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Der weite Garten der Wörter


Shubashi
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Werner001

I gang gschwend uff d‘Biene ond hol den Debbich raa. Heb‘sch gschwind mein Kaffee?

Bass uff ond fliag ed d‘ Bienesteeg naa. Ond dein Kaffee schmeggt komisch, i glaub dia Milch isch sauer. 
Hasch probiert?

Noi, so wia dia schmeggt, probier i dia liaber ed.

Werner
 

 

Edited by Werner001
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Ich beobachte Euch von der Seitenlinie und stelle fest, daß ich doch gar nicht so viel Deutsch kann, wie ich immer dachte. :blush:

Oder ist das etwa kein Deutsch? :huh:

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vor 5 Stunden schrieb Werner001:

Dass der Fuß von der Hüfte bis zum Boden reicht?

Naaaaiiiiiiiin!! Das IST so 😊. Volle oberbayerische Zustimmung meinerseits 😊.

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vor 5 Stunden schrieb Werner001:

Ich wusste Anfangs ja auch nicht, dass ein schwäbischer Teppich ein Kolder ist, und kein Teppich.

Äh? „Kolder“? Duden kennt das nur als Nebenform von „Koller“ für Hypochondrie oder Überempfindlichkeit – aber kann man sich damit zudecken?

 

Ich muss übrigens noch mal kurz die Abseite durchfeudeln.

(Abseite: kleine Kammer, z.B. unter der Stiege Treppe. durchfeudeln: Mit dem Mopp feucht wischen.)

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Werner001
vor 3 Minuten schrieb o_aus_h:

Äh? „Kolder“? Duden kennt das nur als Nebenform von „Koller“ für Hypochondrie oder Überempfindlichkeit – aber kann man sich damit zudecken?

Guckst du hier

 

Werner

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vor 46 Minuten schrieb o_aus_h:

Ich muss übrigens noch mal kurz die Abseite durchfeudeln.

(Abseite: kleine Kammer, z.B. unter der Stiege Treppe. durchfeudeln: Mit dem Mopp feucht wischen.)

Die "Abseite" ist das niedrige Seitenschiff im niederdeutschen Hallenhaus, in dem das Vieh und kleine Kammern untergebracht waren.

 

Der "Feudel" ist bei uns ein "Aufnehmer", der "Mopp" wird nur trocken benutzt und wenn mir eine Frau sagt, sie will nachher noch mal bei sich "feucht durchwischen" wünsche ich ihr selbstverständlich viel Spaß aber möchte bitte keine weiteren Details.

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Besser spät als nie:

 

Im Rahmen eines Beitrags zu einer Übersetzung der Odyssee schrieb @Wunibald:

 

Zitat

Aus dem Nachwort zur Übersetzung Martins noch der treffliche Hinweis: Keinem der bisherigen Übersetzer ist aufgefallen, dass z.B. "hieros" (heilig) in bestimmten Zusammenhängen eher mit "herrgottsakra" zu übersetzen ist. Ein Nest, das von den Truppen des Odysseus ausgeraubt wurde, wo sie "die Männer erschlugen,  Wertsachen und Frauen gerecht verteilten", vor der Abfahrt aber noch liebe Gefährten verloeren, ist keine "Heilige Stadt", sondern allenfalls ein verdammtes Nest, wenn nicht Drecksnest.

 

Das halte ich keineswegs für ausgemacht. "hieros" ist ohnehin ein semantisch schwieriges Wort, die Epitheta (Beiwörter, wie "der fußschnelle Achilles") bei Homer haben oft unbekannte Bedeutungen (die oft wohl den Sängern selbst, die die zwei Gedichte verfassten, unverständlich waren, aber halt mitgeschleppt wurden, weil man 1. Epitheta braucht, um den Vers auszufüllen und 2. bei Gedichten, Liedern usw. interessiert die genaue Bedeutung vieler Wörter die Meisten nicht) und manchmal scheinen sie ohne Rücksicht auf ihre Bedeutung benutzt zu werden (Beispiel: "weinend floh die süß lächelnde Aphrodite").

 

Also könnte der Dichter "hieros" hier einfach als Beiwort benutzt haben, ohne sich groß was dabei gedacht zu haben. Oder das Wort könnte eben eine Bedeutung haben, die uns nicht geläufig ist. Mir scheint es im Allgemeinen etwas wie "von einer übernatürlichen Präsenz bewohnt" zu heißen; im betreffenden Fall könnte es sich auf die abgehobene Erscheinung auf einer Anhöhe beziehen oder darauf, dass sich im Altertum auf solchen Anhöhen die Tempel der Götter befanden. Oder vielleicht doch "schrecklich" oder "verdammt". Die Gegenwart des Göttlichen war ja damals nicht etwas nur Positives; erst das Chrsitentum hat uns gelehrt, Gott mit dem Guten schlechthin zu identifizieren.

 

Gibt es aber vielleicht auch heute Situationen, wo "heilig" etwas Negatives ausdückt? * grübel *

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vor 49 Minuten schrieb Domingo:

Gibt es aber vielleicht auch heute Situationen, wo "heilig" etwas Negatives ausdückt? * grübel *

„Herrgottsakra …“, Heilige Einfalt, manchmal auch: heiliger Zorn; ähnliche Bedeutungsumkehrung: der Gottseibeiuns (der ja eben nicht bei Gott ist)

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Endemisch werden - heißt bei Threads dass man sich an das Thema gewöhnt hat und vom Diskutieren übergeht zum Kaffeetrinken.

Bei Forenbereichen heißt "Endemisch werden" dass Neulinge auf bestehende Beiträge verwiesen werden.

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