Jump to content

Eine christliche Perspektive auf den Umgang mit der AfD


Recommended Posts

Geschrieben
vor 47 Minuten schrieb Flo77:
vor einer Stunde schrieb Alfons:

Ist der Mann Mitglied der SPD? 
 

Mental zumindest des Einheitsblocks.

 

Entschuldige bitte, ich bin, was die aktuelle Politiker-Verunglimpfung angeht, nicht up to date: Was ist ein Einheitsblock?

 

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Alfons:

 

Entschuldige bitte, ich bin, was die aktuelle Politiker-Verunglimpfung angeht, nicht up to date: Was ist ein Einheitsblock?

Der Sumpf links der Brandmauer in dem die ursprünglichen Profile der Parteien bereits weitgehend verblasst sind und man als Wähler eine de facto rot-grün-dominierte Regierung bekommt, egal, was man wählt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Minuten schrieb Flo77:

Der Sumpf links der Brandmauer in dem die ursprünglichen Profile der Parteien bereits weitgehend verblasst sind und man als Wähler eine de facto rot-grün-dominierte Regierung bekommt, egal, was man wählt.

 

Danke für dein Bekenntnis. 
Als Anhänger der Demokratie bin ich stolz darauf, zu diesem Sumpf zu gehören. 


 

bearbeitet von Alfons
Geschrieben (bearbeitet)

Ich bin nicht versifft. Ich wähle die Alternative fürs Duschen.

bearbeitet von Weihrauch
Geschrieben
4 hours ago, Alfons said:

 

Danke für dein Bekenntnis. 
Als Anhänger der Demokratie bin ich stolz darauf, zu diesem Sumpf zu gehören. 


 


Also „stolz“ könnte ich auf einen Zustand, in dem sich zwei Seiten unversöhnlich gegenüberstehen und nur noch als „Sumpf“ und „Brandmauer“ titulieren, kaum sein. Deprimiert würde es eher treffen.

Wäre es da nicht sinnvoller, ganz säkular die Scheidung einzureichen, und dem Osten wieder zu ermöglichen, seinen eigenen Weg zu gehen?

(Genau, wie es religiös besser wäre, sich von einer autoritären Sekte mit Kontrollzwang zu trennen, und einer Kirche der Gemeinschaft und Barmherzigkeit zuzuwenden?)

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb Alfons:

Danke für dein Bekenntnis. 
Als Anhänger der Demokratie bin ich stolz darauf, zu diesem Sumpf zu gehören. 

Jeder hat so seine Baustellen an denen er arbeiten könnte und das wird ja mit fortschreitender Lebenszeit nicht einfacher.

 

🤷‍♂️

bearbeitet von Flo77
Geschrieben

Eine etwas zynische Bemerkung, die trotzdem wahr ist: Wir leben in der Gegenwart Gottes, aber Gott traut sich nicht, dreinzuhauen, weil er Gewalt nicht mag.

Zumindest der christliche Gott.

 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Shubashi:


Also „stolz“ könnte ich auf einen Zustand, in dem sich zwei Seiten unversöhnlich gegenüberstehen und nur noch als „Sumpf“ und „Brandmauer“ titulieren, kaum sein. Deprimiert würde es eher treffen.

Wäre es da nicht sinnvoller, ganz säkular die Scheidung einzureichen, und dem Osten wieder zu ermöglichen, seinen eigenen Weg zu gehen?

(Genau, wie es religiös besser wäre, sich von einer autoritären Sekte mit Kontrollzwang zu trennen, und einer Kirche der Gemeinschaft und Barmherzigkeit zuzuwenden?)

Willst Du auch Bischof Feige loswerden und die knapp 60 Prozent, die in Sachsen-Anhalt noch FÜR Mitmenschlichkeit, Teilhabe, Vielfalt stimmen?

Geschrieben

Da die AfD in Sachsen-Anhalt angekündigt hat, den Kirchensteuer-Einzug zu kündigen und die Staatsleistungen einzufrieren, vermute ich, daß es Exzellenz gar nicht so sehr um Politik geht. Die fehlende inhaltliche Auseinandersetzung ist dafür ein deutlicher Hinweis.

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Lucie:

Willst Du auch Bischof Feige loswerden und die knapp 60 Prozent, die in Sachsen-Anhalt noch FÜR Mitmenschlichkeit, Teilhabe, Vielfalt stimmen?

