Shubashi Geschrieben Sonntag um 07:07 Melden Geschrieben Sonntag um 07:07 9 hours ago, Guppy said: Interessant. Weil man nicht daran glaubt, dass die Juden unsere "älteren Brüder im Glauben" seien und dass das Judentum ein paralleler Heilsweg ohne Jesus sei, ist man jetzt nicht mehr katholisch? 🤨 Jedenfalls nicht mehr römisch-katholisch. Ansonsten kann diese Sekte im Rahmen der Gesetze doch tun und lassen was sie möchte. Machen die Altkatholiken doch auch. Denen hat das 1. Vatikanum nicht gefallen, den Piussen das 2. nicht, so what? Wer unbedingt gehen will, der geht halt. Nur machen sie sich mit ihrem arroganten Gerede keine Freunde. Da sollten sie bitte bei den Altkatholiken lernen, wie man in der großen weiten Welt dann noch Menschen außerhalb der eigenen Sekte findet, die mit einem reden oder sogar zusammenarbeiten möchten. 1 Zitieren
SteRo Geschrieben Sonntag um 07:10 Melden Geschrieben Sonntag um 07:10 vor 23 Stunden schrieb SteRo: Liest sich alles sehr nett und aus der Distanz des Unbeteiligtseins geschrieben. Jedoch schließt eine solche rein optionale Betrachtungsweise nicht aus, dass tatsächlich ein objektiver Notstand vorliegen könnte, auf den die Piusse reagiert haben und reagieren, angeleitet vom Heiligen Geist. vor 14 Stunden schrieb Frey: Eine schwere Not der Seelen kann per definitionem nicht objektiv sein. Es liegt sicher ein Wertekonflikt oder eine kognitive Dissonanz auf der Ebene der Überzeugungen vor. Das ist subjektive Wahrnehmung - und darauf kann sich gewiss jeder nach Belieben berufen. Wären die Bruderschaft an einer Lösung interessiert, hätten sie zumindest den guten Willen erkennen lassen können. Ich will sicher niemandem etwas unterstellen, aber meine subjektive Wahrnehmung sagt: sie gefallen sich in der Rebellion. Damit ordne ich sie ein in die Scharen anderer Rebellen. Legitimation? Woher? Da hast du meine Worte nicht aufmerksam genug gelesen. Denn wenn der Heilige Geist anleitet, dann liegt offensichtlich ein objektiver Notstand vor. Zitieren
Werner001 Geschrieben Sonntag um 07:55 Melden Geschrieben Sonntag um 07:55 Mal wieder ein bisschen Logik (ja, ich weiß, Logik und Theologie vertragen sich nicht besonders gut, aber trotzdem): Wenn die Kirche die Mittlerin zu Gott ist, ist es an der Kirche, zu bestimmen, wem sie das Heil wie vermittelt. Und wenn die Kirche sagt, dass sie es auch den Juden zugesteht, dann ist das so. Könnte die Kirche das nicht entscheiden, wäre das mit den Schlüsseln ein Humbug. Und zweitens: Wenn die Piusbrüder den Papst und die ganze Kirche für nicht mehr rechtgläubig halten, warum legen sie dann soviel Wert auf das Placet eines falschgläubigen Bischofs von Rom? Sie sollten ihn exkommunizieren, den Staub von den Füßen schütteln und ihrer Wege ziehen. Und einen der ihren zum rechtgläubigen Papst machen. Werner 1 Zitieren
MartinO Geschrieben Sonntag um 08:14 Melden Geschrieben Sonntag um 08:14 vor einer Stunde schrieb atheist666: Gegenfrage: Hat das Volk kein Recht auf Notstand? Das Volk hat kein Recht darauf, dass die verfassungsgemäße Regierung ohne weiteres eine selbst unter Berufung auf einen Notstand ernannte Gegenregierung als gleichwertigen Gesprächspartner anerkennt. Zitieren
