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Evangelium vom Sonntag


Monika

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Da flog einer der Serafim zu mir; er trug in seiner Hand eine glühende Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte.

Er berührte damit meinen Mund und sagte: Das hier hat deine Lippen berührt: Deine Schuld ist getilgt, deine Sünde gesühnt.

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10Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben. Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht - nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir.

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6. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Wir können uns die Bedingungen und die Zeit unseres Lebens nicht aussuchen. Wir können gegen das Leben protestieren und gegen den Tod, aber wir leben, und wir werden sterben. Wir sind glücklich oder unglücklich, oder beides. Aber: was ist mir wichtig, was will ich wirklich, wem traue ich - wem kann ich glauben? Auch diesen Fragen kann ich nicht ausweichen, sie werden mir gestellt. und wenn ich ein hörendes Herz habe, erfahre ich die Antwort.

 

 

Zur 1. Lesung Die Lesung aus dem Propheten Jeremia ist ein Gegenstück zu den Seligpreisungen und Weherufen im heutigen Evangelium. - Zwei Arten von Menschen werden miteinander verglichen: der Mann, der auf Gott vertraut, und der Mann, der auf Menschen vertraut. Wer sich auf Gott verlässt, an seine Treue und seine helfende Macht glaubt, wird zwar von Schwierigkeiten nicht verschont, aber er weiß sich geborgen. Jeremia hat diese Worte vielleicht mit dem Blick auf den unglücklichen König Zidkija gesagt, der in seiner Politik „auf Menschen vertraute“ und damit die Katastrophe Jerusalems herbeiführte.

 

 

 

ERSTE Lesung Jer 17, 5-8

 

 

Verflucht, wer auf Menschen vertraut;

 

wer auf den Herrn sich verlässt

 

Lesung aus dem Buch Jeremia

 

5So spricht der Herr: Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt, und dessen Herz sich abwendet vom Herrn.

 

6Er ist wie ein kahler Strauch in der Steppe, der nie einen Regen kommen sieht; er bleibt auf dürrem Wüstenboden, im salzigen Land, wo niemand wohnt.

 

7Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist.

 

8Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte.

 

 

 

 

 

Zur 2. Lesung Nicht erst dem modernen Menschen bereitet die Lehre von der Auferstehung der Toten Schwierigkeiten. Paulus hat versucht, sie den Christen von Korinth zu erklären. Er kann dabei von der Auferstehung Jesu ausgehen, die er als gesichert voraussetzt. Sie wäre nicht möglich gewesen, wenn es keine Auferstehung gäbe. Wer Glaubenswahrheiten in Frage stellt, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Wahrheit der christlichen Botschaft unteilbar ist. Leugnet man einen Satz, so folgen die anderen.

 

 

 

 

 

ZWEITE Lesung 1 Kor 15, 12.16-20

 

 

Wenn Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

 

Brüder!

 

12Wenn verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht?

 

16Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden.

 

17Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos, und ihr seid immer noch in euren Sünden;

 

18und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren.

 

19Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen.

 

20Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.

 

 

 

 

 

Zum Evangelium Der Bergpredigt im Matthäusevangelium entspricht bei Lukas die so genannte Feldrede (Lk 7,20-49). Auf die Seligpreisungen am Anfang folgen bei Lk vier Weherufe. Jesus spricht das Heil den Armen zu: denen, die hungern und weinen und wegen des Glaubens verfolgt werden; den Menschen, die wissen, dass sie nichts haben, und die fähig sind, sich ungesichert Gott auszuliefern. Die Weherufe gelten den Reichen und Satten, den harten Menschen, die angesichts fremder Not lachen können.

 

 

 

Evangelium Lk 6, 17.20-26

 

 

Selig, ihr Armen! - Weh euch, ihr Reichen!

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

 

In jener Zeit

 

17stieg Jesus mit seinen Jüngern den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon

 

20Er richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes.

 

21Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.

 

22Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen.

 

23Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.

 

24Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten.

 

25Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen.

 

26Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.

