Higgs Boson Geschrieben Samstag um 11:33 Melden Geschrieben Samstag um 11:33 vor 1 Minute schrieb Weihrauch: Ich glaube du bist auf der richtigen Spur, mit deiner Idee. Um so besser, wenn du selbst drauf kommst. Hast du schon ein Taschentuch gebraucht, oder noch nicht? Nein, aber ich bin vom Stuhl gefallen. Und dann habe ich mich totgelacht. 1 Zitieren
Weihrauch Geschrieben Samstag um 11:42 Melden Geschrieben Samstag um 11:42 Lachen ist die Humorvolle Art des Verstandenhabens. Es steht seit über 2000 Jahren da - Wahnsinn! Lesen bildet. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Samstag um 11:45 Melden Geschrieben Samstag um 11:45 (bearbeitet) Ha, ich habe ein besseres Wort für die Leuchten, das den Fluch beinhaltet. Man könnte es mit 'Fluchlicht' übersetzen. Aber das wäre in diesem Fall eine Festlegung darauf, dass es sich um eine Wortwitz handelt, denn die defektive Form uns so, grundsätzlich denkbar. Wobei der geneigte Leser meine könnte, ich hätte mich beim 'Flutlicht' einfach nur verschrieben. Und die Rechtschreibprüfung hätte das nur nicht gemerkt. bearbeitet Samstag um 11:48 von Higgs Boson Zitieren
Weihrauch Geschrieben Samstag um 11:48 Melden Geschrieben Samstag um 11:48 Dank an Noach, Jakob, Mose. Ein Fluch kommt selten allein ... von Hinten durch die Brust ins Auge. Zitieren
nannyogg57 Geschrieben Samstag um 16:26 Melden Geschrieben Samstag um 16:26 Die Hochzeit von Kana fand am dritten Tag statt. 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben Samstag um 18:55 Melden Geschrieben Samstag um 18:55 Ich hab mal hochgerechnet, ungefähr im Jahr 3652 sollten wir das AT auf diese Weise Wort für Wort durchhaben. Oder werden die Makkabäer auch betrachtet? Werner 1 1 Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Samstag um 19:41 Melden Geschrieben Samstag um 19:41 (bearbeitet) vor 57 Minuten schrieb Werner001: Ich hab mal hochgerechnet, ungefähr im Jahr 3652 sollten wir das AT auf diese Weise Wort für Wort durchhaben. Oder werden die Makkabäer auch betrachtet? So schnell? Wir haben am Dienstag immer Unterricht, für die ersten drei oder fünf Verse vom Hohenlied haben wir ein halbes Jahr gebraucht, dann konnte die, die das studieren wollte nicht mehr. Jetzt lesen wir seid 2 Jahren den Prediger und sind bei Kapitel drei. Jeden Tag einen Vers im Schnitt ist flott. Makkabäer sind auf Griechisch. Das kann ich zwar lesen, die Wörter liesen sich finden, aber ich kenne da die Grammatik nicht. Ist nicht meine Sprache. Und Aramäisch kann ich auch nicht, müsst jemand anderes übernehmen. Vielleicht lernt jemand Akkadisch, dann können wir hinterher mit dem Enuma Elisch weitermachen. Das sollte in 1500 Jahren zu lernen sein bearbeitet Samstag um 19:53 von Higgs Boson Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Sonntag um 07:10 Melden Geschrieben Sonntag um 07:10 (bearbeitet) vor 20 Stunden schrieb Higgs Boson: ויאמר אלהים יהי מארת ברקיע השמים להבדיל בין היום ובין הלילה והיו לאתת ולמועדים ולימים ושנים ויאמר אלהים : und Gott sprach יהי : er / es wird, Wayyiqtol, höflicher Imperativ. Das ist Singular, kann man im Deutschen aber nicht so ausdrücken מארת : Leuchten, Leuchtkörper אור kennt ihr schon, das Licht, aber da fehlt jetzt ein Buchstabe, was eigentlich den ganzen Sinn verändert. So geschrieben, hat das was mit einem Fluch אר zu tun. Wäre da nicht die Vokalisierung, die uns rettet. Ausgesprochen klingt es wieder nach Licht. Vokalisierung – Tradition, Tradition – wichtig. Das מ an dieser Stelle ist ein Hinweis, dass es sich um ein Werkzeug handelt (hat nichts mit ‚aus, heraus‘ zu tun), das ת am Ende, zusammen mit der Vokalisierung macht klar, es handelt sich um einen weiblichen Plural. Eigentlich ist die Endung ות Aber da fehlt schon wieder ein ו , das nennt sich defektive Schreibweise. Aber alles zusammen haben wir hier ein Werkzeug zum Licht machen: Leuchte oder Leuchtkörper. Nicht Licht. Dieses Wort ist brutal verstümmelt. Wir können uns dieses Wort nur zusammenreimen, weil wir einen Kontext im Satzverlauf haben und die Vokalisierung, die ich der Übersichtlichkeit zuliebe hier unterschlage. ברקיע השמים : in der Himmel Wölbung. Das hatten wir schon alles. ב als Hinweis das das irgendwo ist, רקיע war die Wölbung und השמים kennen wir seit Vers 1 schon als Wort für die Himmel להבדיל : zu trennen. ל auf etwas zu, die Wurzel ב.ד.ל für alles was mit Trennen zu tun hat, das ה und das י werden zur Konstruktion des Infinitv verwendet. Im modernen Hebräisch ist das ל fester Bestandteil des Infinitv, im biblischen nicht, das nur als Hinweis. בין היום : zwischen dem Tag, בין zwischen, hatten wir schon zur genüge, היום ist gleichzeitig das Wort für ‚Heute‘ ובין הלילה : und zwischen der Nacht. Ah, jetzt wird dem Leser klar, was mit den verstümmelten Wort für Leuchten gemeint ist. Weil Tag und Nacht und Trennung, das hatten wir mit dem Licht schon. והיו : und sie werden, 3. Person männlich, Plural, Vergangenheit, Wayyiqtol, daher Zukunft לאתת : zum Zeichen. Altbekanntes ל , auf etwas zu, Zeichen אתת ולמועדים : und zu festgelegten Zeiten, und ו kennen wir, ל auch, die Wurzel י.ע.ד heißt irgendwas mit festlegen. Jetzt fehlt hier das erste י . Das liegt daran, dass das ein sogenannter schwacher Wurzelbuchstabe ist, den es auch mal zerlegt. Die ים am Ende ist die männliche Pluralform, analog zu ות bei den geschredderten Leuchten von vorhin. Und wir kenne diese Kombination eigentlich schon zur Genüge, von den Himmeln oder den Wasser. Weiters, nur als Hinweis, alles was mit Zeiten zu tun hat, trägt gerne ein ע in sich. ולימים : und für Tage, ול ist bekannt, ימ steht hier für Tag יום Das ו ist beim Tag ein Hilfsvokal, der im Plural nicht benötigt wird. Das hat mit der Entwicklung der Sprache zu tun und würde hier zu weit führen. Das zweite ים ist wieder der männliche Plural. מ und ם sind übrigens der gleiche Buchstabe. Letzterer wird nur am Ende eines Wortes verwendet. Tage und Meere (schaut nach) werden tatsächlich gleich geschrieben und auch praktisch gleich ausgesprochen. (Allerdings etwas unterschiedlich vokalisert). Man ist