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Eine christliche Perspektive auf den Umgang mit der AfD


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Geschrieben

Mal zurück zur AfD: stünde es Christen nicht gut zu Gesicht, wenn sie sich mit den Inhalten der offiziellen AfD-Programmatik befaßten?

 

Ich finde es grundsätzlich eine schwierige Entwicklung, daß Politik zunehmend so emotionalisiert und empörungsgetrieben veranstaltet wird, daß Sachfragen nicht mehr eingehend besprochen werden können. Und das hat primär mit der AfD nichts zu tun.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb rorro:

Es gibt nur eine Schwangerschaft im biologischen Sinn.

Es gibt aber eine juristische Einordnung der Schangerschaft. Vor allem der § 218f. STGB beschäftigen sich mit diesem ganz besonderen Zeitabschnitt des menschlichen Lebens. Es dürfte allgemeiner Konsens sein, dass ganz grundsätzlich das menschliche Leben mit der erfolgreichen Verschmelzung von Samen- und Eizelle beginnt...  

 

Die ethische und damit verbundene juristische Frage ist ja, ob der umfassende, uneingeschränkte Lebensschutz schon ab diesem Moment der "Zeugung" greift oder ob es  "Abstufungen" dieses Lebensschutzes gibt. 

 

Die Gesetzgebung und die Rechtsprechung scheint ein solches Konzept der "Abstufungen" vorauzusetzen, andernfalls könnte man sich dann schlicht komplett § 218f. sparen. Die § 211ff. STGB würden dann vollauf genügen. 

 

Auch in allgemeinem Empfinden findet eine Differenzierung statt, die sich dann auch in der Kommunikation über diesen Sachverhalt bemerkbar macht. Es wird doch überwiegend als befremdlich wahrgenommen, wenn man jede Form von "Abbruch" des sich entwickelnden menschlichen Lebens ab der Befruchtung innerhalb der ersten drei Monate umstandslos als "Mord" oder "Kindstötung" bezeichnet.  Im allgemeinen Sprachgebrauch ist ein Fötus / Embryo auf jeden Fall ein menschliches Wesen, aber eben noch kein "Kind".....im umgangssprachlichen Sinn...

 

Wie immer man hier letztendlich ethisch urteilt, mit dem juristischen Rahmen in der deutschen Rechtsprechung kann man leben. Zumal es der Kirche vollkommen frei steht, ihre eigene Position in der Gesellschaft darzustellen und auch dafür zu werben ..

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben
9 hours ago, Cosifantutti said:

….Wie immer man hier letztendlich ethisch urteilt, mit dem juristischen Rahmen in der deutschen Rechtsprechung kann man leben. Zumal es der Kirche vollkommen frei steht, ihre eigene Position in der Gesellschaft darzustellen und auch dafür zu werben ..


Inwieweit eine fundamentalistische Sichtweise von Abtreibungen überhaupt politisch geteilt wird, kann man übrigens hier nachlesen.

Im Bezug zum Threadthema ist dieses Zitat interessant:

Quote

…Allerdings haben verschiedenste katholische Organisationen und Bischöfe sich gegen eine Unterstützung der Demonstrationen ausgesprochen: Wegen der Unterstützung dieser Märsche durch den AfD-Bundesvorstand ebenso wie dem AfD-Kandidaten Maximilian Krah.


D.h. der fundamentalistische Teil der „Lebensschützer“ isoliert sich durch Zuwendung zur AfD auch vom katholischen Mainstream. Über die gesellschaftliche Bedeutung dieser Bewegung geben die geringen und weiter abnehmenden Teilnehmerzahlen Auskunft.


