OneAndOnlySon Geschrieben Montag um 14:00 Melden Geschrieben Montag um 14:00 (bearbeitet) vor 32 Minuten schrieb rorro: Der Berliner CSD-Anschlag hilft ihr genauso wie in Freibäder gruppenweise einfallende musl. junge Männer aus Frankreich. Der Berliner Anschlag wurde mutmaßlich von einem in Berlin geborenen Deutschen begangen. Der hatte den gleichen Anspruch, in Deutschland zu leben, wie du oder ich. Bei dem Fall stellt sich hingegen die Frage, wie der Staat mit polizeibekannten Gefährdern umgehen soll. Im Ergebnis wird das ein Kompromiss aus Sicherheit und Bürgerrechten sein. Wir werden extremistische Straftaten aber nie so sehr eindämmen können, dass Populisten (gleich welcher Partei) wegen der übrigen Fälle nicht ein Staatsversagen unterstellen werden. Was Gewalttäter aus dem europäischen Ausland betrifft, bräuchtest du lückenlose und dauerhafte Kontrollen an allen europäischen Binnengrenzen. Wäre es uns das tatsächlich wert? Die grundsätzliche Freizügigkeit ist meiner Meinung nach eine der wichtigsten Pfeiler der europäischen Integration. Auch aus wirtschaftlichen Gründen profitiert Deutschland enorm durch den freien Personen- und Warenverkehr. Das bedeutet nicht, dass wir randalierende Horden in Freibädern akzeptieren müssen aber den Sicherheitsdienst in manchen Freibädern vielleicht schon. bearbeitet Montag um 14:04 von OneAndOnlySon Vorverurteilung korrigiert Zitieren
Flo77 Geschrieben Montag um 14:08 Melden Geschrieben Montag um 14:08 vor 6 Minuten schrieb rorro: Ich mag kein kulturell homogenes Deutschland Das hatten wir nie. Die Brandenburger waren den Rheinländern genauso suspekt wie umgekehrt und was zwischen Franken und Bayern, etc. funken schlägt zeugt auch nicht von "Homogenität". Nichts desto trotz gab es bis vor 20 Jahren einen ziemlich klaren Konsens, wie wir in diesem Land zusammenleben wollen und dieser Konsens beruhte maßgeblich darauf, daß jede Region ihre Identität, zu der auch in aller Regel eine konfessionelle Prägung gehörte, die quasi das Leitmotiv der jeweiligen Landschaft bildet, bewahrte, pflegte und von Zugezogenen erwartete, aich zu assimilieren. Das Theater um Städter, die auf's Dorf ziehen oder in die Nachbarschaft des nächsten Kirchturms und sich dann über Hahnenschrei, Kirchenglocken, Melkmaschinen, etc. aufregen sind nicht neu, aber ich meine(!), daß wäre früher eher mit gesundem Menschenverstand lösbar gewesen. @OneAndOnlySon ich glaube den Zahlen, die Du angibst kein Wort, aber ich sehe ganz andere Probleme. Du beschwörst zwar einen Wertekanon, der vor 20, 30, 40 Jahren mal relativ flächendeckender Konsens war, aber pardon, die Idee, jemand aus einer anderen Tradition würde sich da so einfach reinfuchsen ist doch maßlos naiv. Das funktioniert bei einem Gast, vielleicht auch bei zweien. Das funktioniert nicht mehr, wenn den Gästen zum einen nicht von der ersten Minute an eingeprügelt wird, was von ihnen erwartet wird, zum zweiten nicht, wenn man den Gästen alles durchgehen lässt, wenn die Gastgeber längst nicht mehr hinter ihrem Way of life stehen (insbesondere ihre politisch-öffentlichen Vertreter) und vorallem funktioniert es nicht, wenn man die Gäste unbeaufsichtigt unter sich bleiben lässt. Du scheinst zu glauben, daß unser Way of Life aus sich heraus so attraktiv ist, daß ihn jeder der herkommt gleich adaptieren will. Aufwachen mein Freund, so löuft das nicht ab. Die Gäste, die für unsere Gesellschaft heute zum Problem geworden sind, sind im Bezug auf die Teilhabe an