rorro Geschrieben 25. Juni Melden Geschrieben 25. Juni vor 1 Stunde schrieb Flo77: Entscheidest Du nicht über Deine Handlungen nach Gefühl? Wenn etwas situativ nicht sinnvoll ist, muss derjenige, der vor Ort die Verantwortung trägt, eine Entscheidung treffen, was der Situation am besten nützt. Ich habe das zwar hier schon öfter mantraartig wiederholt, aber meine gefühlsbasierten Entscheidungen geschehen nicht im Namen der Kirche und unter einem Etikett, das was anderes behauptet. Wer keinen Bock hat auf das Reinheitsgebot, soll es nicht aufs Etikett schreiben. Kann ja trotzdem schmecken (belgische Biere sind der beste Beweis). Zitieren
Flo77 Geschrieben 25. Juni Melden Geschrieben 25. Juni (bearbeitet) . bearbeitet 25. Juni von Flo77 Zitieren
rorro Geschrieben 25. Juni Melden Geschrieben 25. Juni vor 7 Minuten schrieb Flo77: Das ist mir schon bewusst. Ich verstehe nur nicht, warum Dir so wichtig ist, daß man bei einer eigenen Handlung, die nicht im Einklang mit der Kirche steht bewusst hat, daß man sündigt. Das Wort Sünde habe ich nirgendwo benutzt. Deswegen kann ich im hiesigen Zusammenhang zu dem sehr persönlichen Folgetext wenig sagen. Es geht mir um Ehrlichkeit. Wo römisch-katholisch drauf steht und wenn damit quasi „geworben“ wird, dann sollte es auch drin sein. Sünde verurteilt mir zu sehr, das ist nicht mein Ding. Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 25. Juni Melden Geschrieben 25. Juni vor 5 Stunden schrieb nannyogg57: Kurze Frage: Ist das Verbot der Laienpredigt in der Messe im Jahr 2026 in Deutschland tatsächlich ein akutes pastorales Problem? Fragt eine, die regelmäßig und mit großer Freude in Wortgottesfeiern predigt. (Ich habe vor drei Jahren bei den EKOs für unseren indischen Pfarrer gepredigt, aber inzwischen kann er das sehr gut selbst. Damals war es pastoral notwendig. Ich brauche es nicht fürs Ego) Immer diese leidigen Abkürzungen: was sind denn „EKOs“ ??? Für die Erklärung schon mal im Voraus ein Dankeschön Zitieren
nannyogg57 Geschrieben 25. Juni Melden Geschrieben 25. Juni Ehrlich gesagt, wir hätten niemand mehr, der den Predigtdienst für ein Wochenende übernehmen könnte. Bis vor zwei Jahren gab es bei uns zum Beispiel noch zwei Laien in der Seelsorge, jetzt ist der Pfarrer allein. Und der Frust, nicht predigen zu dürfen obwohl die Ausbildung absolviert wurde, war halt bei den Laien in der Seelsorge schon da, aber das hat sich weitgehend erledigt. Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 25. Juni Melden Geschrieben 25. Juni vor 33 Minuten schrieb nannyogg57: Erstkommunion. Danke Zitieren
iskander Geschrieben 25. Juni Melden Geschrieben 25. Juni vor 24 Minuten schrieb nannyogg57: Und der Frust, nicht predigen zu dürfen obwohl die Ausbildung absolviert wurde, war halt bei den Laien in der Seelsorge schon da, aber das hat sich weitgehend erledigt. Weil sie damit jetzt gut klarkommen oder weil sie resigniert haben oder etwas Drittes? Zitieren
Shubashi Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni 12 hours ago, rorro said: Wer keinen Bock hat auf das Reinheitsgebot Nun ist die katholische Lehre ziemlich umfangreich. Ich kämpfe mich immer noch durch das Textkonvolut von „Magnifica Humanitas“ und staune über die Modernität und den Detailreichtum des Textes. Wenn ich das mal zur Grundlage nähme zum „Reinheitsgebot“ - in zahllosen Staaten wird man solchen Kriterien nicht gerecht. Wenn ich jetzt dann so ein Beispiel von Nannyogg nehme - der zelebrierende Priester ist sprachlich leider zum eigenenen Predigtvortrag nicht mächtig, erscheint mir das halt als einer der ziemlich lässlichen Verwässerungen des Reinheitsgebotes. Und zudem einer, der in der Praxis nicht weiter relevant erscheint, weil idR der zelebrierende Priester ja durchaus selbst predigen kann. Sehe ich gigantischen „unkatholischen Bierfälschungen“ (z.B. bezüglich Krieg, Gewalt, Menschenrechte), die der Papst in seiner jüngsten Enzyklika aufzeigt - dann ist doch ein „Predigtverbot“ eher ein ziemlich randständiges Problem? Zitieren
