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Eine christliche Perspektive auf den Umgang mit der AfD


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Geschrieben

5 Sekunden google und man erfährt dass der bisherige Aeltestenrat aus 16 Mitgliedern bestand. 7 CDU, 3 AfD, 3 Linke, 1 SPD, 1 FDP, 1 Grüne. Die CDU hatte 23 Sitze (41%) im Parlament und war im Ausschuss mit (43.7%) leicht übervertreten.

 

Jetzt hat die AfD 39 Sitze (47%) und wäre mit 50% auch wieder leicht übervertreten, wie vormals die CDU. Den Rest hab ich nicht nachgerechnet, spielt keine Rolle. Selbst wenn der AfD-Vorschlag sich durchsetzen würde, gäbe es immer noch ein Patt (6:6).

 

Erklär mit bitte was an dem Vorschlag demokratie-feindlich sein soll.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Shubashi:

Woran man sehen kann, dass die AfD nichts weiter als eine machtgierige Räuberbande ist: kaum stärkste Partei, will sie durch Verfahrenstricks von den Mehrheitsregeln des Parlamentarismus befreien:


Man hätte dann blitzschnell eine Situation wie jetzt in den USA: die Gerichte als letzte Bastion einer rechtsstaatlichen Ordnung, während das Parlament lahmgelegt wird, und irgendeine Hinterzimmerclique auf dem Verordnungswegs ihren Willen durchsetzen.

https://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-sachsen-anhalt/nach-der-wahl-in-sachsen-anhalt-so-will-die-afd-den-landtag-umkrempeln-201239425.html

Da ist (leider) die AfD nicht die erste Fraktion, die so etwas versucht.

Zudem sind Ausschüsse keine Gerichte, sondern Arbeitsgruppen des Parlaments.

Geschrieben (bearbeitet)
Am 17.9.2026 um 20:19 schrieb phyllis:

Relotius schon vergessen? Der gefährlichste Mann Deutschlands? Die Schmierereien um diesen bayerischen Politiker, der als 15-jähriger mal einen Freiflug durch den Auschwitz-Kamin ausrief? Die Hetze während Corona? Oder was Correctiv so alles zusammengelogen hat? Dumm nur, so strunzdumm sind die Leute nicht wie sie Politiker und ihre Hofberichterstatter halten. Es hilft eher den Angegriffenen und Denunzierten wie die Wahlergebnisse ja belegen.

 

Dass immer gegen die gleiche rechte Ecke gebellt wird hat schon System. Daher Systempresse.

Es ist vollkomnen sinnlos, sich mit Anhängern von so albernen Verschwörungstheorien wie "Systempresse" hier bei uns einzulassen, es ist schlicht verschwendete Zeit.

 

In diesem Sinne lasse ich dir gerne den "Relotius" als Beispiel dafür, dass die Printmedien in Deutschland im Sinne der "Systempresse" politisch gleichgeschaltet sind.

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben

Herr Hasselhoff heute in der Welt am Sonntag:

 

„Wenn die Migration so weiterläuft, dass jeden Tag mehr Menschen hier sind, merken die Leute das doch. Wir suggerieren geschickt, dass sich die Zahl der anwesenden Flüchtlinge reduziere. Nein. Die Neuzugänge reduzieren sich, aber das wird längst nicht durch die Abschiebequote überkompensiert. Die Sorge um die Preisentwicklung, besonders bei Energie. Die Corona-Frage wird ebenfalls schwelend im Raum bleiben. Und es bleibt der Frust vieler kleiner Handwerker. Meine Friseurin ist heute noch empört, weil wir exekutieren mussten, dass Corona-Hilfen zurückgefordert wurden, die längst ausgegeben waren. Es gibt nicht die homogene AfD‑Wählerschaft. Natürlich sind da Rechtsextreme dabei. Aber es gibt eben auch frustrierte Selbständige, Arbeiter und Angestellte, die alle fürchten, dass es bergab geht und sie Lebensqualität verlieren.“