Kara Geschrieben Sonntag um 08:40 Melden Geschrieben Sonntag um 08:40 vor 10 Stunden schrieb Guppy: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater ausser durch mich." Wir wissen nicht, was nach dem Tod passiert. Juden, genau wie alle anderen Nichtchristen, könnten nach dem Tod immer noch durch Jesus zum Vater gelangen. Warum sollte Jesus auf dieses Leben beschränkt sein? Und ja, ich glaube, dass die Juden als Gottes auserwähltes Volk sowieso eine Sonderstellung einnehmen. Auch ganz ohne Nostra aetate. Zitieren
SteRo Geschrieben Sonntag um 10:34 Melden Geschrieben Sonntag um 10:34 (bearbeitet) vor 1 Stunde schrieb Kara: Wir wissen nicht, was nach dem Tod passiert. Wer ist "wir"? Die Optionen des Passierens sollten dir zumindest bekannt sein. vor 1 Stunde schrieb Kara: Juden, genau wie alle anderen Nichtchristen, könnten nach dem Tod immer noch durch Jesus zum Vater gelangen. Warum sollte Jesus auf dieses Leben beschränkt sein? mit "könnte" ist so manche Aussage nicht zu beanstanden. Auch diese, denn die katholische Glaubenslehre, dass nach dem Tode jegliche Gnadenwirkung ausgeschlossen ist, "könnte" ja falsch sein. vor 1 Stunde schrieb Kara: Und ja, ich glaube, dass die Juden als Gottes auserwähltes Volk sowieso eine Sonderstellung einnehmen. Auch ganz ohne Nostra aetate. Ich glaub das nicht, Nostra aetate hin oder her. bearbeitet Sonntag um 10:35 von SteRo Zitieren
Frank Geschrieben Sonntag um 10:52 Melden Geschrieben Sonntag um 10:52 vor 3 Stunden schrieb atheist666: vor 7 Stunden schrieb Frank: Eine Not die es nur in den Köpfen der Piusbrüder gibt? Meines Wissens hat die katholische Kirche Bischöfe. Wozu braucht die FSPX eigene? WEIL JEDER DIESES RECHT HAT, SEIT DEN ZEITEN DER KETZER!!!! Schrei doch nicht so! Ich bin nicht taub. Davon abgesehen beantwortet das nicht meine Frage. Zur Weihe von ihnen ausgebildeter Priesteramtskandidaten - um nur eines rauszugreifen - könnten sie auch nett bei dem für sie zuständigen Bischof fragen. Zitieren
Cosifantutti Geschrieben Sonntag um 11:00 Melden Geschrieben Sonntag um 11:00 vor 6 Stunden schrieb rorro: Nun, soweit ich weiß steht in NA nichts von älteren Brüdern (den Terminus hat JPII eingebracht). Und es ist keinesfalls so, daß das gesamte Judentum sich für irgendeinen Dialog mit uns interessiert… Und es ist weiterhin so, daß alle Menschen, egal woran oder an wen sie glauben, nach katholischer Überzeugung allein durch Jesus gerettet werden. Kann auch schlecht anders sein für Anhänger der Dreifaltigkeit. P.S. anderen das Katholisch-Sein absprechen wird hier im Forum ggf. sanktioniert. Einfach entspannter sehen… Schon „Nostra Aetate“ hat betont, dass es zum Judentum eine ganz besondere Beziehung gibt und das Verhältnis der Kirche zum Judentum nochmals ganz anders zu beschreiben ist, als das Verhältnis zum Islam und zu den anderen Weltreligionen. „Nostra Aetate“ ist in diesem Sinne ein Meilenstein für das Verhältnis zum Judentum, ein Dokument eines Gesamtkonzils der Kirche hinter das man nicht zurückfallen kann….. Natürlich wurde nach dem 2. Vatikanum über diese Thematik weiter reflektiert…. Vor allem JPII hat hier wichtige Akzente gesetzt…. Was die „Rettung der Juden“ angeht, das „ewige Heil“, so gibt es hierüber meiner Wahrnehmung nach durchaus differenzierte Sichtweisen und keine „abschließnde“ sozusagen „amtliche“ katholische Lehre. Es wird letztlich offen gelassen… Benedikt hat sich in diesem Punkt etwas von JPII in der Akzentsetzung unterschieden… Ein wichtiger Referenzpunkt der Reflexion ist der Römerbrief Kapitel 9 - 11. Zitieren
