Higgs Boson Geschrieben Mittwoch um 14:42 Melden Geschrieben Mittwoch um 14:42 (bearbeitet) vor 32 Minuten schrieb Weihrauch: Das sind so Argumente, "weil nicht sein kann, was nicht sein darf" - dafür ist die Wissenschaft, bzw. ihr Fehlen dann wieder gut. Die wurden sehr lange nicht betrachtet, bis Semmelweis oder so waren die einfach nur üble Dämpfe (sehr vereinfacht) vor 32 Minuten schrieb Weihrauch: Mücken die stachen, Heuschreckenschwärme die, den Himmel bei Tag verdunkelnd, angeflogen kamen, ganze Landstriche leerfraßen, und Hungersnöte auslösten, und Süßwasserfische hatten die Verfasser sehr wohl auf ihrem Schirm. Die Schöpfung ist gut, sogar sehr gut. So beschreibt es der Verfasser. Man kann natürlich auch den Sündenfall aus dem zweiten Schöpfungbericht reinflanschen und ab da stechen die Mücken zu, bis dahin haben sie Gras gefressen, wie der Löwe. Den Schluss halte ich aber in dem Zusammenhang für unredlich. Ob er das auf dem Schirm hatte? Bisher hat er nur geäußert, dass alles gut ist. bearbeitet Mittwoch um 14:45 von Higgs Boson Zitieren
Weihrauch Geschrieben Mittwoch um 14:56 Melden Geschrieben Mittwoch um 14:56 vor 7 Minuten schrieb Higgs Boson: Man kann natürlich auch den Sündenfall aus dem zweiten Schöpfungbericht reinflanschen und ab da stechen die Mücken zu, bis dahin haben sie Gras gefressen, wie der Löwe. Den Schluss halte ich aber in dem Zusammenhang für unredlich. Sehe ich auch so, aber die lyrische Theologik ist schon in Gen 1 eine andere. Der Mensch soll über die Tiere das Landes herrschen: Die Tiere fressen und sich nicht von Tieren fressen lassen, also Viehzucht und so, nicht Löwen für den Zirkus dressieren. Da kann man nicht Veganismus hineinlesen. Deshalb ist es auch kein Problem, dass Abel ein Hirte ist, obwohl doch da was von Land bebauen und bewahren, und vom im Schweiße deines Angesichts steht. Eigentlich müsste allein darum schon Kains Opfer angenommen werden und nicht das von Abel. Ist aber, wie so oft in der jüdischen Denke, genau andersrum! Aus Gründen. Zitieren
Cosifantutti Geschrieben Mittwoch um 15:05 Melden Geschrieben Mittwoch um 15:05 (bearbeitet) vor 1 Stunde schrieb Higgs Boson: Aber es geht mir zumindest nicht, um 'Glauben'. Dazu bin ich nicht aus dem Christentum ausgeschert, um mir jetzt irgendwelche neuen Dogmen zu suchen. Wenn das christliche Perspektiven versuchen, dann fährt der Karren ohne Umweg an die Wand, weil das Christentum von Dogmen lebt, offene Fragen stiften da schnell Verwirrung. Weshalb man das, zumindest auf katholischer und evangelischer Seite, auch nicht (mehr) tut. In der katholischen Kirche ist nur ein ganz kleiner Teil der Glaubensüberlieferung wiklich im engen theologisch-kirchlichen Sinn "dogmatisiert" = endgültig, unwiderruflich, ein für allemal "festgelegt" und weiterer Interpretationen entzogen. Selbst die "Kernsubstanz" des Glaubens, die wichtigsten "Glaubensartikel", formuliert im Credo ( Nicäno-Constantinopolitanum ), die Lehre von den sieben Sakramenten etc... unterliegen hermeneutischen Fragestellungen... siehe etwa die zahlreichen "Christologien", die in den letzten 50 Jahren von katholischen Theologen geschrieben worden sind.... bearbeitet Mittwoch um 15:06 von Cosifantutti Zitieren
