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Ist der Glaube an Gott irrational?


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Geschrieben
12 minutes ago, Volker said:

Ist Gott mächtig genug, um eine bessere Welt als diese zu erschaffen, also eine Welt mit weniger Leid?

 

Man könnte diese Frage mit einem Ja oder Nein beantworten. Das macht aber nur etwa ein Christ unter drei bis vier Dutzend. Die meisten protestieren dagegen, dass jemand überhaupt auf die bösartige Idee kommt, eine solche Frage zu stellen. Hier im Forum waren es sogar alle, ich habe die Frage bereits hier gestellt. Interessant, unter denen, die eine klare Antwort gegeben haben, waren Zeugen Jehovas, mit denen ich gerne diskutiere. Die sind bei mir immer willkommen.

 

Warum ist diese Frage bösartig? Weil die beiden häufigsten Ausreden, nämlich, dass Gott nicht allmächtig ist, und die Ausrede des freien Willens, hier nicht mehr funktionieren als ein Einwand gegen das Theodizeeproblem. Auch die Ausrede, man würde Gott in seinen Entscheidungen/Wegen damit hinterfragen, kann hier nicht mehr klappen. Weil man diese Frage nämlich längst beantwortet hat, und damit niemandem mehr vorlügen kann, man würde Gottes Wege nicht beurteilen.

Der Witz an der Sache ist doch, dass die bessere Welt ja gerade die Antwort auf die Theodizee ist. Innerweltlich lässt sich das ganze natürlich nicht auflösen und soll es auch nicht. Wer Du sein willst kannst Du erst sein in Ewigkeit.

Wird mal Zeit für nen vernünftigen Atheismusupdate, aber echt jetzt.

Geschrieben
18 minutes ago, Volker said:

Ist Gott intelligent genug, um Menschen zu erschaffen, die klüger sind als wir?

 

Die Antwort auf diese Frage ist offensichtlich. Ich denke, jeder weiß sofort, was er und alle anderen antworten werden. Da aber ein großer Teil des menschlichen Leids aus menschlicher Dummheit resultiert, beantwortet das indirekt auch die erste Frage. Denn neben allen Naturkatastrophen verursacht menschliche Dummheit erheblich mehr Leid als alle menschliche Boshaftigkeit. Was sich immer dann steigert, wenn Boshaftigkeit und Dummheit aufeinandertreffen. Nicht in dem Sinne, dass jemand so dumm ist, dass er bei der Ausübung von Boshaftigkeit versagt. Sondern in dem Sinn, dass ein Boshafter ausreicht, um Millionen von Dummen zu verführen, Böses in „bester Absicht“ zu tun. Daher ist das auch das größere Theodizeeproblem als das, was üblicherweise vorgebracht wird.

Die menschliche Dummheit ist ein Werkzeugkasten mit erstaunlich vielen Instrumenten, die alleine dem Zweck dienen die Wirklichkeit auszublenden. In einer besseren Welt ist das nicht mehr erforderlich - wir können nicht nur sein, wir können auch sehen.

Geschrieben

Zum Thema Monotheismus.

Selbstverständlich stellt er auch einen Fortschritt in der Geschichte dar, weil er soziale Verbindlichkeiten schafft; weshalb auch das Christentum und der Islam zu Weltreligionen aufgestiegen sind.

 

Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Kulti:

...

Wird mal Zeit für nen vernünftigen Atheismusupdate, aber echt jetzt.

Wobei ich jetzt fragen möchte,wie dieses Update aussehen könnte/sollte?

Geschrieben
1 hour ago, atheist666 said:

Wobei ich jetzt fragen möchte,wie dieses Update aussehen könnte/sollte?

Das kommt jetzt drauf an welche Atheismusversion installiert ist.

 

Bei dir scheint das relativ schlank zu sein, also schon sehr modern.

Es gibt keine Transzendenz und fertig.

 

Wenn Du dann Widersprüche in Dogmatik XYZ feststellst, sind es halt Widersprüche.

 

Es gibt aber auch Atheismus kurz nach Buchdruck. Der arbeitet sich halt an Gottesbildern ab und sagt: Das Bild ist falsch, also gibt es keine Realität zu diesem Bild.