 

€5 fürs Phrasenschwein bitte.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Alfons:

 

Danke für dein Bekenntnis. 
Als Anhänger der Demokratie bin ich stolz darauf, zu diesem Sumpf zu gehören. 

 

Ob Menschen, die Gegner der AfD sind, immer Anhänger der Demokratie sind (und solche für die AfD Gegner der Demokratie), ist alles andere als klar.

 

Gewalt gegen Menschen ging zuletzt nicht von der AfD-Seite aus, eher von der der „Vielfalt“.

Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb rorro:

Gewalt gegen Menschen ging zuletzt nicht von der AfD-Seite aus, eher von der der „Vielfalt“.

Wobei ich ja nicht grundsätzlich gegen eine pluralistische Gesellschaft bin. Ich finde Bayern, Franken, Schwaben, Badener und Badenser, Hessen, Thüringer, Pfälzer, Rheinpfälzer, Saarländer, Rheinländer, Westfalen, Pöttler, Niedersachsen, Ostfriesen, Nordfriesen, Hamburger, Mecklenburger, Brandenburger, Anhaltiner, Sorben, Dänen und Sachsen sind im Grunde eine ganz harmonische Mischung. Oder hätten es sein können. Aus dieser "Vielfalt" hab ich allerdings auch eher selten mitbekommen, daß es täglich auf den Straßen zu Messerangriffen oder Schießereien gekommen wäre. Gruppenvergewaltigungen waren in dieser Mischung auch kein Thema um das man sich wöchentlich mehrmals Gedanken musste und ich kann mich an Zeiten erinnern, da konnte man ohne Ausweiskontrolle ins Freibad, die Züge fuhren nicht nur einigermaßen(!) pünktlich sondern man kam sich auch nicht vor wie in einem Bus von Schwerhörigen auf der Fahrt von Delhi nach Mumbai. (Wobei ich aus stadtbildnerischen Gründen öffentliche allgemeine Badeanstalten eh seit Jahren meide.)

 

Die 1980er und 1990er waren sicherlich nicht die aufregenste Phase in der Geschichte unserer Nation, aber genau deswegen hätte ich sie gerne - mit ein bisschen Feintuning, es war ja auch nicht alles gold - zurück.

 

 

  • nannyogg57 locked this Thema
  • Alfons unlocked this Thema
Geschrieben (bearbeitet)
Am 10.8.2026 um 09:29 schrieb Flo77:

Wobei ich ja nicht grundsätzlich gegen eine pluralistische Gesellschaft bin. Ich finde Bayern, Franken, Schwaben, Badener und Badenser, Hessen, Thüringer, Pfälzer, Rheinpfälzer, Saarländer, Rheinländer, Westfalen, Pöttler, Niedersachsen, Ostfriesen, Nordfriesen, Hamburger, Mecklenburger, Brandenburger, Anhaltiner, Sorben, Dänen und Sachsen sind im Grunde eine ganz harmonische Mischung. Oder hätten es sein können. Aus dieser "Vielfalt" hab ich allerdings auch eher selten mitbekommen, daß es täglich auf den Straßen zu Messerangriffen oder Schießereien gekommen wäre.

 

Die waren auch noch dann selten, als es schon Millionen Immigranten aus anderen Kulturen hier gab.

 

Doch spricht man mit ihnen, dann gehören sie zu denselben Enttäuschten wie alle anderen, die die Zeiten davor kannten: sie waren stolz ihren Beitrag zu leisten zu einem sauberen, sicheren, vorhersehbaren, sozial durchlässigen und Fleiß belohnenden Deutschland, in dem sich auch ein Facharbeiter ein Häuschen erarbeiten konnte.

 

Das ist alles passé. Schikane durch immer mehr Verschlimmbesserung „von oben“ und Unzivilisiertheit „von unten“ führen gleichermaßen dazu, daß die einen körperlich und noch viel mehr innerlich emigrieren. Die Corona-Grundrechtsentzüge taten ihr übriges.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Spadafora:

Haftbefehl wegen 296,26 Euro offener Gerichtskosten? Da sollte die Staatsanwaltschaft vielleicht mal ihre Prioritäten überdenken.

Aber halt, die ist politisch weisungsgebunden und es geht gegen die AfD, das hat natürlich höchste Priorität.

