Jump to content

Die Bibel als das Ganze neu entdecken - Wort für Wort, Zeile für Zeile, Schritt für Schritt ...


Recommended Posts

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Kara:

 

Eine Erklärung, die mir persönlich sehr einleuchtend ist:

Abel hat Gott die besten Stücke der Erstlinge (also die fetten Stücke der Erstgeborenen) dargebracht. Er hat Gott das Beste gegeben, das er hatte.

Kain dagegen hat Gott nur irgendwelche Feldfrüchte dargebracht. Keine "erste" Frucht, nichts, was im "weh tat", was ihn etwas gekostet hat.

 

Das würde Gott in noch üblerem Licht erscheinen lassen. 

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb Merkur:

Das würde Gott in noch üblerem Licht erscheinen lassen. 

Finde ich gar nicht.

Gott ist es wert, dass man Ihm das Beste gibt, das man hat. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Werner001:

Was die Quintessenz dieser Story sein soll, hab ich bis heute nicht verstanden. Klar, es gehr wohl symbolisch um den uralten Gegensatz von Ackerbauer und Viehzüchter, das ust offensichtlich. Aber was ist die religiöse Bedeutung? Keine Ahnung. Wahrscheinlich gibt es keine.

 

Es geht hier weder um den Ackerbauer Kain noch um den Viehzüchter Abel, sondern um den weltlichen Menschen - Kain - und dem göttlichen Menschen - Abel. Es sind zwei verschiedene Bewußtseinszustände - weltlich oder göttlich - im Menschen. Wir sind aus dem göttlichen Bewußtseinszustand herausgefallen und in den weltlichen Bewußtseinszustand hineingefallen und wollen wieder in den göttlichen Bewußtseinszustand zurück. Siehe die Geschichte vom verlorenen Sohn, der wieder zum Vaterhaus zurückfindet. Oder wieder in den göttlichen Bewußtseinszustand eintritt.

 

bearbeitet von rakso
Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Kara:

Finde ich gar nicht.

Gott ist es wert, dass man Ihm das Beste gibt, das man hat. 

Bei diesem Verhalten würde er von mir wahrscheinlich gar nichts bekommen. Aber das sollte jeder für sich selbst entscheiden. 

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb rakso:

Es geht hier weder um den Ackerbauer Kain noch um den Viehzüchter Abel, sondern um den weltlichen Menschen - Kain - und dem göttlichen Menschen - Abel. Es sind zwei verschiedene Bewußtseinszustände - weltlich oder göttlich - im Menschen. Wir sind aus dem göttlichen Bewußtseinszustand herausgefallen und in den weltlichen Bewußtseinszustand hineingefallen und wollen wieder in den göttlichen Bewußtseinszustand zurück. Siehe die Geschichte vom verlorenen Sohn, der wieder zum Vaterhaus zurückfindet. Oder wieder in den göttlichen Bewußtseinszustand eintritt.

 

Aha, und das mit den „Bewusstseinszuständen“ hast du dir ausgedacht, oder wo in der Erzählung steht das?

 

Werner

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Kara:

 

Eine Erklärung, die mir persönlich sehr einleuchtend ist:

Abel hat Gott die besten Stücke der Erstlinge (also die fetten Stücke der Erstgeborenen) dargebracht. Er hat Gott das Beste gegeben, das er hatte.

Kain dagegen hat Gott nur irgendwelche Feldfrüchte dargebracht. Keine "erste" Frucht, nichts, was im "weh tat", was ihn etwas gekostet hat.

 

Gut, so gesehen. Dann wäre es GottesWusch gewesen, dass Kain seinen besten Weizenacker vor der Ernte abgefackelt hätte. Da stimme ich Merkur zu: das lässt Gott in ziemlich üblem Licht erscheinen.

Aber Gott war damals (als die Geschichte verfasst wurde) halt noch nichts weiter als der Zeus Israels, und dann passt es wieder 

 

Werner

Geschrieben
Gerade eben schrieb Werner001:

Aha, und das mit den „Bewusstseinszuständen“ hast du dir ausgedacht, oder wo in der Erzählung steht das?

 

oskar/rakso war/ist doch ein Anhänger der gnostischen Lehre von Jakob Lorber (auch wenn er sich nicht als "Lorberianer" sieht). Er hängt aber insgesamt seiner eigenen Interpretation an.

