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Eine christliche Perspektive auf den Umgang mit der AfD


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Geschrieben

Was das „Regierungsprogramm“ der AfD zu Sachsen-Anhalt angeht, steht da nicht ein Punkt zur Wirtschaft. Wovon sollen die Menschen da also nach Vorstellung der Partei leben?

So was ist in der heutigen Lage höchstens als schlechter Witz geeignet und macht allenfalls auf Kulturkampf mit Medien-Themen.

Nur: um das festzustellen, brauche ich tatsächlich keinerlei kirchliche Empfehlung. Meiner Meinung bräuchte es dazu v.a. eine vernünftige sachorientierte Debatte.

Geschrieben
vor 34 Minuten schrieb Shubashi:

Was das „Regierungsprogramm“ der AfD zu Sachsen-Anhalt angeht, steht da nicht ein Punkt zur Wirtschaft. 

 

Das ist falsch. Es gibt große Felder mit Unterpunkten. Wirtschaft als großes Feld (zusammen mit Tourismus) kommt als IX.

Geschrieben
57 minutes ago, rorro said:

 

Das ist falsch. Es gibt große Felder mit Unterpunkten. Wirtschaft als großes Feld (zusammen mit Tourismus) kommt als IX.


Ups. Ja, danke, nicht weit genug runter gescrollt, jetzt habe ich es gefunden.

Geschrieben
1 minute ago, Shubashi said:


Ups. Ja, danke, nicht weit genug runter gescrollt, jetzt habe ich es gefunden.


PS Inhaltlich halte ich da allerdings einiges für daneben - aus den Russlandsanktionen aussteigen geht als Land definitiv nicht. Und es bestärkt meine Bedenken, wen die AfD für ihre Brüder im Geiste hält.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Guppy:

Noch ein paar Beispiele:

 

- CDU/CSU waren früher immer vehemente Verfechter der Kernkraft.

 

- CDU/CSU waren früher immer gegen "Multikulti" und mehr Zuwanderung. Deutschland sollte niemals ein Einwanderungsland werden. Die bereits in Deutschland befindlichen Einwanderer sollen sich integrieren und der christlich-abendländischen Leitkultur anpassen, oder eben wieder gehen. Das war früher ganz normale Standard-Position der Christdemokraten.

 

- CDU/CSU waren früher immer gegen Abtreibung und für das konservative, christliche Familienbild.

 

- CDU/CSU waren immer europäisch, stimmt. Beim Euro gab es nach meiner Kenntnis aber z.B. gerade aus Bayern vom Stoiber mächtige Bedenken und Gegenwind.

 

Wäre halt die Frage, ob es "rechtsextrem" sein kann, für die D-Mark zu sein, wie wir sie in Deutschland von 1949 bis 2002 hatten oder für ein Europa zu sein, wie wir es bis zum Vertrag von Maastricht 1993 hatten usw.

 

 

Die Gesellschaft war damals anders.

 

Als ich mit 15 meinen Tanzkurs in der Tanzschule am Deutschen Theater in München machte, meinte der Tanzlehrer, Mädchen dürften miteinander tanzen, Jungs nicht, man wisse ja hoffentlich, warum (Ich wusste es nicht btw., das Wort Schwule oder Homosexualität war weder in meinem passiven noch aktiven Wortschatz).

 

Und die Tanzschule war definitiv nicht an kirchlichen Lehren interessiert.

 

Das Problem ist, die AfD hätte gerne die alten Zeiten zurück, möglichst ohne die Alternativen, die es damals gab. Ich hätte Bonn auch gerne wieder als Bundeshauptstadt, wenn du mich fragst.

Geschrieben
6 hours ago, nannyogg57 said:
6 hours ago, rorro said:

Ja, auch ihre Zusammensetzung.

Offensichtlich ist das etwas, was einen nicht geringen Prozentsatz der Bevölkerung stört und der dann die AfD wählt.

Sie wird nicht mehr zurück kommen, diese Gesellschaft.

Sie hat sich massiv geändert in den letzten 20 Jahren oder so. Aber ist es besser geworden? Eine Mehrheit, scheint mir, verneint dies. Nicht nur ein paar alte senile Säcke.

Die Politiker sind überfordert von diesen gesellschaftlichen Veränderungen. Sie managen sie nicht, sondern laufen ihnen hinterher und erklären sie dann für gut, unumkehrbar, alternativlos, was immer ihnen gerade für Floskeln einfallen. Und machen dabei exorbitante Schulden und die Bürokratie wuchert ins uferlose. Kanada Deutschland und Europa unterscheiden sich da nicht gross.

