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Chrysologus

Da es ansonsten untergeht - beruhigenderweise hat der Papst das an sich selbstverständliche nochmals festgestellt - Maria ist nicht Miterlöserin klick

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Spadafora
vor 2 Stunden schrieb Chrysologus:

Da es ansonsten untergeht - beruhigenderweise hat der Papst das an sich selbstverständliche nochmals festgestellt - Maria ist nicht Miterlöserin klick

Leider ist dieser Blödsinn nicht auszurotten 

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Mistah Kurtz
vor 6 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

«Das Einzige, das Positive, was mir vom Christentum geblieben ist, ist die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit den geliebten Toten.»

 

Erinnert mich ein wenig an Adolf Holl. Den hörte ich vor Jahren in einem Interview auf die Frage, was ihm nach dem Bruch mit der Kirche und letztlich auch mit dem Christentum an Glaube geblieben wäre, antwortet: "Om". 

 

Das empfand ich als ein sehr trauriges Eingeständnis nichts mehr an religiöser Substanz ins sich bergen zu können (auch wenn Holl das sicher anders gesehen hat). Ähnlich bemitleidenswert erscheint mir der Glaubensverlust der da aus Ranke-Heinemann Äußerung spricht. Wer Jesus nur mehr im Diesseits verorten kann, dessen Hoffnung "auf ein Wiedersehen mit den geliebten Toten" muss schon sehr verzweifelt sein. Wenn der eine nicht auferstand, warum sollten es dann die anderen vermögen?

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Am 24.3.2021 um 23:28 schrieb iskander:

Ist das die einzige Antwort ist auf einen ausführlichen, inhaltlich argumentierenden Beitrag?

 

Ja.

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ThomasB.
vor 7 Stunden schrieb Chrysologus:

beruhigenderweise hat der Papst das an sich selbstverständliche nochmals festgestellt - Maria ist nicht Miterlöserin

Mich wundert, dass diese theologische Chimäre immer noch rumgeistert. Da hatte doch schon der marienfromme JPII alles Nötige zu gesagt.

Edited by ThomasB.
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Am 23.3.2021 um 21:39 schrieb iskander:

Du weichst konsequent dem kritischen Punkt aus, nämlich dass durch die kirchliche Lehre viele Menschen zu regelmäßig schwer sündigenden Subjekten gemacht werden - Menschen, die ansonsten nicht und sicher erst recht nicht regelmäßig "schwer sündigen" würden und die zum Teil nett und hilfsbereit und rücksichtsvoll sind!

Das Mißverständnis liegt hier wohl in deinem Verständnis von Sündhaftigkeit und wie man sie beseitigt. Nach traditionell christlichem Verständnis ist man eben sündhaft und bedarf der Rettung. Liberale Vorstellungen tendieren eher dazu, die Sünde wegzudefinieren.

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Spadafora
vor 21 Minuten schrieb ThomasB.:

Mich wundert, dass diese theologische Chimäre immer noch rumgeistert. Da hatte doch scon der marienfromme JPII alles Nötige zu gesagt.

Das Verhalten von progressiven Katholiken findet man oft mit anderen Themen Spiegelverkehrt bei Konservativen

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Gerhard Ingold
vor 3 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

 

Erinnert mich ein wenig an Adolf Holl. Den hörte ich vor Jahren in einem Interview auf die Frage, was ihm nach dem Bruch mit der Kirche und letztlich auch mit dem Christentum an Glaube geblieben wäre, antwortet: "Om". 

 

Das empfand ich als ein sehr trauriges Eingeständnis nichts mehr an religiöser Substanz ins sich bergen zu können (auch wenn Holl das sicher anders gesehen hat). Ähnlich bemitleidenswert erscheint mir der Glaubensverlust der da aus Ranke-Heinemann Äußerung spricht. Wer Jesus nur mehr im Diesseits verorten kann, dessen Hoffnung "auf ein Wiedersehen mit den geliebten Toten" muss schon sehr verzweifelt sein. Wenn der eine nicht auferstand, warum sollten es dann die anderen vermögen?