 

 

 

 

FÜR DEN TAG UND DIE WOCHE

Mir gesagt Wenn wir das Evangelium hören, wissen wir, dass da nicht von fremden Menschen die Rede ist, sondern von uns. Wir, wir sind die Armen, die Hungernden, die Weinenden - oder die Reichen und Satten, die Lachenden. - Seltsam, dass man es sagen muss und dass es keine Wiederholung ist: Man verlässt sich auf Gott nur, so weit man sich selbst verlässt. (M. Blondel)

 

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

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Er sagte:Selig, die arm sind vor Gott; / denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; / denn sie werden getröstet werden.

Selig, die keine Gewalt anwenden; / denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; / denn sie werden satt werden.

Selig die Barmherzigen; / denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die ein reines Herz haben; / denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

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Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten.

 

Selig, die ihr euren Reichtum zu teilen wisst.

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7. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Schenken, ohne zu fragen, ob es sich lohnt; zu denen gut sein, die uns schaden; auf Gewalt verzichten ...: die Gefahr ist nicht groß, dass wir die Forderungen Jesu wörtlich nehmen. Wo kämen wir hin! Wer es aber wagt, wer sich darauf einlässt, der wird einen Hauch verspüren von der herben, herrlichen Freiheit Gottes, von der Liebe, die umsonst gibt.

 

 

 

Zur 1. Lesung Saul, der Verfolger, war eines Nachts dem verfolgten David wehrlos ausgeliefert. Aber David hat den König nicht angetastet. Heute würden wir ein solches Verhalten Großmut nennen; David selbst nannte es „Gerechtigkeit und Treue“ (1 Sam 26,23). An Feindesliebe hat er schon deshalb nicht gedacht, weil er Saul nicht als seinen Feind, sondern immer noch als seinen König ansah. Ohne es zu ahnen, wuchs er bei dieser Gelegenheit über sich selbst hinaus und handelte nach dem Wort und Beispiel Jesu.

 

 

 

 

 

ERSTE Lesung 1 Sam 26, 2.7-9.12-13.22-23

 

 

Der Herr hat dich in meine Hand gegeben; doch ich wollte mich an dir nicht vergreifen

 

Lesung aus dem ersten Buch Samuel

 

 

2Saul machte sich mit dreitausend Mann, ausgesuchten Kriegern aus Israel, auf den Weg und zog in die Wüste von Sif hinab, um dort nach David zu suchen.

 

7So kamen David und Abischai in der Nacht zu den Leuten Sauls und fanden Saul mitten im Lager schlafend; sein Speer steckte neben seinem Kopf in der Erde, und rings um ihn schliefen Abner und seine Leute.

 

8Da sagte Abischai zu David: Heute hat Gott deinen Feind in deine Hand gegeben. Jetzt werde ich ihn mit einem einzigen Speerstoß auf den Boden spießen, einen zweiten brauche ich nicht dafür.

 

9David aber erwiderte Abischai: Bring ihn nicht um! Denn wer hat je seine Hand gegen den Gesalbten des Herrn erhoben und ist ungestraft geblieben?

 

12David nahm den Speer und den Wasserkrug, die neben Sauls Kopf waren, und sie gingen weg. Niemand sah und niemand bemerkte etwas, und keiner wachte auf; alle schliefen, denn der Herr hatte sie in einen tiefen Schlaf fallen lassen.

 

13David ging auf die andere Seite des Tals hinüber und stellte sich in größerer Entfernung auf den Gipfel des Berges, so dass ein weiter Zwischenraum zwischen ihnen war.

 

22David erwiderte: Seht her, hier ist der Speer des Königs. Einer von den jungen Männern soll herüberkommen und ihn holen.

 

23Der Herr wird jedem seine Gerechtigkeit und Treue vergelten. Obwohl dich der Herr heute in meine Hand gegeben hatte, wollte ich meine Hand nicht an den Gesalbten des Herrn legen.

 

 

 

 

Zur 2. Lesung Durch die Auferstehung Jesu wissen wir: Der Tod ist nicht das Letzte, auch für uns nicht. Aber „wie werden die Toten auferstehen?“ fragten die Christen in Korinth. Paulus gibt eine erste Antwort mit dem Hinweis auf Pflanzen, Tiere, Sterne (1 Kor 15,35-40). Um aber das Eigentliche zu sagen, braucht er Worte, die mehr der Welt Gottes als der des Menschen zugehören: Kraft, Geist, Unvergänglichkeit, Herrlichkeit. Wie Christus gegenüber Adam, so ist der neue Mensch gegenüber dem früheren nicht nur eine Verbesserung, sondern ein Umsturz, eine neue Schöpfung.

