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Engelwerk - kann das wahr sein?


Inigo

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Und so kommt das dann außerhalb der Kirche an.

 

Überschrift: "Zurück ins Mittelalter"

 

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33513/1.html

Der Artikel scheint aber nicht mal schlecht recherchiert zu sein. Und die Schlüsse, die darin gezogen werden, teile ich durchaus:

 

Rom legt sich mich jedem ins Bett, solange er nur gegen Relativismus und Moderne kämpft.

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Schauen wir mal auf die Apostel (soweit es die Evangelien überliefern): Als Jesus von seiner Passion spricht, phantasieren die "Donnersöhne" darüber, wer im Reich Gottes die ersten Plätze einnimmt. Als es ernst wird, laufen die Jünger davon- vor allem jener Petrus verleugnet Jesus gegenüber einer Magd und anderen unter Flüchen der behauptet hat, er werde "sein Leben" hingeben.

 

Was passiert? Hat Jesus die Apostel und vor allem den feigen Petrus gekündigt? Nein! An sich untauglich wirkende Werkzeuge waren es (z.B. ein Saulus- Paulus, der zuerst Christen verfolgte) die das Evangelium ausgebreitet haben. Mir sagt dieser Aspekt den du mit "Saftladen" bezeichnest sehr viel: Wenn die Kirche wirklich nur eine menschliche Organisation wäre, dann wäre sie bei all den Missbräuchen, Feiglingen, Verrätern und Verbrechern die es da auch gibt längst zugrunde gegangen. Dass diese Kirche aber die Jahrtausende überstanden hat - und weiter bestehen wird bis ans Ende der Zeiten- das sagt mir, dass sie Gottes Werk ist- dass Gott trotz der untauglich wirkenden Werkzeuge in ihr lebt und wirkt- und das gibt mir größte Hoffnung.

Es gibt mehrere Weltreligionen, die Jahrtausende überstanden haben. Das sagt noch nichts über deren umfassenden Wahrheitsgehalt aus. Glauben ist eine sehr persönliche Sache und jeder hat in dieser Angelegenheit seine eigene, persönliche Wahrheit.

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Und so kommt das dann außerhalb der Kirche an.

 

Überschrift: "Zurück ins Mittelalter"

 

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33513/1.html

 

Wenn man Re-Evangelisierung anstreben will, müßte man doch die gebildeten skeptischen Kreise überzeugen. Ich fürchte aber, daß man die gar nicht auf dem Radar hat...

Man klammert sich an die verwegene Annahme, dass die gebildeten, skeptischen Kreise bereit und in der Lage sind, sich Informationen zu verschaffen, Pressemeldungen zu überprüfen, Behauptungen kritisch zu hinterfragen, Polemik zu erkennen, sich ein eigenes Urteil zu bilden anstatt alles gierig zu schlucken und rülpsend wiederzukäuen, was man ihnen so vorsetzt.

Die Kirche war einst eine große Menschenkennerin, aber sie lässt stark nach ..... :ninja:

 

Was heißt hier gierig schlucken und rülpsend wiederkäuen?

 

1. die Piusbrüder sind im Schoß der Kirche zurück.

 

2. Sekten wie das Neokath zerschlagen weiterhin fleissig gut aufgestellte Gemeinden

 

3. nun schließt der Vatikan die Prüfung des Engelswerkes ab - wie, darüber ergießt er sich in unverständlichem Kauderwelsch.

 

4. der Umgang mit den aufgedeckten Mißbrauchsfällen war auch kein Ruhmesblatt

 

5. die causa Mixa zeigt überdeutlich, wie die Eignung des Personals bei Karrieresprüngen überprüft wird.

 

Und so einem Saftladen, der sich mit Klauen und Zähnen an einem überlebten Lebensmodell festklammert soll ich mehr vertrauen als dem Spiegel?

1-5: ja.

Und diesem Saftladen vertraue ich im Zweifel mehr als dem Spiegel.

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Und so kommt das dann außerhalb der Kirche an.

 

Überschrift: "Zurück ins Mittelalter"

 

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33513/1.html

 

Wenn man Re-Evangelisierung anstreben will, müßte man doch die gebildeten skeptischen Kreise überzeugen. Ich fürchte aber, daß man die gar nicht auf dem Radar hat...

Man klammert sich an die verwegene Annahme, dass die gebildeten, skeptischen Kreise bereit und in der Lage sind, sich Informationen zu verschaffen, Pressemeldungen zu überprüfen, Behauptungen kritisch zu hinterfragen, Polemik zu erkennen, sich ein eigenes Urteil zu bilden anstatt alles gierig zu schlucken und rülpsend wiederzukäuen, was man ihnen so vorsetzt.

