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Politik für Alle


mn1217

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vor 1 Minute schrieb rince:

Bestimmt bekommen wir die von durch die vielen Migranten aus Afrika und dem nahen Osten... *duckundweg*

Themenverfehlung  setzten nicht genügend

bearbeitet von Spadafora
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9 hours ago, Thofrock said:

Die Kapazitäten zu schaffen ist kein grundsätzliches Hindernis, auch wenn das natürlich viel Zeit und gute Vorbereitung braucht.

 

Nicht durchführbar ist es deshalb, weil jemand, der psychotherapeutische Behandlung benötigt, davon selbst überzeugt sein muss. 

 

Zu dem Teil gab es folgenden Hinweis: die EU hat wohl bereits seit einigen Jahren ein schnelles psychologisches Assessment per Fragebogen zum geforderten Teil der Erstaufnahme gemacht.

Quote

....Es gibt den leicht umsetzbaren Refugee Health Screener, mit dem sich schnell heraus­finden lässt, wer psychisch belastet ist. Wir haben diesen Fragebogen für Geflüchtete, die in Deutschland leben, evaluiert. Es gibt ihn in vielen Herkunftssprachen, der Flüchtling kann ihn allein ausfüllen oder mithilfe eines Hausarztes oder Paten. ­Leider geschieht das so gut wie gar nicht. Kein EU-Mitgliedstaat macht das, obwohl es in einer EU-Richtlinie sogar verlangt wird. Das Beste wäre, das würde sofort in den Landeserstaufnahmeeinrichtungen rea­lisiert und idealerweise nach einem halben Jahr wiederholt werden.

 

D.h. selbst diese Vorgabe wird nicht umgesetzt, weil wohl eine erhebliche Anzahl neuer Behandlungsfälle dadurch anfallen würde.

Wenn aber die Beschaffung zusätzlicher Behandlungskapazitäten kein Problem sein soll, warum haben dann lt. ArGe in 2021 gerade mal 600 nichtärztliche (3,3%) Psychotherapeuten einen neuen Job gesucht?

Und grundständig ausbilden dauert nun mal mindestens 5 Jahre, oder 3 Jahre als Weiterbildung eines Psychologen.

Neben all den anderen realen Baustellen (z.B. Wohnungsbau), bei denen die Regierung schon erklärt hat, dass die Ziele nicht erreicht werden.

Sprich: als Redensart ist jedes Problem lösbar - in der Realität bleibt es bei den Floskeln, wenn ein Problem dann vorhersehbar wieder mal eskaliert.

(Politisch werden wir dann im Herbst 2025 sehen, wie die Wähler die Bilanz ziehen und ob die riesige Ampel-Agenda dann als erfolgreich abgearbeitet gilt.)

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vor 3 Stunden schrieb MartinO:

Das Problem dürfte auch sein, dass es nicht genügend Psychotherapeuten und Sozialarbeiter gibt und auch nicht genügend Geld, um sie zu bezahlen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Psychotherapeuten? Zehn Jahre?

Und was ist die Grundlage? Ein Abschluß in Humanmedizin oder Psychologie? Beides zulassungsbeschränkte Fächer mit hohem numerus clausus (oder wie das jetzt heißt) und viel zu wenigen Studienplätzen. Und hoher Nachfrage, es werden ja nicht nur Psychotherapeuten gebraucht, sondern auch andere Psychologen sowie Unmengen von Humanmedizinern.

 

Mit anderen Worten: Bis daß wir die Ausbildungsgänge adäquat ausgebaut und die ersten zusätzlichen Absolventen in den Beruf starten sind die jetzt Betroffenen entweder schon lange integriert oder abgeschoben oder in Haft.

 

bearbeitet von Moriz
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vor 4 Minuten schrieb Moriz:

Mit anderen Worten: Bis daß wir die Ausbildungsgänge adäquat ausgebaut und die ersten zusätlichen Absolventen in den Beruf starten sind die jetzt Betroffenen entweder schon lange integriert oder abgeschoben oder in Haft.