unserem Land genauso wie liberale Katholiken im Bezug auf den Katechismus: Was nutzt oder einem entgegenkommt wird mitgenommen, was gegen das eigene Glaubens- und Normen/Werte-System geht wird ignoriert oder bekämpft. Da kommen keine unbeschriebenen Blätter. Die Leute haben bereits eine Identität und eine Kultur und die wollen sie auch nicht ändern oder aufgeben. Warum auch? Dazu besteht ja auch überhaupt keine Notwendigkeit. Die kommen nicht hierher um Ethno-Deutsche* zu werden. Ich gebe ja zu, daß dieser Prozess auch ähnlich komplex ist, wie eine Konversion zum Judentum oder eine Integration in einer japanischen Kleinstadt. Die wollen den Pass und die politischen und wirtschaftlichen Vorteile. Aber keine neue Identität. Bei WordsUnravelled gab es letztens eine Folge mit einer Gastlinguistin, die das 3-Generationen-Phänomen in den USA beschrieb. Demnach bleibt die erste Generation noch bei ihrer Herkunftssprache als Erstsprache, die zweite Generation ist bi-lingual, die dritte beherrscht die Herkunftssprache der Großeltern allenfalls noch passiv. Ich bin mir ziemlich sicher, daß dieses Modell auf Deutschland nicht anwendbar ist... *Die Ethnie basiert auch(!) auf gemeinsamer Abstammung, aber nicht nur. Sprache, Kultur, Kleidung, etc. sind am Ende des Tages weitaus entscheidender. Es gibt durchaus "Bio-Deutsche" die trotz Stammbaum das deutsche Volk physisch oder mental bereits weit hinter sich gelassen haben. Zitieren
Flo77 Geschrieben Montag um 14:29 Melden Geschrieben Montag um 14:29 vor 8 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Der Berliner Anschlag wurde mutmaßlich von einem in Berlin geborenen Deutschen begangen. Nein. Von einem in Berlin geborenen Libanesen deutscher Staatsangehörigkeit. Wir werden es wohl nie erfahren, aber genau, wie weite Teile der türkischen Community hierzulande wird er sich ethnisch sicher nicht als Deutscher gefühlt haben. So war er schlicht nicht sozialisiert. vor 10 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Was Gewalttäter aus dem europäischen Ausland betrifft, bräuchtest du lückenlose und dauerhafte Kontrollen an allen europäischen Binnengrenzen. Wäre es uns das tatsächlich wert? Die grundsätzliche Freizügigkeit ist meiner Meinung nach eine der wichtigsten Pfeiler der europäischen Integration. Auch aus wirtschaftlichen Gründen profitiert Deutschland enorm durch den freien Personen- und Warenverkehr. Das bedeutet nicht, dass wir randalierende Horden in Freibädern akzeptieren müssen aber den Sicherheitsdienst in manchen Freibädern vielleicht schon. Entschuldige, aber hast Du verstanden, was Du da geschrieben hast? Du bist also der Auffassung, wir sollen innerhalb des Landes möglichst kleinteilige Hochsicherheitstrakte schaffen, in denen wir uns in kleinsten Gruppen einigeln, weil wir lieber die Grenzen offen lassen und uns dafür die Freizügigkeit und die öffentliche Sicherheit im eigenen Land nehmen lassen sollen??? Auch, weil unsere Nachbarländer uns den Zuzug nicht vom Hals halten? Von der Schwachsinnsidee für andere Europäische Länder das Sozialamt spielen zu wollen und und deren Prekariat in die Hauseingänge zu holen, mal ganz abgesehen. Ich bin so ca. 1x im Monat in Deiner alten Heimatstadt. Grüne Hochburg. Die Stadt ist marode und verslumt zusehends. Auf der relativ kurzen Strecke zwischen Dom und Friesenplatz hab ich beim letzten Mal 18(!) Straßenschläfer gezählt. Und keiner davon war gebürtiger Kölner (aber alle mit Smartphone). Die Clans, die da