nannyogg57 Geschrieben Mittwoch um 06:20 Melden Geschrieben Mittwoch um 06:20 vor 8 Stunden schrieb Guppy: Ach bitte, das ist doch lächerlich. Die Antifa ist eine extremistische Terrororganisation, die das Gewaltmonopol des Staates und Grundrechte Andersdenkender schlicht nicht anerkennt. Das erklärte Ziel der "Gegendemo" bei jedem AfD-Parteitag ist es immer, mit Gewalt zu verhindern, dass der Parteitag (zu deren Abhaltung die AfD gesetzlich verpflichtet ist!) überhaupt stattfinden kann. Es kommen Linksextremisten aus dem ganzen Bundesgebiet dann dort hin um den Parteitag zu verhindern. Die Polizei muss mit einem riesigen Aufwand und tausenden Beamten den Parteitag vor der Antifa und anderen links-grünen Gewalttätern schützen. Beim Marsch für das Leben dasselbe. Der "Gegendemo" geht es nicht darum zu artikulieren, dass sie anderer Meinung sind, sondern es geht eigentlich nur darum, den Marsch zu verhindern, mit Blockaden und Gewalt. Kannst du bitte belegen, dass der Verfassungsschutz die Antifa als Terrororganisation einschätzt? Ist die Antifa überhaupt eine Organisation? Und hyperventilier mir nicht. Zitieren
nannyogg57 Geschrieben Mittwoch um 06:23 Melden Geschrieben Mittwoch um 06:23 vor 8 Stunden schrieb Guppy: Was heisst das jetzt? Früher war es in Ordnung für die Kernkraft zu sein, ein christlich-konservatives Familienbild zu haben oder einen Umbau der Bundesrepublik zu einem multikulturellen Einwanderungsland abzulehnen. Da war man dann eben ein normaler, bürgerlicher Christdemokrat/Christsozialer. Und heute ist man dann eben rechtsextrem, wenn man dieselben Ansichten hat? Früher gab es kein Frauenwahlrecht - war das in Ordnung? Aber wenn sich heutzutage jemand gegen das Frauenwahlrecht stark macht ist der Kontext ein anderer. Ist das so schwer zu verstehen? Zitieren
rorro Geschrieben Mittwoch um 06:43 Melden Geschrieben Mittwoch um 06:43 vor 16 Minuten schrieb nannyogg57: Früher gab es kein Frauenwahlrecht - war das in Ordnung? Aber wenn sich heutzutage jemand gegen das Frauenwahlrecht stark macht ist der Kontext ein anderer. Ist das so schwer zu verstehen? Wer mit 20 die Ansichten der damaligen CSU der 80er teilte, galt als konservativ. Wer sich seitdem nicht geändert hat, gilt jetzt als reaktionär. Das möchte Guppy sagen und das kann ich nachvollziehen. Selbst Du würdest wahrscheinlich zugeben, daß nicht jede gesellschaftliche Entwicklung per se positiv zu bewerten ist, auch wenn die Beurteilungen im EInzelfall unterschiedlich sein können. Davon abgesehen gilt es auch noch zu unterscheiden zwischen einer realen gesamtgesellschaftlichen Entwicklung und einer medial vermittelten, die gar nicht in der Breite des Volkes angekommen ist. Zitieren
nannyogg57 Geschrieben Mittwoch um 06:46 Melden Geschrieben Mittwoch um 06:46 Dem stimme ich zu. Aber Guppy möchte, dass ich die CSU von damals als reaktionär bezeichne. Da gehe ich nicht mit, logischerweise. Zitieren