Während meiner Ausbildung sagte mir ein Gefängniswärter den ich als Patient hatte, er würde am ersten Tag erkennen ob ein Häftling resozialisierbar ist oder nicht. Auf die Frage, woran er dies erkenne, antwortete er: daran ob der Häftling das will. Das beschreibt auch gut die Crux der Psychotherapie überhaupt, aber speziell mit Straftätern : Es funktioniert nur über Ändern von Denken und Verhalten, und darüber hat nunmal der Patient die vollständige Kontrolle, ob er das will. In der regulären Psychotherapie spielt das auch, aber weniger eine Rolle da meist der Leidensdruck die Menschen zu uns bringt. Bei Straftätern geht es oft um Hafterleichterungen und weniger um Persönlichkeitsveränderung. Wenn man also Menschen motivieren will sich zu verändern, müssen die Grundbedingungen so sein, dass auch eine klare Eigenmotivation für diese Änderung gegeben ist die weniger an hehren moralischen oder verkopften Idealen ansetzt sondern viel direkter am unmittelbaren Fühlen. Dennoch denke ich ist die Menge der hier eingewanderten straffälligen Migranten um ein Vielfaches kleiner als die Menge der bspw traumatisierten. Die tauchen eben nur medial praktisch nicht auf.

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vor 1 Minute schrieb Janus:


Während meiner Ausbildung sagte mir ein Gefängniswärter den ich als Patient hatte, er würde am ersten Tag erkennen ob ein Häftling resozialisierbar ist oder nicht. Auf die Frage, woran er dies erkenne, antwortete er: daran ob der Häftling das will. Das beschreibt auch gut die Crux der Psychotherapie überhaupt, aber speziell mit Straftätern : Es funktioniert nur über Ändern von Denken und Verhalten, und darüber hat nunmal der Patient die vollständige Kontrolle, ob er das will. In der regulären Psychotherapie spielt das auch, aber weniger eine Rolle da meist der Leidensdruck die Menschen zu uns bringt. Bei Straftätern geht es oft um Hafterleichterungen und weniger um Persönlichkeitsveränderung. Wenn man also Menschen motivieren will sich zu verändern, müssen die Grundbedingungen so sein, dass auch eine klare Eigenmotivation für diese Änderung gegeben ist die weniger an hehren moralischen oder verkopften Idealen ansetzt sondern viel direkter am unmittelbaren Fühlen. Dennoch denke ich ist die Menge der hier eingewanderten straffälligen Migranten um ein Vielfaches kleiner als die Menge der bspw traumatisierten. Die tauchen eben nur medial praktisch nicht auf.

Der Mann überschätzte sich gewaltig, aber das ist bei Beamten die im Gefängnis arbeiten oft der Fall

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vor 12 Minuten schrieb Moriz:

Wie lange dauert die Ausbildung zum Psychotherapeuten? Zehn Jahre?

Und was ist die Grundlage? Ein Abschluß in Humanmedizin oder Psychologie? Beides zulassungsbeschränkte Fächer mit hohem numerus clausus (oder wie das jetzt heißt) und viel zu wenigen Studienplätzen. Und hoher Nachfrage, es werden ja nicht nur Psychotherapeuten gebraucht, sondern auch andere Psychologen sowie Unmengen von Humanmedizinern.

 

Mit anderen Worten: Bis daß wir die Ausbildungsgänge adäquat ausgebaut und die ersten zusätlichen Absolventen in den Beruf starten sind die jetzt Betroffenen entweder schon lange integriert oder abgeschoben oder in Haft.

Die geringe Studienplatzzahl ist schon lange ein großes Thema. Die Plätze sind teuer. Lieber wirbt die Poilitik junge Absolventen aus anderen Ländern an (nur dann fehlen sie da und die dortigen Steuergelder sind auch weg). Außerdem wird nicht jeder Absolvent einer deutschen Uni im deutschen Gesundheitswesen beginnen. (eine subjektive These)

Überlegt man nicht seit Jahren in Cottbus eine medizinische Fakultät hochzuziehen? Keine Ahnung, wie weit die inzwischen sind ... Viel zu spät in jedem Fall.

 

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vor 32 Minuten schrieb UHU:

Außerdem wird nicht jeder Absolvent einer deutschen Uni im deutschen Gesundheitswesen beginnen. (eine subjektive These)

Vor dreissig Jahren sprach man von einer "Ärzteschwemme", hat den Berufseinstieg mit der Einführung des "Arztes im Praktikum" uninteressanter gemacht und im Anschluß daran massiv Studienplätze abgebaut. Gut, die Leute, die vor dreissig Jahren ihr Medizinstudium beendet haben, die würden auch spätestens in etwa zehn Jahren in Rente gehen. Aber danach kam halt auch nicht genug.

 

vor 34 Minuten schrieb UHU:

Überlegt man nicht seit Jahren in Cottbus eine medizinische Fakultät hochzuziehen?

Was hat Cottbus, was andere nicht haben?

