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Eine christliche Perspektive auf den Umgang mit der AfD


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Geschrieben

Wir hatten doch kurz über die ökonomischen Auswirkungen von Zuwanderung diskutiert. Im aktuellen „Economist“ werden die Auswirkungen der aktuellen Vertreibungskampagne in den USA quantifiziert: 1,1% GDP-Verlust allein durch die zahlenmäßig Reduktion der Arbeitskräfte/Steuerzahler/Konsumenten, 1,6% Verlust durch Abweisung hochqualifizierter Kräfte. Ausgleichend wirkt sich für geringqualifizierte Kräfte  im Baugewerbe jetzt die reduzierte Konkurrenz durch illegale Migration aus, die Lohnsteigerungen sind dort jetzt lokal bei 5,6% überdurchschnittlich. Was anderseits zur Inflation beiträgt.

Alles wirtschaftliche Folgen für die USA wie aus dem ökonomischen Lehrbuch.

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Shubashi:

Wir hatten doch kurz über die ökonomischen Auswirkungen von Zuwanderung diskutiert. Im aktuellen „Economist“ werden die Auswirkungen der aktuellen Vertreibungskampagne in den USA quantifiziert: 1,1% GDP-Verlust allein durch die zahlenmäßig Reduktion der Arbeitskräfte/Steuerzahler/Konsumenten, 1,6% Verlust durch Abweisung hochqualifizierter Kräfte. Ausgleichend wirkt sich für geringqualifizierte Kräfte  im Baugewerbe jetzt die reduzierte Konkurrenz durch illegale Migration aus, die Lohnsteigerungen sind dort jetzt lokal bei 5,6% überdurchschnittlich. Was anderseits zur Inflation beiträgt.

Alles wirtschaftliche Folgen für die USA wie aus dem ökonomischen Lehrbuch.

Nur ist das nicht auf Deutschland übertragbar.

 

Die Illegalen in den USA tragen praktisch alle zum Bruttosozialprodukt bei, die es nicht tun, kosten den Staat keinen Cent.

 

In Deutschland tragen Illegale nur unwesentlich zum Bruttosozialprodukt bei (das können sie erst, wenn sie legal sind), kosten den Staat aber große Summen.

 

wir sollten nicht ständig Äpfel mit Birnen vergleichen.

 

Jedes Jahr wandern Hunderttausende legal in die USA ein

 

Werner

 

 

Geschrieben
3 hours ago, Werner001 said:

Nur ist das nicht auf Deutschland übertragbar.

 

Die Illegalen in den USA tragen praktisch alle zum Bruttosozialprodukt bei, die es nicht tun, kosten den Staat keinen Cent.

 

In Deutschland tragen Illegale nur unwesentlich zum Bruttosozialprodukt bei (das können sie erst, wenn sie legal sind), kosten den Staat aber große Summen.

 

wir sollten nicht ständig Äpfel mit Birnen vergleichen.

 

Jedes Jahr wandern Hunderttausende legal in die USA ein

 

Werner

 

 


Es geht nicht um einen Vergleich sondern erstmal nur darum, welche ökonomischen Mechanismen bei Einwanderung wirken. Wenn Deutschland diese Mechanismen aushebelt, ist es in gewissem Sinne logisch, dass die Skepsis gegenüber der hiesigen Praxis größer wird.

Geschrieben
26 minutes ago, Shubashi said:

Es geht nicht um einen Vergleich sondern erstmal nur darum, welche ökonomischen Mechanismen bei Einwanderung wirken.

Es ist zu kurzsichtig die Einwanderung auf das ökonomische zu reduzieren. Wenn man es auf ein paar tausend ex-pats beschränkt dann noch eher. Aber selbst dort gibt es Nachfragen nach Wohnraum, nach Infrastruktur, nach Gesundheitswesen, nach Schulen, nach Energie. Bei den genannten ex-pats fällt das nicht gross ins Gewicht und das Gastland macht dank deren Steuern vermutlich all diese indirekten Kosten locker wett.

 

Ganz anders bei unkontrollierter Zuwanderung, bei illegalen oder Asylanten. Die oben genannten Kosten fallen genauso an, aber bei dem Beitrag zum Bruttoinlandprodukt resp. dem Staatshaushalt haperts schwer. In den USA noch etwas besser weil sie den Staat nix kosten (in der Theorie, praktisch siehts anders aus). In Europa einfach nur noch hoffnungslos was da abgeht. Und die weiteren sozialen Kosten sind noch gar nicht berücksichtigt - Kriminalität, von Sozialbetrug bis Mord, Gefährdung der inneren Sicherheit, Kosten für Integration mit zweifelhaftem Gegenwert, uvam. Was offenbar zb in der Berliner Notfallaufnahme immer stärker so abgeht, reicht mir als Nachweis.