Das ist die unentspannte spiegelbildliche Reaktion auf Glauben kurz nach Buchdruck (Steht so im kleinen Kompendium zum großen Kompendium des Handbuchs von 1516).

 

Der Update ist relativ easy: Durchatmen und warten bis nach dem Abpfiff. (Vorausgesetzt die Leute kommen nicht auf komische Ideen was Gesellschaftsgestaltung angeht)

Geschrieben
Am 30.9.2026 um 13:00 schrieb GermanHeretic:

Jeder Mensch auf der Welt ist Atheist. Irgendein Gott, an den einer nicht glaubt, wird sich schon finden lassen.

andererseits:

 

Jeder Mensch auf der Welt ist ein Gläubiger. Irgendein Gott, an den einer glaubt, wird sich schon finden lassen.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Kulti:

Das kommt jetzt drauf an welche Atheismusversion installiert ist.

 

Bei dir scheint das relativ schlank zu sein, also schon sehr modern.

Es gibt keine Transzendenz und fertig.

 

Wenn Du dann Widersprüche in Dogmatik XYZ feststellst, sind es halt Widersprüche.

 

Es gibt aber auch Atheismus kurz nach Buchdruck. Der arbeitet sich halt an Gottesbildern ab und sagt: Das Bild ist falsch, also gibt es keine Realität zu diesem Bild.

Das ist die unentspannte spiegelbildliche Reaktion auf Glauben kurz nach Buchdruck (Steht so im kleinen Kompendium zum großen Kompendium des Handbuchs von 1516).

 

Der Update ist relativ easy: Durchatmen und warten bis nach dem Abpfiff. (Vorausgesetzt die Leute kommen nicht auf komische Ideen was Gesellschaftsgestaltung angeht)

Letzteres werde ich machen und auf den Abpfiff warten.

Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb rakso:

andererseits:

 

Jeder Mensch auf der Welt ist ein Gläubiger. Irgendein Gott, an den einer glaubt, wird sich schon finden lassen.

Genau dies hatte ich ihm vorhergesagt. Das die Gläubigen genauso denken würden wie er, halt nur umgekehrt.

 

Aber das hat man davon, wenn man keine Vorstellung vom Atheismus hat, dann läuft man selber in die Falle, welche man den anderen aufgestellt hatte.

Geschrieben
11 hours ago, Kulti said:

Der Witz an der Sache ist doch, dass die bessere Welt ja gerade die Antwort auf die Theodizee ist. Innerweltlich lässt sich das ganze natürlich nicht auflösen und soll es auch nicht. Wer Du sein willst kannst Du erst sein in Ewigkeit.

Wird mal Zeit für nen vernünftigen Atheismusupdate, aber echt jetzt.

Ja, das ist der Grund, warum die offensichtliche Antwort „Ja“ lautet. Antwortet man mit „Nein“, dann würde man zugeben, dass es kein Paradies geben kann, und das Christentum würde eine falsche Hoffnung verbreiten.

 

Aber, zu einer vernünftigen Atheismusdebatte gehören immer mindestens zwei. Deine Antwort zeigt aber, dass Du nicht gründlich nachgedacht hast.

 

Denn die Antwort „Ja“ führt unmittelbar zu einer nachfolgenden Frage:

 

Konnte oder wollte Gott keine bessere Welt als diese erschaffen?

 

Wenn er nicht konnte, lautet die Antwort auf die erste Frage „Nein“. Dann basiert das Christentum auf einer falschen Hoffnung. Bleibt nur noch übrig, dass Gott keine bessere Welt erschaffen wollte. Dann folgt die Anschlussfrage: Warum hat er dann diese Welt erschaffen, in der wir leiden, und was hat ihn dazu veranlasst, seine Meinung zu ändern?