Im Zweifelsfall geht es viel, viel schneller, die vorhandenen medinzinischen Fakultäten auszubauen.

 

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vor 39 Minuten schrieb Spadafora:

Der Mann überschätzte sich gewaltig, aber das ist bei Beamten die im Gefängnis arbeiten oft der Fall

Nun, das Argument, daß er nennt, klingt für mich nachvollziehbar und stimmig: Will sich jemand ändern oder nicht? Und: Ja, ich denke, das kann man vom ersten Tag an ziemlich sicher sagen.

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Gerade eben schrieb Moriz:

Nun, das Argument, daß er nennt, klingt für mich nachvollziehbar und stimmig: Will sich jemand ändern oder nicht? Und: Ja, ich denke, das kann man vom ersten Tag an ziemlich sicher sagen.

oft kommt jemand erst bei der Therapie darauf dass es eine gute Idee wäre 

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vor 1 Minute schrieb Moriz:

Vor dreissig Jahren sprach man von einer "Ärzteschwemme", hat den Berufseinstieg mit der Einführung des "Arztes im Praktikum" uninteressanter gemacht und im Anschluß daran massiv Studienplätze abgebaut.

 

Dr. Christoph Specht, Arzt und Medizinjournalist, auf dessen Urteil ich eigentlich recht viel gebe, hat sich dazu gestern im Frühstücksfernsehen des ZDF geäußert. Er sagte ganz klar, daß es keinen Mangel an Ärzten, sondern einen an Arztstunden gäbe, zum einen, weil die heutigen Ärzte nicht mehr so viel arbeiten würden wie die früheren (ein Phänomen, das man auch aus anderen Berufen kennt), und selbst wenn sie es täten, sie es nicht abrechnen könnten. Da mehr Mediziner auch kaum zu finanzieren wären, müßten wir uns wohl mit weniger ärztlichen Leistungen abfinden. Das Ausland zeige, daß nicht jede medizinische Leistung von Ärzten erbracht werden müsse.

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vor 6 Minuten schrieb Spadafora:
vor 7 Minuten schrieb Moriz:

Nun, das Argument, daß er nennt, klingt für mich nachvollziehbar und stimmig: Will sich jemand ändern oder nicht? Und: Ja, ich denke, das kann man vom ersten Tag an ziemlich sicher sagen.

oft kommt jemand erst bei der Therapie darauf dass es eine gute Idee wäre 

 

Ich bin nun weder auf dem Gebiet der Kriminologie noch dem der Psychologie ein Fachmann, aber mir will scheinen, solange kriminelles Verhalten mit so wenig Risiko und so hohen Chancen verbunden ist wie bei uns, sollte man auf den Änderungswillen von Kriminellen keine gesteigerte Hoffnung setzen. 

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vor 9 Minuten schrieb Marcellinus:

Er sagte ganz klar, daß es keinen Mangel an Ärzten, sondern einen an Arztstunden gäbe, zum einen, weil die heutigen Ärzte nicht mehr so viel arbeiten würden wie die früheren

Auch Ärzte wollen heutzutage nicht mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten. Das mag früher anders gewesen sein, aber gut war das nie. Nach 24 Stunden ohne Schlaf arbeitet man wie mit 1,6 Promille.

vor 10 Minuten schrieb Marcellinus:

Das Ausland zeige, daß nicht jede medizinische Leistung von Ärzten erbracht werden müsse.

:daumenhoch:

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vor 33 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Ich bin nun weder auf dem Gebiet der Kriminologie noch dem der Psychologie ein Fachmann, aber mir will scheinen, solange kriminelles Verhalten mit so wenig Risiko und so hohen Chancen verbunden ist wie bei uns, sollte man auf den Änderungswillen von Kriminellen keine gesteigerte Hoffnung setzen. 

das ist  die übliche Vereinfachung die sich nicht belegen läßt

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vor 37 Minuten schrieb Moriz:

Was hat Cottbus, was andere nicht haben?

Im Zweifelsfall geht es viel, viel schneller, die vorhandenen medinzinischen Fakultäten auszubauen.

Man kann ja das eine machen, ohne das andere zu lassen. (Ich habe keine Ahnung, wie ausbaufähig die Quantität der Studiumsplätze an den einzelnen Orten ist, denn der Audimax ist nicht ausschlaggebend.)

Warum Cottbus? Aufbau Ost? Strukturwandel Kohle?

