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Synodaler Weg - schon versperrt?


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Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Chrysologus:

Es wird in der Erzdiözese mit Wissen (und offensichtlich Billigung) des Erzbischofs verwendet. Warum sollte man das ins Amtsblatt drucken?

 

Weil dann klar ist, daß der Bischof dazu steht. Die andere Möglichkeit ist das Vorgehen wie in München, da ist das auch klar.

 

Und wer sind diese „einschlägigen Kreise“?

Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb taupunkt:

Persönlich halte ich es für richtig und wichtig, dass der Papst sagt, dass es Themen unterschiedlicher Gewichtung gibt. ...

 

Aber die Gewichtung ist deshalb wichtig, weil manche Themen sich aus anderen ergeben.

 

...

 

Deshalb finde ich gut, dass der Papst die Gewichtung von Themen anspricht.

 

 

 

Du ignorierst den Kontext. Leo sprach mehr oder weniger Wichtigkeit zu im Kontext der Einheit der Kirche. Diese Einheit untergräbt er aber, wenn er einzelene Aspekte des Glaubens ausklammert oder als weniger wichtig ansieht. Es läuft dann auf den kleinsten gemeinsamen Glaubensnenner hinaus, der die Einheit symbolisieren soll, sonst macht jeder was er will.

 

Wir müssen nicht um den heißen Brei herumreden. Leo scheut den Konflikt, weil er befürchtet, dass er so noch mehr Uneinheit verursacht. Aber damit opfert er auch den Glauben. Es mögen auch monetäre Gründe eine Rolle spielen, wenn er es sich mit den Deutschen nicht verscherzen will. Was er sagt ist: "Nein, Segnung ist nicht ok, aber lasst uns darüber nicht in Streit geraten, weil Sexualethik sooo wichtig auch nicht ist."

 

Im Übrigen werden ihm die Herzen vieler Laien zugeneigt sein, wenn er sagt, dass Sexualethik sooo wichtig nun auch nicht ist. Warum? Na weil sie schon immer ein Problem damit hatten.

 

Geschrieben (bearbeitet)

Da steht die Frage im Raum, was man unter Einheit der Kirche versteht. Abhängig von der kirchenpolitischen Verordnung reicht manchen die Einheit im Glaubensbekenntnis, andere sind hingegen von der Einheit erst überzeugt, wenn jeder Paragraph im Katechnismus gewusst wird und jederzeit abgerufen werden kann (und das in einer Akkuratheit, die eine komplette Sachkenntnis des LThK und Denzinger voraussetzt). 
 

Worin ich zustimme, ist der Eindruck einer gewissen Widersprüchlichkeit in diesem Interview. Denn direkt nach dem zitierten Absatz folgt einer, der eher den konservativen Vertretern entgegenkommt. Irgendwie wird hier versucht, beidem zu entsprechen.

bearbeitet von taupunkt
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb SteRo:

Papst Leo spricht auf Rückflug aus Afrika über Segnung homosexueller Verbindungen

 

... und in Wirklichkeit glaube ich, dass es viel größere und wichtigere Themen gibt, wie Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Freiheit von Männern und Frauen, Religionsfreiheit, die alle Vorrang vor diesem speziellen Thema hätten.“

 

...

Und wenn er glaubt, dass es "in Wirklichkeit" um die von ihm aufgezählten Themen geht, die er als "wichtiger" ansieht und die allesamt aus dem Bereich der weltlichen Politik stammen, dann ist er "in Wirklichkeit" ein weltlicher Politiker, aber eben nicht einer, der den Glauben der Kirche vertritt.

 

Mit seinen "wichtigeren Themen" macht er seine Kirche zu einer NGO.

Geschrieben (bearbeitet)
2 hours ago, taupunkt said:

 

Gemeinschaft von Gleichgesinnten scheint mir nicht das zu sein, was eine Ortsgemeinde ausmacht. Dafür gehen die Menschen wohl eher in andere Gruppen. Deswegen tut Rom auch nicht gut daran, eine ganz Ortskirche fallen zu lassen, weil sich die Ortskirche eben nicht durch die Frage definiert, wie man es mit dem Synodalen Weg hält.


Gibt es in der Kirche und Ortsgemeinde nicht beides, also Gruppen von sozusagen „Gleichinteressierten“ und eben „Gläubigen“ die einfach zum Gottesdienst gehen? Bei uns ist allgemeiner Gottesdienst, fremdsprachliche Feier, Notfallseelsorge oder Einkehr- und Gebetswoche auf ganz unterschiedlichen Ebenen von Gemeinde, Bistum oder Ökumene organisiert, aber eben alles „Kirche“, und zwar hier „vor Ort“ (also etwa Kreis/Nachbarkreis, da Diaspora)

bearbeitet von Shubashi
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Shubashi:


Gibt es in der Kirche und Ortsgemeinde nicht beides, also Gruppen von sozusagen „Gleichinteressierten“ und eben „Gläubigen“ die einfach zum Gottesdienst gehen? Bei uns ist allgemeiner Gottesdienst, fremdsprachliche Feiner, Notfallseelsorge oder Einkehr- und Gebetswoche auf ganz unterschiedlichen Ebenen von Gemeinde, Bistum oder Ökumene organisiert, aber eben alles „Kirche“, und zwar hier „vor Ort“ (also etwa Kreis/Nachbarkreis, da Diaspora)


Ja, da stimme ich Dir zu.

Geschrieben

"Papst Leo XIV. hat sich kritisch zur Segnung homosexueller Paare durch die katholische Kirche in Deutschland geäußert. »Der Heilige Stuhl hat mit den deutschen Bischöfen schon gesprochen«, sagte das Kirchenoberhaupt auf dem Rückflug von seiner Afrikareise nach Rom."