 

Die Bibel gibt darauf eine klare Antwort: Die Welt an sich war immer schon schlecht, aber es gab eine Ausnahme – das Paradies, in dem Adam und Eva lebten. Mit ihrem Ungehorsam verdarben sie es sich mit Gott, und er warf sie aus dem Paradies in die nicht so lebensfreundliche Welt. Der Grund dafür ist eindeutig: Nachdem die ersten Menschen sich die Fähigkeit verschafft hatten, eine moralische Entscheidungsfähigkeit sich anzueignen (durch das Essen einer magischen Frucht), wollte Gott verhindern, dass sie auch noch vom Baum des Lebens aßen. Damit wären sie unsterblich wie er – sie wären wie Gott, und Gott ist laut Bibel eifersüchtig. Um also zu verhindern, dass Adam und Eva unsterblich werden, ließ er den Baum bewachen und warf dann die beiden aus dem Paradies. Gott wollte keine Menschen mit eigenständiger Moral, die sie an ihren Nachwuchs vererben, und er wollte keine unsterblichen Menschen. Ersteres konnte er nicht verhindern, letzteres hat er verhindert. Soweit der biblische Mythos. Natürlich hat es nie dieses Paradies gegeben und nie Adam und Eva, das wissen wir inzwischen.

 

Christen kennen sich entweder mit der Bibel nicht aus, oder sie haben eine äußerst verquere Weise, diese zu interpretieren. Denn Teil der christlichen Ansicht ist, dass Menschen ohne Gott keine Moral haben, und Gott das ewige Leben für alle Menschen will. Beides steht im Widerspruch zur Bibel selbst. Aber das ist das Alte Testament, und damit nicht maßgeblich. Im Neuen Testament steht das Gegenteil, gesagt von einer weiteren mythischen Figur namens Jesus. Daran orientieren sich die Christen. Für Gnostiker ist das nebenbei kein Problem, weil Jesus vom guten Vatergott gesandt wurde, und nicht von dem bösen Schöpfer dieser Welt, Yahwe. Jesus sollte die Menschen vom Joch des bösen Gottes Yahwe befreien. Aber die katholische Kirche verwarf die Gnosis und nahm das AT in die Bibel auf, nur um daraus das zu ignorieren, was ihnen nicht in ihr Geschäftsmodell passte: den Verkauf des ewigen Lebens im Paradies. Das erfordert nur den Ausverkauf der Vernunft, ein billiger Preis für die meisten Gläubigen.

 

Die Welt ist schlecht, aber perfekt geschaffen von einem guten Gott, der die Menschen liebt, aber leiden lässt. Darauf antworten Christen dann mit der größten Lüge, die eine Religion je vorgebracht hat: Man nimmt die mythische Geschichte vom Paradies und Adam und Eva plötzlich wörtlich (ignoriert aber den Teil, der besagt, dass Menschen über eine von Gott unabhängige Moral verfügen, und Gott keine Unsterblichkeit für die Menschen wollte). Angeblich hat also der Ungehorsam von zwei nicht existierenden Menschen an einem nicht existierenden Ort durch das Essen einer erfundenen magischen Frucht dazu geführt, dass sich die Welt auf magische Weise retrokausal so geändert hat, dass sie zu dem Tal des Jammers wurde, in dem wir leben. Denn das war sie schon, bevor es Menschen gab. Das Leid der Tiere, von Christen gerne ignoriert, bestand schon lange, bevor es Menschen gab. Aber dieses Leid ist Teil des Theodizeeproblem.

 

Tiere gibt es seit 3,5 Milliarden Jahren, und sie leiden wie wir, seit sie ein zentrales Nervensystem haben. Menschen gibt es seit etwa 500.000 Jahren, sagen wir mal großzügig, seit einer Million Jahren. Das sind wieviel Prozent der Gesamtdauer? Kann sich jeder ausrechnen. Man ignoriert also eben 99,999 …999 % der Geschichte, um seine abstruse Meinung aufrechterhalten zu können. So weit, so dumm.

 

Ja, und dann der freie Wille, jenes dubiose Konzept, über das die meisten Menschen noch nie ernsthaft nachgedacht haben. Deswegen lässt es sich so gut missbrauchen, um damit Christen zu übertölpeln. Aber wie die erste Frage demonstriert, hat das nichts mit freiem Willen zu tun. Leid entsteht durch die Natur dieser Welt, durch Dummheit und erst an letzter Stelle durch die Bösartigkeit einiger weniger. Aber die Wahl der Welt liegt nicht bei den Menschen, die liegt bei Gott. Jedenfalls, wenn man an einen solchen Unsinn glaubt. Niemand von uns hat es sich ausgesucht, hier zu leben. Auch nach dem Tod liegt die Wahl bei Gott, der sich schon einmal dagegen entschieden hat, Menschen die Unsterblichkeit zu gewähren. Aber der ewig wandelbare Gott hat seine Meinung geändert. Meinetwegen. Angeblich war Gott unfähig dazu, Menschen zu erschaffen, die aus freiem Willen nur Gutes tun. Angeblich ist das unmöglich, außer bei Gott, bei dem ist angeblich alles möglich. Aber die in seinem Bild erschaffenen Menschen können nicht, was man bei Gott voraussetzt. Na gut.