 

Für mich ist religiöse Substanz da, wo wirkliche Liebe zu den möglichen Werken Gottes sichtbar wird.

 

Wie die Kirchen (nicht nur die katholische Kirche) mit der Aufarbeitung von Missbrauch umgegangen ist, zeigt, dass die Kirchen nicht die Schwächsten sondern die Stärkeren schützte. 

 

Als ich nach meiner dritten Ausbildung 1987 von dem Mauerbau gegen andere Christen genug hatte, las ich drei Kirchengeschichtsbücher durch. Was mir auffiel: Von den Grundgedanken Jesus der Nächstenliebe, der Barmherzigkeit, der Versöhnlichkeit, des Gewaltverzichts, der Armutsüberwindung, des Schwächstenschutzes und der Feindesliebe war im Laufe der Kirchengeschichte sehr wenig zu finden.

 

Das zeigt eines: Von religiöser praktischer Substanz war wenig zu finden. Dafür umsomehr Dogmenglauben, Maria-Schwärmen, Heiligen-Verehrung, Heilungsversammlungen (Pflingstler) usw.

 

Das sollte eigentlich jeden Christen schockieren.

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vor 5 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

Erinnert mich ein wenig an Adolf Holl. Den hörte ich vor Jahren in einem Interview auf die Frage, was ihm nach dem Bruch mit der Kirche und letztlich auch mit dem Christentum an Glaube geblieben wäre, antwortet: "Om". 

 

Oder du hast den falschen Link. Hier mehr zum Grossen Gott Om (ja, ich bin ja schon wieder weg :ninja: )

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iskander
vor 6 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

 

Das empfand ich als ein sehr trauriges Eingeständnis nichts mehr an religiöser Substanz ins sich bergen zu können (auch wenn Holl das sicher anders gesehen hat). Ähnlich bemitleidenswert erscheint mir der Glaubensverlust der da aus Ranke-Heinemann Äußerung spricht. Wer Jesus nur mehr im Diesseits verorten kann, dessen Hoffnung "auf ein Wiedersehen mit den geliebten Toten" muss schon sehr verzweifelt sein. Wenn der eine nicht auferstand, warum sollten es dann die anderen vermögen?

 

 

Hier ist wohl eher an ein Weiterleben der Seele als eine Auferstehung des Leibed gedacht.

 

Zitat iskander:

Zitat

 

 

Ist das die einzige Antwort ist auf einen ausführlichen, inhaltlich argumentierenden Beitrag?

 

Antwort rorro:

 

Zitat

Ja.

 

Du bist auf keine meiner wesentlichen kritischen Fragen eingegangen, weder hier, noch hier, noch anderswo. Die fehlt aber die intellektuelle Redlichkeit um zuzugeben, dass Du keine Antwort hast. Stattdessen zündest Du eine Nebelkerze nach der anderen, und wenn jemand beim Thema bleibt und diese Strategie nicht mehr funktioniert, dann schweigst Du halt. Bitte, wenn das Dein Anspruch an Dich selbst ist, dann viel Spaß damit- 🤐

Edited by iskander
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iskander
vor 2 Minuten schrieb iskander:

 

Hier ist wohl eher an ein Weiterleben der Seele als eine Auferstehung des Leibed gedacht.

 

Zitat iskander:

 

Antwort rorro:

 

 

Du bist auf keine meiner wesentlichen kritischen Fragen eingegangen, weder jetzt hier, noch dort, noch anderswo. Die fehlt aber die intellektuelle Redlichkeit um zuzugeben, dass Du keine Antwort hast. Stattdessen zündest Du eine Nebelkerze nach der anderen, und wenn jemand beim Thema bleibt und diese Strategie nicht mehr funktioniert, dann schweigst Du halt. Bitte, wenn das Dein Anspruch an Dich selbst ist, dann viel Spaß damit- 🤐

 

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Gerhard Ingold
vor 25 Minuten schrieb iskander:

 

Hier ist wohl eher an ein Weiterleben der Seele als eine Auferstehung des Leibed gedacht.