 

Wie gesagt, entweder will oder kann die Regierung die Zustände nicht ändern. Erkannt werden sie ja…

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb Shubashi:

Woran man sehen kann, dass die AfD nichts weiter als eine machtgierige Räuberbande ist: kaum stärkste Partei, will sie durch Verfahrenstricks von den Mehrheitsregeln des Parlamentarismus befreien:

 

Du meinst so wie die agenten Parteien zuvor durch Tricks u.a. von Geschäftsordnungen und dem Aufkündigen jahrzehntelanger Gepflogenheiten die AfD von Parlamentsposten ferngehalten hat?

 

Das war doch auch strunzdumm. Wenn die AfD eine destruktive Partei ist, wie immer behauptet, dann hätte sie sich so deutlich demaskieren können (und hat das ja auch in Ansätzen). 

Aber offenbar ist unsere politische „Elite“ nicht nur volksfern, sondern auch dumm.

Geschrieben
vor 48 Minuten schrieb rorro:

Aber offenbar ist unsere politische „Elite“ nicht nur volksfern, sondern auch dumm.

Ein millionenschwerer Kanzler, der sich ohne mit der Wimper zu zucken als "Mittelschicht" bezeichnet, hat ohnehin meiner bescheidenen Meinung nach den Knall nicht gehört.

Geschrieben
vor 55 Minuten schrieb rorro:

entweder will oder kann die Regierung die Zustände nicht ändern.

Ich vermute beides. Sie will nicht, weil es ihre Position gefährden würde und sie kann nicht, weil ihre Hintermänner es auch gar nicht zulassen würden.

 

Und ich brauche gar nicht den Aluhut und einen Geheimclub wie weiland "die Weisen von Zion" zu bemühen.

 

Da draußen passieren zum einenDinge auf Ebenen, die der Öffentlichkeit nie bekannt werden (dürften), Absprachen, Erpressungen, Vereinbarungen, Deals...

 

Zum anderen sind die Abhängigkeiten mittlerweile derart komplex, daß kaum noch jemand wirklich nachvollziehen kann, wer gerade welche Schraube dreht.

 

Hat z.B. Irgendjemand einen Überblick, wessen Geld da gerade durch die Ukraine fließt? Ich meine nicht die Kohle, die die Unterstützerländer zahlen, sondern die Mittelverwendung. Oder anders gefragt: Cui bono?

 

Ich denke, man kann sich von der Idee, Putin, Trump und wie sie alle heißen und im Rampenlicht stehen, würden nur ihren eigenen Wahn ausleben, getrost verabschieden. Die Profiteure sitzen woanders. 

Geschrieben (bearbeitet)
15 hours ago, Cosifantutti said:

Verschwörungstheorien

🤣🤣 Julia Ruhs schenkst du mir auch? 🤣

 

Im weiteren:

https://www.telepolis.de/article/Der-Streit-um-die-Medienblase-Wie-links-sind-Deutschlands-Journalisten-11316370.html

Quote

In der Studie "Journalismus & Demokratie", für die im Jahr 2024 525 Journalisten befragt wurden, kamen die Grünen auf einen Zustimmungswert von 41 Prozent, die SPD auf 16, CDU/CSU auf acht Prozent und die Linke auf sechs.

Beim Nachwuchs ists noch krasser

Quote

57,1 Prozent der Volontäre votieren für die Grünen, 23,4 Prozent für die Linkspartei, 11,7 Prozent für die SPD, 2,6 Prozent für die Union und 1,3 Prozent für die FDP.

Zum Vergleich: Nach einer Befragung von Infratest dimap vom Mai 2020 unter 18- bis 39-Jährigen lag die Zustimmung zur Union bei etwa 33 Prozent, die Grünen kamen auf 27 Prozent, die SPD auf 13, die Linke auf 9, die AfD auf 8 und die FDP auf 6 Prozent.