zusammenliegen wären vor 100 Jahren mit bunten Pferdewagen über Land gezogen. Und 18 sind noch wenig. Wir haben ein massives Problem, daß Dir in Deinem badischen Wolkenkucksidyll vielleicht nicht direkt vor die Nase fällt. Für mich als schwulen Mann mit zwei Söhnen im wehrfähigen Alter (von denen einer für Dich im Erstfall sogar den Hals hinhalten würde - Gott und alle guten Geister steht uns bei) und ein Tochter, die ich im Moment noch nicht mal mehr alleine mit der Bahn von Köln nach Düsseldorf fahren lassen würde (okay - dafür müsste die Bahn auch erstmal fahren), stellt sich das Leben etwas anders dar. Ich bin nunmal kein Fan davon an einem Baukran zu baumeln. 2 Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben Montag um 14:41 Melden Geschrieben Montag um 14:41 vor 10 Minuten schrieb Flo77: Nichts desto trotz gab es bis vor 20 Jahren einen ziemlich klaren Konsens, wie wir in diesem Land zusammenleben wollen und dieser Konsens beruhte maßgeblich darauf, daß jede Region ihre Identität, zu der auch in aller Regel eine konfessionelle Prägung gehörte, die quasi das Leitmotiv der jeweiligen Landschaft bildet, bewahrte, pflegte und von Zugezogenen erwartete, aich zu assimilieren. Meine frühere Pfarrkirche wurde nach dem Krieg in einer bis dahin rein protestantischen Gegend gebaut. Von den Katholiken hat man noch bis 1950 erwartet, dass sie sich ruhig verhalten oder für die öffentliche Religionsausübung in die nächste katholische Enklave fahren sollten. Als meine evangelischen Großeltern ins katholische Rheinland gezogen sind, haben sie sich dort viele Jahre lang kaum integriert, sondern es wurde bald möglichst in der nächsten Kleinstadt eine evangelische Kirche errichtet. Auch das Brauchtum mit Schützenverein und Maibaumstellen war meiner Oma bis zu ihrem Tod nach der Jahrtausendwende fremd. Im Garten wurden die aus der Pommerschen Heimat bekannten Obst- und Gemüsesorten angepflanzt. Pommern blieb die Heimat und Ort ihrer Identität - Deutschland und Europa waren nachrangig. In dieser Hinsicht sehe ich zwischen Zugezogenen von 1957 und 2026 keinen allzu großen Unterschied. vor 22 Minuten schrieb Flo77: Du beschwörst zwar einen Wertekanon, der vor 20, 30, 40 Jahren mal relativ flächendeckender Konsens war, aber pardon, die Idee, jemand aus einer anderen Tradition würde sich da so einfach reinfuchsen ist doch maßlos naiv. Ich dachte vor allem an den "Wertekanon" von weitgehender Gewaltfreiheit und Respekt vor der sexuellen Selbstbestimmung anderer. Und der ist unter den "Bio-Deutschen" heute ein deutlich anderer als vor 70 Jahren. Diese Werte sind nicht irgendwann vom Himmel gefallen, sondern die Gesellschaft hat sie sich schrittweise angeeignet, ohne dass sie in der deutschen Tradition verankert gewesen wären - im Gegenteil. Aber zumindest hält sich die Mehrheit an die Gesetze. vor 29 Minuten schrieb Flo77: Die kommen nicht hierher um Ethno-Deutsche* zu werden. Logisch. Ich bin auch nicht nach Süddeutschland gezogen, "um" Schwabe zu werden, sondern weil ich damals eine gute berufliche Perspektive gesucht habe. Es besteht besteht meiner Ansicht nach aber auch kein Bedarf nach vollkommener Assimilation. Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben Montag um 14:51 Melden Geschrieben Montag um 14:51 vor 15 Minuten schrieb Flo77: Du bist also der Auffassung, wir sollen innerhalb des Landes möglichst kleinteilige Hochsicherheitstrakte schaffen, in denen wir uns in kleinsten Gruppen einigeln, weil wir lieber die Grenzen offen lassen und uns dafür die Freizügigkeit und die öffentliche Sicherheit im eigenen Land nehmen lassen sollen??? Auch, weil unsere Nachbarländer uns den Zuzug nicht vom Hals halten? Ja, ich bin definitiv der Auffassung, dass ich Sicherheitsleute in vielleicht 30 Freibädern Deutschlandweit dem Leben in einem großen Freiluftknast mit hermetisch geschlossenen Grenzen vorziehe. Zitieren
