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Alfons

Gemeindeleben in Corona-Zeiten

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Frank
vor 4 Stunden schrieb Flo77:

In meinem direkten Umfeld gibt es aktuell 80 Plätze für die Sonntagsmesse für 2700 Katholiken bei einer Sonntagsquote ante Coronam von 10-20%.

 

Das Vorjahresniveau werden wir bei dieser Politik und je länger es dauert nie wieder erreichen.

 

Ich denke auch, es ist nur eine Frage der Zeit bis sich die Gottesdienstentwöhnung in den Austrittszahlen niederschlägt.

 

Nun hoffe ich zwar noch, daß sich in den funktionierenden Nachbarschaften inoffizielle/halblegale Gruppen zu Kryptogottesdiensten versammeln bzw. versammelt haben und das nur an mir vorbeigegangen ist - aber ich denke, damit mache ich mir auch nur etwas vor.

Warum so pessimistisch!

Sicher wird nicht "alles gut" werden. Auf der anderen Seit vertrau ich darauf das der Herr seine Zusagen einhält und er hat ja versprochen das er seien Kirche nicht unter gehen lässt.

Was die Austrittswelle angeht, denke ich das vielleicht die Gottesdienstentwöhnung der letze Impuls ist, die eigentlichen Gründe dann aber woanders liegen

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gouvernante
vor 3 Stunden schrieb Frank:

Was die Austrittswelle angeht, denke ich das vielleicht die Gottesdienstentwöhnung der letze Impuls ist

Feldbeobachtungen sind ja eher anekdotisch als statistisch signifikant, aber...

Ich habe (das entspräche dem Wunsch Flos) von nicht wenigen Familien mit Kindern (so bis 10/12J) gehört, dass ihnen die (Material wurde ihnen gut vorbereitet an die Hand gegeben) Hausgottesdienste gut getan haben. Die Familien waren dankbar für die Materialien, haben diese aber im guten Sinne kreativ an ihre eigene Lebenssituation angepasst. Es sind auch diese (naturgemäß hochverbundenen, sonst hätten sie nicht das Material abgefragt oder mit mir gesprochen) Familien, die mir signalisiert haben, dass sie diese Form des sonntäglichen gottesdienstlichen Miteinanders als sehr viel sinnvoller erlebt hätten, als die pfarrliche Eucharistiefeier.
Ich denke, dass wir in Kirche auf Zukunft hin damit leben müssen, dass gerade die Hochverbundenen, die also über religiöses Wissen und eine gewisse Ritualvertrautheit verfügen, im Blick auf Gottesdienst ihre eigenbestimmten Wege gehen werden. Sowohl, was Gottesdienst im eigenen Sozialverband angeht, wie auch, was die Auswahl der Gottesdienste innerhalb einer Stadt zB angeht. (Zum Land kann ich keine Beobachtungen machen, ich habe dort nie gelebt oder gearbeitet.)

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Shubashi
vor 5 Stunden schrieb Frank:

...und er hat ja versprochen das er seien Kirche nicht unter gehen lässt.

 

Vielleicht läßt er ja nur eine Kirche untergehen, die sich zuviel auf ihre Hierarchie und ihren äußeren Apparat einbildet.

Wenn ich bedenke, wieviel Energie auch beim "Synodalen Weg" darauf verwendet wird, Dinge im Apparat nachzuholen, welche die Menschen in ihrem eigenen Leben schon längst abgehakt haben und kaum noch ausgerechnet die Kirche um Erlaubnis dafür bitten werden.

Ich denke, wir leben gerade in einer Zeit der großen Verunsicherung - ob da die Hoffnung des "Apparates", möglichst nur die alten Strukturen Post-Corona wie zuvor weiterlaufen zu lassen, sehr "christlich" ist? Oder wäre es nicht viel wichtiger, die spirituelle Zuversicht vermitteln zu können, dass wir auch zu Corona-Zeiten so sicher in Gottes stehen wie zu allen anderen Zeiten auch? Und das das Erkennen dieser Tatsache ein viel größeres Geschenk ist als die Aufhebung sämtlicher "Lockdown"-Maßnahmen und Beschränkungen je sein könnte?

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Higgs Boson
vor 11 Stunden schrieb nannyogg57:

Gegenbeobchtung: Diejenigen, welche derzeit in den GD gehen, tun das aus innersten Überzeugung. Sie haben den Wert im Verlust erkannt. Ich gehöre dazu.

 

Hmm, die Umwandlung der Volkskirche in eine Freikirchen?

 

Bei uns sind die Gottesdienstbesucherzahlen unverändert. Da unser Gottesdienst als Videokonferenz gefeiert wird (der Gottesdienstraum ist ein Teilnehmer), gehen für gewöhnlich nur die in den Realgottesdienst, dies mit Videokonferenz nicht so haben. Außer gestern, das durften nur Gottesdienstleitung, Technik und Prediger real anwesend sein, weil wir gerade eine Kontaktperson der Kategorie 1 in der Gemeinde haben - eine reine Vorsichtsmaßnahme.

 

Ich mag lieber Videokonferenz, weil ich da laut mitsingen darf, ist im Godiraum nicht erlaubt.

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Gratia
vor 2 Stunden schrieb Higgs Boson:

 

Hmm, die Umwandlung der Volkskirche in eine Freikirchen?

 

Bei uns sind die Gottesdienstbesucherzahlen unverändert. Da unser Gottesdienst als Videokonferenz gefeiert wird (der Gottesdienstraum ist ein Teilnehmer), gehen für gewöhnlich nur die in den Realgottesdienst, dies mit Videokonferenz nicht so haben. Außer gestern, das durften nur Gottesdienstleitung, Technik und Prediger real anwesend sein, weil wir gerade eine Kontaktperson der Kategorie 1 in der Gemeinde haben - eine reine Vorsichtsmaßnahme.

 

Ich mag lieber Videokonferenz, weil ich da laut mitsingen darf, ist im Godiraum nicht erlaubt.

 

In der methodistischen Freikirche einer Freundin ist es auch schwierig. Auch wegen Uneinigkeit über angemessene Coronaregeln.

Edited by Gratia

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