SteRo Geschrieben Sonntag um 11:04 Melden Geschrieben Sonntag um 11:04 vor 3 Stunden schrieb Werner001: (ja, ich weiß, Logik und Theologie vertragen sich nicht besonders gut, Du kennst die wissenschaftliche Theologie nicht? Zitieren
rorro Geschrieben Sonntag um 11:30 Melden Geschrieben Sonntag um 11:30 vor 26 Minuten schrieb Cosifantutti: Schon „Nostra Aetate“ hat betont, dass es zum Judentum eine ganz besondere Beziehung gibt und das Verhältnis der Kirche zum Judentum nochmals ganz anders zu beschreiben ist, als das Verhältnis zum Islam und zu den anderen Weltreligionen. „Nostra Aetate“ ist in diesem Sinne ein Meilenstein für das Verhältnis zum Judentum, ein Dokument eines Gesamtkonzils der Kirche hinter das man nicht zurückfallen kann….. Natürlich wurde nach dem 2. Vatikanum über diese Thematik weiter reflektiert…. Vor allem JPII hat hier wichtige Akzente gesetzt…. Was die „Rettung der Juden“ angeht, das „ewige Heil“, so gibt es hierüber meiner Wahrnehmung nach durchaus differenzierte Sichtweisen und keine „abschließnde“ sozusagen „amtliche“ katholische Lehre. Es wird letztlich offen gelassen… Benedikt hat sich in diesem Punkt etwas von JPII in der Akzentsetzung unterschieden… Ein wichtiger Referenzpunkt der Reflexion ist der Römerbrief Kapitel 9 - 11. Das kenne ich alles. Und natürlich stehe ich voll hinter NA. Daß nur in Christus Heil zu finden ist, hat allerdings schon Petrus höchstselbst kundgetan, das lässt sich auch durchaus mit dem Römerbrief harmonisieren. Davon abgesehen glaube ich, daß der Gott der Geschichte den Völkern deutscher Zunge mehr als deutlich gemacht hat, daß sie mit jeglicher Evangelisierung von Juden so gar nichts zu tun haben sollten. Lieben sollen wir eh alle Menschen. Zitieren
Guppy Geschrieben Sonntag um 14:45 Melden Geschrieben Sonntag um 14:45 vor 5 Stunden schrieb Kara: Und ja, ich glaube, dass die Juden als Gottes auserwähltes Volk sowieso eine Sonderstellung einnehmen. Auch ganz ohne Nostra aetate. Ich glaube das nicht, auch ganz ohne Nostra aetate. 😉 Es gibt nur ein auserwähltes Volk Gottes und das ist die Kirche. Zu diesem Volk gehören Menschen unabhängig von ihrer ethnischen Abstammung oder Herkunft. Für Juden gibt es natürlich die Möglichkeit, zu Gottes Volk zu gehören, indem sie an Jesus Christus glauben, den Sohn Gottes, den ihnen verheißenen Messias, in dem sich das ganze Alte Testament erfüllt hat. Zitieren
Flo77 Geschrieben Sonntag um 15:47 Melden Geschrieben Sonntag um 15:47 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Guppy: Ich glaube das nicht, auch ganz ohne Nostra aetate. 😉 Es gibt nur ein auserwähltes Volk Gottes und das ist die Kirche. Zu diesem Volk gehören Menschen unabhängig von ihrer ethnischen Abstammung oder Herkunft. Für Juden gibt es natürlich die Möglichkeit, zu Gottes Volk zu gehören, indem sie an Jesus Christus glauben, den Sohn Gottes, den ihnen verheißenen Messias, in dem sich das ganze Alte Testament erfüllt hat. Solltest Du auch nur einen einzigen amtierenden(!) römisch-katholischen Bischof anführen können, der DAS lehrt, zünde ich beim nächsten Mal in Köln, im Dom ne Kerze an. Für die Einheit der Kirche. Und bei der Gelegenheit: was meinst Du mit "indem msich das ganze Alte Testament erfüllt hat"? bearbeitet Sonntag um 15:48 von Flo77 Zitieren