Weihrauch Geschrieben Mittwoch um 15:21 Melden Geschrieben Mittwoch um 15:21 (bearbeitet) vor 24 Minuten schrieb Weihrauch: Aus Gründen. Textinterne lyrische Logik: Das Bild der Menora als Logo in den ersten 4 Schöpfungstagen, mit dem sich so schwer anzufreunden ist. Die Menora (Licht) im Zeltheiligtum (Finsternis) in der Wüste als Israel noch ein Volk von Nomaden ohne Landbesitz ist. Dort wird der eine Kultort, eingerichtet, und von zwei Brüdern Moses und Aaron nur einer zum Priester geweiht - darum Abel, der mit seinen Viehherden durch das Land wandert, von Futterplatz zu Futterplatz und nicht Kain, der als Ackerbauer an einem Ort bleibt und Land besitzt. bearbeitet Mittwoch um 15:21 von Weihrauch Zitieren
KevinF Geschrieben Mittwoch um 16:13 Melden Geschrieben Mittwoch um 16:13 (bearbeitet) 53 minutes ago, Weihrauch said: Textinterne lyrische Logik: Das Bild der Menora als Logo in den ersten 4 Schöpfungstagen, mit dem sich so schwer anzufreunden ist. Die Menora (Licht) im Zeltheiligtum (Finsternis) in der Wüste als Israel noch ein Volk von Nomaden ohne Landbesitz ist. Dort wird der eine Kultort, eingerichtet, und von zwei Brüdern Moses und Aaron nur einer zum Priester geweiht - darum Abel, der mit seinen Viehherden durch das Land wandert, von Futterplatz zu Futterplatz und nicht Kain, der als Ackerbauer an einem Ort bleibt und Land besitzt. Das ist keine textinterne Logik, sondern freie Textinterpretation. Was Dir selbstverständlich zusteht und auch eine schöne Sache sein kann. Aber Du solltest sie nicht mit der Intention der Verfasser verwechseln. bearbeitet Mittwoch um 16:14 von KevinF Zitieren
Weihrauch Geschrieben Mittwoch um 16:15 Melden Geschrieben Mittwoch um 16:15 Und das weißt du woher? Zitieren
KevinF Geschrieben Mittwoch um 16:22 Melden Geschrieben Mittwoch um 16:22 5 minutes ago, Weihrauch said: Und das weißt du woher? Weil Belege im Text dafür fehlen. Zitieren
Weihrauch Geschrieben Mittwoch um 16:23 Melden Geschrieben Mittwoch um 16:23 Die Belege die ich anhand des Textes aufzeige, fehlen also. Tolle Begründung. Zitieren
KevinF Geschrieben Mittwoch um 16:31 Melden Geschrieben Mittwoch um 16:31 3 hours ago, Werner001 said: Was ist dann mit den zahllosen „Übergangswesen“ zwischen Wasser und Land, wie Frösche, Molche, Krebse und Biber? Nein, ich meine diese Frage nicht ernst, und bitte, bitte, sagt mir, dass ihr das auch nicht ernst meint! Oder glaubt ihr tatsächlich, dass „Gott“ irgendwelche Viecher an bestimmten Tagen erschaffen hat? 😱 Werner Mir gefällt das ganz gut. Das ist wie eine Diskussion um die Frage, ob ein Vampir eine Einladung benötigt, wenn er einen Durchsuchungsbefehl hat. Dafür muss man ja auch nicht an Vampire glauben. (Meine Antwort: Ja, außer der Aussteller des Durchsuchungsbefehls ist identisch mit einem Bewohner der infragestehenden Unterkunft.) 1 Zitieren
KevinF Geschrieben Mittwoch um 16:37 Melden Geschrieben Mittwoch um 16:37 9 minutes ago, Weihrauch said: Die Belege die ich anhand des Textes aufzeige, fehlen also. Tolle Begründung. Siehst Du wirklich nicht den Unterschied zwischen Belegen im Text im Sinne einer Verfasserintention und etwas, das einem passend erscheint im Sinne einer freien Textinterpretation, für das es aber keine Belege gibt, dass es vom Autor so gemeint war? Zitieren
