Shubashi Geschrieben Freitag um 07:53 Melden Geschrieben Freitag um 07:53 14 minutes ago, rorro said: Kirchenleitung in Deutschland Das wäre auch eine interessante Frage: ist das wirklich etwas deutschlandspezifisches? Heute morgen gab es einen kurzen Bericht zum Papstbesuch in Frankreich - da wurde die Lage gesellschaftlich als Zerwürfnis zwischen Pius-Traditionalisten, die dem RN-Lager nahestehen und einer Kirche gesehen, die der aktuellen Politik in Notre Dame einen feierlichen Rahmen einräumt. Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt, aber dem Wandel von Gesellschaft und Politik ist die Kirche überall ausgesetzt. Ist es nicht eher unsere nationale Marotte, den Wandel bei uns immer als schlimmstmögliche Version anzusehen? Zitieren
Werner001 Geschrieben Freitag um 07:56 Melden Geschrieben Freitag um 07:56 (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb rorro: Es ist eben so, daß die heutige Jugend schlechtere Startbedingungen vorfindet als wir damals. Ist das so? Natürlich ist „damals“ ein unscharfer Begriff, aber ich glaube nicht, dass ich „damals“ bessere Startbedingungen hatte als junge Leute heute. Was sich sehr geändert hat, sind die Schwerpunkte, die als wichtig gelten. Werner bearbeitet Freitag um 07:56 von Werner001 Zitieren
Flo77 Geschrieben Freitag um 08:04 Melden Geschrieben Freitag um 08:04 vor 3 Minuten schrieb Werner001: Ist das so? Natürlich ist „damals“ ein unscharfer Begriff, aber ich glaube nicht, dass ich „damals“ bessere Startbedingungen hatte als junge Leute heute. Was sich sehr geändert hat, sind die Schwerpunkte, die als wichtig gelten. Also ich hatte die definitiv. Nicht nur, daß meine schulische Ausbildung einfach besser war, musste ich mich auch nicht mental auf WK3 vorbereiten, es war ziemlich ungefährlich ein Mädchen anzusprechen, es war völlig logisch, daß ich mir irgendwann Haus bzw. Wohnung leisten können würde, es war kein Gedanke daran, daß Essen, Gesundheit oder Heizen mal unbezahlbar sein könnten. Klar, es wurde erwartet Arbeiten zu gehen und die Regeln einzuhalten, aber daß es nichts gibt, ohne einen Preis dafür zu bezahlen, war damals glaube ich auch noch jedem bewusst. 1 Zitieren
rorro Geschrieben Freitag um 08:56 Melden Geschrieben Freitag um 08:56 vor 54 Minuten schrieb Werner001: Ist das so? Natürlich ist „damals“ ein unscharfer Begriff, aber ich glaube nicht, dass ich „damals“ bessere Startbedingungen hatte als junge Leute heute. Was sich sehr geändert hat, sind die Schwerpunkte, die als wichtig gelten. Werner Mann wurde beim Ansprechen des Menschen der Begierde nicht gefilmt, musste keine €100.000 als Eigenkapital für ein Häuschen haben, alternativ waren die Nebenkosten nicht fast so hoch wie die Kaltmiete und Bildung versprach noch einen gewissen sozialen Aufstieg (zumindest für mich als Arbeiterkind). Heute findet sich jeder Fehltritt schnell auf Tiktok, Immobilien sind schweineteuer und die Bedrohung durch KI für die Generation Praktikum tun ihr übriges. Dazu kommt noch, daß früher Leistung mehr zählte. Wer sich den Allerwertesten aufriß, konnte weit kommen und deutlich mehr haben als andere. 1 Zitieren
