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Corona-Special: in Deutschland, Europa und Global


Mistah Kurtz

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vor 19 Minuten schrieb Moriz:

Und das alles nur, damit sich der Campingplatzbetreiber ein winziges bisschen Papierkram spart - die Aufenthaltstage und Kontaktadressen seiner Gäste sollte er ja sowieso haben.

 

dessen Motivation war offensichtlich eine andere: wer die Corona App nicht installiert hat, steckt auch alte Omis an, und ist überhaupt ein asozialer Geselle, den er auf seinem Platz nicht sehen will.

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vor 4 Minuten schrieb UHU:

Ich befürchte eine deutliche Arbeitslosenwelle ab Ende September.

Eigentlich müssten die wirtschaftlichen Hilfen (einschließlich der Aufhebung der Insolvenzpflicht) bis weit nach Durchimpfung der Bevölkerung durchgezogen werden, so daß die betroffenen Firmen Gelegenheit hatten, sich wieder zu erholen. Wenn die jetzt alle im Herbst Insolvenz anmelden müssen, dann haben wir nichts gewonnen (und nur viel Geld verbraten).

Müssen wir uns eigentlich um die Banken sorgen? Weil, da werden ja so einige Kredite platzen - mit ihren Sicherheiten! (Was ist eine funkelniegelnagelneue Achterbahn in Corona-Zeiten schon wert?)

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vor 1 Minute schrieb Moriz:

Eigentlich müssten die wirtschaftlichen Hilfen (einschließlich der Aufhebung der Insolvenzpflicht) bis weit nach Durchimpfung der Bevölkerung durchgezogen werden, so daß die betroffenen Firmen Gelegenheit hatten, sich wieder zu erholen. Wenn die jetzt alle im Herbst Insolvenz anmelden müssen, dann haben wir nichts gewonnen (und nur viel Geld verbraten).

Müssen wir uns eigentlich um die Banken sorgen? Weil, da werden ja so einige Kredite platzen - mit ihren Sicherheiten! (Was ist eine funkelniegelnagelneue Achterbahn in Corona-Zeiten schon wert?)

Die Hilfen vielleicht, aber hat jeder eine Perspektive, daß es für ihn - also für seine Firma - irgendwann wieder aufwärts geht und wann dieses irgendwann ist (irgendwann ist jede Rücklage aufgebraucht). Ohne Corona wäre es ein deutlich langsamerer Umstrukturierungswechsel für manchen geworden. Manches nimmt jetzt Fahrt auf und diese Geschwindigkeit werden nicht alle halten können. Oder das bisherige Konzept lief gut, steht plötzlich grundsätzlich in Frage (Großveranstaltungen/Messen/bspw.). Die Gründe werden verschieden sein, aber Perspektivlosigkeit wird mehreren begegnen.

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Ja, die Covid-19-Pandemie mag als Katalysator für so manche Veränderungsprozesse wirken.

Vielleicht werden wir z.B. in Zukunft auch nach Corona deutlich weniger internationale Messen haben (was blöd für Deutschland als Messestandort wäre). Nur - noch blöder wäre es, wenn auch die nicht richtig stattfinden könnten, weil fast alle Messebaufirmen pleite gegangen sind.

So mancher familiengeführte gastronomische Betrieb kann sich jetzt schon nur durch 'Selbstausbeutung' halbwegs über Wasser halten, obwohl die Leute ihr ganzes Herzblut reinstecken. Ich erinnere mich an einen Restaurantbesuch vor ein paar Wochen, wo unser Tisch der einzig besetzte an dem Abend war. (Es gab noch ein paar Leute, die Außer-Haus-Gerichte abholten.) Wenn die Kellnerin bezahlt worden wäre, dann wäre der Abend ein Verlustgeschäft gewesen. Als Familienbetrieb (sie in der Gaststube, er in der Küche) 'müssen' sie die Arbeitszeit nicht unbedingt zählen, und dann hat der Umsatz vielleicht wenigstens für eine Woche Stromrechnung gereicht, also besser als nichts (und das Essen war lecker 🙂.

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Laut Rheinischer Post möchte Herr Spahn den Karneval 2021 ausfallen lassen. Nun könnte mir als Norddeutscher das egal sein, aber ich frage mich doch langsam, wo die Legitimation einer Regierung endet. Ein Jahr Notstandsregierung ohne Notstandserklärung? 