Weihrauch Geschrieben Mittwoch um 16:39 Melden Geschrieben Mittwoch um 16:39 Siehst du nicht, dass in Rilkes Panther kein Panther im Käfig sitzt? Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Mittwoch um 19:03 Melden Geschrieben Mittwoch um 19:03 vor 3 Stunden schrieb Cosifantutti: In der katholischen Kirche ist nur ein ganz kleiner Teil der Glaubensüberlieferung wiklich im engen theologisch-kirchlichen Sinn "dogmatisiert" = endgültig, unwiderruflich, ein für allemal "festgelegt" und weiterer Interpretationen entzogen. Selbst die "Kernsubstanz" des Glaubens, die wichtigsten "Glaubensartikel", formuliert im Credo ( Nicäno-Constantinopolitanum ), die Lehre von den sieben Sakramenten etc... unterliegen hermeneutischen Fragestellungen... siehe etwa die zahlreichen "Christologien", die in den letzten 50 Jahren von katholischen Theologen geschrieben worden sind.... Das ist insoweit richtig, wenn es sich um echte 'Dogmen' handelt. Trotzdem gibt es so Sachen wie den Katechismus und ähnliches, wo erklärt wird, wie man 'richtig' glaubt. Das ist keine Kritik, es ist lediglich eine andere Art, mit Themen umzugehen. Es gibt stets das Bestreben, Dinge gleich zu sehen. Wer ausschert, und zwar laut ausschert, vielleicht dazu sogar Bücher schreibt, wird nicht etwa in die Diskussion einbezogen, sondern kriegt ggf. ein Redeverbot. Zwar empfinden das andere wieder als Adelung, wenn ein Theologe nicht den Mund verboten bekommen hat, hat er sein Hirn nicht benutzt, oder so. Dass man den Schöpfungbericht nicht (mehr) wissenschaftlich betrachtet, ist dabei mehr als angenehm, wenn auch modern. Zitieren
Cosifantutti Geschrieben Mittwoch um 19:26 Melden Geschrieben Mittwoch um 19:26 (bearbeitet) vor 32 Minuten schrieb Higgs Boson: Das ist insoweit richtig, wenn es sich um echte 'Dogmen' handelt. Trotzdem gibt es so Sachen wie den Katechismus und ähnliches, wo erklärt wird, wie man 'richtig' glaubt. Das ist keine Kritik, es ist lediglich eine andere Art, mit Themen umzugehen. .....der Katechismus = "KKK" ist lediglich eine Verstehenshilfe, Interpretationshilfe, Art Leitfaden, der natürlich beansprucht die Glaubensinhalte der katholischen Kirche authentisch wiederzugeben, mehr nicht. In früheren Zeiten war es ja noch üblich, dass Monografien von Universitätstheologen über bestimmte Glaubensartikel: Christologie, Gotteslehre, Ekklesiologie etc.... die kirchliche Druckerlaubnis = "imprimatur" des zuständigen Ortsbischofs erhielten. Man konnte also davon ausgehen, dass die entsprechenden theologischen Publikationen der katholischen Lehre entsprachen..... Die "Lehrbeanstandungen" wie bei Küng, Boff, etc .. waren dann auf das Ganze gesehen doch sehr die Ausnahme. Selbst bei den "indizierten" Autoren wie Küng oder Boff wurden nur ganz bestimmte Aspekte und Themenbereiche gemaßregelt ... Insgesamt herrscht auch in der katholischen Kirche, wenn ich nur an die exegetischen Forschungen der vergangenen 50 Jahre denke eine erfreuliche Bandbreite und Offenheit. Beispielhaft sei hier doch auch das katholische Bibelwerk genannt und die Vierteljahresausgabe der konkurrenzlos guten interdisziplinär arbeitenden Reihe: Welt und Umwelt der Bibel" https://www.weltundumweltderbibel.de/ bearbeitet Mittwoch um 19:32 von Cosifantutti Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Mittwoch um 19:34 Melden Geschrieben Mittwoch um 19:34 vor 2 Minuten schrieb Cosifantutti: .....der Katechismus = "KKK" ist lediglich eine Verstehenshilfe, Interpretationshilfe, Art Leitfaden, der natürlich beansprucht die Glaubensinhalte der katholischen Kirche authentisch wiederzugeben, mehr nicht. In früheren Zeiten war es ja noch üblich, dass Monografien von