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Schwangerschaftsabbruch: Grund für Ablehnung des Beratungsscheins


scheinfrager

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Und diese Aussage ist halt für manche unerträglich.

Diese Aussage ist einfach falsch.

 

Na denn, erstmal müssen wir uns überlegen, von welchen Abtreibungen wir eigentlich reden.

Ich würde mal vorschlagen, wir unterteilen in Trimester. Dann schreib ich mal, was da "meiner Ansicht" nach jeweils getötet wird:

 

1. Trimester: Mensch, Entwicklungsphase Embryo oder Fötus

2. Trimester: Mensch, Entwicklungsphase Fötus

3. Trimester: Mensch, Entwicklungsphase Fötus

4. Trimester: Mensch, Entwicklungsphase Baby

...

 

Nenn bitte, was deiner Ansicht nach getötet wird.

nasciturus, in allen von dir benannten Entwicklungsphasen - wobei Baby keine Entwicklungsphase ist, das ist Quatsch. "Mensch" beginnt - hier teile ich die Ansicht des StGB- beginnt mit Einsetzen der Geburtswesen. (Nasciturus überigens nur, weil ich hier zu nett bin von "zellhaufen" zu schreiben).

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Waere das alles ethisch so einfach wie du schreibst

Was schreib ich denn so einfaches?

ich möchte nur den unterschied zwischen dem hier und dem hier festggestellt haben

Weil ich in dem ersteren einfach beim besten Willen kein Baby sehen kann.

 

Werner

bearbeitet von Werner001
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Long John Silver

Waere das alles ethisch so einfach wie du schreibst

Was schreib ich denn so einfaches?

ich möchte nur den unterschied zwischen dem hier und dem hier festggestellt haben

Weil ich in dem ersteren einfach beim besten Willen kein Baby sehen kann.

 

Werner

 

Ich schon. Weil ich weiss, dass im ersten bereits der praezise individuelle Bauplan steckt und saemtliche Faehigkeiten, ihn auszufuehren, sich quasi selbst nach den eigenen Vorgaben zu konstruieren zum dem Menschen hin, den wir nach der Geburt vor uns sehen werden. Falls man nicht von aussen eingreift und das verhindert.

 

Das ist so schwer nicht, diesen Zusammenhang in der Entwicklung zu kennen.

 

Ich bin ein grosser Freund dieser Bedarfsethik, weil ich denke, anders geht es nicht, aber ich bin kein Freund davon, die Augen zu verschliessen und zu vergessen, dass auf diesen Gebieten Kompromisse gemacht werden muessen. Ich persoenlich kann vor mir diese Kompromisse nur verantworten, wenn ich sie benenne und nicht aus dem Auge verliere, was sie kosten.

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Waere das alles ethisch so einfach wie du schreibst

Was schreib ich denn so einfaches?

ich möchte nur den unterschied zwischen dem hier und dem hier festggestellt haben

Weil ich in dem ersteren einfach beim besten Willen kein Baby sehen kann.

 

Werner

vor der befruchtung-eine möglichkeit, nach der befruchtung-eine wirklichkeit. nach der befruchtung sehe ich einen menschen, einen ungeheuren qualitätsunterschied. welches ereignis, das eine neue qualität bringt, erwartest du?

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vor der befruchtung-eine möglichkeit, nach der befruchtung-eine wirklichkeit.

 

Na ja, ich neige schon deutlich dazu, nicht die Befruchtung, sondern die Nidation als frühest denkbaren Termin des "Menschseins" anzunehmen. Unabhängig, ob die Nidation der befruchteten Eizelle natürlich (wie übrigens - wenn ich nicht falsch informiert bin - in der Mehrzahl der Befruchtungen) oder künstlich (Notfallkontrazeption, Minipille) verhindert wurde. Diese Sichtweise ist zudem analog dem deutschen Strafrecht. Vor der Nidation gibt es keinen Schwangerschaftsabbruch.

 

Ich sehe die reine theoretische Möglichkeit nicht als Beginn des Menschseins an, sondern erst den Zeitpunkt, wo frühestens ein zumindest leidlich stabiler Zustand erreicht wurde.

 

Darüber hinaus neige ich mehr zu LJS' Meinung - also zum ethischen Utilitarismus, der einen lebensbeendenden Schwangerschaftsabbruch zwar so benennt, aber eben auch unter bestimmten Umständen akzeptiert.