Flo77 Geschrieben Montag um 15:02 Melden Geschrieben Montag um 15:02 vor 8 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Ja, ich bin definitiv der Auffassung, dass ich Sicherheitsleute in vielleicht 30 Freibädern Deutschlandweit dem Leben in einem großen Freiluftknast mit hermetisch geschlossenen Grenzen vorziehe. Wie oft fährst Du über die Grenze und wie oft gehst Du ins Freibad? 30 Freibäder? Wie naiv bist Du? Außerdem geht es nicht nur um Freibäder, sondern um den gesamten öffentlichen Raum und jedes Dorffest. 1 Zitieren
Flo77 Geschrieben Montag um 15:06 Melden Geschrieben Montag um 15:06 vor 21 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Es besteht besteht meiner Ansicht nach aber auch kein Bedarf nach vollkommener Assimilation. Du hast auch keine unüberwindliche Sprachbarriere und dein kultureller Hintergrund ist ja auch nicht Welten von Schwaben entfernt. Außerdem wirst Du deine Kinder und Enkel nicht zu "Rheinländern" erziehen wollen... Und das ist im übrigen auch der Unterschied zwischen den innerdeutschen Flüchtlingen und den heutigen. Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben Montag um 15:23 Melden Geschrieben Montag um 15:23 (bearbeitet) vor 22 Minuten schrieb Flo77: Wie oft fährst Du über die Grenze und wie oft gehst Du ins Freibad? Jeweils etwa 10x pro Jahr und du? Ins Hallenbad ca. 30x im Jahr. vor 22 Minuten schrieb Flo77: 30 Freibäder? Wie naiv bist Du? Außerdem geht es nicht nur um Freibäder, sondern um den gesamten öffentlichen Raum und jedes Dorffest. Nein, darum geht es nicht. Insgesamt ist der öffentliche Raum in den letzten 20 Jahren nicht unsicherer geworden, was die Gewaltschwerpunkte nicht relativiert. Wenn man manchen Populisten zuhört, könnte man allerdings meinen, ich könne meine minderjährige Tochter nicht mehr guten Gewissens auf die Straße lassen, ohne dass sie von "Messermännern" vergewaltigt wird oder "kleine Paschas" ihr das Handy abziehen. Das ist nach meiner eigenen Erfahrung aber weder in Köln noch in Karlsruhe oder Mannheim der Fall. Was es aber nach wie vor gibt, sind Stadtviertel die (meist zu Recht) einen schlechten Ruf haben. In Chorweiler oder auf dem Stuttgarter Hallschlag sollte man auch vor 25 Jahren nicht nachts alleine rumlaufen. Gleichzeitig ist mein Geburtsviertel in der Kölner Südstadt nach jüngster Inaugenscheinnahme heute ein durchaus respektables Wohngebiet, während ich dort als Kind noch zwischen Spritze, Erbrochenem und Hundehaufen im Slalom zur Schule laufen durfte. bearbeitet Montag um 15:25 von OneAndOnlySon Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben Montag um 15:28 Melden Geschrieben Montag um 15:28 vor 19 Minuten schrieb Flo77: Du hast auch keine unüberwindliche Sprachbarriere und dein kultureller Hintergrund ist ja auch nicht Welten von Schwaben entfernt. Ich hab dir nie von meinem ersten Deutschlehrer nach meinem Umzug nach Schwaben erzählt oder? 😄 Unüberwindlich sind allerdings auch die Sprachbarrieren zwischen Afghanen und Deutschen nicht. Aber natürlich kleiner als zwischen Kölsch und Schwäbisch. Zitieren