Geschrieben (bearbeitet)
5 hours ago, phyllis said:

Und die weiteren sozialen Kosten sind noch gar nicht berücksichtigt - Kriminalität, von Sozialbetrug bis Mord, Gefährdung der inneren Sicherheit, Kosten für Integration mit zweifelhaftem Gegenwert, uvam. Was offenbar zb in der Berliner Notfallaufnahme immer stärker so abgeht, reicht mir als Nachweis.


Berlin ist ein ziemlich spezieller Fall, wie schon die Vorhersagen für die Wahl im nächsten Monat ankündigen - die Linke könnte demnach dort erstmals stärkste Partei werden, AfD und CDU konkurrieren um Platz 2 und 3. Nur um mal festzustellen, dass die Berliner in ihrer Mehrheit solche Berichte nicht als dominierendes Problem der Stadt ansehen, sondern wohl den Mietwohnungsmarkt, den die Linke durch „Verstaatlichung“ retten will. Der „Witz“ dabei: vor etwa 20 Jahren regierte die Linke mit der SPD die Stadt und verkaufte die 65000 Wohnungen im städtischen Besitz, weil ihr der Unterhalt zu teuer war.

Ich weiß also nicht, wie ernst die Berliner Politik in der Stadt überhaupt noch nehmen, noch ob sie ihre eigene politische Entscheidung ernsthaft nachdenken. Wenn die Prognosen recht haben, werden am Ende Grüne und SPD die antisemitischste Partei unterstützen, die Berlin jemals seit Ende des Zweiten Weltkriegs regiert hat.

bearbeitet von Shubashi
Geschrieben

Übrigens schreibt der „Economist“ erstmals etwas direkt zu den Aussichten der AfD in „Saxony-Anhalt“:
 

Quote

…Saxony-Anhalt is hardly a model of health. It has the highest median age among Germany’s states and some of its worst poverty. The afd promises to replace “culturally alien” professionals by seducing Germans who have left the state to return. But its policies seem likely to have the opposite effect. Talk is rife of workers who might leave if the afd takes office. Outsiders, especially foreigners, who might otherwise have been tempted to come will surely think twice. The afd has even vowed to reject its share of a national infrastructure fund established last year by Friedrich Merz, the chancellor. “What happens when all of us leave because we can’t stand it here any more?” asks Sophie Jungnickel, a manager for a local business. …

 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Shubashi:


Es geht nicht um einen Vergleich sondern erstmal nur darum, welche ökonomischen Mechanismen bei Einwanderung wirken.

 

Wirken können.

 

Bei uns wirken in den letzten Jahren deutlich andere, wie Werner schon beschrieben hat.

Geschrieben
Am 30.8.2026 um 12:16 schrieb Werner001:

Der Wolf hat versprochen, künftig vegetarisch zu leben. Warum willst du das nicht glauben?

 

Werner

das Problem ist auch bei Höcke und seinen Freunden in Schnellroda der Fall

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb Spadafora:

das Problem ist auch bei Höcke und seinen Freunden in Schnellroda der Fall

Das bestreitet ja keiner 

 

Werner

Geschrieben
13 hours ago, Werner001 said:

Jedes Jahr wandern Hunderttausende legal in die USA ein


Diese Zahlen sollen sich unter Trump bisher in etwa halbiert haben. Mit den weiterhin anstehenden Änderungen (aktuell sollen gar keine Visaanfragen bearbeitet werden) dürfte also auch die legale Zuwanderung in die USA radikal zurück gehen.

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Shubashi:


Diese Zahlen sollen sich unter Trump bisher in etwa halbiert haben. Mit den weiterhin anstehenden Änderungen (aktuell sollen gar keine Visaanfragen bearbeitet werden) dürfte also auch die legale Zuwanderung in die USA radikal zurück gehen.

Das ist ja nochmal ein ganz anderes Thema. 
Unter Trump 1 gab es noch mehr legale Einwanderung als unter Obama (zumindest aus Lateinamerika, ich meine aber auch insgesamt).

Übrigens: Legale Einreise und legale Einwanderung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, illegale Einreise ist im Regelfall aber auch illegale Einwanderung.

 

Werner

Geschrieben
39 minutes ago, Werner001 said:

Das ist ja nochmal ein ganz anderes Thema. 
Unter Trump 1 gab es noch mehr legale Einwanderung als unter Obama (zumindest aus Lateinamerika, ich meine aber auch insgesamt).