Guppy Geschrieben Freitag um 12:01 Melden Geschrieben Freitag um 12:01 vor 6 Stunden schrieb Shubashi: Ich finde das aus deshalb interessant,weil wir als Forum (ganz überwiegend jedenfalls) als auch die Kirchen überhaupt da mit der Politik in einem Boot sitzen: wir sind fast alle die „Have-beens“, welche die Jugend verloren haben und hierzulande zukünftig kaum mehr eine Rolle spielen werden. Wie wird sich das auswirken, wenn die Etablierten als „alte Säcke“ gelten, die den politischen (und spirituellen?) Bedürfnissen der Jungen anscheinend viel zu wenig Raum gegeben haben? Ich denke viele junge Leute haben einfach keine Lust mehr auf träge, "vollgefressene" Amtsträger und Apparatschiks, die ihnen mit ihren ewig gleichen Floskeln und nichtssagenden Worthülsen auf den Keks gehen. Das gilt für die Kirche genauso wie für die Politik. Junge Leute sehnen sich eher nach Authentizität, sei es in der Politik oder religiös/spirituell. Politiker und Kirchen, die nicht billig ihr Fähnchen in den Wind hängen und immer schön politisch korrekt sind. Klare Menschen, die einfach mal geradeaus sind und Klartext sprechen und für Überzeugungen einstehen, gerade dann wenn sie nicht dem gesellschaftlichen oder medialen "Mainstream" entsprechen. Ich denke das zieht junge Leute sowohl an der Linkspartei als auch an der AfD an. Und das macht wahrscheinlich oft auch evangelikale Gemeinden attraktiv, gegenüber den verkrusteten und weltweltlichten Gutmenschen-"Amtskirchen" in Deutschland. Zitieren
phyllis Geschrieben Freitag um 14:12 Melden Geschrieben Freitag um 14:12 (bearbeitet) 2 hours ago, Guppy said: Ich denke viele junge Leute haben einfach keine Lust mehr auf träge, "vollgefressene" Amtsträger und Apparatschiks, die ihnen mit ihren ewig gleichen Floskeln und nichtssagenden Worthülsen auf den Keks gehen. Das gilt für die Kirche genauso wie für die Politik. Junge Leute sehnen sich eher nach Authentizität, sei es in der Politik oder religiös/spirituell. Politiker und Kirchen, die nicht billig ihr Fähnchen in den Wind hängen und immer schön politisch korrekt sind. Klare Menschen, die einfach mal geradeaus sind und Klartext sprechen und für Überzeugungen einstehen, gerade dann wenn sie nicht dem gesellschaftlichen oder medialen "Mainstream" entsprechen. Ich denke das zieht junge Leute sowohl an der Linkspartei als auch an der AfD an. Und das macht wahrscheinlich oft auch evangelikale Gemeinden attraktiv, gegenüber den verkrusteten und weltweltlichten Gutmenschen-"Amtskirchen" in Deutschland. Das ist die eine Seite und ich seh das genauso. Die andere Seite der Münze ist aber ein ständig wachsendes Bedürfnis dass der Staat für alles zuständig sein soll. Er soll jeden Sch*ss den ich anrichte korrigieren so dass für mich kein Risiko besteht. Alternativ dazu bietet sich auch der Islam an, der den Gläubigen bis ins letzte Detail vorschreibt was sie zu tun und zu lassen haben (haram). Freiheit, Eigenverantwortung und Risiko sind total passé. Vllt im Zusammenhang dass bei der jetzigen Wirtschaftslage, Teuerung und Arbeitsmarkt das kaum noch was bringt. Ich seh das auch so, "wir" hatten es vor 20 Jahren einfacher. Wer einen Job wollte fand auch einen. Ich sah gestern ein Video. Ein neuer Costco Supermarkt eröffnete irgendwo in der Provinz und schrieb etwa 50 Stellen aus. Es gab eine kilometer-lange Schlange von meist jungen Leuten die sich für ein Bewerbungsgespräch