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vor 16 Minuten schrieb Marcellinus:

Laut Rheinischer Post möchte Herr Spahn den Karneval 2021 ausfallen lassen. Nun könnte mir als Norddeutscher das egal sein, aber ich frage mich doch langsam, wo die Legitimation einer Regierung endet. Ein Jahr Notstandsregierung ohne Notstandserklärung? 

 

In Berlin kann er das ja gerne 'ausfallen' lassen - wie in den letzten Jahrhunderten auch ;)

 

Für's Rheinland ist er nicht zuständig.

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vor 12 Minuten schrieb Moriz:

Für's Rheinland ist er nicht zuständig.

 

Das sieht unser „Corona-Kabinett“ offenbar anders.

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vor einer Stunde schrieb Marcellinus:

Laut Rheinischer Post möchte Herr Spahn den Karneval 2021 ausfallen lassen. Nun könnte mir als Norddeutscher das egal sein, aber ich frage mich doch langsam, wo die Legitimation einer Regierung endet. Ein Jahr Notstandsregierung ohne Notstandserklärung? 

Ich kann mir keinen einzigen Karnevalsverein vorstellen, der bei unveränderter Lage eine Veranstaltung in geschlossenen Räumen durchgeführt hätte. Karnevalisten sind merkwürdige Leute, aber doch nicht bescheuert.

Straßenkarneval mit Abstand halte ich für durchführbar, wenn dieTeilnehmer auf Alkohol verzichten.

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vor 2 Stunden schrieb Moriz:

Natürlich gibt es die, die sind hier aber nicht das Thema. (Wenn, dann nur als negativer Begleiteffekt, daß hier Insolvenzen legal verschleppt werden können.)

Ein großer Teil der jetzt de facto insolventen Firmen wurde dies durch Corona, und mehr noch durch die Gegenmaßnahmen.

Viele können hoffentlich durch die diversen (und sauteuren) staatlichen Maßnahmen gerettet werden, aber halt nicht alle.

Um die paar Firmen, die auch ohne Corona in Konkurs gegangen wären, ist es nicht schade (wirtschaftlich gesehen - meiner Lieblings-Pommensbude trauere ich trotzdem nach). 

 

Das hatten wir schon: Die wirtschaftliche Belastung durch Corona-Kranke hält sich in engen Grenzen. Die sind nämlich meist so alt, daß sie allenfalls noch als Konsumenten taugen. Die meisten Infizierten im arbeitsfähigen Alter haben höchstens 'ne Erkältung, das kann die Wirtschaft ab.

Die Belastung der Krankenkassen ist ggf. 'ne andere Sache - die sich allerdings zum Teil durch das 'sozialverträgliche Frühableben' vieler der betagten Erkrankten abmildert. (Ich weiß jetzt nicht, was die Sozialkassen teurer kommt: Zwei Wochen Beatmung und dann doch Exitus oder Corona-gesund bleiben und zwei Jahre Pflegeheim wegen Alterserkrankungen.)

 

Mit den Spätfolgen, also die ganzen Entzündungen wird es schon anders...aber was ist denn das für ein Argument?

Die sind alt, also ist es egal...

Ganz toll.

 

Aber auch Jüngere haben nicht nur Erkältung .

 

Und auch ein überlastete Gesundheitssystem ist nicht so förderlich.

 

Ehrlich gesagt macht mich diese eure Haltung in einem christlichen Forum aber total fassungslos.

 

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vor 1 Stunde schrieb Moriz:

 

In Berlin kann er das ja gerne 'ausfallen' lassen - wie in den letzten Jahrhunderten auch ;)

 

Für's Rheinland ist er nicht zuständig.

Au,ja,ein Jahr mal wieder Ruhe!

Ganz im Ernst: Hier sind es viele Karnevalsvereine,die von sich aus zumindest die Sitzungen ab November schon gecancelt haben.

 

bearbeitet von mn1217
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vor 2 Stunden schrieb mn1217:

Ehrlich gesagt macht mich diese eure Haltung in einem christlichen Forum aber total fassungslos.

Dann lies, was da steht und nicht das, was dich fassungslos macht.

 

vor 2 Stunden schrieb mn1217:

...aber was ist denn das für ein Argument?

Die sind alt, also ist es egal...

Ganz toll.

Wer an Corona verstorben ist, der kostet die Sozialkassen nichts mehr. Das ist eigentlich trivial.

Das heißt doch noch lange nicht, daß das irgendwie wünschenswert wäre. Das heißt nur, daß das Argument "Corona ist teuer" in dieser Hinsicht nicht unbedingt gilt (das müsste man sich wohl recht detailliert anschauen, um da was brauchbares zu sagen zu können).