 

Da finde ich persönlich einen Sack Reis interessanter

Geschrieben
Gerade eben schrieb Werner001:

Aha, und das mit den „Bewusstseinszuständen“ hast du dir ausgedacht, oder wo in der Erzählung steht das?

 

Werner

Du bist auch in einen ganz bestimmten individuellen Bewußtseinszustand, in einem ganz bestimmten individuellenVerständnis und hast aus diesem Du die obige Antwort geschrieben. 

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb rorro:

 

oskar/rakso war/ist doch ein Anhänger der gnostischen Lehre von Jakob Lorber (auch wenn er sich nicht als "Lorberianer" sieht). Er hängt aber insgesamt seiner eigenen Interpretation an.

 

Da finde ich persönlich einen Sack Reis interessanter

Achja stimmt, da war doch was…

 

Werner

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb rorro:

oskar/rakso war/ist doch ein Anhänger der gnostischen Lehre von Jakob Lorber (auch wenn er sich nicht als "Lorberianer" sieht). Er hängt aber insgesamt seiner eigenen Interpretation an.

ja, ich habe Lorber gelesen und habe auch viele andere Bücher gelesen. Swedenborg, Böhme und sofort. Deswegen bin ich noch lange kein Lorberianer, Swedenborgianer oder Böhmianer.

 

Wenn Du Franz Kafka gelesen hast, mache ich dich auch nicht zu einem Kafkanianer. Du steckst die Leute auch gerne in Schubladen. Und Du hängst ja auch deiner eigenen Interpretation an. Du armer Festleger und Schubadenstecker

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Minuten schrieb rakso:

ja, ich habe Lorber gelesen und habe auch viele andere Bücher gelesen. Swedenborg, Böhme und sofort. Deswegen bin ich noch lange kein Lorberianer, Swedenborgianer oder Böhmianer.

 

Wenn Du Franz Kafka gelesen hast, mache ich dich auch nicht zu einem Kafkanianer. Du steckst die Leute auch gerne in Schubladen. Und Du hängst ja auch deiner eigenen Interpretation an. Du armer Festleger und Schubadenstecker

 

Mir ist Deine Sichtweise ziemlich schnuppe. Ich möchte nur die unbedarften Leser dieses Forums darauf hinweisen, daß Deine Sicht der Dinge mit der der Katholischen Kirche nichts gemein hat. Es gibt nämlich tatsächlich Leser hier (nicht zwingend Mitglieder), die davon ausgehen, daß bei einem Forumsnamen, der "kath" enthält, auch nur "kath" drin wäre (was erst einmal eine verständliche Annahme ist).

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb rorro:

 

Mir ist Deine Sichtweise ziemlich schnuppe. Ich möchte nur die unbedarften Leser dieses Forums darauf hinweisen, daß Deine Sicht der Dinge mit der der Katholischen Kirche nichts gemein hat. Es gibt nämlich tatsächlich Leser hier (nicht zwingend Mitglieder), die davon ausgehen, daß bei einem Forumsnamen, der "kath" enthält, auch nur "kath" drin wäre (was erst einmal eine verständliche Annahme ist).

...und Du paßt auf die unbedarften Leser auf, daß diese versehentlich ja nicht zu falschen Annahmen und Sichtweisen kommen. Immer schön die Herde dort hin lenken, wo man diese haben will. So machen es  alle Religionen und Konfessionen. Notfalls haut man sich gegenseitig die Köpfe ein. Jede Religion und jede Weltanschauung begrenzt, wo Gott doch unbegrenzt ist. Laut Wikipedia kommt katholisch von altgriechisch καθολικός katholikós, deutsch ‚allumfassend. Aber die Religionen sind nicht allumfassend, sondern begrenzt und begrenzt auch im Denken. Das merkt man jeden Tag draußen und hier im Forum.

