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Die Bibel als das Ganze neu entdecken - Wort für Wort, Zeile für Zeile, Schritt für Schritt ...


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Geschrieben
Am 12.8.2026 um 11:18 schrieb Higgs Boson:

Allerdings soll an anderer Stelle der Nissan den Kalender beginnen. Also 1. Nissan, Pessach als erstes Fest im Jahrkreis.

Der 1. Nissan ist bei den Assyrern/Aramäern immer noch der Beginn des neuen Jahres. Allerdings nach Sonnenkalender der 1. April

 

Werner

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Higgs Boson:

Noch ein kleiner Nachklapp zu Sonne, Mond und Sterne als Götter. Diese Woche ist der Wochenabschnitt 'Shoftim' dran, 'Richter' (nicht zu verwechseln mit dem Buch Richter!). In den Texten, die mir für Samstag und Sonntag zugefallen sind, wird erwähnt, wie mit 'Götzenanbetern' im eigenen Volk umzugehen ist. Aber interessant, wie sie definiert werden: Als jemand, der sich vor Sonnen, Mond oder den Gestirnen verbeugt und diese anbetet. Fühlte ich mich beim Lesen gleich getriggert.

 

Diese Regelungen betreffen nicht die anderen Völker!

 

Und ist dann auch verständlich, dass das Aufgehen eines neuen Sterns bei Matthäus von den Magiern aus dem Osten als neuen König (oder Gott) gedeutet werden - das war deren Verständnis von Göttern. Aber gleichzeitig, überzeugt gerade das Juden nicht. Dabei macht sich Matthäus wirklich große Mühe, sein AT zu zitieren. (Was er dabei missachtet, soll nicht Gegenstand dieses Threads sein, es ist ein Glaubenszeugnis, und als solches will ich es stehenlassen!) 

4 Mose 24,17.

 

Matthäus bezieht sich auf einen Stern, der schon in der Tora aufgeht, er hat das nicht erfunden, sondern nur auf Jesus bezogen.

 

Es hat nix mit Göttern zu tun oder die Tora ist hier selbst götzendienerisch unterwegs.

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb nannyogg57:

4 Mose 24,17.

 

Matthäus bezieht sich auf einen Stern, der schon in der Tora aufgeht, er hat das nicht erfunden, sondern nur auf Jesus bezogen.

 

Es hat nix mit Göttern zu tun oder die Tora ist hier selbst götzendienerisch unterwegs.

 

Der Stern aus Jakob und der Stab der aus Israel hervorgeht sind allerdings keine Himmelskörper. Sowenig wie das Versprechen, die Nachkommen Abrahams werden so zahlreich sind wie die Sterne.  Wobei bei den Sternlesgucker aus dem Osten allerdings sehr wohl ein Himmelskörper gemeint ist. 

 

Was ich Matthäus bei der Gelegenheit sagen wollte: Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Er hat eine sehr eigenwillige Art, wie er mit dem Tenach umgeht. Seine Botschaft ist dass Jesus der Messias ist. Das zu belegen, dafür ist ihm jedes Mittel recht, auch wenn er kreuz und quer Zitate aus dem Zusammenhang reißt, wie es ein ZJ nicht besser machen könnte. Aber das Zeugnis, das ihm so wichtig ist, das kann ich auch gerne stehenlassen, um das geht es ihm. Dass seine Belege für nichts taugen, ist eine andere Sache. Und darum geht es mir hier nicht. 

bearbeitet von Higgs Boson
Geschrieben
On 8/14/2026 at 11:51 PM, Alfons said:

In der Lutherbibel steht immer noch "als Mann und Frau", aber da bin ich sicher, dass der hebräische Text das nicht hergibt.

 

Kannst Du das begründen?

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb KevinF:

 

Kannst Du das begründen?

 

Martin Buber hat in seiner Verdeutschung die Stelle übersetzt mit "Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, / im Bilde Gottes schuf er ihn, / männlich, weiblich schuf er sie." 