 

vor 29 Minuten schrieb Marcellinus:

Dr. Christoph Specht, Arzt und Medizinjournalist, auf dessen Urteil ich eigentlich recht viel gebe, hat sich dazu gestern im Frühstücksfernsehen des ZDF geäußert. Er sagte ganz klar, daß es keinen Mangel an Ärzten, sondern einen an Arztstunden gäbe, zum einen, weil die heutigen Ärzte nicht mehr so viel arbeiten würden wie die früheren (ein Phänomen, das man auch aus anderen Berufen kennt), und selbst wenn sie es täten, sie es nicht abrechnen könnten. Da mehr Mediziner auch kaum zu finanzieren wären, müßten wir uns wohl mit weniger ärztlichen Leistungen abfinden. Das Ausland zeige, daß nicht jede medizinische Leistung von Ärzten erbracht werden müsse.

Da kann ich Dr. Specht nur zustimmen.
Manche Abrechnungsmöglichkeit ist wirklich ein Witz.

Meinem Eindruck nach werden OP besser finanziert gegenüber konservativen Therapien und damit wären wir u. a. bei einem Grund für die fehlenden Heilmittelerbringer.

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vor 37 Minuten schrieb Spadafora:

oft kommt jemand erst bei der Therapie darauf dass es eine gute Idee wäre 

Das ist korrekt, das kommt vor. Eine objektivierbare Statistik dazu, wie oft, kenne ich nicht, würde mich aber interessieren. Meine persönliche Berufserfahrung bisher ist, dass Menschen sich nur sehr widerwillig verändern, wenn es keine unmittelbaren (mehr angenehmes, weniger unangenehmes) Gründe dafür gibt - dafür gibts auch biologische / psychologische Hintergründe aber die Details erspare ich mir an dieser Stelle. Aus ideellen Gründen könnte man sagen - jede(r) Gerettete ist es wert dieses Risiko auf sich zu nehmen. Aber da das hier eine politische und auch Kostendimension hat muss man schon, finde ich, Kosten und Nutzen zueinander in Relation setzen. Im übrigen muss ich das bei jedem Antrag tun den ich an die Kasse stelle - beschreiben, ob und warum die Prognose ausreichend günstig für eine Besserung ist, damit die Kasse dafür Geld bezahlt. 

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vor 49 Minuten schrieb Janus:

Im übrigen muss ich das bei jedem Antrag tun den ich an die Kasse stelle - beschreiben, ob und warum die Prognose ausreichend günstig für eine Besserung ist, damit die Kasse dafür Geld bezahlt. 

Magst Du das ein bißchen konkretisieren? Danke.

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vor 8 Minuten schrieb UHU:

Magst Du das ein bißchen konkretisieren? Danke.


Wenn ein Antrag auf eine längere Psychotherapie im Kassensystem gestellt wird, muss ich auf 3 Seiten in anonymisierter Form einem fachlichen Gutachter gegenüber darlegen, warum Therapie in diesem konkreten Fall sinnvoll und erfolgversprechend ist - in 8 bis 9 Unterpunkten. Einer dieser Punkte heißt Therapieziele und Prognose - wo Kurz und prägnant dargelegt werden muss welche Ziele erreicht werden sollen und wie bei diesem Patienten die Prognose aussieht. Es muss ausgewogen sowohl benannt werden was die Prognose ungünstig macht als auch was sie günstig macht, und nur wenn sie ausreichend günstig für eine mindestens Symptomlinderung erscheint wird der Gutachter das abnicken. Typische Faktoren die eine Prognose günstig erscheinen lassen sind akuter Leidensdruck und eine hohe (Veränderungs-)Motivation seitens des Patienten. Lang chronifizierte Symptomatik ist ein Beispiel für einen ungünstigen Faktor.

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Das ist ja krass. Hätte ich nicht mal ansatzweise geahnt.

Oder muß ein neues Kniegelenk auch mittels einem dreiseitigen Formular von einem KK-Gutachter genehmigt werden?
Und was macht Dein Patient, wenn die Therapie abgelehnt wird? Wie oft kommt das vor?

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vor 2 Stunden schrieb Marcellinus:

 

Dr. Christoph Specht, Arzt und Medizinjournalist, auf dessen Urteil ich eigentlich recht viel gebe, hat sich dazu gestern im Frühstücksfernsehen des ZDF geäußert. Er sagte ganz klar, daß es keinen Mangel an Ärzten, sondern einen an Arztstunden gäbe, zum einen, weil die heutigen Ärzte nicht mehr so viel arbeiten würden wie die früheren (ein Phänomen, das man auch aus anderen Berufen kennt), und selbst wenn sie es täten, sie es nicht abrechnen könnten. Da mehr Mediziner auch kaum zu finanzieren wären, müßten wir uns wohl mit weniger ärztlichen Leistungen abfinden. Das Ausland zeige, daß nicht jede medizinische Leistung von Ärzten erbracht werden müsse.