Die Kirche war einst eine große Menschenkennerin, aber sie lässt stark nach ..... :ninja:

 

Was heißt hier gierig schlucken und rülpsend wiederkäuen?

 

1. die Piusbrüder sind im Schoß der Kirche zurück.

 

2. Sekten wie das Neokath zerschlagen weiterhin fleissig gut aufgestellte Gemeinden

 

3. nun schließt der Vatikan die Prüfung des Engelswerkes ab - wie, darüber ergießt er sich in unverständlichem Kauderwelsch.

 

4. der Umgang mit den aufgedeckten Mißbrauchsfällen war auch kein Ruhmesblatt

 

5. die causa Mixa zeigt überdeutlich, wie die Eignung des Personals bei Karrieresprüngen überprüft wird.

 

Und so einem Saftladen, der sich mit Klauen und Zähnen an einem überlebten Lebensmodell festklammert soll ich mehr vertrauen als dem Spiegel?

1-5: ja.

Und diesem Saftladen vertraue ich im Zweifel mehr als dem Spiegel.

Im Zweifel vertraue ich nicht dem Spiegel aber auch nicht dem Saftladen.

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Isjagut. Jedem Safttrinker sein Saftladen, und Freisaft für alle! :ninja:

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Und so kommt das dann außerhalb der Kirche an.

 

Überschrift: "Zurück ins Mittelalter"

 

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33513/1.html

Der Artikel scheint aber nicht mal schlecht recherchiert zu sein. Und die Schlüsse, die darin gezogen werden, teile ich durchaus:

 

Rom legt sich mich jedem ins Bett, solange er nur gegen Relativismus und Moderne kämpft.

 

Stimmt.

 

Ich hatte das PDF zur Kunst noch nicht gelesen. Was sie da bei Telepolis schreiben, ist noch gar nicht das Schlimmste, was man darüber sagen kann.

 

Lest mal diese Sätze:

 

"Es gehört zum Wesen jeder Art von Kunst,

die Natur nachzubilden. Ein wahres Kunstwerk

erkennen wir daran, dass es das Original der

Natur auf geschmackvolle Weise wiedergibt.

Wenn Kunstwerke harmonisch und klarlinig

gestaltet sind, empfinden wir sie als schön und

ansprechend. Das ist leicht ersichtlich in der

Malerei und Bildhauerei, bzw. Schnitzerei.

 

Wenn der Mensch an hässlicher Kunst Ge-

fallen findet, ist das ein Zeichen moralischen

Zerfalls."

 

So haben in Deutschland früher schon mal Leute argumentiert. Die haben dann später Bücher verbrannt.

 

http://www.engelwerk.at/briefe/pdf/5schweigen.pdf

 

Man muß sich auch fragen, ob da nicht bei Mitgliedern der Musik- und Kunstkonsum direkt oder indirekt zensiert wird bei solchen Parolen.

 

Was mich auch gleich gestört hatte, waren die "Charaktereigenschaften". Aus der alten Schule haben wir ja die Kardinaltugenden, mal zum Vergleich:

 

1. Klugheit - Die Kunst, sich richtig zu entscheiden (Setzt natürlich Vernunft und Sachkenntnis voraus)

2. Gerechtigkeit - Jedem das ihm zustehende geben

3. Tapferkeit - (z.B civil courage)

4. Maßhalten - (sozusagen nichts einseitig übertreiben)

 

Damit stehen in der katholischen Lehre Vernunft und Wissen ganz vorne dran, ohne Sachkenntnis kann man gar nicht gut handeln, denn man durchblickt die Dinge ja nicht wirklich.

 

Jetzt schauen wir uns mal diese Charaktereigenschaften im Engelwerk an. Das sind die:

 

1. Treue

2. Demut

3. Gehorsam

4. Liebe

5. Schweigen

6. Maß

7. Nachfolge Mariens

 

Vernunft kommt da schonmal nicht drin vor. Dazu kommt, daß der Reigen mit Treue, Demut und Gehorsam losgeht. Das sind drei Dinge, die nicht gerade an den selbständig denkenden Menschen denken lassen, sondern alle drei drehen sich um Unterordnung. Ich meine, das ist etwas überraschend in einer Großkirche, so etwas kennen wir doch eher von den Sekten.