 

Geschrieben (bearbeitet)
15 minutes ago, Alfons said:

 

Martin Buber hat in seiner Verdeutschung die Stelle übersetzt mit "Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, / im Bilde Gottes schuf er ihn, / männlich, weiblich schuf er sie." 

 

 

Und andere Übersetzungen übersetzen substantivistisch, wofür soll das jetzt ein Argument sein 😉

 

Afaik sind beide Übersetzungen möglich, wobei der status absolutus im Kontext die substantivistische Übersetzung sogar als die naheliegendere erscheinen lässt.

 

Aber bei letzterem mag ich mich irren.

bearbeitet von KevinF
Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb KevinF:

Und andere Übersetzungen übersetzen substantivistisch, wofür soll das jetzt ein Argument sein 😉

 

Dafür, dass die Form "männlich, weiblich" näher am hebräischen Text ist als die Fassung "als Mann und Frau", denn Martin Buber übersetzt so eng als irgend möglich am Text der hebräischen Tora. Ich sehe da tatsächlich einen inhaltichen Unterschied, den ich weiter oben erläutert habe. Auch die Einheitsübersetzung ist bei "männlich und weiblich". Leider kann ich kein Hebräisch, deshalb bin ich gespannt, was Higgs Boson dazu sagt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 34 Minuten schrieb Alfons:

Ich sehe da tatsächlich einen inhaltichen Unterschied, den ich weiter oben erläutert habe.

 

Aber nur einen Aspekt. Mann und Frau gilt nur für Menschen, männlich und weiblich gilt auch für Tiere, die ohne Operation zu Stier und Kuh werden. Die Kuh ist nicht vom Stier genommen, die Henne nicht vom Hahn. Die Operationserklärung bei der dies und das schief gehen kann funktioniert für Homosexualität nicht, die es auch bei Tieren gibt. Bei Gott geht nichts schief, dem passieren keine Kunstfehler. Theologisch-dogmatisch völlig absurde Vorstellung. 

 

Mann und Frau sind geschlechtsreife, mündige und schuldfähige Menschen, männlich und weiblich hält das offen. Nirgends steht, dass Gott den Menschen schon erwachsen erschaffen hätte. Für den Sündenfall braucht man aber den mündigen, schuldfähigen Mensch, und keinen unmündigen, der noch unter Welpenschutz stehen könnte. 

bearbeitet von Weihrauch
Geschrieben
Am 13.8.2026 um 11:07 schrieb Alfons:

 

Nein, aber jetzt wo Du es sagst. Faszinierend. Danke.

Die Grünewald-Bibel nennt die Fische samt Krabben und Plankton übrigens Wimmelwesen. "So schuf Gott die großen Meerestiere und alle anderen lebenden Wimmelwesen, wovon die Wasser wimmeln." Das Wort gefällt mir. Wimmelwesen.  

 

Wimmelwesen hat was lyrisches. Stimmt. Aber das Wort kommt später noch mal vor. Wenn es dann da auch wimmelt, stimmt es wieder.

Geschrieben
Am 16.8.2026 um 16:30 schrieb johannes12:

19 Es wurde Abend und es wurde Morgen: vierter Tag. 1 Mose 1,19

 

Ausgehend nur von diesem Vers könnte man sich fragen: Und wo sind denn geblieben der Tag und die Nacht? ... Die waren schon erwähnt in vorigen Versen.

20 Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von Schwärmen lebendiger Wesen und Vögel sollen über der Erde am Himmelsgewölbe fliegen.

1 Mose 1,20

 

Dann - als der vierte Tag "fertiggestellt" worden war ...

 

sprach Gott: - dabei wirkend wie immer in diesem Zusammenhang schöpferisch ..

 

Das Wasser - wie ein Tropfen, so auch alle Gewässern?

 

wimmle - soll voller Bewegung sein

 

von Schwärmen lebendiger Wesen - von Bakterien bis zu großen Fischen?

 

und Vögel - erste Lebewesensgruppe, die bei ihren Namen benannt ist

 

sollen über der Erde - ...

 

am Himmelsgewölbe fliegen. - in "am" sehe ich das Himmelsgewölbe eher als Oberfläche, als einen Raum dargestellt ist.

