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Habemus papam


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Ich freue mich doch sehr, zu sehen, dass Franziskus die gute alte Ferula Pauls VI. wieder in Betrieb genommen hat.

Ach JPII hat das Teil auch "gebraucht gekauft"?... Nun ja, die späte Geburt erzeugt solche Missverständnisse.

 

Hat mich heute aber auch positiv überrascht, ich hoffe er bleibt dabei. Der Hirtenstab auf den Sich Franziskuss noch an Ostern gestützt hatte wollte nicht wirklich zu ihm passen... davon abgesehen das die Ferula die er heute benutzt hat mir persönlich besser gefällt.

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Ich freue mich doch sehr, zu sehen, dass Franziskus die gute alte Ferula Pauls VI. wieder in Betrieb genommen hat.

:daumenhoch:

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OneAndOnlySon

Die Ferula war seit einigen Jahren auf einer Wanderausstellung, soweit ich weiß. Es hat wohl etwas gedauert, die zurück zu bekommen. Schön, sie wieder zu sehen.

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Äh - blöde Frage, aber leider gab mir das Internet nicht ausreichend Auskunft:

 

Ist eine Ferula zumindest von der Sache her (nicht von der Verwendung bzw. von der Symbolik) das Gleiche wie ein Vortragekreuz?

 

Und es scheint ja so zu sein, dass auch einzelne Erzbischöfe in Frankreich eine Ferula benutzt haben.

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Was meinst du mit "von der Sache her"? Rein vom Aussehen ist die Ferula ein gerade auslaufender Stab (im Unterschied zum bischöflichen Krumstab). Wenn ich es recht verstanden habe, so hat bspw. Benedikt XVI. ein Vortragekreuz als Ferula benutzt. Die m.E. eigentliche Unterscheidung ergibt sich nur durch die Verwendung des Stabes. Durch die Nutzung durch den Papst wird das Vortragekreuz zur Ferula.

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OneAndOnlySon

Eine andere Unterscheidung ergibt sich aus der Geschichte der Ferula. Als Amtsinsignie hat sie eher die Funktion des Bischofsstabes, auch wenn sie früher nicht wie ein Hirtenstab vom Amtsinhaber selbst benutzt, sondern vor ihm her getragen wurde. Im Gegensatz zum Bischofsstab, der das Hirtenamt des Bischofs ausdrückt, soll die Ferula die Macht Christi, die der Papst als dessen Stellvertreter ausübt, symbolisieren. Sie ist daher von der Symbolik her mit der Tiara zu vergleichen. Das sieht man auch schön an der dreikreuzigen Ferula von Leo XIII.

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gouvernante

as sieht man auch schön an der dreikreuzigen Ferula von Leo XIII.

Hier kann man sie sehen, allerdings in der Hand von JP II

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SPON schreibt:

Mit seinen ersten Schritten im Amt verbreitet Papst Franziskus allerorts Hoffnung auf Bewegung, Veränderung und Reformen in der katholischen Kirche. Jetzt bestätigen Berichte von US-Medien, dass der Pontifex liberalen Strömungen offenbar weniger zugetan ist als vermutet.

 

Als von wem vermutet? :rolleyes:

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OneAndOnlySon

SPON schreibt:

Mit seinen ersten Schritten im Amt verbreitet Papst Franziskus allerorts Hoffnung auf Bewegung, Veränderung und Reformen in der katholischen Kirche. Jetzt bestätigen Berichte von US-Medien, dass der Pontifex liberalen Strömungen offenbar weniger zugetan ist als vermutet.

 

Als von wem vermutet? :rolleyes:

Das frage ich mich allerdings auch. Dass Franziskus mit dem höfischen Zeremoniell des Vatikans und einem Kostümtheater in der Liturgie nichts anfangen kann, ist eine Sache. Dass er in Fragen der Moraltheologie trotzdem voll auf der Linie seiner Vorgänger ist, war doch schon nach Bekanntwerden seiner Ansichten von vor der Wahl klar. Wir können uns von Papst Franziskus Fortschritte bei der Verantwortung der Ortskirchen, der Reform der Kurie und dem Abbau des vatikanischen Popanz erwarten. Außerdem wird er wohl das fragwürdige Traditionsverständnis Benedikts zurechtrücken. Aus meiner Sicht ist das alles Aufgabe genug für ein Pontifikat. Man wird sehen, was die Nachfolger aus dieser Vorlage dann machen.