Universitätstheologen über bestimmte Glaubensartikel: Christologie, Gotteslehre, Ekklesiologie etc.... die kirchliche Druckerlaubnis = "imprimatur" des zuständigen Ortsbischofs erhielten. Man konnte also davon ausgehen, dass die entsprechenden theologischen Publikationen der katholischen Lehre entsprachen..... Die "Lehrbeanstandungen" wie bei Küng, Boff, etc .. waren dann auf das Ganze gesehen doch sehr die Ausnahme. Selbst bei den "indizierten" Autoren wie Küng oder Boff wurden nur ganz bestimmte Aspekte und Themenbereiche gemaßregelt ... Insgesamt herrscht auch in der katholischen Kirche, wenn ich nur an die exegetischen Forschungen der vergangenen 50 Jahre denke eine erfreuliche Bandbreite und Offenheit. Beispielhaft sei hier doch auch das katholische Bibelwerk genannt und die Vierteljahresausgabe der konkurrenzlos guten interdisziplinär arbeitenden Reihe: Welt und Umwelt der Bibel" Ja, da hat sich viel getan - 50 Jahre sind allerdings eine kurze Zeit. Es geht mir darum, dass der Umgang mit Themen ein anderer ist. (Ausgangspunkt war die wissenschaftliche Interpretation der Genesis als unweigerlicher Auffahrunfall. Wird noch von weiten Teilen des Christentums geübt, aber eben nicht mehr von katholischer Seite.) 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben Mittwoch um 19:36 Melden Geschrieben Mittwoch um 19:36 vor 5 Stunden schrieb Higgs Boson: Die Tage sind Strophen in einem Lied, die Subjekte der Schöpfung bestimmten Strophen zugeordnet. So ist es. Aber mir erschließt sich bei nicht so viel Grübelei nicht der Sinn, warum es von irgendeiner Bedeutung sein sollte, ob die Fledermaus nun in die eine oder die andere Strophe gehört. Dieses Lied wurde doch nicht geschrieben, um lückenlos alle Viecher einer Strophe zuzuordnen, sondern um die Wunder der Schöpfung zu preisen. Aber da ich euch den Spaß nicht verderben will: was ist mit den Pilzen? Das sind weder Pflanzen noch Tiere. Werner Zitieren
Cosifantutti Geschrieben Mittwoch um 19:42 Melden Geschrieben Mittwoch um 19:42 vor 11 Minuten schrieb Higgs Boson: Ausgangspunkt war die wissenschaftliche Interpretation der Genesis als unweigerlicher Auffahrunfall. Zum Thema "wissenschaftlicher Interpretation der Genesis": "Wissenschaftliche Interpretation" heißt ja schlicht, dass alle am Diskurs Beteiligten sich denselben "Spielregeln" unterwerfen. Ist die Einhaltung der "Spielregeln" = "wissenschaftliche Standards" gegeben, spielt die religiöse / konfessionelle Zugehörigkeit keinerlei Rolle. Dies praktiziert schon seit Jahrzehnten das katholische Bibelwerk im Grundansatz, nochmals beispielhaft in der schon erwähnten Zeitschriftenreihe "Welt und Umwelt der Bibel"... Zitieren
KevinF Geschrieben Mittwoch um 19:45 Melden Geschrieben Mittwoch um 19:45 3 hours ago, Weihrauch said: Siehst du nicht, dass in Rilkes Panther kein Panther im Käfig sitzt? Die Wahl dieses Vergleichs als Antwort auf meine Frage werte ich als "Nein" (sorry dafür). Grundsätzlich nicht oder nur dann nicht, wenn es um Deine Lieblingsinterpretation der Bibel geht? Was wäre denn so schlimm daran, wenn Deine Interpretation nicht der Verfasserintention entspräche, sondern Deinem persönlichen Vorverständnis, so wie es auch öfters bei den verschiedenen theologischen Interpretationen der biblischen Texte ist? Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Mittwoch um 19:46 Melden Geschrieben Mittwoch um 19:46 (bearbeitet) vor 10 Minuten schrieb Werner001: So ist es. Aber mir erschließt sich bei nicht so viel Grübelei nicht der Sinn, warum es von irgendeiner Bedeutung sein sollte, ob die Fledermaus nun in die eine oder die andere Strophe gehört. Dieses Lied wurde doch nicht geschrieben, um lückenlos alle Viecher einer Strophe zuzuordnen, sondern um die Wunder der Schöpfung zu preisen. Aber da ich euch den Spaß nicht verderben will: was ist mit den Pilzen? Das sind weder Pflanzen noch Tiere. Werner Da sie keine Samen tragen nach ihrer Art können Pilze nicht dem dritten Schöpfungstag zugeordnet werden. Das sich daraus ergebende Problem beim Segensspruch bevor man sie isst wird dadurch gelöst, dass man nicht den Segensspruch über die Feldfrüchte spricht, sondern einen allgemeinen (wie auch über Wasser) (rabbinische Sicht). Über das 'Wozu' des Schöpfungsbericht, darüber können wir uns ein andermal gepflegt in die Haare kriegen. Ich würde sagen: Nicht nur, sondern auch. bearbeitet Mittwoch um 19:47 von Higgs Boson 1 Zitieren
Weihrauch Geschrieben Mittwoch um 21:29 Melden Geschrieben Mittwoch um 21:29 vor 1 Stunde schrieb KevinF: Was wäre denn so schlimm daran, wenn Deine Interpretation nicht der Verfasserintention entspräche, sondern Deinem persönlichen Vorverständnis, so wie es auch öfters bei den verschiedenen theologischen Interpretationen der biblischen Texte ist? Das wäre überhaupt nicht schlimm. Mein persönliches Vorverständnis war das katholische Verständnis. Davon ist in meiner Interpretation aber nicht das geringste zu sehen. Das sagt aber nichts aus, deswegen kann meine Interpretation trotzdem der totale Quatsch sein. Welches Kriterium, welchen Maßstab willst du anlegen, um Quatsch von Verfasserintention abzugrenzen? Zitieren
KevinF Geschrieben Mittwoch um 21:42 Melden Geschrieben Mittwoch um 21:42 11 minutes ago, Weihrauch said: Das wäre überhaupt nicht schlimm. Mein persönliches Vorverständnis war das katholische Verständnis. Davon ist in meiner Interpretation aber nicht das geringste zu sehen. Das sagt aber nichts aus, deswegen kann meine Interpretation trotzdem der totale Quatsch sein. Welches Kriterium, welchen Maßstab willst du anlegen, um Quatsch von Verfasserintention abzugrenzen? Ich würde sagen, das ist ein falsches Dilemma: Persönliche Interpretation/freie Interpretation bedeutet NICHT Quatsch. Es ist einfach nur eine andere Ebene als die Suche nach der Verfasserintention, insbesondere im Rahmen einer historisch-kritischen Herangehensweise. Zitieren
Weihrauch Geschrieben Mittwoch um 21:53 Melden Geschrieben Mittwoch um 21:53 vor 1 Minute schrieb KevinF: Es ist einfach nur eine andere Ebene als die Suche nach der Verfasserintention, insbesondere im Rahmen einer historisch-kritischen Herangehensweise. Die historisch-kritische Methode, bezweckt doch gerade, das persönliche Vorverständnis aus der Arbeit herauszuhalten, um die Verfasserintention heraus zu arbeiten, Anwalt des Textes zu werden. Wo habe ich dagegen verstoßen? Das müsstest du im Detail anhand des Textes zeigen, so wie ich das getan habe. Also inhaltlich einsteigen, statt dich auf meine Person zu fokussieren. Völlig egal, ob ich oder sonst wer, diese Interpretation vorgelegt hat. In der Sache argumentieren, nicht mit Personen, die mit dem Text nichts zu tun haben. Dann landet meine Interpretation schneller in meinem Papierkorb, als du Amen sagen kannst. Gib mir etwas, und ich lass sofort von ihr los, ohne ihr eine Träne nach zu weinen. Wäre nicht die erste, und vermutlich nicht die letzte. 