Aleachim Geschrieben 14. Oktober Melden Geschrieben 14. Oktober vor 29 Minuten schrieb Chrysologus: vor einer Stunde schrieb atheist666: Also doch nur Fake Informationen aus Modernistenhausen. Ein ad hominem - wie niedlich. Ad hominem nennst du das? 🤣 Er macht mit dem Ausdruck doch nur deutlich, dass er selber eben ein Antimodernist ist! So ist es vielleicht ein ad hominem gegen sich selbst? 😉 Zitieren
Spadafora Geschrieben 15. Oktober Autor Melden Geschrieben 15. Oktober vor 22 Stunden schrieb Chrysologus: Es ist interessant, dass eine nicht prozessfähige Partei angeblich den Rekursweg zu beschreiten versucht - ich nehme aber an, dass man entweder die Rekurse der suspendierten und exkommunizierten Kleriker zu einem Verfahren zusammen gebunden hat oder aber aus Effizienzgründen so tut, als gäbe es die FSSPX. Warum Rom aber nicht den Weg geht, die Kleriker nun wegen fortgesetzter Sakramentsimulation aus dem klerikalen Stand zu werfen, das erschließt sich mir nicht. die Gültigkeit der Sakramente ist nie von Rom bestritten worden noch die Gültigkeit der Weihen Zitieren
rorro Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober (bearbeitet) vor 29 Minuten schrieb Spadafora: die Gültigkeit der Sakramente ist nie von Rom bestritten worden noch die Gültigkeit der Weihen Doch, jetzt „neu“. Ehe und Beichte. Waren vor Papst Franziskus auch schon ungültig, weil niemand mit Jurisdiktion da war, der den Priestern die entsprechende Fakultas geben konnte (ihre Weihbischöfe haben und beanspruchen keine Jurisdiktion) - das hat dann Papst Franziskus gemacht. Papst Leo hat das nicht getan - ergo ungültig. bearbeitet 15. Oktober von rorro Zitieren
Chrysologus Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober Exakt. Die Beichten sind nicht nur ungültig (weil es eben an der Fakultas mangelt), sie stellen auch Straftaten iSd. c. 1379 § 1 Nr. 2 CIC/2021 dar, was die Tatstrafe der Suspension beinhaltet. Der mögliche Strafrahmen ergibt sich aus c. 1336 CIC/2021. Zitieren
atheist666 Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober vor 1 Stunde schrieb Chrysologus: Exakt. Die Beichten sind nicht nur ungültig (weil es eben an der Fakultas mangelt), sie stellen auch Straftaten iSd. c. 1379 § 1 Nr. 2 CIC/2021 dar, was die Tatstrafe der Suspension beinhaltet. Der mögliche Strafrahmen ergibt sich aus c. 1336 CIC/2021. Und das soll jetzt wen beeindrucken? Ein Sack Reis in China? Die FSSPX juckt es nicht wirklich, ihre Anhänger nicht und schon gar keinen Atheisten. Zum Glück ist das Ganze nur eine kirchliche Angelegenheit, die keine weltlichen Konsequenzen hat. Menschen nur deshalb zu bestrafen, weil sie Vorkonziliar denken und glauben, zeigt nur die ganze Unmenschlichkeit dieser nachkonziliaren Kirche. Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober vor 1 Minute schrieb atheist666: Die FSSPX juckt es nicht wirklich, ihre Anhänger nicht und schon gar keinen Atheisten. Zum Glück ist das Ganze nur eine kirchliche Angelegenheit, die keine weltlichen Konsequenzen hat. Es juckt die FSSPX nicht, weil sie kein Teil der katholischen Kirche ist. Wenn ihre Priester aber Sakramente im Sinne dieser Kirche spenden wollen, müssen sie sich auch an deren Regeln halten. Zitieren
atheist666 Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober vor 1 Minute schrieb OneAndOnlySon: Es juckt die FSSPX nicht, weil sie kein Teil der katholischen Kirche ist. Wenn ihre Priester aber Sakramente im Sinne dieser Kirche spenden wollen, müssen sie sich auch an deren Regeln halten. Die Protestanten juckt Rom schon seit 500 Jahren nicht mehr und sie spenden auch Sakramente. Zitieren
atheist666 Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober Im Grunde genommen können die FSSPX Hasser nur "Argumente" in der formalistischen-bürgerlichen Dekadenz vorbringen. Zitieren
