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Corona-Special: in Deutschland, Europa und Global


Mistah Kurtz

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vor 11 Stunden schrieb nannyogg57:
vor 12 Stunden schrieb Marcellinus:

 

Blödsinn! Ich habe mindesten 3 oder 4 vorher erlebt. Es ist nur die erste, um die man solch ein Bohei macht!

Welche?

 

Die Frage müßtest du (bzw. Wiki) dir selbst beantworten können. Die erste für mich war die Asiatische Grippe 1957/58 mit ca. 30.000 Toten, wobei man damals viele, genau im Gegensatz zu heute, gar nicht unter Grippe verbucht hat. 1969/79 kam dann die Hongkong-Grippe mit ca. 40-50.000 Toten in der BRD, und noch mal über 10.000 in der DDR. Schließlich die Russische Grippe 1978/79, und selbst bei der Grippesaison 2017/18 geht man bei uns von ca. 25.000 Toten aus, ohne daß sich daran jemand besonders erinnert. Was auch eigentlich kein Wunder ist, denn in einem Land mit 80 Mio. Einwohnern sterben jedes Jahr zwischen 900.000 und 1 Mio. Menschen einfach so. Oder um es mit Markus Söder zu sagen, es ist als wenn jeden Tag zehn Flugzeuge abstürzen. Irgendwie müssen sich dieses Mal wohl die Maßstäbe verschoben haben. 

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vor 2 Stunden schrieb Shubashi:


Wenn man diese aktuelle Münchener Studie zugrundelegt, so beträgt die Dunkelziffer das vierfache. Damit wäre die Hospitalisierungsrate dann knapp 3%, die Todesrate 0,76%. 
Gut 2 Mio Deutsche im Krankenhaus und eine halbe Million tot wäre für mich keine beruhigende Aussicht, also dürfen wir dieser Krankheit nicht den freien Lauf lassen.

 

Da es ja nun viele Länder gibt, die sich unsere Maßnahmen nicht leisten konnten oder wollten, müßte es dieses Massensterben ja irgendwo gegeben haben. Ist aber bisher ausgeblieben. Ich halte das daher für Fantasterei und Panikmache. 

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vor 1 Minute schrieb Marcellinus:

 

Da es ja nun viele Länder gibt, die sich unsere Maßnahmen nicht leisten konnten oder wollten, müßte es dieses Massensterben ja irgendwo gegeben haben. Ist aber bisher ausgeblieben. Ich halte das daher für Fantasterei und Panikmache. 

Na ja... Was ist in den USA?

 

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vor 4 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Die Frage müßtest du (bzw. Wiki) dir selbst beantworten können. Die erste für mich war die Asiatische Grippe 1957/58 mit ca. 30.000 Toten, wobei man damals viele, genau im Gegensatz zu heute, gar nicht unter Grippe verbucht hat. 1969/79 kam dann die Hongkong-Grippe mit ca. 40-50.000 Toten in der BRD, und noch mal über 10.000 in der DDR. Schließlich die Russische Grippe 1978/79, und selbst bei der Grippesaison 2017/18 geht man bei uns von ca. 25.000 Toten aus, ohne daß sich daran jemand besonders erinnert. Was auch eigentlich kein Wunder ist, denn in einem Land mit 80 Mio. Einwohnern sterben jedes Jahr zwischen 900.000 und 1 Mio. Menschen einfach so. Oder um es mit Markus Söder zu sagen, es ist als wenn jeden Tag zehn Flugzeuge abstürzen. Irgendwie müssen sich dieses Mal wohl die Maßstäbe verschoben haben. 

Junge, Junge ... wie oft haben wir schon die Frage nach den "Grippetoten" im Verhältnis zu den Coronatoten diskutiert?

Ist diese Thematik nicht langsam durch?

 

https://correctiv.org/faktencheck/2020/10/05/nein-es-ergibt-keinen-sinn-aktuelle-todeszahlen-von-covid-19-mit-aelteren-daten-zur-grippe-zu-vergleichen/

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Gerade eben schrieb laura:

Na ja... Was ist in den USA?

 

Schon mal die Einwohnerzahl der USA in Rechnung gestellt? Vom allgemeinen Gesundheitszustand gar nicht zu reden. Wie viele sterben da eigentlich allein an Heroinabhängigkeit?