 

Ja es braucht ein radikales umdenken, man sieht ja wie der Zug in die Wand donnert. Mit wäre eine ausgewiesene Experten-Regierung auch lieber als dieser AfD-Haufen, aber die (ehemaligen) Volksparteien sind leider alle kläglich gescheitert. Was bleibt da noch, ehrlich?

Geschrieben

Warum toleriert die Afd denn dann Alice Weidel, die mit einer Frau zusammen lebt?

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb nannyogg57:

Die Gesellschaft war damals anders.

 

Als ich mit 15 meinen Tanzkurs in der Tanzschule am Deutschen Theater in München machte, meinte der Tanzlehrer, Mädchen dürften miteinander tanzen, Jungs nicht, man wisse ja hoffentlich, warum (Ich wusste es nicht btw., das Wort Schwule oder Homosexualität war weder in meinem passiven noch aktiven Wortschatz).

 

Und die Tanzschule war definitiv nicht an kirchlichen Lehren interessiert.

 

Das Problem ist, die AfD hätte gerne die alten Zeiten zurück, möglichst ohne die Alternativen, die es damals gab. Ich hätte Bonn auch gerne wieder als Bundeshauptstadt, wenn du mich fragst.

 

Vieles, was die AfD heute so sagt, war doch früher einfach allgemein der normale Konsens, unabhängig von Partei oder Konfession.

 

Simples Beispiel: Dass es nur zwei Geschlechter, Männer und Frauen gibt, da hätte doch selbst vor 20 Jahren noch jeder geistig gesunde Mensch zugestimmt, vom konservativen Katholiken bis zum Kommunisten. Vor 40 Jahren wäre man vermutlich in die Psychiatrie eingeliefert worden, wenn man behauptet hätte es gäbe hundert Geschlechter und jeder könne sich einmal im Jahr sein Geschlecht neu aussuchen.

 

Oder dass die Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau bestehen kann, das hätte dir früher auch jeder Sozialdemokrat sofort unterschrieben.

 

Als ich zur Schule ging hatte man das Thema Sexualität einfach im Biounterricht. Einfach naturwissenschaftlich-sachlich die Anatomie, Keimdrüsen, Befruchtung, Einnistung, Entwicklung von der Zygote, Embryo, Fötus. Das wars. Keine woke-queer-bunte Frühsexualisierung, keine "sexuelle Vielfalt", Gender- und Regenbogen-Ideologie in der Schule. Gab es schlicht nicht.

 

Kernenergie? Da waren doch noch in den 80ern alle dafür, ausser eben die Grünen. Selbst Merkel war bis 2011 noch Anhängerin der Kernkraft.

 

Einwanderung? Da waren schon Schmidt und Kohl ablehnend. Die sahen es doch schon als Fehler an, dass man die türkischen Gastarbeiter nicht in den 70ern wieder nach Hause geschickt hat. Da habe ich so einige Artikel von früher gelesen.

 

Was ich damit sagen will: Was früher zum Teil ganz normaler Mainstream der deutschen Gesellschaft war oder zumindest im bürgerlich-konservativen Lager eine Selbstverständlichkeit, das wird heute als irgendwie gefährlich und "rechtsextrem" dargestellt. Und was früher ausserhalb extrem linker und grüner Kreise allgemein als völlig verrückt angesehen worden wäre, das soll heute als allgemeine Norm für die ganze Gesellschaft implementiert werden, wobei Widerspruch nicht geduldet und als "rechtsextrem" diffamiert wird.

 

 

bearbeitet von Guppy
Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Guppy:

Als ich zur Schule ging hatte man das Thema Sexualität einfach im Biounterricht. Einfach naturwissenschaftlich-sachlich die Anatomie, Keimdrüsen, Befruchtung, Einnistung, Entwicklung von der Zygote, Embryo, Fötus. Das wars.

Wurde in den 1970ern heftigst bekämpft unter dem Schlagwort Frühsexualisierung.