 

Was wird dann aber frommes z.B mit "Treue" gemeint? Hier eine Kostprobe:

 

"Zuerst sollen wir GOTT treu sein, dem wir als

unserem Schöpfer, Erlöser und Heiligmacher

eine absolute Untertanentreue schulden. Sodann

sollen wir der Kirche treu sein, sowohl ihrem

Lehramt gegenüber (wo es um die Lehre der

Kirche geht, sollen wir fest und standhaft sein,

denn das Evangelium CHRISTI ist nur eines

und unveränderbar) als auch ihrem Leitungsamt

gegenüber (als gehorsame, loyale, zuverlässige

und unbeirrbare Diener). "

 

http://www.engelwerk.at/briefe/pdf/1treue.pdf

 

"Absolute Untertanentreue" - da haben wir's. Der gute alte Iob hätte dort sicher nichts zu lachen gehabt, den hätten sie bestimmt als unverbesserlichen Defätisten rausgeschmissen. Witzig haben sie das auch gemacht, indem sie diese bedingungslose Treue (haben wir so ähnlich in der Geschichte auch schon gehört) Gott zuordnen. Wer hier dann Gottes Willen verkünden wird, kann man sich leicht ausmalen.

 

In den Himmel kommt man vermutlich dann nur als hirnloser Droid, und damit sieht es schonmal schlecht für uns aus, Leute. :ninja:

 

Zum Gehorsam bringe ich mal nur den Link, sonst schreibe ich vielleicht noch etwas nicht ganz Salonfähiges: http://www.engelwerk.at/briefe/pdf/3gehorsam.pdf

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Und was machen jetzt die treuen Untertanen, wenn das Lehr- und Leitungsamt von ihnen Vernunft verlangt?

 

Ich hätte noch ein paar klare, harmonische Linien, die sie hoffentlich als schön und ansprechend empfinden: die Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit in Wien - errichtet von Fritz Wotruba.

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Was mich auch gleich gestört hatte, waren die "Charaktereigenschaften". Aus der alten Schule haben wir ja die Kardinaltugenden, mal zum Vergleich:

 

1. Klugheit - Die Kunst, sich richtig zu entscheiden (Setzt natürlich Vernunft und Sachkenntnis voraus)

2. Gerechtigkeit - Jedem das ihm zustehende geben

3. Tapferkeit - (z.B civil courage)

4. Maßhalten - (sozusagen nichts einseitig übertreiben)

 

Damit stehen in der katholischen Lehre Vernunft und Wissen ganz vorne dran, ohne Sachkenntnis kann man gar nicht gut handeln, denn man durchblickt die Dinge ja nicht wirklich.

Wobei diese vier Kardinaltugenden bereits aus der Antike überliefert sind und im NT gänzlich fehlen. Auch andere Kulturen stützen sich auf einen ähnlichen Kanon. Sie sind also keine christliche Errungenschaft, sondern wurzeln tief im kulturellen Verständnis der Menschheit. Deswegen auch der Name: cardo = Drehpunkt.

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Was mich auch gleich gestört hatte, waren die "Charaktereigenschaften". Aus der alten Schule haben wir ja die Kardinaltugenden, mal zum Vergleich:

 

1. Klugheit - Die Kunst, sich richtig zu entscheiden (Setzt natürlich Vernunft und Sachkenntnis voraus)

2. Gerechtigkeit - Jedem das ihm zustehende geben

3. Tapferkeit - (z.B civil courage)

4. Maßhalten - (sozusagen nichts einseitig übertreiben)

 

Damit stehen in der katholischen Lehre Vernunft und Wissen ganz vorne dran, ohne Sachkenntnis kann man gar nicht gut handeln, denn man durchblickt die Dinge ja nicht wirklich.

Wobei diese vier Kardinaltugenden bereits aus der Antike überliefert sind und im NT gänzlich fehlen. Auch andere Kulturen stützen sich auf einen ähnlichen Kanon. Sie sind also keine christliche Errungenschaft, sondern wurzeln tief im kulturellen Verständnis der Menschheit. Deswegen auch der Name: cardo = Drehpunkt.

Das sind gewissermaßen die vier weltlichen Tugenden (vier auch als Symbolzahl für die Welt), die sich mit den drei göttlichen Tugenden (drei als Zahl des Himmels) zur Zahl sieben, dem Symbol von Vollkommenheit addieren lassen.