hier für die Deutung auf den Kontext angewiesen. Passiert im Deutschen auch. Wenn ich vom Ball spreche, meine ich dann das Kinderspielzeug, oder gehe ich da fesch tanzen? Nur den Kontext verrät es. ושנים : und Jahre . Das Jahr שנה , das ה entfällt im Plural. ים ist der Plural. Achtung, das Jahr ist im Hebräischen weiblich (endet auf ה), auch wenn es im Plural eine männliche Endung hat. Verwendet man es als Satzgegenstand, muss das verb weiblich konjugiert werden, gleiches gilt für Adjektive. Übersetzung: ויאמר אלהים יהי מארת ברקיע השמים Und Gott sprach Leuchten werden in der Himmel Wölbung להבדיל בין היום ובין הלילה zu trennen zwischen dem Tag und zwischen der Nacht והיו לאתת ולמועדים ולימים ושנים und sie werden zu Zeichen und zu festgelegten Zeiten und Tagen und Jahren Meine Anmerkungen. Zuerst, das klingt wieder ähnlicher wie die ersten Verse. Nicht so ganz kompliziert und verwunden wie die beiden vorhergehenden Verse mit dem Kraut und so weiter. Noch wissen wir nicht, was diese Leuchten sind, aber es scheint hier um die Erschaffung des Kalenders zu gehen. Und das Wort für die Leuchten ist echt eine Frechheit. Das ist eigentlich so ohne Kontext und Vokalisierungstradition nicht lesbar, das kann natürlich an der defektiven Schreibweise liegen, aber so liest sich das Wort wie das Wort Fluch. Zufall? (Ich habe eine Idee, aber noch nicht hier) Fun Fact: Die rabbinische Tradition sieht den Mittwoch (vierter Tag, da sind wir gerade) als Tag des Fluches (Krankheiten), weshalb das auch Fasttag ist / war. Auch fällt ein katholischer Fasttag auf einen Mittwoch. Und in vielen Gegenden ist auch der Mittwoch ein fleischfreier Tag. In unserer Kantine gab es Freitags immer Fisch und am Mittwoch Mehlspeisen. Gen 1,15 (Einheitsübersetzung) und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. והיו למאורת ברקיע השמים להאיר על־הארץ ויהי־כן והיו : und sie werden / und sie sind 3. Person, Plural, Vergangenheit. kein Wayyiqtol, sondern Weqatal. (hatte ich letzten Vers übersehen wo sie zum Zeichen werden) Das ist das Gegenteil davon. Gegenwart oder Zukunft ist gemeint, aber Vergangenheit wird geschrieben. Das hat damit zu tun, wie das biblische Hebräisch die Zeiten semantisch bildet. Dieser Vers gehört ja immer noch zur Rede Gottes aus Vers 14. Das ist nicht der Erzähler, der etwas berichtet. Der Erzähler berichtet abgeschlossenes, Gott werdendes. Es schließt sich in der Rede an den höflichen Imperativ an. (der nennt sich übrigens Jussiv, darunter kann sich aber niemand wirklich was vorstellen, der nicht gerade Sprachwissenschaften studiert hat) למאורת : als Leuchten. Da sind sie wieder, die zermeuchelten Leuchten , diesmal aber ohne Fluch, das Licht אור hat sein ו zurück, die Pluralendung ist immer noch defektiv. Das ל, das eine Bewegung auf etwas zu ausdrückt, drückt hier aus, dass sie zu etwas da sind. Zwengs, wie wir Bayern sagen würden. Dabei drückt schon das מ aus, dass es sich um ein Werkzeug gemacht. Diese Leuchten sind absolut zweckgebunden. ברקיע השמים : in der Himmel Wölbung. Gleiche Formulierung wie in Vers 14 להאיר על־הארץ : zum leuchten auf das Land. להאיר Infinitiv (Hifil-Verb*) von der Wurzel א.ו.ר Licht. Auf על das Land הארץ. Alles Wörter, die wir schon sehr oft hatten. ויהי־כן : Und es war so. Hier wieder Wayyiqtol, denn jetzt spricht wieder der Erzähler, nicht mehr Gott. Übersetzung והיו למאורת ברקיע השמים Und sie sind als Leuchten sind in des Himmels Wölbung להאיר על־הארץ zu leuchten auf das Land ויהי־כן Und es war so Diesmal gibt es nichts dazu zu sagen, außer dass man nicht übersehen darf, dass die Verse 14 und 15 absolut zusammen gehören und direkte Rede Gottes sind. Die Leuchten, sind zweckgebunden, aber sind nicht das Licht, das schon lange geschaffen ist. Und wir wissen noch nicht, wieviele es sind. ______________________________ * Wer hier mehr wissen möchte, Rut Avni hat dazu ein paar wirklich phantastische Videos auf deutsch, in der sie erklärt, wie das Verbsystem aufgebaut ist. https://www.youtube.com/watch?v=EQChg0yKbfY Ihre Videos und ihr Verben Boot-Camp waren für mich der Durchbruch in die Sprache. bearbeitet Sonntag um 07:41 von Higgs Boson 1 Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Sonntag um 07:29 Melden Geschrieben Sonntag um 07:29 (bearbeitet) vor 31 Minuten schrieb Higgs Boson: Gen 1,15 (Einheitsübersetzung) und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. והיו למאורת ברקיע השמים להאיר על־הארץ ויהי־כן והיו : und sie werden / und sie sind 3. Person, Plural, Vergangenheit. kein Wayyiqtol, sondern Weqatal. (hatte ich letzten Vers übersehen wo sie zum Zeichen werden) Das ist das Gegenteil davon. Gegenwart oder Zukunft ist gemeint, aber Vergangenheit wird geschrieben. Das hat damit zu tun, wie das biblische Hebräisch die Zeiten semantisch bildet. Dieser Vers gehört ja immer noch zur Rede Gottes aus Vers 14. Das ist nicht der Erzähler, der etwas berichtet. Der Erzähler berichtet abgeschlossenes, Gott werdendes. Es schließt sich in der Rede an den höflichen Imperativ an. (der nennt sich übrigens Jussiv, darunter kann sich aber niemand wirklich was vorstellen, der nicht gerade Sprachwissenschaften studiert hat) למאורת : als Leuchten. Da sind sie wieder, die zermeuchelten Leuchten , diesmal aber ohne Fluch, das Licht אור hat sein ו zurück, die Pluralendung ist immer noch defektiv. Das ל, das eine Bewegung auf etwas zu ausdrückt, drückt hier aus, dass sie zu etwas da sind. Zwengs, wie wir Bayern sagen würden. Dabei drückt schon das מ aus, dass es sich um ein Werkzeug gemacht. Diese Leuchten sind absolut zweckgebunden. ברקיע השמים : in der Himmel Wölbung. Gleiche Formulierung wie in Vers 14 להאיר על־הארץ : zum leuchten auf das Land. להאיר Infinitiv (Hifil-Verb*) von der Wurzel א.ו.