Shubashi Geschrieben Mittwoch um 08:52 Melden Geschrieben Mittwoch um 08:52 1 hour ago, rorro said: Wer mit 20 die Ansichten der damaligen CSU der 80er teilte, galt als konservativ. Wer sich seitdem nicht geändert hat, gilt jetzt als reaktionär. Das ist eine interessante Frage, aber ist das wirklich so? Wenn ich mir das Ergebnis der letzten Bundestagswahl anschaue kommen Grüne und SPD nicht mal mehr zusammen auf den Stimmenanteil der Union. Seit über zwanzig Jahren stellen diese beiden Parteien nicht mehr die politische Mehrheit. Davor hat die Union zwischen 1980 und 2000 ebenfalls 16 Jahre die Regierung bestimmt. Deutschland weist also strukturell konservative politische Mehrheiten auf, die sich allerdings so nicht in den öffentlichen Debatten widerspiegeln. Dass wir inzwischen eine so starke rechtsextreme Partei aufweisen, hat möglicherweise eben auch damit zu tun: dass die „offiziellen“ Debatten in Medien, Politik etc zu wenig mit einer strukturell konservativ bis rechten Öffentlichkeit zu tun haben, die in der AfD eine Gelegenheit sieht, sich spektakulärer Weise Gehör zu verschaffen. Und gerade wenn man auf Bayern schaut: durchgehend CSU regiert, mit einer denkbar erfolglosen SPD - wer da Dissens gegen das Establishment formulieren will, wird wohl kaum mit einer Linksalternative Erfolg haben. Zitieren
Guppy Geschrieben Mittwoch um 16:26 Melden Geschrieben Mittwoch um 16:26 vor 9 Stunden schrieb nannyogg57: Dem stimme ich zu. Aber Guppy möchte, dass ich die CSU von damals als reaktionär bezeichne. Nein, ich weise nur darauf hin, dass das, was vor 30 oder 40 Jahren noch eine normale CSU-Position war heute nicht "rechtsextrem" sein kann, nur weil sich der gesellschaftliche Mainstream seitdem verschoben hat. Und komm mir nun bitte nicht wieder mit dem Frauenwahlrecht. Das Frauenwahlrecht wurde vor über 100 Jahren angeführt und die letzte Verfassung ohne Frauenwahlrecht war die von 1871. Ich rede von normalen CDU/CSU-Positionen in den 60er, 70er, 80er. Positionen die von einer explizit christlichen Partei früher vertreten wurden und die immer auf dem Boden des Grundgesetzes waren. Diese können nun nicht auf einmal "rechtsextrem" oder nicht mit der Kirche vereinbar sein. Zitieren
nannyogg57 Geschrieben Mittwoch um 16:55 Melden Geschrieben Mittwoch um 16:55 Ich weiß nicht, was Strauß dazu gesagt hätte, dass es inzwischen haufenweise Leute mit Migrationshintergrund in der CSU gibt, die definitiv muslimischen Bekenntnisses sind, aber du weißt es bestimmt. Ob er ausländerfeindliche Übergriffe gut geheißen hätte oder politisch klein geredet hätte? Ob er so einen völkischen Klamauk, wie in die AfD macht (keine Facharbeiter mit Migrationshintergrund, wir holen uns unsere deutschen Migranten aus'm Ausland zurück und sorgen dafür, dass es wieder mehr Kinder von echt deutschen Frauen und Männern gibt, abrakadabra, 1 2 3) unterstützt hätte, das bezweifle ich. Es kursiert der Kanackenspruch von ihm, der hat damals eine ziemliche Welle gemacht. Damit war er aber recht allein unterwegs. Aber zu dem Zeitpunkt war es mit der Globalisierung nicht nicht so weit, an den Grenzen wurde der Pass kontrolliert und es gab europaweit strenge Zollvorschriften. Billigen Krempel konnte man sich noch nicht weltweit bestellen. Das ist die Kehrseite der Medaille. Die Grenzen waren grundsätzlich für Waren und Personen schwerer durchlässig. Aber wo Waren fliessen, da wandern auch Menschen. Mein Sohn arbeitet in Wien, meine Nichte hat dort studiert - das wäre zurzeit von Strauß noch ein Riesenakt gewesen. Also, was wollen wir? Nur die Rosinen aus'm Kuchen der rosigen Vergangenheit? Das mit dem Frauenwahlrecht war ein Beispiel btw, Grundgütigste. 1 1 Zitieren