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb johannes12:

20 Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von Schwärmen lebendiger Wesen und Vögel sollen über der Erde am Himmelsgewölbe fliegen.

1 Mose 1,20

 

Dann - als der vierte Tag "fertiggestellt" worden war ...

 

sprach Gott: - dabei wirkend wie immer in diesem Zusammenhang schöpferisch ..

 

Das Wasser - wie ein Tropfen, so auch alle Gewässern?

 

wimmle - soll voller Bewegung sein

 

von Schwärmen lebendiger Wesen - von Bakterien bis zu großen Fischen?

 

und Vögel - erste Lebewesensgruppe, die bei ihren Namen benannt ist

 

Vogel ist hier kein Name. Es ist eine Beschreibung dessen, was das Lebewesen tut. Auch wenn es mit einem Namen übersetzt wird, im Hebräischen steht das nicht. Gott gibt keinem Lebewesen im ersten Schöpfungbericht einen Namen. Nicht den Pflanzen, nicht den Tieren der Wasser noch der Luft. Und im zweiten überträgt er das dem Menschen.

 

Ausreißer: Er benennt auch die beiden Leuchten vom vierten Tag nicht. Das lässt die Frage offen, in welcher Kategorie diese fallen. Sind sie lebendig, die Sprache des vierten Tages lässt darauf schließen: nein. Sind sie unbelebt, warum gibt er ihnen keine Namen, wie sonst allem?

 

Noch ein Hinweis: Dann... ist ein Temporaladverb. Im Original steht 'und...', das ist eine Konjunktion. 'Dann' manifestiert in unseren Köpfen einen Zeitstrahl und das geht an der Zeitvorstellung des Hebräischen in diesem Kontext vorbei. Und es steht da auch nicht.

 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Higgs Boson:

 

Vogel ist hier kein Name. Es ist eine Beschreibung dessen, was das Lebewesen tut. Auch wenn es mit einem Namen übersetzt wird, im Hebräischen steht das nicht. Gott gibt keinem Lebewesen im ersten Schöpfungbericht einen Namen. Nicht den Pflanzen, nicht den Tieren der Wasser noch der Luft. Und im zweiten überträgt er das dem Menschen.

 

Ausreißer: Er benennt auch die beiden Leuchten vom vierten Tag nicht. Das lässt die Frage offen, in welcher Kategorie diese fallen. Sind sie lebendig, die Sprache des vierten Tages lässt darauf schließen: nein. Sind sie unbelebt, warum gibt er ihnen keine Namen, wie sonst allem?

 

Noch ein Hinweis: Dann... ist ein Temporaladverb. Im Original steht 'und...', das ist eine Konjunktion. 'Dann' manifestiert in unseren Köpfen einen Zeitstrahl und das geht an der Zeitvorstellung des Hebräischen in diesem Kontext vorbei. Und es steht da auch nicht.

 

Danke!

Das alles isr schön zu wissen.

 

Ob "die Vögel" als Name einer Gruppe von Lebewesen genommen sein könnte? ...  

Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb johannes12:

Danke!

Das alles isr schön zu wissen.

 

Ob "die Vögel" als Name einer Gruppe von Lebewesen genommen sein könnte? ...  

 

Natürlich sind das Vögel. Aber das Hebräische bleibt unbestimmt. Flügel, Fliegen. Kein Name. Also ganz prinzipiell fielen darunter auch Flugsaurier, auch wenn die sicher nicht gemeint sind. Um was es geht: Kein Name!

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Higgs Boson:

 

Natürlich sind das Vögel. Aber das Hebräische bleibt unbestimmt. Flügel, Fliegen. Kein Name. Also ganz prinzipiell fielen darunter auch Flugsaurier, auch wenn die sicher nicht gemeint sind. Um was es geht: Kein Name!

... dann, alles, was fliegen kann?

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb johannes12:

20 Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von Schwärmen lebendiger Wesen und Vögel sollen über der Erde am Himmelsgewölbe fliegen.

1 Mose 1,20

 

Dann - als der vierte Tag "fertiggestellt" worden war ...