Letztlich ist es in einer demokratisch-pluralistischen Gesellschaft überhaupt nicht möglich, die Forderungen solcher Fringe-Gruppen politisch umfassend aufzugreifen, das gilt selbstverständlich auch für die populistische AfD. Es wäre also im „Lebensschützer“-Lager eigentlich zu fragen, inwieweit man sich gegen die eigene Kirchen wendet und um die Unterstützung von Leuten buhlen sollte, die ansonsten neben der Linken die kirchenfeindlichste Haltung überhaupt an den Tag legen….

Geschrieben (bearbeitet)
vor 28 Minuten schrieb Shubashi:


Inwieweit eine fundamentalistische Sichtweise von Abtreibungen überhaupt politisch geteilt wird, kann man übrigens hier nachlesen.

Im Bezug zum Threadthema ist dieses Zitat interessant:


D.h. der fundamentalistische Teil der „Lebensschützer“ isoliert sich durch Zuwendung zur AfD auch vom katholischen Mainstream. Über die gesellschaftliche Bedeutung dieser Bewegung geben die geringen und weiter abnehmenden Teilnehmerzahlen Auskunft.


Letztlich ist es in einer demokratisch-pluralistischen Gesellschaft überhaupt nicht möglich, die Forderungen solcher Fringe-Gruppen politisch umfassend aufzugreifen, das gilt selbstverständlich auch für die populistische AfD. Es wäre also im „Lebensschützer“-Lager eigentlich zu fragen, inwieweit man sich gegen die eigene Kirchen wendet und um die Unterstützung von Leuten buhlen sollte, die ansonsten neben der Linken die kirchenfeindlichste Haltung überhaupt an den Tag legen….

 

Naja, der Bischof von Rom unterstützt diese Bestrebungen, die meisten vom deutschen Episkopat nicht. Ich bin ja nicht deutsch-katholisch und kann jeden verstehen, der sich am Apostolischen Stuhl orientiert. 

 

Das jetzt schon Bischöfe Kontaktschuld zuweisen, spricht nicht für sie. Mein Gott hat sich auch mit damals zwielichten Gestalten abgegeben und wurde vom religiösen Mainstream dafür scharf kritisiert.

bearbeitet von rorro
Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Stunden schrieb rorro:

Mal zurück zur AfD: stünde es Christen nicht gut zu Gesicht, wenn sie sich mit den Inhalten der offiziellen AfD-Programmatik befaßten?

 

Ich finde es grundsätzlich eine schwierige Entwicklung, daß Politik zunehmend so emotionalisiert und empörungsgetrieben veranstaltet wird, daß Sachfragen nicht mehr eingehend besprochen werden können. Und das hat primär mit der AfD nichts zu tun.

 

Was mir beim Umfang mit der AfD auffällt - mein persönlicher Eindruck - ist, daß man ihr als einziger Partei das Programm nicht glaubt.

 

“Eigentlich wollen die was ganz anderes“

 

Nun sind die Lügen von Correctiv zur angeblich geplanten massenhaften Remigration ja gerichtlich als solche entlarvt worden, aber das steckt natürlich noch als „eigentliches Ziel“ in vielen Köpfen drin (deswegen arbeiten Correctiv et al. ja auch so).

 

Also: welche konkrete Punkte bereiten Christen Kopfschmerzen? Bitte keine Schlagwörter, sondern mit bezug auf irgendein Programm…

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 22 Minuten schrieb rorro:

Was mir beim Umfang mit der AfD auffällt - mein persönlicher Eindruck - ist, daß man ihr als einziger Partei das Programm nicht glaubt.

 

Kennt jemand ein Parteiprogramm in dem steht, dass es der Partei um Macht geht?

 

vor 23 Minuten schrieb rorro:

“Eigentlich wollen die was ganz anderes“

 

Ähhh, ja. 

Vor der Wahl ... nach der Wahl.

Geschrieben

Die Ober-AfDlerin in Bayern stellte sich eine Behörde wie die ICE in den USA für Bayern vor.

 

Nach den Morden an unschuldigen Menschen in den USA war das Thema nicht mehr so gut zu vermitteln, zugegeben ...

