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Cosifantutti
Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Stunden schrieb rorro:

 

Das ist Blödsinn. Die sexuelle Neigung/Veranlagung ist so wie sie ist - das Ausleben derselben unterliegt immer noch so etwas wie dem freien Willen.

 

Das gilt für Heterosexuelle, Homosexuelle und solche mit irgendwelchen potentiell anderen schadenden Neigungen (wie bspw. Pädophile), die sie sich aber auch nicht ausgesucht haben.

 

Wer heterosexuell ist, verheiratet, einen seit Jahren kranken Ehepartner hat, muss auch keusch leben, auch wenn das der Person nicht passt (genausowenig wie der erkrankten Person meistens). Da fragt auch niemand nach „Identität“ - das Gejammer nervt.

Natürlich könnte die Kirche sagen: „also jahrelang keinen Sex in der Ehe, das geht nicht.“ Wärest Du für so etwas? Was schlägst Du vor? One-Night-Stands oder doch feste Affäre? 

 

Offensichtlich geht es doch wieder nur um Sex und Du willst ihn für lebensnotwendig erklären. Also doch die alte Leier.

Du gehst wieder einmal überhaupt nicht auf die Argumentation von Frank ein. Du kannst doch im Ernst nicht sexuelle Orientierung / Neigung und „das Ausleben“, die reale „Praxis“ der sexuellen Neigung / Veranlagung strikt trennen. Bezeichnend ist ja, dass du die homosexuelle Neigung sofort in Beziehung setzt zur Pädophilie…. Was soll eigentlich so ein absurder Bezug zwischen Homosexualität und Pädophilie ? Das macht doch nur Sinn, wenn man Homosexualität an sich als „Abirrung“ der Natur begreift….. und das dann mit Verweis der Pädophilie untermauert und erläutert….. 

 

Der entscheidende Kardinalfehler der gesamten katholischen Sexualmora besteht darin, dass sie zum Einen vollkommen unfähig, ist von menschlichen Beziehungen her zu denken und darauf zu schauen, welche ethischen Werte in diesen Beziehungen gelebt werden. Moraltheologen, die genau eine solche Beziehungsethik entwickeln und die Sexualmoral im Kontext dieser Beziehungsethik begründen, stehen ja nicht zufällig unter „Beschuss“ von interessierte Seite…..   

 

Zum Anderen ist es ein weiterer kapitaler Fehler, dass die Sexualität überhaupt nicht in ihren unterschiedlichen Dimensionen und Aspekten gewürdigt wird. „Legitim“ ist aus katholischer Sicht nur eine sexuelle genitale Praxis, wenn sie in einer Ehe ausgelegt wird und sie in jedem einzelnen Geschlechtsakt „offen“ ist für die Zeugung von Nachwuchs. Um diesen fatale Engführung der Sexualität auf Zeugung von Nachwuchs irgendwie zu „begründen“, baut man ein vollkommen wirklichkeitsfremdes metaphysisches Konstrukt auf, siehe etwa die „Theologie des Leibes“ von JPII, die aber im Kern nichts anderes ist, als eine sehr spezielle, private Philosophie, die  aber keineswegs der realen sexuellen Erfahrung der Menschen entspricht

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben
vor 22 Minuten schrieb Cosifantutti:

Theologie des Leibes

Ich weiß nicht wer für die Übersetzung verantwortlich ist, aber alleine die Verwendung des Wortes „Leib“ lässt doch schon beinahe zwangsläufig Assoziationen von mittelalterlich verstaubten Sexualneurosen aufkommen.

Nein, ich habe das nicht gelesen, alleine der Titel zeigt mir schon, dass es pure Zeitverschwendung wäre.

 

Werner

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Flo77:

Es geht um das Verständnis von Homosexualität als "schwerer Abirrung" samt aller damit verbundenen Implikationen im Bezug auf die Selbstwahrnehmung und die soziale Einbettung.

 

Du darfst dabei aber nicht unterschlagen, daß die Kirche ebenfalls feststellt, daß diese Neigung (wie jede andere auch) nicht selbstgewählt ist. Daher ist damit auch keinerlei (wirklich Null nach Lehre der Kirche) "Schuld" verbunden.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 57 Minuten schrieb Cosifantutti:

Du kannst doch im Ernst nicht sexuelle Orientierung / Neigung und „das Ausleben“, die reale „Praxis“ der sexuellen Neigung / Veranlagung strikt trennen.