ר Licht. Auf על das Land הארץ. Alles Wörter, die wir schon sehr oft hatten. ויהי־כן : Und es war so. Hier wieder Wayyiqtol, denn jetzt spricht wieder der Erzähler, nicht mehr Gott. Übersetzung והיו למאורת ברקיע השמים Und sie sind als Leuchten sind in des Himmels Wölbung להאיר על־הארץ zu leuchten auf das Land ויהי־כן Und es war so Diesmal gibt es nichts dazu zu sagen, außer dass man nicht übersehen darf, dass die Verse 14 und 15 absolut zusammen gehören und direkte Rede Gottes sind. Die Leuchten, sind zweckgebunden, aber sind nicht das Licht, das schon lange geschaffen ist. Und wir wissen noch nicht, wieviele es sind. ______________________________ * Wer hier mehr wissen möchte, Rut Avni hat dazu ein paar wirklich phantastische Videos auf deutsch, in der sie erklärt, wie das Verbsystem aufgebaut ist. https://www.youtube.com/watch?v=EQChg0yKbfY Ihre Videos und ihr Verben Boot-Camp waren für mich der Durchbruch in die Sprache. Gen 1,16 (Einheitsübersetzung) Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. ויעש אלהים את־שני המארת הגדלים את־המאור הגדל לממשלת היום ואת־המאור הקטן לממשלת הלילה ואת הכוכבים ויעש : und er machte, Wayyiqtol אלהים : Gott את־שני : die zwei, Akkusativanzeiger את, die zwei, diesmal als männliche Kardinalzahl שני המארת : die Leuchten, diesmal wieder der Fluch und defektive Pluralform, Bestimmter Artikel, weil Akkusativ-objekt הגדלים : die großen. Adjektiv, männlich, Plural. groß גדל Damit ist klar, dass das vorangegangene Wort nicht Fluch sein kann, denn den Fluch wäre weiblich. Die Leuchten sind ein Sonderfall, sie haben zwar im Plural eigentlich die weibliche Pluralendung ות, sind aber trotzdem männlich, darum muss das Adjektiv männlich dekliniert werden. Erkennbar an der männlichen Pluralendung ים Da es sich um ein Adjektiv in einem Akkusativ-Objekt handelt, muss ein bestimmter Artikel ה davor, hatten wir schon, ganz im Anfang. את־המאור : die Leuchte, männlich, singular, Akkusativ, diesmal wieder ohne Fluch, also mit אור, הגדל : der große, wie gerade, diesmal singular לממשלת : zur Herrschafft. zu ל , Herrschaft ממשלת Die Wurzel מ.שׁ.ל von dieser Herrschaft ist sehr interessant die hat nämlich zwei Bedeutungen, die nur auf den ersten Blick sehr unterschiedlich sind, aber was erklärt, was dieses Herrschen ist. (und nein, das Herrschen der Menschen später ist ein anderes Wort) , Status constructus, das heißt wird mit dem nächsten Wort verbunden, ergibt sich aus dem Kontext. Die Wurzel kann ‚herrschen‘ bedeuten oder auch ‚vergleichen‘, je nach binyan. Und da ich keine Doktorarbeit schreiben will, lasse ich das hier jetzt einfach so. Wir wollen noch vor 3652 fertig werden. היום : der Tag ואת־המאור : und die Leuchte, hatten wir gerade schon, Akkusativ usw הקטן : die kleine. Klein קטן לממשלת : zur Herrschaft, wie gerade eben, Status constructus, das heißt wird mit dem nächsten Wort verbunden, ergibt sich aus dem Kontext הלילה : die Nacht. Nacht לילה ואת הכוכבים : und die Sterne. Männlich, Plural, Stern כוכב Übersetzung ויעש אלהים את־שני המארת הגדלים Und Gott machte zwei große Leuchten את־המאור הגדל לממשלת היום die große Leuchte zu Tags Herrschaft ואת־המאור הקטן לממשלת הלילה und die kleine Leuchte zu Nachts Herrschaft ואת הכוכבים Und die Sterne Es gibt hier einen Widerspruch. Gott macht zwei große Leuchten, dann aber eine große für die Herrschaft über den Tag und eine kleine für die Herrschaft über die Nacht. Es gibt einen Midrasch, der das erklärt. Aber aus meiner Erfahrung ist die Leuchte der Nacht nicht kleiner, als die des Tages. Sie sind tatsächlich von der Erde aus betrachtet gleich groß. Die Leuchte der Nacht ist nur weniger hell. Was die Leuchten angeht, wie im vorigen Vers, wiederholt der Erzähler die Leuchte / Fluch einmal, dann nicht mehr. Sie sind zweckgebunden. Es ist spürbar, wie sich diese Sprache von der Erschaffung der Pflanzen unterscheidet. Einfach, ohne Schnörkel Da wir noch 2 Verse für die Leuchten haben, mehr Gedanken später bearbeitet Sonntag um 07:42 von Higgs Boson 1 Zitieren
Weihrauch Geschrieben Sonntag um 07:35 Melden Geschrieben Sonntag um 07:35 Deine Tastatur hat wieder eine Erde in den Text gemogelt. Der Stachel sitzt tief, passiert meiner auch immer wieder. Die Tastatur ist ein Gewohnheitstier. 1 Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Sonntag um 07:40 Melden Geschrieben Sonntag um 07:40 (bearbeitet) vor 8 Minuten schrieb Weihrauch: Deine Tastatur hat wieder eine Erde in den Text gemogelt. Der Stachel sitzt tief, passiert meiner auch immer wieder. Die Tastatur ist ein Gewohnheitstier. Ich habe es nochmal durchgeschaut, die einzige Erde, die ich finde ist im Zitat der Einheitsübersetzung, ich habe den Zeilenabstand angepasst, dass man sieht, wo was hingehört Und in einem Kommentar, wo ich die Größen vergleiche, da verwende ich Erde, weil das meine Beobachtung ist. Da verzeihe ich meiner Tastatur. bearbeitet Sonntag um 07:46 von Higgs Boson Zitieren
Weihrauch Geschrieben Sonntag um 07:55 Melden Geschrieben Sonntag um 07:55 (bearbeitet) Ich weiß, aber das wird zum Dauerproblem, weil erets tatsächlich noch fast 100mal in der Urgeschichte vorkommen wird, und umdenken so fast unmöglich macht. In der Werbung nennt man das Impact, weshalb Werbung ständig wiederholt wird. Das wurde wissenschaftlich untersucht mit dem Ergebnis, wenn man etwas 67mal gehört hat, ist es drin, selbst wenn es totaler Quatsch ist. Auch mit den Gottesbezeichnungen ist es so. HERR statt JHWH und Gott statt elohim, macht halt aus JHWH den Herrn Jesus Christus, ob man will oder nicht. Dadurch wird pragmatisch Christus zur Mitte der Schrift, ob man will oder nicht. Am Ende ist es Desinformation, die übrig bleibt. Schwierig. Da das keine Kleinigkeiten sind, schlage ich vor, diese beiden Dinge in den Zitaten der Einheitsübersetzung zu ändern. Auch schwierig. Zum Verständnis und für das Umdenken scheint mir das unerlässlich zu sein, weil die unterschiedlichen Gottesbezeichnungen inhaltlich eine entscheidende Rolle spielen werden, und schon gespielt haben, wenn elohim mal Marduk und dann JHWH ist. Christen sind nicht dümmer als Juden, die in der Lage sind, JHWH zu SCHREIBEN und zu LESEN aber Adonai oder haSchem sagen können, wenn sie es aussprechen. Dieser Angebliche Respekt den Juden gegenüber ist Blödsinn. bearbeitet Sonntag um 08:01 von Weihrauch Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Sonntag um 08:47 Melden