Werner001 Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober vor 5 Minuten schrieb atheist666: Die Protestanten juckt Rom schon seit 500 Jahren nicht mehr und sie spenden auch Sakramente. Die behaupten ja auch nicht, Teil der römisch-katholischen Kirche zu sein, und zwar der einzig wahre Teil Werner 2 1 Zitieren
atheist666 Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober vor 3 Minuten schrieb Werner001: Die behaupten ja auch nicht, Teil der römisch-katholischen Kirche zu sein, und zwar der einzig wahre Teil Werner Genau das ist ja der Punkt, den ich nie verstehen werde bei der FSSPX; warum sie sich immer noch an den Papst klammern? Wozu? Jeder geht seine Wege und Ruh ist. Stattdessen wird ein Spektakel aufgeführt, zur besten Unterhaltung von uns allen, als wenn morgen die Welt unterginge. Rom und Écône stehen aber immer noch. 1 Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober vor 12 Minuten schrieb atheist666: Genau das ist ja der Punkt, den ich nie verstehen werde bei der FSSPX; warum sie sich immer noch an den Papst klammern? Wozu? Jeder geht seine Wege und Ruh ist. Stattdessen wird ein Spektakel aufgeführt, zur besten Unterhaltung von uns allen, als wenn morgen die Welt unterginge. Rom und Écône stehen aber immer noch. Die FSSPX bietet ein "Produkt", für dass es nur eine sehr begrenzte Zielgruppe gibt. Die Mehrheit dieser Zielgruppe legt sehr viel Wert darauf, sich Katholiken zu nennen und die Sakramente von katholischen Priestern zu empfangen. Sie wollen auch weiterhin (zumindest formal) eines der 1,4 Milliarden Mitglieder der katholischen Kirche sein. Sobald die Piusbruderschaft das Label "katholisch" aufgibt, rennen ihr die Kunden weg. Die FSSPX kann an den sedisvakantistischen Gruppen sehen, zu welchen Mitgliederzahlen ein reaktionärer Konservatismus ohne (zumindest behauptete) Einheit mit Rom führt. Diesen Weg wird sie nicht gehen. 1 Zitieren
atheist666 Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober vor 3 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Die FSSPX bietet ein "Produkt", für dass es nur eine sehr begrenzte Zielgruppe gibt. Die Mehrheit dieser Zielgruppe legt sehr viel Wert darauf, sich Katholiken zu nennen und die Sakramente von katholischen Priestern zu empfangen. Sie wollen auch weiterhin (zumindest formal) eines der 1,4 Milliarden Mitglieder der katholischen Kirche sein. Sobald die Piusbruderschaft das Label "katholisch" aufgibt, rennen ihr die Kunden weg. Die FSSPX kann an den sedisvakantistischen Gruppen sehen, zu welchen Mitgliederzahlen ein reaktionärer Konservatismus ohne (zumindest behauptete) Einheit mit Rom führt. Diesen Weg wird sie nicht gehen. Einerseits richtig, aber hängt es nur am Label? Ich hatte immer noch eine andere,ökonomische Vermutung. Denn sobald sie wieder offizielles Mitglied der Kirche sind, stehen ihnen finanzielle Mittel zu. In Deutschland könnte dies bedeuten, daß es auch um Steuergelder handelt. Zitieren
Chrysologus Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober vor 3 Minuten schrieb atheist666: Einerseits richtig, aber hängt es nur am Label? Ich hatte immer noch eine andere,ökonomische Vermutung. Denn sobald sie wieder offizielles Mitglied der Kirche sind, stehen ihnen finanzielle Mittel zu. In Deutschland könnte dies bedeuten, daß es auch um Steuergelder handelt. Damit würde ich eher nicht rechnen. Im Falle einer wie auch immer gearteten Anerkennung würde die FSSPX einen Status als Verband erhalten (ob nun Personalprälatur, Orden oder Lebensgemeinschaft). Allen diese Verbandsstrukturen ist gemein, dass sie keine Basisfinanzierung erhalten, Anspruch auf Unterstützung haben sie keinen. Prälaturen, Abteien und Klöster finanzieren sich schlicht selbst, indem sie etwas herstellen, Menschen beherbergen, eine Schule betereiben oder arbeiten gehen. Das kann auch ein Seelsorgeauftrag sein, den ein Mitglied wahrnimmt und für den er oder seine Gemeinschaft bezahlt werden. 1 Zitieren