rorro Geschrieben Mittwoch um 18:54 Melden Geschrieben Mittwoch um 18:54 (bearbeitet) vor 1 Stunde schrieb nannyogg57: Aber zu dem Zeitpunkt war es mit der Globalisierung nicht nicht so weit, an den Grenzen wurde der Pass kontrolliert und es gab europaweit strenge Zollvorschriften. Billigen Krempel konnte man sich noch nicht weltweit bestellen. Das ist die Kehrseite der Medaille. Die Grenzen waren grundsätzlich für Waren und Personen schwerer durchlässig. Wie Du vielleicht weißt, sind die Basis der AfD-Wähler Arbeiter (also die früheren SPD-Wähler). So haben in BaWü 38% der Arbeiter AfD gewählt und <10% die SPD... Was davon interessiert die? Billiger Chinakram ist wichtig, weil damit europ. Arbeitsplätze verlorengehen, oder warum noch einmal? Und die Paßkontrollen auf dem Weg nach Italien oder Spanien? Wenn es dafür keine Security in Freibädern gibt, dann gerne (so wird argumentiert). Und wenn sie das alles interessieren sollte, dann hat die Politik einen ScheiBjob gemacht das zu vermitteln. Zumal der "freie Warenverkehr" und "fairer Marktzugang" global eine reine Lüge ist. Wie ich schon schrieb, es ist ein Konflikt der "Somewheres" gegen die "Anywheres" - denn letztere reisen/fliegen viel mehr (am meisten die Gruppe der Grünenwähler bekanntermaßen), lernen/studieren und arbeiten international - die interessiert das. Wer in Deutschland Urlaub macht (immer noch das häufigste Ziel für Deutsche), wer nach seiner Ausbildung sein Häuschen abbezahlen will und sich deswegen nicht mehr Urlaub leisten kann - dem ist das alles egal, weil es mit seiner Lebensrealität nicht viel zu tun hat. bearbeitet Mittwoch um 18:56 von rorro 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben Mittwoch um 19:34 Melden Geschrieben Mittwoch um 19:34 vor 2 Stunden schrieb nannyogg57: Nur die Rosinen aus'm Kuchen der rosigen Vergangenheit? Natürlich, was denn sonst? Die überwiegende Mehrheit der Deutschen hat heute kein Problem mehr damit, dass Homosexuelle heiraten können (nur so als Beispiel). Das bedeutet aber nicht, dass die überwiegende Mehrheit alles gut findet, was die Parteien, die als erste die Ehe für alle vertreten haben, propagieren. Viele Linke scheinen das aber zu glauben. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen findet ungeregelte Migration schlecht. Das bedeutet aber nicht, dass die überwiegende Mehrheit alles gut findet, was die Parteien, die am meisten die Migrationspolitik kritisieren, propagieren. Viele Rechte scheinen das zu glauben. Was die Mehrheit will, ist das Gute von damals zurück und das Gute von heute erhalten, Und das ist halt weder rechte Politik, noch linke Politik, sondern Rosinenpickerei. Die Mitte ist Rosinenpickerei, und ich bin bekennender Rosinenpicker Werner 2 1 Zitieren
Shubashi Geschrieben Mittwoch um 19:35 Melden Geschrieben Mittwoch um 19:35 (bearbeitet) 2 hours ago, nannyogg57 said: Ob er ausländerfeindliche Übergriffe gut geheißen hätte oder politisch klein geredet hätte? Das hätte er vermutlich nicht, aber wir sollten auch bedenken, dass wir schlimmste und tödlichste ausländerfeindliche Gewalt im Jahrzehnt nach Strauß‘ Tod erlebt haben. Trotz der Konjunktur der AfD haben wir trotz erheblich höherer Zuwanderungszahlen nicht wieder diese exzessive Gewalt erlebt, wie zwanzig Jahre davor. Deswegen meine Frage, ob die Vergangenheit wirklich rosiger war? bearbeitet Mittwoch um 19:36 von Shubashi 1 Zitieren