 

Also, genau derselbe Gott, laut Christen, der nicht wollte, dass Menschen im Paradies leben und unsterblich sind, hat auf unerfindliche Weise seine Ansicht geändert. Hat er vielleicht auch nicht, aber dann muss man den Mythos  von Adam und Eva samt den Folgen verwerfen. Dann könne man sich logischerweise auch nicht auf die Geschichte berufen, bei der Gott Adam und Eva samt aller Nachfahren bestraft. Aber Logik und Christen, das passt ohnehin nicht zusammen. Wenn Gott uns sterblich erschaffen hat, wie übrigens auch Adam und Eva, dann hat er sich dabei etwas gedacht, könnte man vermuten, wenn man so weit denkt, also weiter als die meisten Christen.

 

Wenn freier Wille zu Leid führt, und nicht einmal Gott das verhindern kann, weil er bekanntlich der Logik unterliegt (aber wohl nur sporadisch, also im Widerspruch zur Logik), dann bedeutet ewiges Leben auch ewiges Leiden. Oder, der freie Wille spielt da doch keine Rolle, oder wir haben im Paradies keinen freien Willen. Aber dann ist der freie Wille wohl doch nicht so großartig, um damit unser Leiden zu rechtfertigen. Ach, es ist ein Kreuz mit den Christen. Inzwischen redet man sich damit heraus, dass Gott als Jesus verkleidet auch gelitten hat und daher mitleidet und tröstet. Im Paradies wird jede Träne abgewischt und weitergelitten.

 

Natürlich kann man auch mit dem Zauberwerkzeug namens „freier Wille“ das Theodizeeproblem nicht lösen. Der Beweis dafür ist zu kompliziert, um ihn hier zu bringen, und dann würde er ohnehin nicht verstanden und ignoriert. Wer es wissen möchte, kann es hier nachlesen:

 
Streminger, G.: Gottes Güte und die Übel der Welt : das Theodizeeproblem. (Mohr Siebeck, Tübingen, 1992).
Loftus: God and Horrendous Suffering. (GCRR Press, Denver, CO, 2021).
 
Aber die Frage ist nicht, was der Mensch will, sondern was Gott kann und was er will. Wenn er keine Welt ohne Leid erschaffen hat, obwohl er es konnte, dann wollte er nicht. Auch dann, ganz gleich, wie man es auch betrachtet, beruht das Christentum auf einer falschen Hoffnung. Es gibt aus diesem keinen Ausweg. Es kann auch keinen geben, könnte einem die Logik sagen, wenn man sie nur anwenden wollte und wüsste, wie es geht.
 
In gewisser Hinsicht scheitert das Theodizeeproblem tatsächlich am freien Willen, nämlich an dem, das Problem freiwillig zu ignorieren.
 

 

Geschrieben

Übrigens sollte mal jemand dem atheist666 verklickern, dass ich ihn hier blockiert habe, also seine seltsamen Ergüsse nur unfreiwillig lese, wenn ihn jemand zitiert.

 

Wenn er beweisen möchte, dass es auch unter Atheisten welche gibt, die nicht ordentlich denken können, ist das seine Sache. Aber das muss man nicht beweisen, das wissen wir alle.

Geschrieben

Ob Volker mich blockiert oder der Sack in China wiederholt umfällt, interessiert mich nicht.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Volker:

Übrigens sollte mal jemand dem atheist666 verklickern, dass ich ihn hier blockiert habe, also seine seltsamen Ergüsse nur unfreiwillig lese, wenn ihn jemand zitiert.

 

Wenn er beweisen möchte, dass es auch unter Atheisten welche gibt, die nicht ordentlich denken können, ist das seine Sache. Aber das muss man nicht beweisen, das wissen wir alle.