Cosifantutti Geschrieben Sonntag um 16:10 Melden Geschrieben Sonntag um 16:10 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Guppy: Ich glaube das nicht, auch ganz ohne Nostra aetate. 😉 Es gibt nur ein auserwähltes Volk Gottes und das ist die Kirche. Zu diesem Volk gehören Menschen unabhängig von ihrer ethnischen Abstammung oder Herkunft. Für Juden gibt es natürlich die Möglichkeit, zu Gottes Volk zu gehören, indem sie an Jesus Christus glauben, den Sohn Gottes, den ihnen verheißenen Messias, in dem sich das ganze Alte Testament erfüllt hat. Das, was du hier schreibst ist schlicht deine eigene persönliche Sichtweise. Die Sichtweise der römisch-katholischen Kirche ist bei dieser Thematik eine vollkommen andere. Nach der gegenwärtig, gültigen Lehre der Kirche sind die Juden, das Gott einst als „sein Volk“ auserwählt hat, nach wie vor „Gottes auserwählte Volk“. Der Bund Gottes mit seinem Volk Israel besteht bis heute und ist niemals von Gott gekündigt worden. Und so wie der nie gekündigte Bund mit Gott kommen nach wie vor dem Judentum als dem auserwählten Volk Gottes alle Verheißungen zu….. Man kann jetzt „Nostra Aetate“ als Bruch mit einer bisherigen Tradition von 2000 Jahren sehen oder als „Weiterentwicklung“, „Vertiefung“, „Entfaltung“ der Lehre betreffend den „Traktat“ über das Judentum und die Juden. Es ist letztlich belanglos, die Fakten der heutigen Sichtweise der Kirche, dokumentiert auf dem 2. Vatikanum, sind vollkommen klar und für jeden nachvollziehbar. Die Redeweise JPII von den Juden als „unseren älteren Brüdern“ kleidet diese gegenwärtige Sichtweise in ein schönes Bild…. bearbeitet Sonntag um 16:11 von Cosifantutti 3 Zitieren
Sucuarana Geschrieben Sonntag um 17:12 Melden Geschrieben Sonntag um 17:12 2 hours ago, Guppy said: Es gibt nur ein auserwähltes Volk Gottes und das ist die Kirche. Als Katholikin habe ich es nicht nötig, mich über Andersglaubende zu erheben. Wir sind nicht die besseren Menschen, wir sind nicht auserwählt. Unser Glaube ist nicht der einzige Weg zum Heil, er ist einer der möglichen Wege. Du darfst das natürlich anders sehen. Aber Du musst dann auch verstehen, dass Deine unbegründete Überheblichkeit viele andere abstossen wird, und Du damit nicht mehr Teil der katholischen Kirche sein kannst, wie Cosifantutti bereits geschrieben hat. Zitieren
rorro Geschrieben Sonntag um 17:16 Melden Geschrieben Sonntag um 17:16 vor 1 Minute schrieb Sucuarana: Als Katholikin habe ich es nicht nötig, mich über Andersglaubende zu erheben. Wir sind nicht die besseren Menschen, wir sind nicht auserwählt. Unser Glaube ist nicht der einzige Weg zum Heil, er ist einer der möglichen Wege. Du darfst das natürlich anders sehen. Aber Du musst dann auch verstehen, dass Deine unbegründete Überheblichkeit viele andere abstossen wird, und Du damit nicht mehr Teil der katholischen Kirche sein kannst, wie Cosifantutti bereits geschrieben hat. Unser Glaube sagt aber, dass Jesus Christus der einzige Weg zum Heil ist. Nur mag der eben die Menschenkinder so gerne, daß er auch die zum Heil führen kann, die Ihn nicht annehmen. Voll nett. 2 Zitieren
