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Flug 4U 9525


teofilos

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Selbst wenn dieser Mensch, dessen Name nicht genannt werden sollte, durch eine bereits vorher bekannte psychische Erkrankung sein Lizenz verloren hätte, hätte ihn seine Firma wohl kaum im Regen stehen gelassen. Dafür kenne ich die Muttergesellschaft viel zu gut. Es hätte für ihn mit Sicherheit eine Beschäftigung am Boden gegeben.

Ja. Die LH ist in der Tat eine Airline, der ich so etwas "zutrauen" würde.

 

Worauf du 100%ig einen lassen kannst! Intern heißt so ein Vorgang: "aus med. Gründen b.a.w. Gegrounded".

bearbeitet von Katharer
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In einem Konzern, der nach eigener Angabe die "besten Piloten der Welt" hat, ist es schwer sich offen einzugestehen, dass man krank ist. "Wenn ich nicht sehr gut bin, wenn ich nicht Top-Leistung erbringen kann, gehöre ich nicht dazu und verliere meinen Job".
ein narzisst kann es sich nicht eingestehen. er ist kognitiv auch nicht erreichbar. das ökonomische ist zweitrangig. der verlust des selbstverständnisses zu den "besten Piloten der Welt" zu gehören oder nicht mehr gehören zu dürfen, löst die narzisstische kränkung aus.
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In einem Konzern, der nach eigener Angabe die "besten Piloten der Welt" hat, ist es schwer sich offen einzugestehen, dass man krank ist. "Wenn ich nicht sehr gut bin, wenn ich nicht Top-Leistung erbringen kann, gehöre ich nicht dazu und verliere meinen Job".

ein narzisst kann es sich nicht eingestehen. er ist kognitiv auch nicht erreichbar. das ökonomische ist zweitrangig. der verlust des selbstverständnisses zu den "besten Piloten der Welt" zu gehören oder nicht mehr gehören zu dürfen, löst die narzisstische kränkung aus.

 

Das finde ich plausibel, wenngleich noch nicht sicher ist, daß es hier so war. Dann wäre ihm auch das Schicksal der Passagiere vermutlich egal gewesen?

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In einem Konzern, der nach eigener Angabe die "besten Piloten der Welt" hat, ist es schwer sich offen einzugestehen, dass man krank ist. "Wenn ich nicht sehr gut bin, wenn ich nicht Top-Leistung erbringen kann, gehöre ich nicht dazu und verliere meinen Job".

ein narzisst kann es sich nicht eingestehen. er ist kognitiv auch nicht erreichbar. das ökonomische ist zweitrangig. der verlust des selbstverständnisses zu den "besten Piloten der Welt" zu gehören oder nicht mehr gehören zu dürfen, löst die narzisstische kränkung aus.

 

Das finde ich plausibel, wenngleich noch nicht sicher ist, daß es hier so war. Dann wäre ihm auch das Schicksal der Passagiere vermutlich egal gewesen?

 

natürlich hat es einen hauch von spekulation.

 

"egal" ist nicht der richtige ausdruck. schrecklicherweise gehören sie ev. sogar zu seinem "grandiosen" abschied.

 

Erich Fromm: „Man kann den Narzissmus als einen Erlebniszustand definieren, in dem nur die Person selbst, ihr Körper, ihre Bedürfnisse, ihre Gefühle, ihre Gedanken, ihr Eigentum, alles und jedes was zu ihr gehört, als völlig real erlebt wird, während alles und jedes, was keinen Teil der eigenen Person bildet oder nicht Gegenstand der eigenen Bedürfnisse ist, nicht interessiert, keine volle Realität besitzt (...); affektiv bleibt es ohne Gewicht und Farbe.“

 

beachte: "keine volle realität".