Ich kann Dich immer noch sehen 🤣

Geschrieben

Es gehört,und beweist auch diesen,zum Freien Willen, ob man Posting liest oder nicht.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Volker:

Übrigens sollte mal jemand dem atheist666 verklickern, dass ich ihn hier blockiert habe, also seine seltsamen Ergüsse nur unfreiwillig lese, wenn ihn jemand zitiert.

 

Wenn er beweisen möchte, dass es auch unter Atheisten welche gibt, die nicht ordentlich denken können, ist das seine Sache. Aber das muss man nicht beweisen, das wissen wir alle.

Aber mal was Anderes.

Es ist schon Realsatire, wenn gerade Volker vom Blockieren schreibt, da er damals, als diese Funktion eingeführt wurde, genau erklärte warum sie nicht funktionieren kann im Forum.

Es ist auch immer wieder Realsatire, wenn Volker einem Altatheisten wie mir Vorträge halten möchte wie man Atheist zu sein hat 🤣

 

Fazit: Ich nehme es mit Humor.

Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Kulti:

Das kommt jetzt drauf an welche Atheismusversion installiert ist.

 

Bei dir scheint das relativ schlank zu sein, also schon sehr modern.

Es gibt keine Transzendenz und fertig.

 

Wenn Du dann Widersprüche in Dogmatik XYZ feststellst, sind es halt Widersprüche.

 

Es gibt aber auch Atheismus kurz nach Buchdruck. Der arbeitet sich halt an Gottesbildern ab und sagt: Das Bild ist falsch, also gibt es keine Realität zu diesem Bild.

Das ist die unentspannte spiegelbildliche Reaktion auf Glauben kurz nach Buchdruck (Steht so im kleinen Kompendium zum großen Kompendium des Handbuchs von 1516).

 

Der Update ist relativ easy: Durchatmen und warten bis nach dem Abpfiff. (Vorausgesetzt die Leute kommen nicht auf komische Ideen was Gesellschaftsgestaltung angeht)

Das Problem ist aber auch, daß ich Nichtgläubig bleibe. Da hilft vielleicht auch kein Update mehr.

Geschrieben

@Volker

 

Zu den behaupteten Wundern kann ich nur wiederholen, was ich bereits gesagt hatte: Ich behaupte gar nichts und mache mir nichts zueigen. llerdings klng es bei Dir so als sei es eine allgemein anerkannte und völlig unbestrittene Tatsache, dass vermeintliche Wunder stets im Rahmen dessen bleiben, was durch natürliche Spontanremission erklärbar ist, und dass insbesondere keine behaupteten Fälle existieren, in denen amputierte Gliedmaßen nachwachsen. Und das - dass das eine Art unbestrittener Konsens ist - stimmt zumindest nicht. Es wurden immer wieder angebliche Wunder präsentiert, die - wenn sie sich so ereignet haben sollten - innerhalb des heutigen naturwissenschaftlichen Verständnisses nicht erklärbar wären. 

 

Erneut: Ich habe mich damit nicht näher befasst und will mir dazu auch kein Urteil bilden. (Und selbst wenn es solche Fälle geben, würden sie auch noch nicht zwingend die Intervention einer höheren Macht beweisen.)

Geschrieben
Am 2.10.2026 um 01:09 schrieb Volker:

Es gibt bei Menschen keinen logischen, kausalen, plausiblen oder nur statistischen Zusammenhang zwischen „Ich glaube, dass X wahr ist“ und „X ist wahr“. Erst wenn ich Beweise vorlegen kann, bewege ich den Glauben aus dem Bereich des reinen Subjektivismus in die reale Welt.

 

Und genau hier schlägt eben das Trilemma zu - wenn es denn berechtigt zuschlägt. Denn dann gibt es keine stichhaltigen Beweise, weil wir nie wissen können, ob die Prämissen eines Beweises wahr bzw. wahrscheinlich wahr sind. 

 

Zum "Wissen" gehört nach allgemeinem Verständnis nicht allein, dass die eigene Meinung der Wahrheit entspricht, sondern  auch, dass diese Meinung (in einem allgemeinen Sinne) "gerechtfertigt" ist. Warum? Weil sonst der Unterschied zwischen einem bloßen Glauben, der zufällig wahr ist, und einem Wissen im eigentlichen Sinne nivelliert würde.