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Was mich auch gleich gestört hatte, waren die "Charaktereigenschaften". Aus der alten Schule haben wir ja die Kardinaltugenden, mal zum Vergleich:

 

1. Klugheit - Die Kunst, sich richtig zu entscheiden (Setzt natürlich Vernunft und Sachkenntnis voraus)

2. Gerechtigkeit - Jedem das ihm zustehende geben

3. Tapferkeit - (z.B civil courage)

4. Maßhalten - (sozusagen nichts einseitig übertreiben)

 

Damit stehen in der katholischen Lehre Vernunft und Wissen ganz vorne dran, ohne Sachkenntnis kann man gar nicht gut handeln, denn man durchblickt die Dinge ja nicht wirklich.

Wobei diese vier Kardinaltugenden bereits aus der Antike überliefert sind und im NT gänzlich fehlen. Auch andere Kulturen stützen sich auf einen ähnlichen Kanon. Sie sind also keine christliche Errungenschaft, sondern wurzeln tief im kulturellen Verständnis der Menschheit. Deswegen auch der Name: cardo = Drehpunkt.

Das sind gewissermaßen die vier weltlichen Tugenden (vier auch als Symbolzahl für die Welt), die sich mit den drei göttlichen Tugenden (drei als Zahl des Himmels) zur Zahl sieben, dem Symbol von Vollkommenheit addieren lassen.

Nur, daß die drei göttlichen Tugenden erst seit dem frühen MA in der Religion verankert wurden. Die wirklich essentiellen und universellen sind die vier genannten.

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Was mich auch gleich gestört hatte, waren die "Charaktereigenschaften". Aus der alten Schule haben wir ja die Kardinaltugenden, mal zum Vergleich:

 

1. Klugheit - Die Kunst, sich richtig zu entscheiden (Setzt natürlich Vernunft und Sachkenntnis voraus)

2. Gerechtigkeit - Jedem das ihm zustehende geben

3. Tapferkeit - (z.B civil courage)

4. Maßhalten - (sozusagen nichts einseitig übertreiben)

 

Damit stehen in der katholischen Lehre Vernunft und Wissen ganz vorne dran, ohne Sachkenntnis kann man gar nicht gut handeln, denn man durchblickt die Dinge ja nicht wirklich.

Wobei diese vier Kardinaltugenden bereits aus der Antike überliefert sind und im NT gänzlich fehlen. Auch andere Kulturen stützen sich auf einen ähnlichen Kanon. Sie sind also keine christliche Errungenschaft, sondern wurzeln tief im kulturellen Verständnis der Menschheit. Deswegen auch der Name: cardo = Drehpunkt.

Das sind gewissermaßen die vier weltlichen Tugenden (vier auch als Symbolzahl für die Welt), die sich mit den drei göttlichen Tugenden (drei als Zahl des Himmels) zur Zahl sieben, dem Symbol von Vollkommenheit addieren lassen.

Nur, daß die drei göttlichen Tugenden erst seit dem frühen MA in der Religion verankert wurden. Die wirklich essentiellen und universellen sind die vier genannten.

"Jetzt bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei, die höchste von ihnen aber ist die Liebe" (1Kor13)

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er ist angstgeprägt

ja.

 

aber, Franciscus:

 

wie geht das, einem Menschen die Angst nehmen, vielleicht auch ein bißchen die Angst so nicht mehr da sein lassen, wie geht das?

 

was kann ich da tun?

 

weil: Angst ist doch Schéiße. oder?

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er ist angstgeprägt

ja.

 

aber, Franciscus:

 

wie geht das, einem Menschen die Angst nehmen, vielleicht auch ein bißchen die Angst so nicht mehr da sein lassen, wie geht das?

 

was kann ich da tun?

 

weil: Angst ist doch Schéiße. oder?

Das ist doch nicht das Thema! Wichtig ist, dass man Menschen, die Ängste äußern, pathologisiert und kriminalisiert! :ninja:
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Franciscus non papa

falsch. angst ist ein von der natur geschenkter schutz für den menschen, vergleichbar mit fieber. allerdings muss man bei andauerndem fieber, wie bei chronischer angst, dagegen angehen - das hat mit pathologisieren nichts zu tun, schon gar nicht mit kriminalisieren.

 

obwohl, es gibt ja "theologen" die gewisse krankheiten auch als strafe gottes bezeichnen....