anstellten. Nachtrag -- KI hat es etwas genauer: Quote Quote Number of Applicants: Officials estimated that at least 1,000 people turned out for the first day of the job fair at the Serbian Centre, with hundreds more lining up before dawn. [1, 2, 3] Available Positions: Costco aimed to fill between 200 and 400 positions (primarily part-time roles like stockers and cleaners) for the new warehouse on Tecumseh Road East. Ich traue auch den offiziellen Zahlen zu Inflations und Arbeitslosigkeit längst nicht mehr. Alles geschönt. Was Inflation angeht leicht zu belegen. bearbeitet Freitag um 14:19 von phyllis Zitieren
rorro Geschrieben Freitag um 15:36 Melden Geschrieben Freitag um 15:36 vor einer Stunde schrieb phyllis: Das ist die eine Seite und ich seh das genauso. Die andere Seite der Münze ist aber ein ständig wachsendes Bedürfnis dass der Staat für alles zuständig sein soll. Er soll jeden Sch*ss den ich anrichte korrigieren so dass für mich kein Risiko besteht. Alternativ dazu bietet sich auch der Islam an, der den Gläubigen bis ins letzte Detail vorschreibt was sie zu tun und zu lassen haben (haram). Der Nanny Staat als Religionsersatz. vor einer Stunde schrieb phyllis: Freiheit, Eigenverantwortung und Risiko sind total passé. Vllt im Zusammenhang dass bei der jetzigen Wirtschaftslage, Teuerung und Arbeitsmarkt das kaum noch was bringt. Weniger deswegen als vielmehr wegen der tonnenweise Vorschriften, die ein Unternehmer einzuhalten hat. Ich erzähle das ja meinen Kunden beim Arbeitsschutz und bin froh kein Personal zu haben… Zitieren
MartinO Geschrieben Freitag um 15:45 Melden Geschrieben Freitag um 15:45 vor 1 Stunde schrieb phyllis: Das ist die eine Seite und ich seh das genauso. Die andere Seite der Münze ist aber ein ständig wachsendes Bedürfnis dass der Staat für alles zuständig sein soll. Er soll jeden Sch*ss den ich anrichte korrigieren so dass für mich kein Risiko besteht. Alternativ dazu bietet sich auch der Islam an, der den Gläubigen bis ins letzte Detail vorschreibt was sie zu tun und zu lassen haben (haram). Freiheit, Eigenverantwortung und Risiko sind total passé. Vllt im Zusammenhang dass bei der jetzigen Wirtschaftslage, Teuerung und Arbeitsmarkt das kaum noch was bringt. Ich seh das auch so, "wir" hatten es vor 20 Jahren einfacher. Wer einen Job wollte fand auch einen. Ich sah gestern ein Video. Ein neuer Costco Supermarkt eröffnete irgendwo in der Provinz und schrieb etwa 50 Stellen aus. Es gab eine kilometer-lange Schlange von meist jungen Leuten die sich für ein Bewerbungsgespräch anstellten. Vor 20 Jahren: 2026-20 = 2006. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland lag deutlich höher als heute. Viele Betriebe schlossen. Dass für eine Aushilfsstelle bereits mehrere Jahre Berufserfahrung, Flexibilität, am besten weltweit sowie Konferenzfähigkeit in vier bis fünf Sprachen erwartet wurden, war Standard. Zitieren
phyllis Geschrieben Freitag um 17:43 Melden Geschrieben Freitag um 17:43 1 hour ago, MartinO said: Vor 20 Jahren: 2026-20 = 2006. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland lag deutlich höher als heute. Viele Betriebe schlossen. Dass für eine Aushilfsstelle bereits mehrere Jahre Berufserfahrung, Flexibilität, am besten weltweit sowie Konferenzfähigkeit in vier bis fünf Sprachen erwartet wurden, war Standard. Ich hatte nie Probleme in der Zeit einen Aushilfsjob zu finden. Parallel zum Studium, als Laborratte oder Aushilfe im Tierheim. Für einen unbefristeten Vollzeitjob wurde es schwieriger danach, das stimmt. Auswanderung und Startup hat das Problem gelöst Zitieren