 

Zitat iskander:

 

Antwort rorro:

 

 

Du bist auf keine meiner wesentlichen kritischen Fragen eingegangen, weder hier, noch hier, noch anderswo. Die fehlt aber die intellektuelle Redlichkeit um zuzugeben, dass Du keine Antwort hast. Stattdessen zündest Du eine Nebelkerze nach der anderen, und wenn jemand beim Thema bleibt und diese Strategie nicht mehr funktioniert, dann schweigst Du halt. Bitte, wenn das Dein Anspruch an Dich selbst ist, dann viel Spaß damit- 🤐

 

Fett von mir: Ich höre diese Annahme von Leib, Seele und Geist immer wieder. Wissenschaftlich lässt sich meines Wissens jedoch keine Seele und Geist verorten, wenn der Leib und damit das Gehirn gestorben ist. 

 

Wenn ein Paulus eine Auferstehungshoffnung in seinen Briefen erkennen lässt, hat das mit Unwissen zu tun. Warum wir Menschen eine Seele und Tiere keine Seele haben sollen, die nach dem Tode weiterleben soll, ist ähnlich eine der vielen menschlichen Erklärungen. Eine Erklärung, die niemand beweisen sondern eben nur Glauben kann. 

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Studiosus

anima vera forma corporis: Die Seele ist die wahre (eigentliche) Form des Leibes. Ein Lehrsatz, der vor dem Hintergrund seiner Zeit durchaus plausibel erscheint. Nehmen wir die Beobachtung des Sterbens und Vergehens eines Lebewesens: Wenn die Seele mit dem letzten Schnaufer entfleucht, so kann man feststellen, dass der Leib, das Haus der Seele, sukzessive in sich zusammenfällt, korrumpiert und zu einer formlosen Masse wird. Also lag der Schluss nahe, dass die Seele das formgebende Element des Lebewesens sei. 

 

Zu Uta Ranke-Heinemann: Ich habe sie, trotz vollkommen konträrer Meinung, immer gerne im Fernsehen gesehen. Wirklich unterhaltsam. 

 

Allerdings liegt in dieser Komik auch viel Tragik. Und so auch ihre Glaubensentwicklung. Der Verlust des Ehemannes ist wohl die Triebfeder, sich wenigstens an der Hoffnung eines jenseitigen Wiedersehens festzuklammern. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

Edited by Studiosus
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Gerhard Ingold
vor 39 Minuten schrieb Studiosus:

anima vera forma corporis: Die Seele ist die wahre (eigentliche) Form des Leibes. Ein Lehrsatz, der vor dem Hintergrund seiner Zeit durchaus plausibel erscheint. Nehmen wir die Beobachtung des Sterbens und Vergehens eines Lebewesens: Wenn die Seele mit dem letzten Schnaufer entfleucht, so kann man feststellen, dass der Leib, das Haus der Seele, sukzessive in sich zusammenfällt, korrumpiert und zu einer formlosen Masse wird. Also lag der Schluss nahe, dass die Seele das formgebende Element des Lebewesens sei. 

 

Zu Uta Ranke-Heinemann: Ich habe sie, trotz vollkommen konträrer Meinung, immer gerne im Fernsehen gesehen. Wirklich unterhaltsam. 

 

Allerdings liegt in dieser Komik auch viel Tragik. Und so auch ihre Glaubensentwicklung. Der Verlust des Ehemannes ist wohl die Triebfeder, sich wenigstens an der Hoffnung eines jenseitigen Wiedersehens festzuklammern. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

 

Das ist eine Annahme des Glaubens. Genauso wie die Annahme im Paradies von 72 jungen Mädchen geliebt zu werden, die immer wieder Jungfrauen werden.

