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Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb Kara:

Wenn man die kirchliche Morallehre ernst nimmt, dann ist das Ausleben dieser Liebe eben nicht christlich.

Korrektur: das sexuelle(!) Ausleben dieser Liebe.

 

Und das ist der Punkt an dem Frank dann keinen Deut besser ist als Father Mike, nur das Father Mike nicht so  abwiegelt, Sex sei nur Nebensache als wäre das überhaupt keine Sache über die man redeb müsste, sondern einfach sagt, daß der sexuelle Ausdruck der Beziehung - und nur der - das Problem ist.

 

Schneewittchens Stiefmutter hätte ihre helle Freude an der Verteilung der vergifteten Äpfel gehabt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 33 Minuten schrieb Kara:

Wir wissen doch gar nicht, was bei diesem Gottesdienst gelaufen ist. Deswegen können wir gar nicht beurteilen, ob dort "Sünde verherrlicht" wurde, wie es @Guppy geschrieben hat. Lehramtstreuer Standpunkt hin oder her.

 

Ich glaube, das war auch Franks Punkt.

 

Es geht auch nicht um die Gestaltung des Gottesdienstes. Nur ist es eben so, daß wenn man einen "Zielgruppen"-Gottesdienst anbietet - und vor allem noch dessen Symbolik aktiv verwendet, hier bspw. die Regenbogenflagge in der Kirche - dann wird damit natürlich auch der entsprechende Lebensstil gutgeheißen. Das ist nicht prinzipiell schlecht (bspw. Motorradfahrer-Gottesdienste unter freiem Himmel oder so), wird aber dann problematisch, wenn essentielle Aspekte dieses Lebensstils als sündhaft gelten. U.a. deswegen wäre ein "Hells Angels"-Gottesdienst auch falsch. 

 

(Persönlich bin ich ja gegen jede Art von Zielgruppengottesdienste, da Liturgie generell und vor allem die Hl. Messe der Einheit und nicht der Zersplitterung und Partikularinteressen dienen soll, aber das ist meine persönliche Ansicht)

 

(Und zweite Klammer: zugrunde liegendes Problem in meinen Augen - übrigens rechts wie links - ist die Ansicht, die Liturgie müsse mir dienen)

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb rorro:

Noch einmal: "Queer"-Gottesdienste sind so zu bewerten wie etwaige "Polygamie"-Gottesdienste. Es gibt da keine qualitativen Unterschied.

Und diese sind genau so zu bewerten wie Gottesdienste für Eheleute und Brautpaare. Kein qualitativer Unterschied. 

Geschrieben
vor 45 Minuten schrieb Kara:

Wenn man die kirchliche Morallehre ernst nimmt, dann ist das Ausleben dieser Liebe eben nicht christlich.

Auch das Ausleben diese Neigung ist christlich, solange man keinen Sex hat. Eheliche Liebe findet ja auch allermeist nicht im Bett statt.

Geschrieben
vor 20 Minuten schrieb Flo77:

Korrektur: das sexuelle(!) Ausleben dieser Liebe.

Ja, meinte ich doch.

 

vor 5 Minuten schrieb Chrysologus:

Auch das Ausleben diese Neigung ist christlich, solange man keinen Sex hat.

Ja, meinte ich doch. 

 

vor 6 Minuten schrieb Chrysologus:

Eheliche Liebe findet ja auch allermeist nicht im Bett statt.

Das weiß ich auch, da brauche ich keine Nachhilfe.

 

Sorry. Ich dachte, das wäre klar.

 

 

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Frank:

Dein Blick auf den Menschen reduziert das Ganze in einer Pauschalverurteilung ausschließlich auf das Genitale.

Das ist die jahrhundertealte Lehrtradition der Heiligen Katholischen Kirche. 
Liebe, Verantwortung, papperlapapp, modernistische Häresie!

 

Werner

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb Chrysologus:

Auch das Ausleben diese Neigung ist christlich, solange man keinen Sex hat. Eheliche Liebe findet ja auch allermeist nicht im Bett statt.

Die Frage, was denn das speziell christliche an der ehelichen Liebe sein mag, vielleicht gar noch der Unterschied zwischen sakramental und nicht-sakramental, wird wohl auch erst geklärt werden können, wenn die Theodizee allgemeinverständlich beantwortet ist.

 

Wenn Luther mit irgendetwas recht hatte, dann mit seiner Aussage „die Ehe ist ein weltlich Ding“

 

Werner

Geschrieben (bearbeitet)
vor 34 Minuten schrieb Chrysologus:

Und diese sind genau so zu bewerten wie Gottesdienste für Eheleute und Brautpaare. Kein qualitativer Unterschied. 

