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Russland und die Nato


Flo77
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Angesichts der russischen Aggressionen hat Finnland nun heute offiziell verkündet, so schnell wie möglich der NATO beizutreten. 

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Soulman

Jetzt, wo das mit den Waffenlieferungen einigermaßen geklärt ist, wird die ukrainische Gaspipeline von den Ukrainern geschlossen.

Frau Baerbock erklärt, dass wir nie wieder russische fossile Energieträger importieren werden.

Der Weiterbetrieb der 3 verbliebenen AKWs in Deutschland ist lt. (Bundesumweltministerin) Frau Lemke "unverantwortbar", während die EU-Taxonomieverordnung Kernenergie zu einer grünen Energie erklärt. 

Unsere Nachbarn bauen mithilfe EU-gesicherter Investitionen an den deutschen Grenzen mehrere neue AKWs.

50% des deutschen Gasbedarfs gehen in die deutsche Industrie. 

 

Ich wünsche mir, dass ein paar mehr Leute nur noch Urlaub auf Sylt machen.

 

Gruss, Martin

 

P.S. gutes Interview

 

Edited by Soulman
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Am 12.5.2022 um 11:01 schrieb rince:

Angesichts der russischen Aggressionen hat Finnland nun heute offiziell verkündet, so schnell wie möglich der NATO beizutreten. 

 

Der Türkei gefällt das nicht. Sie will auch Schweden nicht drin haben. Damit könnte das ein Rohrkrepierer werden. 
Allerdings ist Erdogan käuflich…

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Soulman
vor 13 Minuten schrieb rorro:

 

Der Türkei gefällt das nicht. Sie will auch Schweden nicht drin haben. Damit könnte das ein Rohrkrepierer werden. 
Allerdings ist Erdogan käuflich…

Vielleicht kann man ja tauschen. Die NATO bekommt Finnland und die Türkei fliegt raus. Eine humanitäre Lösung.

Edited by Soulman
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Aristippos
vor 5 Stunden schrieb rorro:

Allerdings ist Erdogan käuflich…

Mal schauen, was es kostet. Hoffentlich reichen ihm ein paar F16, und wir müssen die Türken nicht in die EU aufnehmen.

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Lothar1962
vor 2 Stunden schrieb rince:

Die Stimmung im Kremel scheint nicht heiter zu sein, vermehrt wird schon über die Zeit nach Putin gesprochen, in der man alles wieder regelt...

 

Was nicht wundern mag. Russland ist keine absolute Monarchie eines verrückten Herrschers, auch wenn es so scheint, sondern ein Staat, bei dem ein Gremium regiert. Die Mitglieder dieses Gremiums, offenbar bekloppt genug, haben lange getan, was Putin wollte. Möglicherweise haben sie ebenfalls gedacht, dass das ein schneller Sieg wird (dann waren sie nicht nur bekloppt, sondern auch doof), möglicherweise haben sie nix gedacht.

 

Langsam aber merken sie, dass irgend jemand nach dem Abenteuer wieder aufräumen muss und dass das nicht ein Aufräumen des Siegers werden wird. Klar - sie dürfen sich sicher darüber sein, dass niemand an das Kerngebiet des russischen Staates heranwill. Allerdings können sie sich nicht so sicher sein, ob sie die Krim behalten dürfen und erst recht können sie sich nicht sicher sein, den Donbass behalten zu können. 

 

Anders ausgedrückt: Die Führungsriege der Russischen Föderation erkennt wohl, dass kein westlich bezahlter Agent es besser hinbekommen hätte, die Nato und den Wunsch nach Verteidigungsbereitschaft der Europäer so zu stärken, wie es Putin geschafft hat. Das wird lange nachwirken.

 

Darüber hinaus wird der Brain Drain aus Russland heraus auch noch anhalten. Sieht alles nicht gut aus.

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Mistah Kurtz
Zitat

Cardinal Richelieu foresees Russia’s victory in Ukraine

 

... The Americans thought Putin’s economy would collapse! It did not. They thought the Russian people would revolt! They did not. They thought their expensive toys, Javelins and Switchblades and Stingers, would stop the Russian army. They did not. They simply killed a lot of Russians. But as Hitler’s best general von Manstein said of the Russians, just when you think you’ve killed them all, another bunch of them comes over the hill. ...