 

vor 2 Stunden schrieb mn1217:

Aber auch Jüngere haben nicht nur Erkältung .

Die allermeisten schon, und das belastet die Wirtschaft nicht nennenswert.

Und es sind so wenige Jüngere, die schwer erkranken, daß das auch keine besondere Belastung für die Wirtschaft ist.

 

Und, für dich, nochmal zum mitschreiben: Hier ging es um wirtschaftliche, nicht um ethische Argumente. Es tut mir ja leid für dich, wenn sich das ethisch wünschenswerte nicht auch noch wirtschaftlich begründen lässt. Aber auch das ist kein Grund für Halbwahrheiten.

 

bearbeitet von Moriz
Typo
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vor 8 Minuten schrieb mn1217:

Warum hättet ihr alle lieber zusätzlich noch hohe Todeszahlen?

Ach, weißt du, ich hab im Bestattungswesen investiert... :a050:

 

Ganz im Ernst: Ich halte diesen Satz für eine unverschämte Unterstellung!

Sei doch bitte so gut und belege ihn.

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vor 8 Minuten schrieb mn1217:

Hier sind es viele Karnevalsvereine,die von sich aus zumindest die Sitzungen ab November schon gecancelt haben.

Das dürfen sie gerne machen.

Oder sie halten sich an die aktuell vorgeschriebenen Regeln. Für die im wesentlichen der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister zuständig ist. (Gut, Mainz liegt in RLP, nicht wahr?)

Der Bundesgesundheitsminister hat da nun mal nichts zu vermelden, und bundeseinheitliche Regeln sind bei derart regionalen Bräuchen weder notwendig noch sinnvoll. (Die Alemannische Fasenet in BaWü ist wieder was anderes als der Rheinische Karneval.)

Ich weiß echt nicht, was Spahn da jetzt geritten hat - außer schmutziger Politik mal wieder. Den Typen kann man leider nicht mehr ernst nehmen.

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vor 41 Minuten schrieb Thofrock:

... Straßenkarneval mit Abstand halte ich für durchführbar, wenn dieTeilnehmer auf Alkohol verzichten.

Welche Teilnehmer genau? In der Fahrerkabine - schon immer (hoffe ich zumindest), auf den Wagen - habe ich meine Zweifel und die am Wegesrand - noch größere Zweifel.

Wie willste das kontrollieren?

Für meine Gegend hier (lokale Hochburg - mit Köln & Co. nicht vergleichbar) sehe ich da dunkelschwarz.

 

vor 17 Minuten schrieb mn1217:

 

Auf die kannst du wetten.

Nur sind Krisen halt leider nicht ohne negativen Folgen zu haben.

Warum hättet ihr alle lieber zusätzlich noch hohe Todeszahlen?

Mir ging es nur um die Benennung von wirtschaftlichen Zuständen!

Deine Frage ist eine Unterstellung, die nicht der Realität entspricht.

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vor 36 Minuten schrieb Moriz:

 

 

Wer an Corona verstorben ist, der kostet die Sozialkassen nichts mehr. Das ist eigentlich trivial.

Das heißt doch noch lange nicht, daß das irgendwie wünschenswert wäre. Das heißt nur, daß das Argument "Corona ist teuer" in dieser Hinsicht nicht unbedingt gilt (das müsste man sich wohl recht detailliert anschauen, um das was brauchbares zu sagen zu können).

 

Die allermeisten schon, und das belastet die Wirtschaft nicht nennenswert.

Und es sind so wenige Jüngere, die schwer erkranken, daß das auch keine besondere Belastung für die Wirtschaft ist.

 

Und, für dich, nochmal zum mitschreiben: Hier ging es um wirtschaftliche, nicht um ethische Argumente. Es tut mir ja leid für dich, wenn sich das ethisch wünschenswerte nicht auch noch wirtschaftlich begründen lässt. Aber auch das ist kein Grund für Halbwahrheiten.

 

Wirtschaft muss ethisch sein.

Aber auch wirtschaftlich: Kranke und Tote arbeiten nicht  und kaufen nicht ein. Und Kranke verursachen Kosten. Klar,man könnte die alle nicht behandeln,das gäbe aber Übrigens die auch wieder wirtschaftlich schaden.

Gar keine Reaktion geht halt nicht.

Man kann nicht nur nicht nicht kommunizieren,sondern auch nicht nicht reagieren.