Übrigens: Legale Einreise und legale Einwanderung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, illegale Einreise ist im Regelfall aber auch illegale Einwanderung.

 

Werner


Nach dieser Statistik bringen 1,1 Mio. überzogene Visa den USA allerdings auch 13 Mrd USD zusätzliche Steuereinnahmen und 21 Mrd USD an zusätzlichem GNP.

Keine ganz kleine Summe.

Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb Shubashi:


Nach dieser Statistik bringen 1,1 Mio. überzogene Visa den USA allerdings auch 13 Mrd USD zusätzliche Steuereinnahmen und 21 Mrd USD an zusätzlichem GNP.

Keine ganz kleine Summe.

Ich hab ja weiter oben schon geschrieben, dass praktisch alle Illegalen in den USA zum BSP beitragen.

Bei uns sind sie ein reiner Kostenfaktor, deswegen sind die beiden Länder da nicht vergleichbar.

 

Übrigens: die Demokraten, die sich bei dem Thema Illegale gegenüber Trump als Retter der Witwen und Waisen präsentieren, hatten nie etwas dagegen unternommen, dass die Illegalen, aufgrund ihres Status, in den USA oft keine Arbeitsrechte etc haben, weil sie ganz einfach erpressbar sind und waren

 

Werner

Geschrieben

Und Obama war ein sehr großer „Abschieber“, das wird gerne unterschlagen…

Geschrieben
45 minutes ago, Werner001 said:

Ich hab ja weiter oben schon geschrieben, dass praktisch alle Illegalen in den USA zum BSP beitragen.

Bei uns sind sie ein reiner Kostenfaktor, deswegen sind die beiden Länder da nicht vergleichbar.

 

Übrigens: die Demokraten, die sich bei dem Thema Illegale gegenüber Trump als Retter der Witwen und Waisen präsentieren, hatten nie etwas dagegen unternommen, dass die Illegalen, aufgrund ihres Status, in den USA oft keine Arbeitsrechte etc haben, weil sie ganz einfach erpressbar sind und waren

 

Werner


Es geht mir nicht um „Retter der Witwen und Waisen“, sondern ich stelle auf die ökonomischen Schäden ab. Die USA können ihr Land nach Gutdünken schädigen, ich denke aber, das Modell sollte uns eher als Warnung dienen.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Shubashi:


Es geht mir nicht um „Retter der Witwen und Waisen“, sondern ich stelle auf die ökonomischen Schäden ab. Die USA können ihr Land nach Gutdünken schädigen, ich denke aber, das Modell sollte uns eher als Warnung dienen.

Dieses „Modell“ taugt weder als gutes noch als schlechtes Beispiel für uns, weil die Verhältnisse grundsätzlich unterschiedlich sind.

 

Werner

 

 

Geschrieben

Ein wichtiger Unterschied dürfte sein: Man kann in den USA legal arbeiten (und so auch Steuern zahlen), ohne sich legal dort aufzuhalten. Das ist in Deutschland nicht möglich, da der Arbeitgeber die Steuerkarte bekommt, die jemand, der nicht seinen offiziellen Wohnsitz hier hat, gar nicht haben kann.
D.h.: Es gibt einige Ausländer, die hier arbeiten, ohne offiziellen Aufenthaltsstatus zu haben. Sie arbeiten allerdings schwarz, d.h. bringen ihrem Arbeitgeber und vielleicht einigen Kunden etwas, aber nicht dem Staat.

Geschrieben

Das IWH aus Halle hat Berechnungen zu den wirtschaftlichen Folgen eines AfD-Siegs in Sachsen-Anhalt angestellt. Es könnten bis zu 14.000 zusätzliche Arbeitskräfte verloren gehen, was dann zu einem Verlust an bis zu 3,2 Mrd. EUR volkswirtschaftlicher Produktivität im Jahr führen würde.

Durch den demographischen Wandel wird SA in den kommenden Jahren sowieso bis zu 32.000 Arbeitskräfte aus Produktionsprozess verlieren, die 14.000 wären dann on top.

Dazu hat man die politischen Vorhaben der AfD durchgerechnet, ca. 2,2 Mrd EUR fehlen dafür im Landeshaushalt.

Dass sich durch einen AfD-Wahlsieg vieles ändern könnte in SA sehen also auch Wissenschaftler so, nur, ob zum Besseren scheint fraglich.

