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Extremismus als reale politische Gefahr?


Shubashi

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vor 5 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Schon wieder?

 

Er hat, wenig überraschend, deinen Beitrag nicht verstanden.

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Hier ein weiterer Fall von Extremismus, den ich für gefährlicher halte als Extremismusgefahr durch die AfD, und der aber der AfD Zulauf bringt, weil er den Staat als machtlos demonstriert:

 

https://www.focus.de/panorama/zdf-doku-gibt-schockierende-einblicke-granaten-ehre-deutschland-als-opferstaat-stuttgarter-bandenkrieg-eskaliert_id_259662849.html?fbc=fb-shares&fbclid=IwAR0qTLqcAQCm9XAl1AOgqHUV7BU19K43Ao_gqu1dU15RWFibQG_fzSL7dhg

 

Die Message ist: Du bist nicht sicher in deinem eigenen Land, du bist für uns nur Opfer, und niemand schützt dich.

 

Und ja, jeden der Beteiligten, den man remigrieren kann, sollte man mMn schnellst möglich rausschmeißen.

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vor 1 Minute schrieb rince:

Und ja, jeden der Beteiligten, den man remigrieren kann, sollte man mMn schnellst möglich rausschmeißen.

Mach dir doch bitte nicht die Wortwahl der Rechtsextemen zu eigen. Danke!

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vor 6 Minuten schrieb Moriz:

Mach dir doch bitte nicht die Wortwahl der Rechtsextemen zu eigen. Danke!

Es ist bekanntlich nicht die Wortwahl der Rechten.

 

https://www.t-online.de/region/berlin/id_100334030/rostock-sucht-sachbearbeiter-fuer-remigration-umstrittene-ausschreibung-.html

 

Ich überlasse ihnen nicht die Deutungshoheit über die Sprache

 

Ich esse auch weiter Brot und trinke Wasser und schlafe in einem Bett, auch wenn ich damit Verhaltensweisen der Rechtsextremen übernehmen sollte.

bearbeitet von rince
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vor 10 Minuten schrieb rince:

Darin wird auch die entscheidende Ursache genannt:

Zitat

bildungsferne Millieus

bildungsfernen Milieus
bildungsfernen Milieus
bildungsfernen Milieus
bildungsfernen Milieus

Dagegen hilft weder Abschiebung noch Ausschaffung noch (meist freiwillige) Remigration, sondern nur Bildung und Zukunftschancen.

Was leider auch ein kultursprezifisches Problem ist - die vietnamesichen Boat-People vor einem halben Jahrhundert haben solche Probleme wohl nicht gemacht.

bildungsfernen Milieusbildungsfernen Milieus
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vor 3 Minuten schrieb Moriz:

Du hast mich nicht verstanden. Schade!

Doch. Ich halte trotzdem nichts von Sprachverboten.

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vor 47 Minuten schrieb rince:
vor 51 Minuten schrieb Moriz:

Du hast mich nicht verstanden. Schade!

Doch. Ich halte trotzdem nichts von Sprachverboten.

 

Du verstehst den Zweck nicht! Sprachverbote haben einen ganz einfachen Grund. Indem man möglichst viele Wörter zu Unwörtern erklärt, möchte man vor allem verhindern, daß über bestimmte Dinge laut nachgedacht wird. Es geht also eigentlich nicht um Sprach-, sondern um Denkverbote! 

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vor 9 Minuten schrieb Marcellinus:

Du verstehst den Zweck nicht! Sprachverbote haben einen ganz einfachen Grund. Indem man möglichst viele Wörter zu Unwörtern erklärt, möchte man vor allem verhindern, daß über bestimmte Dinge laut nachgedacht wird. Es geht also eigentlich nicht um Sprach-, sondern um Denkverbote! 

Wie man an der Debatte um das Gendern in der Sprache leicht erkennen kann.

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vor einer Stunde schrieb rince:

Ich verstehe die Aufregung nicht. Seit 2015 politisch so gewollt und gefördert. Und angeblich bildet doch der Regierungswillen den Volkswillen ab. Also ist es ja anscheinend das Volk, daß das so haben möchte.

 

Ich würde mir ja meine Staatsbürgerschaft gegen einen angemessenen Geldbetrag vom Staat abkaufen lassen, damit ich hier die Wahlergebnisse nicht mehr ruiniere. Aber auf die Idee mal ein solches Angebot zu machen, kommt ja auch keiner.