 

aus http://www.franklzentrum.org/downloads/1210/DI_Werner_Berschneider_Mit_Sinnorientierung_dem_Narzissmus_begegnen.pdf

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Es war "damals" ;-) Da war ein Pfleger, der mal gesagt hat, dass vermutlich mehr als die Hälfte der "erfolgreichen Suizidenten" sowas wie ein Betriebsunfall sind, weil der Suizident sich im Grunde gar nicht endgültig "erledigen" wollte.

 

Ich weiss nicht, ob ich mich im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz damit beschäftigen muss (und will). Es ist schon recht flapsig, undifferenziert und unprofessionell, was Dir der Pfleger da als Brocken vor die Füße geworfen hat. Er zweifelt für mehr als die Hälfte der Suizide an, dass sie "ernst gemeint" gewesen seien. Und wenn? Welche Konsequenzen hätte das?

 

Mal abgesehen davon, dass nicht jeder, der einen Suizidversuch unternimmt, die Möglichkeit hat, sich dafür einen voll besetzten Airbus zu nehmen und ihn in die französischen Alpen krachen zu lassen, ist DIESER Versuch nun ohne Zweifel "ernst" zu nehmen: er hat 150 Menschen das Leben gekostet.

 

 

Ich habe mich falsch ausgedrückt. Der Suizid ist/war ernst gemeint. Lediglich in der sprichwörtlich letzten Sekunde stellt jener Mensch fest, dass er doch nicht sterben will. Und mit "Betriebsunfall" meinte ich die z. B. die physikalischen Gegebenheiten. Beispiel. Sich zu töten und mit 180 km/h auf einen Autobahnbrückenpfeiler zuzurasen ist ernst gemeint. 2 Sekunden vor dem Aufprall findet eine Entscheidunsänderung statt. Aber rein physikalisch kann man das Auto nicht mehr stoppen. Kann sein, dass man das Lenkrad noch rumreißen kann. Dann knallt man statt mit der Motorhaube mit der Seite an den Brückenpfeiler oder landet an Straßenbegrenzungen oder Bäumen usw.

 

Würde sich bei der Auswertung des Flugschreibers ergeben, dass der Co-Pilot kurz vor dem Aufprall doch noch versucht hat die Maschine in die Höhe zu ziehen, spräche das eventuell für einen Suizid mit "Abbruchwillen in letzter Sekunde".

 

Für mich ist das, was jetzt da an Depression und Suizid in diversen Medien diskutiert wird, eben noch immer nicht schlüssig. Ich sehe da immer noch große Differenzen. Ich denke bisher mehr an einen Amoklauf, der nicht zwingend etwas mit einer Depression zu tun hat. Natürlich kann eine Depression und damit ein Suizid für die Tötung so vieler unschuldiger Menschen ursächlich sein. Aber ich schließe nach wie vor eine andere komplexe psychische Erkrankung/Persönlichkeitsstörung, die zu einem Amoklauf geführt hat, nicht aus. Persönlich halte ich dies sogar für wahrscheinlicher.

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Mein Mitleid gilt eher den Opfern und den Angehörigen, und auch den Angehörigen des Täters!

Und was hilft denen die Namensnennung?

 

Es handelt sich hier um ein vorsätzlich begangenes Verbrechen, die Beweggründe lasse ich hier mal außer acht. Es handelt sich hier um keinen "Unfall" der durch Fahrlässigkeit oder widriger Umstände verursacht wurde, sondern um einen gezielt ausgeführten Mord an 149 Menschen. Ich glaube es ist legitim und normal dass Angehörige wissen möchten wer für den Tod ihrer Lieben verantwortlich ist. Auch die Öffentlichkeit hat m.M.n. ein Recht darauf zu wissen was geschah und wer dafür verantwortlich ist. In der Vergangenheit wurden auch immer die Namen von Tätern genannt, ob es half oder nicht, warum sollte das in diesem Fall anders sein?.