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Waere das alles ethisch so einfach wie du schreibst

Was schreib ich denn so einfaches?

ich möchte nur den unterschied zwischen dem hier und dem hier festggestellt haben

Weil ich in dem ersteren einfach beim besten Willen kein Baby sehen kann.

 

Werner

Ich denke, das ist der typische "ich sehe es nicht"-Effekt, den Du illustrierst.

Das "Grundgesetz" dieses Effekts funktioniert in ungefähr so: Je kleiner etwas (im Blickwinkel eines erwachsenen Menschen) ist, desto unbedeutender ist es.

Ähnliches kann man auch ganz gut an Mücke und Kaninchen veranschaulichen: kaum jmd. dürfte Probleme haben, eine Mücke zu erschlagen. Ein Kanickel für den Sonntagsbraten zu töten, bekommen schon wesentlich weniger Leute ohne Überwindung hin.

(Dieser Mechanismus hat auch einen wissenschaftlichen Namen, der mir aber gerade nicht einfällt.)

 

Eine ethische Betrachtungsweise muß aber eben genau von diesem "ich kann es aber nicht sehen"-Effekt abstrahieren können.

Ich hab letztes Wochenende den Kompost umgegraben. Dabei hab ich einen Pfirsichkern gefunden, aus dem ein winziges Pflänzchen wuchs, mit gerade mal 3 Blättchen. Ich hab es in ein Töpfchen gepflanzt und werd mal sehen, was draus wird.

Natürlich hab ich Respekt vor Leben. Ich hab auch Respekt vor einer befruchteten Eizelle, die würd ich auch nicht einfach mal so zerstören.

Aber ich seh einfach einen Unterschied zwischen einer befruchteten Eizelle und einem "fertigen" Menschen, und deshalb ist es für mich auch kein "Mord an einem unschuldigen, wehrlosen Menschen", wenn man eine Eizelle an der nidation hindert.

 

Werner

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Waere das alles ethisch so einfach wie du schreibst

Was schreib ich denn so einfaches?

ich möchte nur den unterschied zwischen dem hier und dem hier festggestellt haben

Weil ich in dem ersteren einfach beim besten Willen kein Baby sehen kann.

 

Werner

Ich denke, das ist der typische "ich sehe es nicht"-Effekt, den Du illustrierst.

Das "Grundgesetz" dieses Effekts funktioniert in ungefähr so: Je kleiner etwas (im Blickwinkel eines erwachsenen Menschen) ist, desto unbedeutender ist es.

Ähnliches kann man auch ganz gut an Mücke und Kaninchen veranschaulichen: kaum jmd. dürfte Probleme haben, eine Mücke zu erschlagen. Ein Kanickel für den Sonntagsbraten zu töten, bekommen schon wesentlich weniger Leute ohne Überwindung hin.

(Dieser Mechanismus hat auch einen wissenschaftlichen Namen, der mir aber gerade nicht einfällt.)

 

Eine ethische Betrachtungsweise muß aber eben genau von diesem "ich kann es aber nicht sehen"-Effekt abstrahieren können.

 

Die Frage lautet doch:"Wann beginnt das Leben"? Die Antwort könnte nun lauten:"Wenn die Eizelle befruchtet wird". Aus katholischer Sicht mag das OK sein, aber so einfach kann die Frage nicht beantwortet werden. Andere Religionen machen es sich da nicht so leicht und beantworten die Frage:"Am 40. Tag nach der Befruchtung wenn die Seele in die Eizelle gelangt".

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Eine befruchtete Eizelle, die an der Nidation gehindert wird, ist ebensowenig ein Mensch, wie ein Frühstücksei ein Huhn ist.

 

Werner

Zu welcher Spezies gehört das Lebewesen "befruchtete Eizelle"?

Zu welcher Spezies gehört das Lebewesen "Frühstücksei"?

 

Frühstückseier, jedenfalls die Dinger, die ich im Supermarkt bekomme, sind meistens unbefruchtet, ergo ist da kein Lebewesen drin, folglich ist es kein Exemplar einer Spezies.