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Was mich auch gleich gestört hatte, waren die "Charaktereigenschaften". Aus der alten Schule haben wir ja die Kardinaltugenden, mal zum Vergleich:

 

1. Klugheit - Die Kunst, sich richtig zu entscheiden (Setzt natürlich Vernunft und Sachkenntnis voraus)

2. Gerechtigkeit - Jedem das ihm zustehende geben

3. Tapferkeit - (z.B civil courage)

4. Maßhalten - (sozusagen nichts einseitig übertreiben)

 

Damit stehen in der katholischen Lehre Vernunft und Wissen ganz vorne dran, ohne Sachkenntnis kann man gar nicht gut handeln, denn man durchblickt die Dinge ja nicht wirklich.

Wobei diese vier Kardinaltugenden bereits aus der Antike überliefert sind und im NT gänzlich fehlen. Auch andere Kulturen stützen sich auf einen ähnlichen Kanon. Sie sind also keine christliche Errungenschaft, sondern wurzeln tief im kulturellen Verständnis der Menschheit. Deswegen auch der Name: cardo = Drehpunkt.

Das sind gewissermaßen die vier weltlichen Tugenden (vier auch als Symbolzahl für die Welt), die sich mit den drei göttlichen Tugenden (drei als Zahl des Himmels) zur Zahl sieben, dem Symbol von Vollkommenheit addieren lassen.

Nur, daß die drei göttlichen Tugenden erst seit dem frühen MA in der Religion verankert wurden. Die wirklich essentiellen und universellen sind die vier genannten.

"Jetzt bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei, die höchste von ihnen aber ist die Liebe" (1Kor13)

 

Die sieben stehen in enger Wechselbeziehung. Die vier Kardinaltugenden sind, wie Josef Pieper formuliert hat, sozusagen der Maßstab für "menschliches Richtigsein" und werden der Philosophie zugeordnet. Die drei "theologischen Tugenden" können ohne die vier nicht echt sein, sie wären dann "Afterverwirklichungen".

Zur Klugheit ("die Kunst, sich richtig zu entscheiden"), gehört vor allem auch, das sehen und verstehen können, was man vor sich sieht. Dazu gehört Wissen. Glauben ohne Verstehen (Klugheit) ist (Selbst-?)Täuschung. Hoffnung ohne Vernunft ist Illusion. Liebe zu jemanden, den man nicht versteht, führt zu Drama.

Glaube ohne Gerechtigkeit..

Das gilt für alle vier.

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falsch. angst ist ein von der natur geschenkter schutz für den menschen, vergleichbar mit fieber. allerdings muss man bei andauerndem fieber, wie bei chronischer angst, dagegen angehen - das hat mit pathologisieren nichts zu tun, schon gar nicht mit kriminalisieren.

 

obwohl, es gibt ja "theologen" die gewisse krankheiten auch als strafe gottes bezeichnen....

Was "chronische" Angst betrifft, geb ich dir Recht, aber die wenigsten Ängste sind chronisch. Die einzige Angst in der Kirche, die mir bei manchen chronisch erscheint, ist die Angst vor dem Papst und seinen Entscheidungen.
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falsch. angst ist ein von der natur geschenkter schutz für den menschen, vergleichbar mit fieber. allerdings muss man bei andauerndem fieber, wie bei chronischer angst, dagegen angehen - das hat mit pathologisieren nichts zu tun, schon gar nicht mit kriminalisieren.

 

obwohl, es gibt ja "theologen" die gewisse krankheiten auch als strafe gottes bezeichnen....

Was "chronische" Angst betrifft, geb ich dir Recht, aber die wenigsten Ängste sind chronisch. Die einzige Angst in der Kirche, die mir bei manchen chronisch erscheint, ist die Angst vor dem Papst und seinen Entscheidungen.

warum sollte ich vor dem papast und seinen entscheidungen angst haben?

wenn du aber die ängste vieler menschen nicht spürst, sie werden allerdings übertüncht durch anderes fehlverhalten, durch rationalisierungen, solltest du sorge um deine seele haben. das was oft so pauschal an schlechtem in der welt beklagt wird hat seinen ursprung in ängsten, in chronischen ängsten.

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falsch. angst ist ein von der natur geschenkter schutz für den menschen, vergleichbar mit fieber. allerdings muss man bei andauerndem fieber, wie bei chronischer angst, dagegen angehen - das hat mit pathologisieren nichts zu tun, schon gar nicht mit kriminalisieren.

 

obwohl, es gibt ja "theologen" die gewisse krankheiten auch als strafe gottes bezeichnen....