 

Ich weiß nicht, wo die Grenze der vernünftigen Information der "Öffentlichkeit" genau verläuft. Wenn ich aber den völlig durchgeknallten Medienauflauf vor dem Elternhaus des Copiloten sehe, dann weiß ich, dass die Grenze weit überschritten ist. Und dann weiß ich auch, dass man den Namen nicht hätte öffentlich machen sollen.

Da läuft der pure Voyerismus. Da geht es nur darum, innerhalb der Halbwertzeit Sensationslust der üblesten Sorte zu produzieren.

 

In Haltern ist auch nach wie vor der völlige Ausnahmezustand. Die Bürger können dort seit Tagen keinen von Kameras unbeobachteten Schritt machen. Auf was warten hunderte von Journalisten da eigentlich?

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Man hat sich nach „nine eleven“ und den daraus resultierenden Sicherheitsmaßnahmen im Flugverkehr, und insbesondere im Flugzeug, immer darauf verlassen dass eine Bedrohung von „außen“ kommt. Eine Bedrohung von „innen“, von Seiten eines Mitglieds des Personals, hat man bisher anscheinend außer Acht gelassen. Die Wahnsinnstat des Copiloten, dessen Name hier nicht genannt werden soll, hat auch das Verhältnis zwischen den Crewmitgliedern verändert, wer kann seinem Kollegen im Cockpit noch trauen? Kann nicht jeder morgen oder irgendwann zum Nachahmer werden? Die zivile Luftfahrt in Europa wird ihre Sicherheitsstandards überdenken (müssen). Die Einführung des „vier Augen Prinzips“ wird nur eine der möglichen Maßnahmen sein.

bearbeitet von Katharer
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Solche Fälle des Piloten-Suizids gab es bereits, abgesehen davon, dass ich es vorziehen würde, den offiziellen Untersuchungsbericht abzuwarten.

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Für mich ist das, was jetzt da an Depression und Suizid in diversen Medien diskutiert wird, eben noch immer nicht schlüssig. Ich sehe da immer noch große Differenzen. Ich denke bisher mehr an einen Amoklauf, der nicht zwingend etwas mit einer Depression zu tun hat. Natürlich kann eine Depression und damit ein Suizid für die Tötung so vieler unschuldiger Menschen ursächlich sein. Aber ich schließe nach wie vor eine andere komplexe psychische Erkrankung/Persönlichkeitsstörung, die zu einem Amoklauf geführt hat, nicht aus. Persönlich halte ich dies sogar für wahrscheinlicher.

 

Da kann man nur froh sein, dass dieser Amoklauf in relativ dünn besiedelten Gebiet stattfand und nicht eines der Kernkraftwerke in dieser Gegend getroffen wurde.

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Die Medien machen diesen Aufstand allerdings nicht, weil sie so böse sind, sondern weil wir Konsumenten das von ihnen verlangen. Es ist genau der gleiche Typ Internetnutzer, der im Schnitt täglich 4,5 oder 3,7 Beiträge bei mykath schreibt und/oder ebenso oft auf Spiegel Online oder FAZ.net nach neuen Meldungen schaut. Täglich neue Nachrichten zu erhalten, reicht uns Konsumenten nicht mehr aus. Wir wollen alle paar Stunden neue Updates. Nach einer Katastrophe wie dem Flugzeugabsturz, lese ich auch Live-Ticker und warte förmlich darauf, dass nach spätestens 5 Minuten eine neue Micro-Meldung erscheint.

 

Spiegel Online ist im Zuge des Arabischen Frühlings zu einem der meistbesuchten Nachrichtenportalen weltweit aufgestiegen. Und das ganz einfach, weil sie das Bedürfnis der Leser nach schneller Information besonders gut erfüllt haben. Internetnutzer gieren nach Aktualität. Das sieht man schon allein an den Reaktionen, wenn hier im Forum jemand einen Thread von vor ein paar Jahren aufwärmt. Das Thema des alten Threads unterscheidet sich kaum von vielen aktuellen Threads, auch die Argumentation ist ähnlich. Trotzdem sind wir bei alten Threads skeptisch und bevorzugen neue Threads zum gleichen Thema. Ebenso ist ein 24 Stunden alter Artikel zum Flugzeugabsturz jetzt schon Obsolet. Nicht weil die Informationen dort falsch wären, sondern weil wir erwarten, dass es schon neuere, bessere Nachrichten zum Thema geben muss.

