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Kindesmissbrauch in rkK


gerwin

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Über vier Monate die Klappe halten, damit der notgeile Kipo-Pfaffe noch rasch seine Bildersammlung verschwinden lassen kann. Jeder Verantwortliche in einer Firma, der sich so verhält, der Beihilfe zur Vertuschung einer Straftat leistet, wäre längst entlassen worden.

 

 

Dass der Papst hier Klartext redet und Herrn Finn seines Amtes enthebt, darauf können wir lange warten. Man hat in dieser Kirche eben ein gutes und weites Herz, besonders auch für Pädokriminelle. Schwule, wiederverheiratet Geschiedene oder andere schlimme "Sünder" hingegen werden weiter zur Stadt hinaus getrieben und gesteinigt.

 

Und Herr Ratzinger hält brav seine Klappe.

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Diese Anklageerhebung in den USA setzt ein wichtiges Signal. Es zeigt den Kirchenfunktionären, dass sie nicht über dem Gesetz eines Landes stehen, sondern dass Straftaten ohne Ansehen der Person und ihren Rang verfolgt werden.

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Ich habe den Film gesehen und fand ihn komisch, vor allem die Szenen des Priesters mit dem Mädchen. Das passte einfach nicht. Jedem pädagogisch Tätigen müsste klar sein, dass in einer Eins zu eins-Situation eine erheblich größere Distanz aus pädagogischen Gründen absolut notwendig ist. Die Annäherungen des Mädchens (auch wenn sie vom Mädchen nicht erotisch gemeint und vom Priester nicht erotisch aufgefasst wurden) hätte er leicht vermeiden können und auch müssen. So hinterließ der Film einen zwiespältigen Eindruck, weil diese Problematik übehaupt nicht thematisiert wurde.

In meiner Unterrichtspraxis (die hauptsächlich aus Einzelunterricht besteht) wäre das undenkbar. Und zwar nicht weil ich da irgend etwas zurückweisen müsste, sondern weil ich die Situation so gestalte, dass Formen körperlicher Nähe einfach nicht zum Kommunikationsrepertoire gehören.

 

Musikalische und religiöse pädagogische Beziehungen haben gemeinsam, dass sie Vertrauen erzeugen. Aber eben Vertrauen und keine Vertraulichkeit, schon gar keine körperliche. Wahrscheinlich ist eine gründliche Reflektion des Nähe-Distanz-Verhältnisses in der Priesterausbildung absolut notwendig. Bei uns an der Musikhochschule hat sie allerdings auch cnicht stattgefunden, obwohl sie für den Beruf des Instrumentallehrers auch unentbehrlich ist.

 

Außerdem war komisch, dass die im Film gebeteten Psalmen nicht aus der katholischen Einheitsübersetzung, sondern vermutlich aus der Lutherbibel stammten. Das käme in einer katholischen Gemeinde eher nicht vor, würde ich sagen.

bearbeitet von Franziskaner
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Es ist nun mal kein Dokumentarfilm.

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Es ist nun mal kein Dokumentarfilm.

 

Ja das schon, aber die Figur des Priesters war unrealistisch. Es gibt Lehrer/Priester/etc. die grenzüberschreitend agieren, weil sie ihrem Schüler/Schülerin gegenüber unangemessene und letztlich destruktive Gefühle entwickeln. Und es gibt Lehrer/Priester/etc, die für ihre Schüler pädagogisch das Beste wollen und aus diesem Grunde die Grenzen einhalten.

Ich glaube aber nicht, dass es Pädagogen gibt, die pädagogisch positiv wirken wollen, aber trotzdem grenzüberschreitend agieren bzw. Grenzüberschreitungen zulassen. So naiv kann man einfach nicht sein, schon gar nicht in dem Alter der dargestellten Person.

 

Für einen Film, der sich ausdrücklich dieser schwierigen Thematik nähern wollte, fand ich das schon enttäuschend. Es hatte etwas Groschenromanhaftes.

Na ja - ZDF

bearbeitet von Franziskaner
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Es ist nun mal kein Dokumentarfilm.

 

Ja das schon, aber die Figur des Priesters war unrealistisch. Es gibt Lehrer/Priester/etc. die grenzüberschreitend agieren, weil sie ihrem Schüler/Schülerin gegenüber unangemessene und letztlich destruktive Gefühle entwickeln. Und es gibt Lehrer/Priester/etc, die für ihre Schüler pädagogisch das Beste wollen und aus diesem Grunde die Grenzen einhalten.