(ich persönlich halte ja Krah und Böhmermann für gleichermaßen, ähm, welches Adjektiv nehm ich jetzt, um keine Beleidigungsklage zu riskieren?

 

Werner

Geschrieben (bearbeitet)

Es scheint auch ein Irrtum der etablierten Parteien zu sein, daß die AfD Proteststimmen bekäme.

 

Dafür sitzt die Enttäuschung vieler viel zu tief. Im Gegensatz zur Politik haben viele die Rechtseingriffe und Lügen der Pandemie und der absoluten Konsequenzlosigkeit persönlichen Versagens, nicht vergessen.

 

Ich erlebe es immer wieder, zum Teil wirklich überraschend, wie viele politisch Gebildete und alles andere als Extremen zuneigende Menschen mir sagen, daß sie jegliches Vertrauen in den Staat verloren hätten.

bearbeitet von rorro
Geschrieben

GRÜN GRÜN GRÜN

 

Der Thread behandelt das Thema "christlicher Umgang mit der AfD" nicht "AfD allgemein".

 

Das gilt es zu beachten.

 

Nanny als Mod

 

GRÜN GRÜN GRÜN 

Geschrieben

Für mich ist die hohe Zustimmung zur AfD auch ein Phänomen hoher gesellschaftlicher Polarisierung und Spaltung - wenn ich das aus einer religiösen Perspektive betrachte, ist für mich ein denkbarer Beitrag der Christen diese Polarisierung zu überwinden.
Spricht etwas gegen diese Sicht?

Wie kann das gelingen?

 

 

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Shubashi:

Für mich ist die hohe Zustimmung zur AfD auch ein Phänomen hoher gesellschaftlicher Polarisierung und Spaltung - wenn ich das aus einer religiösen Perspektive betrachte, ist für mich ein denkbarer Beitrag der Christen diese Polarisierung zu überwinden.
Spricht etwas gegen diese Sicht?

Wie kann das gelingen?

Wahrscheinlich gar nicht, weil das Christentum aus sich heraus die Polarisierung schon impliziert.

 

Der bayrische "Bauernkatholizismus" hat nichts gegen Besitz. Im Gegenteil. "Die Sach" zusammenzuhalten ist dort Teil der kulturellen DNA. Dem steht der großstädtische "Stuhlkreiskatholizismus" ja schon diametral gegenüber. Als ich Kind war, war die CDU in meiner Vorstellung evangelisch und die SPD katholisch. Aber ich bin auch im Ruhrgebiet sozialisiert worden.

 

Ich denke der Kernpunkt der Unversöhnlichkeit heute ist die offene Ablehnung alles "Nationalen" unter dem Schlagwort "wir sind alle Gottes Kinder". Die Idee der Grenzziehung ist dem heutigen Gremienkatholizismus völlig fremd geworden, soweit es nicht die Grenze zu denen betrifft, die die eigene Grenzenlosigkeit in Frage stellen. Die Katholische Religion wird - auch von den Repräsentanten der Kirche - auch nicht mehr als Teil einer (regionalen) Identität verstanden, sondern eher als kulturelle Grundierung auf die man alles mögliche Auftragen kann. Kirche und Nationalstaat war immer ein heißes Eisen, aber nach meinem Eindruck war die Kirche früher weitaus "zielgruppenorientierter" bzw. "ortskirchenorientierter".

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Flo77:

Die Katholische Religion wird - auch von den Repräsentanten der Kirche - auch nicht mehr als Teil einer (regionalen) Identität verstanden, sondern eher als kulturelle Grundierung auf die man alles mögliche Auftragen kann. Kirche und Nationalstaat war immer ein heißes Eisen, aber nach meinem Eindruck war die Kirche früher weitaus "zielgruppenorientierter" bzw. "ortskirchenorientierter".

 

Das gilt aber eher für die hiesige Lokalkirchen.

 

Polnische, kroatische, katalanische, baskische und irische Lokalkirchen (die fallen mir spontan ein) waren und sind bis heute Träger der nationalen Identität. Wobei national nicht staatlich heißen muß.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb rorro:

 

Das gilt aber eher für die hiesige Lokalkirchen.

 

Polnische, kroatische, katalanische, baskische und irische Lokalkirchen (die fallen mir spontan ein) waren und sind bis heute Träger der nationalen Identität. Wobei national nicht staatlich heißen muß.