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vor 2 Stunden schrieb laura:

Genauso wie wir bestimmte abgestufte Schutzmaßnahmen für Menschen haben, deren kognitive Fähigkeiten und deren Vermögen, Gefahren einzuschätzen noch nicht voll ausgebildet sind, brauchen wir sie in dieser besonderen Zeit auch für diejenigen, bei denen es nicht mehr voll ausgebildet ist

 

Und wie stellst du dir das praktisch vor? Altersgrenze? Hielte ich für fragwürdig, da es eine Diskriminierung aufgrund des Alters wäre?

Reihentests zur Ermittlung der kognitiven Fähigkeiten ab einem bestimmten Alter? Hmmm.... Da habe ich auch die eine oder andere Frage... 

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vor 3 Minuten schrieb Die Angelika:
vor 2 Stunden schrieb laura:

Genauso wie wir bestimmte abgestufte Schutzmaßnahmen für Menschen haben, deren kognitive Fähigkeiten und deren Vermögen, Gefahren einzuschätzen noch nicht voll ausgebildet sind, brauchen wir sie in dieser besonderen Zeit auch für diejenigen, bei denen es nicht mehr voll ausgebildet ist

 

Und wie stellst du dir das praktisch vor? Altersgrenze? Hielte ich für fragwürdig, da es eine Diskriminierung aufgrund des Alters wäre?

Reihentests zur Ermittlung der kognitiven Fähigkeiten ab einem bestimmten Alter? Hmmm.... Da habe ich auch die eine oder andere Frage...

 

Vielleicht merkt ja langsam der eine oder andere, auf welch schiefe Bahn manche geraten. Und alles natürlich nur im Namen des Lebensschutzes. Ich kriege vor lauter Kopfschütteln mittlerweile ein Schleudertrauma.

 

bearbeitet von Marcellinus
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vor 2 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Und wie stellst du dir das praktisch vor? Altersgrenze? Hielte ich für fragwürdig, da es eine Diskriminierung aufgrund des Alters wäre?

Reihentests zur Ermittlung der kognitiven Fähigkeiten ab einem bestimmten Alter? Hmmm.... Da habe ich auch die eine oder andere Frage... 

Nein. Genaus das geht eben nicht.

 

Gehen wir mal davon aus, dass in Deutschland 3 Millionen Personen "rumlaufen", die aufgrund abnehmender kognitiver Fähigkeiten oder abnehmenden Gefahrenbewusstseins sich selbst nicht mehr so schützen können, wie es sinnvoll wäre:

Wäre es dann nicht ethisch angebracht zu sagen, dass alle Menschen moderate Einschränkungen in Kauf nehmen könnten, um diese Leute zu schützen?

 

Du schreibst immer wieder von deiner Mutter, die die Gefahr offensichtich nur begrenzt versteht. Das ist bei meinem Vater ähnlich. Es dürfte Millionen solcher Menschen geben.

Jetzt kann ich sagen: "Pech für sie". Ich kann aber auch sagen: "Diese Phase gehört zum Menschsein dazu. Daher nehmen wir Rücksicht, wo wir können."

 

Das tun wir ganz selbstverständlich z.B. durch Tempo 30 vor Kindergärten oder zusätzlichen Ampeln vor Schulen ...

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vor 5 Minuten schrieb Die Angelika:

Und wie stellst du dir das praktisch vor? Altersgrenze? Hielte ich für fragwürdig, da es eine Diskriminierung aufgrund des Alters wäre?

Reihentests zur Ermittlung der kognitiven Fähigkeiten ab einem bestimmten Alter? Hmmm.... Da habe ich auch die eine oder andere Frage... 

 

rorro hat es schon erwähnt: Es gibt bewährte Verfahren zur Entmündigung.

 

Das Problem sind die 'Vorstadien". Nicht jede Dummheit führt gleich zur Entmündigung. Weder bei 18- noch bei 80-jährigen. Was einerseits sehr gut ist, andererseits für die Angehörigen recht anstrengend sein kann. Sowohl bei 18- als auch bei 80-jährigen.

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vor 2 Minuten schrieb Moriz:

Das Problem sind die 'Vorstadien". Nicht jede Dummheit führt gleich zur Entmündigung. Weder bei 18- noch bei 80-jährigen. Was einerseits sehr gut ist, andererseits für die Angehörigen recht anstrengend sein kann. Sowohl bei 18- als auch bei 80-jährigen.