Ich glaube aber nicht, dass es Pädagogen gibt, die pädagogisch positiv wirken wollen, aber trotzdem grenzüberschreitend agieren bzw. Grenzüberschreitungen zulassen. So naiv kann man einfach nicht sein, schon gar nicht in dem Alter der dargestellten Person.

 

Für einen Film, der sich ausdrücklich dieser schwierigen Thematik nähern wollte, fand ich das schon enttäuschend. Es hatte etwas Groschenromanhaftes.

Na ja - ZDF

Vielleicht braucht es einen gewissen emotionalen Abstand, solche einen Film zu schauen.

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Ja das schon, aber die Figur des Priesters war unrealistisch. Es gibt Lehrer/Priester/etc. die grenzüberschreitend agieren, weil sie ihrem Schüler/Schülerin gegenüber unangemessene und letztlich destruktive Gefühle entwickeln. Und es gibt Lehrer/Priester/etc, die für ihre Schüler pädagogisch das Beste wollen und aus diesem Grunde die Grenzen einhalten.

Ich glaube aber nicht, dass es Pädagogen gibt, die pädagogisch positiv wirken wollen, aber trotzdem grenzüberschreitend agieren bzw. Grenzüberschreitungen zulassen. So naiv kann man einfach nicht sein, schon gar nicht in dem Alter der dargestellten Person.

Genau das macht den Film aus meiner Sicht realistisch. Die wenigsten Priester sind Pädagogel, auch wenn die meisten Pfarrer pädagogisch tätig sind. Auch in meiner eigenen Erfahrung sind gute Pädagogen da eher die Ausnahme. Und der Film will ja genau das zeigen: Ein Pfarrer, der unschuldig aber unklug agiert und dadurch ins Zwielicht des Kindermissbrauchs gerät. Ich habe bei dem Film viele Parallelen zu meiner Jugendzeit in der Kirche gesehen.

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Meiner unmaßgeblichen Meinung nach geht es in dem Film vorwiegend darum, den Vertrauensverlust, den auch ein an den üblen Geschehnissen völlig unbeteiligter Dorfpfarrer stellvertretend für die "Art" durch die unzureichende Aufarbeitung seitens der Institution RKK wegstecken muss, aufzuzeigen.

Seine, wie bereits im Link nachzulesen "unverkrampft und freundlich-väterliche" Beziehung zu dem Kind - eigentlich doch wünschenswert - wird ihm angesichts des sich ausbreitenden Skandals beinahe zum Verhängnis, nur abgewendet durch die klug und besonnen recherchierende Kommissarin.

Mich haben die Regie und die Schauspieler überzeugt - mehr kann ich von einem Krimi mit realistischem Hintergrund, der weder ein Weiterbildungsseminar für Pädagogen noch ein Dokumentarfilm sein will, nicht erwarten :daumenhoch:

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Ich glaube aber nicht, dass es Pädagogen gibt, die pädagogisch positiv wirken wollen, aber trotzdem grenzüberschreitend agieren bzw. Grenzüberschreitungen zulassen.

 

Genau da denke ich, dass es das sehr wohl gibt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass diejenigen, die sich in den letzten Jahren entsprechender - wohl teilweise auch strafbarer - Grenzüberschreitungen in der RKK schuldig gemacht haben - überwiegend Menschen sind, die bewusst schädigen wollen oder Schädigungen zumindest bewusst in Kauf nehmen. Da mag eine Naivität eine Rolle spielen, eine eigene, ungefestigte oder geschädigte Persönlichkeit oder massiv fehlende Ausbildung (entweder nicht gehabt oder ignoriert).

 

Es gibt sicherlich sadistische Übergriffe: Die Vorkommnisse in kirchlichen und öffentlichen Kinderheimen in Deutschland bis in die 1970er, in Irland bis ca. 2005. Aber auch da bin ich mir relativ sicher, dass diese Tätergruppe nicht die Mehrheit stellt.

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Mich haben die Regie und die Schauspieler überzeugt - mehr kann ich von einem Krimi mit realistischem Hintergrund, der weder ein Weiterbildungsseminar für Pädagogen noch ein Dokumentarfilm sein will, nicht erwarten :daumenhoch:

Diesem Urteil möchte ich mich anschließen. Ich habe den Handlungsverlauf sehr gebannt verfolgt und denke, die Situation eines heutigen Dorfpfarrers wird sehr treffend dargestellt. Ich konnte auch keinerlei ungerechtfertigte Darstellung der Kirche erkennen.
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Zitat: "Und schon in den achtziger Jahren hatte der Priestermangel ein solches Ausmaß angenommen, dass auch Männer zu den Weihen zugelassen wurden, die wegen sexueller Übergriffe auf Kinder und Jugendliche straffällig geworden waren."