1 Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Mittwoch um 22:59 Melden Geschrieben Mittwoch um 22:59 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Weihrauch: Die historisch-kritische Methode, bezweckt doch gerade, das persönliche Vorverständnis aus der Arbeit herauszuhalten, um die Verfasserintention heraus zu arbeiten, Anwalt des Textes zu werden. Wo habe ich dagegen verstoßen? Um Anwalt des Textes im Sinne einer Verfasserintention zu sein, muss man von einem einzigen Verfasser oder wenigstens Redakteur ausgehen, der alle Texte, quer durch die Bücher alle auf gemeinsame Intention trimmt. Ich weiß nicht, ob man das so machen kann. Es ist sicher möglich zu erforschen, ob es sowas gibt. Wie schwierig es ist, in seinen Formulierungen über mehrere Texte hinweg gleich zu bleiben, weiß ich aus meinen Übersetzungsarbeiten. Ich versuche da wenigstens innerhalb eines Textes konsistent zu bleiben. Dafür lege ich mir schon auch mal ein Wörterbuch an. Ganz zu schweigen von Fremdwörtern und Eigennamen. Da gibt es Schreibweisen, da fällt Dir nix mehr ein. (Gilt auch für die Ahnenforschung, Schreibweisen sind ein Drama). Darum die Frage: Kann man ein einzigen Verfasser/Redakteur ausmachen, der alle Texte, die in Frage kommen, auf Sprungmarken ausgelegt hat? Trotzdem ist Deine Vorgehensweise möglich, solange Du sozusagen versuchst, Deine Theorie zu testen. Das ist sogar die einzige Möglichkeit, das herauszufinden. Strongtexte gehen so vor. Das kann man machen, ich nutze sie nicht, kenne sie aber. Wenn man sich garnicht auskennt, sind sie, mir Vorsicht genossen, ein Hilfsmittel zum Einstieg. Denn auch die Strongtexte haben eine Agenda, eine eigene Intention. bearbeitet Mittwoch um 23:03 von Higgs Boson Zitieren
Weihrauch Geschrieben Donnerstag um 00:21 Melden Geschrieben Donnerstag um 00:21 vor 17 Minuten schrieb Higgs Boson: Darum die Frage: Kann man ein einzigen Verfasser/Redakteur ausmachen, der alle Texte, die in Frage kommen, auf Sprungmarken ausgelegt hat? Wenn man die Quellenscheidung verschiedener Schichten, von verschiedenen Autoren/Redaktoren zu verschiedenen Zeiten als Ausgangspunkt nimmt, kann sich diese Frage gar nicht stellen, bzw. ist es unsinnig diese Frage zu stellen. Dann ist das eine Sammlung von unterschiedlichen Texten, ohne einen roten Faden und ohne textinterne Logik. Also ab in den Papierkorb. Game over. vor 22 Minuten schrieb Higgs Boson: Trotzdem ist Deine Vorgehensweise möglich, solange Du sozusagen versuchst, Deine Theorie zu testen. Das ist sogar die einzige Möglichkeit, das herauszufinden. Kommando zurück, ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Also: testen, testen, testen. Aber wann ist ein solcher Test erfolgreich oder gescheitert? Dazu braucht man irgendein Kriterium, einen Maßstab, aber was ist dazu geeignet, und wie sieht so ein Test eigentlich aus, wie ist er aufgebaut? Das klingt so, als hätte ich noch nie diese Sprungmarken getestet, aber das tue ich doch hier die ganze Zeit, indem ich sie eine nach der anderen aufzeige, und die Probleme im Text die sonst keiner löst, verschwinden, eines nach dem anderen. Mehr geht nicht, denke ich. Ist kein Test? Okay, wieso nicht? Wenn ich da was falsch gemacht habe, möge man mir das zeigen, weil ich den Fehler