MartinO Geschrieben Freitag um 21:21 Melden Geschrieben Freitag um 21:21 vor 3 Stunden schrieb phyllis: Ich hatte nie Probleme in der Zeit einen Aushilfsjob zu finden. Parallel zum Studium, als Laborratte oder Aushilfe im Tierheim. Für einen unbefristeten Vollzeitjob wurde es schwieriger danach, das stimmt. Auswanderung und Startup hat das Problem gelöst Mag sein, dass es in Kanada damals leichter war, Arbeit zu finden als heute. In Deutschland definitiv nicht. Zitieren
phyllis Geschrieben Freitag um 23:45 Melden Geschrieben Freitag um 23:45 Ich schrieb von meiner Zeit in Deutschland. Auswanderung kam später. Zitieren
MartinO Geschrieben Samstag um 08:56 Melden Geschrieben Samstag um 08:56 vor 9 Stunden schrieb phyllis: Ich schrieb von meiner Zeit in Deutschland. Auswanderung kam später. Ich auch. Nur tue ich nicht so, als ob meine Situation die Situation Deutschlands sei, sondern vergleiche Zahlen. (Ich weiß, mit Fakten und Zahlen zu argumentieren ist furchtbar linkswoke, schließlich gibt es alternative Fakten). Das statistische Bundesamt weist derzeit gut sechs Prozent Arbeitslose aus - das sind mehr als in den letzten Jahren und vermutlich wird die Arbeitslosigkeit auch dann nicht sofort sinken, wenn die Wirtschaft wieder in die Spur kommen sollte. Im Durchschnitt des Jahres 2006 gab es zwölf Prozent Arbeitslose in Deutschland. Meines Wissens ist 12 > 6. Von einer sofortigen Erholung konnte man auch damals nicht automatisch ausgehen. Meines Wissens gilt außerdem 2026 - 20 = 2006. Wenn man also sagt, vor 20 Jahren sei die Situation in Deutschland weit besser gewesen als heute, muss man mit dem Jahr 2006 vergleichen. Zitieren
Flo77 Geschrieben Samstag um 09:19 Melden Geschrieben Samstag um 09:19 vor 20 Minuten schrieb MartinO: Ich auch. Nur tue ich nicht so, als ob meine Situation die Situation Deutschlands sei, sondern vergleiche Zahlen. (Ich weiß, mit Fakten und Zahlen zu argumentieren ist furchtbar linkswoke, schließlich gibt es alternative Fakten). Das statistische Bundesamt weist derzeit gut sechs Prozent Arbeitslose aus - das sind mehr als in den letzten Jahren und vermutlich wird die Arbeitslosigkeit auch dann nicht sofort sinken, wenn die Wirtschaft wieder in die Spur kommen sollte. Im Durchschnitt des Jahres 2006 gab es zwölf Prozent Arbeitslose in Deutschland. Meines Wissens ist 12 > 6. Von einer sofortigen Erholung konnte man auch damals nicht automatisch ausgehen. Meines Wissens gilt außerdem 2026 - 20 = 2006. Wenn man also sagt, vor 20 Jahren sei die Situation in Deutschland weit besser gewesen als heute, muss man mit dem Jahr 2006 vergleichen. Ich hab 1997 die Ausbildung angefangen und 2001 geheiratet - die Arbeitslosenquote mag höher gewesen sein damals, aber die Stimmung im Land war definitiv eine andere. Und mit der anderen Stimmung gab es auch andere Möglichkeiten. Zitieren