 

Wenn man mal ein befruchtetes erwischt, dann ist das Ei als ganzes immer noch kein Lebewesen, aber es steckt eines drin, meistens ziemlich klein und es gehört zur Spezies Gallus Gallus bzw. Bankivahuhn.

 

Und? Die Antwort auf meine Frage?

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nasciturus, in allen von dir benannten Entwicklungsphasen - wobei Baby keine Entwicklungsphase ist, das ist Quatsch. "Mensch" beginnt - hier teile ich die Ansicht des StGB- beginnt mit Einsetzen der Geburtswesen. (Nasciturus überigens nur, weil ich hier zu nett bin von "zellhaufen" zu schreiben).

 

Das mit dem 4. Trimester überlesen oder gilt die Antwort auch da?

 

""Mensch" beginnt - hier teile ich die Ansicht des StGB- beginnt mit Einsetzen der Geburtswesen."

Das sagt das StGB mitnichten aus. Und selbst wenn es das aussagen würde, wäre das einfach nicht, da GG was anders aussagt und das geht vor.

 

Aber wenn wir schon beim rechtlichen sind, worin unterscheidet sich der Nasciturus von einem geborenen Menschen?

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Man muss nicht argumentieren, dass ein Mensch ein Mensch ist. Man muss auch nicht argumentieren, dass ein Mensch in bestimmten Phasen kein Mensch ist oder dann doch.

Ein Embryo ist dann ein Mensch, wenn ein Tannensamen ein Tannenbaum ist oder ein Ei ein Huhn. Prima facie offensichtlich ist das nicht. Das müsste man schon argumentieren.

 

Wenn ein Embryo kein Lebewesen ist, das ein Exemplar der Spezies Mensch ist, was ist ein Embryo dann?

 

Die Aussage "wenn ein Tannensamen ein Tannenbaum ist oder ein Ei ein Huhn." ist übrigens falsch, da Tannensamen zu Tannenbaum und Ei zu Huhn anders sind als menschlicher Embryo zu geborenen Mensch. Der Tannensamen kann ein paar Wochen rumliegen und es passiert nichts, beim menschlichen Embryo klappt das nicht. Das Ei kann befruchtet oder unbefruchtet sein; wenn es befruchtet ist, dann hat der Vergleich wenn dann mit dem Hühnerembryo und nicht mit dem ganzen Huhn zu erfolgen. Also bitte nur sinnvolle Vergleiche.

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@scheinfrager: Du bist mit einer ausgesprochen kontroversen Frage eingestiegen, dieses Thema neigt zu eher heftigen Reaktionen, gerade weil es keine abschließende Antwort zu geben scheint.

 

Ich habe doch gar nicht gefragt, ob Abtreibung richtig oder falsch ist, sondern warum die RKK den Schein ablehnt. Was ist daran kontrovers?

 

 

Aber ich weiß es doch, ich habe irgendwo auf Seite 1 oder 2 gesagt, dass das Töten unschuldiger und wehrloser Menschen ethisch problematisch ist. Womit ich gesagt habe, dass bei einer Abtreibung unschuldige und wehrlose Menschen getötet werden. Und diese Aussage ist halt für manche unerträglich.

 

Man kann das eine nicht vom anderen trennen - der Beratungsschein würde niemanden in der Kirche kümmern, wenn wir die Frage wie Thomas von Aquin beantworten würden.

 

 

Ich denke, man könnte es schon trennen, z.b.

 

Die katholische Kirche war gegen den Beratungsschein, weil R. ein verstockter Konservativer ist, dem Frauen Angst machen und bei einer Abtreibung stirbt kein Mensch, folglich ist sie ethisch unproblematisch.

 

Die katholische Kirche war gegen den Beratungsschein, weil R. ein verstockter Konservativer ist, dem Frauen Angst machen, aber bei einer Abtreibung stirbt ein Mensch, folglich ist sie ethisch problematisch.

 

 

Die erste Aussage kann völlig unabhängig von der zweiten falsch, richtig oder teilrichtig sein.

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Eine befruchtete Eizelle, die an der Nidation gehindert wird, ist ebensowenig ein Mensch, wie ein Frühstücksei ein Huhn ist.

 

Werner

Zu welcher Spezies gehört das Lebewesen "befruchtete Eizelle"?