Es scheint wohl auch einen gewissen Überhang an stationären Kapazitäten zu geben, die nicht nachgefragt werden, während ambulante Therapien häufig mit Wartezeiten einhergehen, in denen sich die Beschwerden verfestigen können.

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vor 45 Minuten schrieb UHU:

Das ist ja krass. Hätte ich nicht mal ansatzweise geahnt.

Oder muß ein neues Kniegelenk auch mittels einem dreiseitigen Formular von einem KK-Gutachter genehmigt werden?
Und was macht Dein Patient, wenn die Therapie abgelehnt wird? Wie oft kommt das vor?

Wir fungieren unter anderem als Gatekeeper im Kassensystem. Wenn jemand zu mir kommt und Therapie auf Kassenkosten haben will weil er im übertragenen Sinne für seinen sechsten Lamborghini keinen Stellplatz findet, muss er dafür selber zahlen, das ist keine Kassenleistung. Wenn ich aber bei jemandem eine Erkrankung nach Icd-10 F-Diagnose (Psychische Erkrankungen) diagnostiziere und dann im Antrag sauber begründe, kann der Gutachter es eigentlich nur ablehnen wenn ich im Antrag Mist baue. Gutachter haben auch Quoten zu erfüllen und schauen daher sehr genau hin, wenn man aber sauber arbeitet, kommt eine Ablehnung  selten bis nicht vor. Es kommen schon mal öfter Menschen zu uns die weniger ein Fall für uns sind sondern eher einen Sozialarbeiter oder Arzt, dann müssen wir eben auch entsprechend weiter vermitteln. Psychotherapie ist auch kein Heilmittel für alles und macht wie Herr Hirschhausen so richtig sagt auch in sieben Jahren aus einem Pinguin keine Giraffe.

bearbeitet von Janus
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vor 18 Minuten schrieb Janus:

Wir fungieren unter anderem als Gatekeeper im Kassensystem. Wenn jemand zu mir kommt und Therapie auf Kassenkosten haben will weil er im übertragenen Sinne für seinen sechsten Lamborghini keinen Stellplatz findet, muss er dafür selber zahlen, das ist keine Kassenleistung. Wenn ich aber bei jemandem eine Erkrankung nach Icd-10 F-Diagnose (Psychische Erkrankungen) diagnostiziere und dann im Antrag sauber begründe, kann der Gutachter es eigentlich nur ablehnen wenn ich im Antrag Mist baue. Gutachter haben auch Quoten zu erfüllen und schauen daher sehr genau hin, wenn man aber sauber arbeitet, kommt eine Ablehnung  selten bis nicht vor. Es kommen schon mal öfter Menschen zu uns die weniger ein Fall für uns sind sondern eher einen Sozialarbeiter oder Arzt, dann müssen wir eben auch entsprechend weiter vermitteln. Psychotherapie ist auch kein Heilmittel für alles und macht wie Herr Hirschhausen so richtig sagt auch in sieben Jahren aus einem Pinguin keine Giraffe.

:blink::blink::blink:


Selbstverständlich habe ich erwartet, daß Patienten von der falschen Stelle an die richtige weiterschickt werden. Wenn ein Treckerfahrer mit seinem Töfftöff in die Autowerkstatt kommt, wird er auch weiter gereicht.
Vielleicht bin ich dazu aber zu naiv und zu realitätsnah, um auch nur ansatzweise aus einem Pinguin eine Giraffe heraustherapieren zu wollen bzw. zu können. ;)

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Jedenfalls ist es mehr als hilfreich, wenn man alles privat zahlen kann.

 

Ich kann es nicht, darum bleiben mein Sohn und ich auch untherapiert in der Hoffnung, daß sich die Probleme irgendwann wieder in Luft auflösen...

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Jetzt wissen wir endlich, was feministische Aussenpolitik bedeutet. 136.552,50 €uro für Schminke und Puder 🤣

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vor 8 Minuten schrieb rince:

Jetzt wissen wir endlich, was feministische Aussenpolitik bedeutet. 136.552,50 €uro für Schminke und Puder 🤣

 

Hat man Dir nichts abgegeben? :D

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