Flo77 Geschrieben Montag um 15:33 Melden Geschrieben Montag um 15:33 vor 3 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Jeweils etwa 10x pro Jahr und du? Ins Hallenbad ca. 30x im Jahr. Was tust Du 10x im Jahr? Die Grenze passieren oder ins Freibad. Ich tue übrigens beides nicht mehr. Ich passe da nicht mehr ins "Stadtbild". Weshalb ich über kurz oder lang auch mein Auto wieder in Betrieb nehmen werde - Zugfahren ist mittlerweile auch unerträglich. Es sind übrigens immer die gleichen Sprachen, die man hört wenn sich Leute unbeliebt machen wollen. vor 3 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Nein, darum geht es nicht. Insgesamt ist der öffentliche Raum in den letzten 20 Jahren nicht unsicherer geworden, was die Gewaltschwerpunkte nicht relativiert. Wenn man manchen Populisten zuhört, könnte man allerdings meinen, ich könne meine minderjährige Tochter nicht mehr guten Gewissens auf die Straße lassen, ohne dass sie von "Messermännern" vergewaltigt wird oder "kleine Paschas" ihr das Handy abziehen. Das ist nach meiner eigenen Erfahrung aber weder in Köln noch in Karlsruhe oder Mannheim der Fall. Was es aber nach wie vor gibt, sind Stadtviertel die (meist zu Recht) einen schlechten Ruf haben. In Chorweiler oder auf dem Stuttgarter Hallschlag sollte man auch vor 25 Jahren nicht nachts alleine rumlaufen. Gleichzeitig ist mein Geburtsviertel in der Kölner Südstadt nach jüngster Inaugenscheinnahme heute ein durchaus respektables Wohngebiet, während ich dort als Kind noch zwischen Spritze, Erbrochenem und Hundehaufen im Slalom zur Schule laufen durfte. Schön für die Südstadt. Fahr mal in die Innenstadt. Oder rüber nach Lev. Oder nach Essen. Oder Gelsenkirchen. Und nein, ich fühle mich da tatsächlich nicht mehr sicher, weil dort schlicht nicht mehr die Regeln gelten, die ich als die Regeln meiner Kultur gelernt habe. Zitieren
Flo77 Geschrieben Montag um 15:34 Melden Geschrieben Montag um 15:34 vor 5 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Ich hab dir nie von meinem ersten Deutschlehrer nach meinem Umzug nach Schwaben erzählt oder? 😄 Unüberwindlich sind allerdings auch die Sprachbarrieren zwischen Afghanen und Deutschen nicht. Aber natürlich kleiner als zwischen Kölsch und Schwäbisch. Trotzdem träumst Du auf Deutsch und der Afghane auf Paschtu (oder sonst einer Sprache der Region). Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben Montag um 15:51 Melden Geschrieben Montag um 15:51 vor 2 Minuten schrieb Flo77: Was tust Du 10x im Jahr? Die Grenze passieren oder ins Freibad. Ich schrieb "jeweils" zehnmal pro Jahr. Also für Nichtmuttersprachler: 10 x Freibad + 10 x innereuropäisches Ausland vor 4 Minuten schrieb Flo77: Ich tue übrigens beides nicht mehr. Könnte das zusammenhängen? Also ähnlich wie die neuen Bundesländer Anfang der 90er die Ausländerfeindlichkeit hatten, obwohl dort gar keine Ausländer waren? Ich besuche sehr regelmäßig öffentliche Bäder (von der Sauna bis zum Badesee), fahre viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gehe auf Stadtteil- und Dorffeste und versuche möglichst oft nach Frankreich oder ein anderes Nachbarland zu kommen. Es gibt selten Situationen, in denen ich mich unsicher fühle. Die sind zu 80% im Straßenverkehr als Fußgänger, Rad- oder Autofahrer. Und selbst das hat sich gebessert. Rückblickend war es vor 30-35 Jahren einfach lebensmüde, in Köln mit dem Rad unterwegs zu sein. Dagegen ist es heute ein Paradies. Wenn du mir einen Großteil meiner "Restangst" nehmen willst, führe verpflichtende autonome Fahrzeuge, Tempo 30 in allen geschlossenen Ortschaften und 130 auf der Autobahn ein. Zitieren