Ich frage mal zurück: Eine Eizelle der Spezies Mensch, eine Vorhaut der Spezies Mensch und ein Finger der Spezies Mensch, was haben die gemeinsam, worin unterscheiden die sich? Ist die Eizelle "mehr Mensch" als die Vorhaut, und wenn ja, warum? Der Finger hat zig-fach mehr menschliche Zellen, sowohl was Zahl als auch was Art angeht, warum ist das Abschneiden eines Fingers kein "Mord an einem wehrlosen, unschuldigen Menschen"?

 

Werner

 

Jaja, das übliche, Fragen nicht beantworten und stattdessen Gegenfragen stellen. Ist nicht meine Art.

 

Eine unbefruchtete Eizelle, eine Vorhaut und ein Finger sind jeweils kein Lebewesen. Folglich sind sie auch kein Exemplar irgendeiner Spezies.

 

Die befruchtete Eizelle ist ein Exemplar der Spezies Mensch in einem sehr, sehr frühen Entwicklungsstadium.

 

Jetzt habe ich meine Frage selbst beantwortet, solange du nicht eine alternative Antwort gibts, nehmen wir meine Antwort als wahr an.

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Die Frage lautet doch:"Wann beginnt das Leben"? Die Antwort könnte nun lauten:"Wenn die Eizelle befruchtet wird". Aus katholischer Sicht mag das OK sein, aber so einfach kann die Frage nicht beantwortet werden. Andere Religionen machen es sich da nicht so leicht und beantworten die Frage:"Am 40. Tag nach der Befruchtung wenn die Seele in die Eizelle gelangt".

 

Was interessiert, was hier irgendwelche Religionen labern?

 

Wann beginnt biologisch die Existenz eines bestimmten individuellen Menschen?

 

Soweit ich das sehe, spätestens wenn es keine Zwillinge mehr geben kann. Dann gibt es eine kontinuirliche Entwicklung, bei der sich das gleiche Lebewesen immer weiter entwickelt. Es gewinnt zwischendurch immens an Fähigkeiten, aber es wird nie ein anderes Lebewesen. Es ist immer dasselbe Individuum.

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Na ja, ich neige schon deutlich dazu, nicht die Befruchtung, sondern die Nidation als frühest denkbaren Termin des "Menschseins" anzunehmen. Unabhängig, ob die Nidation der befruchteten Eizelle natürlich (wie übrigens - wenn ich nicht falsch informiert bin - in der Mehrzahl der Befruchtungen) oder künstlich (Notfallkontrazeption, Minipille) verhindert wurde. Diese Sichtweise ist zudem analog dem deutschen Strafrecht. Vor der Nidation gibt es keinen Schwangerschaftsabbruch.
willkuer - wenn eine frau die pille danach einnimmt hat sie einen "menschen" aka zygote ermordet. zumindest in der sichtweise der "lebensschuetzer".

 

Darüber hinaus neige ich mehr zu LJS' Meinung - also zum ethischen Utilitarismus, der einen lebensbeendenden Schwangerschaftsabbruch zwar so benennt, aber eben auch unter bestimmten Umständen akzeptiert.
geht alles locker wenn man davon ausgeht die frau habe ab dem zeitpunkt (wann auch immer) dass embryo = mensch keine eigenen rechte mehr, sondern nur noch brutkastenpflichten.

 

Was interessiert, was hier irgendwelche Religionen labern?
das interessierte dich wenigstens im eingangsposting noch sehr. war wohl nur die uebliche einschleimm-nummer.

 

Wann beginnt biologisch die Existenz eines bestimmten individuellen Menschen?
definiere bitte - strikt biologisch - die begriffe "existenz" und "mensch". wenn du dazu nicht in der lage bist hoer bitte auf die biologie fuer deine "argumente" zu missbrauchen.

 

Soweit ich das sehe...
sinnloses gelaber - oder wie oft warst du schon schwanger?
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Die Frage lautet doch:"Wann beginnt das Leben"? Die Antwort könnte nun lauten:"Wenn die Eizelle befruchtet wird". Aus katholischer Sicht mag das OK sein, aber so einfach kann die Frage nicht beantwortet werden. Andere Religionen machen es sich da nicht so leicht und beantworten die Frage:"Am 40. Tag nach der Befruchtung wenn die Seele in die Eizelle gelangt".

 

Was interessiert, was hier irgendwelche Religionen labern?