MartinO Geschrieben Mittwoch um 20:06 Melden Geschrieben Mittwoch um 20:06 vor einer Stunde schrieb rorro: Wie Du vielleicht weißt, sind die Basis der AfD-Wähler Arbeiter (also die früheren SPD-Wähler). So haben in BaWü 38% der Arbeiter AfD gewählt und <10% die SPD... Was davon interessiert die? Billiger Chinakram ist wichtig, weil damit europ. Arbeitsplätze verlorengehen, oder warum noch einmal? Und die Paßkontrollen auf dem Weg nach Italien oder Spanien? Wenn es dafür keine Security in Freibädern gibt, dann gerne (so wird argumentiert). Und wenn sie das alles interessieren sollte, dann hat die Politik einen ScheiBjob gemacht das zu vermitteln. Zumal der "freie Warenverkehr" und "fairer Marktzugang" global eine reine Lüge ist. Wie ich schon schrieb, es ist ein Konflikt der "Somewheres" gegen die "Anywheres" - denn letztere reisen/fliegen viel mehr (am meisten die Gruppe der Grünenwähler bekanntermaßen), lernen/studieren und arbeiten international - die interessiert das. Wer in Deutschland Urlaub macht (immer noch das häufigste Ziel für Deutsche), wer nach seiner Ausbildung sein Häuschen abbezahlen will und sich deswegen nicht mehr Urlaub leisten kann - dem ist das alles egal, weil es mit seiner Lebensrealität nicht viel zu tun hat. Gerade die Somewheres kaufen billigen Chinakram, weil sie sich nichts anderes leisten können. Dann macht plötzlich die Firma zu, in der sie arbeiten. Und die Anywheres, die sich als Anwälte der Somewheres geben, sagen, dass die EU schuld ist. Der Billigflug nach Spanien ist gecancelt. Schuld ist die EU, so sagt man den Somewheres, weil die Benzinpreise steigen und das nur in Deutschland so ist und von der EU beschlossen worden ist. Außerdem ist die ganze Geschichte vom Klimawandel Propaganda. Zitieren
phyllis Geschrieben Mittwoch um 21:54 Melden Geschrieben Mittwoch um 21:54 57 minutes ago, MartinO said: Gerade die Somewheres kaufen billigen Chinakram, weil sie sich nichts anderes leisten können. Amazon-Shoppers sind mehrheitlich GenX, Millenials und zu 75% weiblich. Mit einem Mittelklasse-Einkommen. Also eher Anywheres. Man braucht ein gewisses Einkommen, um sich den Chinakram leisten zu können. Denn überlebensnotwendig ist das Zeugs nicht (auch wenn es während COVID als system-relevant galt, aber das hatte politische Gründe - Amazon war auch der wohl grösste Profiteur der Lockdowns; man addiere 1+1). 1 hour ago, MartinO said: Schuld ist die EU, so sagt man den Somewheres, weil die Benzinpreise steigen und das nur in Deutschland so ist und von der EU beschlossen worden ist. Außerdem ist die ganze Geschichte vom Klimawandel Propaganda. was ja grossomodo auch stimmt. Der Benzinpreis besteht zu minimum 50% aus Steuern, kann also fast beliebig manipuliert werden. Klimawandel hin oder her, die Massnahmen die Deutschland im Alleingang beschliesst, sehr zum wirtschaftlichen Nachteil seiner Bevölkerung, werden am Klima und dessen Wandel bestenfalls 0.00000001% ändern. 2 Zitieren
Dies ist ein beliebter Beitrag. Shubashi Geschrieben Donnerstag um 04:09 Dies ist ein beliebter Beitrag. Melden Geschrieben Donnerstag um 04:09 5 hours ago, phyllis said: Klimawandel hin oder her Die Debatte ist in Deutschland besonders konfus und widersprüchlich, weil kaum jemand zwischen Klimawandelpolitik und Klimafolgenbewältigung unterscheidet. Das fängt schon mit der Zuständigkeit an - erstere ist international und damit sind EU und Bundesregierung am Zug, das zweite sind weitgehend Aufgaben der Länder und Gemeinden. Der Emissionsausstoß könnte hierzulande morgen auf „Null“ fallen, und wir hätten exakt das gleiche Hitze- und Trockenheitsproblem; und