atheist666 Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober vor 6 Stunden schrieb Chrysologus: Damit würde ich eher nicht rechnen. Im Falle einer wie auch immer gearteten Anerkennung würde die FSSPX einen Status als Verband erhalten (ob nun Personalprälatur, Orden oder Lebensgemeinschaft). Allen diese Verbandsstrukturen ist gemein, dass sie keine Basisfinanzierung erhalten, Anspruch auf Unterstützung haben sie keinen. Prälaturen, Abteien und Klöster finanzieren sich schlicht selbst, indem sie etwas herstellen, Menschen beherbergen, eine Schule betereiben oder arbeiten gehen. Das kann auch ein Seelsorgeauftrag sein, den ein Mitglied wahrnimmt und für den er oder seine Gemeinschaft bezahlt werden. Danke für die Erläuterungen! Zitieren
Guppy Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober vor 9 Stunden schrieb atheist666: Genau das ist ja der Punkt, den ich nie verstehen werde bei der FSSPX; warum sie sich immer noch an den Papst klammern? Wozu? Weil er der Vater der Christenheit ist. Es gibt eben auch ungerechte Väter, irrende Väter, sogar prügelnde Väter. Aber Vater bleibt Vater. Die FSSPX ist wie ein Kind, das um der Wahrheit Willen dem Vater widerspricht aber um der Liebe Willen trotzdem an seinem Vater hängt. Zitieren
atheist666 Geschrieben 15. Oktober Melden Geschrieben 15. Oktober vor 17 Minuten schrieb Guppy: Weil er der Vater der Christenheit ist. Es gibt eben auch ungerechte Väter, irrende Väter, sogar prügelnde Väter. Aber Vater bleibt Vater. Die FSSPX ist wie ein Kind, das um der Wahrheit Willen dem Vater widerspricht aber um der Liebe Willen trotzdem an seinem Vater hängt. Interessant dazu war mal ein Vortrag von Monseigneur, wo er über sein Gespräch mit Paul VI sprach. Da kam Ähnliches, was Du jetzt schriebst. Zitieren
rorro Geschrieben 16. Oktober Melden Geschrieben 16. Oktober (bearbeitet) vor 8 Stunden schrieb Guppy: Weil er der Vater der Christenheit ist. Es gibt eben auch ungerechte Väter, irrende Väter, sogar prügelnde Väter. Aber Vater bleibt Vater. Die FSSPX ist wie ein Kind, das um der Wahrheit Willen dem Vater widerspricht aber um der Liebe Willen trotzdem an seinem Vater hängt. Es besser wissen zu glauben als der Vater ist aber eben nicht katholisch. Und zwar egal ob man behauptet zu lehren, was angeblich immer gelehrt wurde oder ob man behauptet zu wissen was sich ändern müsse- katholisch ist Einheit im Glauben mit und unter dem Papst. Kein „anders katholisch“, egal aus welcher Richtung. bearbeitet 16. Oktober von rorro Zitieren
Shubashi Geschrieben 16. Oktober Melden Geschrieben 16. Oktober 3 hours ago, rorro said: Es besser wissen zu glauben als der Vater ist aber eben nicht katholisch. Und zwar egal ob man behauptet zu lehren, was angeblich immer gelehrt wurde oder ob man behauptet zu wissen was sich ändern müsse- katholisch ist Einheit im Glauben mit und unter dem Papst. Kein „anders katholisch“, egal aus welcher Richtung. Ich glaube, so eine „Verniedlichung“ der Weltinstitution Kirche auf ein bloßes „Vaterbild“ des Papstes wird ihr nicht gerecht. Es verkennt, was für eine globale Bedeutung so eine riesige Institution hat, die unabweisbar auch politisch, wirtschaftlich und sozial wirkt. Es ist zwar dabei imminent wichtig, ihren religiösen Kern zu sehen, aber Religion insgesamt scheint mir eben selbst nicht so „banalisierbar“, als dass sich dieser Konflikt einfach auf „Familie“ herunterbrechen ließe. Es gibt ein neues Buch, von Philipp von Studnitz, der den gesamte Kosmos der FSSPX näher beschreibt, vielleicht müsste man diesen Kosmos genau berücksichtigen, um zu verstehen, warum die Gruppe überhaupt auf eine Anerkennung durch das Papsttum Wert legt. Nach der großzügigen Geste von Papst Benedikt erwuchs damals ja sofort ein Konflikt mit Bischof Williamson, der aufgrund seines Antisemitismus entstand, nicht seiner theologischen Haltung. Ich bin daher nicht sicher, ob der „Schwanz“ nicht sofort wieder versuchen würde, mit dem „Hund“ zu wackeln, wenn nicht bedeutend mehr Konflikte beigelegt würden als nur die theologischen. Zitieren