Guppy Geschrieben Sonntag um 17:20 Melden Geschrieben Sonntag um 17:20 vor 58 Minuten schrieb Cosifantutti: Das, was du hier schreibst ist schlicht deine eigene persönliche Sichtweise. Die Sichtweise der römisch-katholischen Kirche ist bei dieser Thematik eine vollkommen andere. Nach der gegenwärtig, gültigen Lehre der Kirche sind die Juden, das Gott einst als „sein Volk“ auserwählt hat, nach wie vor „Gottes auserwählte Volk“. Der Bund Gottes mit seinem Volk Israel besteht bis heute und ist niemals von Gott gekündigt worden. Und so wie der nie gekündigte Bund mit Gott kommen nach wie vor dem Judentum als dem auserwählten Volk Gottes alle Verheißungen zu….. Warum ist Edith Stein dann katholisch geworden, wenn sie doch schon zum "auserwählten Volk" Gottes gehörte, das Jesus angeblich nicht braucht? Warum wurde der Heilige Paulus Christ? Er gehörte doch sowieso schon zum "auserwählten Volk" Gottes. Völlig unnötig, seine Bekehrung. Als Jude brauchte er Christus doch nicht, oder? Warum hat Jesus zu den Juden gesagt:"Niemand kommt zum Vater ausser durch mich?" Dann hätte er ja auch zu ihnen sagen können:"Ihr als Juden braucht mich nicht, nur die Heiden müssen an mich glauben, ihr seid sowieso das auserwählte Volk." Zitieren
Flo77 Geschrieben Sonntag um 17:29 Melden Geschrieben Sonntag um 17:29 vor 7 Minuten schrieb rorro: Unser Glaube sagt aber, dass Jesus Christus der einzige Weg zum Heil ist. Nur mag der eben die Menschenkinder so gerne, daß er auch die zum Heil führen kann, die Ihn nicht annehmen. Voll nett. Sagen wir so: wenn ich nach meinem Tod auferweckt werden sollte, werde ich ganz fix nach der Reihe für Schafe Ausschau halten und mich mal ganz ruhig verhalten, in der Hoffnung, daß mich keiner zu den Ziegen prügelt. Das würde ich übrigens auch als Christ versuchen... ich traue den "glaubt an mich" Aufforderungen nur sehr bedingt. Zitieren
SteRo Geschrieben Sonntag um 17:45 Melden Geschrieben Sonntag um 17:45 vor 26 Minuten schrieb Sucuarana: Als Katholikin habe ich es nicht nötig, mich über Andersglaubende zu erheben. Wir sind nicht die besseren Menschen, wir sind nicht auserwählt. Unser Glaube ist nicht der einzige Weg zum Heil, er ist einer der möglichen Wege. Du darfst das natürlich anders sehen. Aber Du musst dann auch verstehen, dass Deine unbegründete Überheblichkeit viele andere abstossen wird, und Du damit nicht mehr Teil der katholischen Kirche sein kannst, wie Cosifantutti bereits geschrieben hat. Auserwähltsein ist eine Gnade Gottes. Da besteht also kein Grund sich besser zu fühlen. Die römisch-katholische Kirche lehrt übrigens selbst das Auserwähltsein. Synode von Quiercy: Kap. 1. ... Der Mensch aber, der den freien Willen schlecht gebrauchte, sündigte und fiel, und er wurde zur »Masse des Verderbens« des ganzen Menschengeschlechts. Der gute und gerechte Gott aber erwählte aus ebendieser Masse des Verderbens gemäß seinem Vorherwissen die, welche er aus Gnade zum Leben vorherbestimmte [Röm 8,29f; Eph 1,11], und bestimmte für sie das ewige Leben vorher; von den übrigen aber, die er nach dem Ratschluß seiner Gerechtigkeit in der Masse des Verderbens zurückließ, wußte er im voraus, daß sie zugrunde gehen würden, aber er bestimmte nicht vorher, daß sie zugrunde gehen sollten: er bestimmte diesen aber, weil er gerecht ist, die ewige Strafe vorher. Zitieren