könnten nichts mehr dagegen tun, weil Mobilität und Energieversorgung zusammenbrächen. Die Hitze ist in Frankreich noch extremer gewesen, obwohl dort die klimarelevanten Emissionen pro Kopf viel geringer sind - dank Atomkraft, was hier absolut niemand wissen will. Lokal machen Länder und Städte viel zu wenig für Hitzeschutz bzw. behindern ihn z.T. bewusst (wie z.B. Hamburg den Einbau von Klimaanlagen), wollen aber gleichzeitig mehr Geld vom Bund, ohne Auflagen, wie sie diese Gelder dann einsetzen. Regulierungen, die lokal die Folgen des Klimawandels mildern, beträfen nämlich den Bau von Straßen, Windschneisen, Bodenversiegelung etc, alles was auch Staftplanung und Gewerbeansiedlung betrifft - und da wollen sich Lokalpolitiker keinesfalls Vorgaben machen lassen. Solange bei uns also nicht ersthaft darüber diskutiert wird, wer zuständig ist, was wie wirkt und wie man es umsetzen könnte, ist Deutschland keine sinnvolle Politik möglich - und der Beitrag der Medien beschränkt sich weitgehend auf Katastrophenmeldungen, ohne die schwierige Debatte im Detail zu führen. 2 2 Zitieren
nannyogg57 Geschrieben Donnerstag um 05:19 Melden Geschrieben Donnerstag um 05:19 vor 9 Stunden schrieb Werner001: Natürlich, was denn sonst? Die überwiegende Mehrheit der Deutschen hat heute kein Problem mehr damit, dass Homosexuelle heiraten können (nur so als Beispiel). Das bedeutet aber nicht, dass die überwiegende Mehrheit alles gut findet, was die Parteien, die als erste die Ehe für alle vertreten haben, propagieren. Viele Linke scheinen das aber zu glauben. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen findet ungeregelte Migration schlecht. Das bedeutet aber nicht, dass die überwiegende Mehrheit alles gut findet, was die Parteien, die am meisten die Migrationspolitik kritisieren, propagieren. Viele Rechte scheinen das zu glauben. Was die Mehrheit will, ist das Gute von damals zurück und das Gute von heute erhalten, Und das ist halt weder rechte Politik, noch linke Politik, sondern Rosinenpickerei. Die Mitte ist Rosinenpickerei, und ich bin bekennender Rosinenpicker Werner Schön für dich, aber es war Guppy und ihre goldene Vergangenheit in ihrer Gesamtheit gemeint. Zitieren
rorro Geschrieben Donnerstag um 05:29 Melden Geschrieben Donnerstag um 05:29 (bearbeitet) vor 9 Stunden schrieb MartinO: Gerade die Somewheres kaufen billigen Chinakram, weil sie sich nichts anderes leisten können. Dann macht plötzlich die Firma zu, in der sie arbeiten. Und die Anywheres, die sich als Anwälte der Somewheres geben, sagen, dass die EU schuld ist. Das sind alle drei Sätze falsch (wie phyllis schon gezeigt hat). Die Anywheres verteidigen die EU, weil sie von ihr profitieren (übrigens meinte meine Tochter, ich sei eindeutig ein Anywhere, was auch stimmt). vor 9 Stunden schrieb MartinO: Der Billigflug nach Spanien ist gecancelt. Schuld ist die EU, so sagt man den Somewheres, weil die Benzinpreise steigen und das nur in Deutschland so ist und von der EU beschlossen worden ist. Außerdem ist die ganze Geschichte vom Klimawandel Propaganda. Der Billigflug ist gecancelt, weil Deutschland so hohe Steuern und Abgaben von den Fluglinien fordert (der Pöbel soll nicht fliegen), daß sich nur noch die Wähler des linken Spektrums, weit überwiegend gutes bis sehr gutes Einkommen, sich das leisten können und die Billigflieger Deutschland nahezu verlassen (siehe Ryanair). Nicht an allem