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vor 13 Minuten schrieb Chrysologus:

Wie man an der Debatte um das Gendern in der Sprache leicht erkennen kann.

Niemand verbietet dir zu Gendern.

 

Dass Behörden und Schulen sich an die allgemein gültig festgelegten Regeln der deutschen Sprache halten sollen, hat nichts mit einem Verbot zu tun. 

 

Auch ständige Wiederholungen machen Lügen nicht wahrer.

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vor einer Stunde schrieb Moriz:

Du hast mich nicht verstanden. Schade!

 

Ich habe eher den Eindruck, dass du @rince nicht verstanden hast.

Wollen wir zulassen, dass uns Extremisten welcher Seite auch in unseren Ausdrucksformen immer weiter einschränken,  weil sie Begrifflichkeiten übernehmen und in ihrer Bedeutung verändern und/ erweitern oder aber uns in weitreichender Weise vorschreiben,  welche Ausdrucksweise moralisch vertretbar und welche nicht vertretbar ist? 

Dazu vielleicht als Beispiel nachdenkenswert:

In Kempten gab es einen Faschingswagen mit einem Plakat, auf dem stand: "Deutschland macht überall auf die Tor, drum sing die ganze Dschungelschar im Chor". 

Wie auch immer.....der Wagen fand nicht unbedingt Anklang bei den Zuschauern. Das kann jeder Zuschauer dann auch direkt frei äußern, indem er den vorbeifahrenden Wagen eventuell ausbuht oder so etwas. 

Der Wagen wurde zuvor von der Polizei, wie alle anderen Wagen, überprüft, dabei fiel ihnen nichts auf, allerdings habe man auch nur die VErkehrstauglichkeit geprüft. Aber nun ja, so klein dürfte das Plakat nicht gewesen sein, dass es übersehen worden sein könnte.

Jedenfalls sieht sich die Polizei im Nachgang bemüßigt wegen des Verdachts auf Rassismus zu ermitteln. Es gebe zwar keine Anzeige, aber man habe "Erkenntnis erlangt". Ähm....was bitte soll das denn heißen? Wie kam es zu dieser Erkenntnis? Jedenfalls wird jetzt ermittelt wegen des Verdachts auf Rassismus und was bekommen wir zu lesen?

Zitat

Weil am vergangenen Samstag beim Faschingsumzug in Kempten ein rassistisches Plakat auf einem Traktor befestigt war, ermittelt jetzt die Polizei.

Quelle

 

Aha, die Polizei ermittelt wegen eines Verdachts auf Rassismus, aber BR24 weiß bereits, dass das Plakat rassistisch war. So stelle ich mir sauberen Journalismus nicht vor.

In der SZ liest sich das erfreulicherweise etwas sauberer. Da wird getitelt:

Brauchtum - Kempten (Allgäu) : Ermittlungen wegen mutmaßlich rassistischer Vorfälle

Im Artikel heißt es dann:

 

Zitat

Strafrechtlich relevant oder "nur" ehrverletzend und unfreundlich - die Grenzen sind im Fasching gelegentlich fließend. 

 

Ja, die Grenzen sind fließend. Natürlich ist das nicht unbedingt alles freundlich, wie da im Fasching etwas aufs Korn genommen wird. Es ist nicht freundlich, wenn Scholz als Faultier, Lindner als (Spar-)Schwein und Baerbock als Elefant dargestellt wird. Es ist auch nicht freundlich, wenn die Ampelregierung leidglich als drei Ampelmännchen dargestellt werden, die eine Alice Weidel überdimensional aufblähen. Das ist weder für die Ampelregierung noch für Weidel sonderlich schmeichelhaft. Und ja, es kann auch tatsächlich zu rassistischen usw Vorfällen kommen, die dann tatsächlich auch strafrechtlich verfolgt werden sollten.

Aber wollen wir nun wirklich permanent überlegen müssen, ob etwas von irgendjemand als strafrechtlich relevant erachtet und deshalb angezeigt wird? Wollen wir ein gesellschaftliches Klima, in dem jeder jederzeit jedes Wort auf die Goldwaage legen muss, weil er damit rechnen muss, ansonsten umgehend mit dem Vorwurf irgendeines "-ismus" konfrontiert und strafrechtlichen Ermittlungen entgegensehen zu müssen? 