rorro Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 4 Stunden schrieb Shubashi: Nun ist die katholische Lehre ziemlich umfangreich. Ich kämpfe mich immer noch durch das Textkonvolut von „Magnifica Humanitas“ und staune über die Modernität und den Detailreichtum des Textes. Wenn ich das mal zur Grundlage nähme zum „Reinheitsgebot“ - in zahllosen Staaten wird man solchen Kriterien nicht gerecht. Meine Kritik richtete sich nicht gegen Staaten. Mir geht es erst einmal um Ehrlichkeit, wie schon betont - nicht minder aber um das Selbstbewusstsein der eigenen Identität. Trotz aller Fehler meinerseits werde ich bis zum letzten Atemzug römisch-katholisch sein. Lateiner, nicht östlich (so sehr ich vieles dort für anregend finde), nicht bloß rheinisch-katholisch, der um den (einzig wahren!) Dom kreist. Diese Identität zeigt sich auch im kultischen Vollzug. Es ist dem Bischof anzukreiden, daß ein Priester, der sich bemüht und oft kulturell ganz anders tickt, mit schlechten Sprachkenntnissen auf die Leute losgelassen wird. Ich weiß, die Alternative wäre oft gar kein Priester. Doch was ist entscheidend: Komfortzone, möglichst alles wollen (verständliche Predigt und Eucharistie) oder eben treu zu seiner hoffentlich vorhandenen eigenen Identität stehen, auch wenn’s mal weh tut, und die Predigt nicht zu verstehen. 1 Zitieren
Chrysologus Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 4 Minuten schrieb rorro: Trotz aller Fehler meinerseits werde ich bis zum letzten Atemzug römisch-katholisch sein. Was in deinem Verständnis eben römisch-katholisch ist. Das sei Dir postmodern unbenommen. Zitieren
Weihrauch Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 6 Minuten schrieb rorro: Mir geht es erst einmal um Ehrlichkeit, wie schon betont - nicht minder aber um das Selbstbewusstsein der eigenen Identität. Identität hat mir Ehrlichkeit überhaupt nichts zu tun, auch nicht mit Logik. Gruppen-Identität kann an der Hautfarbe hängen, am Gruppen-Geruch, an Lügen, an der Biografie, dem Kulturkreis in den man hineingeboren wurde, an den Werten, die einem die Eltern mitgegeben haben, an geteiltem Glauben oder Irrglauben. Du weißt nicht mal, ob es Gott überhaupt gibt, allein das zu behaupten oder vorauszusetzen, ist schon nicht mehr ehrlich. Zitieren
Kara Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 3 Minuten schrieb Weihrauch: Du weißt nicht mal, ob es Gott überhaupt gibt, allein das zu behaupten oder vorauszusetzen, ist schon nicht mehr ehrlich. Ich weiß, dass es Gott gibt, ich bin Ihm begegnet. Ich behaupte es und setze es voraus. Alles andere wäre höchst unehrlich von mir. 1 1 Zitieren
Weihrauch Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni (bearbeitet) Das verstehe ich zu 100 %. Ich komme dir nicht mal mit den Gotteserfahrungen die andere Menschen mit anderen Göttern gemacht haben, weil ich weiß, dass wir da nicht auf einen Nenner kommen werden. Das ist auch nicht schlimm, eher gut so. Als ich noch katholisch war, hätte ich genau dasselbe gesagt wie du. Wie soll ich das so sagen, dass es nicht verletzend in dem Sinne ist, dass ich dir oder mir die Ehrlichkeit absprechen will? Vielleicht so: 2 + 2 = 4. Das weiß ich, dass ist ein Erfahrungswert. Ich bin 4 Äpfeln begegnet und sie haben mich mit Vitaminen versorgt, als ich sie verinnerlicht hatte. Die 4 Grundrechenarten haben mir bei der Bewältigung meines Lebens so oft geholfen - aber der 4 selbst, bin ich nie begegnet. Ich weiß nicht ob es die 4 überhaupt gibt, sie ist allgegenwärtig erfahrbar, aber ich kann nicht behaupten, dass es die 4 gibt, oder sie voraussetzen, das wäre nicht ehrlich von mir, und es wäre nicht ehrlich von dir, wenn du dich gegen meine Darstellung nicht wehren, und sie nicht ablehnen würdest. bearbeitet 26. Juni von Weihrauch 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni (bearbeitet) vor 53 Minuten schrieb rorro: und die Predigt nicht zu verstehen. Dann doch besser weglassen. Oder gibt es da auch eine lehramtliche Doktrin, dass unbedingt eine sein muss, um römisch-katholisch zu sein? Wozu eine Predigt gut sein sollte, die man nicht versteht, erschließt sich mir jedenfalls nicht Werner bearbeitet 26. Juni von Werner001 2 Zitieren
Flo77 Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 24 Minuten schrieb Werner001: Dann doch besser weglassen. Oder gibt es da auch eine lehramtliche Doktrin, dass unbedingt eine sein muss, um römisch-katholisch zu sein? Wozu eine Predigt gut sein sollte, die man nicht versteht, erschließt sich mir jedenfalls nicht Die Predigt ist die "Antwort" bzw. Auslegung der Schrift durch den Priester auf das Evangelium bzw. die Lesungen. Sie hat keinen Selbstzweck (auch wenn manche Prediger da anderes vermittelt). Zitieren