 

 

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iskander
vor 57 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Wissenschaftlich lässt sich meines Wissens jedoch keine Seele und Geist verorten, wenn der Leib und damit das Gehirn gestorben ist.

 

Die Natur-Wissenschaft kann aus prinzipiellen Gründen da wenig dazu sagen. Sie könnte zwar bei der Beantwortung mancher Aspekte des "Leib-Seele-Problems" helfen, aber angesichts der extremen Komplexität des Gehirns und des doch sehr moderaten Wissens kommen wir auch da schnell an Grenzen, und das wird wenigstens für eine lange Zeit auch noch so sein.

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Gerhard Ingold
vor 4 Minuten schrieb iskander:

 

Die Natur-Wissenschaft kann aus prinzipiellen Gründen da wenig dazu sagen. Sie könnte zwar bei der Beantwortung mancher Aspekte des "Leib-Seele-Problems" helfen, aber angesichts der extremen Komplexität des Gehirns und des doch sehr moderaten Wissens kommen wir auch da schnell an Grenzen, und das wird wenigstens für eine lange Zeit auch noch so sein.

 

Das ist so. Jede Zelle hat nach Schulmedizin ca. so viele Informationen wie 5000 Bibliotheken mit je 5000 Bücher a je 500 Seiten. Darum scheint mir die Wahrscheinlichkeit groß, dass mit dem Tod wie bei allen Tieren auch, alles zu Ende sein wird. Darum sollte die Theologie Voraussetzungen schaffen, dass wir hier ein erfülltes Leben haben können.

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iskander

Anders als @ rorro gibt es auch sexualmoralisch konservative Katholiken, die durchaus zugeben, dass die Kirche sich bei der "Verkündigung" ihrer Sexualmoral mehr zurückhält, als dies eigentlich angemessen wäre, wenn man der inneren Logik der kirchlichen Lehre folgt. So schreibt etwa die Tagespost:

 

Zitat

 

Die Kirche in Deutschland muss sich den Vorwurf gefallen lassen, in Verkündigung und Katechese ebenfalls zu schweigen – gerade im Blick auf Jugendliche. Kaum ist es Thema in der Firmvorbereitung. Zum Beispiel auch dort, wo eine aktive und lebendige Jugendarbeit geschieht, wird es in der Regel umgangen. Dass die immer wieder erwähnte Diskrepanz zwischen Lehre der Kirche und Lebenswirklichkeit der Menschen eklatant ist, wundert da nicht. [...] In der Tat, wir brauchen dringend eine Reform im Bereich der Sexualmoral – allerdings nicht indem wir die Lehre verändern, sondern sie als Schatz begreifen, der neu zu heben ist.

 

https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/Katholische-Sexualmoral-Wegweiser-zum-Glueck;art4874,201482

 

Ich respektiere die Konsequenz des Autors (m/w/d). Allerdings teile ich nicht die Auffassung, dass die kath. Sexualmoral ein "Schatz" sei. Ich halte sie vielmehr für eine höchst absurde und schädliche Konstruktion. Ich glaube auch nicht, dass eine vermehrte (ehrliche, schonungslose) Verkündigung dazu führen würde, dass die Menschen wieder nach dieser Moral leben (falls sie das je getan haben), sondern dass es im Gegenteil dazu führen wird, dass sich noch mehr Menschen aus der Kirche zurückziehen werden. Ich neige sogar Shubashis Ansicht zu, der schrieb:

 

Zitat


[...] krasses Zeug, aber eigentlich ergibt daraus von selbst, dass sie selbst es zumindest hierzulande „nicht mehr an die große Glocke hängt“: komplett grotesk, abseitig jedes modernen jugendpsychologischen Verständnisses, nach heutigen Maßstäben schwarze Pädagogik.

Würde sie heute explizit darauf bestehen, im Recht zu sein, könnte es eigentlich nur dazu führen, ihr jegliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu untersagen, weil sie deren Entwicklung massiv zu schädigen gedenkt.