 

Natürlich kann ich das. Das kann sogar jeder. Und das gilt für Unverheiratete Heteros genauso.

 

Ich halte den Menschen nicht für ein allen Trieben willenlos ausgeliefertes Wesen. Wenn Du von Dir so denkst, fände ich das schade.

 

vor 57 Minuten schrieb Cosifantutti:

Bezeichnend ist ja, dass du die homosexuelle Neigung sofort in Beziehung setzt zur Pädophilie…. Was soll eigentlich so ein absurder Bezug zwischen Homosexualität und Pädophilie ? Das macht doch nur Sinn, wenn man Homosexualität an sich als „Abirrung“ der Natur begreift….. und das dann mit Verweis der Pädophilie untermauert und erläutert….. 

 

Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Schau Dir noch einmal an was ich konkret geschrieben habe. Vorher Schaum abwischen.

 

vor 57 Minuten schrieb Cosifantutti:

Der entscheidende Kardinalfehler der gesamten katholischen Sexualmora besteht darin, dass sie zum Einen vollkommen unfähig, ist von menschlichen Beziehungen her zu denken und darauf zu schauen, welche ethischen Werte in diesen Beziehungen gelebt werden. Moraltheologen, die genau eine solche Beziehungsethik entwickeln und die Sexualmoral im Kontext dieser Beziehungsethik begründen stehen ja nicht zufällig unter „Beschuss“ von interessierte Seite…..   

 

Zum Anderen ist es ein weiterer kapitaler Fehler, dass die Sexualität überhaupt nicht in ihren unterschiedlichen Dimensionen und Aspekten gewürdigt wird. „Legitim“ ist aus katholischer Sicht nur eine sexuelle genitale Praxis, wenn sie in einer Ehe ausgelegt wird und sie in jedem einzelnen Geschlechtsakt „offen“ ist für die Zeugung von Nachwuchs. Um diesen fatale Engführung der Sexualität. Auf Zeugung von Nachwuchs irgendwie zu „begründen“, baut man ein vollkommen wirklichkeitsfremdes metaphysisches Konstrukt auf, siehe etwa die „Theologie des Leibes“ von JPII, die aber im Kern nichts anderes ist, als eine sehr spezielle, private Philosophie, die  aber keineswegs der realen sexuellen Erfahrung der Menschen entspricht

 

Mir ist es vollkommen egal, was Du von der katholischen Sexuallehre hälst, wirklich. Das interessiert mich nicht die Bohne.

 

Das einzige was mich stört ist diese kontinuierliche Fehldarstellung dessen, was die Kirche wirklich lehrt. 

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb rorro:

 

Du darfst dabei aber nicht unterschlagen, daß die Kirche ebenfalls feststellt, daß diese Neigung (wie jede andere auch) nicht selbstgewählt ist. Daher ist damit auch keinerlei (wirklich Null nach Lehre der Kirche) "Schuld" verbunden.

Ich weiß nicht, wo das steht, aber es steht nicht (mehr) im KKK, wo es mal stand.

 

Und es ändert nichts an dem Gefühl eine Fehlschöpfung Gottes zu sein.

Geschrieben (bearbeitet)

Um es noch einmal klar zu sagen - und ich habe keinen Bock auf die x-te Diskussion über Sex - wer wen vögelt, wer was mit seinen Geschlechtsteilen macht und wo hinsteckt oder zur Verfügung stellt, das ist mir alles scheiBegal. Wirklich. Macht was ihr wollt. Ich bin kein Richter (besser für alle) und vor allem nicht fehlerlos. 

Nur eine kleine Bitte, ich weiß, scheint sehr schwierig zu sein: einfach mal genug "Eier" haben und nicht den Segen der Kirche für alles zu suchen was man so tut.

bearbeitet von rorro
Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Minuten schrieb Flo77:

Ich weiß nicht, wo das steht, aber es steht nicht (mehr) im KKK, wo es mal stand.

 

Stimmt. Seltsam. Naja, ob etwas freiwillig gewählt ist oder nicht ist ja auch kein Urteil des Glaubens, sondern richtig oder falsch.

 

vor 9 Minuten schrieb Flo77:

Und es ändert nichts an dem Gefühl eine Fehlschöpfung Gottes zu sein.