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vor 41 Minuten schrieb Chrysologus:
vor 51 Minuten schrieb Marcellinus:

Du verstehst den Zweck nicht! Sprachverbote haben einen ganz einfachen Grund. Indem man möglichst viele Wörter zu Unwörtern erklärt, möchte man vor allem verhindern, daß über bestimmte Dinge laut nachgedacht wird. Es geht also eigentlich nicht um Sprach-, sondern um Denkverbote! 

Wie man an der Debatte um das Gendern in der Sprache leicht erkennen kann.

 

Wieso? Wird etwa verboten, über das Thema Gendern zu sprechen und laut nachzudenken? 

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vor 7 Minuten schrieb Die Angelika:
vor 49 Minuten schrieb Chrysologus:
vor 59 Minuten schrieb Marcellinus:

Du verstehst den Zweck nicht! Sprachverbote haben einen ganz einfachen Grund. Indem man möglichst viele Wörter zu Unwörtern erklärt, möchte man vor allem verhindern, daß über bestimmte Dinge laut nachgedacht wird. Es geht also eigentlich nicht um Sprach-, sondern um Denkverbote! 

Wie man an der Debatte um das Gendern in der Sprache leicht erkennen kann.

 

Wieso? Wird etwa verboten, über das Thema Gendern zu sprechen und laut nachzudenken? 

Soweit man dabei gendert - teilweise ja. Bestimmte Dinge dürfen - wenn es nach manchem:r geht, nicht gesagt oder geschrieben werden.

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vor 8 Minuten schrieb Chrysologus:

Soweit man dabei gendert - teilweise ja. Bestimmte Dinge dürfen - wenn es nach manchem:r geht, nicht gesagt oder geschrieben werden.

Klar darfst du dich öffentlich zum Affen machen 😀

 

Ausserdem kann man so viel leichter die ldioten und Dummköpfe um sich herum erkennen. 

bearbeitet von rince
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vor 15 Minuten schrieb Chrysologus:

Soweit man dabei gendert - teilweise ja. Bestimmte Dinge dürfen - wenn es nach manchem:r geht, nicht gesagt oder geschrieben werden.

 

In öffentlich finanzierten Behörden und Medien nicht! Was du machst oder schreibst, ist deine Sache, und meine dann, ob ich es lese oder nicht.

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vor 23 Minuten schrieb Chrysologus:

Soweit man dabei gendert - teilweise ja. Bestimmte Dinge dürfen - wenn es nach manchem:r geht, nicht gesagt oder geschrieben werden.

 

Ich bin ja der Ansicht, dass Vokale in der deutschen Sprache vernachlässigt werden, weshalb sie für viele Menschen schwer erlernbar ist. Daher sollten meines Erachtens Konsonanten, die ohnehin sehr ähnlich klingen und daher schwer unterscheidbar sind, durch Vokale ersetzt werden.

Konkret sollte man sich zuerst das d und das t vornehmen, weil das selbst Muttersprachler zu unterscheiden schwerfällt. Das T sollte durch den Vokal a ersetzt werden.

Daher sollte es nicht mehr heißen:

Der Theodor isst gerne Torten mit Schlagsahne

Sondern:

Der Aheodor issa gerne Aoraen mia Schlagsahne.

 

Aja und während ich über diesen meinen Vorschlag diskuaiere, seaze ich meinen Vorschlag selbsaversaändlich umgehend in die Praxis um.

Aas isa kein Problem. Sollaesa du anderer Meinung sein, habe ich damia kein Problem, möchae aber, dass du Absaand davon nimmsa, mir miazuaeilen, dass du damia Schwierigkeiaen hasa. 

Schließlich denke ich dabei genau an die Inklusion von Muaaersprachlern, die in Franken beheimaaea sind. 

Spoiler

Scheibenkleisaer! Wie soll der Aiwanger mia dieser Änderung klarkommen? Der spricha doch rgional bedinga das a als o. Vielleicha sollae ich besser das o ansaelle des a einführn wollen....

 

 

bearbeitet von Die Angelika
inkonsequenae De-Aeisierung der Sprache durch Erseazung des Buchsaaben t durch a
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vor 32 Minuten schrieb Chrysologus:

Nun, Inhalt war noch nie Deine Stärke, ad personam um so mehr. Immer noch keinen SUV gekauft?