nicht gefunden habe. Viele Augen sehen mehr als zwei. Darum meinte ich das ernst, als ich sagte, ich erwarte Kritik mehr, als Zustimmung, denn was mir schlüssig erscheint, muss es gar nicht sein. Ich kenn da einen, der von seinen Beweisen ganz besoffen ist. Vielleicht geht es mir genau so. Kann ja sein. Ist sogar ziemlich wahrscheinlich. Ich hoffte das ist hier meine Ausnüchterungszelle. Bei meinem Suffbruder ist man auf seine Inhalte, dezidiert eingegangen. Davon habe ich hier noch nichts gemerkt. Es wurde Abend, es wurde Morgen - eine Nacht, behaupte ich, mit Begründung. Es wurde Abend, es wurde Abend - ein Tag, behaupte ich, mit Begründung. Das ist doch ein Test, oder nicht? Und das Ergebnis scheint mir eindeutig zu sein. Falls es falsch ist, warum? Was ist falsch? Schweigen sagt mir nichts, kein Grund das als Test passed oder Test failed zu werten. Ja wat nu? Ich denke selbstverständlich in meinem Suff: passed, sonst hätte ich das nicht behauptet. Quatsch oder nicht Quatsch, das ist hier die Frage. Ergibt das Sinn, ist das unlogisch oder was? Sind die Begründungen falsch, falls ja warum? Ich seh' es allein nicht, was daran falsch sein soll. Männlich und weiblich vs. Mann und Frau. Ich habe die Bedeutungsunterschiede aufgezeigt. Nix. Was dran, nichts dran? Keine Peilung. Und so weiter, ich red ja viel wenn der Tag lang ist. Argumente ignorieren, totschweigen, ins Leere laufen lassen. Finde ich nicht besonders nett, mich dumm sterben zu lassen, weil: Das Dumme an der Dummheit ist, dass man es selbst nicht merkt. Ich höre, dass ich das Problem bin, überinterpretiere, wo ist das "über"? Mein Vorwissen ist schuld, welches "Vor", und was weiß ich denn schon? Ich interpretiere zu frei. Kann ja sein. Wo ist das "zu"? Wieviel Freiheit braucht Lyrik bei der Interpretation, wieviel ist zu viel, oder nicht genug? Zeigt es halt konkret am Text, nicht schlagwortartig, nicht allgemeingültig. Blindes Huhn findet auch mal ein Korn. Nicht mal das? Ich hab Hunger. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Donnerstag um 00:51 Melden Geschrieben Donnerstag um 00:51 vor 5 Minuten schrieb Weihrauch: Wenn man die Quellenscheidung verschiedener Schichten, von verschiedenen Autoren/Redaktoren zu verschiedenen Zeiten als Ausgangspunkt nimmt, kann sich diese Frage gar nicht stellen, bzw. ist es unsinnig diese Frage zu stellen. Dann ist das eine Sammlung von unterschiedlichen Texten, ohne einen roten Faden und ohne textinterne Logik. Also ab in den Papierkorb. Game over. Kommando zurück, ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Also: testen, testen, testen. Aber wann ist ein solcher Test erfolgreich oder gescheitert? Dazu braucht man irgendein Kriterium, einen Maßstab, aber was ist dazu geeignet, und wie sieht so ein Test eigentlich aus, wie ist er aufgebaut? Das klingt so, als hätte ich noch nie diese Sprungmarken getestet, aber das tue ich doch hier die ganze Zeit, indem ich sie eine nach der anderen aufzeige, und die Probleme im Text die sonst keiner löst, verschwinden, eines nach dem anderen. Mehr geht nicht, denke ich. Ist kein Test? Okay, wieso nicht? Wenn ich da was falsch gemacht habe, möge man mir das zeigen, weil ich den Fehler nicht gefunden habe. Viele Augen sehen mehr als zwei. Darum meinte ich das ernst, als ich sagte, ich erwarte Kritik mehr, als Zustimmung, denn was mir schlüssig erscheint, muss es gar nicht sein. Ich