Genau. Und deswegen schafft die verantwortungsbewusste Tochter irgendwann für die Eltern einen Herd an, den man nicht anlassen kann und einen Weihnachtsbaum mit Lichterkette ohne echte Kerzen. Oder entsorgt Stolperfallen in der Wohnung etc.

 

Die Frage ist halt hier, inwiefern eine ganze Gesellschaft darauf Rücksicht nehmen muss.

 

Wobei ich - auch zum X. Male - darauf hinweise, dass das Virus sich keinen Personalausweis mit Geburtsdatum zeigen lässt, bevor es jemand befällt. Corona - und auch schwere Verläufe - betreffen auch jüngere Menschen, die damit überhaupt nicht gerechnet haben.

Der seltsame Mechanismus, das eigene Alter jünger und den eigenen Gesundheitszustand besser einzuschätzen als beide in Realität sind, ist nicht nur auf Senioren beschränkt ...

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vor 32 Minuten schrieb laura:

Ich gehe davon aus, dass du mich meinst ... kannst auch direkt fragen... 😂

 

Ich eine mitnichten nur Dich, so sehr stehst Du nicht im Fokus aller (vielleicht enttäuschend für Dich).

 

 

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vor 2 Minuten schrieb rorro:

 

Ich eine mitnichten nur Dich, so sehr stehst Du nicht im Fokus aller (vielleicht enttäuschend für Dich).

 

 

Wie?? Ich bin nicht das Zentrum der Welt? Kann nicht sein!

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vor einer Stunde schrieb laura:

Im Bereich der Moral und des Glaubens hat meine persönliche Entscheidung für oder gegen bestimmte Gebote oder auch Glaubensvorstellungen maximal Konsequenzen für mich, im Extremfall für eine weitere betroffene Person. Wenn ich nach der Superparty heute Abend mit einem (geschiedenen) Kollegen in die Kiste hüpfe, schadet das - wenn überhaupt - ihm und mir.

Niemand anders.

Wie kommst Du auf diese Idee?

 

Natürlich hat Dein Stelldichein mit dem Kollegen Konsequenzen für andere. Für seine Ex, seine Kinder, Eure Schüler und wer weiß wen noch.

Dieses Stelldichein beeinflusst Dich, Euren Umgang miteinander in der Schule, unter Umständen den Umgang mit bestimmten Kollegen. Und das muss nicht zur Guten sein.

Eine Schülerin, die sich das zum Vorbild nimmt, schwanger wird und abtreibt geht dann genauso auf Dein Konto als moralisches Vorbild wie das hoffentlich  selige Lächeln Deines Kollegen am Morgen, wenn er aufwacht und Du gegangen bist und das dummerweise seine Ex mitbekommt (die Dich insgeheim noch nie ausstehen konnte) die darauf hin ihren Anwalt darauf ansetzt deinem Kollegen noch ein bisschen mehr Ärger zu bereiten.

 

Zu glauben die eigene Moral ginge nur einen selbst an, hat etwas Selbstbetrügerisches.

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vor 54 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Vielleicht merkt ja langsam der eine oder andere, auf welch schiefe Bahn manche geraten. Und alles natürlich nur im Namen des Lebensschutzes. Ich kriege vor lauter Kopfschütteln mittlerweile ein Schleudertrauma.

 

Schleuderdrama ist soweit ich weiß kein weiterer Risikofaktor bei einer Coronainfektion.

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vor einer Stunde schrieb laura:

Junge, Junge ... wie oft haben wir schon die Frage nach den "Grippetoten" im Verhältnis zu den Coronatoten diskutiert?

Ist diese Thematik nicht langsam durch?

 

https://correctiv.org/faktencheck/2020/10/05/nein-es-ergibt-keinen-sinn-aktuelle-todeszahlen-von-covid-19-mit-aelteren-daten-zur-grippe-zu-vergleichen/

 

Nein, offenbar nicht. Die Grippewellen, die ich zitiert habe, waren übrigens alle Pandemien nach heutiger Definition der WHO, bis auf die von 2017/18. Was allerdings an der Zahl der Opfer nichts ändert. Insofern geht dein Einwand ins Leere. Es bleibt einfach ein Fakt, daß der wesentliche Unterschied zwischen früheren Epidemien und der jetzigen nicht in deren medizinischen Eigentümlichkeiten liegt, sondern in der Reaktion von Öffentlichkeit und vor allem Politik darauf.