Flo77 Geschrieben Montag um 16:07 Melden Geschrieben Montag um 16:07 (bearbeitet) vor 15 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Könnte das zusammenhängen? Also ähnlich wie die neuen Bundesländer Anfang der 90er die Ausländerfeindlichkeit hatten, obwohl dort gar keine Ausländer waren? Ach die Taktik willst Du fahren. Ich bin in Duisburg-Marxloh großgeworden. Ich lebe seit über 20 Jahre im Raum Köln-Düsseldorf. Erzähl mir nix, von ich wäre nicht "konfrontiert". Ich bin es täglich und ich bin es massiv leid. vor 15 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Ich besuche sehr regelmäßig öffentliche Bäder (von der Sauna bis zum Badesee), fahre viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gehe auf Stadtteil- und Dorffeste und versuche möglichst oft nach Frankreich oder ein anderes Nachbarland zu kommen. Es gibt selten Situationen, in denen ich mich unsicher fühle. Die sind zu 80% im Straßenverkehr als Fußgänger, Rad- oder Autofahrer. Und selbst das hat sich gebessert. Rückblickend war es vor 30-35 Jahren einfach lebensmüde, in Köln mit dem Rad unterwegs zu sein. Dagegen ist es heute ein Paradies. Wenn du mir einen Großteil meiner "Restangst" nehmen willst, führe verpflichtende autonome Fahrzeuge, Tempo 30 in allen geschlossenen Ortschaften und 130 auf der Autobahn ein. Ja klar. Noch mehr Regeln. Von einem Grünling schwerlich anders zu erwarten. Mag in Deinem Lilalaune-Ländle ja vielleicht noch passen. In dem Dorf in dem ich seit 4 Jahren wohne, geht es auch noch. Aber das ist nicht repräsentativ. Ich hab übrigens nicht nur "akute" Angst, daß mir pers. auf einer konkreten Fahrt etwas passieren könnte. Ich mache mir Gedanken um die Welt in die meine Enkel hineingeboren werden sollen. bearbeitet Montag um 16:07 von Flo77 Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben Montag um 16:37 Melden Geschrieben Montag um 16:37 vor 16 Minuten schrieb Flo77: Ja klar. Noch mehr Regeln. Von einem Grünling schwerlich anders zu erwarten. Wer will an die europäische Freizügigkeit einschränken und Migranten auf nichtkompatiblen Kulturen (Air-Quotationmarks dazudenken) am liebsten ganz aussperren? Sind das keine "Regeln"? Oder sind Regeln nur dann blöd, wenn sie die eigenen Leute betreffen? vor 19 Minuten schrieb Flo77: Ich hab übrigens nicht nur "akute" Angst, daß mir pers. auf einer konkreten Fahrt etwas passieren könnte. Ich mache mir Gedanken um die Welt in die meine Enkel hineingeboren werden sollen. Ich hab ja selber Kinder. Was die öffentliche (zivile) und die private Sicherheit betrifft, leben meine Kinder in einer deutlichen besseren Welt als ihre Eltern und Großeltern - von den Generationen davor ganz zu schweigen. Was die militärische Sicherheit betrifft, haben wir und unsere Eltern es den jüngeren offensichtlich versaut. Ebenso bei der wirtschaftlichen Perspektive. Zitieren
Kara Geschrieben Montag um 16:41 Melden Geschrieben Montag um 16:41 vor 33 Minuten schrieb Flo77: Mag in Deinem Lilalaune-Ländle ja vielleicht noch passen. Nö. Ich wohne da ja auch. Zitieren
Flo77 Geschrieben Montag um 16:41 Melden Geschrieben Montag um 16:41 Gerade eben schrieb Kara: Nö. Ich wohne da ja auch. Du wohnst viel weiter östlich. Zitieren
Kara Geschrieben Montag um 17:48 Melden Geschrieben Montag um 17:48 vor einer Stunde schrieb Flo77: Du wohnst viel weiter östlich. Aber immer noch im Ländle 😉. Und bei uns passt es nicht mehr. Zitieren