 

sprach Gott: - dabei wirkend wie immer in diesem Zusammenhang schöpferisch ..

 

Das Wasser - wie ein Tropfen, so auch alle Gewässern?

 

wimmle - soll voller Bewegung sein

 

von Schwärmen lebendiger Wesen - von Bakterien bis zu großen Fischen?

 

und Vögel - erste Lebewesensgruppe, die bei ihren Namen benannt ist

 

sollen über der Erde - ...

 

am Himmelsgewölbe fliegen. - in "am" sehe ich das Himmelsgewölbe eher als Oberfläche, als einen Raum dargestellt ist.

 21 Und Gott erschuf die großen Wassertiere und alle Lebewesen, die sich fortbewegen nach ihrer Art, von denen das Wasser wimmelt, und alle gefiederten Vögel nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war. 1 Mose 1,21

 

Und Gott erschuf - das, was Er Sich (im vorigen Vers) vorgenommen hat?

 

die großen Wassertiere - Säugetiere? ... Fische? 

Was soll es heißen große'?

 

und alle Lebewesen, - beginnend von Bakterien ... ?

 

die sich fortbewegen - soll es heißen, das was zu Lebewesen gehört, muß in der Lage sein sich fort zu bewegen?

 

nach ihrer Art, - ...

 

von denen das Wasser wimmelt, - ... so zahlreich sie waren. ....?

 

und alle gefiederten Vögel - die Fledermäuse - z. B. - dazu gehören nicht 

 

nach ihrer Art. - ... 

 

Gott sah, dass es gut war. - gut, weil .... ?

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb johannes12:

 21 Und Gott erschuf die großen Wassertiere und alle Lebewesen, die sich fortbewegen nach ihrer Art, von denen das Wasser wimmelt, und alle gefiederten Vögel nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war. 1 Mose 1,21

 

Und Gott erschuf - das, was Er Sich (im vorigen Vers) vorgenommen hat?

 

die großen Wassertiere - Säugetiere? ... Fische? 

Was soll es heißen große'?

 

und alle Lebewesen, - beginnend von Bakterien ... ?

 

die sich fortbewegen - soll es heißen, das was zu Lebewesen gehört, muß in der Lage sein sich fort zu bewegen?

 

nach ihrer Art, - ...

 

von denen das Wasser wimmelt, - ... so zahlreich sie waren. ....?

 

und alle gefiederten Vögel - die Fledermäuse - z. B. - dazu gehören nicht 

 

nach ihrer Art. - ... 

 

Gott sah, dass es gut war. - gut, weil .... ?

22 Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch! Füllt das Wasser im Meer und die Vögel sollen sich auf Erden www. 1 Mose 1,22

 

Gott segnete sie - ...

 

und sprach: - dabei es war kein Wunsch von Ihm, es war ein Befehl.

 

Seid fruchtbar und mehrt euch! - ... ...

 

Füllt das Wasser im Meer - 

 

und die Vögel sollen sich auf Erden vermehren. -  ...

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb johannes12:

 21 Und Gott erschuf die großen Wassertiere und alle Lebewesen, die sich fortbewegen nach ihrer Art, von denen das Wasser wimmelt, und alle gefiederten Vögel nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war. 1 Mose 1,21

 

Und Gott erschuf - das, was Er Sich (im vorigen Vers) vorgenommen hat?

 

die großen Wassertiere - Säugetiere? ... Fische? 

Was soll es heißen große'?

 

und alle Lebewesen, - beginnend von Bakterien ... ?

 

die sich fortbewegen - soll es heißen, das was zu Lebewesen gehört, muß in der Lage sein sich fort zu bewegen?

 

nach ihrer Art, - ...

 

von denen das Wasser wimmelt, - ... so zahlreich sie waren. ....?

 

und alle gefiederten Vögel - die Fledermäuse - z. B. - dazu gehören nicht 

 

Fledermäuse, an die habe ich garnicht gedacht. Gefiederte  Vögel ist zwar nicht völlig falsch, die zugrundeliegenden Wörter sind aber 'Flügel' (nicht Federn) und 'Fliegen' (nicht Vogel). Es geht um die Besiedlung eines Lebensraums (am Himmelsgewölbe), nicht um Biologie.