hat die EU Schuld, doch die Anywheres sorgen schon dafür, daß sie mit dem Pöbel (den Somewheres) wenig Kontakt haben. Der Klimawandel ist nicht Propaganda, sondern die Mär, die EU (<10% Anteil) oder gar Deutschland (<2%) könnten mit ihren Maßnahmen den CO2-Ausstoß der Welt irgendwie signifikant ändern. Zumal der Ausstoß weiterhin steigt und der „Ausfall“ Deutschlands, also wir existieren nicht mehr, CO2 = 0, in zwei drei Jahren wieder wettgemacht wäre. Klimaergebnis = Null. Somewheres haben weniger Kohle und müssen daher mehr rechnen. Die Grundrechenarten beherrschen sie und lassen sich daher nicht so leicht verahrschen. bearbeitet Donnerstag um 05:35 von rorro 1 Zitieren
nannyogg57 Geschrieben Donnerstag um 05:31 Melden Geschrieben Donnerstag um 05:31 Wenn die AfD Politik für die einfachen Leute machen würde ... .... aber profitieren werden eher die Reichen. Das ist, denke ich, bekannt. Mit völkischen Parolen, die als Patriotismus wahrgenommen werden, der Behauptung, mit der Reduktion von Fremden würde für die biodeutsche Bevölkerung mehr vom Kuchen übrigbleiben, mit der Legende, dank dem Gas des freundlichen Herrn Putin brauche man die hässlichen Windräder und Solarpanels nicht vorm oder aufm Haus, mit dem Versprechen von Feuerwerk, Bratwurst und der Abschaffung des Klimawandels gewinnt man die Herzen der Leute. Wahlversprechen mit Skepsis zur Kenntnis nehmen, das war gestern, absurde Versprechen, das machen ja nur die Altparteien, die da oben, die Etablierten, denen man es gerne zeigen möchte. Dass Politik verlogen ist, geschenkt. Aber die AfD hebt das auf ein neues Level. Und funktioniert ja. Zitieren
MartinO Geschrieben Donnerstag um 05:31 Melden Geschrieben Donnerstag um 05:31 vor 7 Stunden schrieb phyllis: Amazon-Shoppers sind mehrheitlich GenX, Millenials und zu 75% weiblich. Mit einem Mittelklasse-Einkommen. Also eher Anywheres. Man braucht ein gewisses Einkommen, um sich den Chinakram leisten zu können. Denn überlebensnotwendig ist das Zeugs nicht (auch wenn es während COVID als system-relevant galt, aber das hatte politische Gründe - Amazon war auch der wohl grösste Profiteur der Lockdowns; man addiere 1+1). Es gibt einige Somewheres, die es ausnützen, dass es Kleidung auf shein zu Spottpreisen gibt. Verstehe ich auch. Nützt aber nicht unbedingt der europäischen Industrie. Auch und gerade Menschen mit niedriger Bildung und sozialem Status sehen Influencer in den Medien und möchten gern so tun, als könnten sie sich deren Lebensstil auch leisten. Zitat was ja grossomodo auch stimmt. Der Benzinpreis besteht zu minimum 50% aus Steuern, kann also fast beliebig manipuliert werden. Klimawandel hin oder her, die Massnahmen die Deutschland im Alleingang beschliesst, sehr zum wirtschaftlichen Nachteil seiner Bevölkerung, werden am Klima und dessen Wandel bestenfalls 0.00000001% ändern. Das ist richtig. Wenn aber behauptet wird, durch den Krieg gegen den Iran sei nirgendwo anders als in Deutschland der Benzinpreis gestiegen und in Frankreich sei das Benzin um 30 Cent / Liter billiger, so ist das falsch und glaubt das nur jemand, der seit langem nicht mehr in Frankreich war, also eher ein Somewhere. Wenn jemand im Internet von einer "ganz normalen 12-wöchigen Dunkelflaute" spricht, dann beeindruckt das Menschen, die sich nie damit beschäftigt haben, wie lange eine Dunkelflaute im Schnitt dauert. Wenn jemand schreibt, Deutschland sei das einzige Land, das ausschließlich oder überwiegend auf erneuerbare Energien setze, dann sieht diese Person offenbar die skandinavischen Länder, Spanien und Österreich als nicht existent an. Keines dieser Beispiele ist von mir erfunden. Alle genannten Behauptungen kann man täglich in den sozialen Medien sehen. 2 Zitieren