 

Die ICE wird von den amerikanischen Bischöfen kritisiert, btw.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb nannyogg57:

Die Ober-AfDlerin in Bayern stellte sich eine Behörde wie die ICE in den USA für Bayern vor.

 

Der womöglich nächste Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt hat genau diese Frage anders beantwortet und verneint.

 

Also noch einmal: was im Programm(!) macht christliche Bauchschmerzen?

Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Stunden schrieb rorro:

Nun sind die Lügen von Correctiv zur angeblich geplanten massenhaften Remigration ja gerichtlich als solche entlarvt worden, aber das steckt natürlich noch als „eigentliches Ziel“ in vielen Köpfen drin (deswegen arbeiten Correctiv et al. ja auch so).

 

Das stimmt so nicht ganz. Die Correctiv-Lüge bestand darin zu behaupten, die AfD habe in Potsdam einen "Geheimplan" zur massenhaften "Deportation" von deutschen Staatsbürgern geschmiedet. Das stimmte eben hinten und vorne nicht. Es gab weder ein "Geheimtreffen", noch war es ein AfD-Parteitreffen (es waren überhaupt nur vier AfDler unter vielen anderen Gästen anwesend, darunter auch CDU-Politiker), noch hat die AfD jemals gefordert, deutsche Staatsbürger "deportieren" zu wollen.

 

Massenhafte Remigration will die AfD natürlich. Diese betrifft z.B. Asylbewerber, deren Asylantrag abgelehnt wurde und die rechtskräftig ausreisepflichtig sind. Das alleine sind schon mehrere Hundertausend. Dann betrifft das z.B. Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien, nachdem der Bürgerkrieg dort eben vorbei ist und der Asylgrund damit entfallen ist, können und sollen die in ihre Heimat zurückkehren. Dann betrifft das z.B. Kriminelle ohne deutsche Staatsbürgerschaft, die unser Gastrecht hier missbrauchen und Straftaten begehen. Dann betrifft das Leute ohne deutsche Staatsbürgerschaft, die sich hier auf Kosten des deutschen Sozialsystems eingerichtet haben und nicht selbst ihren Lebensunterhalt bestreiten. Und so weiter.

 

Konkrete Argumente, was daran aus christlicher Sicht falsch sein sollte, habe ich noch nie gehört.

bearbeitet von Guppy
Geschrieben
Am 19.8.2026 um 16:35 schrieb Guppy:

Zum Glück vertreten Linke und Grüne christliche Werte, wie das Erschießen und Enteignen von "Reichen"

 

Wie bitte? 

Ach, und wo wir gerade miteinander reden, darf ich meine von dir mehrfach unbeantwortete Frage ein weiteres Mal wiederholen:

Warum nennst du Bischof Bätzing "Genosse"? Ist er Mitglied einer linken Partei? 

 

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Werner001:

Seriöse Quelle

 

Werner

 

Ja, kenne ich. Ich habe das damals, 2020, aufmerksam verfolgt. Eine Teilnehmerin eines Strategietreffens der Linken macht einen wohl witzig gemeinten, aber peinlichen Scherz, und der damalige Parteivorsitzende Riexinger gab eine ebenso ironisch gemeinte Antwort. Nach dem Motto: Uns traut man ja alles zu. Gelächter im Publikum. Keiner von denen kam auf die Idee, dass andere Leute das ernst nehmen könnten. Zweimal dämlich = Skandal.

Aber selbst ironiefeste Personen sollten es schaffen, zu erkennen, dass diese zwei Sätze damals keine Äußerungen politischer Absicht, sondern peinliches Geblödel war. Wobei man durchaus überlegen kann, wie jemand weltanschaulich strukturiert sein muss, dass ihm oder ihr so ein Geblödel überhaupt in den Sinn kommt. 

