir meine gesunde Menschenkenntnis eingibt (wie im vorliegenden Fall). Das hat mit der Person von Robert nur insofern zu tun, als von der Redaktion behauptet wird, dass es seine Rede sei. Ich bewundere den Robert, denn ich könnt seinen Job nicht machen. bearbeitet 11. Juni von SteRo Zitieren
SteRo Geschrieben 13. Juni Melden Geschrieben 13. Juni Presseschau zur Spanienreise von Leo XIV.: Gegenwind und Königshilfe Zitieren
SteRo Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni Als Kommentar zu einer Publikation von Robert gehört das in diesen Thread Argumente Leos überzeugten nicht - Theologe kritisiert Papst: Inkonsistente Aussagen zu gerechtem Krieg Zitieren
SteRo Geschrieben 17. Juni Melden Geschrieben 17. Juni Papst Leo: „Europas Erbe sorgfältig bewahren“ Diese Begegnung von Alt und Neu, von katholischer Tradition und zeitgenössischer Kultur hat mir den eigentlichen Charakter Europas, seinen unschätzbaren Reichtum, als aktuelle, nicht überholte Realität lebendig vor Augen geführt. Es handelt sich um ein Erbe, das es sorgfältig zu bewahren gilt, um es in die globale Gegenwart mit ihren epochalen Herausforderungen einbringen zu können…“ Einige dieser Herausforderungen zählte Leo XIV. auf: „Frieden, integrale Ökologie, gerechte und nachhaltige Entwicklung, Achtung der Menschenwürde“. Und Migration – das Thema, um das sich seine zwei Tage auf den Kanarischen Inseln drehten. Natürlich sei das Phänomen der Migration „komplex“. Doch Christen sollten darauf eine „andere und umfassendere Perspektive“ gewinnen: Nun, wenn wir die Kultur Europas bewahren sollen, gleichzeitig aber eine Migration aus außereuropäischen und nicht-christlichen Regionen stattfindet, dann kann die Folgerung für Christen, die politische Entscheider (und Wähler) sind, nur lauten, dass die Bedingung für den Verbleib von Migranten in Europa eine kulturelle Assimilation ist. Zitieren
Werner001 Geschrieben 19. Juni Melden Geschrieben 19. Juni Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Nur salbungsvoller formuliert Werner Zitieren
Adrian94 Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni Am Montag bekommt der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl das Pallium von Papst Leo XIV. überreicht. Ich bin gespannt ob er in einigen Jahren auch ins Kardinalskollegium aufgenommen wird. Zitieren
SteRo Geschrieben 27. Juni Melden Geschrieben 27. Juni Hierauf bezugnehmend: Konsistorium: Kardinäle beraten über „gerechten Krieg“ Da kann man nur hoffen, dass sie endlich mal eine konsistente Lösung hinbekommen, damit der moralische Eiertanz von Robert und anderen römisch-katholischen Oberen aufhört. Zitieren
Adrian94 Geschrieben 27. Juni Melden Geschrieben 27. Juni vor 7 Stunden schrieb SteRo: Hierauf bezugnehmend: Konsistorium: Kardinäle beraten über „gerechten Krieg“ Da kann man nur hoffen, dass sie endlich mal eine konsistente Lösung hinbekommen, damit der moralische Eiertanz von Robert und anderen römisch-katholischen Oberen aufhört. Wenn sich also ein Land gegen einen feindlichen Angriff militärisch wehrt, ist das jetzt auch Ungerecht? Soll sich die Ukraine jetzt widerstandslos ergeben und Putin alles bekommen? In der kirchlichen Lehre ist klar Geregelt, dass ein angegriffenes Land sich verteidigen darf/soll. Zitieren
SteRo Geschrieben 27. Juni Melden Geschrieben 27. Juni (bearbeitet) vor 24 Minuten schrieb Adrian94: Wenn sich also ein Land gegen einen feindlichen Angriff militärisch wehrt, ist das jetzt auch Ungerecht? Soll sich die Ukraine jetzt widerstandslos ergeben und Putin alles bekommen? In der kirchlichen Lehre ist klar Geregelt, dass ein angegriffenes Land sich verteidigen darf/soll. Frag das den Robert, der führt ja den moralischen Eiertanz auf (hier) Die kirchliche Lehre von vermeintlich "gerechten Krieg" ist ja das Umstrittene (Ursache: Robert). Aber unter uns: Relevant ist das nur für die, die Politik machen wollen (Leute wie Robert also)... im Gegensatz zu dem, was Jesus Christus gemacht hat. Aber wichtig wärs schon (für seine eigene Glaubwürdigkeit), wenn er mal konsistent daherreden würde. Mögen ihm seine Kardinalsbrüder dabei helfen. Auch bei der Migration wär's mal an der Zeit konsistente Sprachregelungen zu finden (hier). Da fällt mir der Jorge ein ... der hat einfach gefordert alle Schleusen zu öffnen *lol bearbeitet 27. Juni von SteRo Zitieren