 

Das sehe (nicht nur) ich anders (und habe das bereits erläutert warum).

bearbeitet von rorro
Geschrieben (bearbeitet)
vor 32 Minuten schrieb Kara:

Ja, meinte ich doch.

 

Ja, meinte ich doch. 

 

Das weiß ich auch, da brauche ich keine Nachhilfe.

 

Sorry. Ich dachte, das wäre klar.

 

 

Was allerdings im Grund nur sagt, daß auch Frank, Chryso und Du völlig damit d'accord sind, daß Homosexuelle keinen Sex haben dürfen, wie es die Heilige "Mutter" Kirche vorschreibt. Es ist ja nicht wichtig, dann können sie auch drauf verzichten.

 

 

Edit: 

Also, bevor sie zu allem "Amen" sagen, daheim und in der Kirche, denken sie nach. Denken sie immer daran, ein Kind hört zu.

(Mary Griffiths)

bearbeitet von Flo77
Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb rorro:

 wird aber dann problematisch, wenn essentielle Aspekte dieses Lebensstils als sündhaft gelten. 

Nach welchen Kriterien wird das entschieden? Inhaltlich werden sich diese Gottesdienste nicht groß von solchen für Ehepaare und Verlobte unterscheiden. 

 

bearbeitet von Merkur
Geschrieben
vor 43 Minuten schrieb Flo77:

Was allerdings im Grund nur sagt, daß auch Frank, Chryso und Du völlig damit d'accord sind, daß Homosexuelle keinen Sex haben dürfen,

Damit gehe ich keinesfalls d'accord - ich halte Sex nur nicht für so zentral wie Guppy et al. Sex ist Teil eines Beziehungs- und Kommunikationsgeschehens, und muss von diesem her verstanden werden. Sex als etwas separates neben Beziehungen zu verstehen führt in die Irre.

 

In der kirchlichen Diktion könnte ich sagen, dass ich einem heterosexuellen Lebensstil anhänge, zu dem objektiv gesehen Sex vor, neben und ohne Ehe mit wechselnden Partner:innen gehört, auch wenn ich subjektiv gesehen recht treu bin.  

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Merkur:

Nach welchen Kriterien wird das entschieden? Inhaltlich werden sich diese Gottesdienste nicht groß von solchen für Ehepaare und Verlobte unterscheiden. 

Zumal essentielle Aspekte des Lebensstils der Verlobten (um rorros Diktion aufzugreifen) als sündhaft gelten.

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb Merkur:

Nach welchen Kriterien wird das entschieden?

 

In den LGBTQ+-Communities wird ja stets gesagt, daß der (nach Kirchenlehre hier sündhaft praktizierte) Sex unabdingbar dazugehöre, insofern wird das Kriterium direkt mitgeliefert.

 

Bei etwaigen "Hells Angels-Gottesdiensten" würde auch keiner annehmen, es ginge bloß um irgendeine Gruppe an Motorradfahrern mit Ehrenkodex.  

 

vor 15 Minuten schrieb Merkur:

Inhaltlich werden sich diese Gottesdienste nicht groß von solchen für Ehepaare und Verlobte unterscheiden. 

 

Dann stellt sich erst recht die Frage, warum es so einen Zielgruppen-Gottesdienst für "Queere" überhaupt gibt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Minuten schrieb rorro:

 

In den LGBTQ+-Communities wird ja stets gesagt, daß der (nach Kirchenlehre hier sündhaft praktizierte) Sex unabdingbar dazugehöre, insofern wird das Kriterium direkt mitgeliefert.

Diese "Communities" sind keine offiziellen Interessenvertretungen. Ein Gottesdienst für Arbeitnehmer wäre auch keiner für den DGB oder ähnliche Institutionen. 

 

Zitat

Dann stellt sich erst recht die Frage, warum es so einen Zielgruppen-Gottesdienst für "Queere" überhaupt gibt.

Sie sind dort ausdrücklich als "Queere" willkommen und in Gemeinschaft. Ähnliches gibt es auch z.B. bei muttersprachlichen Gemeinschaften oder bestimmten Altersgruppen.  

bearbeitet von Merkur
Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb Chrysologus:

In der kirchlichen Diktion könnte ich sagen, dass ich einem heterosexuellen Lebensstil anhänge, zu dem objektiv gesehen Sex vor, neben und ohne Ehe mit wechselnden Partner:innen gehört, auch wenn ich subjektiv gesehen recht treu bin.  