Würden diese Journalisten seriös arbeiten, käme ihre politische Einstellung nicht in die Inhalte ihrer Arbeitgeber-Medien. Aber eben...

bearbeitet von phyllis
Geschrieben

Könnte es sein, dass das etwas mit Vernunft und dem Sinn für Gerechtigkeit zu tun hat? Das wäre doch eigentlich für die 4. Kraft im Staat wünschenswert, wenn das Pendel in diese Richtung ausschlägt, und nicht in Richtung fauler Kompromisse.

 

3 % Wirtschaftswachstum garantieren keinen Wohlstand für alle. Das ist glatter Selbstmord mit Ansage, weil das exponentielles Wachstum bedeutet, was mathematisch auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen nicht funktionieren kann. Weniger Ober schlägt Unter, weniger Hierarchien mit unkontrollierbarer Macht und eine angemessenere Verteilung des Lohnes für Arbeit, ist für alle besser, als wenn wenige das Kapital für sich arbeiten lassen, und viele deshalb leer ausgehen. Nullsummenspiele zu spielen, mit Siegern und Verlierern ist ein ethisches Armutszeugnis. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen ...  

Geschrieben (bearbeitet)
Am 18.9.2026 um 08:23 schrieb atheist666:

Und ich dachte immer, daß ich der Einzige Atheist wäre im Forum, der es bedauert, daß es keine Hölle gibt.

 

Ich bedauere das gar nicht, und phyllis offenbar auch nicht, da sie ja eigentlich ein Purgatorium beschrieben hat. [/nochmal aus dem oberlehrermodus raus]

bearbeitet von Domingo
Geschrieben
35 minutes ago, phyllis said:

Würden diese Journalisten seriös arbeiten, käme ihre politische Einstellung nicht in die Inhalte ihrer Arbeitgeber-Medien. Aber eben...


Gibt es denn einen Beleg dafür, dass diese Journalisten nicht gemäß der Regeln ihres Handwerks arbeiten? Also Fakten manipulieren, oder bewusst unterdrücken.

Du hast Relotius erwähnt. Ist der irgendwie für seine Arbeit mit einem Preis ausgezeichnet worden und jetzt irgendwo Chefredakteur?

Relotius war einfach ein Schwindler, der aufgeflogen ist. Gibt es in absolut jeder Branche.

In Deutschland gibt es nicht die gleiche strenge Trennung zwischen Faktenberichterstattung und Meinung, Feature oder Reportage beeinhalten oft grundsätzlich die Meinung des Verfassers zu den recherchierten Fakten. Nur wird ein guter professioneller Journalist immer darauf achten, seine Fakten genau zu ermitteln, und auch verläßliche Quellen dazu kennen.

Ich halte es für ausgeschlossen, sich ein umfassendes Bild zur sozialen und politischen Situation der Zeit zu bilden, ohne professionelle Medien zu nutzen. Und dazu gehört nunmal die richtige Nutzung verschiedener Medien mit Abwägung verschiedener Quellen und Standpunkten.


Was heute neu ist, sind die sozialen Medien, wo man alles behaupten kann, ohne irgendeine Faktenprüfung und mit jeglicher Emotionalisierung, Körpersprache und Manipulation arbeiten kann. Wenn Du mal in einem Rhetorikseminar warst, weißt Du, dass die Wirksamkeit eines Vortrags gerade mal zu 10% von Faktizität des Gesagtem abhängt, und 90% von der Präsentation.

Deshalb steht die politische Mitte heute so schwach da, denn sie ist in der sozialmedialen Vermittlung ihrer Botschaft sehr schwach.

