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Politik für Alle


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OT: Ich bin meinen Eltern ganz dankbar, dass sie sich mit  klugen Ratschlägen bezüglich meines Lebens als ich erwachsen war, ziemlich zurückgehalten haben und die wenigen Ratschläge A erbeten und B wirklich klug waren und sind.

 

 

Edited by mn1217
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Aristippos
vor 3 Stunden schrieb rorro:

Ich sehe ein umfassendes Staatsversagen - und rückblickend mein Versagen, dieses Urvertrauen in die rationale Handlungsfähigkeit des Staates nie wirklich grundlegend hinterfragt zu haben.

Ich hatte eine Vorahnung davon, als ich vor mittlerweile 8 Jahren das Buch "Jours de pouvoir" von Bruno Le Maire gelesen habe, dem damaligen Landwirtschaftsminister von Sarkozy. Hier ist eine ganz gute Rezension davon. Aber eigentlich ist es noch viel schlimmer, als der Rezensent schreibt. Der Minister schafft es schon nach ein paar Dutzend Seiten, einen zu überzeugen, dass er einfach nur strunzdumm ist. Da hilft leider der schönste ENA-Abschluss nichts. Geschadet hat ihm das offensichtlich nicht, mittlerweile ist er Macrons Finanzminister.

 

Dennoch kommt der Rezensent bereits vor 8 Jahren zu dem Schluss, den du jetzt auch gezogen hast:

Zitat

Jedem Leser wird einleuchten, dass wir in Europa noch zu viel Obrigkeit haben, den Regierungen zu viel zutrauen und leichtfertigerweise die Gewissheit pflegen, Spitzenpolitiker hätten mehr Kompetenz, Informationen, Erfahrung und Durchblick als wir.

 

Das Buch eignet sich hervorragend, um diese Ent-Täuschung anzubahnen!

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vor 4 Stunden schrieb rorro:

 

Ich sehe da keine Möglichkeit des Zurückgewinnens. Die Naivität, die es dafür in meinen Augen braucht (so sehe ich das mittlerweile), ist gewichen.

 

Gestern hörte ich zufällig einen Podcast, bei dem es genau um diese Frage geht. Denn Politisches Handeln ist letztlich in der operativen Umsetzung ein Handeln der Bürokratie. Und der Interviewpartner (da bezog es sich auf die USA, die eine größere libertäre Tradition haben) bezog eindeutig Stellung, als ehemaliger hoher Regierungsbeamter, und sagte, daß es Bürokratie einfach nicht kann. Daß sei keine Einzelerscheinung, sondern sei dem bürokratischen Wesen quasi immanent.

Deswegen prophezeite er die größte baldige Enttäuschung für die Linksaußen in den USA, weil es definitiv nicht so laufen wird wie von ihnen gewünscht (selbst wenn es gesetzlich so geregelt sein sollte wie sie es wünschen!!).

 

Wie gesagt, diese libertäre Tradition gibt es so nicht bei uns in der sozialen Marktwirtschaft. Die Pandemie hat mir aber gezeigt, warum diese Menschen Recht haben könnten. Dabei gibt es natürlich Libertäre, die dem Staat per se mißtrauen - doch dieser gehört dazu, weil er gelernt hat(!), daß der Staat es einfach nicht schafft, die Probleme der Menschen zu regeln.

Ich sehe ein umfassendes Staatsversagen - und rückblickend mein Versagen, dieses Urvertrauen in die rationale Handlungsfähigkeit des Staates nie wirklich grundlegend hinterfragt zu haben.

 

Hmmm, die USA scheinen mir ein höchst fragwürdiges Beispiel: dort haben wir z.B. im Vergleich zu Europa im Jahr gut 16.500 Mordfälle, 70.000 Tote durch Drogenüberdosierung 2019. Für letztes Jahr Jahr noch mal erhebliche Zuwächse bei den Mordtaten, dazu eine gewalttätige, ineffektive Polizei und die höchsten Inhaftierungszahlen des Planeten. Was soll mir eine „libertäre Tradition“ eines Staates sagen, in dem die Verhältnisse vermeidbare Todesraten auf dutzendfach höherem Niveau liefern und gleichzeitig beispiellose Repression herrscht?

