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Synodaler Weg - schon versperrt?


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Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb Weihrauch:

Womit er seinen und den vom Lehramt verkündigten monotheistischen Gott regelmäßig zu Grabe trägt. 

 

Nö.

 

 Ganz im Gegenteil.

 

 Ich glaube eben der Kirche.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb rorro:

 

Das hat Kara auch an keiner Stelle verlangt, gewünscht oder auch nur für möglich gehalten.

So hatte ich @Kara auch nicht verstanden, daß sie etwas verlangen würde, sondern wollte nur als praktisches Beispiel, also so zur Anschauung für das dienen, was @Cosifantutti an @Kara schrieb.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 36 Minuten schrieb rorro:

 

Ich rede von der Allgemeinheit, von weit >99% der Menschen. Deren Wissen basiert auf Glauben und Erfahrung.

Es geht nicht um irgendwelche „Mehrheitsmeinungen“, sondern um ganz unterschiedliche Wege der Erkenntnis und darum, dass man nicht alles unterschiedslos in einen Topf werfen und als „Glaubenswissen“ deklarieren kann. Dies wird weder naturwissenschaftlicher Erkenntnis noch dem Glauben und der „Gotteserkenntnis“ gerecht……

bearbeitet von Cosifantutti
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Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb rorro:

Ich rede von der Allgemeinheit, von weit >99% der Menschen. Deren Wissen basiert auf Glauben und Erfahrung.

 

Dabei glaubt man aber gewöhnlich Behauptungen, von denen es plausibel ist, dass sie "erkenntnistheoretisch" fundiert sind und im guten Glauben  geäußert werden. Wenn ich Naturwissenschaftlern glaube, das die Distanz der Sonne zur Erde so und so groß ist, dann kann ich davon ausgehen, dass diese eine gute epistemische Basis für ihre Behauptungen haben und in diesem Fall auch ehrlich sind. Und so ist das in vielen Fällen auch, selbst wenn es um alltägliche Dinge geht. Es kommt immer darauf an, a) wie gut die Erkenntnisquellen sind, die der andere hat, und b) wie vertrauenswürdig er ist. 

 

Wenn nun Anna Katharina Emmerick oder alternativ Mohammed meinen, dass sie Botschaften von einer transzendenten Macht empfangen haben, bin ich mir weniger sicher, ob sie eine gute epistemische Grundlage für das hatten, was sie da gesagt haben - selbst wenn ich ihnen subjektive Ehrlichkeit zubillige. Wenn ich einem von beiden dennoch glaube, ist das ein wesentlich größerer Sprung, als wenn ich meinem vertrauenswürdigen Nachbarn glaube, dass er gestern im Park eine Taube gesehen hat, oder einem Astrophysiker, dass die Erde die Distanz X zur Sonne hat. 

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb iskander:

 

Dabei glaubt man aber gewöhnlich Behauptungen, von denen es plausibel ist, dass sie "erkenntnistheoretisch" fundiert sind und im guten Glauben  geäußert werden. Wenn ich Naturwissenschaftlern glaube, das die Distanz der Sonne zur Erde so und so groß ist, dann kann ich davon ausgehen, dass diese eine gute epistemische Basis für ihre Behauptungen haben und in diesem Fall auch ehrlich sind. Und so ist das in vielen Fällen auch, selbst wenn es um alltägliche Dinge geht. Es kommt immer darauf an, a) wie gut die Erkenntnisquellen sind, die der andere hat, und b) wie vertrauenswürdig er ist. 

 

Wenn nun Anna Katharina Emmerick oder alternativ Mohammed meinen, dass sie Botschaften von einer transzendenten Macht empfangen haben, bin ich mir weniger sicher, ob sie eine gute epistemische Grundlage für das hatten, was sie da gesagt haben - selbst wenn ich ihnen subjektive Ehrlichkeit zubillige. Wenn ich einem von beiden dennoch glaube, ist das ein wesentlich größerer Sprung, als wenn ich meinem vertrauenswürdigen Nachbarn glaube, dass er gestern im Park eine Taube gesehen hat, oder einem Astrophysiker, dass die Erde die Distanz X zur Sonne hat. 

 

 

Dem widerspreche ich nicht. Worauf ich als erstes hinauswollte: wir sind eine Existenz, die auf Vertrauen gründet (das bekannte Ur-Vertrauen, die Beziehung zu den Eltern, also daß sie auch meine Eltern sind etc.). Wir wissen zeitlich eher durch Glauben als durch irgendetwas anderes.

 

Natürlich sind die Aussagen von Menschen unterschiedlich „glaubwürdig“. Aber das gilt ja auch für die Wissenschaft. Wer sich noch erinnert: Stanley Prusiner hat jahrzehntelang keiner geglaubt, dass es Erreger ohne DNA oder RNA geben kann.

Ich hatte einen Chefarzt, dem bis zum Schluss keiner seiner „hohen“ Kollegen glaubte, wie recht einfach eine sog. Pseudomembranöse Colitis durch C. difficile zu heilen ist. Er machte es fast täglich in seiner Klinik doch die Akzeptanz in der Community war nicht da.

 

Das wovon Kara spricht - und ich kenne das exakt auch so - ist mystisches Wissen. Es ist nicht weniger oder schlechteres Wissen als die Distanz Sonne-Erde.

 

Wer sich dafür interessiert, schaue  vor allem das erste YT-Video von Richard Rohr OFM zu „Franciscan mysticism“. Er erklärt es in den ersten zwei Minuten.

 

Menschen mit mystischem Wissen wollen nicht überzeugen, nicht überreden. Sie wissen - und wissen eben auch, daß diese Gewißheit Geschenk ist.

Verleugnen können sie das Ganze auch nicht, weil es sie existenziell anrührt. Dich mit großem Verständnis rechnen sie gar nicht, „gesellschaftliche Sprachfähigkeit“ ist kein Ziel.

bearbeitet von rorro
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