 

Wir sind es, die genau diese Reporter-Trauben vor den Häusern von Hinterbliebenen fördern. Wir können ganz genau sagen, wie nah die Foto-Journalisten von verschiedenen Nachrichtenseiten an die Trauernden heranzoomen, weil wir uns diese Bilder anschauen und die Nachrichtenseiten lesen. Jetzt können wir uns kaum von ihnen distanzieren. Mit welchem Recht denn?

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Solche Fälle des Piloten-Suizids gab es bereits, abgesehen davon, dass ich es vorziehen würde, den offiziellen Untersuchungsbericht abzuwarten.

Korrekt, aber in Europa ist dies wohl der erste Fall. Und bisher sprechen alle Indizien dafür dass der Absturz bewusst herbei geführt wurde, die Frage welche Gründe auch immer dafür in Frage kommen ändert nichts an der Tatsache das 149 Menschen bewusst getötet wurden.

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Die Medien machen diesen Aufstand allerdings nicht, weil sie so böse sind, sondern weil wir Konsumenten das von ihnen verlangen. Es ist genau der gleiche Typ Internetnutzer, der im Schnitt täglich 4,5 oder 3,7 Beiträge bei mykath schreibt und/oder ebenso oft auf Spiegel Online oder FAZ.net nach neuen Meldungen schaut. Täglich neue Nachrichten zu erhalten, reicht uns Konsumenten nicht mehr aus. Wir wollen alle paar Stunden neue Updates. Nach einer Katastrophe wie dem Flugzeugabsturz, lese ich auch Live-Ticker und warte förmlich darauf, dass nach spätestens 5 Minuten eine neue Micro-Meldung erscheint.

 

Spiegel Online ist im Zuge des Arabischen Frühlings zu einem der meistbesuchten Nachrichtenportalen weltweit aufgestiegen. Und das ganz einfach, weil sie das Bedürfnis der Leser nach schneller Information besonders gut erfüllt haben. Internetnutzer gieren nach Aktualität. Das sieht man schon allein an den Reaktionen, wenn hier im Forum jemand einen Thread von vor ein paar Jahren aufwärmt. Das Thema des alten Threads unterscheidet sich kaum von vielen aktuellen Threads, auch die Argumentation ist ähnlich. Trotzdem sind wir bei alten Threads skeptisch und bevorzugen neue Threads zum gleichen Thema. Ebenso ist ein 24 Stunden alter Artikel zum Flugzeugabsturz jetzt schon Obsolet. Nicht weil die Informationen dort falsch wären, sondern weil wir erwarten, dass es schon neuere, bessere Nachrichten zum Thema geben muss.

 

Wir sind es, die genau diese Reporter-Trauben vor den Häusern von Hinterbliebenen fördern. Wir können ganz genau sagen, wie nah die Foto-Journalisten von verschiedenen Nachrichtenseiten an die Trauernden heranzoomen, weil wir uns diese Bilder anschauen und die Nachrichtenseiten lesen. Jetzt können wir uns kaum von ihnen distanzieren. Mit welchem Recht denn?

Vielleicht sind auch die Medien an einer "Vorverurteilung" schuld wenn sich nur die geringsten Verdachtsmomente ergeben, ich denke da z.B. an den Abschuss der MH 17 über der Ost-Ukraine. Ganz klar das es die Russen gewesen sein müssen, dass auch das ukrainische Militär ex-sowjetische Waffen hat und wahrscheinlich auch einsetzt wurde m.W. nie genannt.