Jetzt musst du nur noch stolz drauf sein und es ist besiegelt.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb SteRo:

Jetzt musst du nur noch stolz drauf sein und es ist besiegelt.

Es gibt keinen Grund, stolz auf die eigene Veranlagung zu sein.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb rorro:
vor 6 Stunden schrieb Frank:

Wo bitte habe ich geschrieben, dass die Kirche Neigungen moralisch bewertet? Aber danke, dass du das, was ich wirklich geschrieben habe, im ersten Satz so vehement bestätigst.

Wenn ich geschrieben hätte, was du mir da unterstellst, würde ich ja gerne über dein Stöckchen springen. So aber: Nö.

Mal ganz davon abgesehen, dass es auf dieser Welt wahrlich wichtigere Themen gibt, als sich permanent an diesem einen Punkt abzuarbeiten.

 

Du unterstellst Guppy, Zitat "Um zu deinem Schluss zu kommen, musst du am Ende den Menschen hassen". Dafür gibt es keinerlei Beleg. 

 

Noch einmal: "Queer"-Gottesdienste sind so zu bewerten wie etwaige "Polygamie"-Gottesdienste. Es gibt da keine qualitativen Unterschied.

Dann wurde der Vorwurf der Teufelsanbetung wohl aus reiner, unendlicher Menschenliebe erhoben. Ja nee, is klar.

 

Und zum übrigen:

Da du ja so gut Bescheid weißt, muss ich dir ja nicht erklären, dass es in der Zweierbeziehung darum geht, „ein Fleisch“ zu werden, während in Mehr-Partner-Beziehungen zwangsläufig Asymmetrien entstehen.

Dann muss ich dir nicht erklären, dass in den allermeisten Fällen diese Asymmetrie zulasten der Frauen geht.

Dann muss ich dir nicht erklären, dass es bei Mehr-Partner-Beziehungen also oft ganz schnell Essig ist mit „in Liebe und Freiheit“ (und da, wo das dann doch gegeben ist: Wer bin ich, darüber zu richten?).

Dann muss ich dir ja nicht erklären, dass das eine eine sexuelle Spielart ist und es beim anderen um Identität geht.

Dann muss ich dir nicht erklären, dass Queere um die Anerkennung ihrer Identität kämpfen, während Polyamoröse nicht um die Anerkennung ihrer Spielart streiten.

 

Und weil mir im weiteren Verlauf von anderen der Vorwurf gemacht wurde, ich würde Homosexuellen das „Schnackseln“ verbieten wollen: Ich dachte eigentlich, mit meiner Einleitung „selbst wenn man die kirchliche Morallehre buchstabengetreu ernst nimmt...“ hätte ich mich ausreichend davon distanziert. Mir ist die Frage, wer mit wem schläft, sowas von egal. Ja, Sexualität gehört zu einer gelingenden Paarbeziehung essentiell dazu. Deshalb sehe ich im homosexuellen Sex schlicht keinen anderen moralischen Unterschied als beim heterosexuellen – und wenn seine Heiligkeit oder das Lehramt da einen sieht, dann möglicherweise, weil sie sich an dieser Stelle schlicht irren.

Denn wie könnte ein Gott Menschen, die er geschaffen hat, in ihrer Identität ablehnen? Wie könnte ein Gott, der die Liebe ist, diskriminieren? Mein Gott diskriminiert nicht.

 

Darüber hinaus möchte ich mal an das eigentliche Thread-Thema „Katholikentag 2026“ erinnern. Es glaubt doch wohl hoffentlich niemand, dass das sechste Gebot bei den Teilnehmenden vor Ort so hochgehängt und breitgetreten wurde, wie es hier im Forum gerade den Anschein hat. Ja, das ist ein Thema, das gelöst werden muss, weil die offizielle Lehre bei nicht wenigen Menschen tiefe Verletzungen verursacht hat. Verletzungen, zu denen das Lehramt schlicht kein Recht hat. Ich will das gar nicht abstreiten.

Daneben gibt es aber noch ganz andere Baustellen: Wie geht die Kirche mit dem immer noch nicht vollständig aufgearbeiteten Thema des Missbrauchs um? Wie geht es weiter beim Thema Synodalität? Was können Katholiken, was können Christen, was kann die Kirche angesichts der Krisen in der Welt beim Thema Krieg und Frieden beisteuern? Das sind die Fragen, die die Menschen auf dem Katholikentag wirklich bewegen.