Aber daraus, wie unser mykath-Mitglied @Guppy vorhin, die nach meinem Empfinden bösartige Behauptung zu konstruieren, Linke und Grüne würden das Erschießen von Reichen irgendwie gut finden und das seinen deren "christliche Werte" - also dazu gehört dann auch eine weltanschauliche Struktur, die mich schaudern lässt. 

 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb rorro:

 

Der womöglich nächste Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt hat genau diese Frage anders beantwortet und verneint.

 

Also noch einmal: was im Programm(!) macht christliche Bauchschmerzen?

Das ändert nix an dem, was unsere AfD-Dame von sich gab.

 

In Sachsen-Anhalt haben sie es mit der Remigration und damit, die Unabhängigkeit von Kultur abzuschaffen.

 

Mit Kirche haben sie es nur, wenn Kirche nach ihrer Pfeife tanzt: Das ist ein altbekanntes Phänomen in Diktaturen.

 

Man tut so, als hätte man "Normalität", Moral, Identität und Ethik zu 100 Prozent in seinem Programm. Alles, was dem dagegen steht, ist logischerweise unnormal, unmoralisch, unethisch und zersetzt die Identität der Nation.

 

Das ist der Stil, mit dem Trump regiert. Dort werden die Geschichte der Sklaverei und die Ausrottung der Ureinwohner gecancelt, bei uns das Bewusstsein für die Verbrechen des NS-Staates.

 

Ja, das ist unchristlich.

 

Langfristig wird die Frage nach der Würde jedes Menschen infrage gestellt und der Egoismus der Menschen abgerufen und mit irgendwelchen Geschwätz, man wolle die Deutschen nur wieder stolz machen, legitimiert.

 

Das ist unchristlich.

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Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Alfons:

Aber selbst ironiefeste Personen sollten es schaffen, zu erkennen, dass diese zwei Sätze damals keine Äußerungen politischer Absicht, sondern peinliches Geblödel war.

Man sollte bei allen Demokratiefeinden den selben Maßstab anlegen, egal ob es sich um rechte oder linke Demokratiefeinde handelt.

Zu glauben, dass Kommunisten solche Äußerungen nur als „harmlosen Spass“ machen, ist in meinen Augen naiv. 
Nur „gegen rechts“ zu sein macht einen nicht zum Demokraten.

 

Werner

Geschrieben (bearbeitet)
vor 19 Minuten schrieb nannyogg57:

Das ändert nix an dem, was unsere AfD-Dame von sich gab.

 

Hast Du das genaue Zitat und den Kontext?

 

vor 19 Minuten schrieb nannyogg57:

In Sachsen-Anhalt haben sie es mit der Remigration und damit, die Unabhängigkeit von Kultur abzuschaffen.

 

Was meinst Du mit „der Remigration haben“?

 

Und welche rechtlichen Einschränkungen der Kultur sind geplant? Zensur? Auftrittsverbote? Einschränkung der Kunst- oder Meinungsfreiheit?

 

Also: geht das konkreter?

 

vor 19 Minuten schrieb nannyogg57:

Mit Kirche haben sie es nur, wenn Kirche nach ihrer Pfeife tanzt: Das ist ein altbekanntes Phänomen in Diktaturen.

 

Hier genauso: welche kirchlichen Grundrechte sollen laut Programm eingeschränkt werden? Das Beichtgeheimnis? Die Gewissensfreiheit? Die Kultfreiheit? Sollen Kirchengebäude konfisziert werden? 

 

Was steht im Programm?

 

vor 19 Minuten schrieb nannyogg57:

Man tut so, als hätte man "Normalität", Moral, Identität und Ethik zu 100 Prozent in seinem Programm. Alles, was dem dagegen steht, ist logischerweise unnormal, unmoralisch, unethisch und zersetzt die Identität der Nation.

 

Wo steht das?