 

P.S.: Zudem schützt seine rigide Haltung zur Sexualmoral Franziskus wahrscheinlich davor, von seinen in ehrfürchtiger Liebe und dienstbereiter Demut verbundenen Mitarbeitern aus dem Amt gejagt oder umgebracht zu werden. :rolleyes:

Edited by OneAndOnlySon
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SPON schreibt:

Mit seinen ersten Schritten im Amt verbreitet Papst Franziskus allerorts Hoffnung auf Bewegung, Veränderung und Reformen in der katholischen Kirche. Jetzt bestätigen Berichte von US-Medien, dass der Pontifex liberalen Strömungen offenbar weniger zugetan ist als vermutet.

 

Als von wem vermutet? :rolleyes:

 

Vom Spiegel eben. Und liberal ist das, was der Spiegel dafür hält.

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Der Artikel hat bei aller berechtigten Freude über diesen mutigen Schritt von Papst Franziskus 2 Schattenseiten:

 

1) Er kann es sich nicht verkneifen, immer wieder eine Polarität Benedikt/Franziskus anzusprechen mit der Grundaussage: Franziskus, der Mutige, macht, was Benedikt, der Ängstliche nie gewagt - wenn überhaupt gewollt - hätte. Dass Benedikt genau deswegen zurück getreten ist, damit sein Nachfolger das macht, was Franziskus jetzt tut, wird nicht gesehen.

 

2) Natürlich dürfen die polarisierenden Klischees progressiv/konservativ nicht fehlen, und die 8 Kardinäle werden gleich munter in die betreffenden Schubladen gesteckt, ungeachtet dessen, dass es erstens gar nicht um Fragen von liberal und traditionell geht, sondern um eine Strukturreform, die vielen Vertretern aus allen Lagern der Kirche ein Anliegen darstellt, und zweitens alle 8 Kardinäle bisher nicht durch besonders modernistische Aussagen aufgefallen sind, sondern als treu zum jeweiligen Papst stehend.

 

Aber wer braucht schon seriöse und korrekte Berichterstattung, wenn es doch darum geht, die eigene Ideologie voran zu treiben?

Edited by Udalricus
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Der Artikel hat bei aller berechtigten Freude über diesen mutigen Schritt von Papst Franziskus 2 Schattenseiten:

 

1) Er kann es sich nicht verkneifen, immer wieder eine Polarität Benedikt/Franziskus anzusprechen mit der Grundaussage: Franziskus, der Mutige, macht, was Benedikt, der Ängstliche nie gewagt - wenn überhaupt gewollt - hätte. Dass Benedikt genau deswegen zurück getreten ist, damit sein Nachfolger das macht, was Franziskus jetzt tut, wird nicht gesehen.

 

2) Natürlich dürfen die polarisierenden Klischees progressiv/konservativ nicht fehlen, und die 8 Kardinäle werden gleich munter in die betreffenden Schubladen gesteckt, ungeachtet dessen, dass es erstens gar nicht um Fragen von liberal und traditionell geht, sondern um eine Strukturreform, die vielen Vertretern aus allen Lagern der Kirche ein Anliegen darstellt, und zweitens alle 8 Kardinäle bisher nicht durch besonders modernistische Aussagen aufgefallen sind, sondern als treu zum jeweiligen Papst stehend.

 

Aber wer braucht schon seriöse und korrekte Berichterstattung, wenn es doch darum geht, die eigene Ideologie voran zu treiben?

 

Ich fände es viel mutiger. einfach mal abzuwarten, als schon wieder in das "Negativhorn" zu blasen.

 

So nach dem Motto: "Egal was man macht, mir passt es eh nicht, weil ich gescheiter, belesener, und sehr viel römisch, katholisch gläubiger bin" :)

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Der Artikel hat bei aller berechtigten Freude über diesen mutigen Schritt von Papst Franziskus 2 Schattenseiten:

...