Every country in the world will call to mind Kissinger’s bon mot that it is dangerous to be an enemy of the United States – but to be its friend is fatal. America is generous with other people’s blood ...

David Paul Goldman aka Spengler aka Riechelieu zum Stand des Krieges in der Ukraine.

 

Ein Bonmot, wert besonders hervorgehoben zu werden: "To be an enemy of America can be dangerous, but to be a friend is fatal." - Henry Kissinger anlässlich des Vietnamkriegs.

Edited by Mistah Kurtz
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Werner001

Sowas ist einfach schwer einschätzbar.

Vor dem Kollaps der Sowjetunion hat das auch keiner geahnt, und hinterher hieß es dann, es sei merkwürdig, dass es nicht schon viel früher passiert sei.

In solchen Vorgängen stecken zu viele Unbekannte, als dass man ihre Entwicklung vorhersagen könnte. 
Wie die Geschichte zeigt, sind es oft groteske Zufälle, die am Ende entscheidend sind (z. B. der Tod Katharinas II von Russland, hätte sie 2 Monate länger gelebt, sähe Europa wahrscheinlich anders aus)

 

Werner 

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Marcellinus
vor einer Stunde schrieb Werner001:

Wie die Geschichte zeigt, sind es oft groteske Zufälle, die am Ende entscheidend sind

Richtig!

 

vor einer Stunde schrieb Werner001:

(z. B. der Tod Katharinas II von Russland, hätte sie 2 Monate länger gelebt, sähe Europa wahrscheinlich anders aus)

Was genau meinst du?

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Mistah Kurtz
vor 33 Minuten schrieb Marcellinus:

Richtig!

 

Was genau meinst du?

Möglicherweise eine Verwechslung mit Elisabeth I? Nach deren unerwarteten Tod 1762 verließ ihr Nachfolger Peter III die Allianz gegen Friedrich den Großen im Siebenjährigen Krieg. Preußen stand unmittelbar vor einer Niederlage, der Austritt Russlands aus der Allianz gegen Preußen rettete Friedrich den Thron und verhalf Preußen zum Aufstieg zur führenden deutschen Nation.

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Marcellinus
vor 13 Minuten schrieb Mistah Kurtz:

Möglicherweise eine Verwechslung mit Elisabeth I? Nach deren unerwarteten Tod 1762 verließ ihr Nachfolger Peter III die Allianz gegen Friedrich den Großen im Siebenjährigen Krieg. Preußen stand unmittelbar vor einer Niederlage, der Austritt Russlands aus der Allianz gegen Preußen rettete Friedrich den Thron und verhalf Preußen zum Aufstieg zur führenden deutschen Nation.

Daran hatte ich nämlich auch gedacht.

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Werner001

Natürlich, die Elisabeth war es

 

Werner

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Mistah Kurtz

Neues zu einem Krieg, der nicht nur hier im Forum allmählich in den Hintergrund rückt. 

 

Die Asia Times hat vor ein paar Tagen damit begonnen einen "near-daily Ukraine war situation report" zu verfassen, "based on multiple military and think tank sources. It’s our unvarnished bid to cut through the propaganda and misinformation of all sides that contribute to the fog of war."

 

Ukraine – The Situation (May 31)

Ukraine – The Situation (June 1)

 

Eine gute Darstellung des Kämpfe um den Donbass von der Theresianischen Militärakademie auf YouTube:

 

Kesselschlacht im Donbass

 

 

Edited by Mistah Kurtz
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Mistah Kurtz

Noch ein Nachtrag zum Stand des Kriegs.

Zitat

Zelensky says Ukraine is losing 100 KIA and 500 WIA per day. US military sources say the casualty rate for the raw recruits sent to the front with 2 weeks' training is 65% (not a typo). What's the over-and-under on Ukraine holding out til end of summer? - Quelle

 

Erschreckend.

Edited by Mistah Kurtz
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Marcellinus
vor 37 Minuten schrieb Mistah Kurtz:

Erschreckend.