Der Kommunikationsexperte Philipp Jessen fasst das so:

Quote

Herr Jessen, Ihr neues Buch heißt „Shitfluencer“. Wer ist damit gemeint? 
Shitfluencer sind für mich im Moment all jene, die politische Inhalte über soziale Netzwerke verbreiten. Das gilt einerseits für die radikalen Parteien, also für die Kräfte ganz rechts und ganz links, die dort ihren inhaltlichen und radikalen Bullshit verbreiten. Es gilt aber auch für die Parteien der Mitte, die vor allem ihren handwerklichen Bullshit verbreiten. …

In Ihrem Buch bezeichnen Sie soziale Medien als „Demokratievernichtungsmaschine“. Man bekommt es mit der Angst zu tun. 
Das kann ich verstehen. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, dass die Leute von diesen Begriffen so irritiert sind. Alles, was disruptiv und demokratiegefährdend ist, wird von sozialen Medien angetrieben. Donald Trump ist dafür das beste Beispiel. Ich werde fast müde, das zu wiederholen, aber er hat sich ins Amt getwittert…..Die Parteien der Mitte verstehen das Grundprinzip der sozialen Medien noch immer nicht: Welche Geschichten erzähle ich? Höre ich den Leuten wirklich zu? Verstehe ich den Algorithmus und was die Menschen begeistert? Engagiere ich mich mit ihnen? Das Schlimme ist, dass die Parteien inzwischen glauben, sie hätten es verstanden.


Ein sehr interessantes langes Interview, dass leider hinter der Bezahlschranke steht.

Geschrieben

Ich finde ja die Fake-Story um das "Geheimtreffen in Potsdam" ist ein gutes Beispiel. Das mit Steuermitteln gemästete "Correctiv" erfindet eine Geschichte und garniert sie mit allerlei Lügen und Halbwahrheiten. Das Ziel ist völlig offensichtlich eine Kampagne gegen die unliebsame AfD, um deren rasanten Aufschwung in den Umfragen irgendwie zu stoppen. Große Teile der Mainstream-Presse springen auf den Zug auf und übernehmen die Fake-Story, dramatisieren sie zum Teil noch weiter (z.B. Vergleich des "Geheimtreffen" mit der Wannseekonferenz, "Deportationen" etc.). Schliesslich kommt es in Folge dieser Propaganda zu riesigen Massenprotesten des medial aufgehetzten und fehlinformierten Pöbels.

 

Ja, es gab auch Medien und Journalisten, die da nicht mitgemacht und auch Kritik an der Fake-Story veröffentlicht haben. Diese Journalisten und Medien sind aber eben nicht die, die am Sonntag bei der ARD im Presseclub sitzen oder in den Talkshows beim ZDF dabei sein dürfen. Diese Journalisten gelten dann selbst als Aussätzige und müssen ihren beruflichen und sozialen Preis dafür zahlen, nicht konformistisch zu sein.

 

Das ist aber ja auch nicht nur in der Medienbranche so, sondern eigentlich überall in der Gesellschaft. Wer nicht zum Mainstream gehört und nicht diesem auch nicht nachläuft, ihn vielleicht sogar kritisiert, der wird zum Paria. Ist in der Kirche ja auch nicht anders.

Geschrieben

Ich habe nicht nur nie verstanden, daß NGO staatliche Gelder bekommen, ich habe auch nie verstanden, daß sie diese reinen Gewissens annehmen können...

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb rorro:

Ich habe nicht nur nie verstanden, daß NGO staatliche Gelder bekommen, ich habe auch nie verstanden, daß sie diese reinen Gewissens annehmen können...

Ich hab die Tage "Besuch der alten Dame" mit Flickenschildts Elisabeth gesehen.

 

Es nicht sooo schwer seine Moral über Bord zu werfen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 23 Minuten schrieb rorro:

Ich habe nicht nur nie verstanden, daß NGO staatliche Gelder bekommen, ich habe auch nie verstanden, daß sie diese reinen Gewissens annehmen können...

Der Begriff NGO ist in Deutschland nicht eindeutig definiert.