 

War die Einstellung früher, daß es sich um ein Naturereignis handelt, gegen das sich jeder Einzelne so gut als möglich schützen sollte, für das aber niemand verantwortlich war, lautet das heute herrschende Paradigma, es handele sich um eine Bedrohung aller, für die jeder Einzelne verantwortlich ist und von Staats wegen kontrolliert und haftbar gemacht werden kann. Auf deutsch: ich bin schuld, wenn jemand anders sich ansteckt. Also muß mein Leben im Interesse der Allgemeinheit reguliert und beschränkt werden, egal, welche Folgen das für mich hat. 

 

Dahinter steckt ein totalitärer Politikansatz, und unsere Regierung verschweigt ja auch nicht, wen sie sich zum Vorbild genommen hat. Das Dumme ist nur, daß es nicht funktioniert. Die Regierung sagt, ihr Paradigma sei richtig, nur es läge an mir. Ich sage, es liegt am neuen, falschen Paradigma. Ich bin der festen Überzeugung, daß man eine sich asymptomatisch verbreitende Infektionskrankheit nicht stoppen kann. Offenbar hatte sich der Erreger (wenn ich das richtig verstanden haben, übrigens schon ein Mutant des ursprünglichen Erregers aus Asien) schon über den ganzen Kontinent bis nach Spanien verbreitet, bevor wir überhaupt begriffen hatten, daß ein neue Seuche da ist. Eindämmen war von Anfang an daher keine Option mehr, höchsten Verlangsamung, was die Sache übrigens nicht besser sondern schlimmer gemacht hat, weil sie den Schutz der vulnerablen Gruppen über die lange Zeit noch mehr erschwert (wenn man es denn überhaupt versucht hätte). 

 

Dabei hat diese Infektionskrankheit sogar ein paar "Vorteile" gegenüber zB der Grippe. Sie trifft vor allem Hochbetagte (die man eigentlich leichter schützen können müßte), und sie ist für die allermeisten anderen ziemlich harmlos, während manche Grippe jeden ziemlich übel erwischen kann, sodaß ein Schutz davor kaum möglich ist. Nein, die jährlichen Impfungen sind keine wirkliche Hilfe, weil sie vor allem bei den Gefährdeteren kaum wirken, und eher eine jährliche Lotterie zugunsten der Pharmaindustrie darstellen. Weshalb sich das medizinische Personal selbst meist auch nicht hat impfen lassen.

 

Es ist daher auch nicht die Krankheit selbst (von der redet ja auch niemand, sondern immer nur von Infektionszahlen, für die sich bei anderen Krankheiten niemand interessiert), sondern die geänderte Vorstellung von ihr und die daraus folgende Politik, die der eigentliche Streitfall ist. Und dieser Streitfall wird Folgen haben, weit über diese Krankheit hinaus. Jeder ist vermutlich irgendwann mit anderen aneinander geraten im Streit über die unterschiedlichen Interpretationen dieser Geschichte. Oft ist es auch nicht beim Streit geblieben. Die Regierung hat ja sogar dazu aufgerufen, andere zu denunzieren. Das wird nicht vergessen werden, sowie uns auch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen noch lange begleiten werden. Es sind Lücken in der Erwerbs- und Bildungsbiografie entstanden, die noch lange nachwirken werden. Ich weiß, wie lange man uns noch die "Kurzschuljahre" nachgetragen hat.

 

Vor allem aber hat es die Gesellschaft ein weiteres Mal gespalten, interessanterweise wieder fast an den gleichen Bruchlinien wie 2015. Was bei mir schon länger die Vermutung nährt, es habe mit der Seuche ursächlich eigentlich nichts zu tun. Die war offenbar nur der äußere Anlass. Insofern bin ich gespannt, wann wir den nächsten Ausbruch dieser Spaltung sehen. 

 

 

bearbeitet von Marcellinus
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vor 7 Minuten schrieb Flo77:

Wie kommst Du auf diese Idee?

 

Natürlich hat Dein Stelldichein mit dem Kollegen Konsequenzen für andere. Für seine Ex, seine Kinder, Eure Schüler und wer weiß wen noch.