Wenn Basisfunktionen einer Demokratie wie Leben und Freiheit so miserabel erfüllt werden, ist das für mich kein Vergleichsstandard. Dass dort hohe und höchste Vermögen vor diesen Folgen halbwegs effektiv abschirmen können, mag die „libertären Traditionen“ für einige verständlich machen, für die Masse der Menschen ist es ein sehr unattraktives Lebensmodell.

Edited by Shubashi
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1 hour ago, Shubashi said:

dort haben wir z.B. im Vergleich zu Europa im Jahr gut 16.500 Mordfälle, 70.000 Tote durch Drogenüberdosierung 2019.

Sorry, aber wo ist der Vergleich? Meinst Du 16.500 Mordfaelle mehr als in Europa? 

 

Quote

Für letztes Jahr Jahr noch mal erhebliche Zuwächse bei den Mordtaten,

Was wohl auf das Konto der Lockdowns, also des Staates geht.

 

Mir scheint, dass, was immer die jeweils herrschende Ideologie behaupten mag, die staatliche Buerokratie auch in den USA enorm gewachsen ist. So sind die USA auch kaum ein Beispiel eines "libertaeren" Staates, und Du hast recht, es ist ein bisschen komisch, wenn man sie als solchen bezeichnet, insbesodnere angesichts der Masseninhaftierung und der Polizeigewalt..

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libertär in diesem umfeld deute ich als freiheit von vernunft. die freiheit zur vernunft macht sich in den wahlergebnissen bemerkbar. gott sei es gedankt.

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vor 2 Stunden schrieb Domingo:

Sorry, aber wo ist der Vergleich? Meinst Du 16.500 Mordfaelle mehr als in Europa? 

 

Was wohl auf das Konto der Lockdowns, also des Staates geht.

 

Mir scheint, dass, was immer die jeweils herrschende Ideologie behaupten mag, die staatliche Buerokratie auch in den USA enorm gewachsen ist. So sind die USA auch kaum ein Beispiel eines "libertaeren" Staates, und Du hast recht, es ist ein bisschen komisch, wenn man sie als solchen bezeichnet, insbesodnere angesichts der Masseninhaftierung und der Polizeigewalt..

 

Pardon, ich hätte die Zahlen hinzufügen fürdie Größenordnungsunterschiede sollen: knapp 4.000 Morde fürdie EU-27 in 2018. Tote durch Drogenüberdosierung in der EU-28 zzgl Norwegen und Türkei knapp 9000 in 2016. 

„Dutzendfach“ mehr passt dann zum Vergleichsland Deutschland mit gut 700 Morden und gegen 1000 Drogentoten pro Jahr - und übrigens tendenziell sinkender Kriminalität im Pandemie-Lockdown.

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GermanHeretic

https://www.thetimes.co.uk/article/breastfeeding-is-now-chestfeeding-brightons-trans-friendly-midwives-are-told-pwlvmcnc7

 

Ist hinter einer Paywall, aber die ersten 4 Absätze zu lesen reicht schon.

 

Also, nennt eure Mutter lieber ab sofort "gebärendes Elternteil" und den Vater "sekundäres biologisches Elternteil", wir wollen ja nicht transphob und diskriminierend sein. Und alle, die das nicht wollen, bitte umgehend in Zimmer 101 melden.

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vor 7 Minuten schrieb GermanHeretic:

https://www.thetimes.co.uk/article/breastfeeding-is-now-chestfeeding-brightons-trans-friendly-midwives-are-told-pwlvmcnc7

 

Ist hinter einer Paywall, aber die ersten 4 Absätze zu lesen reicht schon.

