Shubashi Geschrieben 14. Juli Melden Geschrieben 14. Juli 1 hour ago, Chrysologus said: Am Samstag habe ich einem Vater mitteilen müssen, dass wir für seinen Sohn keine Platz bei den Pfadfindern (in dem Fall und für Insider: den Wölflingen haben noch haben werden). Gestern standen ohne Anmeldung anderer Vater mit Sohn zum schnuppern da - dieselbe Antwort. Und heute morgen kommt die nächste Mail, so dass ich den Eltern erklären muss, dass wir die Tochter (4) gerne auf die Warteliste nehmen, für den Sohn (9) aber keine Chance besteht. Es ist irreal, eine kirchliche Gruppe zu leiten, die Menschen abweisen muss. Keine Möglichkeit, zusätzliche Gruppen einzurichten? Welche Ressourcen fehlen? (Ich erlebe es gerade mit der Notfallseelsorge - der Bedarf wächst, aber Mitarbeiter nicht unbedingt in Überzahl. Oder katholische Schulen und Krankenhäuser - sehr geschätzt, aber nur begrenzte Ressourcen.) Zitieren
Chrysologus Geschrieben 14. Juli Melden Geschrieben 14. Juli vor einer Stunde schrieb Shubashi: Keine Möglichkeit, zusätzliche Gruppen einzurichten? Welche Ressourcen fehlen? Leiter*innen. Wir bräuchten ca. 6 weitere, um alle Kinder nehmen zu können. Zitieren
Weihrauch Geschrieben 14. Juli Melden Geschrieben 14. Juli Zu meiner Zeit rekrutierten die sich aus den Pfadfindern selbst. Warum lässt das heute nach, wenn doch so eine große Nachfrage besteht? Ist das nur bei den katholischen Pfadfindern so, liegt es am kath. Amtsschimmel, höheren Anforderungen als bei anderen religiös und politisch unabhängigen Stämmen? Zitieren
Chrysologus Geschrieben 14. Juli Melden Geschrieben 14. Juli Es hat mehrere Gründe: der Verband wächst. Das ist kein reines DPSG-Phänomen (katholische Pfadfinder), das geht auch den evangelischen und ungebundenen Pfadfindern so. Demographisch haben wir derzeit eine kleine Geburtenwelle (die gerade wieder schwindet), aus Sicht der Eltern bieten wir soziales Lernen, das in der Schule zu kurz kommt, und Corona hat die Erfahrung verstärkt, wie wichtig soziale Interaktionen sind. Das alles kumuliert sich gerade. Wir haben in der DPSG relativ alte Leiter*innen (Mindestalter 18, idealerweise 21 nach Ende der Roverzeit) - in der Praxis bedeutet das, gerade die Aufnahme eines Studiums führt Leute aus Bamberg weg, die dann teilweise woanders leiten, so wie wir einzelne Leiter*innen bekommen, die zum Studium nach Bamberg kommen Ein Bonmont sagt: "Es sind nur 1,5h pro Woche." Dabei bleibt es nicht: Stammeslager und -wochenende, Stufenhaijk, Gemeindefest, Johannifeuer, Stammesversammlung, Leiterrunden, diözesane Angebote - das alles summiert sich, und auf machen wirken unsere Terminkalender eher abschreckend. Viele sind nicht bereit, sich derart zu binden. Um leiten zu dürfen, braucht es minimum die Präventionsschulung von 7h (verbandsintern Module 2d/2e) und ein erweiterets Führungszeugnis. Die komplette Leiterausbildung besteht aus einem Einsteigerwochenende, 4 inhaltlichen Wochenenden, einem Erste-Hilfe-Kurs und einer Woche Gruppendynamik. Zahlt alles der Stamm. Das muss man aber nicht machen. Viele Leiter*innen studieren. Leiten belegt Zeit (siehe oben), und die Curricula sind enger geworden. Also am katholischen Amtsschimmel liegt es nicht, die Anforderungen an Gruppenleiter sind da deutlich kleiner als bei uns. Man kann bei uns rein schnuppern, und manchmal bleibt jemand hängen. Zitieren
Shubashi Geschrieben 14. Juli Melden Geschrieben 14. Juli 9 minutes ago, Chrysologus said: Wir haben in der DPSG relativ alte Leiter*innen (Mindestalter 18, idealerweise 21 nach Ende der Roverzeit) - in der Praxis bedeutet das, gerade die Aufnahme eines Studiums führt Leute aus Bamberg weg, die dann teilweise woanders leiten, so wie wir einzelne Leiter*innen bekommen, die zum Studium nach Bamberg kommen Das ist dann tatsächlich anders als in den kirchlichen Jugendgruppen meiner Zeit, dort konnte man ab 16 Gruppenleiter werden. Die Ausbildung ging über zwei mehrtägige Kurse, wobei erste Hilfe meist schon über den Zivilschutzkurs in der Schule abgedeckt war. Am Ende hatte man dann meist eine Struktur aus über und unter Volljährigen im Team. (Allerdings: einen zusätzlichen Kurs zu Bedienung von Filmprojektoren div. Kaliber, damit man Filme aus der „Landesbildstelle“ entleihen konnte, braucht man zum Glück nicht mehr.) Zitieren
Wunibald Geschrieben Donnerstag um 05:55 Melden Geschrieben Donnerstag um 05:55 Süddeutsche Zeitung Macht sortieren glücklich? ...Wenn man das Spiel „Librarian: Tidy Up the Arcane Library!“ von Art Rising startet, ist da erst mal Überforderung. 3072 Bücher gilt es wieder in die Regale zu stellen, thematisch gegliedert und in der korrekten Reihenfolge. Hilfsmittel: erst mal keine. Also geht man los, hebt das erste Buch auf („Grundlagen der Metaphysik, Band 5“), sucht auf dem Lageplan das passende Regal („Philosophie“) und stellt das Buch ab. Nur noch 3071... @Alfons: Damit könnte man doch das Sortieren der eigenen Bibliothek wunderbar prokrastinieren. 1 Zitieren