 

 

 

ZWEITE Lesung 1 Kor 15, 45-49

 

 

Wie wir nach dem Bild des Irdischen gestaltet wurden, so werden wir auch nach dem Bild des Himmlischen gestaltet werden

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

 

Brüder!

 

So steht es in der Schrift:

 

 

45Adam, der Erste Mensch, wurde ein irdisches Lebewesen. Der Letzte Adam wurde lebendigmachender Geist.

 

46Aber zuerst kommt nicht das Überirdische; zuerst kommt das Irdische, dann das Überirdische.

 

47Der Erste Mensch stammt von der Erde und ist Erde; der Zweite Mensch stammt vom Himmel.

 

48Wie der von der Erde irdisch war, so sind es auch seine Nachfahren. Und wie der vom Himmel himmlisch ist, so sind es auch seine Nachfahren.

 

49Wie wir nach dem Bild des Irdischen gestaltet wurden, so werden wir auch nach dem Bild des Himmlischen gestaltet werden.

 

 

 

Zum Evangelium Als Fortsetzung der Feldrede berichtet Lukas verschiedene Jesusworte, die wir als Ausdeutungen der Feldrede verstehen können. Jesus spricht zu denen, die ihm zuhören (Lk 6,27), damals und heute. Aber: die Menschen lieben, die uns hassen und verfolgen, sind wir da nicht überfordert? Es ist uns aufgegeben, mehr zu tun, als wir können, mehr zu werden, als wir sind. Wir sollen Gott ähnlicher werden, so wie das Kind seinem Vater ähnlich ist.

 

 

Evangelium Lk 6, 27-38

 

 

Seid barmherzig, wie es euer Vater ist

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

 

27Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen.

 

28Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.

 

29Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin, und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd.

 

30Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand etwas wegnimmt, verlang es nicht zurück.

 

31Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen.

 

32Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden.

 

33Und wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder.

 

34Und wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung, alles zurückzubekommen.

 

35Ihr aber sollt eure Feinde lieben und sollt Gutes tun und leihen, auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

 

36Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!

 

37Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.

 

38Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.

 

 

 

FÜR DEN TAG UND DIE WOCHE

Die unendliche Möglichkeit Mit Gottes Liebe das Leben und die Menschen lieben; um der unendlichen Möglichkeit willen warten wie er, beurteilen wie er, ohne zu verurteilen, dem Befehl gehorchen, wenn er ergeht, und niemals zurückschauen - dann kann er dich brauchen; dann, vielleicht, braucht er dich. Und wenn er dich nicht braucht: in seiner Hand hat jede Stunde einen Sinn, hat Hoheit und Glanz, Ruhe und Zusammenhang. (D. H.)

 

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

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Erster Fastensonntag

 

 

 

Gott will nicht den Tod, sondern das Leben. Jesus ist gekommen, damit wir das Leben in Fülle haben (Joh 10,10). In ihm ist der neue Mensch sichtbar geworden, der ursprüngliche Mensch, wie Gott ihn am Anfang gemeint und geschaffen hat: der nicht nur vom Brot lebt, sondern vom Wort des lebendigen, anwesenden Gottes.

 

 

 

Zur 1. Lesung Die Befreiung aus der Knechtschaft Ägyptens und die Gabe des Landes Kanaan sind die Grundereignisse der Geschichte Israels. Jeder Israelit hört aus den Ereignissen des Anfangs die Anrede seines Gottes, das Wort Gottes, das auf die Antwort des Menschen wartet, auf das Ja des Glaubens, gefüllt mit der Treue des Gehorsams, wie der Korb am Dankfest mit den Früchten des Jahres gefüllt ist.

 

 

 

ERSTE Lesung Dtn 26, 4-10

 

 

Glaubensbekenntnis des auserwählten Volkes

 

Lesung aus dem Buch Deuteronomium

 

In jenen Tagen sprach Mose zum Volk:

 

Wenn du die ersten Erträge von den Früchten des Landes darbringst,

 

4dann soll der Priester den Korb aus deiner Hand entgegennehmen und ihn vor den Altar des Herrn, deines Gottes, stellen.