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Chrysologus:

Es gibt keinen Grund, stolz auf die eigene Veranlagung zu sein.

Der Grad zwischen "Nichtscham" und "Stolz" scheint mir sehr schmal zu sein.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 42 Minuten schrieb Frank:

Dann wurde der Vorwurf der Teufelsanbetung wohl aus reiner, unendlicher Menschenliebe erhoben. Ja nee, is klar.

 

Und zum übrigen:

Da du ja so gut Bescheid weißt, muss ich dir ja nicht erklären, dass es in der Zweierbeziehung darum geht, „ein Fleisch“ zu werden, während in Mehr-Partner-Beziehungen zwangsläufig Asymmetrien entstehen.

Dann muss ich dir nicht erklären, dass in den allermeisten Fällen diese Asymmetrie zulasten der Frauen geht.

Dann muss ich dir nicht erklären, dass es bei Mehr-Partner-Beziehungen also oft ganz schnell Essig ist mit „in Liebe und Freiheit“ (und da, wo das dann doch gegeben ist: Wer bin ich, darüber zu richten?).

Dann muss ich dir ja nicht erklären, dass das eine eine sexuelle Spielart ist und es beim anderen um Identität geht.

Dann muss ich dir nicht erklären, dass Queere um die Anerkennung ihrer Identität kämpfen, während Polyamoröse nicht um die Anerkennung ihrer Spielart streiten.

 

Und weil mir im weiteren Verlauf von anderen der Vorwurf gemacht wurde, ich würde Homosexuellen das „Schnackseln“ verbieten wollen: Ich dachte eigentlich, mit meiner Einleitung „selbst wenn man die kirchliche Morallehre buchstabengetreu ernst nimmt...“ hätte ich mich ausreichend davon distanziert. Mir ist die Frage, wer mit wem schläft, sowas von egal. Ja, Sexualität gehört zu einer gelingenden Paarbeziehung essentiell dazu. Deshalb sehe ich im homosexuellen Sex schlicht keinen anderen moralischen Unterschied als beim heterosexuellen – und wenn seine Heiligkeit oder das Lehramt da einen sieht, dann möglicherweise, weil sie sich an dieser Stelle schlicht irren.

Denn wie könnte ein Gott Menschen, die er geschaffen hat, in ihrer Identität ablehnen? Wie könnte ein Gott, der die Liebe ist, diskriminieren? Mein Gott diskriminiert nicht.

 

Darüber hinaus möchte ich mal an das eigentliche Thread-Thema „Katholikentag 2026“ erinnern. Es glaubt doch wohl hoffentlich niemand, dass das sechste Gebot bei den Teilnehmenden vor Ort so hochgehängt und breitgetreten wurde, wie es hier im Forum gerade den Anschein hat. Ja, das ist ein Thema, das gelöst werden muss, weil die offizielle Lehre bei nicht wenigen Menschen tiefe Verletzungen verursacht hat. Verletzungen, zu denen das Lehramt schlicht kein Recht hat. Ich will das gar nicht abstreiten.

Daneben gibt es aber noch ganz andere Baustellen: Wie geht die Kirche mit dem immer noch nicht vollständig aufgearbeiteten Thema des Missbrauchs um? Wie geht es weiter beim Thema Synodalität? Was können Katholiken, was können Christen, was kann die Kirche angesichts der Krisen in der Welt beim Thema Krieg und Frieden beisteuern? Das sind die Fragen, die die Menschen auf dem Katholikentag wirklich bewegen.

 

Ob jemand eine Neigung zur Mehrehe hat, wissen wir beide nicht. Krankhaft ist es nicht, Freiwilligkeit kann es ebenso geben - und warum sollten nicht nach Deiner recht freien Verzweckung der Hl. Schrift nicht drei oder mehr “ein Fleisch” sein können?

 

In „Liebe und Freiheit“ ist bei Zweier-Beziehungen auch alles andere als garantiert - auch kein Argument.

 

Die Kirche spielt - in Deutschland weniger, in der offiziellen Lehre dagegen schon - bezüglich der Bewertung gleichgeschlechtlichen Sex immer mit offenen Karten, die Bewertung hat sich seit Jahrhunderten nicht verändert. Es ist vollkommen illusorisch zu glauben eine von Beginn an durchgehende Lehre diesbezüglich, die zudem die Mehrheit der weltweiten Katholiken teilt (von wegen sensus fidelium und so), würde sich ändern.