Guppy Geschrieben 16. Oktober Melden Geschrieben 16. Oktober vor 6 Stunden schrieb rorro: Es besser wissen zu glauben als der Vater ist aber eben nicht katholisch. Und zwar egal ob man behauptet zu lehren, was angeblich immer gelehrt wurde oder ob man behauptet zu wissen was sich ändern müsse- katholisch ist Einheit im Glauben mit und unter dem Papst. Kein „anders katholisch“, egal aus welcher Richtung. Stellt sich halt die Frage, ob der Gehorsam gegenüber dem Heiligen Vater komplett blind zu sein hat oder ob es Grenzen gibt, die einen Widerspruch um der Wahrheit Willen zulässig oder sogar erforderlich machen. Beispiel: Der nächste Papst ist Arianer. Darf ich dann aus Gehorsam nicht mehr an den dreifaltigen Gott glauben und muss die Gottheit Christi leugnen? Oder: Der Papst verbietet das "Vater unser". Darf ich dann nicht mehr so beten, wie der Herr selbst es gelehrt hat? Das sind natürlich jetzt theoretische Extrembeispiele. Aber es berührt letztlich im Kern die Frage, ob ein Papst die unbegrenzte Vollmacht hat Lehren abzuschaffen, welche die Kirche über Jahrtausende immer gelehrt hat bzw. neue Lehren zu erfinden, die dem widersprechen, was die Kirche immer gelehrt hat. Und ob ich als Gläubige die Pflicht habe, ausnahmslos alles was der Papst an neuen Lehren verkündete für mich persönlich anzunehmen, selbst wenn es offensichtlich falsch ist. Zitieren
Flo77 Geschrieben 16. Oktober Melden Geschrieben 16. Oktober vor 13 Minuten schrieb Guppy: Beispiel: Der nächste Papst ist Arianer. Darf ich dann aus Gehorsam nicht mehr an den dreifaltigen Gott glauben und muss die Gottheit Christi leugnen? Oder: Der Papst verbietet das "Vater unser". Darf ich dann nicht mehr so beten, wie der Herr selbst es gelehrt hat? Das solltest Du die Väter von Vat1 fragen. Die haben dieses Problem nämlich kreiert. Nebenbei: Was Du glaubst und wie Du betest ist der Kirche völlig egal, solange Du es nicht öffentlich äußerst oder tust. Zitieren
rorro Geschrieben 16. Oktober Melden Geschrieben 16. Oktober vor 52 Minuten schrieb Guppy: Stellt sich halt die Frage, ob der Gehorsam gegenüber dem Heiligen Vater komplett blind zu sein hat oder ob es Grenzen gibt, die einen Widerspruch um der Wahrheit Willen zulässig oder sogar erforderlich machen. Dann müsste die SSPX doch froh sein nicht mehr dazuzugehören. Sie sind die doktrinären Donatisten und alle anderen Häretiker. vor 52 Minuten schrieb Guppy: Beispiel: Der nächste Papst ist Arianer. Darf ich dann aus Gehorsam nicht mehr an den dreifaltigen Gott glauben und muss die Gottheit Christi leugnen? Oder: Der Papst verbietet das "Vater unser". Darf ich dann nicht mehr so beten, wie der Herr selbst es gelehrt hat? Du scheinst nicht zu glauben, daß der Hl. Geist die Kirche leitet. Das erklärt einiges. Zitieren
Spadafora Geschrieben 16. Oktober Autor Melden Geschrieben 16. Oktober eine neue Initiative der FSSPX https://www.sarto.de/verum 1 Zitieren
Shubashi Geschrieben 16. Oktober Melden Geschrieben 16. Oktober Ich habe das neue Buch des von Studnitz jetzt man angefangen. Es ist ziemlich einfach gehalten und liest sich sehr schnell. Wenn auch im Vorwort manches polemisch klingt, im Sinne, dass die Traditionalisten quasi unschuldige Opfer der Konzilsreformer seien, sind die Interviews doch aufschlussreich. Es scheint tatsächlich hpts. um die Alte Messe und die daran knüpfende Liturgie zu gehen, während man gleichzeitig fest in der Tradition zu stehen meint. Daraus wird quasi ein „Recht“ auf Widerstand abgeleitet, weil ohne eigene Priester die Bruderschaft nicht fortgesetzt werden kann. Eigentlich sollte in so einer Ausgangssituation ein Kompromiss doch erreichbar sein? Auf der anderen Seite wirkt die dort beschriebene Bewegung überaus nostalgisch. Auch die neuen Mitglieder, die selbst die alte Tradition gar nicht mehr mitbekommen haben, wirken im Text ein bisschen wie das katholischen Gegenstück von „Ostalgikern“. Für mich wird dadurch etwas nachvollziehbarer, dass sie ihre Bischofsweihen als „Notlage“ rechtfertigen - wer so sehr überzeugt ist, dass