 

5Du aber sollst vor dem Herrn, deinem Gott, folgendes Bekenntnis ablegen: Mein Vater war ein heimatloser Aramäer. Er zog nach Ägypten, lebte dort als Fremder mit wenigen Leuten und wurde dort zu einem großen, mächtigen und zahlreichen Volk.

 

6Die Ägypter behandelten uns schlecht, machten uns rechtlos und legten uns harte Fronarbeit auf.

 

7Wir schrien zum Herrn, dem Gott unserer Väter, und der Herr hörte unser Schreien und sah unsere Rechtlosigkeit, unsere Arbeitslast und unsere Bedrängnis.

 

8Der Herr führte uns mit starker Hand und hoch erhobenem Arm, unter großem Schrecken, unter Zeichen und Wundern aus Ägypten,

 

9er brachte uns an diese Stätte und gab uns dieses Land, ein Land, in dem Milch und Honig fließen.

 

10Und siehe, nun bringe ich hier die ersten Erträge von den Früchten des Landes, das du mir gegeben hast, Herr. Wenn du den Korb vor den Herrn, deinen Gott, gestellt hast, sollst du dich vor dem Herrn, deinem Gott, niederwerfen.

 

 

 

 

 

Zur 2. Lesung „Gott hat Jesus von den Toten auferweckt“, das ist der Glaube und die Wirklichkeit des Neuen Bundes. Dem Glauben an die Auferstehung Jesu entspricht das Bekenntnis: „Jesus ist der Herr.“ Der Ort des Glaubens ist das „Herz“, jene tiefe Mitte, von der aus das Leben des Menschen bestimmt wird. Der Ort des Bekenntnisses ist die Gemeinde und darüber hinaus die Welt der Menschen; die alle denselben Herrn haben (Röm 10,12), aber nur dann an ihn glauben können, wenn die Botschaft ihnen glaubwürdig gesagt wird.

 

 

 

 

 

ZWEITE Lesung Röm 10, 8-13

 

 

Bekenntnis der an Christus Glaubenden

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Römer

 

Brüder!

 

8Was sagt die Schrift? Das Wort ist dir nahe, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen. Gemeint ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen;

 

9denn wenn du mit deinem Mund bekennst: „Jesus ist der Herr“ und in deinem Herzen glaubst: „Gott hat ihn von den Toten auferweckt“, so wirst du gerettet werden.

 

10Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen.

 

11Denn die Schrift sagt: Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.

 

12Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen. Alle haben denselben Herrn; aus seinem Reichtum beschenkt er alle, die ihn anrufen.

 

13Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.

 

 

 

 

 

Zum Evangelium Jesus ist seinen Weg in Armut und Schwachheit gegangen. Er kann mit unserer Schwäche mitfühlen, denn er wurde in allem wie wir in Versuchung geführt. Er hat die Versuchung bestanden; dem Widersacher ist er mit der Kraft des Heiligen Geistes und mit den Worten der Heiligen Schrift begegnet. Macht und Reichtum sind nicht seine Sache, sie sind auch nicht der Weg des Jüngers und der Gemeinde.

 

 

 

Evangelium Lk 4, 1-13

 

 

Der Geist führte ihn in der Wüste umher, und dabei wurde er vom Teufel in Versuchung geführt

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

 

In jener Zeit

 

1verließ Jesus, erfüllt vom Heiligen Geist, die Jordangegend. Darauf führte ihn der Geist vierzig Tage lang in der Wüste umher,

 

2und dabei wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt. Die ganze Zeit über aß er nichts; als aber die vierzig Tage vorüber waren, hatte er Hunger.

 

3Da sagte der Teufel zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl diesem Stein, zu Brot zu werden.

 

4Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot.

 

5Da führte ihn der Teufel auf einen Berg hinauf und zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde.

 

6Und er sagte zu ihm: All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich dir geben; denn sie sind mir überlassen, und ich gebe sie, wem ich will.

 

7Wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest, wird dir alles gehören.

 

8Jesus antwortete ihm: In der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen.

 

9Darauf führte ihn der Teufel nach Jerusalem, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich von hier hinab;

 

10denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er, dich zu behüten;

 

11und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.