 

Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn jemand diese oder irgendeine andere Lehre ablehnt, der Wille ist frei. 

 

Solange das nicht für katholisch erklärt wird von selbsternannten höchsten Lehrämtern, so what?

 

Und was den Missbrauch angeht: ab wann ist der in Deinen Augen „vollständig aufgearbeitet“?

 

Und zu Krieg und Frieden: ich lese gerade „Friede diesem Haus“ von 2024 von der DBK. Wahrscheinlich deswegen so unbekannt, weil es kein schlechtes Dokument ist. Was glaubst Du, wie viele Kirchentagsbesucher haben davon schon einmal gehört?

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb rorro:

Die Kirche spielt - in Deutschland weniger, in der offiziellen Lehre dagegen schon - bezüglich der Bewertung gleichgeschlechtlichen Sex immer mit offenen Karten, die Bewertung hat sich seit Jahrhunderten nicht verändert. Es ist vollkommen illusorisch zu glauben eine von Beginn an durchgehende Lehre diesbezüglich, die zudem die Mehrheit der weltweiten Katholiken teilt (von wegen sensus fidelium und so), würde sich ändern.

 

Sie hat sich längst geändert. In den meisten Ländern (vielleicht von einigen Gebieten in Afrika abgesehen) muss sich heute niemand mehr verstecken. Ich glaube nicht, dass die Kirche diese Entwicklung wieder zurückdrehen will. Auch der sensus fidelium sieht in dieser Hinsicht heute anders aus als vor 70 Jahren. In solchen Dingen zählt die Praxis, nicht die Theorie. 

Geschrieben
vor 27 Minuten schrieb rorro:

die zudem die Mehrheit der weltweiten Katholiken teilt

Beleg?

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Chrysologus:

Es gibt keinen Grund, stolz auf die eigene Veranlagung zu sein.

Ja, v.a. nicht auf die Veranlagung zur Sünde und das eigene Versagen angesichts dieser Veranlagung.

Geschrieben
vor 55 Minuten schrieb rorro:

Deiner recht freien Verzweckung der Hl. Schrift nicht drei oder mehr “ein Fleisch” sein können?

Die Schriftstellen, mit denen die Ablehnung der Homosexualität begründet wird, stehen genau zwischen denen, mit denen man die Polygamie als gottgefällig rechtfertigen kann, aber ich weiß natürlich, dass allein das hochheilige kirchliche Lehramt das Recht hat, die „Heilige Schrift“ nach Belieben und Gutdünken zu „interpretieren“, sprich zu verdrehen, auszuschlachten, als Florilegiensteinbruch zu verwenden und für die Begründung des erfundenen „göttlichen Willens“ zu missbrauchen 

 

Werner

Geschrieben
vor 39 Minuten schrieb Chrysologus:

Beleg?

Viel entscheidender ist doch, dass die Ablehnung der Homosexualität von praktisch niemandem wegen irgendwelcher Lehramtstreue praktiziert wird. Das würde sonst ja heißen, dass Kirchenferne in homophoben Weltgegenden/Kulturen weniger homophob sein müssten als Gläubige.

Die Lehre dient da nur als Begründung für ein anerzogenes Vorurteil.

In Gegenden/Kulturen dagegen, in denen inzwischen weitgehende Akzeptanz von HS herrscht, trifft das auch auf den Großteil der praktizierenden Katholiken zu.

Die Lehre der Kirche ist nur von marginalem Interesse

 

Werner

Geschrieben
vor 41 Minuten schrieb Chrysologus:

Beleg?

 

Diese Grafik: https://www.pewresearch.org/short-reads/2026/03/25/key-facts-about-same-sex-marriage-around-the-world-25-years-after-the-netherlands-legalized-it/sr_26-03-25_marriage_4/

 

Die bevölkerungsreichsten und am schnellsten in der Katholikenzahl wachsenden Region (Subsaharaafrika) lehnt HS eindeutig ab (nach homosexuellem Sex wird gar nicht gefragt), im Osten Europas ist es gemischt (steht im Artikel dazu), in Lateinamerika gibt es eine leichte Mehrheit pro HS und in Nordamerika und Europa deutlich pro HS. Vor allem kann man sehen, daß die dt. Sichtweise alles andere als repräsentativ ist.

 

Ich sprach allerdings nicht von Ländern, sondern von der Bevölkerung. Da kann man Kenia und Nigeria haben zusammen schon 300 Mio., die anderen Staaten Afrikas wurden nicht gefragt...

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