MartinO Geschrieben Donnerstag um 05:34 Melden Geschrieben Donnerstag um 05:34 vor 3 Minuten schrieb rorro: Das sind alle drei Sätze falsch (wie phyllis schon gezeigt hat). Die Anywheres verteidigen die EU, weil sie von ihr profitieren (übrigens meinte meine Tochter, ich sei eindeutig ein Anywhere, was auch stimmt). Der Billigflug ist gecancelt, weil Deutschland so hohe Steuern und Abgaben von den Fluglinien fordert (der Pöbel soll nicht fliegen), daß sich nur noch die Wähler des linken Spektrums, weit überwiegend gutes bis sehr gutes Einkommen, sich das leisten können und die Billigflieger Deutschland nahezu verlassen (siehe Ryanair). Nicht an allem hat die EU Schuld, doch die Anywheres sorgen schon dafür, daß sie mit dem Pöbel (den Somewheres) wenig Kontakt haben. Der Klimawandel ist nicht Propaganda, sondern die Mär, die EU (<10% Anteil) oder gar Deutschland (<2%) könnten mit ihren Maßnahmen den CO2-Ausstoß der Welt irgendwie signifikant ändern. Somewheres haben weniger Kohle und müssen daher mehr rechnen. Die Grundrechenarten beherrschen sie und lassen sich daher nicht so leicht verahrschen. Also ist der Satz "Wenn Deutschland aus der EU austreten würde, hätten wir sofort wieder mehr Geld" für die Anywheres bestimmt oder das Ergebnis reflektierter Überlegungen? Gibt es in China also keine Windenergie? Gibt es den Klimawandel nicht? Sollen wir wieder verbleites Benzin zulassen? Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben Donnerstag um 06:17 Melden Geschrieben Donnerstag um 06:17 vor 13 Stunden schrieb Guppy: Nein, ich weise nur darauf hin, dass das, was vor 30 oder 40 Jahren noch eine normale CSU-Position war heute nicht "rechtsextrem" sein kann, nur weil sich der gesellschaftliche Mainstream seitdem verschoben hat. Warum nicht? Es gibt keine überzeitlich objektive Moral - besonders nicht, wenn es um Politik geht. Politische Positionen stehen immer im Kontext ihrer Zeit. Sie müssen auf konkrete Erfordernisse und Ereignisse reagieren. Deswegen ist es nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich, dass politische Positionen von vor 50 - 70 Jahren im heutigen Kontext inakzeptabel sind. 1 Zitieren
nannyogg57 Geschrieben Donnerstag um 06:20 Melden Geschrieben Donnerstag um 06:20 Die Somewheres hier im Chiemgau, ja, ich mache in Deutschland Urlaub, profitieren ganz gut davon, dass sie zum Einkaufen in ihr regionales städtisches Zentrum fahren können ohne Zoll usw. Das ist, seit mehr als 1000 Jahren, Salzburg. Tatsächlich sind es nicht die urbanen Somewheres, die Tür an Tür mit Fremden leben, die unbedingt die AfD zur Hilfe holen gegen EU und die schlimmen Leute aus'm Ausland, sondern eher die Somewheres aufm Land. Ehrlich gesagt, ich verstehe es nicht, warum Menschen AfD wählen, christlich geprägt oder nicht. Vielleicht ist das mein Problem. Zitieren