Mein Smart und die beiden Fahrräder reichen vollkommen aus 😊

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vor 1 Stunde schrieb Die Angelika:

Wollen wir zulassen, dass uns Extremisten welcher Seite auch in unseren Ausdrucksformen immer weiter einschränken,  weil sie Begrifflichkeiten übernehmen und in ihrer Bedeutung verändern und/ erweitern oder aber uns in weitreichender Weise vorschreiben,  welche Ausdrucksweise moralisch vertretbar und welche nicht vertretbar ist? 

 

Genau das will ich nicht!

 

'Remigration' ist ein neutraler Begriff aus der Soziologie, der die - meist freiwillige - Rückkehr von Migranten in ihr Heimatland beschreibt. Für die erzwungene Rückkehr gibt es spezifischere Begriffe: Abschiebung, Ausweisung, meinentwegen auch 'erzwungene Remigration', vielleicht auch Deportation.

Die Rechtsextremen wollen nun die erzwungene Heimkehr von Migranten mit dem neutralen und ungefährlich klingenden Wort 'Remigration' belegen um mit klareren, ehrlicheren Begriffen keinen Anstoß zu erregen. Deswegen finde ich, daß alle normaleren Menschen diesen Bedeutungswandel nicht mitmachen sollten und Ausweisungen etc. beim spezifischen Namen nennen sollten und nicht hinter einem neutralen Begriff verstecken sollten.

Lasst uns das Wort 'Remigration' so oft wie möglich benutzen - aber eben in seiner neutralen Bedeutung, nicht in dem Sinne, in dem die Rechtsextremen es gerne nutzen. Dafür haben wir ehrlichere Begriffe.

 

Bei 'HH' denke ich ja auch nur an die Kfz-Kennzeichen der Hansestadt Hamburg, und das ist gut so!

 

 

bearbeitet von Moriz
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vor 12 Minuten schrieb Moriz:

 

Genau das will ich nicht!

 

'Remigration' ist ein neutraler Begriff aus der Soziologie, der die - meist freiwillige - Rückkehr von Migranten in ihr Heimatland beschreibt. Für die erzwungene Rückkehr gibt es spezifischere Begriffe: Abschiebung, Ausweisung, meinentwegen auch 'erzwungene Remigration', vielleicht auch Deportation.

Die Rechtsextremen wollen nun die erzwungene Heimkehr von Migranten mit dem neutralen und ungefährlich klingenden Wort 'Remigration' belegen um mit klareren, ehrlicheren Begriffen keinen Anstoß zu erregen. Deswegen finde ich, daß alle normaleren Menschen diesen Bedeutungswandel nicht mitmachen sollten und Ausweisungen etc. beim spezifischen Namen nennen sollten und nicht hinter einem neutralen Begriff verstecken sollten.

Lasst uns das Wort 'Remigration' so oft wie möglich benutzen - aber eben in seiner neutralen Bedeutung, nicht in dem Sinne, in dem die Rechtsextremen es gerne nutzen. Dafür haben wir ehrlichere Begriffe.

 

Bei 'HH' denke ich ja auch nur an die Kfz-Kennzeichen der Hansestadt Hamburg, und das ist gut so!

 

 

Und bei SS denken hoffentlich alle hier an "Schwangerschaft" ;) 

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Manchmal schlagen Diskussionen hier Zacken, die ich auch bei dreimal lesen nicht verstehe oder nachvollziehen kann.

Wie auch immer: ich denke, politischen Extremismus sollte man erstmal von normaler Kriminalität unterscheiden.

Es gibt Staaten, wie Russland, oder aktuell auch Ecuador oder El Salvador, wo Kriminalität und politisches System sich gegenseitig bedingen. Zum Glück sind wir in Europa nur in Ansätzen davon betroffen, es gibt sie in Belgien und den Niederlanden, wo die Narco-Kartelle sich bewusst gegen die Politik wenden. Politische Morde durch die Politik gab es wohl in der Slowakei und auf Malta. Ein anderer Aspekt ist die politische Korruption in Ungarn, wo die Kumpel von Orban sich bewusst an Staatsmitteln und EU-Gelder gesundstoßen, und die nationale Justiz weitgehend ausgeschaltet ist.

Dass Phänomen, dass Kriminalität bizarre, die innere Sicherheit gefährdende Ausmaße annimmt und die Polizei dann die Strukturen nicht mehr kontrollieren kann, würde ich davon erstmal ausnehmen. Sowas kann die Ursache in einer ideologisch verblendeten Politik die Ursache haben - aber diese Ursachen sind oft sehr unterschiedlich. In Schweden ist es eine weitgehend gescheiterte Immigrations- und Integrationspolitik, in Italien war die Mafia aber eine rein inneritalienische Entwicklung.