 

Wäre schon interessant, ob dafür jemand persönliche Verantwortung übernimmt.

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Meiner unmaßgeblichen Meinung nach geht es in dem Film vorwiegend darum, den Vertrauensverlust, den auch ein an den üblen Geschehnissen völlig unbeteiligter Dorfpfarrer stellvertretend für die "Art" durch die unzureichende Aufarbeitung seitens der Institution RKK wegstecken muss, aufzuzeigen.

Seine, wie bereits im Link nachzulesen "unverkrampft und freundlich-väterliche" Beziehung zu dem Kind - eigentlich doch wünschenswert - wird ihm angesichts des sich ausbreitenden Skandals beinahe zum Verhängnis, nur abgewendet durch die klug und besonnen recherchierende Kommissarin.

Mich haben die Regie und die Schauspieler überzeugt - mehr kann ich von einem Krimi mit realistischem Hintergrund, der weder ein Weiterbildungsseminar für Pädagogen noch ein Dokumentarfilm sein will, nicht erwarten :daumenhoch:

 

Ich habe den Film auch recht gut gefunden; das Problem ist ja auch, dass auch völlig normale "unschuldige" Beziehungen zur Gerüchtebildung beitragen können, einen Verdacht auf jemanden werfen können, der es einfach nicht verdient hat. Ich hab so etwas Ähnliches (nicht an mir) als Lehrer auch erlebt, und es schlimm, was da alles zerstört werden kann.

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Man hat bewußt Bischöfe ernennt, denen es eher auf die konservative Frömmigkeit der Seminaristen als auf deren sexuelle Reife ankam. Wer dafür verantwortlich war?

 

Ich kann aus dem Bericht nirgend wo entnehmen, dass die Übeltäter sich durch eine besondere Frömmigkeit hervortaten oder gar eine konservative Einstellung zum Glauben und Kirchenpolitik hätten!

 

Im Gegenteil:

 

[...]...Schilderungen der Kommission über sexuellen Missbrauch von Jungen speziell in Ordenseinrichtungen lassen indes darauf schließen, dass eine homosexuelle Subkultur ein entscheidender Faktor für Übergriffigkeit war und ist....[...]

 

Das bestätigt nochmal, dass die Missbrauchsproblematik in der Kirche -wenn sie auch weit unterdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Milieus auftritt- vornehmlich mit der Homo-Problematik korreliert. Was zusätzlich Deine Schlussfolgerung entkräftet, die Konservativen seien besonders anfällig für diese Verbrechen. Denn es ist ja allgemein bekannt, dass die Homos eher selten eine konservative Haltung pflegen.

Deine Behauptung, besonders fromme Menschen würden diesen Versuchungen eher erliegen, als es progressive tun. Lässt sich ebenfalls durch Garnichts stützen, eher im Gegenteil. Bis jetzt ist mir kein Fall bekannt, in den ein Pius- oder Petrusbruder verwickelt gewesen wäre!

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Man hat bewußt Bischöfe ernennt, denen es eher auf die konservative Frömmigkeit der Seminaristen als auf deren sexuelle Reife ankam. Wer dafür verantwortlich war?

In den 80er Jahren galt der niederländische Klerus (auch der hohe) nicht als besonders konservativ.

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Saarbrücker Zeitung

 

Nach zwei kürzlich bekannt gewordenen Missbrauchsfällen ist der Trierer Bischof Stephan Ackermann in die Kritik geraten...Allerdings wurde der Geistliche weder beurlaubt, noch die Öffentlichkeit informiert. Das passierte erst mit rund zehnmonatiger Verspätung - nachdem ein Journalist der "Frankfurter Rundschau" von dem Fall Wind bekommen hatte, sagen Kritiker.
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Saarbrücker Zeitung

 

Nach zwei kürzlich bekannt gewordenen Missbrauchsfällen ist der Trierer Bischof Stephan Ackermann in die Kritik geraten...Allerdings wurde der Geistliche weder beurlaubt, noch die Öffentlichkeit informiert. Das passierte erst mit rund zehnmonatiger Verspätung - nachdem ein Journalist der "Frankfurter Rundschau" von dem Fall Wind bekommen hatte, sagen Kritiker.

 

Schön, dass das nicht einfach versickert! Heizt ihnen solange ein, bis wirklich niemand mehr auf die Idee kommt, hier gäbe es irgendwas zu beschönigen und zu verheimlichen!

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