Geschrieben (bearbeitet)

Früher ist ein weites Feld. Früher wurden Kinder noch am Tag ihrer Geburt getauft. Ungetaufte wurden nicht auf dem Friedhof beerdigt, sondern außerhalb. Mädchen gingen nicht aufs Gymnasium. Männer waren bei der Geburt nicht dabei. Wer im Krankenhaus entbinden wollte, brauchte dafür ein Attest. Mädchen erhielten keine Ausbildung. Frauen durften ohne Erlaubnis ihrer Männer nicht arbeiten und kein Konto eröffnen. Menschen mit Posttraumatische Belastungsstörung wurden nicht behandelt. Samstag war ein Arbeitstag ...

 

Alles Sachen, die ich aus meinem Umfeld kenne, meiner Familie (meine Tante durfte nicht aufs Gymnasium, meine Schwiegermutter hatte als älteste Tochter keine Ausbildung ...).

 

Früher war nicht alles besser und auch nicht alles schlechter, aber wir werden da nicht mehr hinkommen und eigentlich will da auch kaum einer hin.

bearbeitet von nannyogg57
Geschrieben (bearbeitet)
vor 21 Minuten schrieb nannyogg57:

Früher war nicht alles besser und auch nicht alles schlechter, aber wir werden da nicht mehr hinkommen und eigentlich will da auch kaum einer hin.

Du willst nicht wieder in jene mythischen Zeiten, als man grüßte, wenn man einen Raum betrat? Seine Stimme senkte, wenn Fremde um einen herum waren?

 

Einer der Aspekte, die sich am täglichen Stadtbild übrigens am unangenehmsten Finde: die unfassbare Lautstärke mit der sich unsere Gäste/Invasoren/angebliche Neubürger beim Unterhalten, Telefonieren oder Medienkonsum über jede Rücksicht auf andere hinwegtönen. Und natürlich nicht auf Deutsch, so daß man sich wahlweise in den Nahenosten, nach Putinistan oder die Tiefen Schwarzafrikas* versetzt fühlt. 

 

Merkwürdigerweise sind Japaner in der Hinsicht das völlige Gegenteil.

 

*in Afrika soll es Sitte sein laut zu reden, damit jeder hören kann, was gesagt wird und alle mitbekommen, daß der Sprecher nichts zu verbergen hat - es nervt einfach nur so unfassbar...

 

Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

bearbeitet von Flo77
Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb nannyogg57:

Sie wird nicht mehr zurück kommen, diese Gesellschaft.

 

Das wissen AfD-Wähler auch, auch wenn sie an ihrem Ideal festhalten.

 

Doch aus ihrer Sicht gibt es massive Fehlentwicklungen, denen es gegenzusteuern gilt.

 

Wer glaubt, daß es die letzten 20 Jahre gesellschaftspolitisch bergab ging, der wird für eine Umkehrung der Politik votieren.

 

Wer die Entwicklung richtig findet, der wird für die bisherigen Machthaber auf Zeit votieren.

 

Freie Wahl.

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb rorro:

Doch aus ihrer Sicht

Du hast mit allen gesprochen, dass du das weißt?

Geschrieben (bearbeitet)
vor 29 Minuten schrieb Chrysologus:

Du hast mit allen gesprochen, dass du das weißt?

 

Nein, aber mit manchen. Und das war bei allen - die sich nicht kannten - gemeinsames Anliegen.

 

Und es war das wichtigste: Fragen wie die Ukraine, Euro oder die EU waren da sekundär. 

Auch wirtschaftliche Fragen waren nicht führend.

 

Es ist eben auch ein Konflikt der „Somewheres“ gegen die „Anywheres“.

bearbeitet von rorro
Geschrieben

Ich sehe auch Fehlentwicklungen: Offen kommunizierte Fremdenfeindlichkeit zum Beispiel.

 

Die einen erregen sich über die lauten Gespräche, ich möchte gerne ein paar Tabus zurück: Den Begriff Remigration zum Beispiel, der jetzt offen kommuniziert wird  (natürlich mit dem Hinweis, man könne trennscharf die bösen von den guten Migranten und Migrantinnen unterscheiden - ja klar, und die Erde ist eine Scheibe. Mit diesem Märchen betreibt die AfD Bauernfängerei), den hätte ich gerne wieder weg aus dem öffentlichen Diskurs.

 

Ich hätte gerne weniger Rechtsextreme, die haben in der letzten Zeit ziemlich zugenommen (und von denen ist im Wahlprogramm der AfD keineswegs die Rede, nur von der Antifa, weil die ist ja derzeit ein echtes Problem, und klar doch, man ist ja so neutral ...).

 

...

Geschrieben
vor 37 Minuten schrieb nannyogg57:

Ich sehe auch Fehlentwicklungen: Offen kommunizierte Fremdenfeindlichkeit zum Beispiel.