 

Wann beginnt biologisch die Existenz eines bestimmten individuellen Menschen?

 

Soweit ich das sehe, spätestens wenn es keine Zwillinge mehr geben kann. Dann gibt es eine kontinuirliche Entwicklung, bei der sich das gleiche Lebewesen immer weiter entwickelt. Es gewinnt zwischendurch immens an Fähigkeiten, aber es wird nie ein anderes Lebewesen. Es ist immer dasselbe Individuum.

 

Wen interessiert was "Lebensschützer", oder katholische Pfaffen labern? Und warum sprichst du von "biologischer Existenz" und nicht von Leben? Biologische Existenz hat auch der Samen eines Tannenzapfens! Die Frage "wann Leben beginnt" hast du jedenfalls nicht zufriedenstellend beantwortet. Interessant vielleicht auch in diesem Zusammenhang der Beitrag des Deutschlandradio:"Wann beginnt menschliches Leben? Die Haltungen der Weltreligionen im Vergleich"

http://www.deutschlandradiokultur.de/wann-beginnt-menschliches-leben.1278.de.html?dram:article_id=192726

bearbeitet von Katharer
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willkuer - wenn eine frau die pille danach einnimmt hat sie einen "menschen" aka zygote ermordet. zumindest in der sichtweise der "lebensschuetzer".

 

Das könnte man ja noch ausweiten:"Wenn Mann ein Kondom benutzt hat er dann "mögliche Menschen" ermordet"! Und Onanieren müsste auch unter Strafe gestellt werden. Aber ich fange schon wieder an "rumzutrollen". :facepalm:

bearbeitet von Katharer
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Was interessiert, was hier irgendwelche Religionen labern?
das interessierte dich wenigstens im eingangsposting noch sehr. war wohl nur die uebliche einschleimm-nummer.

 

Nein, Leseschwäche deinerseits. Wenn ich wissen will, warum die RKK irgendeine Entscheidung traf oder nicht traf, interessiert ja gerade die Position der RKK.

 

Wenn ich mich mit der Frage beschäftige, ob ein Lebewesen ein Mensch ist, interessiert die Ansicht von Religionen nicht, denn entweder ein Lebewesen ist ein Mensch oder es ist keines, egal was der Papst sagt.

 

Wann beginnt biologisch die Existenz eines bestimmten individuellen Menschen?
definiere bitte - strikt biologisch - die begriffe "existenz" und "mensch". wenn du dazu nicht in der lage bist hoer bitte auf die biologie fuer deine "argumente" zu missbrauchen.

http://www.duden.de/rechtschreibung/Existenz

"Bestand, Bestehen, Existieren, Sein, Vorhandensein, Vorkommen; (gehoben) Dasein"

http://de.wikipedia.org/wiki/Mensch

"Der Mensch (Homo sapiens) ist innerhalb der biologischen Systematik ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten (Primates). Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen (Haplorrhini) und dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae)."

 

Soweit ich das sehe...
sinnloses gelaber - oder wie oft warst du schon schwanger?

Gutes Argument. Weil ich nicht schwanger werden kann, sind meine Aussagen darüber, ob ein ungeborener Mensch ein Mensch ist, zwingend falsch.

bearbeitet von scheinfrager
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Und warum sprichst du von "biologischer Existenz" und nicht von Leben? Biologische Existenz hat auch der Samen eines Tannenzapfens! Die Frage "wann Leben beginnt" hast du jedenfalls nicht zufriedenstellend beantwortet.

 

Weil das Leben eines individuellen Lebewesens in dem Augenblick anfängt, in dem das Lebewesen anfängt zu existieren.

 

 

Aber wie üblich, die Gegenseite beantwortet keine Fragen.

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vor der befruchtung-eine möglichkeit, nach der befruchtung-eine wirklichkeit.

 

Na ja, ich neige schon deutlich dazu, nicht die Befruchtung, sondern die Nidation als frühest denkbaren Termin des "Menschseins" anzunehmen. Unabhängig, ob die Nidation der befruchteten Eizelle natürlich (wie übrigens - wenn ich nicht falsch informiert bin - in der Mehrzahl der Befruchtungen) oder künstlich (Notfallkontrazeption, Minipille) verhindert wurde. Diese Sichtweise ist zudem analog dem deutschen Strafrecht. Vor der Nidation gibt es keinen Schwangerschaftsabbruch.