MartinO Geschrieben Samstag um 09:41 Melden Geschrieben Samstag um 09:41 vor 15 Minuten schrieb Flo77: Ich hab 1997 die Ausbildung angefangen und 2001 geheiratet - die Arbeitslosenquote mag höher gewesen sein damals, aber die Stimmung im Land war definitiv eine andere. Und mit der anderen Stimmung gab es auch andere Möglichkeiten. Und Stimmung ist subjektiv. Die Stimmung ist auch deshalb schlecht, weil viele sie schlecht machen: Der dritte Weltkrieg steht unmittelbar bevor, alle Medien sind gleichgeschaltet und von den Freimaurern / Elon Musk / Bill Gates / George Soros abhängig; Deutschland hat die höchste Kriminalitätsrate der Welt und alle Statistiken, die etwas anderes sagen, sind Lüge; Deutschland ist das ärmste Land Europas und alle Statistiken, die Deutschland als drittstärkste Wirtschaftsmacht ausweisen, sind eine Lüge; der Klimawandel ist entweder nicht existent oder so krass, dass Europa in maximal zehn Jahren unbewohnbar sein wird. Wie gut die Chancen eines Schulabgängers sind, Arbeit zu bekommen, hängt aber nicht von "der Stimmung" oder "der schweigenden Mehrheit" ab, sondern davon, wie viele Stellen es in seiner gewünschten Branche gibt und wie viele Menschen sich um diese Stellen bewerben. Wie schwer es ist, eine Wohnung zu erwerben, hängt auch nicht von "der Stimmung" ab, sondern vom Verhältnis von Lohn zu Miete bzw. Immobilienpreisen. 1 1 Zitieren
Flo77 Geschrieben Samstag um 10:30 Melden Geschrieben Samstag um 10:30 vor 45 Minuten schrieb MartinO: Und Stimmung ist subjektiv. Die Stimmung ist auch deshalb schlecht, weil viele sie schlecht machen: Der dritte Weltkrieg steht unmittelbar bevor, alle Medien sind gleichgeschaltet und von den Freimaurern / Elon Musk / Bill Gates / George Soros abhängig; Deutschland hat die höchste Kriminalitätsrate der Welt und alle Statistiken, die etwas anderes sagen, sind Lüge; Deutschland ist das ärmste Land Europas und alle Statistiken, die Deutschland als drittstärkste Wirtschaftsmacht ausweisen, sind eine Lüge; der Klimawandel ist entweder nicht existent oder so krass, dass Europa in maximal zehn Jahren unbewohnbar sein wird. Wie gut die Chancen eines Schulabgängers sind, Arbeit zu bekommen, hängt aber nicht von "der Stimmung" oder "der schweigenden Mehrheit" ab, sondern davon, wie viele Stellen es in seiner gewünschten Branche gibt und wie viele Menschen sich um diese Stellen bewerben. Wie schwer es ist, eine Wohnung zu erwerben, hängt auch nicht von "der Stimmung" ab, sondern vom Verhältnis von Lohn zu Miete bzw. Immobilienpreisen. Sagen wir es so: es braucht keiner was zu sagen um die Stimmung runterzuziehen. Die Nachrichten - wenn sie denn mal alles berichten würden - reichen völlig oder auch einfach der reale Kontakt zu Ärzten, Behörden, ÖPNV. Oder geh mal einkaufen, tanken oder versuch einen Handwerker zu bekommen. Oder geh einfach mal durch Köln, Neuss, Krefeld oder Düsseldorf. 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben Samstag um 11:21 Melden Geschrieben Samstag um 11:21 Am 25.9.2026 um 10:56 schrieb rorro: Mann wurde beim Ansprechen des Menschen der Begierde nicht gefilmt Den Satz verstehe ich nicht. Als ich ins Berufsleben gestartet bin, war die Arbeitslosenquote deutlich höher als heute, der erste Hypothekenkredit für unser Haus hatte gut 10% Zinsen und ich weiß nicht, ob ich es in meinem Leben noch schaffen werde, soviel von der Welt zu sehen, wie heutige Jugendliche in einem Alter, in dem ich in einer Bundeswehrkaserne saß, oft schon gesehen haben. Wie gesagt, die Prioritäten waren andere, und was man sich leisten konnte (oder eben nicht) waren andere Dinge Aber dass die heutige Jugend viel schwierigere Startbedingungen hatte, glaub ich nicht Werner 1 Zitieren