 

Ich fände es viel mutiger. einfach mal abzuwarten, als schon wieder in das "Negativhorn" zu blasen.

 

So nach dem Motto: "Egal was man macht, mir passt es eh nicht, weil ich gescheiter, belesener, und sehr viel römisch, katholisch gläubiger bin" :)

Wieso? Ich bin doch eh voller Freude und Optimismus, was die "franziskanische" Kurienreform betrifft!
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Aber wer braucht schon seriöse und korrekte Berichterstattung, wenn es doch darum geht, die eigene Ideologie voran zu treiben?

 

Die Einteilung der Mitglieder nach Schubladen ist ziemlich lächerlich. Ich kannte diese Postille bisher nicht, vermutlich muß sie die Erwartungen ihrer mehrer hundert Leser befriedigen.

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Chrysologus

Er kann es sich nicht verkneifen, immer wieder eine Polarität Benedikt/Franziskus anzusprechen mit der Grundaussage: Franziskus, der Mutige, macht, was Benedikt, der Ängstliche nie gewagt - wenn überhaupt gewollt - hätte. Dass Benedikt genau deswegen zurück getreten ist, damit sein Nachfolger das macht, was Franziskus jetzt tut, wird nicht gesehen.

 

Nun, Benedikt XVI. kannte die Kurie ja nun schon eine ganze Weile, als er Papst wurde...

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Er kann es sich nicht verkneifen, immer wieder eine Polarität Benedikt/Franziskus anzusprechen mit der Grundaussage: Franziskus, der Mutige, macht, was Benedikt, der Ängstliche nie gewagt - wenn überhaupt gewollt - hätte. Dass Benedikt genau deswegen zurück getreten ist, damit sein Nachfolger das macht, was Franziskus jetzt tut, wird nicht gesehen.

 

Nun, Benedikt XVI. kannte die Kurie ja nun schon eine ganze Weile, als er Papst wurde...

Der hatte doch keine Zeit die Kurie zu reformieren: Er war viel zu beschäftigt damit von den Missbrauchsskandalen nichts zu wissen und die Piusse zu hofieren.

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: Er war viel zu beschäftigt damit von den Missbrauchsskandalen nichts zu wissen

 

Das ist grob falsch und ehrabschneidend. Benedikt hat sehr intensiv gegen die Mißbrauchsskandale gearbeitet, er hat sich zB sehr in der Sache Legionäre Christi engagiert und auch in den US-Diözesen für neue Bischöfe gesorgt, die über jeden Zweiel erhaben sind.

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: Er war viel zu beschäftigt damit von den Missbrauchsskandalen nichts zu wissen

 

Das ist grob falsch und ehrabschneidend. Benedikt hat sehr intensiv gegen die Mißbrauchsskandale gearbeitet, er hat sich zB sehr in der Sache Legionäre Christi engagiert und auch in den US-Diözesen für neue Bischöfe gesorgt, die über jeden Zweiel erhaben sind.

Aber selber hat er nichts gewusst...obwohl der irische Obermupf zu einer Zeit an die Glaubenskongregation berichtet hat in der Josef Ratzinger deren Präfekt war...aber um solche Peanuts konnte er sich nicht kümmern, er musste ja Befreiungstheologen schikanieren.

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Ich bin auch froh, daß es jetzt den Papst Franziskus gibt. Ich habe immer wieder gelesen, daß Benedikt in vieler Hinsicht nicht der Zupackenste war und die Kurie nicht im Griff hatte. Sicher hat er auch viel Gutes für die Kirche getan. Ich will mich nicht weiter mit ihm beschäftigen, er ist Geschichte. Als Präfekt der Glaubenskongregation soll er beim Thema "Missbrauch" sogar nachlässig gewesen sein.

Franziskus erscheint mir bodenständiger und weniger abgehoben. Und auch kein Freund von einsamen Entschlüssen. Er wird die Kirche kollegialer führen, das entspricht dem Konzil.

 

Ich freue mich, daß es Papst Franziskus gibt und darüber, wie er sein Amt versteht.

 

Viele fühlen sich von ihm angesprochen, die vorher eher abseits standen. Er kann Brücken bauen. Ich bin dankbar, daß er Papst ist.

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