 

Ich sehe die reine theoretische Möglichkeit nicht als Beginn des Menschseins an, sondern erst den Zeitpunkt, wo frühestens ein zumindest leidlich stabiler Zustand erreicht wurde.

 

Darüber hinaus neige ich mehr zu LJS' Meinung - also zum ethischen Utilitarismus, der einen lebensbeendenden Schwangerschaftsabbruch zwar so benennt, aber eben auch unter bestimmten Umständen akzeptiert.

es ist keine möglichkeit mehr, es bleibt eine wirklichkeit. ob sie zur reife kommt ist eine andere frage, aber innerhalb der wirklichkeit. das deutsche strafrecht bildet keinen grund für ethische überlegungen.

 

ein "leidlich stabiler" zustand ist wie beschreibbar?

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Die Frage "wann Leben beginnt" hast du jedenfalls nicht zufriedenstellend beantwortet.

 

Leben beginnt, wenn die entsprechenden Kriterien erfüllt sind:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lebewesen

 

Aus den Menschen bezogen, sind diese nach Abschluss der Befruchtung erfüllt. Folglich hat das Leben da spätestens begonnen.

 

(Du siehst, man kann Fragen beantworten.)

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Das sagt das StGB mitnichten aus.

Nach unumstrittener Strafrechtsdogmatik doch. Dass die Tötung es ungebohrenen prinzipielle strafbewährt ist, besagt keineswegs dass dieser ein Mensch ist. Wäre er das, müsste man eine Abtreibung gleich Totschlag bestrafen.

 

 

Und selbst wenn es das aussagen würde, wäre das einfach nicht, da GG was anders aussagt und das geht vor.

Das GG sagt keineswegs etwas anderes aus. Und auch die Rechtsprechung des BverfG sagt lediglich, dass der Ungeborene Träger der Menschenwürde ist und schutzwürdig ist, nicht dass er ein Mensch ist (und nein, dass ist nicht dasselbe).

 

Aber wenn wir schon beim rechtlichen sind, worin unterscheidet sich der Nasciturus von einem geborenen Menschen?

Im Entwicklungsstadium. Die benannte Grenze ist willkürlich, aber sinnvoll.

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Soweit ich das sehe, spätestens wenn es keine Zwillinge mehr geben kann. Dann gibt es eine kontinuirliche Entwicklung, bei der sich das gleiche Lebewesen immer weiter entwickelt. Es gewinnt zwischendurch immens an Fähigkeiten, aber es wird nie ein anderes Lebewesen. Es ist immer dasselbe Individuum.

 

Das ist zumindest nicht die amtliche katholische Position - denn nach Deiner Bestimmung wären nidationshemmende Mittel unproblematisch - was das römische Lehramt anders sieht.

 

Ich denke, man könnte es schon trennen, z.b.

 

Die katholische Kirche war gegen den Beratungsschein, weil R. ein verstockter Konservativer ist, dem Frauen Angst machen und bei einer Abtreibung stirbt kein Mensch, folglich ist sie ethisch unproblematisch.

 

Die katholische Kirche war gegen den Beratungsschein, weil R. ein verstockter Konservativer ist, dem Frauen Angst machen, aber bei einer Abtreibung stirbt ein Mensch, folglich ist sie ethisch problematisch.

 

Die erste Aussage kann völlig unabhängig von der zweiten falsch, richtig oder teilrichtig sein.

 

Das ist keine Frage - aber man kann das Thema Beratungsschein kaum von der Frage der Abtreibung trennen, es sei denn, man würde ausgesprochen strikt beim Thema bleiben. Ich habe allerdings den Eindruck, dass Du genau das nicht willst.

 

Nein, Leseschwäche deinerseits. Wenn ich wissen will, warum die RKK irgendeine Entscheidung traf oder nicht traf, interessiert ja gerade die Position der RKK.

 

Dann spare die Frage nach dem warum der moralischen Bewertung aus - in deiner Ausgangsfrage ging es um eine konkrete Entscheidung, das ist eine historische, keine ethische Frage,

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Und selbst wenn es das aussagen würde, wäre das einfach nicht, da GG was anders aussagt und das geht vor.