Geschrieben
vor 21 Stunden schrieb Shubashi:

Das IWH aus Halle hat Berechnungen zu den wirtschaftlichen Folgen eines AfD-Siegs in Sachsen-Anhalt angestellt. Es könnten bis zu 14.000 zusätzliche Arbeitskräfte verloren gehen, was dann zu einem Verlust an bis zu 3,2 Mrd. EUR volkswirtschaftlicher Produktivität im Jahr führen würde.

Durch den demographischen Wandel wird SA in den kommenden Jahren sowieso bis zu 32.000 Arbeitskräfte aus Produktionsprozess verlieren, die 14.000 wären dann on top.

Dazu hat man die politischen Vorhaben der AfD durchgerechnet, ca. 2,2 Mrd EUR fehlen dafür im Landeshaushalt.

Dass sich durch einen AfD-Wahlsieg vieles ändern könnte in SA sehen also auch Wissenschaftler so, nur, ob zum Besseren scheint fraglich.

 

Ich habe bereits mehrfach geschrieben, daß der Antreiber für AfD-Wähler nicht das Geld ist, nicht die Wirtschaft.

 

Das scheint besonders im Westen der Republik auf vollkommenes Unverständnis zu stoßen…

Geschrieben (bearbeitet)
vor 22 Minuten schrieb rorro:

 

Ich habe bereits mehrfach geschrieben, daß der Antreiber für AfD-Wähler nicht das Geld ist, nicht die Wirtschaft.

 

Das scheint besonders im Westen der Republik auf vollkommenes Unverständnis zu stoßen…

Man sollte doch schlicht davon ausgehen, dass es vollkommen unterschiedliche Gründe gibt, seine Stimme der AfD zu geben... die Motivation ist sehr vielfältig und gerade nicht sehr bequem über einen politischen Kamm zu scheren ...

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben
Gerade eben schrieb Cosifantutti:

Man sollte doch schlicht davon ausgehen, dass es vollkommen unterschiedliche Gründe gibt, seine Stimme der AfD zu geben... die Motivation ist sehr vielfältig und gerade nicht sehr bequem über einen politischen Kamm zu scheren ...

 

Ich schere sie nicht über einen Kamm - wenn man ihnen zuhört, weiß man aber was nicht primär entscheidend ist.

 

Hier was von letztem Jahr:

 

https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2025-02-23-BT-DE/umfrage-afd.shtml

Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb Cosifantutti:

Durchaus nachdenkenswert:  konkrete Kriterien zur persönlichen Orientierung und Beurteilung von unterschiedlichen politischen Positionen zu verschiedenen Themen

 

https://katholisch.de/artikel/70141-gemeinsamer-appell-der-religionsgemeinschaften-zur-mv-landtagswahl

Mir würden ja spontan eine Reihe von Argumenten gegen die AfD einfallen, und ich frage mich ernsthaft, in welcher Welt jemand lebt, der dann ausgerechnet so etwas vorbringt:

Die illegale Einwanderung werden wir eindämmen, indem wir kriminelle und vollziehbar ausreisepflichtige Migranten konsequent abschiebensteht zum Beispiel im Programm für Mecklenburg-Vorpommern.

Was bitteschön soll daran falsch oder verwerflich sein? Mir fällt beim besten Willen nichts ein.
 

Werner

Geschrieben
21 minutes ago, rorro said:

 

Ich habe bereits mehrfach geschrieben, daß der Antreiber für AfD-Wähler nicht das Geld ist, nicht die Wirtschaft.

 

Das scheint besonders im Westen der Republik auf vollkommenes Unverständnis zu stoßen…

 

Wie gesagt, es geht bei der Wirtschaftsfrage nicht unbedingt um die Wählermotivation, sondern eher darum, was für Folgen ein entsprechender Wahlausgang haben könnte. Mr Trump scheint ja auch nicht mehr auf begeisterte Zustimmung zu stossen. Was die Wähler sich wünschen, und was sie letztlich mit ihrer Wahl bekommen, sind öfter mal gänzlich verschiedene Dinge.

Geschrieben
4 minutes ago, Werner001 said:

Mir würden ja spontan eine Reihe von Argumenten gegen die AfD einfallen, und ich frage mich ernsthaft, in welcher Welt jemand lebt, der dann ausgerechnet so etwas vorbringt:

Die illegale Einwanderung werden wir eindämmen, indem wir kriminelle und vollziehbar ausreisepflichtige Migranten konsequent abschiebensteht zum Beispiel im Programm für Mecklenburg-Vorpommern.

Was bitteschön soll daran falsch oder verwerflich sein? Mir fällt beim besten Willen nichts ein.
 

Werner

 

Diese Absichtserklärung habe ich schon von verschiedenen Politikern diverser Parteien gehört.

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