Was "chronische" Angst betrifft, geb ich dir Recht, aber die wenigsten Ängste sind chronisch. Die einzige Angst in der Kirche, die mir bei manchen chronisch erscheint, ist die Angst vor dem Papst und seinen Entscheidungen.

warum sollte ich vor dem papast und seinen entscheidungen angst haben?

wenn du aber die ängste vieler menschen nicht spürst, sie werden allerdings übertüncht durch anderes fehlverhalten, durch rationalisierungen, solltest du sorge um deine seele haben. das was oft so pauschal an schlechtem in der welt beklagt wird hat seinen ursprung in ängsten, in chronischen ängsten.

Die Hauptängste in unserer Gesellschaft sind die Angst vor dem Tod, die Angst vor Krankheit und Schmerz und die Angst vor dem Alleinsein. Eine Verankerung im Glauben ist gegen alle drei ein probates Mittel.

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Die Hauptängste in unserer Gesellschaft sind die Angst vor dem Tod, die Angst vor Krankheit und Schmerz und die Angst vor dem Alleinsein.

Woraus schließt du das? Die Angst vor dem Tod sehe ich kaum noch, bei jungen Leuten nicht, woher käme sonst die Begeisterung für gefährliche Sportarten, und auch bei Alten nicht, die eher ängstigt, hilflos an Schäuchen zu enden, ohne sterben zu können.

 

Auch die Angst vor dem Alleinsein kann so groß nicht sein, so leicht wie sich Leute heute voneinander trennen. Gegen Krankheit und Schmerzen gibt es Pillen (so denken jedenfalls viele). Wenn man nicht gerade persönlich betroffen ist, ängstigt das keinen.

 

Angst vor Arbeitslosigkeit oder sozialem Abstieg hast du dagegen vergessen. Oder Angst als Erlebnis. Bald ist ja wieder Halloween. :ninja:

 

Eine Verankerung im Glauben ist gegen alle drei ein probates Mittel.

Wenn die Diagnose falsch ist, geht die Therapie ins Leere.

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Die Hauptängste in unserer Gesellschaft sind die Angst vor dem Tod, die Angst vor Krankheit und Schmerz und die Angst vor dem Alleinsein.

Woraus schließt du das? Die Angst vor dem Tod sehe ich kaum noch, bei jungen Leuten nicht, woher käme sonst die Begeisterung für gefährliche Sportarten, und auch bei Alten nicht, die eher ängstigt, hilflos an Schäuchen zu enden, ohne sterben zu können.

 

Auch die Angst vor dem Alleinsein kann so groß nicht sein, so leicht wie sich Leute heute voneinander trennen. Gegen Krankheit und Schmerzen gibt es Pillen (so denken jedenfalls viele). Wenn man nicht gerade persönlich betroffen ist, ängstigt das keinen.

 

Angst vor Arbeitslosigkeit oder sozialem Abstieg hast du dagegen vergessen. Oder Angst als Erlebnis. Bald ist ja wieder Halloween. :ninja:

 

Eine Verankerung im Glauben ist gegen alle drei ein probates Mittel.

Wenn die Diagnose falsch ist, geht die Therapie ins Leere.

Ängste sind ein psychologisches Problem. Dort muß man ansetzen und schauen, woher diese Ägnste eigentlich kommen.

 

Wenn man, wie vorgeschlagen, den Katholizismus sozusagen als "Medikament" einsetzt, mißbraucht man Religion. Wenn man Religion betreiben wollte, um ein psychologisches Problem zu beheben, betreibt man genau dann keine Religion mehr. Man tut es nämlich nicht mehr, weil es wahr und richtig ist, sondern um einen Nutzen zu erzielen. Das ist mit Religion unvereinbar.

 

Auch Zen-Meister wehren sich gegen so etwas (medizinischen Mißbrauch), obwohl Zen-Meditation bei vielen Dingen sehr helfen kann.

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Wenn man, wie vorgeschlagen, den Katholizismus sozusagen als "Medikament" einsetzt, mißbraucht man Religion.

 

Nein so meinte ich das nicht. Die Befreiung von Ängsten ist sozusagen ein "windfall profit" des Christentums. Die Beschreibung von Änsten als psychologisches Problem ist eine Leerformel.

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Franciscus non papa

glaube befreit durchaus nicht von allen ängsten, wäre es so, dann hätte jesus am ölberg keine angst haben müssen.

bearbeitet von Franciscus
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glaube befreit durchaus nicht von allen ängsten, wäre es so, dann hätte jesus am ölberg angst haben müssen.
?? Du wolltest schreiben "keine Angst", oder?
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glaube befreit durchaus nicht von allen ängsten, wäre es so, dann hätte jesus am ölberg angst haben müssen.

Da fehlt ein "keine" (Angst haben müssen)

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