In Kombination mit den Missbrauchsverbrechen im kirchlichen Raum schlicht das Ende des Katholizismus in demokratischen Ländern und seine Endabwicklung im Seniorenheim.

 

 

Aber immerhin ist die Tagespost da konsequenter und ehrlicher als manch anderer Anhänger dieser Art von Moral.

 

@ Gerhard Ingold:

 

Dass mit dem Tod das Gehirn zerstört wird, streitet ja auch niemand ab. Die Idee ist hier, dass des Bewusstsein nicht unter allen Umständen vom Gehirn abhängt. Davon unabhängig scheint es mir absurd, den Menschen dieses Leben unnötig und sinnlos zu vergällen.

 

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Gerhard Ingold
vor 25 Minuten schrieb Chrysologus:

Er bezeichnet die Hoffnung, das Vertrauen in das Kreuz und die Auferstehung ja auch als Torheit, weil sie allem Erkennen widerspricht. Und nicht selten habe ich den Eindruck, dass das Konstrukt der den Leib verlassenden Seele auch dazu dient, schnell und leicht über den Abgrund des Todes hinweg zu springen - der Tot mag seinen Stachel verloren haben, aber er bleibt endgültig, er vernichtet das Leben und schneidet die Beziehungen ab, die wir haben. Er hinterlässt eine Lücke - Karfreitag muss man ernst nehmen, man darf nicht sofort schon die Osterpredigt halten. 

Rahner sagt: "Sterben ist das gottverlassene Fallen in die Hände des ewigen Gottes." Dass man diese Gottverlassenheit im Vertrauen auf Gott aushalten kann, das nennt man glauben.

 

Dieser Gedanke gefällt mir. Ob Atheist, Agnostiker usw.: Wenn es wider Erwarten einen Gott und sogar ein Weltgericht geben sollte, dann kannte dieser Gott all unsere Gedanken von Ferne und sah unser Herz und weiss, wie wir es gemeint haben. Dazu benötigen wir kein Ramadan-Halten, keine Gesetze erfüllen und keinen Dogmenglauben. 

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vor 5 Stunden schrieb iskander:

Du bist auf keine meiner wesentlichen kritischen Fragen eingegangen, weder hier, noch hier, noch anderswo. Die fehlt aber die intellektuelle Redlichkeit um zuzugeben, dass Du keine Antwort hast. Stattdessen zündest Du eine Nebelkerze nach der anderen, und wenn jemand beim Thema bleibt und diese Strategie nicht mehr funktioniert, dann schweigst Du halt. Bitte, wenn das Dein Anspruch an Dich selbst ist, dann viel Spaß damit- 🤐

 

Man gestatte mir ein wenig Narrenrede:

 

Du erinnerst mich an den jungen Mann gegen Ende des 19. Jh., der in einem Zugabteil einem alten Mann gegenüber saß. Als er merkte, wie dieser begann einen Rosenkranz zu beten, fing er an ihn zu schalten, wie er so ein dummes unwissenschaftliches Zeug nur glauben könne. Der alte Mann betete ruhig weiter.

Als er den Zug verließ, gab er dem jungen Fahrgenossen eine zerknitterte Visitenkarte. Als Name fand sich dort: Louis Pasteur.

 

(Nebenbei: auch Laienfranziskaner gewesen) 

 

Edited by rorro
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Gerhard Ingold
vor 6 Stunden schrieb rorro:

 

Man gestatte mir ein wenig Narrenrede:

 

Du erinnerst mich an den jungen Mann gegen Ende des 19. Jh., der in einem Zugabteil einem alten Mann gegenüber saß. Als er merkte, wie dieser begann einen Rosenkranz zu beten, fing er an ihn zu schalten, wie er so ein dummes unwissenschaftliches Zeug nur glauben könne. Der alte Mann betete ruhig weiter.