Dieses Stelldichein beeinflusst Dich, Euren Umgang miteinander in der Schule, unter Umständen den Umgang mit bestimmten Kollegen. Und das muss nicht zur Guten sein.

Eine Schülerin, die sich das zum Vorbild nimmt, schwanger wird und abtreibt geht dann genauso auf Dein Konto als moralisches Vorbild wie das hoffentlich  selige Lächeln Deines Kollegen am Morgen, wenn er aufwacht und Du gegangen bist und das dummerweise seine Ex mitbekommt (die Dich insgeheim noch nie ausstehen konnte) die darauf hin ihren Anwalt darauf ansetzt deinem Kollegen noch ein bisschen mehr Ärger zu bereiten.

 

Zu glauben die eigene Moral ginge nur einen selbst an, hat etwas Selbstbetrügerisches.

 

Hier gebe ich dir völlig recht.

 

Trotzdem erlaube ich zu betonen, dass das natürlich für die Coronamaßnahmen auch gilt.

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vor 7 Minuten schrieb laura:

 

Hier gebe ich dir völlig recht.

 

Trotzdem erlaube ich zu betonen, dass das natürlich für die Coronamaßnahmen auch gilt.

Äh?

 

Wenn Du mir zustimmst, daß die Entscheidung für ein bestimmtes moralisches Handeln trotz der damit verbundenen Konsequenzen für sich und andere Sache des Einzelnen ist, und Du das moralische Handeln und das Handeln bzgl. Corona als vergleichbar ist, wie kommst Du dann darauf an letzteres eine "Katechismusgläubigkeit" anzulegen, die Dir für ersteres weitgehend fremd zu sein scheint? Und nicht nur das. Du willst diesen Corona-"Katechismus" auch noch allgemein verbindlich sehen und mit weltlicher Gerichtsbarkeit belegt.

 

Messen wir gerade mit zweierlei Maß?

bearbeitet von Flo77
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Da ist gerade ein Artikel mit der Überschrift "Therapeutin über Psyche im Shutdown" in meiner Webübersicht. Wenn ich wüsste dass es ein HowTo ist würde ich das ja lesen.

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vor 3 Stunden schrieb Marcellinus:

 

Vielleicht merkt ja langsam der eine oder andere, auf welch schiefe Bahn manche geraten. Und alles natürlich nur im Namen des Lebensschutzes. Ich kriege vor lauter Kopfschütteln mittlerweile ein Schleudertrauma.

 

Kannst du nicht mal Atti hier ins Forum lotsen? Das Original macht ja doch mehr Eindruck. Du bringst das einfach nicht gut.

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vor 2 Stunden schrieb rorro:

 

Q.e.d.

 

Genau darauf wollte ich hinaus.

Und genau hier ist der Denkfehler.

 

Das Einhalten des Katechismus fällt unter die Rligionsfreiheit. Und selbst für Katholiken ist die oberste Instanz das Gewissen und nicht der Katechismus. Abgesehen von einzelnen Regelungen des Katechismus, die mit der staatlichen Gesetzgebung übereinstimmen (z.B. Tötungsverbot etc.), gehört er damit in den Bereich der persönlichen Entscheidung des einzelnen. Durch das Nichteinhalten der Regelungen des Katechismus (abgesehen von den oben genannten) entsteht keinem anderen Menschen ein Schaden. Ob ich den Sonntagsgottesdienst besuche oder nicht, ist für mich relevant, aber nicht für andere. Für Frau Mayer ist das weitestgehend irrelevant.

 

Die Coronaregeln sind staatliche Verordnungen. Wie alle staatlichen Verordnungen regeln sie das menschliche Zusammenleben und sind damit für alle Bürger eines Staates verbindlich - und nicht Gegenstand meiner Gewissensentscheidung. Sie wurden erlassen, um möglichen Schaden von anderen abzuwehren. Ob ich während des Sonntagsgottesdienstes die staatlichen Verordnungen (Maske etc.) einhalte, kann für Frau Mayer über Leben und Tod entscheiden.

 

Hart gesagt: Die Einhaltung des Katechismus mit dem Verweis auf das Seelenheil zur fordern (natürlich das eigene) und gleichzeitig Coronaregelungen außer Kraft setzen zu wollen, halte ich für einigermaßen egoistisch ...

 

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vor 55 Minuten schrieb laura:

Und genau hier ist der Denkfehler.