Also das ist jetzt ein ziemlich abwegiges Beispiel.

Gerade das war „früher“ doch wesentlich heftiger.

 

Werner

Geschrieben (bearbeitet)
vor 49 Minuten schrieb nannyogg57:

Die einen erregen sich über die lauten Gespräche, ich möchte gerne ein paar Tabus zurück: Den Begriff Remigration zum Beispiel, der jetzt offen kommuniziert wird  (natürlich mit dem Hinweis, man könne trennscharf die bösen von den guten Migranten und Migrantinnen unterscheiden - ja klar, und die Erde ist eine Scheibe. Mit diesem Märchen betreibt die AfD Bauernfängerei), den hätte ich gerne wieder weg aus dem öffentlichen Diskurs.

 

Was genau spricht denn deiner Meinung nach dagegen, dass die Syrer in Deutschland wieder zurück nach Syrien gehen müssen? Die haben bei uns doch angeblich "Schutz" vor dem damals dort stattfindenen Krieg bekommen (warum auch immer sie dafür extra durch die Türkei und halb Europa reisen mussten). Jedenfalls ist der Krieg nun schon lange vorbei, Assad wurde gestürzt, das wurde sogar von den Syrern hier auf unseren Straßen gefeiert. Warum also sollten diese Menschen bitte nicht in ihre Heimat zurückgeschickt werden?

 

Was ist mit den Hundertausenden, die ein Asylverfahren durchlaufen haben und wo von Gerichten rechtskräftig festgestellt wurde, dass diese Menschen keinen Asylgrund haben und deshalb eigentlich verpflichtet sind auszureisen? Warum sollten die nicht endlich abgeschoben werden?

 

Was ist mit denen, die hier Asyl bekommen haben, aber unsere Gesetze nicht achten, Straftaten begehen und schwerste Verbrechen verüben? Warum sollten wir solche Leute hier einen Tag länger erdulden, die unsere Hilfsbereitschaft in dieser Weise ausnutzen?

 

Warum sollten wir über Migranten, die sich hier Mühe geben auf eigenen Beinen zu stehen und sich zu integrieren gleich behandeln wie solche, die hier auf Kosten des Sozialstaates sich ihr Leben finanzieren lassen, unsere Kultur verachten und ihre hier als Parallelgesellschaft weiterleben?

 

Also ich finde, man sollte da schon mal sehr sauber und vernünftig differenzieren.

 

Heisst "Remigration", dass jeder, der keinen "Ariernachweis" bis in die 5. Generation erbringen kann abgeschoben wird, dann bin ich auch dagegen.

 

Heisst "Remigration", dass abgelehnte Asylbewerber, anerkannte Asylbewerber nach Entfallen des Asylgrundes, kriminelle und auf Kosten der Allgemein lebende Migranten Deutschland wieder in Richtung ihrer Heimat verlassen sollen, dann bin ich absolut dafür und sehe auch nicht, was daran unchristlich sein sollte.

 

vor 49 Minuten schrieb nannyogg57:

Ich hätte gerne weniger Rechtsextreme, die haben in der letzten Zeit ziemlich zugenommen (und von denen ist im Wahlprogramm der AfD keineswegs die Rede, nur von der Antifa, weil die ist ja derzeit ein echtes Problem, und klar doch, man ist ja so neutral ...).

 

Also von der Antifa (ebenso von den Jusos und der Grünen Jugend) wurde ich schon mehrfach gezielt als Katholikin angegriffen bzw. habe beoachtet, wie Katholiken gezielt angegriffen wurden von denen. Ich empfehle dir mal am Marsch für das Leben teilzunehmen, dann kannst du das mal live erleben.

bearbeitet von Guppy
Geschrieben (bearbeitet)

Was mich auch mal interessieren würde: Hast du Franz Josef Strauss noch bewusst mitbekommen? Ich habe mehrere Dokus über ihn gesehen, unter anderem auch über seine Kanzlerkandidatur 1980 und den Wahlkampf damals. "Stoppt Strauss" hiess das wohl damals die linke Kampagne um ihn als Kanzler zu verhindern. Die politische Linke dämonisierte Strauss als Faschisten, Rechtsextremen, Gefahr für die Demokratie usw. "Nazis raus"-Gebrüll und linke Gewalt auf jeder Strauss-Kundgebung. Wie gesagt, kenne ich nur aus TV-Dokumentationen. Wäre aber interessant, ob du Erinnerung daran hast. Du sagtest ja, dass du in der JU warst und das müsste ungefähr die Zeit gewesen sein.

bearbeitet von Guppy
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb nannyogg57:

Ich sehe auch Fehlentwicklungen: Offen kommunizierte Fremdenfeindlichkeit zum Beispiel.