 

vor 19 Minuten schrieb nannyogg57:

Das ist der Stil, mit dem Trump regiert. Dort werden die Geschichte der Sklaverei und die Ausrottung der Ureinwohner gecancelt, bei uns das Bewusstsein für die Verbrechen des NS-Staates.

 

Wo steht das?

 

vor 19 Minuten schrieb nannyogg57:

Ja, das ist unchristlich.

 

Negative Behauptungen ohne Belege auch, oder?

 

vor 19 Minuten schrieb nannyogg57:

Langfristig wird die Frage nach der Würde jedes Menschen infrage gestellt und der Egoismus der Menschen abgerufen und mit irgendwelchen Geschwätz, man wolle die Deutschen nur wieder stolz machen, legitimiert.

 

Wo steht das?

 

Wo stehen denn Deine Vorwürfe so wie Du sie formulierst in irgendeinem Programm der AfD?

bearbeitet von rorro
  • Like 1
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Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb rorro:

Wo stehen denn Deine Vorwürfe so wie Du sie formulierst in irgendeinem Programm der AfD?

 

Mich würde auch mal interessieren, ob sie die Zustände in diesem Land, wegen derer es die AfD überhaupt gibt, für christlich hält.

 

Also: Weihnachtsmärkte sind nur noch unter Hochsicherheitsbedingungen möglich, Karnevalsumzüge müssen wegen Terrorgefahr abgesagt werden, Freibäder können einen halbwegs normalen Betrieb nur noch mit einem Grossaufgebot von Security gewährleisten. Der öffentliche Raum ist seit Jahren eine stetig wachsende zur Gefahrenzone, vorallem für uns Frauen. Öffentliche Verkehrsmittel kann man nur noch mit Angst benutzen, gefühlt jede Woche wird ein Schaffner abgestochen.

 

Ansonsten: Die Infrastruktur fällt an allen Ecken und Enden auseinander, während wir die höchsten Steuern zahlen und unseren Enkeln einen gigantischen Schuldenberg hinterlassen. Gleichzeitig werden Milliarden verprasst für Waffen, für die Ukraine, für Radwege in Peru, Genderprojekte in Namibia, links-grüne NGOs und natürlich den "Kampf gegen rechts".

Energiekosten so hoch wie nirgends sonst auf der Welt, dass immer mehr Bürger dreimal überlegen müssen, ob sie im Winter noch ihre Heizung aufdrehen können oder frieren müssen. Natürlich alles für die Rettung des Weltklimas, denn am deutschen Wesen wird die Welt wie immer genesen.

100.000 Abtreibungen jedes Jahr, von Rot-Grün gefeiert als "Frauenrecht". Die bürgerliche Ehe zur "Ehe für alle"-Karikatur verkommen und natürlich einmal pro Jahr sein Geschlecht wechseln können. Frühsexualisierung möglichst schon ab dem Kindergarten, spätestens aber in der Grundschule dann das volle Programm "sexuelle Vielfalt" unter dem Regenbogen.

 

 

Ist das alles christlich? Sind das wünschenswerte oder auch nur akzeptable gesellschaftliche Zustände für einen Christen?

Geschrieben
vor 48 Minuten schrieb nannyogg57:

In Sachsen-Anhalt haben sie es mit der Remigration und damit, die Unabhängigkeit von Kultur abzuschaffen.

 

Mit Kirche haben sie es nur, wenn Kirche nach ihrer Pfeife tanzt: Das ist ein altbekanntes Phänomen in Diktaturen.

 

Also ich habe mal in das Wahlprogramm der AfD für Sachsen-Anhalt geschaut. 
Da stehen Sachen drin wie "Privilegien der Kirchensteuerkirchen abschaffen" und "Kein Geld mehr für die Evangelische Akademie". Stattdessen mehr Russisch-Unterricht - okay, das ist nicht antireligiös begründet, Russen sind ja sehr religiös. 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb rorro:

 

Hast Du das genaue Zitat und den Kontext?