Geschrieben Sonntag um 08:47 (bearbeitet) vor 56 Minuten schrieb Weihrauch: Ich weiß, aber das wird zum Dauerproblem, weil erets tatsächlich noch fast 100mal in der Urgeschichte vorkommen wird, und umdenken so fast unmöglich macht. In der Werbung nennt man das Impact, weshalb Werbung ständig wiederholt wird. Das wurde wissenschaftlich untersucht mit dem Ergebnis, wenn man etwas 67mal gehört hat, ist es drin, selbst wenn es totaler Quatsch ist. Auch mit den Gottesbezeichnungen ist es so. HERR statt JHWH und Gott statt elohim, macht halt aus JHWH den Herrn Jesus Christus, ob man will oder nicht. Dadurch wird pragmatisch Christus zur Mitte der Schrift, ob man will oder nicht. Am Ende ist es Desinformation, die übrig bleibt. Schwierig. Da das keine Kleinigkeiten sind, schlage ich vor, diese beiden Dinge in den Zitaten der Einheitsübersetzung zu ändern. Auch schwierig. Zum Verständnis und für das Umdenken scheint mir das unerlässlich zu sein, weil die unterschiedlichen Gottesbezeichnungen inhaltlich eine entscheidende Rolle spielen werden, und schon gespielt haben, wenn elohim mal Marduk und dann JHWH ist. Christen sind nicht dümmer als Juden, die in der Lage sind, JHWH zu SCHREIBEN und zu LESEN aber Adonai oder haSchem sagen können, wenn sie es aussprechen. Dieser Angebliche Respekt den Juden gegenüber ist Blödsinn. Dass 'HERR' in den Köpfen von Christen was anderes macht, als bei Juden, habe ich schon meinem Rabbi geschrieben. Da ging es um einen Kommentar zur Genesis, der übersetzt werden sollte. Bei der Bibelübersetzung hat man sich dann trotzdem für das 'Herr' entschieden, die Redakteurin hat das durchgehen lassen und ich hatte am Ende genug zu tun, alle anderen Begriffe klar zu ziehen und die Rechtschreibung zu überprüfen. Das Fass habe ich dann nicht mehr aufgemacht. Manchmal ist es auch gut. Ob elohim mal Marduk, mal der, dessen Name nicht ausgesprochen wird, ist, lasse ich lieber offen. Es ist auf alle Fälle eine interessante Perspektive. Und der Schreiber des Textes lässt es auch offen. Wenn er Poetry-Slam geschrieben hat, dann genau deshalb absichtlich. Und das ist der Unterschied zum HERRN im Tenach. Denn da können wir uns sicher sein, dass damit nicht spätere Paulus-Formulierungen berücksichtigt werden. Wobei der wiederum genau diese Formulierung absichtlich verwendet, um seinen Punkt zu machen. (Und letztere Formulierung ist kein Vorwurf.) bearbeitet Sonntag um 08:51 von Higgs Boson Zitieren
Alfons Geschrieben Sonntag um 09:07 Melden Geschrieben Sonntag um 09:07 Bitte entschuldigt, dass ich mich erst jetzt hier melde. Ich war verreist bzw. auf dem Forentreffen. Und gedanklich bin ich immer noch beim ersten Wort des Textes. Beginnt das Erste Testament auf Deutsch mit Am (Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde - Luther-Übersetzung) oder mit Im (Im Anfang schuf ... Einheitsübersetzung). Oder gar mit Zu? (Zu Anbeginn hat Gott erschaffen den Himmel und die Erde - Grünewald-Bibel). Das "Am" missfällt mir. Es setzt einen Zeitpunkt, eine Art Datum. "Im" empfinde ich als ein fließendes Sein vor Beginn der konkreten Zeit. "Zu" schließt nach meinem Gefühl etwas, das gerade erst beginnt. Mit liegt also das "Im Anfang" nah. Und genau so heißt das 1. Buch Mose, die Genesis, in der Übersetzung von Martin Buber: Im Anfang. Darf ich vorschlagen, hier bei der Besprechung einzelner Sätze auch jeweils die Buber-Fassung zu berücksichtigen? Der aktuell behandelte Vers 16 lautet bei Buber: Gott machte die zwei großen Leuchten, die größre Leuchte zur Waltung des Tags und die kleinre Leuchte zur Waltung der Nacht, und die Sterne. Zitieren
Weihrauch Geschrieben Sonntag um 09:37 Melden Geschrieben Sonntag um 09:37 (bearbeitet) vor 51 Minuten schrieb Higgs Boson: Dass 'HERR' in den Köpfen von Christen was anderes macht, als bei Juden, habe ich schon meinem Rabbi geschrieben. Da ging es um einen Kommentar zur Genesis, der übersetzt werden sollte. Bei der Bibelübersetzung hat man sich dann trotzdem für das 'Herr' entschieden, die Redakteurin hat das durchgehen lassen und ich hatte am Ende genug zu tun, alle anderen Begriffe klar zu ziehen und die Rechtschreibung zu überprüfen. Das Fass habe ich dann nicht mehr aufgemacht. Manchmal ist es auch gut. Das ist halt die Frage, ob es manchmal auch gut ist, wenn es historisch-kritisch falsch ist, einfach weil man sich der Mehrheitsmeinung anpasst. Die Frage ist, ob ich hier wirklich ein Tabu breche, denn ob es zur Zeit der Abfassung schon dieses Tabu gab, den Gottesnamen nicht auszusprechen, weiß niemand. Das kann auch mit nichts belegt werden. Wie JHWH ausgesprochen wurde, weiß auch niemand. Man kann auch schlecht von mündlichen Überlieferungen die dann irgendwann mal aufgeschrieben wurden reden, und gleichzeitig meinen dass JHWH dann nicht auch ausgesprochen wurde, bevor es aufgeschrieben wurde. Das ist unlogisch. So wenig wie es das umgangssprachliche, deutsche Tohuwabohu als Chaos damals gab, oder den Planeten Erde, gab es damals auch keinen Davidstern, keine LXX, keine Italica, Vulgata usw., keinen Jesus von Nazareth, kein rabbinisches Judentum, kein Christentum, das sind alles spätere Traditionserscheinungen in der Wirkungsgeschichte, Birnen aus anderen, späteren Epochen. vor 51 Minuten schrieb Higgs Boson: Ob elohim mal Marduk, mal der, dessen Name nicht ausgesprochen wird, ist, lasse ich lieber offen. Ich lasse es auch offen. Aber JHWH elohim und JHWH lassen es, ab einem bestimmten Zeitpunkt eben nicht mehr offen. Hier im Forum gibt es kein einziges ausgesprochenes Wort. Wir schreiben und lesen uns, über einen geschriebenen Text. Ich finde es ehrlich gesagt seltsam, wenn in Foren, statt JHWH oder Jahwe manche, haSchem oder Adonai schreiben, als würden sie es aussprechen, wenn sie es schreiben. Mir egal, kann jeder halten wie er will. Worte sind aber in diesen Texten oft Marker, Verweise, Hyperlinks. Da ist es ein Unterschied, ob eine Sprungmarke auf den Anker elohim, den Anker JHWH elohim oder den Anker JHWH verweist. Nicht weil es zwei unterschiedliche Personen sind, sondern weil