 

Eine Möglichkeit der Rechtfertigung einer Überzeugung ist nun die argumentative, logische Ableitung (also der Beweis), bei dem man von Prämissen, die als wahr gelten, logisch korrekt zur Konklusion voranschreitet.

Aber natürlich kann das unmöglich die einzige Art der Rechtfertigung sein; denn sonst gäbe es überhaupt keine stichhaltige Rechtfertigung irgendeiner Überzeugung oder Aussage, da wir  nie  wissen könnten, ob die Prämissen eines Beweises (wahrscheinlich) wahr sind oder nicht. (Denn  wir müssten dann ja erst die Prämissen des entsprechenden Beweises beweisen; und die Prämissen dieses neuen Beweises müssten wir wiederum erst bewiesen haben usw., und wir kämen nie an ein Ende bzw. einen Anfang. Und da scheinen wir uns ja alle einig zu sein: Du, ich Aristoteles, die Skeptiker.)

 

Rechtfertigungen und Wissen im Sinne einer gerechtfertigten Überzeugung wären dann also unmöglich - man hätte es immer nur mit Dogmen zu tun, die unbegründet und ungerechtfertigt angenommen werden können. (Kommt einem das bekannt vor?)

 

Der einzige Ausweg ist der schon erwähnte, nämlich der von Aristoteles benannte: Es gibt ein Wissen, das nicht bewiesen werden muss und dennoch echtes Wissen ist, und das als solches erkennbar ist. Eine zugehörige Überzeugung, die ein solches Wissen ausdrückt, wäre dann nicht logisch-argumentativ begründet, sondern durch den zugehörigen unmittelbaren Erkenntnisakt selbst "gerechtfertigt". Und auf der Basis von einem solchen Wissen (das nicht bewiesen werden muss) lassen sich dann auch tatsächlich stichhaltige logisch-argumentative Beweise (inklusive Widerlegungen) führen. Einen anderen Weg kann es nicht geben.

 

Genau diesen Weg schließt das Münchhausen-Trilemma nun aber aus, indem es explizit sagt, dass die einzige Alternative zu einer (natürlich niemals stichhaltigen) "Begründung" durch logischen Zirkel oder unendlichen Regress darin besteht, dass man einfach etwas dogmatisch behauptet - also ohne es zu wissen. Das ist der entscheidende Punkt.

 

Und deshalb ist das Trilemma eben ein skeptisches Argument - mit allen erwähnten Problemen. Und wie man sieht, würde das Trilemma absolut jede Behauptung und absolut jeden Beweis treffen - es macht keine Unterschiede zwischen Aussagen über die physische Welt, Aussagen über das eigene Bewusstsein, Aussagen über ideale Zusammenhänge oder was immer. Es macht auch keinen Unterschied zwischen Begründungen, die etwas nur als wahrscheinlich erweisen sollen und solchen, die etwas als sicher erweisen sollen. Es ist ein grundlegend skeptisches Argument, dass es keine rationale Rechtfertigung irgendeiner Überzeugung und somit auch kein Wissen geben könne. 

Geschrieben

Ist eigentlich schon jemand mal der Gedanke gekommen, daß das Trilemma erfunden wurde zur Kritikimmunisierung? Damit man jeden als Dumm bezeichnen kann, der dem kritisch-rationalen Geschwurbel nichts abgewinnen kann und will.

Geschrieben
1 hour ago, iskander said:

 

Und genau hier schlägt eben das Trilemma zu - wenn es denn berechtigt zuschlägt. Denn dann gibt es keine stichhaltigen Beweise, weil wir nie wissen können, ob die Prämissen eines Beweises wahr bzw. wahrscheinlich wahr sind.

 

enau hier liegt Dein Denkfehler. Wir können nie endgültig wissen, ob eine Hypothese wahr ist. 

 
Bisher hast Du nur ein einziges Argument gegen das Trilemma vorgebracht: Es ist wegen seiner Konsequenz abzulehnen, weil es nicht erlaubt, absolut gerechtfertigtes sicheres Wissen zu haben. Entschuldige, aber das ist mit „armselig“ noch sehr wohlwollend umschrieben. 
 