Und mir fällt jetzt kein Land ein, in dem es nicht irgendwelche Massnahmen gegeben haette\ gibt. In Brasilien waren es die Drogenkartelle...

Menschen reagieren auf Kranke und auf Krankheiten. Und sie fordern auch Schutz ein.

Also ja, Krankheiten sind auf verschiedene Weise teuer und schaden der Wirtschaft. Das ist nicht vermeidbar.

 

Auf persönlicher Ebene finde ich diese Aggressivität gegen mich,die hier herrscht,nicht gut. Ich kann zB lesen!

Aber ihr werdet mich nicht los,das haben Andere öfter und schlimmer versucht.

 

 

bearbeitet von mn1217
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vor 14 Minuten schrieb UHU:

Welche Teilnehmer genau? In der Fahrerkabine - schon immer (hoffe ich zumindest), auf den Wagen - habe ich meine Zweifel und die am Wegesrand - noch größere Zweifel.

Wie willste das kontrollieren?

Für meine Gegend hier (lokale Hochburg - mit Köln & Co. nicht vergleichbar) sehe ich da dunkelschwarz.

 

Mir ging es nur um die Benennung von wirtschaftlichen Zuständen!

Deine Frage ist eine Unterstellung, die nicht der Realität entspricht.

 

Ich lese das ja oefter, nicht nur bei dir und es klingt immer so: Wenn es wenigstens viel Tote gäbe,würde es sich wenigstens lohnen.

 

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vor 27 Minuten schrieb Moriz:

Das dürfen sie gerne machen.

Oder sie halten sich an die aktuell vorgeschriebenen Regeln. Für die im wesentlichen der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister zuständig ist. (Gut, Mainz liegt in RLP, nicht wahr?)

Der Bundesgesundheitsminister hat da nun mal nichts zu vermelden, und bundeseinheitliche Regeln sind bei derart regionalen Bräuchen weder notwendig noch sinnvoll. (Die Alemannische Fasenet in BaWü ist wieder was anderes als der Rheinische Karneval.)

Ich weiß echt nicht, was Spahn da jetzt geritten hat - außer schmutziger Politik mal wieder. Den Typen kann man leider nicht mehr ernst nehmen.

 

Manz ist Landeshauptstadt von RLP.

Ich weiß nicht,was die machen oder nicht,ich weiss aber von lokalen Karnevalsvereinen. Das bekomme ich in Facebook und der lokalen Presse mit.

 

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vor 4 Minuten schrieb mn1217:

 

Ich lese das ja oefter, nicht nur bei dir und es klingt immer so: Wenn es wenigstens viel Tote gäbe,würde es sich wenigstens lohnen.

 

Mooooooooooooooooment.

Ich habe von wirtschaftlichen Problemen gesprochen OHNE einen Bezug zur Quantität von Todesfällen herzustellen. Das warst Du.

Wirtschaftliche Probleme nicht wahrzunehmen oder schön zu reden, ist auch keine Lösung. Denn diese sind da und werden uns noch lange beschäftigen. Daß viele Maßnahmen im März, April und darüber hinaus richtig waren, steht für mich außer Rede. Aber in einen Jubeltaumel bezüglich geringer Todesfälle, der durch angemessen ist, zu verfallen OHNE an die vielen Menschen zu denken, die vor einem wirtschaftlichen Loch stehen oder bereits drin liegen, ist auch schwierig. Auf diesem weiten Feld gibt es viele Gewinner, nämlich alle, die bisher von Corona verschont blieben, und viele Verlierer. Ich möchte nur nicht, daß wir diese Verlierer vergessen.

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vor 56 Minuten schrieb mn1217:

Wirtschaft muss ethisch sein.

Wirtschaft sollte ethisch sein, da stimme ich dir zu. Auch wenn die seligen Zeiten der sozialen Marktwirtschaft schon recht lange vorbei sind...

 

Aber es ist kontraproduktiv, wenn man versucht, ethische Argumente mit falschen wirtschaftlichen Argumenten zu unterstützen. Weil man damit letztlich dem ethischen Anliegen schadet!

 

vor 56 Minuten schrieb mn1217:

Aber auch wirtschaftlich: Kranke und Tote arbeiten nicht

Corona ist eine sehr spezielle Seuche: Sie rafft besonders die Alten und Kranken dahin. Anders als es z.B. bei der spanischen Grippe vor hundert Jahren war. Und wenn man dann bedenkt, daß der Altersdurchschnitt der Corona-Toten bei über 80 Jahren liegt, dann muß man feststellen: Die meisten würden auch dann nicht (mehr) arbeiten, wenn sie nicht an Covid-19 erkrankt wären.