Ist Dir der versteckte Hass lieber?

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Guppy:

 

Was genau spricht denn deiner Meinung nach dagegen, dass die Syrer in Deutschland wieder zurück nach Syrien gehen müssen? Die haben bei uns doch angeblich "Schutz" vor dem damals dort stattfindenen Krieg bekommen (warum auch immer sie dafür extra durch die Türkei und halb Europa reisen mussten). Jedenfalls ist der Krieg nun schon lange vorbei, Assad wurde gestürzt, das wurde sogar von den Syrern hier auf unseren Straßen gefeiert. Warum also sollten diese Menschen bitte nicht in ihre Heimat zurückgeschickt werden?

 

Was ist mit den Hundertausenden, die ein Asylverfahren durchlaufen haben und wo von Gerichten rechtskräftig festgestellt wurde, dass diese Menschen keinen Asylgrund haben und deshalb eigentlich verpflichtet sind auszureisen? Warum sollten die nicht endlich abgeschoben werden?

Würdest du auch diejenigen unter denen abschieben, die du hier gerade beschreibst, die hier einen Beruf haben, als Fachkräfte in verschiedenen Bereichen arbeiten, für sich selber sorgen, Steuern zahlen, ihre Kinder in die Schule schicken.....? 

 

Sowohl die Syrer als auch abgelehnte Asylbewerber sind ja nach deiner Auffassung abzuschieben..... oder gibt es nach deiner Auffassung bestimmte Gründe, das Personen beider erwähnten Gruppen doch nicht abgeschoben werden ?

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben (bearbeitet)

ist doch wirklich kein Problem. Abgeschoben werden (a) straffällig gewordene, und (b) wem ein negativer Asylbescheid in Haus geflattert ist. Wenn natürlich die deutsche Bürokratie in Topform 5 Jahre braucht um über einen Asylantrag zu entscheiden, entstehen Probleme. Eltern haben bis dann womöglich Kinder die ihre alte Heimat gar nicht kennen.

 

Da würde ein Gesetz helfen. Wer in x Jahren keinen negativen Asylbescheid erhalten hat gilt als akzeptiert. Dienstliche Konsequenzen gibts aber für den verantwortlichen Sachbearbeiter. Und was auch unakzeptabel ist - es liegt doch am Bewerber, persönliche Verfolgung in seiner Heimat konkret nachzuweisen, und nicht am Staat, ihm das Gegenteil zu beweisen (was ja gar nicht geht). Hält man sich an diese ansich selbstverständliche Prozessführung geht die Sache nämlich sehr schnell. Aber wenn die Typen dann aus den absurdesten Gründen die Ablehnung anfechten können (so 90% aller Anträge) ist was am System faul.

 

bearbeitet von phyllis
Geschrieben
41 minutes ago, Guppy said:

Was mich auch mal interessieren würde: Hast du Franz Josef Strauss noch bewusst mitbekommen? Ich habe mehrere Dokus über ihn gesehen, unter anderem auch über seine Kanzlerkandidatur 1980 und den Wahlkampf damals. "Stoppt Strauss" hiess das wohl damals die linke Kampagne um ihn als Kanzler zu verhindern. Die politische Linke dämonisierte Strauss als Faschisten, Rechtsextremen, Gefahr für die Demokratie usw. "Nazis raus"-Gebrüll und linke Gewalt auf jeder Strauss-Kundgebung. Wie gesagt, kenne ich nur aus TV-Dokumentationen. Wäre aber interessant, ob du Erinnerung daran hast. Du sagtest ja, dass du in der JU warst und das müsste ungefähr die Zeit gewesen sein.

oder die RAF? Auch sone linke Glanzorganisation. Kenn das aber auch nur aus Dokumenten. (70-er, 80-er?)

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Cosifantutti:

Würdest du auch diejenigen unter denen abschieben, die du hier gerade beschreibst, die hier einen Beruf haben, als Fachkräfte in verschiedenen Bereichen arbeiten, für sich selber sorgen, Steuern zahlen, ihre Kinder in die Schule schicken.....? 