MartinO Geschrieben Samstag um 12:02 Melden Geschrieben Samstag um 12:02 vor 1 Stunde schrieb Flo77: Sagen wir es so: es braucht keiner was zu sagen um die Stimmung runterzuziehen. Die Nachrichten - wenn sie denn mal alles berichten würden - reichen völlig oder auch einfach der reale Kontakt zu Ärzten, Behörden, ÖPNV. Oder geh mal einkaufen, tanken oder versuch einen Handwerker zu bekommen. Oder geh einfach mal durch Köln, Neuss, Krefeld oder Düsseldorf. Und früher funktionierte der ÖPNV ja problemlos und bekam man sofort Handwerker, die am nächsten Tag bereit waren, zu kommen. Zitieren
Shubashi Geschrieben Samstag um 12:12 Melden Geschrieben Samstag um 12:12 (bearbeitet) 3 hours ago, Flo77 said: Ich hab 1997 die Ausbildung angefangen und 2001 geheiratet - die Arbeitslosenquote mag höher gewesen sein damals, aber die Stimmung im Land war definitiv eine andere. Und mit der anderen Stimmung gab es auch andere Möglichkeiten. Die „Stimmung“ ist ja bekanntlich eine Emotionsfrage, und da sie sich in sehr vielen westlichen Demokratien verschlechtert hat, sehe ich ein Hauptproblem in der veränderten öffentlichen Kommunikation. Woher kommt die massenhaft schlechte Laune? Sind wir wirklich soviel schlechter dran, was die allgemeinen Verhältnisse angeht? Der World Happiness Report sieht jedenfalls eine gravierende Verantwortung im Konsum visuell-passivierender sozialer Medien, während ein aktiv-austauschender und sozial verbindender Gebrauch, wie er in Nordafrika und Nahen Osten üblich zu sein scheint, positive Auswirkungen auf die Stimmung hat. Der Gebrauch sozialer Medien und glückliche Stimmung korrelieren negativ. Eine egalitärere Gesellschaft ist idR ebenfalls zufriedener, wenn man sich die nordischen Länder anschaut, die immer die Topgruppe des WHR bilden. Edit: Besonders schlecht scheint es übrigens um die Stimmung der NANZ Staaten zu stehen, die anglophonen Staaten Nordamerikas und Ozeaniens. bearbeitet Samstag um 12:22 von Shubashi Zitieren
rorro Geschrieben Samstag um 13:54 Melden Geschrieben Samstag um 13:54 vor 2 Stunden schrieb Werner001: Den Satz verstehe ich nicht. Du hast keine Kinder, meine Tochter hat mir das bestätigt. Wer bspw. in einer Disco oder Party ein Mädchen anspricht und eine Abfuhr bekommt, hat das Risiko, morgen auf Tiktok zu erscheinen. Es wird sehr viel gefilmt… 1 1 Zitieren
rorro Geschrieben Samstag um 13:57 Melden Geschrieben Samstag um 13:57 vor 4 Stunden schrieb MartinO: Und Stimmung ist subjektiv. Die Stimmung ist auch deshalb schlecht, weil viele sie schlecht machen: Der dritte Weltkrieg steht unmittelbar bevor, alle Medien sind gleichgeschaltet und von den Freimaurern / Elon Musk / Bill Gates / George Soros abhängig; Deutschland hat die höchste Kriminalitätsrate der Welt und alle Statistiken, die etwas anderes sagen, sind Lüge; Deutschland ist das ärmste Land Europas und alle Statistiken, die Deutschland als drittstärkste Wirtschaftsmacht ausweisen, sind eine