 

Also, nennt eure Mutter lieber ab sofort "gebärendes Elternteil" und den Vater "sekundäres biologisches Elternteil", wir wollen ja nicht transphob und diskriminierend sein. Und alle, die das nicht wollen, bitte umgehend in Zimmer 101 melden.

*Meld*

 

*WegenSchleudertraumavomKopfschüttelnzumSchamanentorkel*

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Ich hätte denen was gehustet hätten sie mich mit "gebärendes Elternteil" angesprochen. In der entsprechenden post-partum Phase hätte es auch Tote dabei geben können.

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vor 29 Minuten schrieb phyllis:

Ich hätte denen was gehustet hätten sie mich mit "gebärendes Elternteil" angesprochen.

Ich finde es skandalös, dass Du Dir auf Deine Natophobie auch noch etwas einbildest.

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Man muss sich das allerdings wirklich auf der Zunge zergehen lassen:

Es gibt das "gebärende Elternteil" und das "sekundäre biologische Elternteil". Letzteres ist nicht das "zeugende Elternteil" sondern es ist "sekundär", d.h. dem "gebärenden Elternteil" nachrangig.

 

Na vielen Dank auch.

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2 hours ago, Shubashi said:

 

Pardon, ich hätte die Zahlen hinzufügen fürdie Größenordnungsunterschiede sollen: knapp 4.000 Morde fürdie EU-27 in 2018. Tote durch Drogenüberdosierung in der EU-28 zzgl Norwegen und Türkei knapp 9000 in 2016. 

„Dutzendfach“ mehr passt dann zum Vergleichsland Deutschland mit gut 700 Morden und gegen 1000 Drogentoten pro Jahr - und übrigens tendenziell sinkender Kriminalität im Pandemie-Lockdown.

Wobei auch die Gesamtbevoelkerungszahl zu beruecksichtigen ist. Aber klar, all das ist hoeher in den USA.

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Werner001
2 hours ago, Flo77 said:

Man muss sich das allerdings wirklich auf der Zunge zergehen lassen:

Es gibt das "gebärende Elternteil" und das "sekundäre biologische Elternteil". Letzteres ist nicht das "zeugende Elternteil" sondern es ist "sekundär", d.h. dem "gebärenden Elternteil" nachrangig.

 

Na vielen Dank auch.

Das ist, weil man im Mittelalter dachte, der männliche Samen wird zum Kind und die Frau trägt nur aus. Um ausgleichende Gerechtigkeit zu schaffen, muss man jetzt 1000 Jahre lang Unsinn in die andere Richtung verkünden 

 

Werner

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vor 10 Stunden schrieb Shubashi:

Hmmm, die USA scheinen mir ein höchst fragwürdiges Beispiel:

 

Wo genau habe ich die USA als Beispiel gebracht?

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vor 17 Stunden schrieb GermanHeretic:

https://www.thetimes.co.uk/article/breastfeeding-is-now-chestfeeding-brightons-trans-friendly-midwives-are-told-pwlvmcnc7

 

Ist hinter einer Paywall, aber die ersten 4 Absätze zu lesen reicht schon.

 

Also, nennt eure Mutter lieber ab sofort "gebärendes Elternteil" und den Vater "sekundäres biologisches Elternteil", wir wollen ja nicht transphob und diskriminierend sein. Und alle, die das nicht wollen, bitte umgehend in Zimmer 101 melden.

I want you all to call me Loretta

 

Stehen MP bei den Regenbogenfischen noch nicht auf der Hass-Liste?

Edited by rince
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vor 2 Stunden schrieb rince:

I want you all to call me Loretta

 

Stehen MP bei den Regenbogenfischen noch nicht auf der Hass-Liste?

 

Hier auch mal wieder eine nette Auflistung der „Ausgestoßenen der Woche“.

https://www.achgut.com/artikel/ausgestossene_der_woche_Ethiker_Mediziner_Feministin

Das Problem ist, dass Meinungsfreiheit bei massiven wirtschaftlichen Sanktionen gegen ihre Nutzer/innen eigentlich keine mehr ist.