Frey Geschrieben Sonntag um 17:54 Melden Geschrieben Sonntag um 17:54 vor 10 Stunden schrieb SteRo: Da hast du meine Worte nicht aufmerksam genug gelesen. Denn wenn der Heilige Geist anleitet, dann liegt offensichtlich ein objektiver Notstand vor. Zirkelschluss: „Der Heilige Geist leitet an, also liegt ein objektiver Notstand vor.“ Das ist kein Argument, das ist ein Zirkel mit Weihrauch. Die Konklusion sitzt schon in der Prämisse – bequem unangreifbar, weil niemand von außen nachprüfen kann, was angeblich von oben kommt. Soziologisch ist das ein Klassiker: charismatische Legitimation nach Weber. Man beruft sich auf eine höhere Autorität, um genau die Ordnung zu rechtfertigen, die man selbst geschaffen hat. Das Charisma erklärt die Norm, die Norm bestätigt das Charisma – ein geschlossenes System, das nach innen wasserdicht wirkt und nach außen genau nichts beweist. Wenn eine „Notlage" nur dadurch belegt wird, dass man ihre göttliche Herkunft behauptet, ist sie kein Faktum, sondern ein Bekenntnis. Bekenntnisse mögen die eigene Gemeinschaft binden – Legitimation gegenüber allen anderen erzeugen sie nicht. Genau das war mein Punkt, und der Verweis auf den Heiligen Geist bestätigt ihn eher, als ihn zu widerlegen. Zitieren
Frey Geschrieben Sonntag um 18:00 Melden Geschrieben Sonntag um 18:00 vor 44 Minuten schrieb Sucuarana: Als Katholikin habe ich es nicht nötig, mich über Andersglaubende zu erheben. Wir sind nicht die besseren Menschen, wir sind nicht auserwählt. Unser Glaube ist nicht der einzige Weg zum Heil, er ist einer der möglichen Wege. Du darfst das natürlich anders sehen. Aber Du musst dann auch verstehen, dass Deine unbegründete Überheblichkeit viele andere abstossen wird, und Du damit nicht mehr Teil der katholischen Kirche sein kannst, wie Cosifantutti bereits geschrieben hat. Die katholische Position liegt wohl zwischen beiden Polen: Ein Anspruch auf Einzigartigkeit und Sendung wird nicht aufgegeben, aber daraus wird kein Überlegenheitsanspruch gegenüber Andersgläubigen abgeleitet, und Heil außerhalb der sichtbaren Kirche wird nicht ausgeschlossen. Die Schlussfolgerung, man könne wegen dieser Haltung "nicht mehr Teil der katholischen Kirche" sein, ist theologisch ebenfalls überzogen – eine strenge Auslegung ist eine innerkirchliche Streitfrage mit historischem Präzedenzfall, aber kein automatischer Ausschlussgrund. Ich halte persönlich die Polarisierung en in Debatten, nicht nur hier, für den problematischer en Teil ist Grundüberzeugungen der Kirche oder auch der Priesterbruderschaft St. Pius X. Zitieren
SteRo Geschrieben Sonntag um 18:06 Melden Geschrieben Sonntag um 18:06 vor 8 Minuten schrieb Frey: Zirkelschluss: „Der Heilige Geist leitet an, also liegt ein objektiver Notstand vor.“ Das ist kein Argument, das ist ein Zirkel mit Weihrauch. Die Konklusion sitzt schon in der Prämisse – bequem unangreifbar, weil niemand von außen nachprüfen kann, was angeblich von oben kommt. Soziologisch ist das ein Klassiker: charismatische Legitimation nach Weber. Man beruft sich auf eine höhere Autorität, um genau die Ordnung zu rechtfertigen, die man selbst geschaffen hat. Das Charisma erklärt die Norm, die Norm bestätigt das Charisma – ein geschlossenes System, das nach innen wasserdicht wirkt und nach außen genau nichts beweist. Wenn eine „Notlage" nur dadurch belegt wird, dass man ihre göttliche Herkunft behauptet, ist sie kein Faktum, sondern ein Bekenntnis. Bekenntnisse mögen die eigene Gemeinschaft binden – Legitimation gegenüber allen anderen erzeugen sie nicht. Genau das war mein Punkt, und der Verweis auf den Heiligen Geist bestätigt ihn eher, als ihn zu widerlegen. Das gilt alles nicht, was du sagst. Denn es bedarf keines Argumentes, damit das Wirken des Heiligen Geistes objektive Bewandnis hat. Zudem habe ich das Wirken das Heiligen Geistes ja gar nicht behauptet, sondern alles steht unter dem Vorbehalt des "könnte" des Satzes davor. Ich muss nicht begründen, was ich nicht behauptet habe. Zitieren
