Jump to content

Recommended Posts

Geschrieben
1 hour ago, Chrysologus said:

Am Samstag habe ich einem Vater mitteilen müssen, dass wir für seinen Sohn keine Platz bei den Pfadfindern (in dem Fall und für Insider: den Wölflingen haben noch haben werden). Gestern standen ohne Anmeldung anderer Vater mit Sohn zum schnuppern da - dieselbe Antwort. Und heute morgen kommt die nächste Mail, so dass ich den Eltern erklären muss, dass wir die Tochter (4) gerne auf die Warteliste nehmen, für den Sohn (9) aber keine Chance besteht.   

 

Es ist irreal, eine kirchliche Gruppe zu leiten, die Menschen abweisen muss.


Keine Möglichkeit, zusätzliche Gruppen einzurichten? Welche Ressourcen fehlen? 
(Ich erlebe es gerade mit der Notfallseelsorge - der Bedarf wächst, aber Mitarbeiter nicht unbedingt in Überzahl. Oder katholische Schulen und Krankenhäuser - sehr geschätzt, aber nur begrenzte Ressourcen.)

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Shubashi:

Keine Möglichkeit, zusätzliche Gruppen einzurichten? Welche Ressourcen fehlen? 

Leiter*innen. Wir bräuchten ca. 6 weitere, um alle Kinder nehmen zu können.

Geschrieben

Zu meiner Zeit rekrutierten die sich aus den Pfadfindern selbst. Warum lässt das heute nach, wenn doch so eine große Nachfrage besteht? Ist das nur bei den katholischen Pfadfindern so, liegt es am kath. Amtsschimmel, höheren Anforderungen als bei anderen religiös und politisch unabhängigen Stämmen?

Geschrieben

Es hat mehrere Gründe:

  • der Verband wächst. Das ist kein reines DPSG-Phänomen (katholische Pfadfinder), das geht auch den evangelischen und ungebundenen Pfadfindern so. Demographisch haben wir derzeit eine kleine Geburtenwelle (die gerade wieder schwindet), aus Sicht der Eltern bieten wir soziales Lernen, das in der Schule zu kurz kommt, und Corona hat die  Erfahrung verstärkt, wie wichtig soziale Interaktionen sind. Das alles kumuliert sich gerade.
  • Wir haben in der DPSG relativ alte Leiter*innen (Mindestalter 18, idealerweise 21 nach Ende der Roverzeit) - in der Praxis bedeutet das, gerade die Aufnahme eines Studiums führt Leute aus Bamberg weg, die dann teilweise woanders leiten, so wie wir einzelne Leiter*innen bekommen, die zum Studium nach Bamberg kommen
  • Ein Bonmont sagt: "Es sind nur 1,5h pro Woche." Dabei bleibt es nicht: Stammeslager und -wochenende, Stufenhaijk, Gemeindefest, Johannifeuer, Stammesversammlung, Leiterrunden, diözesane Angebote - das alles summiert sich, und auf machen wirken unsere Terminkalender eher abschreckend. Viele sind nicht bereit, sich derart zu binden.
  • Um leiten zu dürfen, braucht es minimum die Präventionsschulung von 7h (verbandsintern Module 2d/2e) und ein erweiterets Führungszeugnis. Die komplette Leiterausbildung besteht aus einem Einsteigerwochenende, 4 inhaltlichen Wochenenden, einem Erste-Hilfe-Kurs und einer Woche Gruppendynamik. Zahlt alles der Stamm. Das muss man aber nicht machen.
  • Viele Leiter*innen studieren. Leiten belegt Zeit (siehe oben), und die Curricula sind enger geworden.

Also am katholischen Amtsschimmel liegt es nicht, die Anforderungen an Gruppenleiter sind da deutlich kleiner als bei uns. Man kann bei uns rein schnuppern, und manchmal bleibt jemand hängen.

Geschrieben
9 minutes ago, Chrysologus said:

Wir haben in der DPSG relativ alte Leiter*innen (Mindestalter 18, idealerweise 21 nach Ende der Roverzeit) - in der Praxis bedeutet das, gerade die Aufnahme eines Studiums führt Leute aus Bamberg weg, die dann teilweise woanders leiten, so wie wir einzelne Leiter*innen bekommen, die zum Studium nach Bamberg kommen


Das ist dann tatsächlich anders als in den kirchlichen Jugendgruppen meiner Zeit, dort konnte man ab 16 Gruppenleiter werden. Die Ausbildung ging über zwei mehrtägige Kurse, wobei erste Hilfe meist schon über den Zivilschutzkurs in der Schule abgedeckt war. Am Ende hatte man dann meist eine Struktur aus über und unter Volljährigen im Team. (Allerdings: einen zusätzlichen Kurs zu Bedienung von Filmprojektoren div. Kaliber, damit man Filme aus der „Landesbildstelle“ entleihen konnte, braucht man zum Glück nicht mehr.)

Geschrieben

Süddeutsche Zeitung  Macht sortieren glücklich?