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In einem Konzern, der nach eigener Angabe die "besten Piloten der Welt" hat, ist es schwer sich offen einzugestehen, dass man krank ist. "Wenn ich nicht sehr gut bin, wenn ich nicht Top-Leistung erbringen kann, gehöre ich nicht dazu und verliere meinen Job".

ein narzisst kann es sich nicht eingestehen. er ist kognitiv auch nicht erreichbar. das ökonomische ist zweitrangig. der verlust des selbstverständnisses zu den "besten Piloten der Welt" zu gehören oder nicht mehr gehören zu dürfen, löst die narzisstische kränkung aus.

 

Das finde ich plausibel, wenngleich noch nicht sicher ist, daß es hier so war. Dann wäre ihm auch das Schicksal der Passagiere vermutlich egal gewesen?

 

Vielleicht sollten wir uns einfach darauf einigen, dass dieser Mensch nur ein Werkzeug Gottes war und das Thema hiermit beenden, der Anfang wurde ja mit dem Verschieben in die Katakombe bereits gemacht.. Wenn es nicht so ist, wird er schon vor dem Allmächtigen, Ewigen als seinem Richter stehen. :unsure:

bearbeitet von Katharer
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In einem Konzern, der nach eigener Angabe die "besten Piloten der Welt" hat, ist es schwer sich offen einzugestehen, dass man krank ist. "Wenn ich nicht sehr gut bin, wenn ich nicht Top-Leistung erbringen kann, gehöre ich nicht dazu und verliere meinen Job".

ein narzisst kann es sich nicht eingestehen. er ist kognitiv auch nicht erreichbar. das ökonomische ist zweitrangig. der verlust des selbstverständnisses zu den "besten Piloten der Welt" zu gehören oder nicht mehr gehören zu dürfen, löst die narzisstische kränkung aus.

 

Das finde ich plausibel, wenngleich noch nicht sicher ist, daß es hier so war. Dann wäre ihm auch das Schicksal der Passagiere vermutlich egal gewesen?

 

Vielleicht sollten wir uns einfach darauf einigen, dass dieser Mensch nur ein Werkzeug Gottes war und das Thema hiermit beenden. Wenn es nicht so ist, wird er schon vor dem Allmächtigen, Ewigen als seinem Richter stehen. :unsure:

 

Wenn Werkzeug, dann kaum Gottes.

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Vielleicht sind auch die Medien an einer "Vorverurteilung" schuld wenn sich nur die geringsten Verdachtsmomente ergeben, ich denke da z.B. an den Abschuss der MH 17 über der Ost-Ukraine. Ganz klar das es die Russen gewesen sein müssen, dass auch das ukrainische Militär ex-sowjetische Waffen hat und wahrscheinlich auch einsetzt wurde m.W. nie genannt.

Klar. "Schuld" müssen immer die anderen sein. Die Medien zum Beispiel oder das "kranke Hirn" des Copiloten. Es macht die Welt so schön einfach, wenn man nie selbst Verantwortung übernimmt, sondern immer einen Sündenbock findet.
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Wenn es nicht so ist, wird er schon vor dem Allmächtigen, Ewigen als seinem Richter stehen.

Ob er bei dem deutlich schlecht weg kommt als du oder ich?
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Die Medien machen diesen Aufstand allerdings nicht, weil sie so böse sind, sondern weil wir Konsumenten das von ihnen verlangen. Es ist genau der gleiche Typ Internetnutzer, der im Schnitt täglich 4,5 oder 3,7 Beiträge bei mykath schreibt und/oder ebenso oft auf Spiegel Online oder FAZ.net nach neuen Meldungen schaut. Täglich neue Nachrichten zu erhalten, reicht uns Konsumenten nicht mehr aus. Wir wollen alle paar Stunden neue Updates. Nach einer Katastrophe wie dem Flugzeugabsturz, lese ich auch Live-Ticker und warte förmlich darauf, dass nach spätestens 5 Minuten eine neue Micro-Meldung erscheint.