OneAndOnlySon Geschrieben Donnerstag um 06:47 Melden Geschrieben Donnerstag um 06:47 vor 14 Minuten schrieb nannyogg57: Ehrlich gesagt, ich verstehe es nicht, warum Menschen AfD wählen, christlich geprägt oder nicht. Vielleicht ist das mein Problem. Das werden ähnliche Gründe sein, aus denen Menschen schon immer Populisten gewählt haben: Die Welt ist relativ komplex und das Leben auf ihr ist für die meisten Menschen sehr anstrengend. Also sind einfache Lösungen und Zukunftsversprechen von Vorteil. "Ausländer raus, Schluss mit der Klimapolitik und alles wird wieder wie früher" erfüllt das perfekt. Natürlich kommt das besser an als "Ihr müsst länger arbeiten, euer Verhalten ändern und euch nicht nur neue Jobs, sondern neue Berufe suchen." Zumal der aktuellen Bundesregierung eine Sache komplett fehlt: Das Zukunftsversprechen. Wofür nehmen wir die KI-Wende, eine hohe Staatsverschuldung, Wehrdienst, Leistungskürzungen und höhere Abgaben in Kauf? 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben Donnerstag um 07:13 Melden Geschrieben Donnerstag um 07:13 vor 1 Stunde schrieb MartinO: Also ist der Satz "Wenn Deutschland aus der EU austreten würde, hätten wir sofort wieder mehr Geld" für die Anywheres bestimmt oder das Ergebnis reflektierter Überlegungen? Wer soll diesen Satz gesagt haben? Bei der EU-Kritik geht es doch um die vielen Beschränkung der Souveränität, die kritisiert wird, jedenfalls immer wenn ich davon höre. Ein Punkt, den ich auch kritisiere, ohne deswegen aus der EU austreten zu wollen Werner Zitieren
Shubashi Geschrieben Donnerstag um 07:16 Melden Geschrieben Donnerstag um 07:16 1 hour ago, nannyogg57 said: Wenn die AfD Politik für die einfachen Leute machen würde ... .... aber profitieren werden eher die Reichen. Das ist, denke ich, bekannt. Ob irgendwer von der AfD-Politik profitieren würde, bezweifle ich ja auch, nur: Es scheint mir ziemlich unumstritten, dass die AfD mit der Antimigrationshaltung überhaupt politisch relevant wurde. Fast alle wirtschaftspolitischen Analysen kommen zum ziemlich logischen Ergebnis, dass Einwanderung ein volkswirtschaftlicher Gewinn ist, aber genauso wird überall bestätigt, dass sie in ökonomischen und sozialen Unterklassen den Kampf um Ressourcen deutlich verschärft. Es ist also klar, dass Mittel- und Oberschicht eine ganz andere Haltung zu Migration vertreten, weil es eben nicht die Konkurrenz um ihre Arbeitsplätze, ihre Wohnungviertel, ihre Schulen und ihre innere Sicherheit verschärft, sondern nur die derjenigen, die immer empfangende Gruppe von Politik sind, nicht gestaltender Teil. Dass die AfD ihnen jetzt Gelegenheit bietet zurückzuschlagen, wird da sehr wohl bemerkt - daher die hohen Zugewinne unter Nichtwählern und klassischer SPD-Klientel. 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben Donnerstag um 07:16 Melden Geschrieben Donnerstag um 07:16 vor 55 Minuten schrieb nannyogg57: Ehrlich gesagt, ich verstehe es nicht, warum Menschen AfD wählen, christlich geprägt oder nicht. Vielleicht ist das mein Problem. Ich verstehe ebensowenig, warum Menschen die Linken oder die Grünen wählen. Wahrscheinlich sind wir beide etwas beschränkt Werner Zitieren
Werner001 Geschrieben Donnerstag um 07:18 Melden Geschrieben Donnerstag um 07:18 vor 30 Minuten schrieb OneAndOnlySon: Das werden ähnliche Gründe sein, aus denen Menschen schon immer Populisten gewählt haben: Die Welt ist relativ komplex und das Leben auf ihr ist für die meisten Menschen sehr anstrengend. Also sind einfache Lösungen und Zukunftsversprechen von Vorteil. Ja, das ist eine Erklärung sowohl für Nanny als auch für mich Werner Zitieren
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