Im allgemeinen Sprachgebrauch sind NGOs alle Organisationen, die nicht direkt dem Staat unterstehen, aber Geld vom Staat bekommen. Dazu gehören etwa das Rote Kreuz, Caritas, Diakonie, Freiwillige Feuerwehren (Ja, sie bekommen kein Gehalt, aber sie zahlen ihre Fahrzeuge und Ausrüstung weder selbst, noch wachsen diese auf Bäumen.) "Staat" kann hier Bund, Länder und Kommunen bedeuten, was die Frage zusätzlich verkompliziert.
Ich bin sehr dafür, zu kontrollieren, was staatlich unterstützte Organisationen tun und ob sie wirklich staatliche Hilfe verdienen (wie es die CDU auch versprochen hat).  Dies ist allerdings nicht einfach, da es über 100 000 gemeinnützige Organisationen gibt und die staatliche Unterstützung von verbilligtem Zurverfügungstellen von Räumen bis zur überwiegenden Zahlung von Gehältern gehen kann.
Alle NGOs abschaffen zu wollen ist Unsinn auf ähnlichem Niveau wie eine Forderung, wegen der unbestrittenen Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche die Katholische Kirche insgesamt zu verbieten und alle Priester und Pastoralreferenten ins Gefängnis zu werfen.

bearbeitet von MartinO
Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb MartinO:

Im allgemeinen Sprachgebrauch sind NGOs alle Organisationen, die nicht direkt dem Staat unterstehen, aber Geld vom Staat bekommen.

 

Ähh, nein. Daß sie staatliche Gelder erhalten, ist mitnichten im allgemeinen Sprachgebrauch.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb rorro:

 

Ähh, nein. Daß sie staatliche Gelder erhalten, ist mitnichten im allgemeinen Sprachgebrauch.

Wenn es Diskussionen über NGOs im Allgemeinen (nicht über bestimmte Organisationen) gibt, dann geht es sehr oft (soweit ich mich erinnern kann, immer) genau darum: Sollen diese Gruppen Steuervergünstigung, Förderung, Anerkennung der Gemeinnützigkeit (was mit Steuervergünstigungen verbunden ist) oder sogar direkte regelmäßige Zahlungen bekommen?
Sofern ein Verein oder eine Gruppe keinerlei staatliche Unterstützung bekommt, ist die Diskussion relativ schnell beendet: Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht. Ein Verein, der dezidiert eine politische Position vertritt, kann also nicht deshalb verboten werden, solange er nicht gegen Gesetze verstößt.

Geschrieben

„Correctiv“ kennt man doch inzwischen, deren Sachen würde ich erstmal nur halb oder gar nicht glauben, weil sie sich durch etliche halbgare Recherchen einen gewissen Ruf erworben haben. Genauso wie ich Sachen von Nius oder Bild nicht ohne Gegencheck akzeptieren würde. Das ist doch gerade der Sinn einer freien und vielfältigen Presse: FAZ oder NZZ, Tagesschau sind schon gewissermaßen Goldstandard, aber auch SZ, HAZ oder NOZ, wobei SZ in meinen Augen der pädagogische Impetus zeitweise sehr überschwänglich war (vor zehn, fünfzehn Jahren noch haben sie jeden Bericht zu islamistischer Gewalt erstmal mit einem unterschwelligen Fragezeichen versehen, ohne gute Gründe dafür zu haben.) Oder die Tom Kummer-Interviews

Stern oder Spiegel muss man schon etwas kritischer lesen, weil Relotius nicht deren ersten Ente in der Auslandsberichterstattung war. Terzanis Asienberichterstattung war öfters fragwürdig, nur war es deutlich schwieriger, das zu erkennen. In den 80ern war hingegen der Japan-Korrepondent der SZ Goldstandart der Seriosität.

Deswegen geht mir das pauschale Herziehen über „Mainstream“-Medien auf den Keks - wer nicht über zig Jahre etliche Kubikmeter Zeitungen konsumiert hat, sollte sich da zurückhalten, oder inhaltlich und quellenkritisch genau begründen können.