nannyogg57 Geschrieben Freitag um 19:37 Melden Geschrieben Freitag um 19:37 Es hat gewittert, mein Fenster ist sperrangelweit offen und ich friere genussvoll vor mich hin. Herrlich. Zitieren
gouvernante Geschrieben Freitag um 20:29 Melden Geschrieben Freitag um 20:29 Es hat gewittert. Leider ist es jetzt immer noch zu warm (und zusätzlich furchtbar schwül), um genüßlich vor mich hinzufrieren, Zitieren
Alfons Geschrieben Samstag um 07:59 Melden Geschrieben Samstag um 07:59 Ich warte noch auf das ersehnte Gewitter. Zitieren
Shubashi Geschrieben Samstag um 11:11 Melden Geschrieben Samstag um 11:11 Gewitter oder Getwitter - zum Glück fiel mir noch ein, das Letzteres jetzt “X” heisst….und leider immer noch existiert. Zitieren
Alfons Geschrieben Sonntag um 10:39 Melden Geschrieben Sonntag um 10:39 "Was willst du dich betrüben" (BWV 107) ist eine der zum heutigen 7. Sonntag nach Trinitatis passenden Bachkantaten. Hier eine sehr schöne Einspielung von 1980 mit Philippe Herreweghe. Heute ist auch der Gedenktag für Jean Marteilhe. Der steht im evangelischen Namenskalender. Der Namenskalender ist die evangelische Entsprechung des katholischen Heiligenkalenders. Es stehen genau wie bei Katholiken auch Heilige drin - morgen zum Beispiel Margareta von Antiochia - aber auch bedeutende nicht-katholische Christen und Märtyrer. Und am 19. Juli wird an den französischen Galeerensklaven Jean Marteilhe erinnert. Marteilhe (1684 - 1777) war Hugenotte. Als 16-Jähriger konnte er zunächst fliehen, als sein Heimatort Bergerac von evangelischen Christen gesäubert wurde. Sein Vater kam ins Gefängnis, zwei seiner Brüder und eine Schwester wurden gezwungen, in Klöster einzutreten. Zusammen mit einem gleichaltrigen Gefährten versuchte Jean Marteilhe, nach Holland zu entkommen. Er wurde jedoch gefasst und, nachdem er sich weigerte, zum katholischen Bekenntnis überzutreten, zu lebenslanger Galeerenstrafe verurteilt. Auf den Galeeren des Sonnenkönigs Ludwig XIV. wurden über 1500 Hugenotten als Rudersklaven gehalten, die Hälfte von ihnen starb durch Misshandlung und an den Entbehrungen. Auf der Galeere, auf der Marteilhe angekettet war, befanden sich weitere 40 reformierte Christen. Die Sträflinge wurden gezwungen, knieend an der katholischen Messe teilzunehmen. Wer sich weiterte, wurde mit einer Prügelfolter, der Bastonade, bestraft. Nach einer Intervention der englischen Königin Anna II. 1713 wurden alle evangelischen Galeerensklaven freigelassen, so auch nach 13 Jahren Gefangenschaft Jean Marteilhe - mit der Auflage, nie wieder französischen Boden zu vertreten. Im Exil in Amsterdam schrieb er seine Lebenserinnerungen. Sie wurden 1989 unter dem Titel "Galeerensträfling unter dem Sonnenkönig" auf Deutsch veröffentlicht. 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben Sonntag um 11:20 Melden Geschrieben Sonntag um 11:20 In gut 2 Wochen ist das Fest Mariä Schnee. Der Überlieferung nach ließ Papst Liberius die Basilika Santa Maria Maggiore auf dem Esquilin nach einem „Schneewunder“ errichten. In der Nacht auf den 5. August 358 soll es geschneit haben, mitten im Hochsommer. Wir hatten hier in den letzte Tagen in der Region mehrfach das Phänomen, dass kleine aber starke Gewitterzellen lokal sehr begrenzt größere Mengen Hagel haben fallen lassen, immer hieß es „es sah als, als hätte es mitten im Hochsommer geschneit“. Werner Zitieren
Shubashi Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden 23 hours ago, Alfons said: Sie wurden 1989 unter dem Titel "Galeerensträfling unter dem Sonnenkönig" auf Deutsch veröffentlicht. Ich habe soeben das letzte Exemplar online gekauft; interessanterweise 1988 bei „Kiepenheuer Leipzig/Weimar“ 1988 verlegt…ich hatte immer nur „Kieperheuer & Witsch“ im Hinterkopf und den Gustav Kiepenheuer Verlag völlig verdrängt…. Zitieren
Kulti Geschrieben vor 11 Stunden Melden Geschrieben vor 11 Stunden Wenn auf einem Plakat ein Erwachsener ein Kind in die Luft hält in einem ansonsten leeren Raum und darüber ist ein Logo einer Bank - ist das dann Werbung für Bauspahn? Zitieren
Higgs Boson Geschrieben vor 8 Stunden Melden Geschrieben vor 8 Stunden Wenn es gewittert und eigentlich abkühlt, versucht mein Hund in mich hineinzukriechen vor Angst. Er ist groß Er ist warm Er stinkt nach Hund Ich hasse Gewitter 1 Zitieren
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