Insgesamt aber eher ein Thema der Politik und Gesellschaft allgemein.

bearbeitet von Shubashi
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Im Tagesspiegel ein interessantes Interview zum Thema „Wohnen und Armut“, das auch auf Extremismus eingeht:

Quote

Hier sehen wir die Auswirkungen vor allem am Wahlverhalten. In Problemvierteln gehen die meisten überhaupt nicht wählen. Damit sind sie nicht kampagnenfähig, also haben ihre Stimmen für Politiker unter Umständen weniger Gewicht. Wer für eine Wahl nicht ausschlaggebend ist, muss in Wahlprogrammen auch nicht berücksichtigt werden. Ein Teufelskreis. Gleichzeitig wählen die, die doch wählen, häufig extrem. In einigen Vierteln kamen AfD und Linke in Summe auf knapp 70 Prozent, etwa in den meisten Großwohnsiedlungen in Erfurt bei der letzten Thüringer Landtagswahl. …


Die Armut sammelt sich dabei v.a. in Großsiedlungen, die im Osten oft mit den Plattenbausiedlungen aus DDR-Zeiten identisch sind.

Extremistische Besonderheiten im Osten haben hier also tlw. materiell-konkrete Ursachen. Verschärft wird die Situation zudem durch die Zuwanderungspolitik, die wiederum direkt auf die Bildungssituation der dort lebenden Kinder durchschlägt - ohne gemeinsame Sprache, mit oft durch Traumatisierung geprägten Biographien, ist eine gescheiterte Bildungskarriere für große Teile der dort Beschulten vorprogrammiert. Weshalb sozial Bessergestellte, welche die aktuelle Wohnungsnot dorthin verschlägt, ihre Kinder meist außerhalb dieser Viertel beschulen lassen.

Der Autor ist zudem skeptisch, dass das 20 Mrd-Sonderprogramm des Bundes etwas daran ändern wird - das Geld kann zwar in Bauten fließen, die Personalfrage bleibt aber Ländersache.

bearbeitet von Shubashi
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vor 5 Stunden schrieb Die Angelika:

Aber wollen wir nun wirklich permanent überlegen müssen, ob etwas von irgendjemand als strafrechtlich relevant erachtet und deshalb angezeigt wird? Wollen wir ein gesellschaftliches Klima, in dem jeder jederzeit jedes Wort auf die Goldwaage legen muss, weil er damit rechnen muss, ansonsten umgehend mit dem Vorwurf irgendeines "-ismus" konfrontiert und strafrechtlichen Ermittlungen entgegensehen zu müssen? 

Meiner Einschätzung nach wird hier vollkommen künstlich und überflüssig ein "Problem" konstruiert. Die möglichen Straftatbestände sind bekannt ( z.B. StGB 130 oder 185 ). Dass die Polizei " ermittelt" ist bei möglichen "Verdachtsfällen" ein vollkommen normaler Vorgang. Bis zu einem förmlichen Verfahren durch die Staatsanwaltschaft oder gar einem Strafprozess sind es doch noch sehr weite Schritte. 

 

Deine Frage kommt mir so vor, wie jemand, der Auto fährt, obwohl er etwas getrunken hat. So jemand muss ja auch ständig überlegen, ob der Alkoholkonsum "noch im Rahmen ist" ( wie weit er gehen kann ) Auf der sicheren Seite ist man auf jeden Fall, wenn man ganz auf Alkohol beim Autofahren verzichtet. 

 

Wenn jemand "begründet" die Befürchtung hat wie du schreibst, dass es gegen ihn strafrechtliche Ermittlungen geben wird, dann bewegt er sich eben ganz real in diesem Bereich.... und er muss dann eben auch die möglichen strafrechtlichen Grenzen tragen, sollte zB StGB 130 infrage kommen....

 

Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wieso man auch bei harten kontroversen Diskussionen sich nicht an gewisse Regeln des Umgangs halten soll. Kabarett, Satire, Commedy sind eigene "Gattungen" und natürlich gilt auch: "Satire darf alles" aber auch hier gilt das StGB als rechtliche Grenze.... 

.....und ob Humor auf Kosten von bestimmten Gruppen besonders "lustig" ist... auch eine Geschmacks- und Niveaufrage...... 

 

 

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