Gegen Information hat doch niemand etwas. Informiert werden möchte ich auch.

Aber wenn Du ehrlich bist, sind Dir in der Berichterstattung auch Dinge aufgefallen, die Du nicht wissen wolltest, die einfach zu weit gehen, und die nicht der Information, sondern der Unterhaltung dienen.

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Gegen Information hat doch niemand etwas. Informiert werden möchte ich auch. Aber wenn Du ehrlich bist, sind Dir in der Berichterstattung auch Dinge aufgefallen, die Du nicht wissen wolltest, die einfach zu weit gehen, und die nicht der Information, sondern der Unterhaltung dienen.

Klar, mir begegnen beim Surfen täglich Informationen, die ich nicht wissen will und was das Flugzeugunglück betrifft, bin ich schon seit gestern Mittag übersättigt. Da musst du mich nicht zur Ehrlichkeit auffordern. Das sag ich dir ganz offen. Aber so ein einzelnes Ereignis wie der Germanwings-Absturz oder 9/11 oder das Breivik-Attentat gibt überhaupt nicht genug echte Informationen her, um über mehr als einen Tag hinweg Nachrichten im Minutentakt zu bringen. Der Hunger der Konsumenten ist groß aber an dem Katastrophenknochen ist einfach nicht viel Fleisch dran. Und der Hunger scheint in der Masse noch nicht gestillt zu sein. Immerhin lesen jetzt gerade über 1000 Leute bei sueddeutsche.de Artikel zum Thema. Es wäre also vollkommen unlogisch, wenn die Nachrichtenportale nicht mehr über das Unglück berichten würden. Und weil es nichts sinnvolles mehr zu berichten gibt (und schon bekannte Informationen vom Konsumenten abgestraft werden), schreibt und zeigt man eben nicht-sinnvolles.
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Es hätte schon gar nicht publik werden dürfen, wo er wohnt usw- keine Hinweise geben.

klar, pressefreiheit ist eh scheîsse. macht unsere heile welt nur kaputt. allerdings waren die gutmenschen bei Breivik nichtmal halb so zimperlich. oder waren dessen angehörigen eh mitschuldig? Honi soit qui mal y pense.

 

plus alle englischen medien die ich ab und zu so lese haben den namen sofort veröffentlicht. wer ihn wissen will kriegt ihn innert minuten raus. denn seit medien global über google, FB oder sogar bookmarks stante-pede abgerufen werden können bringt diese selbstzensur bei einem global verfolgten ereignis wie diesem wirklich nix mehr. zudem soll endlich deutlich zwischen verbrecherschutz und opferschutz unterschieden werden. der spiegel hat das immerhin endlich gerafft. mein respekt!

 

In dem relativ kleinen Ort- soo weit weg ist das hier nicht-ist die Hölle los. Hexenjagden auf Anghörige ziemlich sicher inclusive.

solche pauschalvermutungen dienen bloss dem eigenen argument; ansonsten sind sie ohne nachweis einfach nur lächerlich. es gibt einen einzigen fall, ich glaube aus dänemark, wo ein angehöriger eines flugzeugsabsturzopfers selbstjustiz ausübte und den angeblich verantwortlichen lotsen ermordete; die koordinaten zum haus des lotsen hatte er aber vom gericht oder von der betroffenen airline. jedenfalls hatte es nix mit sensationspresse zu tun. alle weitern eingebildeten hexenjagden sollen erstmal belegt werden bevor wieder jemand aus freudigem aktionismus die pressefreiheit einschränkt.