 

Das mag sein, aber Fehlschöpfungen Gottes gibt es per definitionem nicht. Die eigene Kreuzesgröße ist allerdings - warum auch immer, und das hat mit Sex nun einmal so gar nichts zu tun - sehr ungleich verteilt.

bearbeitet von rorro
Geschrieben

Am schlimmsten finde ich das Wort "schwul". Ein sehr hässliches Wort. Mir egal, ob jemand homosexuell ist oder was auch immer. Aber das Wort ist grottenhässlich.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb rorro:

Stimmt. Seltsam. Naja, ob etwas frewillig gewählt ist oder nicht ist ja auch kein Urteil des Glaubens, sondern richtig oder falsch.

Es ist aber entscheidend für die Frage, was ist die "Natur des Menschen". Ich nehme an, deswegen ist die Formulierung auch rausgeflogen.

 

Die Beschreibung als "schwere Abirrung" ergibt keinen Sinn, wenn der "Abirrende" überhaupt nicht anders sein kann.

 

vor 1 Minute schrieb rorro:

Das mag sein, aber Fehlschöpfungen Gottes gibt es qua definitionem nicht. Die eigene Kreuzesgröße ist allerdings - warum auch immer, und das hat mit Sex nun einmal so gar nichts zu tun - sehr ungleich verteilt.

Da geht unsere Wahrnehmung wiedermal völlig konträr.

 

Zum einen heißt es gerne, Gott würde niemandem mehr aufladen als er tragen kann - was in diesem Zusammenhang Fragen aufwirft und zum anderen - und diesen Aspekt halte ich für sehr viel entscheidender: Mt 23,4a

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb bw83:

Am schlimmsten finde ich das Wort "schwul". Ein sehr hässliches Wort. Mir egal, ob jemand homosexuell ist oder was auch immer. Aber das Wort ist grottenhässlich.

Das war der Sinn dahinter.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Flo77:

Es ist aber entscheidend für die Frage, was ist die "Natur des Menschen". Ich nehme an, deswegen ist die Formulierung auch rausgeflogen.

 

Die Beschreibung als "schwere Abirrung" ergibt keinen Sinn, wenn der "Abirrende" überhaupt nicht anders sein kann.

 

Noch einmal: "schwere Abirrung" und persönliche Schuld sind zwei unterschiedliche Dinge. Daß die Menschen den Text des KKK so verstehen, kann ich nachvollziehen (der KKK ist dafür inhaltlich zu umfangreich, um alles zu erklären) - diese Erklärung wäre eigentlich Aufgabe der Lehrer des Glaubens.

 

Dafür haben wir scheinbar das falsche Personal...

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb rorro:
vor 4 Stunden schrieb Frank:

Als Mediziner müsstest du wissen, dass deine rigorose Trennung zwischen „homosexueller Veranlagung“ und „homosexueller Handlung“ ein rein akademisches, künstlich herbeifantasiertes Konstrukt ist!

 

Das ist Blödsinn. Die sexuelle Neigung/Veranlagung ist so wie sie ist - das Ausleben derselben unterliegt immer noch so etwas wie dem freien Willen.

 

Das gilt für Heterosexuelle, Homosexuelle und solche mit irgendwelchen potentiell anderen schadenden Neigungen (wie bspw. Pädophile), die sie sich aber auch nicht ausgesucht haben.

 

Wer heterosexuell ist, verheiratet, einen seit Jahren kranken Ehepartner hat, muss auch keusch leben, auch wenn das der Person nicht passt (genausowenig wie der erkrankten Person meistens). Da fragt auch niemand nach „Identität“ - das Gejammer nervt.

Natürlich könnte die Kirche sagen: „also jahrelang keinen Sex in der Ehe, das geht nicht.“ Wärest Du für so etwas? Was schlägst Du vor? One-Night-Stands oder doch feste Affäre? 

 

Offensichtlich geht es doch wieder nur um Sex und Du willst ihn für lebensnotwendig erklären. Also doch die alte Leier

was ich vorschlage? Dass du dich schlau machst und deine absurden Vergleiche überdenkst. Dass du als Mediziner die aktuelle Forschung nicht kennst – geschenkt. Aber dass du nicht mal die historische Wissenschaft kennst ... ich bin gelinde gesagt verwundert.

Spätestens seit den empirischen Studien von Evelyn Hooker 1957 ist wissenschaftlich bewiesen, dass Homosexualität keine Krankheit oder Fehlentwicklung ist, sondern eine gesunde Variante des menschlichen Paarungs- und Bindungsverhaltens. Wohingegen die Pädophilie im medizinischen Diagnoseschlüssel (ICD-10: F65.4) ganz klar als psychische Störung der Sexualpräferenz klassifiziert ist.