Werner001 Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 28 Minuten schrieb Flo77: Die Predigt ist die "Antwort" bzw. Auslegung der Schrift durch den Priester auf das Evangelium bzw. die Lesungen. Sie hat keinen Selbstzweck (auch wenn manche Prediger da anderes vermittelt). Umso unsinniger ist eine Predigt, die keiner versteht. Sie richtet sich ja an das Volk. Werner Zitieren
Flo77 Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 6 Minuten schrieb Werner001: Umso unsinniger ist eine Predigt, die keiner versteht. Sie richtet sich ja an das Volk. Natürlich. Darum gehörte sie ja auch vor der Liturgiereform überhaupt nicht zur Liturgie selbst. Gepredigt wurde für Katholiken doch häufig außerhalb der Messe. Was ja auch Sinn ergibt. Die Liturgie ist die Feier Gottes keine Schulveranstaltung. Jedenfalls nicht im alten Ritus. Zitieren
Werner001 Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni Gerade eben schrieb Flo77: Natürlich. Darum gehörte sie ja auch vor der Liturgiereform überhaupt nicht zur Liturgie selbst. Gepredigt wurde für Katholiken doch häufig außerhalb der Messe. Was ja auch Sinn ergibt. Die Liturgie ist die Feier Gottes keine Schulveranstaltung. Jedenfalls nicht im alten Ritus. … und darf dann auch wieder ein Laie predigen. Mir scheint, das ist auch wieder so eine halbgare, schlecht durchdachte Änderung in Folge das Vatikanum 2, Man wollte der Verkündung einen wichtigeren Platz on der Eucharistie geben, aber hat das bei der Predigt nicht zuende gedacht. Aber der Prediger muss ja nicht der Zelebrant sein, irgendein Geweihter recht aus, oder? Werner Zitieren
Flo77 Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 1 Minute schrieb Werner001: … und darf dann auch wieder ein Laie predigen. Mir scheint, das ist auch wieder so eine halbgare, schlecht durchdachte Änderung in Folge das Vatikanum 2, Man wollte der Verkündung einen wichtigeren Platz on der Eucharistie geben, aber hat das bei der Predigt nicht zuende gedacht. Aber der Prediger muss ja nicht der Zelebrant sein, irgendein Geweihter recht aus, oder? Außerhalb der Messe kann jeder (beauftragte?) Laie predigen. Deshalb wäre es z.B. rein formal überhaupt kein Problem, wenn ein sprachunkundiger Priester die Tridentina zelebrieren würde und die Predigt eine Katechetin oder WoGo-Leiterin die Homilie halten würde... 2 Zitieren
atheist666 Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 53 Minuten schrieb Flo77: Außerhalb der Messe kann jeder (beauftragte?) Laie predigen. Deshalb wäre es z.B. rein formal überhaupt kein Problem, wenn ein sprachunkundiger Priester die Tridentina zelebrieren würde und die Predigt eine Katechetin oder WoGo-Leiterin die Homilie halten würde... Unlängst las ich anderen Orts, daß in Kenia die FSSPX ihre Messen nur in Latein abhält, und daß dies von den Teilnehmern begrüßt würde mit der Begründung, daß eben die Messe für alle gleich sei und demokratisch. Zitieren
rorro Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 3 Stunden schrieb Chrysologus: Was in deinem Verständnis eben römisch-katholisch ist. Das sei Dir postmodern unbenommen. Wenn Du es postmodern nennst, auf den Papst zu hören und ihn nicht zu ignorieren, dann bin ich gerne postmodern. 1 Zitieren
Chrysologus Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni Postmodern ist es, von der Möglichkeit auszugehen, dass man sich einfach eine andere Kirche suchen könne. Zitieren
Flo77 Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 1 Stunde schrieb atheist666: Unlängst las ich anderen Orts, daß in Kenia die FSSPX ihre Messen nur in Latein abhält, und daß dies von den Teilnehmern begrüßt würde mit der Begründung, daß eben die Messe für alle gleich sei und demokratisch. Die FSSPX ließt nur Messen auf Latein. Zitieren
atheist666 Geschrieben 26. Juni Melden Geschrieben 26. Juni vor 19 Minuten schrieb Flo77: Die FSSPX ließt nur Messen auf Latein. Weiß ich doch, war nur ein Beispiel, was mich an meine Jugend erinnerte wo man noch in der Schule gelernt hat, welchen Vorteil die kath. Kirche besitzt, daß man an jedem Ort der Welt die Messe mitfeiern kann. Zitieren
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