 

https://www.zeit.de/gesellschaft/2026-04/papst-leo-xiv-segnung-homosexuelle-paare

 

Bin gespannt was Karl Kardinal Marx jetzt macht.

Geschrieben
vor 38 Minuten schrieb taupunkt:

Da steht die Frage im Raum, was man unter Einheit der Kirche versteht. Abhängig von der kirchenpolitischen Verordnung reicht manchen die Einheit im Glaubensbekenntnis, andere sind hingegen von der Einheit erst überzeugt, wenn jeder Paragraph im Katechnismus gewusst wird und jederzeit abgerufen werden kann (und das in einer Akkuratheit, die eine komplette Sachkenntnis des LThK und Denzinger voraussetzt). 

Nun, Dein Bruder in Franz wird hier einwerfen, daß Diskussionen unter Laien völlig unnötig und zeitverschwendung sind, weil sich die Lehre 1. eh nie ändert und man 2. gefälligst einfach der Kirche glauben soll und nicht alles verstehen muss aber 3. derjenige, der im Namen der Kirche spricht (vom Papst bis zum Katecheten) immer die wahre Lehre der Kirche verkünden soll.

 

vor 38 Minuten schrieb taupunkt:

Worin ich zustimme, ist der Eindruck einer gewissen Widersprüchlichkeit in diesem Interview. Denn direkt nach dem zitierten Absatz folgt einer, der eher den konservativen Vertretern entgegenkommt. Irgendwie wird hier versucht, beidem zu entsprechen.

Das ist aber seit B16 nichts neues.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Flo77:

Nun, Dein Bruder in Franz wird hier einwerfen, daß Diskussionen unter Laien völlig unnötig und zeitverschwendung sind, weil sich die Lehre 1. eh nie ändert und man 2. gefälligst einfach der Kirche glauben soll und nicht alles verstehen muss aber 3. derjenige, der im Namen der Kirche spricht (vom Papst bis zum Katecheten) immer die wahre Lehre der Kirche verkünden soll.

 

Ich habe ja auch schon in anderen Ländern die Kirche erlebt. Da ist diese Lust am Leiden einfach nicht so verbreitet wie hier. Die Ständige Lehramtsverbesserungsorgie findet man da auch nicht (zumindest habe ich es so in Spanien und den USA erlebt - in den USA wird man einfach episkopal, dann hat man alles was hier die Reformer wollen und sie schrumpft genauso wie hier die katholische).

 

Und wer ein Amt im Namen der Kirche ausübt, sollte auch im Namen der Kirche sprechen und das sagen, was die Kirche lehrt. Das ist für mich grundlegender menschlicher Anstand, das ist keine kirchliche Sonderposition. Vielleicht ist das zuviel verlangt, wer weiß. Ich bin wohl auch da einfach old-school.

Geschrieben
15 minutes ago, rorro said:

 

Ich habe ja auch schon in anderen Ländern die Kirche erlebt. Da ist diese Lust am Leiden einfach nicht so verbreitet wie hier. Die Ständige Lehramtsverbesserungsorgie findet man da auch nicht (zumindest habe ich es so in Spanien und den USA erlebt - in den USA wird man einfach episkopal, dann hat man alles was hier die Reformer wollen und sie schrumpft genauso wie hier die katholische).

 

Und wer ein Amt im Namen der Kirche ausübt, sollte auch im Namen der Kirche sprechen und das sagen, was die Kirche lehrt. Das ist für mich grundlegender menschlicher Anstand, das ist keine kirchliche Sonderposition. Vielleicht ist das zuviel verlangt, wer weiß. Ich bin wohl auch da einfach old-school.


Dass man in Deutschland zur Rechthaberei neigt, halte ich für gut möglich. Nur heißt das noch lange nicht, dass man deswegen anderswo „lehramtstreuer“ ist. Vielleicht sagt man auch einfach: „Rom ist weit weg, und was der Papst nicht genau weiss, macht ihn nicht heiß!“ Das wäre ebenfalls außerordentlich „old-school“, und zwar seit etlichen Jahrhunderten.

Geschrieben
vor 40 Minuten schrieb Shubashi:

Dass man in Deutschland zur Rechthaberei neigt, halte ich für gut möglich. Nur heißt das noch lange nicht, dass man deswegen anderswo „lehramtstreuer“ ist. Vielleicht sagt man auch einfach: „Rom ist weit weg, und was der Papst nicht genau weiss, macht ihn nicht heiß!“ Das wäre ebenfalls außerordentlich „old-school“, und zwar seit etlichen Jahrhunderten.

 

Die Lehramtsreue der einzelnen Gläubigen interessiert mich ehrlich gesagt nicht sonderlich. Ich fände es eben schön, wenn man sich mit anderen Katholiken vor allem über das Schöne am Glauben austauschen kann. Weder interessiert es andere was ich evtl. anders denke als die Kirche noch mich, was andere anders denken - vor allem ungefragt.

Geschrieben

Über was tauscht man sich dann aus? Klingt eher nach einer Blase, in der sich alle gegenseitig versichern, wie fromm und zugleich desinteressiert am anderen sie sind.

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb Chrysologus:

Über was tauscht man sich dann aus?

 

Meinst Du das ernst? Fällt Dir echt nichts ein außer Kirchenkritik? Das ist wirklich traurig.

Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb Chrysologus:

Über was tauscht man sich dann aus? Klingt eher nach einer Blase, in der sich alle gegenseitig versichern, wie fromm und zugleich desinteressiert am anderen sie sind.

Das Schöne am Glauben ist offenbar für jeden etwas anderes. Sich über ein paar harmlose Segnungen zu echauffieren gehört für mich definitiv nicht dazu, insbesondere angesichts der Entwicklungen in Afrika und anderen Teilen der Welt. 

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