Geschrieben (bearbeitet)

Eigentlich ist es doch ganz einfach,

“Der Staat“ in seiner Form als politische (!) Institution wird von Politikern (!) in Abhängigkeit von Wahlausgängen geleitet. Damit ist jede, ausnahmslos jede NGO, die sich irgendwie politisch betätigt, Partei.

Daher sollten NGOs, die sich politisch betätigen, grundsätzlich und absolut von staatlichen Zuwendungen ausgeschlossen sein.

Das gehört mMn an zentraler Stelle ins Grundgesetz.

Mögen die Parteien ihre Vorfeldorganisationen und Lobbygruppen finanzieren, das ist in Ordnung. Dies den Steuerzahler tun zu lassen, ist schlicht skandalös, weil nicht gewährleistet werden kann, dass die Regierenden nicht ihre Claqueure bevorzugen.

Und gerade, wenn man ständig davor Panik verbreitet, dass eine Partei wie die AfD Macht bekommen könnte, ist es doch absurd, Strukturen zu haben oder zu schaffen, die sich z. b. ein Orban erst schaffen musste

 

Werner

bearbeitet von Werner001
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Werner001:

Eigentlich ist es doch ganz einfach,

“Der Staat“ in seiner Form als politische (!) Institution wird von Politikern (!) in Abhängigkeit von Wahlausgängen geleitet. Damit ist jede, ausnahmslos jede NGO, die sich irgendwie politisch betätigt, Partei.

Daher sollten NGOs, die sich politisch betätigen, grundsätzlich und absolut von staatlichen Zuwendungen ausgeschlossen sein.

Das gehört mMn an zentraler Stelle ins Grundgesetz.

 

Grundsätzlich ja, aber wo beginnt "sich politisch betätigen"? Ist es eine politische Betätigung, wenn die Caritas als Verband sich für die Erhaltung bestimmter Einrichtungen stark macht? Oder wenn das Rote Kreuz bestimmte internationale Projekte unterstützt und dazu mit in Deutschland umstrittenen Politikern zusammenarbeitet?
Oder erst, wenn Demonstrationen der Hauptzweck einer Organisation sind? 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Shubashi:

FAZ oder NZZ, Tagesschau

Die Tagesschau in einem Atemzug mit der NZZ zu nennen, ist aber auch schon gewagt.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Werner001:

Dies den Steuerzahler tun zu lassen, ist schlicht skandalös, weil nicht gewährleistet werden kann, dass die Regierenden ihre Claqueure bevorzugen.

Ich vermute da fehlt ein "nicht"?

 

Wenn eines im Moment gewährleistet ist, dann dach wohl, daß die Regierenden ihre Claqueure bevorzugen 

Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb MartinO:

Grundsätzlich ja, aber wo beginnt "sich politisch betätigen"? Ist es eine politische Betätigung, wenn die Caritas als Verband sich für die Erhaltung bestimmter Einrichtungen stark macht? Oder wenn das Rote Kreuz bestimmte internationale Projekte unterstützt und dazu mit in Deutschland umstrittenen Politikern zusammenarbeitet?
Oder erst, wenn Demonstrationen der Hauptzweck einer Organisation sind? 

Wenn der Vereinigungszweck nicht mehr unabhängig bei allen politischen Parteien eingefordert wird, sondern Wahlempfehlungen ausgesprochen werden und es eine mehr oder weniger "exklusive" Bindung der Vereinigung an eine bestimmte Partei kommt.

 

Natürlich hat die Caritas ein massives Interesse daran, daß ihre Kundschaft zahlungsfähig bleibt, sprich ihre angebotenen Leistungen von den Leistungsträgern der Sozialversicherungen weiterhin zu ihren Preisvorstellungen übernommen werden.

 

Politisch bedenkliche Agitation wäre es, wenn die Caritas für die SPD plakatieren würde, oder in quasi-erpresserischer Weise z.B. über Anzeigen die generelle Versorgungssicherheit ihrer Klienten in Frage stellen würde, wenn Partei x gewählt werden würde.