Als er den Zug verließ, gab er dem jungen Fahrgenossen eine zerknitterte Visitenkarte. Als Name fand sich dort: Louis Pasteur.

 

(Nebenbei: auch Laienfranziskaner gewesen) 

 

 

Die Grösse eines Menschen zeigt sich für mich gerade darin, dass er sich den Schwächsten wie ein Bruder gibt und sein Tun und Glauben begründen kann.

 

Sollte sich die Legende wirklich so zugetragen haben, benahm sich Louis Pasteur wie ein überheblicher Depp.

 

Ich erwarte von älteren und "großen" Männern mehr als von jungen Frauen und Männern.

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vor 7 Stunden schrieb iskander:

 

@ rorro:

 

Ja, so wird's wohl sein. Du hast auf meine sachlichen, detaillierten Argumente keine Antwort und Dir fehlt die menschliche Größe, das zuzugeben - und daraus ergibt sich, dass Du ein frommes Genie bist und ich ein kleinkarierter Depp.

 

Ich sehe bislang keine Veranlassung, auf Deine Argumente einzugehen, weil Du erstens, wie Merkur schon angemerkt hat, scheinbar von christlicher Anthropologie nicht allzu viel mitbekommen hast und zweitens mit Begriffen argumentierend operierst, deren Definition vollkommen in Dunkel ist.

Was bspw. ist "sexuelle Reife" und wie erreicht man die? Wer definiert das mit welcher Autorität anhand welcher Kriterien? Muss bspw. jeder da vor der Ehe schon gevögelt haben? Und wenn ja, warum? Und wie viele Menschen? Und warum nicht mehr als die? Wenn doch nicht, warum nicht?

Fragen über Fragen (hier nur ein kleiner Ausschnitt), die für eine wissenschaftliche Definition geklärt sein müssten, derer Du Dich zu gebrauchen behauptest...

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Spadafora
vor 14 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

 

Das ist eine Annahme des Glaubens. Genauso wie die Annahme im Paradies von 72 jungen Mädchen geliebt zu werden, die immer wieder Jungfrauen werden.

 

 

richtig und daher objektiv ohne jede bedeutung bestenfalls von historischem Interesse

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iskander
vor 3 Stunden schrieb rorro:

 

Ich sehe bislang keine Veranlassung, auf Deine Argumente einzugehen, weil Du erstens, wie Merkur schon angemerkt hat, scheinbar von christlicher Anthropologie nicht allzu viel mitbekommen hast und zweitens mit Begriffen argumentierend operierst, deren Definition vollkommen in Dunkel ist.

Was bspw. ist "sexuelle Reife" und wie erreicht man die? Wer definiert das mit welcher Autorität anhand welcher Kriterien und warum? 

Muss bspw. jeder da vor der Ehe schon gevögelt haben? Und wenn ja, warum? Und wie viele Menschen? Und warum nicht mehr als die? Wenn doch nicht, warum nicht?

 

Man muss nicht jeden Begriff lang und breit definieren und operationalisieren, damit er verständlich wird; das weißt Du doch selbst.

Wenn Du unbedingt eine Definition willst, dann nimm von mir aus gerne die des Katechismus für "Keuschheit" und ersetze "Keuschheit" durch "Reife":

 

"Keuschheit bedeutet die geglückte Integration der Geschlechtlichkeit in die Person und folglich die innere Einheit des Menschen in seinem leiblichen und geistigen Sein."

 

Das ist natürlich auch vage, aber man versteht es doch, wenn man möchte. Man kann auch einige konkrete Einschlusskriterien (notwendige Bedingungen) nennen: Etwa, dass jemand ein selbstbewusstes Verhältnis zu seiner Sexualität hat, dass er seine sexuellen Präferenzen kennt; dass er nicht - wie dies angeblich bei manchen Priestern der Fall ist - aufgrund fehlender eigener Entwicklung auf sehr junge Sexualpartner steht, weil er mit älteren überfordert wäre. 