Du kannst eine auf Liebe, Fürsorge und gegenseitige Hingabe in beiderseitigem Einvernehmen gegründete Beziehung zweier erwachsener Menschen nicht mit einer Gewalttat vergleichen. Und du kannst eine gesunde sexuelle Orientierung nicht mit einer schweren sexuellen Störung gleichsetzen, nur weil sich beide ihre Veranlagung nicht „ausgesucht“ haben.

Wenn du Pädophilie unbedingt mit irgendetwas vergleichen willst, dann bitteschön mit Kleptomanie (wenn du es auf der Ebene der psychischen Störungen und der Impulskontrolle betrachten willst) oder mit der Vergewaltigung in der Ehe (wenn du strafrechtlich relevante Destruktivität und den Bruch von Konsens vergleichen willst).

Kommen wir zu deinem anderen absurden Vergleich!

Wie ein heterosexuelles Paar sein Problem löst, ist mir – solange ich nicht gefragt werde – herzlich egal. Das wäre es mir auch bei einem homosexuellen Paar. Nein, One-Night-Stands oder feste Affären halte auch ich nicht für Ideallösungen, das 6. Gebot will ich nicht abschaffen. Aber unterm Strich müssen die Menschen das mit sich, ihrem Herrgott und ggf. mit ihrem Beichtvater ausmachen. Mich geht das nichts an – du weißt schon, das Ding mit dem Forum internum.

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Flo77:

Das war der Sinn dahinter.

Quatsch, das Wort "schwul" stammt vom Wort "schwül", schon vor mehreren Jahrhunderten bezeichnete man Homosexuelle als "warm".

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb rorro:

 

Noch einmal: "schwere Abirrung" und persönliche Schuld sind zwei unterschiedliche Dinge. Daß die Menschen den Text des KKK so verstehen, kann ich nachvollziehen (der KKK ist dafür inhaltlich zu umfangreich, um alles zu erklären) - diese Erklärung wäre eigentlich Aufgabe der Lehrer des Glaubens.

 

Dafür haben wir scheinbar das falsche Personal...

Wie deutlich willst Du es denn noch haben?

 

Ich habe überhaupt nicht von "Schuld" gesprochen.

 

Es geht darum, daß hier einer Bevölkerungsgruppe das Etikett "Falsch" aufgeklebt wird. Man könnte auch sagen "in der Schöpfungsordnung nicht vorgesehen". Das klingt zwar netter, macht es für die Betroffenen aber im Grunde nur noch schlimmer.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Frank:

Aber dass du nicht mal die historische Wissenschaft kennst ... ich bin gelinde gesagt verwundert.

Spätestens seit den empirischen Studien von Evelyn Hooker 1957 ist wissenschaftlich bewiesen, dass Homosexualität keine Krankheit oder Fehlentwicklung ist, sondern eine gesunde Variante des menschlichen Paarungs- und Bindungsverhaltens.

 

Und ich bin verwundert, daß Du der Wissenschaft (zumal der empirischen!) zusprichst, moralische Urteile zu fällen. Ich keinen empirisch arbeitenden Wissenschaftler, der das für sich in Anspruch nimmt.

 

Erkrankungen werden von denen definiert, die den ICD verantworten. 

 

Ich habe übrigens mit keinem Wort Homosexualität als "Erkrankung" tituliert, daher weiß ich nicht so recht, was das soll.

 

Noch einmal: Deine Beurteilung der Homosexualität interessiert mich nicht - so wie die aller anderen.

 

Da einzige was mich interessiert ist die Fehldarstellung der katholischen Lehre. Ob die dann jemanden paßt, geht mir weit vorbei.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb bw83:

Quatsch, das Wort "schwul" stammt vom Wort "schwül", schon vor mehreren Jahrhunderten bezeichnete man Homosexuelle als "warm".

Ich weiß, aber es passt trotzdem.

 

(Ich hab noch 2 locker zwei Jahre nach meinem Coming Out diese Bezeichnung gehasst.)

Geschrieben (bearbeitet)
vor 7 Minuten schrieb Flo77:

Es geht darum, daß hier einer Bevölkerungsgruppe das Etikett "Falsch" aufgeklebt wird.

 

Von wem? Vom eigenen Gefühl?

 

vor 7 Minuten schrieb Flo77:

Man könnte auch sagen "in der Schöpfungsordnung nicht vorgesehen". Das klingt zwar netter, macht es für die Betroffenen aber im Grunde nur noch schlimmer.