rorro Geschrieben Montag um 17:49 Melden Geschrieben Montag um 17:49 (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb Flo77: Zugfahren ist mittlerweile auch unerträglich. Es sind übrigens immer die gleichen Sprachen, die man hört wenn sich Leute unbeliebt machen wollen. Ich fahre ja echt selten Bahn (also wie die Bahn auch), und es ist schon ein paar mal erheiternd gewesen, wenn Schwarze dem türkischen Kontrolleur Rassismus vorwerfen, weil er den Fahrschein sehen will (und der Angesprochene keinen hat). bearbeitet Montag um 17:50 von rorro Zitieren
Kara Geschrieben Montag um 17:51 Melden Geschrieben Montag um 17:51 vor 1 Minute schrieb rorro: Ich fahre ja echt selten Bahn Wir versuchen es mittlerweile komplett zu vermeiden. Zitieren
rorro Geschrieben Montag um 17:53 Melden Geschrieben Montag um 17:53 vor einer Stunde schrieb OneAndOnlySon: Oder sind Regeln nur dann blöd, wenn sie die eigenen Leute betreffen? Der Staat wurde als Idee erfunden, um die Bewohner desselben vor externen Gefahren zu schützen. Auch unsere Verfassung behandelt natürlich Deutsche privilegiert ggü. allen anderen. Das ist der Normalfall. Dafür ist dieses Gebilde namens Staat da. 1 Zitieren
Flo77 Geschrieben Montag um 18:09 Melden Geschrieben Montag um 18:09 vor 12 Minuten schrieb rorro: Ich fahre ja echt selten Bahn (also wie die Bahn auch), und es ist schon ein paar mal erheiternd gewesen, wenn Schwarze dem türkischen Kontrolleur Rassismus vorwerfen, weil er den Fahrschein sehen will (und der Angesprochene keinen hat). Ich bin an dem Wochenende an dem die linken Terroristen die Bahnstrecke zwischen Köln und Düsseldorf in Brand gesteckt hatten, Abends nach Hause gefahren. Wie beschreib ich jetzt nur die Atmosphäre in einem Regionalzug Samstag Abend um 22h? Ihr kennt doch sicherlich Dokumentationen über Zugfahrten in Russland, Indien oder über arabische Großstädte. Es war laut, überfüllt, laut, geruchsintensiv, laut, nervtötend, laut, ... KGE wäre entzückt gewesen... Zitieren
Flo77 Geschrieben Montag um 18:17 Melden Geschrieben Montag um 18:17 vor 1 Stunde schrieb OneAndOnlySon: Wer will an die europäische Freizügigkeit einschränken und Migranten auf nichtkompatiblen Kulturen (Air-Quotationmarks dazudenken) am liebsten ganz aussperren? Sind das keine "Regeln"? Oder sind Regeln nur dann blöd, wenn sie die eigenen Leute betreffen? Was ich "will" steht hier ja nicht zur Debatte. Diese Kulturen sind nicht kompatibel. E basta. Döner ist lecker, sicher. Aber deswegen will ich nicht in Ankara leben. Und ja, nach meinem Verständnis braucht es starke Grenzen nach außen, damit wir innen unter uns weniger Regeln brauchen. Freiheit im Inneren besteht nur, wenn die Sicherheit nach außen gewährleistet ist. Zitieren
rorro Geschrieben Montag um 18:30 Melden Geschrieben Montag um 18:30 Gerade eben schrieb Flo77: Was ich "will" steht hier ja nicht zur Debatte. Diese Kulturen sind nicht kompatibel. E basta. Döner ist lecker, sicher. Aber deswegen will ich nicht in Ankara leben. Und ja, nach meinem Verständnis braucht es starke Grenzen nach außen, damit wir innen unter uns weniger Regeln brauchen. Freiheit im Inneren besteht nur, wenn die Sicherheit nach außen gewährleistet ist. Großbritannien wird spätestens nach der nächsten Wahl aus der Europäischen Menschenrechtskonvention austreten und daher den EGMR nicht mehr anerkennen. Einige europäische Länder wie Italien verlangen