 

Und Entschuldigung, ich bin nicht so dumm, meine Thesen in meine Definitionen zu packen und dann davon ausgehend zu "argumentieren" - also "sexuelle Reife" so zu definieren, dass sie eo ipso der kath. Moral widerspricht, um dann zu "schließen", dass sexuelle Reife der kath. Moral widerspricht.

Ich weiß nicht, ob jemand unbedingt einen Sexualpartner der mehrere haben musste, um sexuelle Reife zu erlangen; das ist eine empirische Frage, und ich kann da keine definitiven Antworten geben. Aber ich halte es für extrem unplausibel, dass es der sexuellen Entwicklung zuträglich sein soll, wenn ein Mensch bis zur Ehe keinen sexueller Gedanke erlebt, und wenn doch, dann nur als etwas entschieden zu Bekämpfendes.

 

Wenn wir uns wenigstens auf obige Minimalbedingungen für sexuelle Reife einigen können, dann kannst Du mir ja erklären, wie es zu einem positiven und selbstbewussten Verhältnis zur eigenen Sexualität und zur Ausbildung eigener sexuellen Präferenzen beiträgt, wenn jeglicher sexuelle Impuls ängstlich gemieden und verdrängt werden muss, und wenn jedes eigene sexuelle Erleben stets nur als Gefahr zur (schweren) Sünde oder als (schwere) Sünde erlebt werden kann. Wie kann man sich mit etwas positiv auseinandersetzen und es integrieren, was überhaupt nicht erlebt werden darf, und wenn doch, dann immer nur als dezidiert negativ, bedrohlich, schuldhaft und/oder ich-dyston?

 

Und vielleicht kannst Du mir bei der Gelegenheit dann auch noch die anderen unbeantworteten Fragen beantworten, die ich gestellt hatte (Zitate von mir):
 

Zitat

 

- Wie soll jungen Menschen angesichts dieser Moral [die kath. Sexualmoral] glaubwürdig vermittelt werden, dass ihre erlebte, reale, konkrete Sexualität (im Gegensatz zu einer abstrakten zukünftigen ehelichen Sexualität) etwas Positives ist? (Oder soll ihnen das gar nicht vermittelt werden, oder vielleicht im Gegenteil vielleicht sogar, dass ihre reale Sexualität etwas Negatives sei?)

 

 

Und:

 

Zitat

 

Natürlich hat der Mensch zahlreiche Möglichkeiten, schwer zu sündigen. Das habe ich nie bestritten und das geht an meiner Argumentation völlig vorbei. Mein Punkt war, dass auf sexuellem Gebiet faktisch (aber keineswegs nur kontingenterweise!!) viel mehr "schwere Sünden" anzutreffen sein dürften als in jedem anderen Gebiet (Kirchengebote mal ausgenommen). Vor allem im Fall von anständigen, menschenfreundlichen Zeitgenossen.

 

Nochmals: Wie viele Leute, vor allem wenn sie gutwillig sind, werden häufig "grausam", häufig in erheblichem Maße ausbeuterisch sein, häufig erhebliche Wertgegenstände stehlen usw? Wie viele werden sich hingegen regelmäßig gegen die kath. Sexualmoral "versündigen"?  Und viele Jugendliche etwa einer Firmgruppe  - vor allem die gutmeinenden, netten - werden im Sinne eines grob antisozialen Verhaltens  schon "schwer gesündigt" haben oder das gar regelmäßig tun? Und wie viele hingegen werden regelmäßig im Sinne der kath. Sexualmoral "schwer sündigen"? [...] Du gehörst zu jenen "Konservativen", die zwar unbedingt an einer Sexuallehre festhalten wollen, die die menschliche Sexualität in der Konsequenz zu einem Riesen-Problem macht, die aber nicht zugeben wollen, dass diese Sexuallehre aus der menschlichen Sexualität in der Konsequenz ein Riesen-Problem macht!

 

 

Edited by iskander
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