Wenn es nicht gelten sollte, was Du nicht müde wirst, zu wiederholen, dann zeige doch mal, wie man es umgeht. Aber auch das kannst Du nicht. Du wiederholst und wiederholst immer nur dasselbe und stampfst dabei auf wie ein kleines Kind:
 
Nein, das Trilemma gilt nicht, ich will es nicht, und es erlaubt überhaupt kein Wissen. Das ist alles, was Du sagst. Inhaltlich bekommst Du nicht mehr auf die Reihe.
 
Wenn es nicht gilt, müsstest Du es begründen – antike Philosophen zu zitieren, die  das Trilemma nicht kannten, und die über „gesichertes Wissen“ reden, bringt es nicht. Du wirst nur vier Arten von Philosophen finden: die, die es ignorieren, warum auch immer. Dann die, die es akzeptieren, aber nicht so recht wissen, was sie damit anfangen sollen. Dann diejenigen, die versuchen, vergeblich, clevere Einwände zu erfinden, und die Konsequenzen nicht akzeptieren wollen. Und schließlich die, die verstanden haben, was es bedeutet, und wie man es umgehen kann. Tatsächlich gibt es zwei Wege. Beide führen nicht zu gesichertem Wissen, aber zu dem besten Wissen, das wir haben.
 
Dein Computer funktioniert nur, es gibt ihn überhaupt nur deswegen, weil Wissenschaftler genau den Weg gehen. Leben gibt es nur, weil auch dies einen Weg gefunden hat, damit umzugehen.
 
Alles, was Du denkst, alles, was Du überhaupt denken kannst, basiert auf diesem Weg. Der Computer, den Du benutzt, ebenso. Trotzdem beharrst Du darauf, dass es wegen des Trilemmas kein Wissen gibt. Siehst Du nicht, wie sehr Du Dir widersprichst? Du benutzt die Erkenntnisse derer, die wissen, wie man trotz des Trilemmas zu Wissen kommt, aber Du bestreitest es. Du beharrst darauf, den Ast abzusägen, auf dem Du sitzt. Alles nur wegen der Gier nach sicherem Wissen. Da sieht man mal wieder, wie blind Emotionen machen können, wie sie die Intelligenz lähmen.
 
Aber Deine Einwände als lächerlich zu bezeichnen, wäre noch viel zu positiv.
 
Ich denke, eine weitere Diskussion mit Dir ist sinnlos. Du wiederholst nur, was Du schon lange vorher gesagt hast, und zwingst mich dazu, mich ebenso zu wiederholen. Ich kann Dir nichts begreiflich machen, was Du nicht verstehen willst.
 
 
Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb Volker:

enau hier liegt Dein Denkfehler. Wir können nie endgültig wissen, ob eine Hypothese wahr ist. 

 
Bisher hast Du nur ein einziges Argument gegen das Trilemma vorgebracht: Es ist wegen seiner Konsequenz abzulehnen, weil es nicht erlaubt, absolut gerechtfertigtes sicheres Wissen zu haben. Entschuldige, aber das ist mit „armselig“ noch sehr wohlwollend umschrieben. 
 
Wenn es nicht gelten sollte, was Du nicht müde wirst, zu wiederholen, dann zeige doch mal, wie man es umgeht. Aber auch das kannst Du nicht. Du wiederholst und wiederholst immer nur dasselbe und stampfst dabei auf wie ein kleines Kind:
 
Nein, das Trilemma gilt nicht, ich will es nicht, und es erlaubt überhaupt kein Wissen. Das ist alles, was Du sagst. Inhaltlich bekommst Du nicht mehr auf die Reihe.
 
Wenn es nicht gilt, müsstest Du es begründen – antike Philosophen zu zitieren, die  das Trilemma nicht kannten, und die über „gesichertes Wissen“ reden, bringt es nicht. Du wirst nur vier Arten von Philosophen finden: die, die es ignorieren, warum auch immer. Dann die, die es akzeptieren, aber nicht so recht wissen, was sie damit anfangen sollen. Dann diejenigen, die versuchen, vergeblich, clevere Einwände zu erfinden, und die Konsequenzen nicht akzeptieren wollen. Und schließlich die, die verstanden haben, was es bedeutet, und wie man es umgehen kann. Tatsächlich gibt es zwei Wege. Beide führen nicht zu gesichertem Wissen, aber zu dem besten Wissen, das wir haben.
 