 

Ich kann mal spaßeshalber meinen Rabbi fragen, wo die Tradition die Fledermäuse verortet, am fünften oder sechsten Schöpfungstag. Ich bin überzeugt, wir sind nicht die ersten, die auf das Thema kommen.

 

vor 11 Stunden schrieb johannes12:

 

nach ihrer Art. - ... 

 

Gott sah, dass es gut war. - gut, weil .... ?

 

Genau. Weil! Weil steht da tatsächlich. (ki tov - weil gut)

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb johannes12:

22 Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch! Füllt das Wasser im Meer und die Vögel sollen sich auf Erden www. 1 Mose 1,22

 

Segen und sprechen sind keine eigenen Tätigkeiten, wie das 'und' es annehmen lassen könnte. Gott segnet indem er spricht. Der folgende Text ist der Segen. Und richtig. Der Segen ist ein Befehl!

 

vor 1 Stunde schrieb johannes12:

 

Gott segnete sie - ...

 

und sprach: - dabei es war kein Wunsch von Ihm, es war ein Befehl.

 

Seid fruchtbar und mehrt euch! - ... ...

 

Füllt das Wasser im Meer - 

 

und die Vögel sollen sich auf Erden vermehren. -  ...

 

bearbeitet von Higgs Boson
Geschrieben (bearbeitet)
vor 48 Minuten schrieb Higgs Boson:
 
vor 12 Stunden schrieb johannes12:

 21 Und Gott erschuf die großen Wassertiere und alle Lebewesen, die sich fortbewegen nach ihrer Art, von denen das Wasser wimmelt, und alle gefiederten Vögel nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war. 1 Mose 1,21

 

Und Gott erschuf - das, was Er Sich (im vorigen Vers) vorgenommen hat?

 

die großen Wassertiere - Säugetiere? ... Fische? 

Was soll es heißen große'?

 

und alle Lebewesen, - beginnend von Bakterien ... ?

 

die sich fortbewegen - soll es heißen, das was zu Lebewesen gehört, muß in der Lage sein sich fort zu bewegen?

 

nach ihrer Art, - ...

 

von denen das Wasser wimmelt, - ... so zahlreich sie waren. ....?

 

und alle gefiederten Vögel - die Fledermäuse - z. B. - dazu gehören nicht 

Expand  

 

 

Fledermäuse, an die habe ich garnicht gedacht. Gefiederte  Vögel ist zwar nicht völlig falsch, die zugrundeliegenden Wörter sind aber 'Flügel' (nicht Federn) und 'Fliegen' (nicht Vogel). Es geht um die Besiedlung eines Lebensraums (am Himmelsgewölbe), nicht um Biologie.

 

Ich kann mal spaßeshalber meinen Rabbi fragen, wo die Tradition die Fledermäuse verortet, am fünften oder sechsten Schöpfungstag. Ich bin überzeugt, wir sind nicht die ersten, die auf das Thema kommen.

 

 

Ich habe meinen Rabbi gefragt, wie das die jüdische Tradition sieht (die können noch besser Hebräisch als ich) und das war die Antwort:


 

Zitat

 

bezüglich des fünften Schöpfungstages und der Frage nach den Fledermäusen:

 

Wie immer gibt es im Judentum mehrere unterschiedliche Sichtweisen. Eine davon teilt Ihre Ansicht, dass die Fledermäuse am 5. Schöpfungstag erschaffen wurden. So schreibt es beispielsweise Ramban/Nachmanides


Rashi und die anderen Rabbiner:
Rashi erwähnt die Fledermaus in seinem Kommentar zur Genesis nicht ausdrücklich. Er interpretiert die Verse im Rahmen der allgemeinen Einteilung der Schöpfung: Am fünften Tag wurden die Wasserlebewesen und die Vögel, am sechsten Tag die Landtiere und der Mensch erschaffen. Daher gehört die Fledermaus gemäß der biblischen Einteilung der fliegenden Lebewesen zum fünften Tag.