Kara Geschrieben Sonntag um 18:15 Melden Geschrieben Sonntag um 18:15 vor 47 Minuten schrieb Guppy: Warum ist Edith Stein dann katholisch geworden, wenn sie doch schon zum "auserwählten Volk" Gottes gehörte, das Jesus angeblich nicht braucht? Weil sie in der katholischen Kirche Gott und Seine Wahrheit gefunden hat, Jesus liebte und Ihm in den Sakramenten und der Anbetung begegnete. (Abgesehen davon war sie vorher Atheistin, keine gläubige Jüdin.) Zitieren
Frey Geschrieben Sonntag um 18:20 Melden Geschrieben Sonntag um 18:20 vor 11 Minuten schrieb SteRo: Das gilt alles nicht, was du sagst. Denn es bedarf keines Argumentes, damit das Wirken des Heiligen Geistes objektive Bewandnis hat. Zudem habe ich das Wirken das Heiligen Geistes ja gar nicht behauptet, sondern alles steht unter dem Vorbehalt des "könnte" des Satzes davor. Ich muss nicht begründen, was ich nicht behauptet habe. Im zweiten Teil hast Du Recht. "... mit "könnte" ist so manche Aussage nicht zu beanstanden. Auch diese, denn die katholische Glaubenslehre, dass nach dem Tode jegliche Gnadenwirkung ausgeschlossen ist, "könnte" ja falsch sein." (Vgl. SteRo weiter oben) Zitieren
SteRo Geschrieben Sonntag um 18:25 Melden Geschrieben Sonntag um 18:25 vor 2 Minuten schrieb Frey: Im zweiten Teil hast Du Recht. "... mit "könnte" ist so manche Aussage nicht zu beanstanden. Auch diese, denn die katholische Glaubenslehre, dass nach dem Tode jegliche Gnadenwirkung ausgeschlossen ist, "könnte" ja falsch sein." (Vgl. SteRo weiter oben) Der im Kontext richtige Satz lautet: "Jedoch schließt eine solche rein optionale Betrachtungsweise nicht aus [gemeint war dein KI-Gedöns], dass tatsächlich ein objektiver Notstand vorliegen könnte, auf den die Piusse reagiert haben und reagieren, angeleitet vom Heiligen Geist." Ich hab auch im ersten Teil recht, weil dein sozio-psychologisches Gerede schlicht im Kontext des Heiligen Geistes nicht passt. Zitieren
rorro Geschrieben Sonntag um 18:38 Melden Geschrieben Sonntag um 18:38 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Guppy: Warum ist Edith Stein dann katholisch geworden, wenn sie doch schon zum "auserwählten Volk" Gottes gehörte, das Jesus angeblich nicht braucht? Warum wurde der Heilige Paulus Christ? Er gehörte doch sowieso schon zum "auserwählten Volk" Gottes. Völlig unnötig, seine Bekehrung. Als Jude brauchte er Christus doch nicht, oder? Warum hat Jesus zu den Juden gesagt:"Niemand kommt zum Vater ausser durch mich?" Dann hätte er ja auch zu ihnen sagen können:"Ihr als Juden braucht mich nicht, nur die Heiden müssen an mich glauben, ihr seid sowieso das auserwählte Volk." Weil sie die Wahrheit erkannt haben - und die niemanden ausschließende Liebe Gottes direkt mit. (Kara war schneller) bearbeitet Sonntag um 18:38 von rorro Zitieren
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