 

Entschuldige, aber was hattest du denn erwartet? Russlands Armee mag noch so unorganisiert sein, die Ukrainer noch so engagiert und tapfer. Am Ende ist es ein ungleicher Kampf, den die Ukraine nicht gewinnen kann. Sie kann schon froh sein, wenn sie ihn nicht verliert. 

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Mistah Kurtz
vor 1 Stunde schrieb Marcellinus:

 

Entschuldige, aber was hattest du denn erwartet? Russlands Armee mag noch so unorganisiert sein, die Ukrainer noch so engagiert und tapfer. Am Ende ist es ein ungleicher Kampf, den die Ukraine nicht gewinnen kann. Sie kann schon froh sein, wenn sie ihn nicht verliert. 

Mich hat die hohe Todesrate unter den Eingezogenen - rund 2/3 - erschreckt. Da stirbt auf ukrainischer Seite, wenn der Krieg sich tatsächlich noch länger hinzieht, ein großer Teil einer ganzen Generation. Das sind auch - anders als bei den russischen Streitkräften - keine Berufssoldaten, sondern junge Männer, die im Rahmen der Generalmobilmachung zum Militär eingezogen wurden.

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Sucuarana
4 hours ago, Mistah Kurtz said:

the casualty rate for the raw recruits sent to the front with 2 weeks' training is 65%

 

1 hour ago, Mistah Kurtz said:

Mich hat die hohe Todesrate unter den Eingezogenen - rund 2/3 - erschreckt.

The Englische Begriff "casualty" bedeutet nicht Todesfall, sondern schliesst Verletzung und Gefangennahme ein. Wikipedia:

Quote

A casualty, as a term in military usage, is a person in military service, combatant or non-combatant, who becomes unavailable for duty due to any of several circumstances, including death, injury, illness, capture or desertion.

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Mistah Kurtz
vor 1 Stunde schrieb Sucuarana:

 

The Englische Begriff "casualty" bedeutet nicht Todesfall, sondern schliesst Verletzung und Gefangennahme ein. Wikipedia:

Ah, danke. Ich habe automatisch an Todesfälle gedacht. 

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MartinO
Am 2.6.2022 um 15:59 schrieb Mistah Kurtz:

Neues zu einem Krieg, der nicht nur hier im Forum allmählich in den Hintergrund rückt. 

 

Die Asia Times hat vor ein paar Tagen damit begonnen einen "near-daily Ukraine war situation report" zu verfassen, "based on multiple military and think tank sources. It’s our unvarnished bid to cut through the propaganda and misinformation of all sides that contribute to the fog of war."

 

Ukraine – The Situation (May 31)

Ukraine – The Situation (June 1)

 

Eine gute Darstellung des Kämpfe um den Donbass von der Theresianischen Militärakademie auf YouTube:

 

Kesselschlacht im Donbass

 

 

Offensichtlich haben die Russen die Taktik gewechselt. Ihr ursprüngliches Kriegsziel, in der Ukraine ein prorussisches System zu installieren, ist wohl gescheitert. Dafür bräuchten sie entweder über viele Jahre massive Truppenpräsenz in der Ukraine, für die sie wohl zu wenige Soldaten haben oder Unterstützung eines größeren Teils der Ukrainer, die sie wohl auch nicht haben (von der sie aber vermutlich anfangs dachten, sie hätten sie).

 

Dass sie dagegen die Gebiete Donezk und Lugansk weitgehend erobern, dürfte ein halbwegs realistisches Ziel sein - oder zumindest ihnen eine deutlich stärkere Position in Friedensverhandlungen, die wohl irgendwann notwendig sein werden, geben.

 

Aus ukrainischer Sicht ist das Wohl ein Verlust, der weh tut. Aus russischer Sicht wird es keinen vollständigen Sieg geben. Dazu kommen Tausende von Toten auf beiden Seiten.

Aus europäischer Sicht dürfte es teuer werden - die Ukraine wird wohl noch lange Zeit auf ausländische Unterstützung angewiesen sein. Positiv ist, dass sich vermutlich Putin seine nächste "Spezialoperation" genau überlegen wird, vor allem gegen einen NATO-Staat.

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