 

12Da antwortete ihm Jesus: Die Schrift sagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.

 

13Nach diesen Versuchungen ließ der Teufel für eine gewisse Zeit von ihm ab.

 

 

 

 

Für den Tag und die Woche

 

Unseretwegen Der ewige Sohn, der wahrer Mensch geworden ist, wurde vom Teufel dreimal versucht, wie uns in drei Evangelien berichtet ist. Es ist von vornherein anzunehmen, dass diese drei Versuchungen von der höchsten aktuellen Bedeutung sind für die Menschen jeder Zeit und jeden Ortes; denn Christus wurde als Menschensohn versucht, das heißt nicht als Gott von göttlicher Natur, sondern als Gott, der die menschliche Natur wahrhaft angenommen hat. Um unseretwillen ist Christus versucht worden, nicht um seinetwillen: die Versuchungen sind ein Teil des Heils- und Erlösungswerkes, und also ist uns auch diese Erzählung zu unserem Heil gegeben und zu beständiger Meditation. (Theodor Haecker)

 

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

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denn wenn du mit deinem Mund bekennst: „Jesus ist der Herr“

und in deinem Herzen glaubst: „Gott hat ihn von den Toten auferweckt“,

so wirst du gerettet werden.

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Zweiter Fastensonntag

 

 

 

Wer nicht sehen kann, ist ein armer Mensch, wer nicht hören kann, vielleicht noch ärmer. Vom Hören (= Wahrnehmen) geht der Weg zum Erfahren und Verstehen, aber auch zum Horchen - Gehorchen und zum Tun. „Auf ihn sollt ihr hören“: Jesus ist für uns Gottes Wort und Wahrheit. Hören können wir dieses Wort nur mit der gesammelten Aufmerksamkeit eines Herzens, das zum Gehorchen bereit ist.

 

 

 

ERSTE Lesung Gen 15, 5-12.17-18

 

 

Abraham glaubte dem Herrn - der Herr schloss mit ihm einen Bund

 

Lesung aus dem Buch Genesis

 

In jenen Tagen

 

5führte der Herr Abram hinaus und sprach: Sieh zum Himmel hinauf, und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.

 

6Abram glaubte dem Herrn, und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.

 

7Er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zu Eigen zu geben.

 

8Da sagte Abram: Herr, mein Herr, woran soll ich erkennen, dass ich es zu Eigen bekomme?

 

9Der Herr antwortete ihm: Hol mir ein dreijähriges Rind, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine Haustaube!

 

10Abram brachte ihm alle diese Tiere, zerteilte sie und legte je eine Hälfte der andern gegenüber; die Vögel aber zerteilte er nicht.

 

11Da stießen Raubvögel auf die Fleischstücke herab, doch Abram verscheuchte sie.

 

12Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf; große, unheimliche Angst überfiel ihn.

 

17Die Sonne war untergegangen, und es war dunkel geworden. Auf einmal waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da; sie fuhren zwischen jenen Fleischstücken hindurch.

 

18An diesem Tag schloss der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom, dem Eufrat.

 

 

 

ZWEITE Lesung Phil 3, 17 - 4, 1

 

 

Christus wird uns verwandeln in die Gestalt seines verherrlichten Leibes

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper

 

17Ahmt auch ihr mich nach, Brüder, und achtet auf jene, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt.

 

18Denn viele - von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche - leben als Feinde des Kreuzes Christi.

 

19Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott der Bauch; ihr Ruhm besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn.

 

20Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter,

 

21der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.

 

1Darum, meine geliebten Brüder, nach denen ich mich sehne, meine Freude und mein Ehrenkranz, steht fest in der Gemeinschaft mit dem Herrn, liebe Brüder.

 

 

 

Evangelium Lk 9, 28b-36

 

 

Während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

 

In jener Zeit

 

28bnahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten.

 

29Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und sein Gewand wurde leuchtend weiß.

 

30Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija;

 

31sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte.

 

32Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen.

 

33Als die beiden sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste aber nicht, was er sagte.

 

34Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst.

 

35Da rief eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.

 

36Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein. Die Jünger schwiegen jedoch über das, was sie gesehen hatten, und erzählten in jenen Tagen niemand davon.

 

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

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