Auch, wenn es schwer fällt: Für den arbeitsfähigen Teil der Bevölkerung ist Covid-19 vergleichsweise harmlos. Ja, auch in jüngeren Jahren gibt es schwere Erkrankungen und Todesfälle, aber eben bei weitem nicht so viele wie im Rentenalter. Als wirtschaftliches Argument, die Ethik zu unterstützen, taugen die leider nicht wirklich.

 

Noch was:

vor 56 Minuten schrieb mn1217:

Auf persönlicher Ebene finde ich diese Aggressivität gegen mich,die hier herrscht,nicht gut. Ich kann zB lesen!

Aber ihr werdet mich nicht los,das haben Andere öfter und schlimmer versucht.

Ich finde dich unverschämt aggressiv, wenn Du in der Widerlegung deiner wirtschaftlichen Argumente gleich eine Befürwortung hoher Opferzahlen siehst. (Das ist nämlich das Problem mit deinem Ansatz: Du verknüpfst in unzulässiger Weise ethische mit wirtschaftlichen Aspekten. Und meinst dann, wenn man deine wirtschaftlichen Argumente angreift würde man auch deine Ethik angreifen. Ganz im Gegenteil: Gerade weil diese Gefahr besteht bemängele ich deine Argumentation! Ethik ist eben kein wirtschaftliches Argument.

Und: Ethik benötigt keine wirtschaftliche Begründung!)

 

Und zum letzten Satz: Ich hoffe, Du willst jetzt nicht den ThomasB. machen.

bearbeitet von Moriz
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Das Thema mit den Todeszahlen ist übrigens interessant, und ich will vorweg sagen, daß ich nicht behaupte, eine definitive Antwort zu haben. Fest zu stehen scheint, daß wesentlich Hochbetagte betroffen sind, oder Leute mit erheblichen Vorerkrankungen, daß ihr Anteil schon an den Erkrankten ziemlich niedrig ist, und an den Infizierten erst recht. In unserer Kleinstadt (30.000 Einwohner) haben wir bis jetzt 24 Tote (was relativ viel ist, im ganzen Landkreis sind es kaum mehr), und davon 23 in einem von zwei Pflegeheimen innerhalb weniger Tage, und im anderen nix. Es scheint im wesentlichen ein Hygieneproblem gewesen zu sein. Die hohen Zahlen aus Italien und Großbritannien scheinen vor allem darauf zurückzuführen sein, daß man sogar noch zusätzlich Erkrankte in Altenheime verlegt hat, um sie dort besser betreuen zu können, was eine ganz schlechte Idee war.

 

Anders herum gibt es offenbar in Indien ganze Elendsviertel (Bsp. Mumbai) mit einer hohen Durchseuchung und kaum schweren Erkrankungen oder Toten, und das bei vollkommenen Fehlen von medizinischer Betreuung. Um Afrika scheint die Seuche einen fast kompletten Bogen zu machen. In beiden Fällen eine sehr junge Bevölkerung und das fast keine Adipösen oder Hochbetagten. In den USA dagegen eine Bevölkerung mit einem sehr prekären Gesundheitszustand, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetis, das volle Wohlstandsverwahrlosungsprogramm der unteren Schichten. 

 

Wenn ich das zusammenzähle, als Risikogruppen einerseits Hochbetagte und andererseits vor allem Zivilisationskrankheiten, wozu ich auch die Erkrankungen zähle wie zB. schwer Körperbehinderte und Transplantationspatienten, die es auf niedrigerem Zivilisationsniveau wie zB in den Slums von Mumbai einfach nicht gibt, dann handelt es sich vor allem um eine Zivilisationsseuche, die vor allem die entwickelten Industriegesellschaften trifft. Das sollte übrigens niemanden wundern. Seuchen in diesem Sinne gibt es überhaupt erst, seit Menschen in Städten leben. 

 

Wenn man das aber weiß, daß die Risikogruppen letztlich klein und überschaubar sind, und das weiß man doch eigentlich schon ziemlich lange, dann sind die „Maßnahmen“, mit denen versucht wird, der Seuche zu begegnen, noch unverständlicher als sie ohnehin schon sind, eigentlich nur zu erklären durch eine Regierung, die weitgehend erfahrungsresistent ist. 