Das GG sagt keineswegs etwas anderes aus. Und auch die Rechtsprechung des BverfG sagt lediglich, dass der Ungeborene Träger der Menschenwürde ist und schutzwürdig ist, nicht dass er ein Mensch ist (und nein, dass ist nicht dasselbe).

 

Ok, dieses etwas, das Menschenwürde hat, wobei "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Menschenwürde nach Wortlaut GG Menschen haben, und das das Recht auf Leben hat, wobei dies auf demselben Art. beruht nach dem Menschen dieses Recht auf Leben haben ("(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.") ist kein Mensch?

 

Warum sollte ein Nichtmensch Menschenwürde haben?

 

Vor allem worin unterscheidet sich die Menschenwürde die dieser Nichtmensch hat von der eines Menschen?

 

 

 

Aber wenn wir schon beim rechtlichen sind, worin unterscheidet sich der Nasciturus von einem geborenen Menschen?

Im Entwicklungsstadium. Die benannte Grenze ist willkürlich, aber sinnvoll.

 

Aber du müsstest das Sprüchlein doch kennen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Nasciturus

"Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Nasciturus dem bereits Geborenen insoweit gleichgestellt wird, als es ihm zu seinem Vorteil gereicht („Nasciturus pro iam nato habetur, quotiens de commodis eius agitur“)."

 

Gereicht es dem Nasciturus zum Vorteil wenn er dem geborenen Menschen darin gleicht, dass er Mensch ist?

Ja.

 

Folglich ist er rechtlich einer.

 

edit:

Und eine Anwendung von § 212 StGB ist nicht zwingend. Der Gesetzgeber hat mit §§ 213 u. 216 StGB spezielle Tatumstände erfasst, die eine grundsätzlich niedrigere Strafe zur Folge haben, sogar erheblich niedriger.

 

Da bei einem Schwangerschaftsabbruch ganz spezielle Tatumstände vorliegen, spricht nichts dagegen, dieses mit einem eigenen § zu behandeln. Und da auch ein geändertes Strafmaß vorzusehen.

bearbeitet von scheinfrager
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Soweit ich das sehe, spätestens wenn es keine Zwillinge mehr geben kann. Dann gibt es eine kontinuirliche Entwicklung, bei der sich das gleiche Lebewesen immer weiter entwickelt. Es gewinnt zwischendurch immens an Fähigkeiten, aber es wird nie ein anderes Lebewesen. Es ist immer dasselbe Individuum.

 

Das ist zumindest nicht die amtliche katholische Position - denn nach Deiner Bestimmung wären nidationshemmende Mittel unproblematisch - was das römische Lehramt anders sieht.

Das Wörtchen "spätestens" nicht überlesen. Damit wären nidationshemmende Mittel nicht zwingend unproblematisch, sondern es wäre ersteinmal offen.

Ich denke, man könnte es schon trennen, z.b.

 

Die katholische Kirche war gegen den Beratungsschein, weil R. ein verstockter Konservativer ist, dem Frauen Angst machen und bei einer Abtreibung stirbt kein Mensch, folglich ist sie ethisch unproblematisch.

 

Die katholische Kirche war gegen den Beratungsschein, weil R. ein verstockter Konservativer ist, dem Frauen Angst machen, aber bei einer Abtreibung stirbt ein Mensch, folglich ist sie ethisch problematisch.

 

Die erste Aussage kann völlig unabhängig von der zweiten falsch, richtig oder teilrichtig sein.

 

Das ist keine Frage - aber man kann das Thema Beratungsschein kaum von der Frage der Abtreibung trennen, es sei denn, man würde ausgesprochen strikt beim Thema bleiben. Ich habe allerdings den Eindruck, dass Du genau das nicht willst.

 

Glaub mir, die ersten 2 Seiten wollte ich strikt beim Thema bleiben.

 

Ich habe nur die Angewohnheit zu antworten, wenn ich gefragt werde. Folglich ist das Abgleiten von Thema leider vorprogrammiert, weil ja grundsätzlich irgendein User da ist, der sich denkt "Haha, ein dummer ProLifer, der von nichts eine Ahnung hat; dem demonstrier ich mal wie dumm er ist."

 

 

Und grad bin ich neugierig auf Xamanoths Antworten, der kennt immerhin den rechtlichen Aspekt der zugrundeliegenden Problematik.

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