es literarische Sprungmarken zu unterschiedlichen Textstellen sind. Das ist wirklich wie in HTML, wo man einen Anker setzen muss, bevor man eine Sprungmarke dorthin setzen kann - nur halt in literarischer Form, mit literarischen Möglichkeiten. Das AT hat seine eigene Hypertext Markup Language, was hier in diesen Versen auch zum Tragen kommt, nicht nur bei Gottesnamen. Das funktioniert auch mit Begriffen die keine Namen sind. Wenn hier auch davon die Rede ist, dass Licht und Finsternis geschieden werden, wird nicht der Tag geschieden, der ja aus Tag und Nacht besteht. Hier sind Licht und Finsternis Sprungmarken, und der Anker (das Ziel dieser Verweisung) ist in der anderen Stelle auf die verwiesen wird, ist Licht und Finsternis in vorigen oder auch späteren Textstellen. Da gibt es aber einen Widerspruch, denn die Leuchten sollen ja Tag und Nacht erhellen, wo ist dann Finsterniss? Das schreit nach einer Lösung. bearbeitet Sonntag um 09:40 von Weihrauch 1 Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Sonntag um 09:40 Melden Geschrieben Sonntag um 09:40 vor 17 Minuten schrieb Alfons: Bitte entschuldigt, dass ich mich erst jetzt hier melde. Ich war verreist bzw. auf dem Forentreffen. Und gedanklich bin ich immer noch beim ersten Wort des Textes. Beginnt das Erste Testament auf Deutsch mit Am (Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde - Luther-Übersetzung) oder mit Im (Im Anfang schuf ... Einheitsübersetzung). Oder gar mit Zu? (Zu Anbeginn hat Gott erschaffen den Himmel und die Erde - Grünewald-Bibel). Das "Am" missfällt mir. Es setzt einen Zeitpunkt, eine Art Datum. "Im" empfinde ich als ein fließendes Sein vor Beginn der konkreten Zeit. "Zu" schließt nach meinem Gefühl etwas, das gerade erst beginnt. Mit liegt also das "Im Anfang" nah. Und genau so heißt das 1. Buch Mose, die Genesis, in der Übersetzung von Martin Buber: Im Anfang. Darf ich vorschlagen, hier bei der Besprechung einzelner Sätze auch jeweils die Buber-Fassung zu berücksichtigen? Der aktuell behandelte Vers 16 lautet bei Buber: Gott machte die zwei großen Leuchten, die größre Leuchte zur Waltung des Tags und die kleinre Leuchte zur Waltung der Nacht, und die Sterne. Ich habe den Buber neben mir liegen und der übersetzt nicht Wort für Wort, seine Schwerpunkte sind andere. Wenn Du Buber-Rosenzweig hier reinnehmen willst, gerne wenn Du das übernimmst. Ich plage mich gerade mit dem codex leningradensis ab und versuche dabei so wörtlich wie möglich zu bleiben. Das ist einfach ein anderer Ansatz. Oder ich schmeiße bei mir die Einheitsübersetzung raus und nehme dafür den Buber. Einheitsübersetzung ist ein Wunsch von @johannes12, der das hier gestartet hat, dann überlasse ich die ihm. Was den Anfang angeht, בְּרֵאשִׁית , diesmal mal mit Vokalen, besteht aus dem ב mit Vokalisierung auf einen unbestimmten Artikel. רֵאשִׁית ist Anfang oder erster. Eigentlich ist 'in einem Anfang' sogar noch richtiger. Wenn man dagegen statt Anfang 'erster' nimmt, kann man das auch 'als erstes' übersetzen. Wenn man davon ausgeht, dass es nur einen Anfang gibt, was die Zahl impliziert, ist Im Anfang auch wieder richtig. Im ist jedenfalls besser als 'Am', weil ב darauf hinweist, dass sich etwas innen befindet. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Sonntag um 09:44 Melden Geschrieben Sonntag um 09:44 vor 4 Minuten schrieb Weihrauch: Das ist halt die Frage, ob es manchmal auch gut ist, wenn es historisch-kritisch falsch ist, einfach weil man sich der Mehrheitsmeinung anpasst. Die Frage ist, ob ich hier wirklich ein Tabu breche, denn ob es zur Zeit der Abfassung schon dieses Tabu gab, den Gottesnamen nicht auszusprechen, weiß niemand. Das kann auch mit nichts belegt werden. Wie JHWH ausgesprochen wurde, weiß auch niemand. Man kann auch schlecht von mündlichen Überlieferungen die dann irgendwann mal aufgeschrieben wurden reden, und gleichzeitig meinen dass JHWH dann nicht auch ausgesprochen wurde, bevor es aufgeschrieben wurde. Das ist unlogisch. So wenig wie es das umgangssprachliche, deutsche Tohuwabohu als Chaos damals gab, oder den Planeten Erde, gab es damals auch keinen Davidstern, keine LXX, keine Italica, Vulgata usw., keinen Jesus von Nazareth, kein rabbinisches Judentum, kein Christentum, das sind alles spätere Traditionserscheinungen in der Wirkungsgeschichte, Birnen aus anderen, späteren Epochen. Ich lasse es auch offen. Aber JHWH elohim und JHWH lassen es, ab einem bestimmten Zeitpunkt eben nicht mehr offen. Hier im Forum gibt es kein einziges ausgesprochenes Wort. Wir schreiben und lesen uns, über einen geschriebenen Text. Ich finde es ehrlich gesagt seltsam, wenn in Foren, statt JHWH oder Jahwe manche, haSchem oder Adonai schreiben, als würden sie es aussprechen, wenn sie es schreiben. Mir egal, kann jeder halten wie er will. Worte sind aber in diesen Texten oft Marker, Verweise, Hyperlinks. Da ist es ein Unterschied, ob eine Sprungmarke auf den Anker elohim, den Anker JHWH elohim oder den Anker JHWH verweist. Nicht weil es zwei unterschiedliche Personen sind, sondern weil es literarische Sprungmarken zu unterschiedlichen Textstellen sind. Das ist wirklich wie in HTML, wo man einen Anker setzen muss, bevor man eine Sprungmarke dorthin setzen kann - nur halt in literarischer Form, mit literarischen Möglichkeiten. Das AT hat seine eigene Hypertext Markup Language, was hier in diesen Versen auch zum Tragen kommt, nicht nur bei Gottesnamen. Das funktioniert auch mit Begriffen die keine Namen sind. Wenn hier auch davon die Rede ist, dass Licht und Finsternis geschieden werden, wird nicht der Tag geschieden, der ja aus Tag und Nacht besteht. Hier sind Licht und Finsternis Sprungmarken, und der Anker (das Ziel dieser Verweisung) ist in der anderen Stelle auf die verwiesen wird, ist Licht und Finsternis in vorigen oder auch späteren Textstellen. Da gibt es aber einen Widerspruch, denn die Leuchten sollen ja Tag und Nacht erhellen, wo ist dann Finsterniss? Das schreit nach einer Lösung. Die Finsternis kommt gleich, die ist noch 2 Verse entfernt, dann ist in 3 Versen der 4. Tag endlich vorbei. Und was den Widerspruch angeht. Der kommt auch. Habe ihn gefunden. Der schreit mich gerade an. Aber ich muss nachher mit einer Freundin Porzellan malen gehen und mein Hirn lüften. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Sonntag um 09:53 Melden Geschrieben Sonntag um 09:53 vor 2 Stunden schrieb Higgs Boson: Gen 1,16 (Einheitsübersetzung) Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. ויעש אלהים את־שני המארת הגדלים את־המאור הגדל לממשלת היום ואת־המאור הקטן לממשלת הלילה ואת הכוכבים ויעש : und er machte, Wayyiqtol אלהים : Gott את־שני : die zwei, Akkusativanzeiger את, die zwei, diesmal als männliche Kardinalzahl שני המארת : die Leuchten, diesmal wieder der Fluch und defektive Pluralform, Bestimmter Artikel, weil Akkusativ-objekt הגדלים : die großen. Adjektiv, männlich, Plural. groß גדל Damit ist klar, dass das vorangegangene Wort nicht Fluch sein kann, denn den Fluch wäre weiblich. Die Leuchten sind ein Sonderfall, sie haben zwar im Plural eigentlich die weibliche Pluralendung ות, sind aber trotzdem männlich, darum muss das Adjektiv männlich dekliniert werden. Erkennbar an der männlichen Pluralendung ים Da es sich um ein Adjektiv in einem Akkusativ-Objekt handelt, muss ein bestimmter Artikel ה davor, hatten wir schon, ganz im Anfang. את־המאור : die Leuchte, männlich, singular, Akkusativ, diesmal wieder ohne Fluch, also mit אור, הגדל : der große, wie gerade, diesmal singular לממשלת : zur Herrschafft. zu ל , Herrschaft ממשלת Die Wurzel מ.שׁ.ל von dieser Herrschaft ist sehr interessant die hat nämlich zwei Bedeutungen, die nur auf den ersten Blick sehr unterschiedlich sind, aber was erklärt, was dieses Herrschen ist. (und nein, das Herrschen der Menschen später ist ein anderes Wort) , Status constructus, das heißt wird mit dem nächsten Wort verbunden, ergibt sich aus dem Kontext. Die Wurzel kann ‚herrschen‘ bedeuten oder auch ‚vergleichen‘, je nach binyan. Und da ich keine Doktorarbeit schreiben will, lasse ich das hier jetzt einfach so. Wir wollen noch vor 3652 fertig werden. היום : der Tag ואת־המאור : und die Leuchte, hatten wir gerade schon, Akkusativ usw הקטן : die kleine. Klein קטן לממשלת : zur Herrschaft, wie gerade eben, Status constructus, das heißt wird mit dem nächsten Wort verbunden, ergibt sich aus dem Kontext הלילה : die Nacht. Nacht לילה ואת הכוכבים : und die Sterne. Männlich, Plural, Stern כוכב Übersetzung ויעש אלהים את־שני המארת הגדלים Und Gott machte zwei große Leuchten את־המאור הגדל לממשלת היום die große Leuchte zu Tags Herrschaft ואת־המאור הקטן לממשלת הלילה und die kleine Leuchte zu Nachts Herrschaft ואת הכוכבים Und die Sterne Es gibt hier einen Widerspruch. Gott macht zwei große Leuchten, dann aber eine große für die Herrschaft über den Tag und eine kleine für die Herrschaft über die Nacht. Es gibt einen Midrasch, der das erklärt. Aber aus meiner Erfahrung ist die Leuchte der Nacht nicht kleiner, als die des Tages. Sie sind tatsächlich von der Erde aus betrachtet gleich groß. Die Leuchte der Nacht ist nur weniger hell. Was die Leuchten angeht, wie im vorigen Vers, wiederholt der Erzähler die Leuchte / Fluch einmal, dann nicht mehr. Sie sind zweckgebunden. Es ist spürbar, wie sich diese Sprache von der Erschaffung der Pflanzen unterscheidet. Einfach, ohne Schnörkel Da wir noch 2 Verse für die Leuchten haben, mehr Gedanken später Gen 1,17 (Buber) Gott gab sie ans Gewölb des Himmels, über die Erde zu leuchten, des Tags und der Nacht zu walten. ויתן אתם אלהים ברקיע השמים להאיר על־הארץ ויתן : und er erlaubte / und er gab, 3. Person männlich, singular, Wayyiqtol. Aus Gründen werde ich ‚erlauben‘ verwenden. Und ja, diese Formulierung ist tendenziös. Die Wurzel hat die mit schenken zu tun. Oder ernennen. Also die Richtung: geben und ob das angenommen wird, ist in der Bedeutung noch nicht enthalten. אתם : ihnen / sie, 3. Person männlich, Plural, Personal Pronomen. Das bedeutet eine Gruppe, deren Geschlecht unbekannt, oder die wenigstens ein männliches Mitglied haben. Generischer Maskulin. Weiblich hat eine eigene Form. Und ם wieder wie so wie beim männlichen Plural. Die Sprache hat System. אלהים : Gott. ברקיע השמים : in Himmels Wölbung. Status constructus להאיר : zu leuchten. האיר ist hier nicht ‚das licht‘ sondern der Infinitiv der als Nifal konjugierten Wurzel von Licht. Denn mit ל würde mit einem Substantive kein bestimmter Artikel benötigt, das wäre dann in der Vokalisierung. Hatten wir aber schon mal. Habe ich nur nicht auseinander genommen על־הארץ : auf das Land Übersetzung ויתן אתם אלהים Und Gott erlaubte ihnen ברקיע השמים in des Himmels Wölbung להאיר על־הארץ zu leuchten auf das Land Anmerkung: Wir haben ein neues Wort, erlauben / geben, die Einheitsübersetzung sagt ‚setzen‘. Das Wort ist aktiv, in der ganz einfachen Form (Paal). Gott ist der einzig Handelnde in diesem Verb. Die Leuchten werden nicht nochmal erwähnt, stattdessen haben wir das erste Personalpronomen Herrschaftszeiten, was da in den paar Worten alles drinsteckt. Und ich bin so fasziniert, wie man mit so wenig Worten, soviel ausdrücken kann. Zitieren
johannes12 Geschrieben Sonntag um 10:02 Autor Melden Geschrieben Sonntag um 10:02 vor 12 Minuten schrieb Higgs Boson: Einheitsübersetzung ist ein Wunsch von @johannes12, der das hier gestartet hat, dann überlasse ich die ihm. Einheitsübersetzung habe ich genommen als Basis für mich und ist nicht zwingend für alle. 1 Zitieren