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vor 3 Stunden schrieb Moriz:

Wirtschaft sollte ethisch sein, da stimme ich dir zu. Auch wenn die seligen Zeiten der sozialen Marktwirtschaft schon recht lange vorbei sind...

 

Aber es ist kontraproduktiv, wenn man versucht, ethische Argumente mit falschen wirtschaftlichen Argumenten zu unterstützen. Weil man damit letztlich dem ethischen Anliegen schadet!

 

Corona ist eine sehr spezielle Seuche: Sie rafft besonders die Alten und Kranken dahin. Anders als es z.B. bei der spanischen Grippe vor hundert Jahren war. Und wenn man dann bedenkt, daß der Altersdurchschnitt der Corona-Toten bei über 80 Jahren liegt, dann muß man feststellen: Die meisten würden auch dann nicht (mehr) arbeiten, wenn sie nicht an Covid-19 erkrankt wären.

Auch, wenn es schwer fällt: Für den arbeitsfähigen Teil der Bevölkerung ist Covid-19 vergleichsweise harmlos. Ja, auch in jüngeren Jahren gibt es schwere Erkrankungen und Todesfälle, aber eben bei weitem nicht so viele wie im Rentenalter. Als wirtschaftliches Argument, die Ethik zu unterstützen, taugen die leider nicht wirklich.

 

Noch was:

Ich finde dich unverschämt aggressiv, wenn Du in der Widerlegung deiner wirtschaftlichen Argumente gleich eine Befürwortung hoher Opferzahlen siehst. (Das ist nämlich das Problem mit deinem Ansatz: Du verknüpfst in unzulässiger Weise ethische mit wirtschaftlichen Aspekten. Und meinst dann, wenn man deine wirtschaftlichen Argumente angreift würde man auch deine Ethik angreifen. Ganz im Gegenteil: Gerade weil diese Gefahr besteht bemängele ich deine Argumentation! Ethik ist eben kein wirtschaftliches Argument.

Und: Ethik benötigt keine wirtschaftliche Begründung!)

 

Und zum letzten Satz: Ich hoffe, Du willst jetzt nicht den ThomasB. machen.

eine unheimliche empathie kommt mir entgegen.

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vor 3 Stunden schrieb Marcellinus:

 In den USA dagegen eine Bevölkerung mit einem sehr prekären Gesundheitszustand, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetis, das volle Wohlstandsverwahrlosungsprogramm der unteren Schichten. 

Willst du uns Corona jetzt als die gerechte Strafe Gottes verkaufen? 

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vor 6 Stunden schrieb Thofrock:
vor 10 Stunden schrieb Marcellinus:

 In den USA dagegen eine Bevölkerung mit einem sehr prekären Gesundheitszustand, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetis, das volle Wohlstandsverwahrlosungsprogramm der unteren Schichten. 

Willst du uns Corona jetzt als die gerechte Strafe Gottes verkaufen? 

Kannst du die Beobachtungen, die Marcellinus aufgeführt hat, mit Fakten widerlegen?

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vor 6 Stunden schrieb Thofrock:
vor 10 Stunden schrieb Marcellinus:

 In den USA dagegen eine Bevölkerung mit einem sehr prekären Gesundheitszustand, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetis, das volle Wohlstandsverwahrlosungsprogramm der unteren Schichten. 

Willst du uns Corona jetzt als die gerechte Strafe Gottes verkaufen? 

Es gab mal eine Zeit, da gab es eine interessante Korrelation zwischen dem Anteil der Haushalte mit einem Fernseher und dem Anteil der Leute mit Herzinfarkt. TV macht Herzinfarkt? Nein, beides waren Wohlstandsindikatoren.

Man muß es erst mal schaffen, so alt zu werden, daß einen Corona ernsthaft gefährdet; und man muß (chronische) Erkrankungen lange genug überlegen, um sich davon mehrere zulegen zu können und zur Risikogruppe zu gehören. Beides klappt in hochentwickelten Ländern wohl deutlich besser als in Entwicklungsländern. (Und: In unterentwickelten Stadtvierteln mit mangelhafter medizinischer Versorgung gehören verstorbene Alte  zum Alltag, egal ob sie nun an Herzinfarkt, Covid-19 oder Unterernährung krepiert sind.)

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vor 7 Stunden schrieb Thofrock:

Willst du uns Corona jetzt als die gerechte Strafe Gottes verkaufen? 

Was hat der Gesundheitszustand der USA mit dem Willen Gottes zu tun?

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