Natürlich. Aber es ging ja vorallem um die Situation hierzulande.

Geschrieben
5 hours ago, Flo77 said:

Kirche und Nationalstaat war immer ein heißes Eisen, aber nach meinem Eindruck war die Kirche früher weitaus "zielgruppenorientierter" bzw. "ortskirchenorientierter".


Meiner Meinung nach beschreibst Du zwei Dinge:

Erstens den normal Stadt-Land-Konflikt bzw. was modern auch die Dissonanz zwischen „somewhere“ und „anywhere“ beschreibt. Das ist nichts kirchenspezifisches, aber wenn Kirche bei den Menschen sein will, muss sie beiden Gruppen gerecht werden.

Dann ist Kirche zweitens dem Nationalstaat gegenüber skeptisch gewesen, weil er die feudalistisch-aristokratische Ordnung abgelöst hat, die sich einerseits in der kirchlich-aristokratischen Binnenordnung widerspiegelt (Kirche ist nicht wirklich demokratisch, sondern eher eine Art absolute Wahlmonarchie), und andererseits hat sie sich nur sehr langsam an die mit ihrer Weltsicht konkurrierende Moderne angepasst.

Damit durchziehen auch die Kirche die Konflikte der heutigen Welt, weil eben auch Christen Teil der Welt sind. Nur bin ich der Meinung, dass die Botschaft ihres Meisters eben über diese Welt hausgeht und dass diese Botschaft eben eine der Versöhnung und Umkehr ist. 
Deswegen kann sie sich nicht auf die Seite irgendwelcher politischer Rechthaber stellen. Das gilt sowohl für Parteien als für ideologisch fixierte Anhänger derselben.

Zum Thema politischer Polarisierung in Deutschland gibt es diese Studie der Merkator-Stiftung, benannt nach einem, der sowohl Kartograph und Mathematiker als auch Theologe war.

Ich glaube jedenfalls, dass es weder Kirche noch Gesellschaft nützt, wenn Kirche nur ein weiterer Akteur in den ideologischen Schützengräben unserer Zeit wird. 

 

Geschrieben

Bei Identität und Kirche geht es eben nicht primär um Politik (das wäre Identitätspolitik), sondern um eine holistische Sichtweise des Menschen. Das kann als Abgrenzung dienen (was per se nichts schlechtes sein muss, ich bin auch nicht du, meine Zuhause hat eine Grenze und das meiner Nachbarn auch etc.), aber diese Abgrenzung muss nicht wertend sein. Sie kann sogar nationenbildend sein.


So leben bspw. in Kroatien auch (wenige) Serben, wie umgekehrt auch. Was macht die Kroaten zu Kroaten und die Serben zu Serben? Nicht die Sprache, nicht die Kultur, nicht die Genetik - nur die Religion.

Geschrieben
3 minutes ago, rorro said:

Nicht die Sprache, nicht die Kultur, nicht die Genetik - nur die Religion.


Ein passendes Beispiel, finde ich. Der Katholizismus ist durch meine aus Polen stammende Urgroßmutter in unsere Familie gekommen, es ist sozusagen der letzte Rest polnischer Identität, weil schon meine Großmutter nur noch die polnischen Flüche, aber keine Konversation mehr beherrschte. Trotzdem finde ich es faszinierend, so Teil einer Weltkirche geworden zu sein, die mir praktisch überall auf dem Globus einen Anknüpfungspunkt bietet. 
Wesentlich faszinierender jedenfalls als das engherzige Denken politischer Nationalisten.

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Shubashi:

Trotzdem finde ich es faszinierend, so Teil einer Weltkirche geworden zu sein, die mir praktisch überall auf dem Globus einen Anknüpfungspunkt bietet. 
Wesentlich faszinierender jedenfalls als das engherzige Denken politischer Nationalisten.

Das wird zwar häufig kolportiert, kann ich aber nicht nachvollziehen.

 

Als ich in Italien zur Messe ging, war das ich ein Fremdkörper (und nicht nur, weil ich KMK empfangen wollte) und selbst in Oberbayern gab es - nun ja - kein "ich gehöre hierher"-Gefühl. Das hatte ich auch nach 5 Jahren in Franken noch nicht. Und diese Regionen gehören formal zu unserem Kulturraum.

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Neu erstellen...