Geschrieben
vor 56 Minuten schrieb rakso:

...und Du paßt auf die unbedarften Leser auf, daß diese versehentlich ja nicht zu falschen Annahmen und Sichtweisen kommen. Immer schön die Herde dort hin lenken, wo man diese haben will. So machen es  alle Religionen und Konfessionen. Notfalls haut man sich gegenseitig die Köpfe ein. Jede Religion und jede Weltanschauung begrenzt, wo Gott doch unbegrenzt ist. Laut Wikipedia kommt katholisch von altgriechisch καθολικός katholikós, deutsch ‚allumfassend. Aber die Religionen sind nicht allumfassend, sondern begrenzt und begrenzt auch im Denken. Das merkt man jeden Tag draußen und hier im Forum.

 

Zu falsch oder richtig habe ich mich nicht geäußert (tue ich auch eher selten), das möge ein Leser für sich selbst beurteilen. Deine Sichtweisen sind nicht katholisch. Mehr nicht.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb rorro:

Deine Sichtweisen sind nicht katholisch. Mehr nicht.

Und wer bestimmt, was katholisch und was nicht katholisch ist? Merkst Du nicht, wie unsinnig solch eine Denkweise ist zu sagen: "Deine Sichtweisen sind nicht katholisch." Sind deine Sichtweisen katholisch?

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Minuten schrieb rakso:

Und wer bestimmt, was katholisch und was nicht katholisch ist?

 

Das Lehramt des Bischofs von Rom.

 

vor 9 Minuten schrieb rakso:

Merkst Du nicht, wie unsinnig solch eine Denkweise ist zu sagen: "Deine Sichtweisen sind nicht katholisch." Sind deine Sichtweisen katholisch?

 

Nicht immer. Aber ich hätte keine Probleme das auch so zu benennen. Und nein, ich werde nicht aus dem Nähkästchen plaudern.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb rorro:

Das Lehramt des Bischofs von Rom.

Das sagst Du. Wie kann man nur als Mensch vom Lehramt des Bischofs von Rom vorschreiben  lassen, was Du persönlich glauben sollst. Weißt Du nicht daß Gott als dein Leben und Bewußtsein in dir ist. Wie kann man die Lehre Jesu, bzw. Gottes Lehre derart mißverstehen, derart verhunzen.

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Werner001:

Diese Stelle ist eine der wirrsten und sinnlosesten Stellen weit und breit.

Schon als Kind hat mich instinktiv empört, wie der angeblich „gerechte Gott“ völlig willkürlich Kains Opfer ablehnt und ihm dann noch quasi sagt „stell dich nicht so an“, garniert mit wirren,  salbungsvollen Sprechblasen.

 

Meine Reaktion schon damals im Kindergarten, als ich das zum ersten Mal gehört habe war „klar, er hätte den Abel nicht töten dürfen, aber verstehen kann ich Kain Zorn gut, Gott hat ihn ja sehr übel und ungerecht behandelt.“


Was die Quintessenz dieser Story sein soll, hab ich bis heute nicht verstanden. Klar, es gehr wohl symbolisch um den uralten Gegensatz von Ackerbauer und Viehzüchter, das ust offensichtlich. Aber was ist die religiöse Bedeutung? Keine Ahnung. Wahrscheinlich gibt es keine.

 

Werner

 

Ich finde diese Stelle relativ klar und beschreibt eine alltägliche Erfahrungsrealität bis in die Gegenwart: Neid / Eifersicht.... und aus dieser fatalen Neigung entsteht Hass, der tödliche Auswirkungen haben kann. 

Geschrieben
Gerade eben schrieb Cosifantutti:

Ich finde diese Stelle relativ klar und beschreibt eine alltägliche Erfahrungsrealität bis in die Gegenwart: Neid / Eifersicht.... und aus dieser fatalen Neigung entsteht Hass, der tödliche Auswirkungen haben kann. 

Schon klar, aber Gott als Anstifter? Er sagt Kain nicht mal, warum er dessen Opfer nicht mag. Er stiftet aus reiner Willkür Zwietracht. Was ist das für ein Gott?

 

Werner

Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Kara:

Aber was ist die religiöse Bedeutung? Keine Ahnung. Wahrscheinlich gibt es keine.

Kannst Du wirklich ein Gedanke zulassen, daß in der Bibel etwas ohne religiöse Bedeutung drin sein kann?

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb johannes12:

Ist es nicht so, dass es sich erhebt, wenn du wohl tust?(e) Und wenn du nicht wohl tust, so lagert die Sünde(f) vor der Tür Und nach dir wird sein Verlangen sein, du aber wirst über ihn herrschen.