 

...Wenn man das Spiel „Librarian: Tidy Up the Arcane Library!“ von Art Rising startet, ist da erst mal Überforderung. 3072 Bücher gilt es wieder in die Regale zu stellen, thematisch gegliedert und in der korrekten Reihenfolge. Hilfsmittel: erst mal keine. Also geht man los, hebt das erste Buch auf („Grundlagen der Metaphysik, Band 5“), sucht auf dem Lageplan das passende Regal („Philosophie“) und stellt das Buch ab. Nur noch 3071...

 

@Alfons: Damit könnte man doch das Sortieren der eigenen Bibliothek wunderbar prokrastinieren.

 

 

 

Geschrieben

Es hat gewittert, mein Fenster ist sperrangelweit offen und ich friere genussvoll vor mich hin.

 

Herrlich.

Geschrieben

Es hat gewittert.

Leider ist es jetzt immer noch zu warm (und zusätzlich furchtbar schwül), um genüßlich vor mich hinzufrieren,

Geschrieben

Gewitter oder Getwitter - zum Glück fiel mir noch ein, das Letzteres jetzt “X” heisst….und leider immer noch existiert.

Geschrieben

"Was willst du dich betrüben" (BWV 107) ist eine der zum heutigen 7. Sonntag nach Trinitatis passenden Bachkantaten. Hier eine sehr schöne Einspielung von 1980 mit Philippe Herreweghe.

 

Heute ist auch der Gedenktag für Jean Marteilhe. Der steht im evangelischen Namenskalender.

Der Namenskalender ist die evangelische Entsprechung des katholischen Heiligenkalenders. Es stehen genau wie bei Katholiken auch Heilige drin - morgen zum Beispiel Margareta von Antiochia - aber auch bedeutende nicht-katholische Christen und Märtyrer. Und am 19. Juli wird an den französischen Galeerensklaven Jean Marteilhe erinnert. 

Marteilhe (1684 - 1777) war Hugenotte. Als 16-Jähriger konnte er zunächst fliehen, als sein Heimatort Bergerac von evangelischen Christen gesäubert wurde. Sein Vater kam ins Gefängnis, zwei seiner Brüder und eine Schwester wurden gezwungen, in Klöster einzutreten. Zusammen mit einem gleichaltrigen Gefährten versuchte Jean Marteilhe, nach Holland zu entkommen. Er wurde jedoch gefasst und, nachdem er sich weigerte, zum katholischen Bekenntnis überzutreten, zu lebenslanger Galeerenstrafe verurteilt. 

 

Auf den Galeeren des Sonnenkönigs Ludwig XIV. wurden über 1500 Hugenotten als Rudersklaven gehalten, die Hälfte von ihnen starb durch Misshandlung und an den Entbehrungen. Auf der Galeere, auf der Marteilhe angekettet war, befanden sich weitere 40 reformierte Christen. Die Sträflinge wurden gezwungen, knieend an der katholischen Messe teilzunehmen. Wer sich weiterte, wurde mit einer Prügelfolter, der Bastonade, bestraft. 

 

Nach einer Intervention der englischen Königin Anna II. 1713 wurden alle evangelischen Galeerensklaven freigelassen, so auch nach 13 Jahren Gefangenschaft Jean Marteilhe - mit der Auflage, nie wieder französischen Boden zu vertreten. Im Exil in Amsterdam schrieb er seine Lebenserinnerungen. Sie wurden 1989 unter dem Titel "Galeerensträfling unter dem Sonnenkönig" auf Deutsch veröffentlicht. 
 

Geschrieben

In gut 2 Wochen ist das Fest Mariä Schnee. Der Überlieferung nach ließ Papst Liberius die Basilika Santa Maria Maggiore auf dem Esquilin nach einem „Schneewunder“ errichten. In der Nacht auf den 5. August 358 soll es geschneit haben, mitten im Hochsommer.

 

Wir hatten hier in den letzte Tagen in der Region mehrfach das Phänomen, dass kleine aber starke Gewitterzellen lokal sehr begrenzt größere Mengen Hagel haben fallen lassen, immer hieß es „es sah als, als hätte es mitten im Hochsommer geschneit“.

 

Werner

Geschrieben
23 hours ago, Alfons said:

Sie wurden 1989 unter dem Titel "Galeerensträfling unter dem Sonnenkönig" auf Deutsch veröffentlicht. 


Ich habe soeben das letzte Exemplar online gekauft; interessanterweise 1988 bei „Kiepenheuer Leipzig/Weimar“ 1988 verlegt…ich hatte immer nur „Kieperheuer & Witsch“ im Hinterkopf und den Gustav Kiepenheuer Verlag völlig verdrängt….

Geschrieben

Wenn auf einem Plakat ein Erwachsener ein Kind in die Luft hält in einem ansonsten leeren Raum und darüber ist ein Logo einer Bank - ist das dann Werbung für Bauspahn?

Geschrieben

Wenn es gewittert und eigentlich abkühlt, versucht mein Hund in mich hineinzukriechen vor Angst.

 

Er ist groß

 

Er ist warm

 

Er stinkt nach Hund

 

Ich hasse Gewitter

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Neu erstellen...