Geschrieben
5 hours ago, Shubashi said:

„Correctiv“ kennt man doch inzwischen, deren Sachen würde ich erstmal nur halb oder gar nicht glauben, weil sie sich durch etliche halbgare Recherchen einen gewissen Ruf erworben haben. Genauso wie ich Sachen von Nius oder Bild nicht ohne Gegencheck akzeptieren würde. Das ist doch gerade der Sinn einer freien und vielfältigen Presse: FAZ oder NZZ, Tagesschau sind schon gewissermaßen Goldstandard, aber auch SZ, HAZ oder NOZ, wobei SZ in meinen Augen der pädagogische Impetus zeitweise sehr überschwänglich war (vor zehn, fünfzehn Jahren noch haben sie jeden Bericht zu islamistischer Gewalt erstmal mit einem unterschwelligen Fragezeichen versehen, ohne gute Gründe dafür zu haben.) Oder die Tom Kummer-Interviews

Stern oder Spiegel muss man schon etwas kritischer lesen, weil Relotius nicht deren ersten Ente in der Auslandsberichterstattung war. Terzanis Asienberichterstattung war öfters fragwürdig, nur war es deutlich schwieriger, das zu erkennen. In den 80ern war hingegen der Japan-Korrepondent der SZ Goldstandart der Seriosität.

Deswegen geht mir das pauschale Herziehen über „Mainstream“-Medien auf den Keks - wer nicht über zig Jahre etliche Kubikmeter Zeitungen konsumiert hat, sollte sich da zurückhalten, oder inhaltlich und quellenkritisch genau begründen können.

Du redest von den 80- 90- oder nuller-Jahren. Mag für diese Zeit ja zutreffen. Aber das hat sich massiv geändert. Nimm Julia Ruhs als Beispiel. Oder wer in die Talkshows eingeladen wird. Oder diese grauenhaften öRR-Weiber Miosga oder Hajali oder wie die heisst. Ich seh manchmal in die ARD Videothek rein, einmal im Monat genügt völlig für ein Urteil.

 

2 hours ago, MartinO said:

Grundsätzlich ja, aber wo beginnt "sich politisch betätigen"? Ist es eine politische Betätigung, wenn die Caritas als Verband sich für die Erhaltung bestimmter Einrichtungen stark macht? Oder wenn das Rote Kreuz bestimmte internationale Projekte unterstützt und dazu mit in Deutschland umstrittenen Politikern zusammenarbeitet?
Oder erst, wenn Demonstrationen der Hauptzweck einer Organisation sind? 

so schwer ist die Unterscheidung nicht. Caritas und RKK leisten in erster Linie Hilfe. Sie mögen manchmal Druck auf Politiker machen wenn die Politik ihr Handeln erschwert. Eine NGO aber die nur Politik macht ist wie eine politische Partei zu behandeln da hat @Werner001 völlig recht. Auch wenn diese Politik als "Recherchen", "Analysen", "Demokratieförderung", "Minderheitenschutz" oä getarnt wird.

Geschrieben
19 minutes ago, phyllis said:

Du redest von den 80- 90- oder nuller-Jahren. Mag für diese Zeit ja zutreffen. Aber das hat sich massiv geändert. Nimm Julia Ruhs als Beispiel. Oder wer in die Talkshows eingeladen wird. Oder diese grauenhaften öRR-Weiber Miosga oder Hajali oder wie die heisst. Ich seh manchmal in die ARD Videothek rein, einmal im Monat genügt völlig für ein Urteil.


Da schreibst Du jetzt aber über den öffentlichen Rundfunk, und dann auch noch speziell Talkshows. Das würde ich eher als Unerhaltungsprogramm ansehen, und das wäre sofort verzichtbar, was öffentliche Informationsprogramm angeht.

Ich nehme das immer nur als TV-Kritik aus der Zeitung wahr, und würde das kaum als ernsthafte politische Debatte bezeichnen.

Politiker wollen sich da vermutlich v.a. verkaufen, aber es ist eben nur ein „Show“-Programm.

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