wahre kirchliche Tradition vorkonziliar begründet sein muss, kann gar nicht anders als sich ständig vor „Traditionsbruch“ zu fürchten, wenn die Priester nicht mehr strikt aus dem eigenen Stall kommen. Ein weiterer Einwand ergibt sich für mich aus der Angst vor der pluralistisch-säkularen Gesellschaft, es schwingt immer die Hoffnung mit, man könnte das Rad der Zeit zurückdrehen, und man hätte mit dem Konzil quasi die Dominanz des patriarchalisch-dominanten christlichen Staates verspielt. In gewissem Sinne erscheint mir nach Lektüre des halben Buches der Konflikt zwischen Traditionalisten und Kirche ziemlich unsinnig und vermeidbar. Wenn man bei der Pius-Bruderschaft weniger überheblich im Sinne eines vorgeblich allein „wahren“ Katholizismus aufträte und die Einheit der Kirche unter dem Primat des Papst anerkennen würde, wäre der Traditionalismus sicherlich sowohl eine akzeptable Nische als auch die Möglichkeit einer spirituell-liturgischen Bereicherung. Ich glaube schon, dass Papst Leo mit sich reden ließe, wenn bei FSSPX jetzt endlich Einsicht und Reue gezeigt würde. 1 Zitieren
Spadafora Geschrieben 16. Oktober Autor Melden Geschrieben 16. Oktober Am 15.10.2026 um 07:46 schrieb rorro: Doch, jetzt „neu“. Ehe und Beichte. Waren vor Papst Franziskus auch schon ungültig, weil niemand mit Jurisdiktion da war, der den Priestern die entsprechende Fakultas geben konnte (ihre Weihbischöfe haben und beanspruchen keine Jurisdiktion) - das hat dann Papst Franziskus gemacht. Papst Leo hat das nicht getan - ergo ungültig. die FSSPX war und ist anderer Meinung aber das ist ja schon seit 1976 so Zitieren
Spadafora Geschrieben 16. Oktober Autor Melden Geschrieben 16. Oktober vor 2 Minuten schrieb Shubashi: Ich habe das neue Buch des von Studnitz jetzt man angefangen. Es ist ziemlich einfach gehalten und liest sich sehr schnell. Wenn auch im Vorwort manches polemisch klingt, im Sinne, dass die Traditionalisten quasi unschuldige Opfer der Konzilsreformer seien, sind die Interviews doch aufschlussreich. Es scheint tatsächlich hpts. um die Alte Messe und die daran knüpfende Liturgie zu gehen, während man gleichzeitig fest in der Tradition zu stehen meint. Daraus wird quasi ein „Recht“ auf Widerstand abgeleitet, weil ohne eigene Priester die Bruderschaft nicht fortgesetzt werden kann. Eigentlich sollte in so einer Ausgangssituation ein Kompromiss doch erreichbar sein? Auf der anderen Seite wirkt die dort beschriebene Bewegung überaus nostalgisch. Auch die neuen Mitglieder, die selbst die alte Tradition gar nicht mehr mitbekommen haben, wirken im Text ein bisschen wie das katholischen Gegenstück von „Ostalgikern“. Für mich wird dadurch etwas nachvollziehbarer, dass sie ihre Bischofsweihen als „Notlage“ rechtfertigen - wer so sehr überzeugt ist, dass wahre kirchliche Tradition vorkonziliar begründet sein muss, kann gar nicht anders als sich ständig vor „Traditionsbruch“ zu fürchten, wenn die Priester nicht mehr strikt aus dem eigenen Stall kommen. Ein weiterer Einwand ergibt sich für mich aus der Angst vor der pluralistisch-säkularen Gesellschaft, es schwingt immer die Hoffnung mit, man könnte das Rad der Zeit zurückdrehen, und man hätte mit dem Konzil quasi die Dominanz des patriarchalisch-dominanten christlichen Staates verspielt. In gewissem Sinne erscheint mir nach Lektüre des halben Buches der Konflikt zwischen Traditionalisten und Kirche ziemlich unsinnig und vermeidbar. Wenn man bei der Pius-Bruderschaft weniger überheblich im Sinne eines vorgeblich allein „wahren“ Katholizismus aufträte und die Einheit der Kirche unter dem Primat des Papst anerkennen würde, wäre der Traditionalismus sicherlich sowohl eine akzeptable Nische als auch die Möglichkeit einer spirituell-liturgischen Bereicherung. Ich glaube schon, dass Papst Leo mit sich reden ließe, wenn bei FSSPX jetzt endlich Einsicht und Reue gezeigt würde. das zu erwarten ist unrealistisch Zitieren
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