Ramban: der Ramban hebt den Aufbau der Schöpfungstage und das Erscheinen der Tiere entsprechend ihrem Lebensraum hervor. So wurden am fünften Tag die im Wasser lebenden und die in der Luft fliegenden Lebewesen erschaffen, am sechsten Tag die Tiere auf der Erde. Nach diesem Prinzip gehört die Fledermaus zum fünften Tag, da sie ein fliegendes Lebewesen ist.

 

 

Sie als Übergangswesen zwischen Land und Luft, Tag und Nacht, ich glaube, da muss man dann vielleicht in der Kabbala graben. Was ich ausdrücklich unterlasse.

bearbeitet von Higgs Boson
Geschrieben (bearbeitet)
vor 22 Minuten schrieb Higgs Boson:

Sie als Übergangswesen zwischen Land und Luft

Was ist dann mit den zahllosen „Übergangswesen“ zwischen Wasser und Land, wie Frösche, Molche, Krebse und Biber?

 

Nein, ich meine diese Frage nicht ernst, und bitte, bitte, sagt mir, dass ihr das auch nicht ernst meint!

 

Oder glaubt ihr tatsächlich, dass „Gott“ irgendwelche Viecher an bestimmten Tagen erschaffen hat? 😱

 

Werner

bearbeitet von Werner001
Geschrieben (bearbeitet)
vor 37 Minuten schrieb Werner001:

Was ist dann mit den zahllosen „Übergangswesen“ zwischen Wasser und Land, wie Frösche, Molche, Krebse und Biber?

 

Nein, ich meine diese Frage nicht ernst, und bitte, bitte, sagt mir, dass ihr das auch nicht ernst meint!

 

Oder glaubt ihr tatsächlich, dass „Gott“ irgendwelche Viecher an bestimmten Tagen erschaffen hat? 😱

 

Werner

 

Schon garnicht an Tagen. Aber es geht mir zumindest nicht, um 'Glauben'. Dazu bin ich nicht aus dem Christentum ausgeschert, um mir jetzt irgendwelche neuen Dogmen zu suchen. Die Tage sind Strophen in einem Lied, die Subjekte der Schöpfung bestimmten Strophen zugeordnet. Unter dem Aspekt ergibt die Zuordnung von Tieren zu Tagen durchaus Sinn. 

 

Und dann kann man das auch für Molche und Salamander machen, sich den Kopf zerbrechen, versuchen das einzuordnen, sich in die Haare kriegen, zu keinem Ergebnis kommen, später weiter machen, das ganze Kabbalistisch einordnen (was ich mir ausdrücklich verkneife). @Weihrauch sucht immer noch Süßwasser.

 

Nur eines darf man nicht: Das ganze mit moderner Wissenschaft abgleichen. Denn diese Perspektive kommt an keiner Stelle vor. Nicht im Altertum, nicht in rabbinischen Texten (wobei die einfach alles diskutieren, Widersprüche dokumentieren und sich alle Wege offen halten. Daher kann ich nicht versprechen, dass es da überhaupt keine Einlassungen gibt.). Wenn das christliche Perspektiven versuchen, dann fährt der Karren ohne Umweg an die Wand, weil das Christentum von Dogmen lebt, offene Fragen stiften da schnell Verwirrung. Weshalb man das, zumindest auf katholischer und evangelischer Seite, auch nicht (mehr) tut. 

bearbeitet von Higgs Boson
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Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Higgs Boson:

@Weihrauch sucht immer noch Süßwasser.