kenn da einen, der von seinen Beweisen ganz besoffen ist. Vielleicht geht es mir genau so. Kann ja sein. Ist sogar ziemlich wahrscheinlich. Ich hoffte das ist hier meine Ausnüchterungszelle. Bei meinem Suffbruder ist man auf seine Inhalte, dezidiert eingegangen. Davon habe ich hier noch nichts gemerkt. Es wurde Abend, es wurde Morgen - eine Nacht, behaupte ich, mit Begründung. Es wurde Abend, es wurde Abend - ein Tag, behaupte ich, mit Begründung. Das ist doch ein Test, oder nicht? Und das Ergebnis scheint mir eindeutig zu sein. Falls es falsch ist, warum? Was ist falsch? Schweigen sagt mir nichts, kein Grund das als Test passed oder Test failed zu werten. Ja wat nu? Ich denke selbstverständlich in meinem Suff: passed, sonst hätte ich das nicht behauptet. Quatsch oder nicht Quatsch, das ist hier die Frage. Ergibt das Sinn, ist das unlogisch oder was? Sind die Begründungen falsch, falls ja warum? Ich seh' es allein nicht, was daran falsch sein soll. Männlich und weiblich vs. Mann und Frau. Ich habe die Bedeutungsunterschiede aufgezeigt. Nix. Was dran, nichts dran? Keine Peilung. Und so weiter, ich red ja viel wenn der Tag lang ist. Argumente ignorieren, totschweigen, ins Leere laufen lassen. Finde ich nicht besonders nett, mich dumm sterben zu lassen, weil: Das Dumme an der Dummheit ist, dass man es selbst nicht merkt. Ich höre, dass ich das Problem bin, überinterpretiere, wo ist das "über"? Mein Vorwissen ist schuld, welches "Vor", und was weiß ich denn schon? Ich interpretiere zu frei. Kann ja sein. Wo ist das "zu"? Wieviel Freiheit braucht Lyrik bei der Interpretation, wieviel ist zu viel, oder nicht genug? Zeigt es halt konkret am Text, nicht schlagwortartig, nicht allgemeingültig. Blindes Huhn findet auch mal ein Korn. Nicht mal das? Ich hab Hunger. Ist dann nur die Frage, was diese Sprungmarken aussagen. Da die Hebräischen Texte aus nur ca 1300 Wortwurzeln (zuzüglich Präpositionen, Suffix, Konjunktionen usw) aufgebaut ist, kann es natürlich sein, dass für ein Licht immer ein Wort mit der selben Wurzel verwendet wird. Und dann hüpfst Du von Licht zu Leuchter und siehst am Ende Verbindungen, wo einfach nur Sprachökonomie am Werk war. Dass das Feuer in seiner Wurzel zwar unterschiedlich, aber doch ähnlich ist, macht die Sache dann nicht notwendigerweise einfach. Dass es zwischen herrschen und herrschen zum Beispiel allerdings einen brutalen Unterschied gibt, kriegen wir in den nächsten Versen. Da werde ich die Übersetzung bei den Leuchten anpassen müssen, ins Nachhinein. Weil das nicht mehr passt. Da kommen wir dann im Verlauf auch zu Männlein und Weiblein. Wie man etwas übersetzt ist eine Sache. Manchmal gibt es kein wirklich passendes Wort, dann muss man eines erfinden. Das klingt dann sperrig. Aber dann liest man wenigstens nicht mehr einfach drüber. Mehr kann ich nicht anbieten. Zitieren
Wunibald Geschrieben Donnerstag um 05:29 Melden Geschrieben Donnerstag um 05:29 vor 12 Stunden schrieb KevinF: Das ist wie eine Diskussion um die Frage, ob ein Vampir eine Einladung benötigt, wenn er einen Durchsuchungsbefehl hat. Polizist zum Vampir: Alkoholkontrolle! Haben Sie etwas getrunken? Vampir; Nix, bloß zwei Radler. Ich hör schon wieder auf, eine ernsthafte Diskussion zu stören, aber der musste sein, wenn im Rahmen des Vampirismus juristische Probleme auftauchen. 2 Zitieren
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