 

Das Einhalten des Katechismus fällt unter die Rligionsfreiheit. Und selbst für Katholiken ist die oberste Instanz das Gewissen und nicht der Katechismus. Abgesehen von einzelnen Regelungen des Katechismus, die mit der staatlichen Gesetzgebung übereinstimmen (z.B. Tötungsverbot etc.), gehört er damit in den Bereich der persönlichen Entscheidung des einzelnen. Durch das Nichteinhalten der Regelungen des Katechismus (abgesehen von den oben genannten) entsteht keinem anderen Menschen ein Schaden. Ob ich den Sonntagsgottesdienst besuche oder nicht, ist für mich relevant, aber nicht für andere. Für Frau Mayer ist das weitestgehend irrelevant.

 

Die Coronaregeln sind staatliche Verordnungen. Wie alle staatlichen Verordnungen regeln sie das menschliche Zusammenleben und sind damit für alle Bürger eines Staates verbindlich - und nicht Gegenstand meiner Gewissensentscheidung. Sie wurden erlassen, um möglichen Schaden von anderen abzuwehren. Ob ich während des Sonntagsgottesdienstes die staatlichen Verordnungen (Maske etc.) einhalte, kann für Frau Mayer über Leben und Tod entscheiden.

 

Hart gesagt: Die Einhaltung des Katechismus mit dem Verweis auf das Seelenheil zur fordern (natürlich das eigene) und gleichzeitig Coronaregelungen außer Kraft setzen zu wollen, halte ich für einigermaßen egoistisch ...

 

Ich gebe ja zu, daß das Denken in Analogien nicht jedermanns Sache ist, Du machst allerdings hier eher den Eindruck, als würdest Du die Dinge lieber so drehen, wie sie Dir besser in den Kram passen.

Aber vielleicht liegt es ja auch an meiner Wortwahl. "Katechismus" im Bezug auf Corona ist natürlich kein kirchliches Werk sondern meint natürlich - und ich bin eigentlich davon ausgegangen, daß das mehr als offensichtlich war - die staatlichen Maßnahmenkataloge.

 

Daß Du hier die Frage nach der Konsequenz des eigenen Handels für andere wieder negierst, nachdem Du mir oben noch zugestimmt hast, finde ich seltsam, aber nicht überraschend.

Warum Dein Messbesuch für Frau Mayer durchaus Konsequenzen haben könnte, die Du gar nicht absehen kannst - und um es noch mal auszuschreiben: wenn einer in Hamburg Maske trägt kann er ebenfalls nicht absehen, ob er damit Deinen Vater vor Corona bewahrt - schenke ich mir hier darzustellen.

 

Überraschend für eine praktizierende Katholikin - und ich denke, daß das aus Rorros Punkt war - ist das Phänomen, daß Du den Schutz des irdischen Lebens hier höher bewertest als das Seelenheil. Denn hart gesagt: Die Coronaregeln in härtester Form zu fordern und gleichzeitig den Katechismus auf die Gewissensentscheidung reduzieren zu wollen, halte ich für einigermaßen inkonsequent.

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vor 6 Minuten schrieb Flo77:

Überraschend für eine praktizierende Katholikin - und ich denke, daß das aus Rorros Punkt war - ist das Phänomen, daß Du den Schutz des irdischen Lebens hier höher bewertest als das Seelenheil. Denn hart gesagt: Die Coronaregeln in härtester Form zu fordern und gleichzeitig den Katechismus auf die Gewissensentscheidung reduzieren zu wollen, halte ich für einigermaßen inkonsequent.

 

Völlig einfach: Glaube ist Beziehung zu Gott nicht unreflektierte Rezeption des Katechismus. Moralisches Handeln ist Folge einer Gewissensentscheidung nicht eines Gesetzesgehorsams.

 

Und die Coronaregeln zu befolgen und zu fordern, dass sie angewendet und im Notfall verschärft werden, ist für mich eine Form gelebter bürgerlicher Verantwortung. Also auch Resultat einer Gewissensentscheidung.

 

Eine Abwägung zwischen dem Schutz irdischen Lebens und dem Seelenheil habe ich nirgendwo vorgenommen. Außerdem ist es theologisch geradezu haarsträubender Unfug das Befolgen des Katechismus mit dem Seelenheil gleichzusetzen.

bearbeitet von laura
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