 

Nö. Ich konstatiere das Fehlen von Süßwasser, nicht aus wissenschaftlicher Perspektive, sondern aus lyrischer Perspektive. Im Enuma Elisch fängt alles mit Süß- und Salzwasser an, Ea (Süßwasser) und Apsu (Salzwasser,Tiamat), wenn ich mich da aus dem Gedächtnis nicht mit den Namen vertue. Das AT steigt aber erst bei Marduk und der Erschaffung der Himmel und des Landes ins Enuma Elisch ein. Insofern ist das Süßwasser theologisch nicht irrelevant, eben weil es fehlt, obwohl es für das Land und dessen Lebewesen lebenswichtig ist. An die Nahrung der Landlebewesen denkt Gott, dass die auch was zu trinken im/auf dem Land brauchen hat Gott vergessen? Die Wassertiere bekommen keine Nahrung - auch von Gott vergessen? Sicher wollten die Verfasser keinen Alzheimerpatienten beschreiben. Welche lyrische Theo-Logik steckt also dahinter?

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Higgs Boson:

Sie [die Vögel] als Übergangswesen zwischen Land und Luft, Tag und Nacht, ich glaube, da muss man dann vielleicht in der Kabbala graben. Was ich ausdrücklich unterlasse.

 

Sehr interessant wieder etwas über das rabbinische Judentum von deinen Rabbis erfahren zu haben. Danke. 

 

Jetzt zu den Verfassern des Textes aus einer anderen Epoche:

Vögel sind Landtiere und keine Übergangswesen. Darum werden "sie" auch "alle" auch auf der Arche gerettet (Taube, Rabe), als wenn es keine Vögel gäbe, die schwimmen können und sich von Fisch ernähren. Die bringt die Sintflut nicht um. Diese Aufteilung muss andere Gründe haben. Das Fliegen ist kein logisch tragfähiges Argument da viele Insekten (Wimmel-, Schwarmwesen) ebenfalls fliegen, und am 6. Tag erschaffen werden. Das ist nach wie vor Lyrik, und folgt offensichtlich einer anderen Logik.

Geschrieben
Gerade eben schrieb Weihrauch:

 

Nö. Ich konstatiere das Fehlen von Süßwasser, nicht aus wissenschaftlicher Perspektive, sondern aus lyrischer Perspektive. Im Enuma Elisch fängt alles mit Süß- und Salzwasser an, Ea (Süßwasser) und Apsu (Salzwasser,Tiamat), wenn ich mich da aus dem Gedächtnis nicht mit den Namen vertue. Das AT steigt aber erst bei Marduk und der Erschaffung der Himmel und des Landes ins Enuma Elisch ein. Insofern ist das Süßwasser theologisch nicht irrelevant, eben weil es fehlt, obwohl es für das Land und dessen Lebewesen lebenswichtig ist. An die Nahrung der Landlebewesen denkt Gott, dass die auch was zu trinken im/auf dem Land brauchen hat Gott vergessen? Die Wassertiere bekommen keine Nahrung - auch von Gott vergessen? Sicher wollten die Verfasser keinen Alzheimerpatienten beschreiben. Welche lyrische Theo-Logik steckt also dahinter?

 

Die Wassertiere werden auch später bei Noah und der Neuregelung der Ernährung nicht erwähnt. Wassertiere sind irgendwann Nahrung, was sie fressen? 

 

Sind Viren erschaffen worden? Sind Viren überhaupt lebendig? Wo kommen die vor? Die hatte man damals, wie die Bakterien, in Ermangelung von Mikroskopen, einfach nicht auf dem Schirm. 

 

Was das Süßwasser angeht, das ist eine interessante Frage, dem ich an einem anderen Tag nachgehe, aber ich habe gerade eine andere Übersetzung im Stack und mein OpenOffice ist mittendrin abgestürzt. Shit happens.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Higgs Boson:

Sind Viren erschaffen worden? Sind Viren überhaupt lebendig? Wo kommen die vor? Die hatte man damals, wie die Bakterien, in Ermangelung von Mikroskopen, einfach nicht auf dem Schirm. 

 

Das sind so Argumente, "weil nicht sein kann, was nicht sein darf" - dafür ist die Wissenschaft, bzw. ihr Fehlen dann wieder gut.

 

Mücken die stachen, Heuschreckenschwärme die, den Himmel bei Tag verdunkelnd, angeflogen kamen, ganze Landstriche leerfraßen, und Hungersnöte auslösten, und Süßwasserfische hatten die Verfasser sehr wohl auf ihrem Schirm.

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