Lüge; der Klimawandel ist entweder nicht existent oder so krass, dass Europa in maximal zehn Jahren unbewohnbar sein wird. Wie gut die Chancen eines Schulabgängers sind, Arbeit zu bekommen, hängt aber nicht von "der Stimmung" oder "der schweigenden Mehrheit" ab, sondern davon, wie viele Stellen es in seiner gewünschten Branche gibt und wie viele Menschen sich um diese Stellen bewerben. Wie schwer es ist, eine Wohnung zu erwerben, hängt auch nicht von "der Stimmung" ab, sondern vom Verhältnis von Lohn zu Miete bzw. Immobilienpreisen. Du hast vergessen zu erwähnen, @MartinO, auch wenn Du dann in Dich gehen müsstest, daß an Corona natürlich nahe alle sterben werden… 1 Zitieren
MartinO Geschrieben Samstag um 13:58 Melden Geschrieben Samstag um 13:58 Gerade eben schrieb rorro: Du hast vergessen zu erwähnen, @MartinO, auch wenn Du dann in Dich gehen müsstest, daß an Corona natürlich nahe alle sterben werden… Ich habe nicht behauptet, dass ich nie Fehler gemacht hätte. Zitieren
phyllis Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden (bearbeitet) On 9/26/2026 at 4:56 AM, MartinO said: Ich auch. Nur tue ich nicht so, als ob meine Situation die Situation Deutschlands sei, sondern vergleiche Zahlen. (Ich weiß, mit Fakten und Zahlen zu argumentieren ist furchtbar linkswoke, schließlich gibt es alternative Fakten). Das statistische Bundesamt weist derzeit gut sechs Prozent Arbeitslose aus - das sind mehr als in den letzten Jahren und vermutlich wird die Arbeitslosigkeit auch dann nicht sofort sinken, wenn die Wirtschaft wieder in die Spur kommen sollte. Im Durchschnitt des Jahres 2006 gab es zwölf Prozent Arbeitslose in Deutschland. Meines Wissens ist 12 > 6. Von einer sofortigen Erholung konnte man auch damals nicht automatisch ausgehen. Meines Wissens gilt außerdem 2026 - 20 = 2006. Wenn man also sagt, vor 20 Jahren sei die Situation in Deutschland weit besser gewesen als heute, muss man mit dem Jahr 2006 vergleichen. Ich schrieb deutlich genug dass ich diese Erfahrungen gemacht hätte. Und dass es eine km-lange Schlange gibt für ein Bewerbungsgespräch als Regalfüller oder Putzkraft in einem Supermarkt, das hab ich nie gesehen in DE. Und wie ich mir sagen liess gabs das auch in Kanada vor 20 Jahren nicht. Eine globale Zahl wie 6% oder 12% sagt wenig aus. Es sagt nichts über die betroffenen Altersgruppen, nichts über regionale Unterschiede, und nichts über die Bildung der Betroffenen. bearbeitet vor 9 Stunden von phyllis Zitieren
MartinO Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden vor 35 Minuten schrieb phyllis: Ich schrieb deutlich genug dass ich diese Erfahrungen gemacht hätte. Und dass es eine km-lange Schlange gibt für ein Bewerbungsgespräch als Regalfüller oder Putzkraft in einem Supermarkt, das hab ich nie gesehen in DE. Und wie ich mir sagen liess gabs das auch in Kanada vor 20 Jahren nicht. Eine globale Zahl wie 6% oder 12% sagt wenig aus. Es sagt nichts über die betroffenen Altersgruppen, nichts über regionale Unterschiede, und nichts über die Bildung der Betroffenen. Und ich schrieb deutlich genug, dass ich deine Erfahrungen nicht bezweifle, einen Schluss auf die Allgemeinheit aufgrund deiner Erfahrungen aber für unzulässig erachte. Zitieren
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