offen (unterstützt von Deutschland weniger offen) eine Revision der Konvention, weil sie nicht für Massenmigration gedacht war. Die Freizügigkeit droht zu enden, wenn das Thema Migration nicht angegangen wird, die verlängerten Grenzkontrollen waren nur ein Vorgeschmack. Dänemark macht es vor wie es geht, wenn man einen Sozialstaat für die eigenen Bürger erhalten will. Hierzulande muss die AfD wie gesagt nur zuschauen. Besseren Wahlkampf als durch die „etablierten Parteien“ gibt es derzeit nicht - und das auch noch frei Haus. Und dann fragen sich alle, wie es so weit kommen konnte. Verbotsbefürworter belegen schon die dritte Stufe von: first they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win. Ich wünschte die Politik würde nicht das Symptom AfD bekämpfen, sondern die Ursachen. 1 Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben Montag um 18:56 Melden Geschrieben Montag um 18:56 vor 3 Minuten schrieb Flo77: Döner ist lecker, sicher. Aber deswegen will ich nicht in Ankara leben. Ich will auch nicht in Ankara leben. Grund dafür ist aber weder, dass Döner lecker ist, noch die türkische Kultur. vor 5 Minuten schrieb Flo77: Und ja, nach meinem Verständnis braucht es starke Grenzen nach außen, damit wir innen unter uns weniger Regeln brauchen. Freiheit im Inneren besteht nur, wenn die Sicherheit nach außen gewährleistet ist. Das klingt zwar markig, ist aber ziemlicher Quatsch. Starke Grenzen schützen weder vor Steuerhinterziehung, noch vor häuslicher Gewalt, Verkehrsunfällen, Umweltverschmutzung, Messerstechereien, Vergewaltigungen, Baupfusch, Altersarmut, Arbeitslosigkeit, Diebstahl oder Organhandel (Liste beliebig verlängerbar). Manche Probleme werden durch Migration größer, andere durch Überalterung, Klimawandel, Fachkräftemangel oder den KI-Boom. Die Freizügigkeit von Waren und Fachkräften ist hingegen die Grundlage des deutschen Wohlstands. Wir können wieder auf das BIP von 1985 (vor dem Schengener Abkommen) zurück, wenn das jemand für erstrebenswert hält. Zitieren
rorro Geschrieben Montag um 19:14 Melden Geschrieben Montag um 19:14 (bearbeitet) vor 17 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Ich will auch nicht in Ankara leben. Grund dafür ist aber weder, dass Döner lecker ist, noch die türkische Kultur. Das klingt zwar markig, ist aber ziemlicher Quatsch. Starke Grenzen schützen weder vor Steuerhinterziehung, noch vor häuslicher Gewalt, Verkehrsunfällen, Umweltverschmutzung, Messerstechereien, Vergewaltigungen, Baupfusch, Altersarmut, Arbeitslosigkeit, Diebstahl oder Organhandel (Liste beliebig verlängerbar). Manche Probleme werden durch Migration größer, andere durch Überalterung, Klimawandel, Fachkräftemangel oder den KI-Boom. Die Freizügigkeit von Waren und Fachkräften ist hingegen die Grundlage des deutschen Wohlstands. Wir können wieder auf das BIP von 1985 (vor dem Schengener Abkommen) zurück, wenn das jemand für erstrebenswert hält. Es wäre dumm den Wohlstand zu riskieren. Doch die „etablierten Parteien“ tun genau das - entweder weil ihre Entscheider keine Ahnung von der Bedeutung von echter Wertschöpfung haben oder weil die anderen sich selbst dazu verdammen, mit ersteren zu regieren. Und ja, wir haben schon genug Probleme mit Inländern. Dann importiert man aber keine neuen Probleme hinzu. Das wäre doch extrem dumm…..(oder passiert das seit >10 Jahren recht unkontrolliert?…) bearbeitet Montag um 19:14 von rorro Zitieren
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