Weihrauch Geschrieben Sonntag um 10:08 Melden Geschrieben Sonntag um 10:08 vor 4 Minuten schrieb johannes12: Einheitsübersetzung habe ich genommen Was ich verwirrend finde, und das habe ich schon mal angesprochen ist, dass du protestantische Bibelstellen angibst 1Mose 1,12 statt Gen 1,12 wie in der katholischen Einheitsübersetzung. Am 5.8.2026 um 18:03 schrieb johannes12: Am 4.8.2026 um 17:27 schrieb johannes12: 12 Die Erde brachte junges Grün hervor, Gewächs, das Samen nach seiner Art bildet, und Bäume, die Früchte tragen mit Samen darin nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war. 1Mose 1,12 Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Sonntag um 10:17 Melden Geschrieben Sonntag um 10:17 (bearbeitet) vor 9 Minuten schrieb Weihrauch: Was ich verwirrend finde, und das habe ich schon mal angesprochen ist, dass du protestantische Bibelstellen angibst 1Mose 1,12 statt Gen 1,12 wie in der katholischen Einheitsübersetzung. Ja, das war aber @johannes12 Er ist für die Einheitsübersetzung zuständig, ich nehme ab jetzt den Buber auf Wunsch von @Alfons als deutsche Einführung. Aber ich werde keinen historisch-kritischen Textvergleich mit ihm von mir aus anbieten. Das habe ich mit der Einheitsübersetzung auch nicht gemacht. Übersetzungen dürfen für sich stehen und erzählen ihre eigene Geschichte. Tut meine ja auch. Auch wenn ich keine machen wollte. bearbeitet Sonntag um 10:20 von Higgs Boson Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Sonntag um 10:26 Melden Geschrieben Sonntag um 10:26 vor 28 Minuten schrieb Higgs Boson: Gen 1,17 (Buber) Gott gab sie ans Gewölb des Himmels, über die Erde zu leuchten, des Tags und der Nacht zu walten. ויתן אתם אלהים ברקיע השמים להאיר על־הארץ ויתן : und er erlaubte / und er gab, 3. Person männlich, singular, Wayyiqtol. Aus Gründen werde ich ‚erlauben‘ verwenden. Und ja, diese Formulierung ist tendenziös. Die Wurzel hat die mit schenken zu tun. Oder ernennen. Also die Richtung: geben und ob das angenommen wird, ist in der Bedeutung noch nicht enthalten. אתם : ihnen / sie, 3. Person männlich, Plural, Personal Pronomen. Das bedeutet eine Gruppe, deren Geschlecht unbekannt, oder die wenigstens ein männliches Mitglied haben. Generischer Maskulin. Weiblich hat eine eigene Form. Und ם wieder wie so wie beim männlichen Plural. Die Sprache hat System. אלהים : Gott. ברקיע השמים : in Himmels Wölbung. Status constructus להאיר : zu leuchten. האיר ist hier nicht ‚das licht‘ sondern der Infinitiv der als Nifal konjugierten Wurzel von Licht. Denn mit ל würde mit einem Substantive kein bestimmter Artikel benötigt, das wäre dann in der Vokalisierung. Hatten wir aber schon mal. Habe ich nur nicht auseinander genommen על־הארץ : auf das Land Übersetzung ויתן אתם אלהים Und Gott erlaubte ihnen ברקיע השמים in des Himmels Wölbung להאיר על־הארץ zu leuchten auf das Land Anmerkung: Wir haben ein neues Wort, erlauben / geben, die Einheitsübersetzung sagt ‚setzen‘. Das Wort ist aktiv, in der ganz einfachen Form (Paal). Gott ist der einzig Handelnde in diesem Verb. Die Leuchten werden nicht nochmal erwähnt, stattdessen haben wir das erste Personalpronomen Herrschaftszeiten, was da in den paar Worten alles drinsteckt. Und ich bin so fasziniert, wie man mit so wenig Worten, soviel ausdrücken kann. Gen 1,18+19 (Buber) zu scheiden zwischen dem Licht und der Finsternis. Gott sah, dass es gut ist. Abend ward und Morgen ward: vierter Tag ולמשל ביום ובלילה ולהבדיל בין האור ובין החשך וירא אלהים כי־טוב ויהי־ערב ויהי־בקר יום רביעי ולמשל : und zu herrschen, infinitiv ביום : im Tag, Die Vokalisierung weißt hier auf den bestimmten Artikel hin ובלילה : und in der Nacht, Die Vokalisierung weißt hier auf den bestimmten Artikel hin ולהבדיל : und zu trennen, Infinitiv, das Wort hatten wir schon mehrfach בין : zwischen האור : das Licht ובין : und zwischen החשך : die Finsternis וירא אלהים כי־טוב : Und Gott sah: gut ויהי־ערב ויהי־בקר יום רביעי : Und es war Abend Und es war Morgen Vierter Tag, da hatten wir alles bist auf רביעי , vierter, Ordnungszahl Übersetzung ולמשל ביום ובלילה zu herrschen im Tag und in der Nacht ולהבדיל בין האור ובין החשך und zu trennen zwischen dem Licht und zwischen der Finsternis וירא אלהים כי־טוב Und Gott sah: gut ויהי־ערב Und es war Abend ויהי־בקר Und es war Morgen יום רביעי vierter Tag MOMENT An Tag eins erschuf Gott das Licht und ER trennte es von der Finsternis Jetzt trennen es die Leuchten. An Tag vier. Mit den gleichen Worten. Darüber sollten wir nachdenken. Sollen diese ganzen Tage wirklich eine Reihenfolge sein? Weil in einem bin ich mir sicher, das ist Absicht. Der Schreiber könnte viel mehr Worte machen, aber er spart sich alles, was es nicht braucht. Führt neuen Begriffe sehr sparsam ein, ich muss immer weniger Wörter neu erklären*. Das ist ausgefeilte Poesie vom feinsten. Dieser Schreiber hat eine Agenda. Wie kriegen wir DAS zusammen? ______________________________________ * (Als Hinweis, ja, ich gehe das hier tatsächlich Wort für Wort durch und merke das, weil die Bilder, die ich vorher hatte, immer schwächer werden. Geht man mit der Gesamtschau auf den Text los, fällt der Widerspruch nicht auf) Ihr könnt mir hier in Echtzeit beim Denken zuschauen Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Sonntag um 10:35 Melden Geschrieben Sonntag um 10:35 Zusammenfassung des vierten Tag Die Leuchten haben Aufgaben. Die große Leuchte für den Tag. Ihre Aufgabe ist es, die Tage zu zählen. Die kleine Leuchte zählt Tage im Monat. 12 Monate ergeben ein Jahr. Der jüdische Kalender ist ein bisschen kompliziert, aber wenn man ihn sich anschaut, ist er logisch. Er ist luna-solar, dass heißt, er wird mit dem Sonnenumlauf synchronisiert. Nach einem bestimmten System wird innerhalb von 19 Jahren (das entspricht in etwa dem Meton-Zyklus) alle 2-3 Jahre ein 13ter Schaltmonat eingefügt. Dieses fixe System gibt es seit 359. Vorher wurde es empirisch bestimmt. Was beim Osterfeststreit, der in Nizäa beigelegt wurde 325, eine Rolle spielte. Der Mondkalender hat den Vorteil, dass es keine ‚beweglichen Feiertage‘ gibt, wie die, die vom Osterfest abhängen. Jeder Feiertag hat ein fixes Datum im jüdischen Kalender. Das ist das, was mit den ‚ Zeichen und zu festgelegten Zeiten‘ gemeint ist. Und jeder Monat beginnt (ungefähr) mit einem Neulicht, das heißt wenn der Mond wieder zu sehen ist. Der Mond ist, @Weihrauch hat es schon angesprochen, ungefähr 3 Tage nicht sichtbar. * Die Feiertage fallen im Mondkalender immer ordentlich auf den gleichen Kalendertag Und damit ist auch klar: die Leuchten sind Zeichen, sagen Bescheid, wann Tag ist und wann Nacht. Wann der Monat beginnt. Wann das Jahr beginnt. Das ist ihre Aufgabe. Sie SIND der Kalender. Sie ordnen. Sie