Dein Computer funktioniert nur, es gibt ihn überhaupt nur deswegen, weil Wissenschaftler genau den Weg gehen. Leben gibt es nur, weil auch dies einen Weg gefunden hat, damit umzugehen.
 
Alles, was Du denkst, alles, was Du überhaupt denken kannst, basiert auf diesem Weg. Der Computer, den Du benutzt, ebenso. Trotzdem beharrst Du darauf, dass es wegen des Trilemmas kein Wissen gibt. Siehst Du nicht, wie sehr Du Dir widersprichst? Du benutzt die Erkenntnisse derer, die wissen, wie man trotz des Trilemmas zu Wissen kommt, aber Du bestreitest es. Du beharrst darauf, den Ast abzusägen, auf dem Du sitzt. Alles nur wegen der Gier nach sicherem Wissen. Da sieht man mal wieder, wie blind Emotionen machen können, wie sie die Intelligenz lähmen.
 
Aber Deine Einwände als lächerlich zu bezeichnen, wäre noch viel zu positiv.
 
Ich denke, eine weitere Diskussion mit Dir ist sinnlos. Du wiederholst nur, was Du schon lange vorher gesagt hast, und zwingst mich dazu, mich ebenso zu wiederholen. Ich kann Dir nichts begreiflich machen, was Du nicht verstehen willst.
 
 

Wer hat eigentlich Volker "gezwungen" sich zu wiederholen? Es ist sein Freier Wille auf Postings zu antworten!

 

Zusatz:

Die Ironie an dem Posting ist ja, daß es genau bestätigt, was ich schon über den selbsternannten Kritischen Rationalismus schrieb:

Kritikimmunisierung.

 

 

bearbeitet von atheist666
Geschrieben

Der Thread und der Atheismus, beste Comedy 🤣

Geschrieben

Um mal zum Threadtitel zurückzukommen. Eigentlich müßte er lauten Fiktional und eben nicht Irrational. Denn, erdacht schon aber eben nicht unvernünftig. 

Warum sollte es unvernünftig sein emotional an etwas zu glauben, was einem vielleicht durch das Jammertal hilft damit zurechtzukommen. Sei es ein Gebet oder der Besuch einer Heiligen Messe, um jetzt nur 2 Beispiele zu nennen.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb atheist666:

Warum sollte es unvernünftig sein emotional an etwas zu glauben, was einem vielleicht durch das Jammertal hilft damit zurechtzukommen. Sei es ein Gebet oder der Besuch einer Heiligen Messe, um jetzt nur 2 Beispiele zu nennen.

Der Glaube ist weder irrational noch fiktional, weder falsch noch richtig. Der Glaube ist ein Glaube ist ein Glaube. Nichts weiter. Der Glaube ist lediglich eine persönliche Interpretation dessen, was die letztendliche Wirklichkeit ist. Alle Religionen und alle Weltanschauungen, alle Meinungen und alle Fürwahrhaltungen sind nichts anderes als persönliche Annahmen. Wir wissen  im Grunde gar nichts- Ist Welt wirklich real oder ein Spiegelbild unseres individuellen Bewußtseins. Keiner weiß es mit Sicherheit. Nur das Ganze, das All-Umfassende, genannt Gott weiß es.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb rakso:

Der Glaube ist weder irrational noch fiktional, weder falsch noch richtig. Der Glaube ist ein Glaube ist ein Glaube. Nichts weiter. Der Glaube ist lediglich eine persönliche Interpretation dessen, was die letztendliche Wirklichkeit ist. Alle Religionen und alle Weltanschauungen, alle Meinungen und alle Fürwahrhaltungen sind nichts anderes als persönliche Annahmen. Wir wissen  im Grunde gar nichts- Ist Welt wirklich real oder ein Spiegelbild unseres individuellen Bewußtseins. Keiner weiß es mit Sicherheit. Nur das Ganze, das All-Umfassende, genannt Gott weiß es.

Zumindest weiß ich, daß bei mir kein Bier im Kühlschrank ist.😁

Geschrieben
vor 18 Minuten schrieb atheist666:

Zumindest weiß ich, daß bei mir kein Bier im Kühlschrank ist.😁

😁😁

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