 

Naja, Homosexualität ist in der Schöpfungsordnung so "vorgesehen" wie Menschen mit Cystischer Fibrose (nein, ich setze das nicht gleich, bitte weiterlesen). Beide können sich nicht "vermehren". Dennoch gibt es sie. Und sind alle gleich liebenswert.

bearbeitet von rorro
Geschrieben (bearbeitet)
vor 20 Minuten schrieb rorro:

Von wem? Vom eigenen Gefühl?

Von der Lehre der Kirche über die "Natur des Menschen", die nicht zwidchen Gattung und Individuum zu unterscheiden vermag.

 

vor 20 Minuten schrieb rorro:

 

Naja, Homosexualität ist in der Schöpfungsordnung so "vorgesehen" wie Menschen mit Cystischer Fibrose (nein, ich setze das nicht gleich, bitte weiterlesen). Beide können sich nicht "vermehren". Dennoch gibt es sie. Und sind alle gleich liebenswert.

Das ist doch nicht Dein Ernst.

 

Was an "Beide können" ist bitte keine Gleichsetzung?

 

Dürfen Menschen mit cystischer Fibrose heiraten umd Sex haben?

 

Unfruchtbarkeit ist soweit ich mich erinnere kein Grund, die Eheschließung zu verweigern (wenn sie beiden Partnern bekannt ist).

 

Der Vergleich ist mit "widerlich" noch nett umschrieben. Aber das ist bei den Etiketten, die Homosexuelle schon angeklebt bekommen haben, ja leider nicht überraschend.

 

Jetzt mal als Erbkrankheit...

bearbeitet von Flo77
Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb rorro:

Mir ist das zu viel Mimimi.

 

Ich verabschiede mich hier.

Wie immer.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Frank:

das 6. Gebot will ich nicht abschaffen

Man könnte es auf den Misthaufen werfen, auf dem auch das mit dem „Esel, Vieh, Weib und sonstigem Besitz“ gelandet ist

 

Werner

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb rorro:

Das einzige was mich stört ist diese kontinuierliche Fehldarstellung dessen, was die Kirche wirklich lehrt. 

Sie handelt nur nicht danach. Das finde ich noch ärgerlicher. 

Cosifantutti
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb rorro:

Um es noch einmal klar zu sagen - und ich habe keinen Bock auf die x-te Diskussion über Sex - wer wen vögelt, wer was mit seinen Geschlechtsteilen macht und wo hinsteckt oder zur Verfügung stellt, das ist mir alles scheiBegal. Wirklich. Macht was ihr wollt. Ich bin kein Richter (besser für alle) und vor allem nicht fehlerlos. 

Nur eine kleine Bitte, ich weiß, scheint sehr schwierig zu sein: einfach mal genug "Eier" haben und nicht den Segen der Kirche für alles zu suchen was man so tut.

Du redest komplett an der Sache vorbei. Gehst übrigens auf die vorgebrachten Argumente überhaupt nicht ein. Es geht doch überhaupt nicht darum, dass Leute für ihr Verhalten in Sachen Sexualität "den Segen der Kirche" suchen, sondern darum, dass die "offizielle" Sexualmoral des kirchlichen Lehramtes komplett weltfremd ist und mit der Lebenswelt ihrer eigenen "Kernklientel", den "praktizierenden Katholiken" sehr wenig zu tun hat. Humanae Vitae kann man im Nachhinein als ein Punkt betrachten, wo sich die Wege zwischen Lehramt und Kirchenvolk getrennt haben. Die Menschen, die Sexualität praktizieren, machen eben kompett andere reale Erfahrungen. Bezeichnend, um nur ein Beispiel herauzugreifen: der Lustaspekt von Sexualität wird gar nicht als solcher in sich selbst positiv gewürdigt. Immer muss er, um ethisch zulässig zu sein, mit einem andern Aspekt gekoppelt sein, z. B. Zeugung. Wenn nicht, wird dieser Aspekt für sich genomnen als "defizitär" beschrieben oder als reines "Triebleben" denunziert. 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)

Die Kirche fängt an, diese Menschen wertschätzend zur Kenntnis zu nehmen (erstmals in Fiducia Supplicans). Im Grunde macht sie damit ernst mit ihren Behauptungen über Achtung und Takt. Das empfinden Gläubige mit bestimmten Ansichten als eine Art Verrat. Diese Leute sollen bitte weiterhin die Rolle einnehmen, die ihnen bisher zugedacht wurde. Das ist der alte Interessengegensatz zwischen Außenseitern und Etablierten. Es geht eigentlich nicht um die Lehre, sondern um persönliche Befindlichkeiten. 

bearbeitet von Merkur
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb rorro:
vor 2 Stunden schrieb Frank:

Aber dass du nicht mal die historische Wissenschaft kennst ... ich bin gelinde gesagt verwundert.