 

aber damit es auch die hinterletzte trübtasse versteht es geht mir nicht darum Breivik zu relativieren, oder solche die sich an den angehörigen von Lubitz abreagieren wollen. das sind vollîdioten und gehören in die nächste klapse. aber es geht nicht an der halben welt wegen ein paar klapsreifen typen wichtige informationen vorzuenthalten.

 

BTW, wirkliche sensationspresse geht so: die müssen live dabei gewesen sein. :facepalm:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-3013109/Passengers-didn-t-realise-Germanwings-pilot-deliberately-flying-mountain-locking-captain-cockpit.html

 

Aber wenn Du ehrlich bist, sind Dir in der Berichterstattung auch Dinge aufgefallen, die Du nicht wissen wolltest, die einfach zu weit gehen, und die nicht der Information, sondern der Unterhaltung dienen.

mir ist echte pressefreiheit viel zu wichtig um überlegungen anzustellen was nun der information (gut?) und was nun ggfs der unterhaltung (schlecht?) diene. ohne pressefreiheit keine freiheit schlechthin. und gutmenschen welche die pressefreiheit darauf beschränken wollen was sie selbst für "informationswürdig" halten sind verkappte stalinisten. es gilt sie als solche zu erkennen und entsprechend zu behandeln.
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paar klapsreifen typen wichtige informationen vorzuenthalten.

was ist für dich wichtig? warum? klapsreif?

 

ich bitte um behandlung als stalinist.

bearbeitet von helmut
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Presse- und Informationsfreiheit hat Grenzen. Die wurden im Falle Breivik überschritten und hier jetzt auch.

 

OAOS hat mit seiner Einschätzung sicher ziemlich recht.

 

Ob "Amok"oder "Suizid" - das steht alles nicht fest und daher sollte auch auf solche Bezeichnungen verzichtet werden.

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Vielleicht sind auch die Medien an einer "Vorverurteilung" schuld wenn sich nur die geringsten Verdachtsmomente ergeben, ich denke da z.B. an den Abschuss der MH 17 über der Ost-Ukraine. Ganz klar das es die Russen gewesen sein müssen, dass auch das ukrainische Militär ex-sowjetische Waffen hat und wahrscheinlich auch einsetzt wurde m.W. nie genannt.

Klar. "Schuld" müssen immer die anderen sein. Die Medien zum Beispiel oder das "kranke Hirn" des Copiloten. Es macht die Welt so schön einfach, wenn man nie selbst Verantwortung übernimmt, sondern immer einen Sündenbock findet.

 

Es dürfte schwer sein die Verantwortung für dieses Verbrechen einem anderen als dem Copiloten zuzuschreiben. Aber es gibt sicherlich Gutmenschen die auch für dieses Fehlverhalten eine plausible Begründung finden werden. So werden Täter zu Opfern.

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Presse- und Informationsfreiheit hat Grenzen. Die wurden im Falle Breivik überschritten und hier jetzt auch.

 

OAOS hat mit seiner Einschätzung sicher ziemlich recht.

 

Ob "Amok"oder "Suizid" - das steht alles nicht fest und daher sollte auch auf solche Bezeichnungen verzichtet werden.

Pressefreiheit ist neben Religionsfreiheit eines der höchsten Rechtsgüter welche eine Demokratie haben kann. Leider wird in beiden Fällen oftmals über das Ziel hinaus geschossen. Verzichten möchte ich auf diese Freiheiten trotzdem nicht!

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So werden Täter zu Opfern.

und opfer zu tätern.

 

Na klar, so kann man es auch sehen. Hätten die 144 Passagieren nicht den Wunsch gehabt von BCN nach DUS zu fliegen und hätten 5 Crewmitglieder nicht versucht diesem Wunsch nachzukommen, hätte der Copilot möglicherweise seinen Selbstmord auf diese Weise nicht durchführen können. Fazit: 149 Menschen waren zur falschen Zeit am falschen Ort - nur einer war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, Ergebnis 150 Tote darunter zwei Babys.

bearbeitet von Katharer
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