 

Sowohl die Syrer als auch abgelehnte Asylbewerber sind ja nach deiner Auffassung abzuschieben..... oder gibt es nach deiner Auffassung bestimmte Gründe, das Perdonen beider erwähnten Gruppen doch nicht abgeschoben werden ?

 

Nein, da sehe ich keine Gründe. Diese Menschen sind unter dem Vorwand "Asyl" bzw. "Kriegsflucht" nach Deutschland gekommen. Wenn diese Menschen keinen Asylgrund haben bzw. der Asylgrund entfallen ist, erlischt aus meiner Sicht deren Aufenthaltsberechtigung und sie sollten in ihre Heimat zurück.

 

Ich fände es nicht in Ordnung, da nun zu sagen:"Okay, ihr seid zwar Asylbetrüger und hättet eigentlich nie in Deutschland sein dürfen, aber wer von euch nun gut Deutsch kann und einen guten Job hat, bei dem drücken wir einfach mal beide Augen zu." Das ist ja auch noch eine Belohnung für Asylbetrug.

 

Ich habe auch nie verstanden, warum wir überhaupt über eine Million Syrer in Deutschland aufgenommen haben. Mit Kriegsflucht hatte das eigentlich auch nichts zu tun, denn sobald diese Menschen die syrisch-türkische Grenze überschritten hatten, waren sie bereits ausserhalb des Kriegsgebietes. Es gab also nie einen Grund aus dem Osten der Türkei über die gesamte Balkanroute bis nach Deutschland zu wandern. Das hatte nichts mit "Flucht", sondern mit dem Wunsch nach einem besseren Leben in einem Land, wo es eben einen hohen Lebensstandard und hohen Sozialleistungen gibt.

 

Das war aus meiner Sicht auch immer so eine pseudochristliche Heuchelei. Wieviele ärmere, ältere, gebrechliche, kranke Syrer hatten niemals den Hauch einer Chance aus ihrer Heimatstadt oder gar aus ihrem Heimatland raus zu kommen um dem Krieg zu entkommen. Das interssierte keinen. Aber den jungen, kräftigen, männlichen, gesunden Syrern, die in der Türkei schon sicher waren, aber ein Leben in Mitteleuropa bevorzugten, für die haben wir Milliardensummen ausgegeben und sind uns ach so mitmenschlich vorgekommen. Survival of the fittest. Total christlich war das. 😐

 

 

 

 

 

 

Geschrieben

Wenn es Kriegsflüchtlinge wären bräuchten sie doch keinen Asylantrag zu stellen. Die sind nach der üblichen Flüchtlingskonvention temporär geschützt bis der Schutzgrund entfallen ist.

Geschrieben (bearbeitet)

Wir haben halt keine vernünftige Einwanderungspolitik und wir werden auch keine bekommen, weil die Angst vor den Fremden eine Mehrheit hat.

 

Ich meine, die AfD von Sachsen-Anhalt kann leicht reden, von wegen, sie brauchen keine Fremden außer Touristen, sie haben ja Beides kaum.

 

In meiner Gemeinde würden sie vermutlich die gesamte Gastronomie, die Leute aus der Pflege und der Müllabfuhr, die Hälfte der Leute im Einzelhandel samt unseren CSU-Bürgermeister mit seinem Trachtenjanker abschieben.

 

Integriert und legal gekommen muss nicht identisch sein btw., das  ist auch so ein schönes AfD-Märchen.

 

Mal kann auch islamischer Extremist sein und gut deutsch sprechen ...

 

Und dann gibt es halt noch das Problem, dass die Länder, in die man gerne abschieben würde, eventuell keine Lust zur Aufnahme haben (aber das Problem kann die AfD sicher lösen, weil wenn die einem anderen Land was anschaffen, dann machen die dort das bestimmt).

 

@Guppy: Achja, wegen der kranken und alten Syrer: Jetzt ehrlich, glaubst du wirklich, es gäbe im Land eine Mehrheit dafür, mit gezielten Programmen pflegebedürftige Leute nach Deutschland zu holen? Die Grünen und die Linken halten das vielleicht für eine gute Idee ... man hat ja selbst bei den Hilfskräften aus Afghanistan Schnappatmung bekommen, weil das sind ja Afghanen und Afghanen sind ja per definitionem gefährlich. Findest du deine Argumentation nicht selbst ein bisserl heuchlerisch?

 

bearbeitet von nannyogg57

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