Spätestens seit den empirischen Studien von Evelyn Hooker 1957 ist wissenschaftlich bewiesen, dass Homosexualität keine Krankheit oder Fehlentwicklung ist, sondern eine gesunde Variante des menschlichen Paarungs- und Bindungsverhaltens.

 

Und ich bin verwundert, daß Du der Wissenschaft (zumal der empirischen!) zusprichst, moralische Urteile zu fällen. Ich keinen empirisch arbeitenden Wissenschaftler, der das für sich in Anspruch nimmt.

 

Erkrankungen werden von denen definiert, die den ICD verantworten. 

 

Ich habe übrigens mit keinem Wort Homosexualität als "Erkrankung" tituliert, daher weiß ich nicht so recht, was das soll.

 

Noch einmal: Deine Beurteilung der Homosexualität interessiert mich nicht - so wie die aller anderen.

 

Da einzige was mich interessiert ist die Fehldarstellung der katholischen Lehre. Ob die dann jemanden paßt, geht mir weit vorbei.

schöner Versuch, mir Dinge zu unterstellen, die ich nie geschrieben habe, um von deinen eigenen Logikbrüchen abzulenken.

 

Zum Ersten: Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass die empirische Wissenschaft moralische Urteile fällen soll. Umgekehrt wird ein Schuh draus! Um die grundlegende kantische Frage „Was soll ich tun?“ sinnvoll beantworten zu können, muss eine seriöse Moraltheologie die empirische Lebensrealität der Menschen überhaupt erst einmal zur Kenntnis nehmen. Wenn Theologie die Augen vor der biologischen und psychologischen Realität verschließt, verkommt sie im besten Fall zu lebensfremder Elfenbeinturmakrobatik – und im schlimmsten Fall zu einem System, das Menschen im Inneren kaputtmacht.

Zum Zweiten: Ich habe dir nicht unterstellt, das Wort „Erkrankung“ benutzt zu haben. Ich habe dir lediglich aufgezeigt, wohin du mit deiner eigenen Logik steuerst. Wenn du eine völlig gesunde, konsensfähige Normvariante des menschlichen Bindungsverhaltens (Homosexualität) in einer Argumentationskette direkt mit einer schweren Störung der Sexualpräferenz (Pädophilie) parallelisierst, dann kollabiert dein Vergleich genau an diesem Punkt. Du kannst nicht eine gesunde Orientierung mit einer schweren Normabweichung gleichsetzen, nur weil beide „nicht ausgesucht“ sind, und dich dann wundern, wenn man dir die medizinischen Fakten dazu um die Ohren haut.

 

Und weil du mehrfach auf den freien Willen verweist:

Deinen Pelagianismus kannst du getrost wieder einpacken. Nein, der Mensch ist nicht seinen Trieben willenlos ausgeliefert. Ja, es existiert ein freier Wille – aber der greift eben auch nicht unendlich weit, als wäre er eine rein mechanische Notbremse.

Zumal es bei Sexualität nicht ausschließlich um das Miteinanderschlafen geht und auch nicht ausschließlich um die reine Fortpflanzung. Du fällst hier theologisch hinter die offizielle Lehre der Kirche des letzten halben Jahrhunderts zurück. Spätestens seit der „Theologie des Leibes“ von Johannes Paul II. und festgehalten im Katechismus (KKK 2363) anerkennt die katholische Kirche hochoffiziell, dass die Sexualität eine gleichrangige, unitive Dimension besitzt. Sie ist ein integraler Bestandteil der personalen Identität, dient der Vertiefung der Bindung, der gegenseitigen Ganzhingabe und ist Ausdruck von echter, personaler Liebe und Zärtlichkeit.

 

Wenn du von homosexuellen Menschen verlangst, diese unitive Dimension, diese gottgegebene Fähigkeit zu Liebe und verbindlicher Partnerschaft ein Leben lang per Willensakt komplett zu amputieren, dann forderst du keine christliche Askese. Wahre Askese orientiert sich an einem höheren Sinn. Du forderst das paragraphenreitende Verhungernlassen einer gesamten Existenz

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