bekommen in dem Text noch nicht mal Namen. Und Gott findet das gut. Weiters, die Sprache des Texts was die Leuchten angeht ist wieder einfach, wie in den Versen 1-10. Das Gras, Kraut und Baum war geschraubt, das wir sich bei den Tieren wiederholen. Das spiegelt Leben wieder. Die Leuchten sind unbelebt. Und warum finde ich das so lustig? In den meisten Schöpfungsmythen sind Sonne und Mond Gottheiten. In diesem Text werden sie degradiert, die Leuchten sind ein verfluchtes Wortspiel, sie sind für einen Witz gut. Und dazu, Kalender zu sein, namenlose, kalendarische Buchhalter. Der Schreiber disst besser als jeder Rapper. Den weiteren Seitenhieb auf die namenlose große Leuchte und den Tag, mache ich morgen. Der ist auch nur eine Interpretation, so nicht im Text zu finden. __________________________________ * FunFact Es gibt alle 19 Jahre eine Abweichung von etwa 2 Stunden im Sonnenumlauf. Das führt aber erst dann zu Problemen, wenn in einigen Tausend Jahren astronomisch gesehen Pessach in den Sommer und nicht mehr in den Frühling fällt. Der Kalender kann aber nur von einem Sanhedrin geändert werden. Man hofft, dass vorher Messias kommt und einen einsetzt, der dann den Kalender wieder korrigiert. Zitieren
Weihrauch Geschrieben Sonntag um 10:36 Melden Geschrieben Sonntag um 10:36 vor 40 Minuten schrieb Higgs Boson: Herrschaftszeiten, was da in den paar Worten alles drinsteckt. Und ich bin so fasziniert, wie man mit so wenig Worten, soviel ausdrücken kann. vor 7 Minuten schrieb Higgs Boson: * (Als Hinweis, ja, ich gehe das hier tatsächlich Wort für Wort durch und merke das, weil die Bilder, die ich vorher hatte, immer schwächer werden. Geht man mit der Gesamtschau auf den Text los, fällt der Widerspruch nicht auf) Ihr könnt mir hier in Echtzeit beim Denken zuschauen Die Bilder sind der Schlüssel zum Verständnis, aber nicht die alten die schwächer werden, sondern die neuen Bilder, die immer stärker werden können, in deinen Gedanken. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Sonntag um 10:49 Melden Geschrieben Sonntag um 10:49 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Weihrauch: Das ist halt die Frage, ob es manchmal auch gut ist, wenn es historisch-kritisch falsch ist, einfach weil man sich der Mehrheitsmeinung anpasst. Die Frage ist, ob ich hier wirklich ein Tabu breche, denn ob es zur Zeit der Abfassung schon dieses Tabu gab, den Gottesnamen nicht auszusprechen, weiß niemand. Das kann auch mit nichts belegt werden. Wie JHWH ausgesprochen wurde, weiß auch niemand. Man kann auch schlecht von mündlichen Überlieferungen die dann irgendwann mal aufgeschrieben wurden reden, und gleichzeitig meinen dass JHWH dann nicht auch ausgesprochen wurde, bevor es aufgeschrieben wurde. Das ist unlogisch. So wenig wie es das umgangssprachliche, deutsche Tohuwabohu als Chaos damals gab, oder den Planeten Erde, gab es damals auch keinen Davidstern, keine LXX, keine Italica, Vulgata usw., keinen Jesus von Nazareth, kein rabbinisches Judentum, kein Christentum, das sind alles spätere Traditionserscheinungen in der Wirkungsgeschichte, Birnen aus anderen, späteren Epochen. Ich lasse es auch offen. Aber JHWH elohim und JHWH lassen es, ab einem bestimmten Zeitpunkt eben nicht mehr offen. Hier im Forum gibt es kein einziges ausgesprochenes Wort. Wir schreiben und lesen uns, über einen geschriebenen Text. Ich finde es ehrlich gesagt seltsam, wenn in Foren, statt JHWH oder Jahwe manche, haSchem oder Adonai schreiben, als würden sie es aussprechen, wenn sie es schreiben. Mir egal, kann jeder halten wie er will. Worte sind aber in diesen Texten oft Marker, Verweise, Hyperlinks. Da ist es ein Unterschied, ob eine Sprungmarke auf den Anker elohim, den Anker JHWH elohim oder den Anker JHWH verweist. Nicht weil es zwei unterschiedliche Personen sind, sondern weil es literarische Sprungmarken zu unterschiedlichen Textstellen sind. Das ist wirklich wie in HTML, wo man einen Anker setzen muss, bevor man eine Sprungmarke dorthin setzen kann - nur halt in literarischer Form, mit literarischen Möglichkeiten. Das AT hat seine eigene Hypertext Markup Language, was hier in diesen Versen auch zum Tragen kommt, nicht nur bei Gottesnamen. Das funktioniert auch mit Begriffen die keine Namen sind. Wenn hier auch davon die Rede ist, dass Licht und Finsternis geschieden werden, wird nicht der Tag geschieden, der ja aus Tag und Nacht besteht. Hier sind Licht und Finsternis Sprungmarken, und der Anker (das Ziel dieser Verweisung) ist in der anderen Stelle auf die verwiesen wird, ist Licht und Finsternis in vorigen oder auch späteren Textstellen. Da gibt es aber einen Widerspruch, denn die Leuchten sollen ja Tag und Nacht erhellen, wo ist dann Finsterniss? Das schreit nach einer Lösung. Jetzt wo du es sagst, ich habe אלהים als Eigennamen behandelt. Ist aber grammatikalisch nicht nicht zwingend notwendig, es könnte auch mit 'ein Gott' übersetzt werden. Solange das Wort nicht im Akkusativ steht, und das tut es hier, zumindest bisher nicht, kann man das tatsächlich nicht unterscheiden. Ich erinnere mich sogar, ich habe beim ersten Vers gezögert und mich dann für die Eigennamenvariante entschieden. Aber tatsächlich hast Du recht. Grammatikalisch kann man es nicht unterscheiden, ob das Marduk oder der, dessen Name nicht ausgesprochen wird, ist. Weil der Begriff ja auch, wie ich dort schrieb, eigentlich einfach nur eine mächtige Entität beschreibt, sei es Mensch oder ein Gott oder Gott Ich bleibe in der Übersetzung der Einfachkeit halber bei 'Gott', behalte das aber im Hinterkopf. Ich mache am Ende des ersten Schöpfungsberichts nochmal eine Rückschau, mit farblichen Markierungen für direkte Rede und Erzählung, über das, was bis dahin aufgefallen ist. Da kommt das dann rein. Und ich habe mich jahrelang darüber geärgert, dass bei Buber die Verszählungen nicht dabei stehen, jetzt verstehe ich das. Die sind doof. Nur dazu da, wenn man sagen will, wo man gerade im Text ist. bearbeitet Sonntag um 11:01 von Higgs Boson Zitieren
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