 

 

Was meinst Du mit „der Remigration haben“?

 

Und welche rechtlichen Einschränkungen der Kultur sind geplant? Zensur? Auftrittsverbote? Einschränkung der Kunst- oder Meinungsfreiheit?

 

Also: geht das konkreter?

 

 

Hier genauso: welche kirchlichen Grundrechte sollen laut Programm eingeschränkt werden? Das Beichtgeheimnis? Die Gewissensfreiheit? Die Kultfreiheit? Sollen Kirchengebäude konfisziert werden? 

 

Was steht im Programm?

 

 

Wo steht das?

 

 

Wo steht das?

 

 

Negative Behauptungen ohne Belege auch, oder?

 

 

Wo steht das?

 

Wo stehen denn Deine Vorwürfe so wie Du sie formulierst in irgendeinem Programm der AfD?

Nein.

 

Wir sind hier nicht im wissenschaftlichen Seminar.

 

Es passt dir nicht, also forderst du einfach Quellen. Das machst du immer und das langweilt.

 

In Sachsen-Anhalt geht es um die evangelische Akademie, die geschlossen werden soll, warum auch immer.

 

Lies die Zeitungen.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Guppy:

 

Mich würde auch mal interessieren, ob sie die Zustände in diesem Land, wegen derer es die AfD überhaupt gibt, für christlich hält.

 

Also: Weihnachtsmärkte sind nur noch unter Hochsicherheitsbedingungen möglich, Karnevalsumzüge müssen wegen Terrorgefahr abgesagt werden, Freibäder können einen halbwegs normalen Betrieb nur noch mit einem Grossaufgebot von Security gewährleisten. Der öffentliche Raum ist seit Jahren eine stetig wachsende zur Gefahrenzone, vorallem für uns Frauen. Öffentliche Verkehrsmittel kann man nur noch mit Angst benutzen, gefühlt jede Woche wird ein Schaffner abgestochen.

 

Ansonsten: Die Infrastruktur fällt an allen Ecken und Enden auseinander, während wir die höchsten Steuern zahlen und unseren Enkeln einen gigantischen Schuldenberg hinterlassen. Gleichzeitig werden Milliarden verprasst für Waffen, für die Ukraine, für Radwege in Peru, Genderprojekte in Namibia, links-grüne NGOs und natürlich den "Kampf gegen rechts".

Energiekosten so hoch wie nirgends sonst auf der Welt, dass immer mehr Bürger dreimal überlegen müssen, ob sie im Winter noch ihre Heizung aufdrehen können oder frieren müssen. Natürlich alles für die Rettung des Weltklimas, denn am deutschen Wesen wird die Welt wie immer genesen.

100.000 Abtreibungen jedes Jahr, von Rot-Grün gefeiert als "Frauenrecht". Die bürgerliche Ehe zur "Ehe für alle"-Karikatur verkommen und natürlich einmal pro Jahr sein Geschlecht wechseln können. Frühsexualisierung möglichst schon ab dem Kindergarten, spätestens aber in der Grundschule dann das volle Programm "sexuelle Vielfalt" unter dem Regenbogen.

 

 

Ist das alles christlich? Sind das wünschenswerte oder auch nur akzeptable gesellschaftliche Zustände für einen Christen?

Du lebst offensichtlich nicht in Deutschland.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb nannyogg57:

Nein.

 

Danke. Reicht mir. 

 

Deine Definition von „christlich“ im Umgang mit politischen Parteien ist nicht meine.

Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb rorro:

 

Danke. Reicht mir. 

 

Deine Definition von „christlich“ im Umgang mit politischen Parteien ist nicht meine.

Welche Emotionen bedient die AfD?

 

"Wir wollen unser Land zurück" - Welches?