SteRo Geschrieben 27. Juni Melden Geschrieben 27. Juni (bearbeitet) Kardinal Fernández wirft Israel, USA und EU fehlende Moral vor Der Vorwurf ist natürlich vollkommen unberechtigt. Dass weder Israel, noch die USA, noch die EU die Moral des römisch-katholischen Lehramtes vertreten, lässt nicht folgern, dass sie keine Moral hätten. Aber vermutlich ist deren Moral ebenso inkonsistent wie die Moral des römisch-katholischen Lehramtes im Kontext praktischer Politik. Die Lehre der Kirche, so der Kardinal, werde so "manipuliert, um ein Fundament für die ungerechtesten Krieg zu liefern; statt Kriege zu beenden, helfe sie, Kriege zu rechtfertigen." Hier scheint der Kardinal zu irren, denn der Umstand, dass Kriegsparteien ihren Krieg "gerecht" nennen (welche Kriegspartei tut das nicht?), bedeutet nicht, dass sie sich auf die Lehre der Kirche beziehen. Auch aus diesem Grund müsse die Idee des gerechten Krieges "revidiert und verbessert werden, damit sie nur noch im engsten Sinn verstanden werden könne" Nein, nicht "auch aus diesem Grund". Der Grund ist eure Glaubwürdigkeit mit dem was ihr sagt. Es geht halt nicht immer nur von Frieden zu reden und Frieden zu fordern, und dass die Waffen schweigen müssen, wenn mindestens einer der Kriegsparteien keinen Frieden will oder erst dann, wenn er den Gegner vernichtet hat. Es ist schwierig, wenn man weiß oder wissen kann, dass unter den Bedingungen der modernen Kriegsführung auch eine gerechte Verteidigung zum Töten führt, und wahrscheinlich auch zum Töten von Unschuldigen wie Kindern. Aber wer in der Politik mitmischen will, der muss diesen Tod sterben, der kann nicht "seine Hände in Unschuld" waschen und von der Elfenbeinkanzel herab sprechen. Jesus Christus hat niemals versucht in der Politik der Römer mitzumischen. Ihr wollt es offensichtlich. Also ... bearbeitet 27. Juni von SteRo Zitieren
rorro Geschrieben 27. Juni Melden Geschrieben 27. Juni (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Adrian94: In der kirchlichen Lehre ist klar Geregelt, dass ein angegriffenes Land sich verteidigen darf/soll. Es gibt zwei Traditionen in der Kirche, wobei die gewaltlose die deutlich ältere ist. Für von Ambrosius vom Heiden Cicero in die kirchliche Tradition eingebrachte Theorie eines gerechten Krieges hat klare Kriterien. Sind wirklich alle immer strengstens erfüllt? Und Waffen mit so einer Durchschlagskraft wie eine konventionelle Bombe oder gar Drohne waren natürlich zum Zeitpunkt der Entwicklung der Theorie undenkbar. Denn auch nur der Tod eines Zivilisten macht jeden Krieg ungerecht. Jeden. bearbeitet 27. Juni von rorro Zitieren
iskander Geschrieben 27. Juni Melden Geschrieben 27. Juni vor 2 Stunden schrieb rorro: Denn auch nur der Tod eines Zivilisten macht jeden Krieg ungerecht. Vielleicht ist schon der Begriff des "gerechten Kriegs" schlecht gewählt und irreführend? Vielleicht sollte man ihn durch "dem Zweck und den Mitteln nach gerechtfertigte Selbstverteidigung bzw. Verteidigung Dritter in einem Krieg" oder etwas ähnliches ersetzen? Es soll ja nicht gesagt werden, dass der Krieg als Krieg gerecht ist, sondern dass die in Maß und Mitteln angemessene Gegenwehr dies ist. Zitieren
rorro Geschrieben 27. Juni Melden Geschrieben 27. Juni vor 2 Stunden schrieb iskander: Vielleicht ist schon der Begriff des "gerechten Kriegs" schlecht gewählt und irreführend? Vielleicht sollte man ihn durch "dem Zweck und den Mitteln nach gerechtfertigte Selbstverteidigung bzw. Verteidigung Dritter in einem Krieg" oder etwas ähnliches ersetzen? Es soll ja nicht gesagt werden, dass der Krieg als Krieg gerecht ist, sondern dass die in Maß und Mitteln angemessene Gegenwehr dies ist. Besser wäre ein „zu rechtfertigender Krieg“ - aber auch den kann es im 21. Jh. eigentlich nicht mehr geben Zitieren
Recommended Posts
Join the conversation
You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.