Weshalb die selbsternannten Sprachpolizisten nunmal zu Demokratiefeinden degenerieren, egal, wie oft sie behaupten, dass sie ja niemanden einsperren würden.

 

Edit: Link eingefügt.

@GermanHeretic Das hätte ohne Link nur einen Rüffel verdient, aber per Lob auf den rechten Weg zu führen ist ja schon fast katholisch.

Edited by Shubashi
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vor 20 Stunden schrieb GermanHeretic:

https://www.thetimes.co.uk/article/breastfeeding-is-now-chestfeeding-brightons-trans-friendly-midwives-are-told-pwlvmcnc7

Also, nennt eure Mutter lieber ab sofort "gebärendes Elternteil" und den Vater "sekundäres biologisches Elternteil", wir wollen ja nicht transphob und diskriminierend sein. Und alle, die das nicht wollen, bitte umgehend in Zimmer 101 melden.

Aus den Kommentaren: 

Aren't breasts the mammary glands that are located on the chest? Heart surgeons will be looking up peoples' sleeves next.

oder 

So when my wife wasn't around and my children were crying for a feed, as birthing parent, I should have exposed my hairy chest and tried to lactate?

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vor 3 Minuten schrieb Wunibald:

Aus den Kommentaren: 

Aren't breasts the mammary glands that are located on the chest? Heart surgeons will be looking up peoples' sleeves next.

oder 

So when my wife wasn't around and my children were crying for a feed, as birthing parent, I should have exposed my hairy chest and tried to lactate?

 

Zur zweiten Frage: Es soll Fläschchennahrung geben, in westlichen Industrieländen ist die sogar sehr gut. Und das kriegen auch Väter hin.

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vor 3 Minuten schrieb mn1217:

Zur zweiten Frage: Es soll Fläschchennahrung geben, in westlichen Industrieländen ist die sogar sehr gut. Und das kriegen auch Väter hin.

Danke für die Aufklärung. Das war mir selbstverständlich bekannt. Aber ich kann auch über wohlgelungene Formulierungen lachen.

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vor 22 Minuten schrieb Wunibald:

Danke für die Aufklärung. Das war mir selbstverständlich bekannt. Aber ich kann auch über wohlgelungene Formulierungen lachen.

 

Wobei Sprache doch allgemein (hoffe ich zumindest) der Differenzierung und Benennung von Sachverhalten dient. 

Bei Begriffen wie „chestfeeding“ oder „biological parent“ ist schlicht nicht mehr genau klar, was eigentlich gemeint ist.

Hier der Bericht der BBC, schlauer bin ich immer noch nicht, was eigentlich gemeint ist.

https://www.bbc.com/news/uk-england-sussex-56007728

 

Füttern die Kinder da aus einer Truhe? 

 

Zur allg. Bedeutungsunterschieden „breast“ vs. „chest“.

https://diffsense.com/diff/breast/chest

 

Möglicherweise will man also auch verhindern, dass Kindern zu viel Geflügel gefüttert wird? Oder lieber wings statt nuggets?

 

Es bleibt rätselhaft...

 

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GermanHeretic
vor 18 Minuten schrieb Wunibald:

Auch die Definition von embarassment ist gelungen.

 

Topp! Mal sehen wann der "Empörismus" Einzug in den Duden hält...

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Werner001

Warum heißt das eigentlich “der Duden”?

Das ist doch total Frauen- und Transfeindlich! 
Da sollte die Duden-Redaktion mal dringend in sich gehen und öffentlich für diesen unglaublichen Sexualrassismus Abbitte leisten.

 

Werner

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4 hours ago, mn1217 said:

 

Zur zweiten Frage: Es soll Fläschchennahrung geben, in westlichen Industrieländen ist die sogar sehr gut. Und das kriegen auch Väter hin.

Humor ist nicht Deine Staerke, oder?

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vor 26 Minuten schrieb Domingo:

Humor ist nicht Deine Staerke, oder?

Ad Hominens sind deine,oder?

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