 

Atomkraft, Einsatz von Chemie ohne Bedenken in der Landwirtschaft, weniger Tierschutz, Verbrenner, Kohle und natürlich Böller an Silvester, keine anderen Kulturen (außer kulinarisch oder durch Importe, die nicht ethisch bedacht werden, Temu und Shein natürlich, weil ein Verbot würde das Klientel vergrämen) ... das ist Egoismus pur.

 

Verbote gibt es natürlich schön, für alles, was das Herz begehrt: Abtreibung, weil das hat ja früher so sagenhaft funktioniert, Leute, die nicht "normal" sind, ...

 

Das Geld fließt in Strömen, man nimmt es natürlich nicht bei den Reichen, sondern bei den Armen, die generell im Verdacht sind, allesamt Sozialschmarotzer zu sein.

 

Alles sehr christlich.

Geschrieben (bearbeitet)

Wenn Du das alles in den Programm findest, ist es keine Verleumdung.

 

Sonst schon.

 

(Wobei Atomkraft als unchristlich zu bezeichnen ist schon arg weit hergeholt)

 

Ich bin kein AfD-Wähler, allerdings bin ich dafür, daß alle Parteien gleich behandelt werden. Aus dem einfachen Grund weil überall Menschen sind.

 

Das bedeutet eben auch und vor allem, sie an dem zu messen, was sie selbst behaupten - und zwar offiziell, nicht einzelne Stimmen und erst recht nicht was über sie behauptet wird.

 

Das gilt für alle Parteien.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb nannyogg57:

"Wir wollen unser Land zurück" - Welches?

Nun ja - ich würde mich im territorialen Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, beschlossen am 8. Mai im Jahre des Herrn 1949 gerne wieder so frei bewegen können, wie es vor der Wiedervereinigung in der Bonner Republik möglich war.

 

Ohne Gängelung durch die EU, ohne permanente Konfrontation mit NahOst-Import-Kultur, ohne Verdrängung indigener Kultur/Religion/Brauchtum, ohne die Notwendigkeit der Einrichtung kleinteiliger "Safe Spaces", mit einer stabilen Wirtschaft, verteidigungsfähig, stabiler Währung, funktionierendem Rechtswesen, leistungsfähigem Bildungswesen, vertrauenswürdiger Politik, Einbindung in ein globales Sicherheitsnetz, organisiertem Gesundheitswesen, ...

 

Ich könnte die Liste noch ewig fortsetzen.

 

Aber dieses Volk will es nicht. Statt der starken Nation begnügt es sich mit einem annähernd dysfunktionalen Provisorium wie die in den USA, das nur dank divide et impera noch nicht völlig auseinander geflogen ist.

 

Um also die Frage zu beantworten: erstmal wieder die volle zivile, juristische, legislative, finanzielle, ökonomische, soziale und militärische Kontrolle über die 357.684 km² Erdoberfläche, die unserer Nation als Biotop (um das Wort Lebensraum zu vermeiden, bevor hier wieder Ostexpansionsideen unterstellt werden) nach der Ordnung Europas seit 1990 zur Verfügung stehen.

Geschrieben
vor 54 Minuten schrieb nannyogg57:

Das Geld fließt in Strömen, man nimmt es natürlich nicht bei den Reichen, sondern bei den Armen, die generell im Verdacht sind, allesamt Sozialschmarotzer zu sein

Genau das tut Politik hierzulande seit mindestens 8 Jahrzehnten. Tu bitte nicht so, als hätte auch nur eine Regierung das jemals anders gemacht.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 29 Minuten schrieb Flo77:

Genau das tut Politik hierzulande seit mindestens 8 Jahrzehnten. Tu bitte nicht so, als hätte auch nur eine Regierung das jemals anders gemacht.

 

Bestes Beispiel ist die EEG-Umlage, mit der über Jahrzehnte sozial Schwache (Strom wird auch von "Hartzern" selbst bezahlt!) der Mittel- und Oberklasse ihre PV-Anlagen auf EFH et al. finanziert hat.

bearbeitet von rorro

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