1 Mose 4,7

 

Ist es nicht so, dass es sich erhebt, wenn du wohl tust?(e) - klar, es ist so - das Gesicht erhebt sich in diesem Fall von alleine

 

Und wenn du nicht wohl tust, so lagert die Sünde(f) vor der Tür. - so gut wie: die Sünde ist da und sie verursacht das Ergrimmen. 

 

Und nach dir wird sein Verlangen sein, - ? Warum "sein Verlangen?" ... das Wort in Deutsch ist doch femininum .. 

 

du aber wirst über ihn herrschen. - es ist schon eine Vorhersage, denn das Wort "wirst" in diesem Zusammenhang bedeutet, dss "Kain" wird in Zukunft die Sünde beherrschen.

 

⁸ Und Kain sprach zu seinem Bruder Abel; und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und erschlug ihn.

1. Mose 4:8

 

Also, Gott sagt Kain, dass der Grund Seiner Missgunst ihm gegenüber (unerwähnte) Sünde ist, die er beherrschen soll. ...

 

Was macht darauf Kain? - er tötet seinen Bruder.

 

Geschrieben
vor 44 Minuten schrieb johannes12:

Kannst Du wirklich ein Gedanke zulassen, daß in der Bibel etwas ohne religiöse Bedeutung drin sein kann?

Das Zitat ist nicht von mir.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Werner001:

Schon klar, aber Gott als Anstifter? Er sagt Kain nicht mal, warum er dessen Opfer nicht mag. Er stiftet aus reiner Willkür Zwietracht. Was ist das für ein Gott?

 

Werner

Wir sollten immer beachten, dass wir es in Genesis, Kapitel 4, mit einer mythologischen Erzählung zu tun haben. Über irgend ein "Motiv" Gottes erfahren wir überhaupt nichts. Wir erfahren nur auf der Ebene des Menschen, dass das Opfer Kains nicht von Gott "angenommen" wurde. 

 

Interessant ist es einfach, dass in  Kain Gefühle von Neid, Eifersucht, Hass gegenüber seinem Bruder Abel entstehen, obwohl dieser gar nichts mit dem verweigerten Opfer Kains zu tun hat. Der eine ist Ackerbauer, der andere Viehzüchter....

 

Auch sehr interessant die Intervention Gottes vor dem Mord Kain soll seine Hass- und Rachegefühle beherrschen. 

 

Wie immer man es auch dreht und wendet, Kain "weiß", dass seine Hass- und Rachegefühle negativ und schädlich sind und verheerende Folgen haben kann, wenn er sich allein von Hass und Rache gegenüber seinem Bruder Abel leiten lässt.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Cosifantutti:

Wir sollten immer beachten, dass wir es in Genesis, Kapitel 4, mit einer mythologischen Erzählung zu tun haben.

Wer sind die von Dir genannten "wir"?

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb johannes12:

 

⁸ Und Kain sprach zu seinem Bruder Abel; und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und erschlug ihn.

1. Mose 4:8

 

Also, Gott sagt Kain, dass der Grund Seiner Missgunst ihm gegenüber (unerwähnte) Sünde ist, die er beherrschen soll. ...

 

Was macht darauf Kain? - er tötet seinen Bruder.

 

 

⁹ Und der HERR sprach zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Und er sprach: Ich weiß nicht; bin ich meines Bruders Hüter?

1. Mose 4:9

 

Und der HERR sprach zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? - es ist klar doch, dass Herr wusste, was passiert ist ....

 

Und er sprach: Ich weiß nicht; - zu vorher unerwähnter Sünde jetzt ist gekommen ganz deutlich - Lüge. 

 

bin ich meines Bruders Hüter? - .... und das da noch dazu ...

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 38 Minuten schrieb johannes12:

Wer sind die von Dir genannten "wir"?

....Alle, die sich mit den ersten 11 Kapitel der Genesis beschäftigen.

 

Die jeweilige literarische Gattung unbedingt zu beachten ist unerlässliche Voraussetzung, den jeweiligen Text richtig einzuordnen. Unterlässt man diese Reflexion auf die jeweilige literarische Gattung, läuft die Interpretation sehr schnell vollkommen in die Irre...

 

bearbeitet von Cosifantutti

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Neu erstellen...